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Der Bismarckturm Bochum – Der Riese

Zu Ehren des 1898 verstorbenen preußischen Reichskanzlers Otto von Bismarck wurden über das gesamte preußische Staatsgebiet und in den Kolonien, also auch auf allen Kontinenten und in anderen Ländern, Denkmäler und 240 monumentale Türme errichtet. Bismarcksäulen folgten dem Idealtypus eines begehbaren Monuments mit einer Feuerungsanlage. An besonderen Ehrentagen sollten auf den Türmen weithin sichtbare Feuer angezündet werden. Heute stellen sich die erhaltenen Exemplare dieser Bauten als eindrucksvolle Denkmäler dar, die an vielen Orten als Aussichtsturm zugänglich sind.

Eine besondere Bismarcksäule erhebt sich zwischen den alten Bäumen des Stadtparks von Bochum direkt neben dem Tierpark und bietet eine eindrucksvolle Aussicht auf verbliebene Fördertürme von alten Zechen, riesenhafte Bergehalden sowie die Silhouette der Innenstadt und des Revierpowerstadions des VFL Bochum. Nach etwa zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde der Bochumer Bismarckturm am 16.10.1910 feierlich eröffnet. Mit seiner Höhe von 34 Metern ist er einer von den zehn höchsten erbauten und der vierthöchste erhaltene Bismarckturm weltweit – nicht umsonst trägt sein Entwurf des Architekten Albert Friebe den Namen »Der Riese«. Der runde Sandsteinbau steht auf einem mehrstufigen Podest. Mit der Basis, den zwei Mittelteilen und der Aussichtsplattform mit einer aufgesetzten Rotunde lässt sich der Turm architektonisch in mehrere, klar voneinander getrennte Teile gliedern. Auffällig dabei sind insbesondere die im oberen Mittelteil umlaufenden Säulenelemente. Auf dem Dach der Rotunde befand sich bis zu ihrem Abbau die Feuerschale, in der ein Benzolfeuer entzündet werden konnte.

Durch die Eingangstür stößt der Besucher zunächst auf die Eingangshalle mit der Nische, in der einst eine Büste des Reichskanzlers stand. Über eine an der runden Wand entlang verlaufenden Steintreppe gelangt man auf unterschiedliche Geschosse, die für verschiedene kleine Fotoausstellungen genutzt werden. Schließlich erreicht man die Galerie, die um die Rotunde verlaufend als Aussichtsplattform dient. Hoch über den Baumwipfeln reicht der Blick dabei weit über das mittlere Ruhrgebiet. Direkt ins Auge fällt das grünliche Fördergerüst über dem Deutschen Bergbau-Museum. Doch mit der Zeit und Orientierung entdeckt man immer mehr inzwischen bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten, beispielsweise den Wasserturm an der Jahrhunderthalle, das Dach des Planetariums, das zum Zeitpunkt der Fotoaufnahmen noch im Bau befindliche Exzenterhaus an der Oskar-Hoffmann-Straße, die Hochhäuser am Bahnhof oder auf der anderen Seite das Rewirpowerstadion des VFL Bochum, der Tippelsberg mit seinen Aussichtsstelen oder auch die Halden Hoheward und Hoppenbruch in Herten mit Horizontobservatorium und Windrad. Bei entsprechendem Wetter erkennt man die sich eifrig drehenden Rotoren der Windräder auf der höchsten Halde Oberscholven in Gelsenkirchen. Nicht zuletzt bietet der Turm einen guten Überblick auf den kleinen Tierpark, der sich direkt neben dem Bau erstreckt. So lässt sich von hier das Schauspiel zwischen Tier und Besucher gut beobachten (insbesondere, wenn der Sohnemann im Rücken der im Gespräch vertieften Mutter versucht, durch den Holzzaun in das vor dem Turm liegende Pony- und Eselgehege zu klettern). Einen echten Zoobesuch, der, wenn man schon hier ist, als Empfehlung gegeben werden kann, ersetzt dies natürlich nicht. Im Gegenteil: Gerade vom Zoo aus bieten sich vor allem in der besonnten Vormittagszeit besonders schöne Ansichten des Turms mit Tieren im Vordergrund – wenn diese nicht gerade wie im Titelbanner schlafen...

Bismarckturm Bochum

Der Riese: Bismarckturm in Bochum

Bismarckturm Bochum

Die ringförmige Aussichtsplattform bietet weite Blicke ins Land

Blick vom Bismarckturm Bochum

Blick auf das Deutsche Bergbau-Museum Bochum

Blick vom Bismarckturm Bochum

Man rätselt, was wo ist

Bismarckturm Bochum

Hochhäuser der Stadt Bochum

Blick vom Bismarckturm Bochum

Rathaus

Im Bismarckturm Bochum Innenraum des Bismarckturm Bochum Bismarckturm Bochum

Fazit und Tipp des Webmasters: Wer Architektur liebt und in der Nähe ist, sollte den Turm unbedingt besuchen. Er ist überdies ein sehr guter Aussichtspunkt über Bochum und Umgebung. Kombiniert werden kann der Aufstieg mit einem Besuch im benachbarten Zoo. Nicht weit entfernt befinden sich das Deutsche Bergbau-Museum und das Zeiss-Planetarium.

 

Informationen zum Besuch des Bismarckturms Bochum:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Bismarckturm Bochum ist nur an einzelnen Terminen im Jahr 2017 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Plattform wird nur über Treppenstufen erreicht – zur Erholung sind unterwegs auf einzelnen Etagen Bänke vorhanden.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 36 Bochum-Stadion. An der ersten Kreuzung rechts der Beschilderung zum Tierpark folgend in die Gudrunstraße abbiegen. Am Kreisverkehr links abbiegen in die Klinikstraße. Eine große Anzahl von Parkplätzen bietet die Küppersstraße, wenn man am Eingang des Zoos vorbeifährt und nach 250m links abbiegt.

Der Turm wird von der Klinikstraße u.a. links vom Zooeingang erreicht. Der Nebenstraße zum Stadtpark einfach im Verlauf rechts folgen, sodass man automatisch zum Turm gelangt.

Nahegelegenes Ziel im Navigationssystem: Klinikstraße 49 in 44791 Bochum (Tierpark)

Geographische Koordinaten: 51°29'25.40"N, 7°13'33.91"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 376846 m, 5705852 m

Anreise mit Bus und Bahn: Mit RE 1, 6, 16, RB 40, 46 oder der S1 bis Bochum Hbf. Von der Bahnhofshalle die Treppe hinunter zu den U- und Straßenbahnen und direkt rechts die nächste Treppe auf die zweite Verteilerebene. Dort scharfrechts und mit der Linie 308 / 318 Richtung Gerthe bis zur nächsten Haltestelle Planetarium fahren. Den Ausgang zurück gegen die Fahrtrichtung wählen und entlang der Klinikstraße ca. 400 m bis kurz vor den Zooeingang laufen. Vor dem Eingang links in die kleine Seitenstraße und schräg-rechts dem Bogen in den Park bis zum Turm folgen.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Bismarckturm dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im idealen Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat C7. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Die beschreibenden Informationen des Bauwerks basieren auf eigenen Eindrücken während eines Besuchs des Turms im August 2012. Historische und architektonische Daten sind Informationstafeln vor Ort sowie den unten angegebenen Internetseiten entnommen:

Informationsseite über Bismarcktürme www.bismarcktuerme.de
Informationen durch die Stadt Bochum:

www.bochum.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr