Halde Preußen »Preußenhalde« in Lünen
Die Preußenhalde liegt im Lüner Ortsteil Horstmar, ist etwa 25 Meter über Umgebung hoch und erreicht eine absolute Höhe von 85 Metern über dem Meeresspiegel. Sie wurde bis zur Schließung der Zeche Preußen im Jahre 1929 aufgeschüttet. 1996 gehörte die Bergehalde zum Gelände der Landesgartenschau in Lünen, der sogenannten LaGaLü. Dazu wurde sie zu einem Parkgebiet mit Aussichtspunkten umgebaut. Mit dem Horstmarer See und einem tiefgelegenen Amphitheater bildet die Halde den starken Kontrast der Höhen und Tiefen dieses Geländes. Der Berg gehört zur Liste der "Brennenden Halden", was sich durch eine erhöhte Temperatur im Haldenkörper bemerkbar macht. Hier verbrennen Reste der im Abraum enthaltenen Kohle nach Selbstentzündung durch Wärmestau. Eine Gefahr beim Besuchen besteht allerdings nicht.
Zusammen mit dem Horstmarer See bildet die Halde den Seepark Lünen. Beide sind durch Wege miteinander verbunden. Die Preußenhalde ist nach wie vor als Erholungsgebiet gedacht und öffentlich begehbar. Ein einziger asphaltierter Weg führt ringförmig um die Halde. In der Mitte besitzt sie einen größeren kraterartigen Kessel und fällt auch zum Rand recht stark ab. Der Weg bildet also teilweise eine Art Kammlinie. Teile der Halde sind bewaldet, andere durch niedrige Büsche bewachsen. Der Kessel ist stellenweise unbewachsen, weshalb das dunkle, taube Gestein gut zum Vorschein kommt. Die tiefste Stelle im Krater ist eine Mini-Sumpflandschaft. Innerhalb einer guten Viertelstunde ist der gesamte Weg um die Halde mit Verharren am Aussichtspunkt und am Talkessel abgeschritten. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über den Horstmarer See, Teile von Lünen und den Datteln-Hamm-Kanal bis zum Schloss Cappenberg in Selm.
Wer hier also große Skulpturen, lange Wanderwege oder eine unglaubliche Fernsicht erwartet, ist an diesem Ort eindeutig fehl am Platze.

Rundweg auf der Halde im niedrig bewachsenen Bereich |

Teil des "Kraters" auf der Halde Preußen |

An der tiefsten Stelle ist der Boden feuchter |

Dunkler Abraum als Untergrund |

Blick über den Horstmarer See zum Schloss Cappenberg (hi. li.) |

Baumallee neben dem Rundweg |

Nach Norden fällt die Halde steil ab |

Rundweg durch den bewaldeten Abschnitt |
Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur AS 15 Kamen / Bergkamen. Dort auf die B61 Richtung Lünen. An der ersten Kreuzung links auf die K9 Richtung Methler. Hinter der Autobahnbrücke rechts in die Straße K14 Altenmethler. An der abknickenden Vorfahrt am Ende rechts auf die L821, durch Niederaden und Horstmar. In Horstmar kurz vor dem Bahnhof rechts in die Scharnhorststraße und dort am Rand parken. Der Haldenzugang liegt rechts in einem Fußgängerweg in Höhe der Straße An der Kohlenbahn. Nach 130 Metern zweigt ein Weg zur Halde selbst ab. Zum Nachvollziehen der Anfahrt von der Autobahn ist eine Karte, ein Kartenausdruck oder ein Navigationssystem angeraten!
Eingabe in das Navigationssystem: Scharnhorststraße in 44532 Lünen
Koordinaten: 51°35'28.57"N, 7°32'34.02"E (Zugang Fußgängerweg zum Seepark an der Scharnhorststraße)
Anreise mit dem ÖPNV: Von Dortmund Hbf oder Lünen Hbf mit RB 50 oder 51 bis Preußen. Vom Ausgang des Preußenbahnhofs etwa 300 Meter der Straße geradeaus folgen und dann links in die Scharnhorststraße. Gegenüber der dritten Häuserzeile auf der linken Seite führt rechts ein geteerter Fußgängerweg zum Seepark Lünen. Nach 130 Metern zweigt links der erste Weg auf die Halde ab. Er trifft automatisch wieder auf diesen Fußgängerweg.

Kraterartige Vertiefung in der Mitte der Halde Preußen in Lünen-Horstmar |
Weitere Informationen:
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ngaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 02 / 2012
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