Halde Rungenberg in Gelsenkirchen
Direkt neben der Zechensiedlung Schüngelberg steht nördlich von Gelsenkirchen-Buer die Bergehalde der Zechen Hugo und Ewald, die komplett erschlossen und begrünt ist. Der höchste Punkt der Halde liegt 110 Meter über dem Meeresspiegel und etwa 60 Meter über dem Umland. Auf der Halde Rungenberg befindet sich ganz oben im östlichen Teil eine von einem Tal durchschnittene Pyramide aus Schutt. Das Tal ist dabei die Verlängerung einer Verkehrsachse in der Zechensiedlung, die über die Halde mit Hilfe der 300 Stufen langen Treppe geführt wird. Bäume begleiten rechts und links die Treppenstufen, die damit in einer Art Alle liegen. Auf den beiden Pyramidenhälften steht rechts und links am höchsten Punkt jeweils ein riesiger Scheinwerfer. Beide zusammen vollenden (inzwischen unregelmäßig) nachts durch gebündeltes Licht im Winkel der Böschung das aufgeschnittene Tal zu einer großen, geschlossenen Pyramide – siehe Montage rechts unten. Die Installation heißt »Nachtzeichen«. Sie betont die Künstlichkeit der Halde durch den Menschen und wurde 1999 durch Klaus Noculak und Hermann EsRichter geschaffen, nachdem die beiden Künstler bereits 1992 einen Wettbewerb zur Gestaltung der Halde gewonnen hatten. Die Pyramidenform, auf der die Scheinwerfer stehen, wurde vom Schweizer Architekturbüro Rolf Keller entworfen.
Etwa 300 Meter westlich der beiden Schuttpyramiden befindet sich eine zweite Installation der beiden Künstler, das sogenannte »Schienen- Plateau«. Hier sind rostige Bahnschienen in einer elliptischen Fläche waagerecht in einem Muster angeordnet und bilden einen Bezug zur ehemals industriellen Nutzung der Zeche und damit auch der Halde.
Von der Halde aus hat man einen guten Rundumblick auf Gelsenkirchen, die Siedlung Schüngelberg und die Veltins-Arena auf Schalke.
Die Halde Rungenberg weist im Inneren einige temperaturerhöhte Stellen auf und gilt daher als Brennende Halde. Ein Löschen dieser schwelenden Stellen ist jedoch unnötig. Eine Gefahr für Mensch und Tier besteht nicht. Sie können den Ort unbesorgt besuchen.

Halde Rungenberg. Zwei halbe Pyramiden ganz oben
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Der westliche Scheinwerfer
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Alles ist begehbar
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Zechensiedlung Schüngelberg
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Arena "Auf Schalke", Heimat von Blau-Weiß
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BP Gelsenkirchen GmbH in Gelsenkirchen-Horst
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Halde Rungenberg, Zeche Hugo und Kraftwerk Scholven
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So könnte "Nachtzeichen" nachts aussehen - eine Montage... |
Und hier ein Panorama mit der Spitze und dem Lichtkunstwerk. Die eigentliche Halde verläuft links noch bogenförmig um die Siedlung (hinten):

Anreise mit dem Auto: Über die A2 bis zur Ausfahrt 6 Gelsenkirchen-Buer. Im Kreisverkehr links bis zur Horster Straße (T-Kreuzung). Dort rechts den Beschilderungen folgen. Man kann direkt am Zugang der Halde in der Zechensiedlung am Rand kostenlos parken.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Holthauser Straße, 45897 Gelsenkirchen
Koordinaten: 51°33'52.40"N, 7° 2'30.42"E (Zugang)
Anreise mit dem ÖPNV: Direkt an der Siedlung Schüngelberg liegt die Straßenbahnhaltestelle Hugostraße der Linie 301. Die nächstgelegenen Bahnhöfe an dieser Linie sind Gelsenkirchen Hbf (RE 2, 3 / RB 42, 46) oder Gelsenkirchen-Buer-Süd (RB 43 von Dortmund oder Dorsten)
Informationen zur Halde Rungenberg: www.route-industriekultur.de
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ngaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 02 / 2012
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