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Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia in Witten

Gertrud heißt sie, die kleine, orangefarbene Lok, die laut pfeift, ehe sie die Nachtigallstraße mit kleinen Personenwaggons am Haken überquert. Dann rumpelt der Feldbahnzug durch das offene Tor auf das Gelände der Zeche Theresia und bringt zahlreiche Besucher vom nahegelegenen Parkplatz mit. Stilecht sind sie die letzten Meter angereist, denn sie stehen nun in einem wunderschön gepflegten Freilichtmuseum, das sich mit den kleineren Güter- und Personenbahnen unter Tage, im Moor oder auf dem Acker beschäftigt: das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia in Witten, betreut von der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde bereits im Jahre 1986 gegründet. Von 1989 bis 2002 erfolgte der Aufbau des Museums, das seitdem geöffnet ist und einen spannenden Einblick in diese Art von Schmalspurbahnen bietet, die zum zeitweisen oder langfristigen Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Bodenschätzen oder Baustellenmaterial diente. Vielfach verliefen derartige Strecken in anspruchsvoller Topografie, die für andere Fördermittel schwierig war, zum Beispiel in Mooren. Die Schienen konnten zum Teil als sogenannte »Fliegende Gleise« flexibel bei wandernden Transportbedingungen (z.B. im Tagebau) provisorisch verlegt und einfach umgelegt werden. Unter Tage dienten diese Grubenbahnen vor allem dem Transport der Kohle aus den langen Stollen und der Bergleute zu ihrem jeweiligen Arbeitsplatz.

Das Gelände des Gruben- und Feldbahnmuseums ist ein historischer Ort. Hier befand sich die Zeche Theresia, die bereits ab 1790 Kohle förderte. Im Jahre 1832 erfolgte die Teilkonsolidierung mit der benachbarten Zeche Nachtigall und anderen Förderbetrieben zur Zeche Vereinigte Nachtigall zwecks Ausweitung des Stollenbergbaus. Verschiedene Betriebsgebäude aus Naturstein und Ziegelstein-Fachwerk sind erhalten und restauriert. Sie bilden zum Teil Ausstellungsräume und beherbergen die Gastronomie des Museums. Im Freiland sind Feldbahngleise verlegt, auf denen die teils hergerichteten und teils etwas rostigen Ausstellungsstücke stehen und mit Schildern über technische Daten erläutert werden. Das Museum beherbergt inzwischen fast 100 Lokomotiven mit Elektro-, Diesel- oder Pressluftantrieb sowie etwa 200 Waggons für Güter- und Personentransport auf dem Feld oder unter Tage im Bergbau. In den Ausstellungsräumen u.a. im Obergeschoss eines der historischen Zechengebäude wird die Geschichte und Gegenwart dieser kleinen Eisenbahnen vorgestellt und auch der Prozess des Aufbaus des Museums in zahlreichen Fotos, Beschreibungen und einem Film dokumentiert.

Gruben- und Feldbahnmuseum Theresia

Eingang zum Gruben- und Feldbahnmuseum Theresia

Feldbahnmuseum

Liebevolle Details am Rande

Feldbahnlok

Julia, Gloria und eine unbenannte Feldbahnlok mit Waggon

Feldbahn Drehscheibe

Drehscheibe vor dem Fachwerkhaus

Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia in Witten

Panoramafoto über die Fahrzeugausstellung des Feldbahnmuseums. Im Gebäude hinten befindet sich der Ausstellungsraum

Zeche Theresia in Witten

Historische Zechengebäude aus Naturstein

Grubenbahn

Grubenbahn

Muttenthalbahn

Gertrud passiert Gloria: Muttenthalbahn zur Zeche Nachtigall

Gelände der Zeche Theresia

Beliebter Abstecher bei Radfahrern und Wanderern

Gruben- und Feldbahnmuseum Theresia in Witten

Überblick vom Ausstellungsraum auf das ehemalige Zechengelände und heutige Freilichtmuseum. Es gibt viel zu entdecken!

Feldbahnloks Feldbahn

Doch der Besucher kann die Exponate hier nicht nur betrachten und sich darüber informieren, sondern er kann die Feldbahn auch erleben. Zu diesem Zwecke ist eine etwa 1,2 km lange Muttenthalbahn errichtet worden, die den Parkplatz Nachtigallstraße mit dem Feldbahnmuseum und dem nahegelegenen LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall verbindet. An den Betriebstagen des Museums pendelt der Zug dann mit offenen Personenwagen (mit Dach) zwischen den Endstationen hin und her und rumpelt dabei parallel zu den Gleisen der Ruhrtalbahn vorbei am alten Güterbahnhof Bommern. Damit lässt sich auch die Entfernung zwischen dem großen Parkplatz und der Zeche Nachtigall bequem überwinden und eine schöne Wanderung im nahen Muttental anschließen.

Nur eine Frage ist offen geblieben: Wie hat man es beim Anlegen der Gleise geschafft, zwischen Schotterbett und Wegen bis heute so eine schöne, ordentliche Kante hinzubekommen?

Muttenthalbahn

Feldbahnlok Gertrud mit Personenwagen am Haken

Fahrt mit der Muttenthalbahn

Fahrt durch das Gruben- und Feldbahnmuseum

Muttenthalbahn im Museum

Feldbahnlok Lia mit Personenzug als "Verstärkerzug"

Feldbahnzug

Warten auf Abfahrt am Industriemuseum Zeche Nachtigall

Feldbahn im Industriemuseum Zeche Nachtigall

Umsetzen der Lok an der Endstation Zeche Nachtigall

Feldbahnzug

Lautstark angekündigte Querung der Nachtigallstraße

Fazit und Tipp des Webmasters: Der Besuch des Museums ist gerade für Technikfreunde sehr lohnenswert. Er kann besonders gut mit einer Wanderung im bergbauhistorisch interessanten Muttental, mit einer Fahrt mit der Muttenthalbahn und einem Besuch bei der Zeche Nachtigall kombiniert werden. Für Radfahrer auf dem RuhrtalRadweg ist ein Zwischenstopp bei Öffnung des Museums ein Muss.

 

Informationen für den Besuch des Feldbahnmuseums:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Museum ist von Ostern bis Oktober an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus gibt es Sonderöffnungszeiten zu speziellen Anlässen – dazu ist am besten die regelmäßig gepflegte Internetseite mit den Fahrtagen zu befragen (Link siehe unten).

Der Eintritt in das Museum selbst ist frei! Das Museum wird von ehrenamtlich arbeitenden Menschen betrieben, die auch die Cafeteria unterhalten. Es gibt die Möglichkeit einer freiwilligen Spende.

Für die Fahrt mit der Muttenthalbahn ist ein Fahrpreis zu entrichten. Für Familien gibt es einen Spezialtarif. Die Fahrkarte ist dabei eine Tageskarte, die für beliebig viele Fahrten auf der Strecke zwischen Parkplatz und Zeche Nachtigall genutzt werden kann. Für den Eintritt in das Industriemuseum Zeche Nachtigall ist bei Bedarf ein separater Eintritt zu bezahlen (Die Fahrt dorthin kann ohne Besuch des Museums erfolgen). Die Muttenthalbahn fährt im regelmäßigen Takt nach Fahrplan und benötigt für eine komplette Hin- und Rückfahrt etwa 45 Minuten. Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen können arg begrenzt in einem Spezialwagen mitgenommen werden!

Offizielle Internetseite: www.muttenthalbahn.org

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 Bochum-Wuppertal bis zur Ausfahrt 20 Witten-Heven. Dort auf der See-Straße Richtung Witten. Die Straße geht in die Herbeder Straße über. Am Kreisverkehr auf die B226 Ruhrdeich Richtung Wetter. An der nächsten Ampel rechts in die Ruhrstraße. Über die Ruhr fahren und hinter der Kurve an der Ampel rechts in die Nachtigallstraße abbiegen. Den ausgeschilderten Parkplatz mit dem Hinweis zur Haltestelle der Muttenthalbahn nutzen. Direkt dahinter liegt das Museum. Es ist fußläufig in kürzester Zeit erreichbar, aber gerade für Kinder ist sicherlich die Anreise mit der Feldbahn interessant.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Nachtigallstraße in 58452 Witten

Geographische Koordinaten: 51°25'40.65"N, 7°19'31.36"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld z.B. von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 383561 m, 5698770 m

Anreise mit Bus und Bahn: Die nächste Haltestelle mit dichterem Takt ist der etwa zwei Kilometer entfernt gelegene Hauptbahnhof von Witten. Hier halten Züge der Linien RE 4, RE 16, RB 40, und S5. Vom Bahnhofsgebäude zu Fuß links bis zur Bahnunterführung Herbeder Straße. Dieser nach Westen folgen bis zum Kreisverkehr (vorbei an der Bushaltestelle "Tor Thyssen" und der Straßenbahnhaltestelle "Hans-Böckler-Straße") und dann links. Im nächsten Kreisverkehr links und über die Fußgängerinsel; etwa 50 Meter hinter dem Kreisel führt rechts ein Fußgängerweg Richtung Ruhr. Diesem über die Nachtigallbrücke über die Ruhr folgen, an der Straße dahinter links. Am Bahnübergang befindet sich der Eingang zum Gruben- und Feldbahn-Museum. Vom Wittener Hauptbahnhof beträgt der Fußweg bis zum Beginn der Wanderung etwa 2 km und ist in etwa 20 Minuten zu schaffen.

An Fahrtagen der RuhrtalBahn ist auch eine Anreise mit dem Museumszug im Taktfahrplan z.B. von Hagen Hbf. oder Hattingen zu bedenken – Infos dazu siehe weiter unten.

Anreise mit dem Museumszug: Freitags und sonntags und an bestimmten Feiertagen pendelt im Sommerhalbjahr zwischen Bochum-Dahlhausen (Eisenbahnmuseum) und Hagen Hbf. die »Linie Ruhrtal« von der RuhrtalBahn auf der für Personenverkehr bereits 1971 stillgelegten Bahnstrecke. Als Fahrzeug wird ein nostalgischer Schienenbus oder ein Dampfzug (Preußische P8) eingesetzt. Genau auf der Mitte zwischen Zeche Nachtigall und Feldbahnmuseum liegt der Haltepunkt "Zeche Nachtigall". Von hier aus kann man über den kleinen Bahnübergang nach Süden und dann links der Straße folgend vorbei am alten Güterbahnhof zum Feldbahnmuseum laufen.

Informationen zu den Fahrtagen und zum Fahrpreis erfragen Sie bitte auf der RuhrtalBahn-Webseite in der Linkliste unten.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Direkt am Gruben- und Feldbahnmuseum führt der beliebte Radfernweg RuhrtalRadweg von Winterberg nach Duisburg unter dem Motto "Von der Quelle bis zur Mündung" vorbei.

Anreise auf Wanderwegen: Von Hattingen nach Altenbeken verläuft der WestfalenWanderWeg durch das Muttental und passiert etwa bei Kilometer 18 das Schloss Steinhausen. Nachdem es bergab Richtung Bommern geht, kann man am Parkplatz Nachtigallstraße scharf links einen etwa 200 m langen Abstecher zum Museum machen.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Museum eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt es im Planquadrat F3, im Wander-Leporello WestfalenWanderWeg im für Wanderungen im Muttental idealen Maßstab 1:35.000 auf der Seite 2. Im Rad-Leporello RuhrtalRadweg im Maßstab 1:50.000 befindet sich das Museum auf der Kachel 12.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Westfalen WanderWeg  

Gruben- und Feldbahnmuseum: www.muttenthalbahn.org
Route Industriekultur: www.route-industriekultur.ruhr
Zeche Theresia: www.ruhrkohlenrevier.de
RuhrtalBahn:

www.ruhrtalbahn.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr