Halde Brockenscheidt in Waltrop
Im südöstlich gelegenen Waltroper Ortsteil Brockenscheidt befindet sich fast an der Stadtgrenze zu Lünen das Gelände der ehemaligen Zeche Waltrop. Sie entstand ab 1900, fünf Jahre später förderten Bergleute die erste Kohle. Bald wurde die Zeche um eine Kokerei ergänzt. Die Kohle- Förderung endete 1979. Die meisten Gebäude der Zeche sind auch heute noch erhalten und stehen seit 1988 unter Denkmalschutz. Sie werden größtenteils gewerblich genutzt. Ähnlich wie bei der Zeche Zollverein oder Zollern fällt der einheitliche Baustil der Gebäude auf.
Direkt an das Zechengelände anschließend befindet sich die niedrige aber langgestreckte Halde Brockenscheidt, die selten auch als »Halde Waltrop« bezeichnet wird. Sie überragt die Umgebung um etwa 15 Meter (Referenz: Parkplatz) und ist damit 82 Meter über dem Meeresspiegel hoch. In der Mitte steht ein besonderer Aussichtsturm, der entfernt an den auf der Halde Beckstraße stehenden Tetraeder erinnert. Er wurde vom Castrop-Rauxeler Künstler Jan Bormann aus sogenannten Spurlatten errichtet. Diese Spurlatten dienen im Bergwerk dazu, Förderkörbe in einem Schacht am Rand zu führen. Die fortan als »Spurwerkturm« bezeichnete Aussichtsplattform wurde im Mai 2000 eröffnet und bietet dem Besucher seitdem auf zwölf Metern Höhe über der Halde einen Blick über das Zechengelände und die Stadt Waltrop. Besondere Landmarken im Blickfeld sind das Colani-Ufo am Technologiezentrum Lüntec in Lünen-Brambauer und die Halde Minister Achenbach.
Ähnlich wie Halde Haniel in Bottrop kann Halde Brockenscheidt einen Kreuzweg aufweisen. Die gelben Ballons in einigen der Bilder sind Helium-Ballons, die während der RUHR.2010-Aktion »SchachtZeichen« einstige Förderanlagen markierten.

Spurwerkturm auf der Halde Brockenscheidt in Waltrop |

Steiler Hang der Halde an der Zeche Waltrop |

Teile der Halde sind bewaldet |

Spitze des Spurwerkturmes vom Umland aus gesehen |

Der Spurwerkturm ist Tag und Nacht begehbar |

Auf zwölf Metern Höhe befindet sich die Aussichtsplattform |

Spurlatten in einer geometrischen Konstruktion |

Treppe auf die Halde von der Südseite: Eisenbahnschienen |

Wald aus Birken mit Kreuzweg |

Schachtzeichen über der benachbarten Zeche Waltrop |
Kurz und knapp:
Halde: Höhe: ca. 82 Meter ü. NN / ca. 14 Meter über Umgebung • Fläche: ca. 6,5 ha
Turm: Plattformhöhe: 12 Meter über Halde
Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur AS12 Dortmund-Mengede. Der L609 Richtung Waltrop nach Norden folgen. Hinter dem Sportplatz rechts in die Berliner Straße abbiegen. Dieser Richtung Lünen / Selm bis kurz vor den Ortsausgang folgen, im Kreisverkehr rechts abbiegen. Direkt an der Halde befindet sich neben der Zeche Waltrop ein großer Parkplatz.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Hiberniastraße oder Landabsatz in 45731 Waltrop
Koordinaten: 51°37'4.20"N, 7°25'17.44"E (Parkplatz)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.
Anreise mit dem ÖPNV: Von Dortmund Hbf oder Stadtmitte mit der U41 bis zur Endstation Lünen-Brambauer Verkehrshof (ca. 25 Minuten Fahrtzeit). Dort umsteigen in den Bus der Linie 284 Richtung Waltrop Am Moselbach. Der Bus verkehrt an Werktagen im Halbstundentakt. Die sechste Haltestelle ist Waltrop-Sydowstraße (eine davor zum Bereitmachen: Elmenhorst). Dies ist die zur Zeche Waltrop nächstgelegene Haltestelle. Von hier aus zu Fuß entweder durch die Sydowstraße bis zur Hiberniastraße und dann links; oder zurück bis zum Kreisverkehr und dann rechts in die Straße Landabsatz. Der Fußweg beläuft sich auf etwa 700 Meter, die Fahrtstrecke liegt gänzlich im Tarifgebiet des VRR.

Panoramablick vom Spurwerkturm auf das Gelände der Zeche Waltrop (mit »SchachtZeichen« im Mai 2010) |
Quellen und weitere Informationen:
| Halde Brockenscheidt / Metropole Ruhr |
www.metropoleruhr.de |
Zeche Waltrop (Route Industriekultur) |
www.route-industriekultur.de |
Für die Höhenangaben wurden eigene GPS-Messungen mit Höhenangaben der DGK5 (Deutsche Grundkarte 1:5000) abgeglichen. Die Informationen zum Spurwerkturm sind mehreren Quellen im Internet entnommen.
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ngaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 02 / 2012
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