Erbe des Bergbaus am Harpener Bach
Halden, Naherholungsgebiete und ein Park, in dem Milch und Honig fließen
Der Harpener Bach entspringt als Bövinghauser Bach in Dortmund und ändert beim Überfließen der Stadtgrenze zu Bochum seinen Namen. Südlich von Langendreer fließt er in den Oelbach, der wiederum bei Witten-Heven in den Kemnader Stausee der Ruhr mündet. Der Harpener Bach passiert zunächst die Harpener Teiche zwischen Bochum-Harpen und Werne und fließt durch den Ümminger See in Langendreer. Beides sind heute unterschiedlich ausgeprägte Naherholungsgebiete mit der Gemeinsamkeit, dass es sich im Kern immer noch um aktive Klärteiche vor allem für Grubenwasser handelt. Geprägt ist der Bachlauf durch die Zechen der Harpener Bergbau AG, namentlich Zeche Amalia, Caroline, Heinrich Gustav, Prinz von Preußen und Vollmond. Sie alle wurden zu dem Verbundbergwerk Robert Müser zusammengeschlossen. Im Jahre 1968 schloss diese Zeche ihre Pforten. Von den Einzelbergwerken gibt es heute nur wenige Relikte, die sich vor allem in Namen von Straßen und Halden sowie in zur Bewetterung erhaltenen Schachtgerüsten zeigen. So existieren die Halde Caroline und Halde Prinz von Preußen südlich der Bahnstrecke und sind heute unter der Zentraldeponie verborgen. Neben der Halde Vollmond erinnert vor allem die Vollmondstraße an das Bergwerk. Nördlich der Harpener Teiche liegen die Halden Amalia und Jakob, voneinander getrennt nur durch die Autobahn A40.
Teil 1: Naherholungsgebiet »Harpener Teiche«
Die Halde Robert Müser und ein Park, in dem Milch und Honig fließen?
Zwischen dem Werner Hellweg und dem Bochumer Ruhrpark, einem Einkaufszentrum auf der »Grünen Wiese« vor den Toren der Stadt, liegen die Harpener Teiche oder auch Werner Teiche, ein Verbund von Stillgewässern, die zu einigen Teilen durch den Harpener Bach gespeist werden. Sie liegen innerhalb eines durch Wege erschlossenen, ruhigen und wenig überlaufenen Naherholungsgebietes. Ausgebaute Wege führen am Ost- und Nordufer entlang und mit einer Holzbrücke über eine Engstelle, die die Teiche wie bei einer Wespentaille in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt einteilt. Im sogenannten »Hochzeitswald« spendiert die Stadt Bochum für frisch gebackene Ehepaare je einen jungen Baum, den sie hier als Symbol für die wachsende Verbindung einpflanzt. Doch die Tatsache, dass viele Bänke zum Pausieren einladen und an vielen Stellen ein guter Blick über das idyllische Stillgewässer samt der vielfältigen Vogelwelt ermöglicht wird, lenkt nur bedingt davon ab, dass die Harpener Teiche ursprünglich Klärteiche für Grubenwasser der Zeche Robert Müser sind.
Aufmerksamen Wanderern ist wahrscheinlich bereits die besondere Trübung des Wassers aufgefallen sein, die insbesondere das nördlich gelegene Gewässer zu einer milchigen Flüssigkeit verfärbt. Dazu kommt ein zeitlich unregelmäßig auftretender und lokal bestialischer Fäulnisgeruch. Die Quelle des Übels ist schnell gefunden: Zum Standsicherheit des Bergbaus wird eintretendes Grubenwasser aus der Zeche Robert Müser künstlich hochgepumpt und über die Harpener Teiche in den Bach und in die Ruhr eingeleitet. An der Einleitstelle, die sogar vom Weg aus eingesehen werden kann, sprudelt das Wasser kräftig und schäumend aus einer »Quelle« hervor. Durch mineralische Ablösung u.a. durch Salze kommt die typische Farbgebung des Teiches zustande, die mit zunehmender Verdünnung im See bzw. im Bachlauf zur Ruhr verblasst und bereits im südlich gelegenen Teich kaum wahrgenommen wird. Organische Stoffe führen ab und zu zu einer Geruchsentwicklung, die an faule Eier erinnert. Sowohl für Tiere als auch für Menschen sind diese Gerüche und Verfärbungen ungefährlich. Es siedeln sich allerdings vor allem Pflanzen an, die einen höheren Salzgehalt im Wasser vertragen können. Ob man in diesem Gewässer, das in einigen Freizeitkarten immer noch als »Klärteiche« verzeichnet ist, baden sollte, sei dahingestellt.
Recht unbekannt ist die Tatsache, dass die genannte Halbinsel, die die Harpener Teiche in den Nord- und Südteil aufteilt, zu großen Teilen aus einer Bergehalde besteht. Es handelt sich um die Halde Robert Müser, die eine Höhe von fast 100 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Dieses enorm hoch wirkende Maß wird allerdings dadurch relativiert, dass das umgebende Gelände nur rund neun Meter niedriger ist und die Halde damit zur niedrigsten Kategorie auf diesen Internetseiten zählt. Die Halde ist aber nur schwer zugänglich durch versteckte Trampelpfade und vollständig durch Wald und am Rand durch Büsche zugewachsen sowie durch Wasser begrenzt. Doch am bewaldeten Ufer ergeben sich besondere Aussichtspunkte, von denen sich Wasservögel (z.B. Kormoran, Vogel des Jahres 2010) unauffällig und ohne diese zu stören beobachten lassen.

Milchiges Wasser durch gelöste Minerale: Harpener Teiche |

Parkartige Anlage am Ostufer der Teiche |

Der Hochzeitswald an den Harpener Teichen |

Eine von vielen Uferzonen mit Blick über das Wasser |

Wasservögel, z.B. Kormorane, lassen sich hier gut beobachten |

Nordteil der Harpener Teiche mit einem Kormoran |

Blick auf die Brücke und die Halde Robert Müser (hinten links) |

Die Halde zeigt sich als zugewachsene Erhebung am Ufer |

Dichter, noch junger Wald auf der Bergehalde Robert Müser |

Sicht von der Halde auf die Harpener Teiche |

Die Quelle des Übels: Grubenwasser der Zeche Robert Müser |

Die Einleitungsstelle hat mitunter eine hohe Schüttung |

Herbstlicher Park an den Harpener Teichen (Nordzugang) |

Das Wasser - türkisfarben wie die Lagune in Venedig |
Die Wege um die Harpener Teiche sind von Westen, Süden und Norden gut erschlossen und sogar an den Ruhrpark gut angebunden. Sie sind frei und 24 Stunden am Tag zugänglich. Im Bereich der Harpener Teiche existieren weder sanitäre Anlage noch Restauration. Die nächsten Möglichkeiten dazu bietet der fußläufig erreichbare Ruhrpark im Nordwesten.
Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis AS 39 Bochum-Werne. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Duisburg rechts abbiegen auf die Straße Am Ruhrpark, die in die Werner Straße übergeht. In der langen Linkskurve besteht VOR der Brückenüberführung rechts eine Parkmöglichkeit. Alternativ an der nächsten Ampel rechts in den Werner Hellweg und nach 750 Metern rechts in die Müserstraße. Dort am Rand parken und geradeaus durch das Wäldchen mit Trampelpfaden zu den Seen laufen.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Müserstraße in 44894 Bochum
Koordinaten:
51°29'26.42"N, 7°17'19.94"E (Halde) | 51°29'28.43"N, 7°17'31.86"E (Grubenwassereinleitung)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.
Anreise mit dem ÖPNV: Mit der S-Bahn der Linie S1 von Bochum, Essen, Duisburg oder Dortmund bis Langendreer-West. Dort in den Bus der Linie 355 Richtung Ruhrpark umsteigen und bis zur Haltestelle Am Sporkel fahren (eine zuvor zum Bereitmachen: Werner Straße). Dort befindet sich direkt ein Zugang zu den Teichen. Alternativ von Bochum Hbf. mit den Linien 336 oder 368 bis Brücke Ruhrpark bzw. UCI / Ruhrpark und zu Fuß ganz nach Südost in den Kohlleppelsweg laufen bzw. von der Haltestelle Brücke zunächst die Autobahn über- und den Ruhrpark durchqueren und dabei schräg-links halten. Vom Kohlleppelsweg in den Fußgängerweg gegenüber dem Parkplatz am ehemaligen Aquadrom Richtung Harpener Teiche laufen.

Beginnender Herbst an den Harpener Teichen in Bochum |
Teil 2: Halden Jakob und Amalia
Er will, sie nicht
Bevor die Halden bestiegen werden (oder auch nicht), ist auch hier eine kurze Vorgeschichte nötig. Die Zeche mit dem schönen Namen Amalia befand sich nördlich der heutigen A40 an der Nörenbergstraße und begann 1885 mit der Förderung. 1928 wurden die Anlagen der Zeche Amalia von der Zeche Heinrich Gustav übernommen (und übertage stillgelegt), die wiederum ein Jahr später mit anderen Zechen zur Zeche Robert Müser zusammengeschlossen wurde. Im Bereich der Zeche Amalia entstand die nach ihr benannte Bergehalde.
Die Zeche Heinrich Gustav förderte 1859 erstmals mithilfe des Schachtes Jakob (die Schreibweise - Jakob oder Jacob - variiert je nach Quelle) Kohle. Die Zeche befand sich nördlich der Bahnstrecke im Bereich des heute noch vorhandenen Arnoldschachtes der ehemaligen Verbundzeche Robert Müser. Es ist davon auszugehen, dass sich der Name der Halde Jakob vom gleichnamigen ersten Schacht der Zeche Heinrich Gustav ableitet. Von der Zeche Amalia existieren nur noch wenige Gebäude auf Privatgrund; Von der Zeche Heinrich Gustav bzw. Robert Müser existiert noch das Fördergerüst über dem Arnoldschacht, der zur Wasserhaltung (siehe Abschnitt Teil 1 »Harpener Teiche«) immer noch genutzt wird.
Sie könnten auch Hänsel und Gretel, Pünktchen und Anton, Asterix und Obelix oder Alice und Ellen heißen, denn irgendwie gehören sie zusammen. Die Halden Jakob und Amalia haben nicht nur eine ähnliche Höhe, nämlich ca. 12 (Jakob) und ca. 13 Meter (Amalia) über der nahezu gleichhohen Umgebung bei einer maximalen Höhe von 110 bzw. 111 Metern über dem Meeresspiegel. Sie haben auch eine sehr ähnliche Begrenzungsform und werden alleine durch die Autobahn voneinander getrennt. Weitere Gemeinsamkeit ist die scharfe westliche Begrenzung durch den Harpener Bach, der von Nord nach Süd an den Bergehalden vorbeifließt. Doch ein elementarer Unterschied spaltet die beiden fast als Geschwister zu bezeichnenden Abraumberge: Während die Jakobhalde gleich von vier Seiten begehbar und öffentlich freigegeben ist, liegt Halde Amalia auf einem Privatgrundstück und ist damit unzugänglich.
Es ist nicht der Jakobsweg, der auf die Jakobhalde führt, sondern eine alte Eisenbahntrasse. Die Schienen sind größtenteils abgerissen und so quert der Besucher von den Harpener Teichen kommend zunächst die Werner Straße über eine alte Eisenbahnbrücke. Zwei weitere Pfade führen von der Werner Straße auf das Gelände und stoßen dreiecksförmig auf den Hauptweg, der bahntrassenbedingt neben dem ehemaligen Bahndamm eine sehr gerade Linie mit langgestreckten Kurven besitzt. Die größten Höhen der Halde Jakob werden nur mit dem westlichen Pfad passiert, die übrige Bergehalde präsentiert sich als bewaldete Hügellandschaft, der Weg endet fast als Sackgasse (siehe Fortsetzung unter den Bildern). Es gibt sicherlich für die Haldenfreunde spektakulärere und spannendere Exemplare, doch immerhin ist dieses hier zugänglich. Wenn man nicht gerade Kilometer für Kilometer wandern oder Höhenmeter erklimmen möchte, ist Halde Jakob für einen Spaziergang gut geeignet.

Der Weg zur Halde Jakob führt über eine alte Bahntrasse |

Die Bahntrasse prägt den geraden Verlauf des Hauptweges |

Lichtungen im Wald unterhalb von Überlandleitungen |

Wald auf der Halde Jakob |

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Aufgang von der Werner Straße gegenüber der Harpener Teiche |

Wie ein Waldweg im Sauerland |

Diese Böschung markiert den höchsten Punkt |

Trampelpfad auf der Lichtung |

Eisenbahnbrücke als Wanderweg |
Die ehemalige Eisenbahnstrecke verlief über eine zweite Eisenbahnbrücke weiter über die Autobahn A40 nach Norden. Deren Ende liegt bereits auf dem Gelände der Halde Amalia. Doch die Brücke ist baufällig und abgesperrt, weswegen der Hauptweg auf der Jakobhalde nahezu in einer Sackgasse endet. Ein Trampelpfad führt die Böschung hinunter und endet im angrenzenden Wohngebiet. Hier existiert eine zweite Autobahnbrücke. Aber auch der Alternativweg zur Erkundung der Halde Amalia endet am Schild "Privatgrundstück - Betreten verboten". Zwar verlaufen hinter dem Schild Wege über und um die Halde Amalia, dennoch sollte auf das Hausrecht Rücksicht genommen werden. Unabhängig davon, ob Anwohner mit ihren Hunden die Schilder beachten oder nicht. Aufmerksame Leser werden diese Gegebenheit von der Halde Am Spörkel in Dortmund kennen.

Unmissverständliche Botschaft: Kein Zugang für Haldenfreunde |

Hinter dem Schild verlaufen Wege auf und über die Halde |
Die Halde Jakob ist ständig frei begehbar und bietet keine sanitären oder gastronomischen Einrichtungen. Halde Amalia ist nicht öffentlich zugänglich, da Privatgrund.
Anreise mit dem Auto: Wie zu den Harpener Teichen. Der erste Parkplatz an der Werner Straße an den Harpener Teichen wird empfohlen. Von dort entweder über die Brücke (= Hauptweg) oder der Straße Richtung Bochum folgen und dann in den ersten Pfad rechts einbiegen.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Werner Straße in 44894 Bochum
Koordinaten: 51°29'30.34"N, 7°17'44.48"E (Brücke)
51°29'35.58"N, 7°17'30.55"E (Zugang West)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.
Anreise mit dem ÖPNV: Wie zu den Harpener Teichen, siehe oben.
Teil 3: Der Ümminger See
Ein Spaziergang mitten durch die Schafsherde
Der Ümminger See liegt etwa eineinhalb Kilometer südlich der Harpener Teiche im Ortsteil Langendreer bzw. in Ümmingen und bildet die letzte Etappe für den Harpener Bach, ehe dieser unmittelbar am Südufer des Sees in den Langendreerbach fließt und zusammen mit diesem den romantisch klingenden Oelbach bildet, der kurz darauf eine Kläranlage durchquert und schließlich in den Kemnader Stausee der Ruhr unterhalb der Ruhr-Universität mündet. Der etwas über zehn Hektar große See wird im Westen durch die Autobahn A43 begrenzt, im Norden durch die Güterbahn, über die der in Bochum ansässige Autohersteller Opel seine Fahrzeuge über den Güterbahnhof Langendreer in die Welt verschickt.
Ähnlich wie die Harpener Teiche weiter bachaufwärts im Norden ist der Ümminger See ursprünglich ein Klärteich für Grubenwasser der hier ansässigen ehemaligen Zeche Vollmond und auch für die genannte Zeche Robert Müser. Schließlich ist das Gelände zu einem gut genutzten und beliebten Naherholungsgebiet umfunktioniert worden, bietet Wege rund um den See, Gastronomie sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten. Dabei seien vor allem die Rollschuhbahn, eine Halfpipe und der Steg für Kapitäne von Modellschiffen genannt. Bei entsprechendem Wetter sind viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer anzutreffen - für Inline-Skater sind die Wege wohl zu grob geschottert. Ruhebänke im Schatten und in der Sonne mit Blick auf den See und die vorbeiziehenden Leute bieten sich zum Verweilen, Nichtstun und Erholen an, während der Nachwuchs sich auf dem Spielplatz austobt.
Ökologisch gliedert sich die Teichlandschaft in verschiedene Zonen. Den größten Teil bildet natürlich der eigentliche See mit der nicht betretbaren Vogelinsel. Im Süden ist ein vom See durch einen Damm getrennter Flachwasserteich entstanden. Während das westliche Ufer des Ümminger Sees recht schmal ist, befinden sich im Nordosten und Norden Wiesenflächen, die ursprünglich als Liegewiesen geplant waren. Ganz unproblematisch war und ist die Ökologie des Sees allerdings bis heute nicht. Lange Zeit ist der See teilweise zunehmend verlandet und die Tierwelt wurde durch massives Algenwachstum bedroht. Dazu kam eine zunehmende Vermüllung des Naherholungsgebietes. Heute stellt sich dieses Gebiet jedoch sehr gepflegt dar. Zur Eingrenzung des Nährstoffeintrages in das Wasser, der damit verbundenen Eutrophierung und der Gefahr des "Umkippens" des Gewässers ist das Füttern von Wasservögeln streng verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet.
Mit etwas Glück trifft man eine Schafherde an, die am Ümminger See vorbeigetrieben wird. Unter großem Staunen von Groß und Klein und vielen gezückten Handykameras und Digitalkameras, die mehr oder weniger zufällig eingesteckt wurden, bahnt sich die Herde laut blökend ihren Weg am Ostufer entlang. "Sie gehören einfach mit zur Familie", sagt die Hirtin. Selbst, wenn man heute praktisch kaum Gewinn mit Schafswolle machen könne, denkt sie nicht im Traum daran, die wolligen Vierbeiner abzuschaffen.

Herbstliches Ufer des Ümminger Sees in Bochum |

Damm zwischen großem See und Flachwasserzone |

Herbstliche Spiegelungen im Wasser |

Blick vom Damm auf das Ostufer |

Die Wege rings um den Ümminger See sind ausgebaut |

Unverhoffte Begegnung: Vorboten einer großen Schafherde |

Morscher, alter Steg mitten im Wasser |

Zweiter Steg am Südufer, schon bewachsen |

Sicht vom West- aufs Ostufer mit den Liegewiesen |

Praktizierte Tiernähe: Die Bank mitten in der Herde |

Modellsport mit aufwändig und detailliert gestalteten Booten |

Den See nördlich begrenzende Wiesen |
Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt Bochum-Laer / Werne. Aus Richtung Münster links abbiegen und an der nächsten rechts, aus Richtung Wuppertal geradeaus fahren in die Industriestraße. Hinter der Eisenbahnbrücke rechts halten. An der nächsten wieder rechts in die Straße "Ümminger See". Nach 100 Metern liegt rechts ein Parkplatz, im Notfall bei Überfüllung auch noch einer weitere 100 Meter der Straße folgend. Hier befindet sich das Nordufer.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Ümminger See in 44894 Bochum
Koordinaten: 51°28'23.81"N, 7°17'15.50"E
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.
Anreise mit dem ÖPNV: Von Bochum Hauptbahnhof mit der Straßenbahn der Linie 310 Richtung Witten-Heven Dorf - die Bahnen fahren aus dem ersten Untergeschoss des Hauptbahnhofs. Der Zugang dazu befindet sich an der Bahnhofshalle. Steigen Sie an der Alten Ümminger Straße aus (eine Station zuvor zum Bereitmachen: Opel-Werk I). Die Fahrtzeit beträgt etwa 13 Minuten. Von der Haltestelle führt ein Weg nach Norden zum See. Unter der ersten Bachbrücke laufen Harpener und Langendreer-Bach zum Oelbach zusammen. Sie stoßen dann auf den genannten Damm zwischen See und Flachwasserzone im Süden der Anlage.
Teil 4: Halde Vollmond
Der Name ist sehr bildlich, doch es ist nahezu das einzige, was von der ehemaligen Zeche im Bochumer Osten übrig geblieben ist. Von der Zeche Vollmond zeugen heute nur noch eine kleine Bergehalde und der Name einer nicht einmal 500 Meter langen Straße inmitten eines Gewerbegebietes. Vom Anfang des 19. Jahrhunderts förderte die Zeche Vollmond in Langendreer, ehe sie 1926 durch die Zeche Heinrich Gustav und kurz darauf wiederum von der Zeche Robert Müser übernommen wurde. Seitdem dienten die existierenden Schächte Vollmond I und II einige Zeit der Bewetterung, ehe sie verfüllt wurden.
Etwas eingeklemmt zwischen Harpener Bach, Industriestraße und einer Bahnstrecke liegt die Halde Vollmond der gleichnamigen Zeche etwa 300 Meter nördlich des Ümminger Sees in Bochum-Langendreer. Sie gehört zur niedrigsten Kategorie, erreicht als maximale Höhe 97 Meter über dem Meeresspiegel und überragt die Umgebung um etwa neun Meter. Die Halde Vollmond ist bewaldet und wird kaum als Bergehalde wahrgenommen. Ein Trampelpfad führt von der Industriestraße quer zur Hauptausrichtung von Ost nach West und schließlich parallel zum hier nicht überquerbaren Bach nach Norden. Eine Fernsicht hat man nicht, ebenso besitzt die Halde keinerlei Ausstattung für Spaziergänger. Die einzigen Punkte bekommt die Halde durch ihre Nähe zur Autobahnabfahrt...

Junger, dichter Wald auf der Halde Vollmond |

Trampelpfad entlang der Westflanke auf die Halde |
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Wie erwähnt beherbergt die Halde keinerlei sanitäre oder gastronomische Einrichtungen.
Anreise mit dem Auto und dem ÖPNV: Wie zum Ümminger See. Von der Straßenbahnhalte- stelle zunächst entlang des Sees (Ost- oder Westseite) zum Parkplatz. Vom Parkplatz auf der westlichen Seite des Harpener Bachs (einziger Zulauf in den Ümminger See) auf dem Weg nach Norden. Unter der Bahnbrücke hindurch. Auf der anderen Seite des Baches liegt bereits die Halde; Folgen Sie dem Weg zunächst weiter bis kurz vor die Straße. Dann an dem kleinen Häuschen rechts und dem Trampelpfad auf der anderen Bachseite folgen. Dieser führt schließlich bergauf zur Halde und auf der anderen Seite an der Industriestraße wieder herunter.
Alternativ mit dem Auto bis zur Industriestraße und dann in der Nebenstraße Wiethofweg am Rand parken. Der Zugang liegt dann in etwa gegenüber der Straßenkreuzung.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Ümminger See in 44894 Bochum
Koordinaten: 51°28'37.53"N, 7°17'5.68"E (Ostzugang); 51°28'42.62"N, 7°16'55.77"E (Nordzg.)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.
Quellen und weitere Informationen:
Für die Dokumentation der Harpener Teiche und des Ümminger Sees wurden Flyer des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz verwendet, Beschreibungen entstammen eigenen Eindrücken von einem Besuch vor Ort. Die genaue Lage und die Bezeichnung der Halden Robert Müser, Jakob, Amalia und Vollmond wurden mit einem Experten (Name ist dem Webmaster bekannt) bestimmt.
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Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.
Auf der Auswahlseite zur Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Gebäude oder Gelände wie Zechen, Museen oder technische Besonderheiten. |
ngaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 02 / 2012
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