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Emscherweg Teil 1 – Von Holzwickede nach Dortmund

Mit dem Fahrrad vom Emscherquellhof an der renaturierten Emscher bis nach Dorstfeld

Über etwas mehr als 80 Kilometer fließt die Emscher von Osten nach Westen quer durch das Ruhrgebiet. Sie entspringt bei Holzwickede im Kreis Unna, ganz im Osten des „Reviers“ gelegen. Dann verläuft sie durch Dortmund und einige weitere Großstädte bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken. Durch die rasche Industrialisierung und die zahlreichen Kohlezechen stieg der Bedarf an Wasser im Ruhrgebiet zum Ende des 19. Jahrhunderts enorm an. Sauberes Trinkwasser wurde aus den beiden großen Flüssen Ruhr im Süden und Lippe im Norden gewonnen. Das daraus resultierende Abwasser wurde in die Emscher geleitet, was auf den ersten Blick ein gutes System zu sein scheint, um die Hauptflüsse sauber zu halten. Fortan verlief ein offener Schmutzwasserkanal quer durchs Ruhrgebiet. Zur Verhinderung von Hochwasser und für die rasche Ableitung der Fäkalien musste der Fluss eingedeicht werden. Dies lag auch an Bodensenkungen durch den Bergbau. So erhielt das Flussbett eine Betonsohle und hohe Deiche. Schnurgerade durchschnitt der Fluss die Landschaft, stank zum Himmel und war eine ökologische Katastrophe – die Emscher war der dreckigste Fluss Deutschlands, praktisch unbewohnt von Tieren und ein Sinnbild für das heruntergekommene Ruhrgebiet. Man kann sich vorstellen, dass auch die Siedlungsgebiete in Hauptwindrichtung hinter dem Fluss nicht die populärsten und teuersten ihrer Art sind oder waren.

Vom Wandel der Emscher

Im neuen Jahrtausend haben sich die Bedingungen verändert. Durch die Aufgabe der letzten Zechen sind die Bergsenkungen abgeklungen, sodass ein unterirdischer Abwasserkanal entlang der Emscher technisch möglich wurde. Im sogenannten Emscherumbau soll der Fluss zunächst von Abwasser befreit und anschließend im Flussbett ökologisch verbessert werden. Dies erfolgt schrittweise logischerweise flussabwärts von der Quelle bis zur Mündung. Der Prozess läuft noch und wird erst in den 2020er Jahren abgeschlossen sein.

Ein etwa 100 Kilometer langer Radweg führt von der Quelle bis zur Mündung der Emscher. Der Emscherweg macht damit den Wandel von der Kloake zum lebendigen Fluss erlebbar. In einem ersten Teil bin ich auf gut einem Viertel der Gesamtstrecke vom Emscherquellhof in Holzwickede bis nach Dortmund gefahren. Dieser Teil ist bereits naturnah und abwasserfrei. In der Karte ist der in diesem Beitrag vorgestellte Abschnitt mit einem Magentaband markiert, die Fortsetzung ist blau gekennzeichnet. Diese Fortsetzung stößt irgendwann in den Bereich, wo die Emscher noch nicht sauber, geschweige denn in der Form des Flussbetts wieder natürlich ist.

Übersichtskarte Emscherweg (Holzwickede-Dortmund)

Die Fortsetzung dieser Befahrung an der Emscher, die prinzipiell sehr viele schöne Ziele zwischen Dortmund und Dinslaken verbindet, erspare ich mir vorerst. Auf einer anderen Radtour entstand mit einem Freund die Idee, den Emscherweg in diesem Jahr zu komplettieren. Bis wir an jenem Tag an die Emscher gekommen sind und es so penetrant nach Fäkalien stank, dass wir dieses Vorhaben eigentlich direkt verworfen haben. Eine ganze Tagesetappe muss unter den klimatischen Bedingungen nicht sein. Ich befürchte allerdings, dass ich um eine Radtour auf der „Emscherinsel“ nicht herum kommen werde.

Kartenmaterial: In den folgenden reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Radweg eingezeichnet. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Beschilderung, Wegebeschaffenheit und Anreise:
Die Radtour ist im befahrenen Abschnitt durchgängig mit dem gut lesbaren Piktogramm zum Emscherweg gekennzeichnet. Es ist meist an den Wegweisern des Radverkehrsnetzes NRW angebracht, zusätzlich markieren blau-weiße Poller an Straßenkreuzungen mit „Emscher“-Schriftzug und entsprechende Hinweisschilder die Route. An einigen Stellen ist den weiß-roten Schildern mit Fahrrad-Symbol des Radverkehrsnetzes zu folgen, ohne dass ein weiterer Hinweis auf den Weg folgt. In dem Falle besteht keine Verwechslungsgefahr, da das Schild für alle an dieser Stelle vorbeilaufenden Routen gilt.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Die Tour nutzt größtenteils eigene Wege oder ruhige Nebenstraßen. Die Wege sind asphaltiert oder wassergebunden. Gefährliche Kreuzungen sind mit Ampeln zu überwinden. Es sind nur minimale Steigungen zu überwinden. Insgesamt hat die Route mit dem Verlauf des Flusses ein Gefälle, ist also auch für ungeübte Fahrer oder mit Kindern gut zu bewältigen.

Auf dem gewählten Streckenabschnitt Holzwickede-Dortmund wird der Radweg in einiger Entfernung von einer Bahnlinie begleitet. Diese gibt zum Einen die Möglichkeit, den Startpunkt gut mit dem Nahverkehr zu erreichen und zum Anderen am Ende, bei einem unvorhergesehenen Wetterumschwung oder einer Panne ohne weite Wege mit der Bahn zum Ausgangspunkt bzw. nach Hause zurückzukehren. Bahnhöfe oder Haltepunkte mit Anschluss an die RB 59 zwischen Dortmund Hbf. und Soest sind in diesem Bereich Holzwickede, Sölde, Aplerbeck, Hörde, Signal-Iduna-Park (Westfalenhallen) und der Hauptbahnhof – sie sind in der obenstehenden Karte eingezeichnet. Am Ende der beschriebenen Etappe liegt außerdem der S-Bahnhof Dorstfeld. Von dem aus ist der Hauptbahnhof über die S1 erreichbar. Beachten Sie dabei bitte, dass die Kapazität von Fahrrädern im Zug insbesondere in den Stoßzeiten eingeschränkt sein kann und in jedem Falle Kinderwagen oder Rollatoren in den Mehrzweckbereichen des Zuges bevorzugt befördert werden. Am Wochenende besteht außerdem derzeit nur ein Stundentakt, der zumindest Richtung Ende der Tour beachtet werden sollte. Damit der Zug nicht vor der Nase abfährt.

Anreise zum Ausgangspunkt des Emscherweges (Etappe 1):

Anreise mit dem Auto: Auf der B1 als Verlängerung der A44 aus Richtung Kassel bzw. Kreuz Dortmund/Unna mit der A1 oder der A40 aus Richtung Dortmund bis Holzwickede. Aus Richtung Unna links, aus Richtung Dortmund rechts abbiegen auf die Nordstraße. Hinter dem Tunnel rechts abbiegen auf die Hauptstraße. Nach 600 m hinter dem Supermarkt rechts in die Sölder Straße. Der Beschilderung zum Emscherquellhof folgen. Alternativ auf der Sölder Straße in der Steinstraße am Rand parken und das letzte Stück in südlicher Richtung zu Fuß zum Ausgangspunkt.

Zieleingabe ins Navigationssystem:Quellenstraße 2 oder Steinstraße, Nähe Hausnummer 36 in Holzwickede

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Unna, Hamm oder Hagen Hbf. mit den Zügen der Linien RE 7, 13 oder RB 59 bis Holzwickede. Vom Bahnhof aus entweder direkt in die Tour einsteigen oder zunächst entgegengesetzt (von der Zufahrt links, dann geradeaus in die Allee zum Rathaus, durch den Emscherpark und der Beschilderung des Radweges bis zum Emscherquellhof folgen.

Los geht´s – Auf dem Emscherweg von Holzwickede nach Dortmund:

Der Emscherquellhof liegt etwas außerhalb von der Gemeindemitte von Holzwickede umgeben von Feldern. Der Hof ist ein nettes Ensemble aus Fachwerkhäusern. In seiner Mitte liegt der Quellteich, der von einem hölzernen Steg aus betrachtet werden kann. Heute wird der ehemalige Lünschermanns Hof von der Emschergenossenschaft für Veranstaltungen oder Seminare genutzt. Idyllisch liegt sie, die Anlage. Und doch ist hier nicht die echte Quelle. Die Emscher entspringt tatsächlich noch etwas weiter bergauf im Hixterwald, in einem bergbaulich historischen Gebiet mit noch heute sichtbaren Spuren des frühen Bergbaus.

Vom Hof aus geht es rechts und den Berg hinunter. Ein Blick nach links über die Felder führt bei gutem Wetter nach Dortmund, wo die Silhouette von Phoenix-West und der Florianturm zu sehen ist. Beides sind Landmarken, die Etappenziele auf unserer heutigen Tour sind. Nach wenigen Metern in gerade so erfrischender Bergabfahrt verbirgt sich links ein Anschauungsobjekt zum Bergbau. Auf einem alten Wetterschacht der Zeche Margarethe, mit der wir später noch zu tun haben werden, ist ein Dreibaum errichtet. Er ist ein einfaches Fördergerüst aus drei langen Pfosten, mit dem schwere, mit Kohle gefüllte Eimer an die Oberfläche gezogen werden können. Es ist ein einfacher aber funktionierender Vorläufer der späteren großen Fördertürme.

Emscherquellhof in Holzwickede

Idylle pur: Der Emscherquellhof in Holzwickede – Ausgangspunkt

Dreibaum über Schacht Zeche Margarethe am Emscherweg

Der Dreibaum auf dem alten Luftschacht der Zeche Mararethe

Nun gibt es bereits zwei Varianten. Die reguläre Route führt in die Mitte von Holzwickede und durchquert den grünen Emscherpark. Wer möchte, kann aber Strecke um gut 2 km abkürzen und direkt vom Emscherquellhof zum eigentlichen Anfang des Flussradweges an der Schäferkampstraße fahren (dazu bis zum Ende der Straße bergab und dann links, sofort rechts und geradeaus über die Bahn und dann bis zur Kurve). Kurz hinter dem Dreibaum geht es auf der regulären Route rechts durch die Felder, links ein Stück auf die Hauptstraße, die nächste rechts in die Opherdicker Straße und dann links in den Emscherpark. Der junge und schmale Fluss plätschert hier offen durch den langgestreckten grünen Park. An der Kirche beginnt der Historische Bergbau-Rundweg Holzwickede, der viele Stationen des frühen Bergbaus in Holzwickede erschließt. Hier am Platz gegenüber der Kirche befindet sich auch die Gemeindeverwaltung. Wir fahren links (alle Einbahnstraßen hier sind für Radverkehr in allen Richtungen nutzbar), queren die Hauptstraße und fahren entlang der Vinckestraße, bis wir rechts in den Weg einbiegen und die Bahn unterqueren. Rechterhand liegt das Gelände der ehemaligen Zeche Caroline, die die Gemeinde lange Zeit geprägt hat. Am Ende biegen wir in die Rausinger Straße links ab und fahren auf ihrem Verlauf bis zum Ende. Das Piktogramm der Route führt nach links in das Gewerbegebiet. Es geht vorbei an der ehemaligen Zeche Freiberg , auf dessen Gelände heute Fabrikhallen stehen. Eine Tafel erinnert an die zweite Zeche in Holzwickede. Nach der scharfen Linkskurve folgt eine Rechtskurve. Genau dort zweigt, womöglich etwas versteckt, der Emscherweg von der Schäferkampstraße rechts ab. Dort biegen wir ab und haben die Straßen vorerst verlassen.

Vielleicht fällt es Ihnen auch auf, dass der überwiegende Teil der Fußgänger und Radfahrer, der einem bisher begegnet ist, freundlich grüßt. Sofern man nicht mit voller Fahrt vorbeiprescht. Howi, wie es auch liebevoll genannt wird, ist halt doch irgendwie ein Dorf. Endlich hat man die turbulente Siedlung und das laute Gewerbegebiet verlassen. Dafür vernimmt man links nun das leise Gurgeln des Flusses, der bereits an dieser Stelle, in noch so junger Gestalt, kanalisiert und begradigt war. Die Emscher fließt heute als noch kleiner Bach inmitten eines Galeriewaldes, der das Gewässer abschattet, jedoch auch den Blick darauf einschränkt. Den dichten Bewuchs entlang des Baches, den man nur hören, aber nicht sehen (und glücklicherweise auch nicht mehr riechen) kann, müssen wir im weiteren Verlauf noch an mehreren Stellen hinnehmen. In Höhe des kleinen Naturschutzgebietes Sölder Bruch queren wir den Fluss, die Stadt- und Kreisgrenze und erreichen Dortmund. Weiter geht es durch Felder bis nach Sölde.

Wir folgen der Nathmerichstraße geradeaus bis zur Sölder Straße. Links geht es zum Bahnhof. Der Weg führt mit leichtem Versatz geradeaus weiter. Auch diese Siedlung haben wir rasch hinter uns gebracht. Eine Betonmauer in Wellenform dient auf der linken Seite als Sitzplatz. Diese Raststelle liegt direkt vor einer Bergehalde. In der Nähe des Bahnhofs förderte die Zeche Margarethe, deren Luftschacht wir am Emscherquellhof bereits gesehen haben, Kohle. Zwei große Bergehalden erhoben sich aus dem Ortsbild von Hörde, eine direkt am Zechengelände, und eine hier direkt an der Emscher. Diese ist etwa 4 ha groß, wurde deutlich abgetragen und hat heute nur noch Ansätze von Böschungen, die größten eben auf dieser Seite der Emscher. Es ist eine bewaldete Fläche und in der Mitte befindet sich ein Hundedressurplatz. Die zweite Halde ist ebenfalls abgetragen. Auf ihrer Stelle befinden sich heute zwei Supermärkte samt Parkplatz. Das Zechengelände selbst ist Gewerbegebiet, in dem vor allem der Straßenname an die Zeche Margarethe erinnert.

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

30 aufgehoben – Jetzt voll in die Pedale: Rausinger Straße

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Durchquerung von Sölde

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Idyllischer Weg durchs Grün – hinter dem Zaun plätschert´s

Halde Margarethe in Sölde

Sitzgelegenheit in Wellenform, in Beton gegossen

Halde Margarethe in Sölde

Hier verbirgt sich der Rest der Halde Margarethe

Halde Margarethe in Sölde

Junger Wald auf flachem Haldenrest

Halde Margarethe in Sölde

Nicht weit vom Bahnhof lag die zweite Halde, heute Supermarkt

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Zurück im Sommer vorbei an der Halde

Nach einer kurzen sonnigen Etappe durch weitere Felder erreichen wir Aplerbeck. Und damit werden wir uns auf lange Strecke durch dichtbesiedelten Raum in Dortmund bewegen und uns von der Beschaulichkeit eines rauschenden Bachs inmitten von Feldern verabschieden müssen. Nun folgt ein Vorort nach dem nächsten. Rechts liegt ein Regenrückhaltebecken mit einem Stauwehr, das im Bedarfsfalle übermäßig große Wassermassen der Emscher nach besonders starken Regenfällen zurückhält. Natürlicher Auen- und Überflutungsraum ist im weiteren Verlauf von Dortmund ja hoffnungslos zugebaut. Somit ist dieses Becken ein wichtiger Teil des Hochwasserschutzes. Wie wichtig dieser ist, wird gegen Ende der Etappe deutlich, wo vor wenigen Jahren plötzliches Hochwasser für hohe Schäden sorgte. Ein Problem der Kanalisierung war die praktisch sofortige Wirkung von Regenfällen auf den Abfluss in die Emscher, wogegen „normalerweise“ eine gewisse Retention erfolgt und sich Niederschläge nicht nur zeitversetzt, sondern auch gemäßigt im Pegelstand wiederfinden. Aber an der Emscher war die letzten Jahrzehnte nie irgendwas normal.

Wir bleiben in einem grünen Korridor inmitten der Wohngebiete von Aplerbeck, müssen aber einige Straßen überqueren. Der Radweg endet auf dem Schulhof der Emscherschule. Bei Schulbetrieb unter der Woche fordert ein Schild auf, abzusteigen und das Fahrrad zu schieben. Schließlich gelangen wir zum Aplerbecker Markt vor dem alten Amtshaus. Fährt man links, so kommt man zum Bahnhof Aplerbeck und könnte von hier aus abermals den Rückweg antreten.

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Wegeverlauf durch Felder und Wiesen

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Wir erreichen Aplerbeck und ein erstes Rückhaltebecken

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

In Aplerbeck bildet der Weg einen grünen Korridor

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Er endet in der Ortsmitte auf einem Schulhof

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Aplerbecks Markt vor dem alten Amtshaus

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Zugang zum Park von Haus Rodenberg

Hier am Markt befindet sich die ein oder andere Einkehrmöglichkeit, Drogerie oder eine Bäckerei, falls ein auf dem Emscherweg Radelnder Bedarf an Reiseproviant, Sonnenschutzmittel oder Getränken hat. Wir passieren in Kürze aber auch noch ein Eiscafé.

Direkt vor uns liegt erst einmal Haus Rodenberg, der Überrest eines alten Emscherschlosses. Die Existenz von Wasserschlössern im so dominant industriell geprägten Raum Dortmund erstaunt Besucher immer wieder. Die wenigsten vermuten im ausgerechnet fast ausschließlich bei Fremden für die Klinik für Psychiatrie bekannten Dortmunder Vorort Aplerbeck ein sogenanntes Emscherschloss – ein Begriff, der bei Wissen um den Zustand dieses einst idyllischen Flüsschens als (immer noch zum großen Teil) kanalisierte Abwasserkloake häufig sogar als Scherz verstanden wird. Die bekanntesten sind vermutlich Schloss Bodelschwingh, Schloss Strünkede, Schloss Oberhausen oder die Burg Vondern. Auf unserem Weg liegt später auch noch die Burg Hörde am PHOENIX See und der Rest von Schloss Brünninghausen im Rombergpark. Erstmalige Erwähnungen einer Burg als Rittersitz derer von Rodenberg finden sich bereits im 13. Jahrhundert, also viele Jahrhunderte vor dem doppelten Wandel der Emscher erst zur Cloaka Maxima und später wieder zum wieder naturnahen Flüsschen. In der Folge brannte die Burg einmal ab, wurde wiederaufgebaut, im Stil des Barocks um- und ausgebaut und verfiel wieder zeitweise unter häufig wechselnden Besitzverhältnissen. So wurde die eigentliche Burg gegen Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört, weswegen heute nur noch die Vorburg existiert. Im Jahre 1985 wurde das Haus Rodenberg von der Stadt Dortmund erworben und ein Nutzungskonzept erarbeitet, das die Anlage primär als einen neuen Standort der Volkshochschule vorsah. Im September 1996 nahm die VHS nach langer Renovierung des Gebäudes und des Umfeldes den Betrieb auf.

Haus Rodenberg in Dortmund

Haus Rodenberg in Dortmund-Aplerbeck

Wasserschloss Haus Rodenberg

Besonders markanter Turm mit glockenförmiger Haube

Emscherschloss in Aplerbeck

Nicht das Bild, sondern der Turm weist Schräglage auf

Wasserschloss Haus Rodenberg

Skulpturale Kunst im Wasser: Schokoladenseite des Schlosses

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

 

Hundertwasserhaus in Aplerbeck

Hundertwasserhaus – direkt nebenan

Heute ist die Anlage unweit des Ortsmittelpunktes mit dem Markt ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet geworden. Nahezu komplett umgeben durch Gräfte, also einem für ein Wasserschloss durchaus üblichen Wassergraben, stellt sich das Haus Rodenberg mit der erhaltenen Vorburg als zweigeschossiges Hauptgebäude mit zwei Seitenflügeln dar. Besonders markant ist der etwas schiefstehende Treppenturm mit der glockenförmigen Haube als Dach. Auf der Westseite befindet sich eine kleine geometrische Parklandschaft.

Anreise zum Haus Rodenberg:

Anreise mit dem Auto:Auf der B1 als Verlängerung der Autobahn A44 aus Richtung Kassel bzw. der A40 aus Richtung Duisburg bis zur Ausfahrt Dortmund-Sölde / Asseln. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Unna rechts auf die Köln-Berliner Straße abbiegen. Nach ca. 2 km rechts Richtung Materialprüfungsamt / Psychiatrische Kliniken auf die Marsbruchstraße abbiegen. Direkt hinter der Kreuzung links auf den P&R-Parkplatz fahren und hier parken. Das Wasserschloss liegt nur zwei Fuß-Minuten in südlicher Richtung – ein Weg führt vom Parkplatz direkt dorthin.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Marsbruchstraße in Dortmund

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. mit der U47 Richtung Aplerbeck bis zur Endstation Aplerbeck. Die Fahrtzeit beträgt etwa 22 Minuten. Die Haltestelle liegt direkt am Markt mit angrenzendem Schloss. Alternativ von Dortmund Hbf. oder Unna mit der RB 59 bis Dortmund-Aplerbeck. Die Fahrtzeit beträgt etwa 13 Minuten. Vom Haltepunkt Aplerbeck zu Fuß zu den jeweiligen Ausgängen an der Schüruferstraße und links abbiegen bis zum Markt. Das Schloss liegt schräg-links.

Ein Blick nach rechts führt zu einem Haus im Stile von Friedensreich Hundertwasser. An der Rodenbergstraße halten wir uns links, überqueren diese und fahren dann rechts vor dem Einkaufszentrum Rodenbergcenter (mit Eiscafé!) in den unscheinbaren Weg. Überraschenderweise stößt man nach einigen hundert Metern auf eine Koppel mit Ponys.

Hinter der Weide stoßen wir auf ein Viadukt. Es handelt sich dabei um die Feldchenbahnbrücke. Es ist der einzige Überrest der alten 1,5 km langen Güterbahnstrecke zur Zeche Schürbank & Charlottenburg. Auf ihr verläuft heute ebenfalls ein Radweg. Die Brücke überquert die Emscher und unseren Radweg. Dahinter ist die Kreuzungssituation etwas unübersichtlich. Mangels Schild rätsele auch ich einen kurzen Moment. Es ist auffällig, wie anonym man plötzlich in der Großstadt ist. Die Menschen grüßen nicht mehr, wie wir das in Howi festgestellt haben. Doch schon hält der nächste entgegenkommende Rentner mit Hackenporsche an. „Wo willze hin?“, fragt er im tiefen Ruhrdeutsch. „Zum Phoenixsee. Glaube, da lang. Aber Danke!“ – „Ja, weiße Bescheid.“ Nach einer kurzen Waldpassage umrunden wir das Rückhaltebecken Nagelpötchen. Es ist eingezäunt, aber mehrere Aussichtspunkte mit einer Bank bieten die Möglichkeit, das begrünte Becken zu überblicken. Auch hier steht am Ende ein Wehr, das den Durchfluss bei Bedarf einschränkt. Hinter dem Wehr (es geht rechts) müssen wir ein Stück durch die Siedlung von Alt-Schüren fahren. Man erblickt das ein oder andere historische Fachwerkhaus, aber aufgrund einer athletischen Joggerin, die hier gerade Dehnübungen macht, ist ein Foto gerade nicht möglich. Die Brücke der B236 mit den blauen Lärmschutzwänden markiert den Beginn eines Projektgebietes, das im Ruhrgebiet Geschichte geschrieben hat und noch schreibt.

Der Emscherweg an der Feldchenbrücke in Dortmund

Feldchenbahnbrücke zur Zeche Schürbank & Charlottenburg

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Hinter dem Viadukt schräg links-geradeaus halten

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Regenrückhaltebecken Nagelpötchen

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

So sähe es vermutlich im Hochwasserfalle aus (Montage)

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Stauwehr des Rückhaltebeckens – im Ruhemodus

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Brücke der Bundesstraße B236 über das Emschertal

Noch vor einigen Jahren verschwand die Emscher nicht weit von hier in einem Rohr und unterquerte ein gigantisches Industriegelände. Vor uns befand sich die Hermannshütte, ein Hüttenwerk riesigen Ausmaßes. Im Jahr 2001 wurde das Werk stillgelegt und abgerissen. Nach langen Bauarbeiten und Gelände-Modellierungen entstand der PHOENIX-See auf dem alten Werksgelände. Die Flutung begann 2009. Zwei Jahre später war der See für die Öffentlichkeit endlich freigegeben. Ringsherum wurden neue Wohnhäuser gebaut, ein Rad- und Fußweg läuft einmal um den ganzen See. Darauf fahren Segelboote, die gewöhnlich am kleinen Yachthafen oder am Hafen vor der Hörder Burg liegen. Die Promenade mit Restaurants und Eiscafés hat aus dem alten, etwas heruntergekommenen Arbeitervorort ein beliebtes Ausflugsziel mit Möglichkeiten der sportlichen Betätigung gemacht. Über die Architektur der neuen Häuser lässt sich streiten, und auch die Bebauungsdichte fast um den kompletten See ist Geschmacksache. Letztlich hat aber erst der Verkauf der Grundstücke den Wandel zum See möglich gemacht – und in dieser Form ist er allemal besser als das Stahlwerk.

Unsere Tour verläuft auf dem Rad- und Inlinerweg am Nordufer des Sees zu Füßen der neuen Villen entlang. Links von uns fließt die Emscher getrennt vom See. Der dient prinzipiell ebenfalls als Rückhaltebecken im Hochwasserfalle, aber gespeist wird er vom Fluss nicht. Wer möchte, kann über die kleine Brücke kurz vor dem Hafen zur Hörder Burg fahren (hier gibt es Restaurants, Cafés und Eisdielen am Ufer), wir halten uns jedoch rechts, fahren nun auf der alten Eliasbahntrasse um das Ortszentrum von Hörde herum und haben mit dem Straßenverkehr nichts zu tun.

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Wir erreichen den PHOENIX See Dortmund

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Links Fußgänger, Mitte Radler und Inliner, rechts Spielplatz

Spielplatz am Phoenixsee Dortmund

Schön gestalteter Spielplatz am PHOENIX-See in Hörde

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Informationspunkt der Emschergenossenschaft

Phoenixsee Dortmund Hörde

Gänse am Rande des Radwegs, hinten Florianturm

Phoenixsee Dortmund Hörde

Neue Bebauung am Südufer

Phoenixsee Dortmund Hörde

Man liest Zeitung und blickt über den See nach Hörde

Emscher am Phoenixsee

Die Emscher fließt hinterm Deich am See vorbei

Radweg am Phoenixsee Dortmund

Hörder Burg am Hafen. Mit der Klingel Fußgänger verscheuchen

Emscherweg am Phoenixsee Dortmund

Brücke über die Emscher zum Hörder Hafen. Wer will ein Eis?

Phoenixsee

Boote vor der Hörder Burg

Am Horizont ist die Silhouette von Phoenix-West bereits zu erkennen. Wer zum Hörder Bahnhof fahren möchte, fährt an einer der nächsten Brücken rechts ab und hält sich links Richtung Bahnhof. An der langen, durchaus von der Architektur her spannenden Brücke biegen wir rechts von der Eliasbahn, die weiter zum Hochofenwerk führen würde. Rings um einen erhaltenen Kern des Werks mit Hochofenanlagen, Gasometer, Hallen und einem Wasserturm, im Ensemble als Landmarke weithin sichtbar (sogar schon vom Ausgangspunkt am Emscherquellhof), ist ein Gewerbegebiet entstanden.

Rechts führt die Promenade hoch über der Emscher vorbei. An der nächsten Brücke besteht die Möglichkeit, zum Viadukt der Schlackenbahn zwischen den zwei Schlackenhalden zu fahren (am besten über die Rampe hinter der Brücke). Von dort aus kann man auch auf die beiden Halden Hympendahl und Schallacker steigen, die einen ganz guten Aussichtspunkt bieten. Unsere Tour führt bis zur Holzbrücke, über die wir den Fluss überqueren. Geradeaus führt der Weg direkt zum Westfalenpark. Dieser ist eine riesige Grünanlage mit Spielplätzen, Cafés, Seebühne, Parkbahn und vielen Themengärten. In der Mitte erhebt sich der Fernsehturm Florian (Eintritt Park und Turm kostenpflichtig).

Der Emscherweg in Hörde

Weitere Brücke über die Emscher. Hinten ist der Florianturm bereits zu sehen.

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Schrecklich-graues Ruhrgebiet mit Blick auf Phoenix-West

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Neues Viadukt für den Radweg auf der Eliasbahn

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Emscherpromenade entlang des Flusses

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Fußgängerbrücke und Ruine des Viadukts der Schlackenbahn

Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund

Hochofenwerk Phoenix-West

Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund

Gasometer und Reste von zwei Kühltürmen

Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund

Blick vom Hochofen auf die Phoenix-Halle und den Skywalk

Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund

Fernsicht über Hörde

Hochofenwerk Phoenix-West in Dortmund

Rostender Stahl und bemooster Stein im alten Hochofenwerk

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Viadukt der Hellwegbahnstrecke über die Emscher

Der breite, durch schattigen Wald führende Weg endet am nächsten Eisenbahnviadukt. Wir müssen jedoch zunächst geradeaus über die Emscher und das Viadukt auf der anderen Seite des Flusses unterfahren. Rechts abbiegend würden wir übrigens wieder zu einem Eingang des Westfalenparks gelangen. Auf der anderen Fluss-Seite ist wieder ein Rückhaltebecken. Wir erreichen die B54 auf dem Steinklippenweg und unterqueren diese mithilfe eines kleinen Tunnels. Dahinter biegen wir links und sofort wieder rechts ab. Geradeaus würden wir den Rombergpark und Tierpark (Eintritt kostenpflichtig) erreichen. Der Rombergpark ist ein botanischer Garten. Besondere Sehenswürdigkeit sind die Rhododendrensträucher in ihrer Blütezeit und die ganzjährig roten Bäche, gefärbt durch Eisenausfällung (Eintritt frei).

Der schattige Weg endet an der Ardeystraße. An der Ampel besteht die Möglichkeit, diese sicher zu queren. Dann fahren wir auf der anderen Seite rechts und bald darauf hinter der Brücke links in den Weg. Nach wenigen hundert Metern kommen wir an der Finnenbahn an. Hier drehen Läufer auf mit Holz und Rinden ausgestreuten Wegen ihre Runden. Die Finnenbahn liegt in einem Ausläufer des Waldgebietes Bolmke. Wir müssen an den Fitnessgeräten rechts und kurz vorm Parkplatz links. Geradeaus liegt der Bahnhof Signal-Iduna-Park neben dem Stadion von Borussia Dortmund und dem Messezentrum Westfalenhallen. Es ist die letzte Möglichkeit, vom Themenweg ohne großen Aufwand in den Zug zurück zum Ausgangspunkt zu fahren – später ist ein Ritt durch den Stadtverkehr nötig, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Auch die Bolmke ist eine Bergbaugeschichte und ist heute ein Naturschutzgebiet. Wir fahren durch schattiges Grün am Rande von Kleingartenanlagen, biegen an der Brücke einmal links ab und landen auf dem Parkplatz der Kleingartenanlage Helenenberg.

Die Straße Krückenweg überqueren wir an der Ampel und fahren geradeaus in die Straße An der Palmweide. Nach einigen hundert Metern überquert diese den Rüpingsbach, der nicht weit von hier in die Emscher mündet. An der Margarethenkapelle führt die Straße nach rechts weiter. Hier befinden sich einige Wohnheime für die Studierenden der Technischen Universität Dortmund. Die Emil-Figge-Straße, in die die Straße An der Palmweide hier übergeht, ist eine der zentralen Verkehrsachsen auf dem Nordcampus der Uni. Hörsäle, Seminare und Klausuren müssen jedoch heute nicht sein. Ein kleiner Weg biegt rechts ab und führt kurz darauf links zu einer Wiese. Von hier aus hat man einen guten Blick auf das Emschertal mit der Schnettkerbrücke, das Stadion und die Westfalenhallen.

Rombergpark

Blumengarten im Rombergpark

Rombergpark

Rote Bäche durch Eisenoxid-Ausfällung

Rombergpark

Besonders sehenswert während der Rhododendrenblüte

Rombergpark

Alte Baumallee im Herzen des Parks

Rombergpark

Roter Bach schlängelt sich durch eine Wiese

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Kapelle in der Nähe der Universität in Barop

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Blick von einer Wiese oberhalb des Radweges auf die Schnettkerbrücke der A40 bzw. B1, den Florian und das Stadion

Eine Rampe führt wahlweise auf die Brücke, um Richtung Innenstadt zu kommen, oder unter die Brücke, um die Autobahn A40 zu queren. Dies ist noch ein relativ neuer Wegabschnitt, da die Brücke vor einigen Jahren neu gebaut wurde. Die Brücke ist etwa 330 Meter lang und hat in der Mitte einen markanten roten Brückenbogen. Seit 2012 ersetzt sie den Vorgängerbau an dieser Stelle. Durch hohe Lärmschutzwände kann man vom Auto aus allerdings nicht ins Emschertal schauen. Neben der Emscher überquert sie zwei Eisenbahnstrecken – darunter unsere bereits bekannte aus Richtung Soest – und eine weiter Kleingartensiedlung, die hier im Süden und Westen von Dortmund offenbar recht zahlreich vertreten sind.

Wir wählen den Weg unter der Brücke her und kommen schon wieder in die nächste Kleingartensiedlung Im Wiesengrund. Im Unterschied zu den anderen auf unserer Tour führt der Weg diesmal quasi mitten hindurch. Direkt an den kleinen Gartentörchen passiert der Radweg die vielen Gärten, die gerade im Sommerhalbjahr um die Wette blühen. Haben wir den Kleingarten verlassen, so kommen wir auf einen sehr idyllischen, wenn auch kurzen Abschnitt, in dem der Radweg schön zwischen Emscher und Feldern verläuft, wobei die Emscher an dieser Stelle nicht zugewachsen ist. Eine markante Erhebung im Feld links könnte eine Bergehalde der Zeche Dorstfeld sein. Hinter der Emscher und den Häusern versteckt sich der alte Rangierbahnhof Dortmunder Feld, der jedoch größtenteils brach liegt und nur noch eine Verbindung aus Richtung Soest nach Bochum darstellt.

Der Radweg führt in die linke von zwei Tunnelröhren unter den Bahnhof Dorstfeld hindurch. Rechts plätschert die Emscher durch die rechte Röhre. Schilder warnen davor, dass hier auch einmal Wasser auf dem Radweg fließen kann. Tatsächlich kam es zuletzt 2008 in diesem Bereich zu einem starken Hochwasser. Wer am Bahnhof Dorstfeld in die S1 oder S4 umsteigen möchte, muss diesen über die Straße Kortental (gegenüber der kleinen Fußgängerbrücke vor dem Tunnel) anfahren. Der Zugang ist vom Radweg aus etwas versteckt.

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Radweg zur Schnettkerbrücke, die kurz darauf unterquert wird

Emscherweg Kleingartenanlage Im Wiesengrund

Idyllische Kleingartenanlage Im Wiesengrund hinter der Brücke

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Emscher plätschert munter durch Wiesen und Felder

Radweg an der Emscher: Der Emscherweg

Gelungene Wiederherstellung eines natürlichen Zustands

Radweg an der Emscher in Dortmund: Der Emscherweg

Endspurt kurz vor Dorstfeld

Emscher-Tunnel in Dorstfeld

Tunnel unter der Eisenbahn für Fluss und Radweg

Hier am Tunnel endet die erste Etappe des Radwegs, der von der Quelle bis zur Mündung der Emscher verläuft. Der Fortschritt der Renaturierung wäre zum Zeitpunkt der Befahrung noch einige Kilometer gegeben gewesen (Stand Sommer 2017), sodass man auch noch ein Stück an der blauen statt braunen Emscher hätte fahren können. In etwa 20 Kilometern befindet sich der Emscherdurchlass am Rhein-Herne-Kanal in Henrichenburg. Hier beginnt die langgestreckte Emscher-Insel zwischen Fluss und Kanal, der die Emscher bis Oberhausen begleiten wird. Knapp 30 Kilometer weiter trennen sich Emscher und Kanal am Gasometer Oberhausen wieder voneinander. Von der Mündung ist die Emscher dann noch etwa 15 Kilometer entfernt.

Ich nutze jedoch die Gelegenheit, von hier aus über die kleine Brücke vor dem Tunnel zum Hauptbahnhof zu fahren (Am Mühlenberg, Hahnenmühlenweg, Lange Straße, Hoher Wall, Königswall). Es bleibt noch Zeit für einen kurzen Halt am Drei-Bäume-Park (Lange Straße, Ecke Kurze Straße). Zurück geht es in der eurobahn bis Holzwickede, in der ein freundlicher Zugbegleiter die lustigsten Erlebnisse mit Fahrradfahrern im Zug erzählt.

Vermutlich kann ich nicht mehr so lange warten und werde in absehbarer Zeit auch die nächste Etappe fortführen. Es war einfach zu abwechslungsreich und interessant am Weg. Fortsetzung folgt also. Bald. Mal sehen.

Die folgenden Koordinaten beschreiben Routenpunkte und die Bahnhöfe an der Strecke. Sie können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

Geographische Koordinaten:
51°29'24.96"N, 7°36'43.41"E – Start der Tour am Emscherquellhof
51°30'13.32"N, 7°36'02.93"E – Zeche Freiberg
51°30'07.23"N, 7°36'14.04"E – Beginn Radweg a. d. Schäferkampstr.
51°29'34.08"N, 7°33'15.11"E – Haus Rodenberg
51°29'47.39"N, 7°33'05.78"E – Feldchenbahnbrücke
51°29'31.46"N, 7°30'33.64"E – PHOENIX See Promenade
51°29'26.05"N, 7°29'20.99"E – Viadukt Schlackenbahn
51°29'18.30"N, 7°27'13.78"E – Finnenbahn (Bolmke)
51°29'26.20"N, 7°25'47.15"E – Margarethenkapelle

51°30'16.88"N, 7°37'07.97"E – Bahnhof Holzwickede
51°29'41.83"N, 7°35'17.04"E – Bahnhof Sölde
51°29'24.08"N, 7°33'18.39"E – Bahnhof Aplerbeck
51°29'17.76"N, 7°29'58.26"E – Bahnhof Hörde
51°29'25.86"N, 7°27'21.46"E – Bahnhof Signal-Iduna-Park
51°31'01.10"N, 7°27'28.70"E – Hauptbahnhof, Treppe Gleis 2-5
51°30'32.11"N, 7°25'26.80"E – Bahnhof Dorstfeld (S–Bahn)

UTM-Koordinaten (Zone 32):
403640 m, 5705260 m – Start der Tour am Emscherquellhof

402888 m, 5706768 m – Zeche Freiberg
403099 m, 5706576 m – Beginn Radweg an der Schäferkampstraße
399629 m, 5705619 m – Haus Rodenberg
399457 m, 5706034 m – Feldchenbahnbrücke
396514 m, 5705601 m – PHOENIX See Promenade
395109 m, 5705462 m – Viadukt Schlackenbahn
392651 m, 5705274 m – Finnenbahn (Bolmke)
390986 m, 5705554 m – Margarethenkapelle

404144 m, 5706854 m – Bahnhof Holzwickede
401985 m, 5705813 m – Bahnhof Sölde
399686 m, 5705309 m – Bahnhof Aplerbeck
395823 m, 5705191 m – Bahnhof Hörde
392804 m, 5705504 m – Bahnhof Signal-Iduna-Park
393006 m, 5708443 m – Hauptbahnhof, Treppe Gleis 2-5
390637 m, 5707598 m – Bahnhof Dorstfeld (S–Bahn)

Quellen und weitere Informationen:

Internetseite des Emscherweges: www.emscher-weg.de
Blog zum Emscherumbau der Emschergenossenschaft:

www.blog.eglv.de

Industriekultur im Ruhrgebiet

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Halden Ausflugsziele

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 10 / 2017
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