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Der Hafen von Ruhrort in Duisburg

Rheinbrücke, Eisenbahntrajekt, Mercatorinsel, Rheinorange und Horst Schimanski

Die Duisburg-Ruhrorter Häfen liegen an der Mündung der Ruhr in den Rhein und sind der größte Binnenhafen Europas. Seine Ursprünge liegen bereits im 18. Jahrhundert, als der erste Hafen im damals noch eigenständigen Ruhrort gebaut wurde. Später entwickelte sich der Hafen zu einem wichtigen Umschlagplatz zum Beispiel für Kohle und Stahl des Ruhrgebiets, später auch für Öl. Nach Rückgang der Kohleproduktion veränderte sich das Aufkommen zu Containerfracht.

Bis heute präsentiert sich der Hafen als ausgedehntes Gebiet von verzweigten Kanälen und Hafenbecken, Schleusen und Anlegestellen. Die folgende Karte gibt einen Überblick über die Anlagen bei Ruhrort und zeigt bereits einige Orte, die im Text noch näher vorgestellt werden. Markiert sind der Haltepunkt Duisburg-Ruhrort an der Ruhrortbahn und die relevanten Haltestellen der Straßenbahnlinie 901. Der RuhrtalRadweg ist mit einem grünen Farbband eingetragen. Der Beitrag beinhaltet eine kurze geschichtliche Entwicklung der Hafenanlagen und einen Rundgang zu besonderen Orten, der auch noch erweitert wird.

Übersichtskarte Hafen in Ruhrort in Duisburg

Verschiedene in der Karte eingetragene Orte und Sehenswürdigkeiten und ein kleiner Abriss zu geschichtlichen Entwicklung finden sich in diesem Beitrag. Sie schließen sich an den Abschnitt zu den Tipps zur Anreise an.


Informationen zum Besuch und zur Anreise:

Eintrittspreise: Für den Besuch des Binnenschifffahrtsmuseums fallen Kosten für den Besuch (ggf. mit Museumsschiff) an. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. An einigen Tagen gilt "Pay what you want", also so viel bezahlen, wie man möchte.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 12 Duisburg-Häfen. Aus Richtung Dortmund rechts auf die Straße Am Brink, aus Richtung Moers zunächst links auf die Straße Am Schlütershof und dann nach einiger Zeit links auf die Straße Am Brink. Im Kreisverkehr links auf die Brücke fahren und die Ruhr und zwei Kanäle überqueren. In Ruhrort bestehen verschiedene Parkmöglichkeiten in den Nebenstraßen. Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt hat einen eigenen Parkplatz in der Apostelstraße.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Dammstraße, Hafenstraße, Krausstraße, Apostelstraße (Schifffahrtsmuseum) in Duisburg

Anreise mit Bus und Bahn: Von Oberhausen Hbf. mit der RB 36 Richtung Ruhrort bis zur Endstation Von dort links und dann z.B. immer geradeaus auf der Harmoniestraße bis zur Schifferbörse, Museumsschiff und den anderen Zielen. Zum Binnenschifffahrtsmuseum rechts und dann links auf die Deichstraße.

kachelmannwetter.com

Alternativ von Duisburg Hbf. mit der Straßenbahn 901 Richtung Scholtenstraße bis Vinckeweg (zur Mercatorinsel), Tausendfensterhaus, Friedrichsplatz oder Ruhrort Bahnhof.

Geographische Koordinaten:
51°27'07.47"N, 6°43'50.26"E – Promenade / H.-Schimanski-Gasse
51°27'21.06"N, 6°43'43.83"E – Brückentürme
51°27'30.08"N, 6°43'42.22"E – Brücke Eisenbahnbassin
51°27'12.15"N, 6°43'33.99"E – Echo des Poseidon
51°27'34.68"N, 6°43'48.08"E – Museum der Dt. Binnenschifffahrt
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
342320 m, 5702542 m – Promenade an der Horst-Schimanski-Gasse

342213 m, 5702989 m – Brückentürme
342187 m, 5703245 m – Brücke Eisenbahnbassin
342011 m, 5702696 m – Echo des Poseidon
342304 m, 5703383 m – Museum der Dt. Binnenschifffahrt

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der RuhrtalRadweg hat sein Ende an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Über die Karl-Lehr-Brücke kurz vor dem Ende können die Mercatorinsel und Ruhrort selbst erreicht werden. Dazu der D-Route D7 und D8 sowie dem Rhein-Radweg (EV15) folgen z.B. bis zum Knotenpunkt 39.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen.

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Entwicklung der Ruhrorter Häfen

Kleiner geschichtlicher Abriss mit Karten

Es ist für Ortsfremde ein beinahe unüberblickbares Gewirr von Kanälen und Wasserläufen rund um den kleinen Ortskern von Ruhrort. Ganz im Süden fließt die Ruhr in den Rhein. Eine Schleuse sorgt bei Kaßlerfeld für die Schiffbarkeit und den Hochwasserschutz. Direkt daneben und parallel dazu verläuft der Hafenkanal. Er führt vom Rhein zu den drei Hafenbecken, die im leichten Winkel davon abzweigen sowie weiter zum Rhein-Herne-Kanal. Als drittes zweigt der Vinckekanal ab, ganz vorne auch Hafenmund genannt, der Ruhrort an drei Seiten umgibt. Er endet im Südhafen. Hinzu kommt auf beiden Seiten des Rheins noch der Eisenbahnhafen, jeweils ein Überrest des alten Trajekts, also der Verschiffung von einzelnen Eisenbahnwaggons über den Rhein. Dazu kommen wir später noch einmal.

Das Erscheinungsbild der Häfen hat sich im Laufe der Zeit stark verändert, sodass ein genauerer Blick interessant ist. So ist ein vierter Kanal im Bereich der Mercatorinsel zwischen Vinckekanal und Hafenkanal verschwunden – ebenso wie der Kaiserhafen, dafür sind andere Hafenbecken hinzugekommen. Doch alle Hafenbecken und Kanäle schaffen zusammen diese typische Form des Hafens, die man in Karten und auch in Luftbildern auch ohne große Übung schnell wiederfindet und Duisburg somit sogar aus dem Weltall ausmachen kann.

Im 19. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war das Erscheinungsbild des Hafens noch überschaubar. Dann floss die Ruhr noch bogenreich und mit einigen Inseln und Altarmen unmittelbar vor Ruhrort in den Rhein, wo sich heute die Rheinbrücke befindet. Die Karte der Preußischen Uraufnahme zeigt diese Situation sehr schön mit den beiden am Rhein gegenüberliegenden Orten Ruhrort und Homberg und der Ruhrmündung, die von der "Homberger Dampf-Fähre" überquert wird. Anscheinend hat eine Fähre auch Ruhrort mit Duisburg verbunden, denn Brücken gab es zu der damaligen Zeit noch nicht.

Hafen Ruhrort im 19. Jahrhundert

Um 1900 gab es neben der Ruhr den Kaiserhafen und den Alten Hafen, der sich in Süd- und Nordhafen aufteilte. Das Hafengebiet bereits mit für die damalige Zeit überraschend großen Bahnanlagen schmiegte sich damals noch um den Ortskern herum. Die veränderte Situation ist in der Preußischen Neuaufnahme in der nachfolgenden Abbildung gut erkennbar. Hier ist nun auch die Eisenbahnfähre, das Trajekt Homberg-Ruhrort zwischen den beiden "Bassins", eingezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ortskern von Ruhrort bereits an allen Seiten zugebaut oder vom Rhein begrenzt. Ein Blick sollte auch auf die "Rheinischen Stahlwerke" und die "Zeche Ruhr und Rhein" gerichtet werden. Letztere förderte nur einige Jahre und ging in die Zeche Westende über, die später noch einmal für den ganzen Hafen wichtig werden würde. Der Ruhrorter Hafen stand noch in Konkurrenz zum Hafen der Stadt Duisburg, dem heutigen Außen-, Innen- und Parallelhafen. Der Innenhafen ist heute ein beliebtes Gebiet zum Flanieren mit Kultur- und Gastronomieeinrichtungen.

Hafen Ruhrort um 1900

In den nächsten Jahrzehnten hat der Hafen die größte Entwicklung gemacht, die man nachvollziehen kann, wenn man die obenstehende Karte vom Anfang des 20. Jahrhunderts und die unten folgende aus den 1930er Jahren miteinander vergleicht.

Dann nämlich entstanden der Hafenkanal mit den Becken A, B und C und die Ruhrschleuse. Statt des Eisenbahn-Trajektes verbindet nun eine feste Brücke, die Admiral-Scheer-Brücke, die Orte Homberg und Ruhrort. Verschwunden ist hingegen weitgehend der Alte Hafen direkt am Ortskern. Der Unterlauf der Ruhr ist inzwischen kanalisiert, die Ruhrschleuse wurde gebaut.

Hafen Ruhrort um 1935

Das folgende Luftbild ungefähr aus den 1930er Jahren, also etwa demselben Zeitraum wie die Karte oben, zeigt, wie rege der Betrieb im Ruhrorter Hafen zu der Zeit war. Im Vordergrund ist der Vorgänger der heutigen Karl-Lehr-Brücke zu sehen, unter der die Ruhr und der Schifffahrtskanal herführen. Dahinter liegt der Hafenkanal. Der ganz links sichtbare Kaiserkanal existiert nicht mehr, ebenso nicht die kleine Brücke daneben, die über eine Verbindung zum Hafenkanal führt.

Hafen Ruhrort in den 1930er Jahren

In den 1960er Jahren verschwanden Teile des Kaiserhafens. Die Verfüllung des dazugehörigen Kanals in den 1990er Jahren machte die Zollinsel oder heute Mercatorinsel wieder zu einer Halbinsel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ergab sich das Problem, dass der Hafen durch Absinken des Flussbetts und damit auch des Wasserstands des Rheins absehbar für Schiffe nicht mehr nutzbar sein oder gar verlanden könnte. Statt die Hafenbecken auszubaggern, wurde zu einer für das Ruhrgebiet speziellen Lösung gegriffen. Dabei wurden die sonst unerwünschten Bergsenkungen beim Kohleabbau ausgenutzt. Unter den Hafenbecken wurde in großer Tiefe durch die bereits erwähnte Zeche Westende Kohle abgebaut. Anschließend gab das Umgebungsgelände langsam je nach Bereich um bis zu 2 Meter nach, weshalb die Nutzung des Hafens sichergestellt wurde.

Zur Entwicklung des Hafens sollte dies genügen – im nächsten Absatz schauen wir uns das Gelände in der heutigen Zeit an.

 

 

Unterwegs im Hafengebiet

Die meisten Hafenanlagen wie die Becken A, B oder C sind, wie an anderen Orten auch, nicht öffentlich zugänglich und auch nicht besonders sehenswert. Und trotzdem kann man sich hier im Umkreis von Ruhrort einige schöne Stunden aufhalten, erkunden, wandern, radfahren, am Wasser auf einer Bank den Moment genießen oder Kultur besichtigen. Vor allem auf beiden Uferseiten der Ruhr und auf der Mercatorinsel zwischen Hafenkanal und Vinckekanal verlaufen Fuß- und Radwege parallel zum Wasser. In Ruhrort selbst gibt es eine kleine Promenade, die sich entlang der alten Ruhrmündung bzw. dem heutigen Vinckekanal oder Hafenmund bis zur Friedrich-Ebert-Brücke und weiter zur Mühlenweide zwischen Rhein und Eisenbahnhafen erstreckt. Hinter dem Bassin mit der Bogenbrücke verläuft der Weg dann auf dem Deich oder unten am Rheinufer auf dem alten Leinpfad weiter. So kann man hier ausgiebige Spaziergänge immer am Wasser entlang machen oder Radtouren flussabwärts planen, zum Beispiel im Zusammenhang mit den anderen Rheinbrücken oder der Fähre bei Walsum oder thematischen Radwegen im Gebiet der Unterläufe von Ruhr, Emscher, Rotbach und Lippe. An verschiedenen Stellen gibt es Einkehrmöglichkeiten in Form von Biergarten in der Mühlenweide, Restaurants oder Pizzerien im Ortskern oder an der Promenade.

Glücksorte

Der Ruhrorter Hafen ist ein "blauer Glücksort" im gleichnamigen Buch von Melanie Brozeit. Unter dem Leitsatz "Fahr raus und tauch ein" bietet es fast 80 Ziele am Ufer, auf oder im Wasser an Flüssen, Seen, Kanälen und Häfen im Revier.
Blaue Glücksorte im Ruhrgebiet*

Auf der Promenade passiert man die Schifferbörse mit dem alten Dampfkran davor und dem Museumsschiff am Kai. Das Schiff ist Teil des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt oder auch Binnenschifffahrtsmuseum, das in der Nähe des Eisenbahnhafens in einem schönen, alten Schwimmbad untergebracht ist und einen Besuch lohnt.

Hier an der Schifferbörse ist eine Anlegestelle für unterschiedliche Anbieter von Hafenrundfahrten, die zum Teil auch rheinaufwärts zum Innenhafen von Duisburg führen. Diese fahren zu bestimmten Uhrzeiten, bitte also vorab informieren (Internetseiten siehe unten).

Beim Spaziergang über die Promenade kommt man zwangsläufig auch an der Horst-Schimanski-Gasse vorbei. Es ist eine der wenigen Straßen in Deutschland, die nach einer fiktiven Fernseh-Figur benannt sind, aber die legendären Tatort-Filme mit Götz George (1938-2016) alias Horst Schimanski haben häufig auch in den Straßen von Ruhrort und in der Umgebung gespielt. Die Gasse ist allerdings nur sehr kurz und die größte Besonderheit ihr langes Straßenschild. Es ist eines von mehreren Zielen Duisburg, die als Spielorte der Filme angeschaut werden können. Es werden verschiedene geführte "Schimmi-Touren" zu diesen Orten mit oder ohne Einkehr und auch für Radfahrer angeboten (Internetseite siehe unten).

Hafen Ruhrort in Duisburg

Ruhrort von der Mercatorinsel gesehen

Hafen Ruhrort in Duisburg

Die Horst-Schimanski-Gasse am Hafenmund

Hafen Ruhrort in Duisburg

Museumsschiff am Ufer vor dem Ortskern von Duisburg-Ruhrort

Hafen Ruhrort in Duisburg

An der Mühlenweide: Grünanlage am Rande von Ruhrort

Hafen Ruhrort in Duisburg

Rheinkilometer 781 und Eisenbahnbassin

Hafen Ruhrort in Duisburg

Museumsschiff vor der Friedrich-Ebert-Brücke am Ruhrorter Ufer des Hafens

Hafen Ruhrort in Duisburg Hafen Ruhrort in Duisburg

Vorbei am Pegelhaus gelangt man zur Friedrich-Ebert-Brücke, die wir eigentlich die ganze Zeit schon aus der Ferne gesehen haben. Um Ruhrort herum gibt es einige interessante Brückenbauwerke. Diese hier überquert mit etwa 600 Metern Länge den Rhein und ist eine rot angestrichene Hängebrücke mit zwei blauen Brückenpylonen. Dabei verbindet sie Ruhrort mit dem Duisburger Stadtteil Homberg auf der westlichen Rheinseite. Sie ersetzte 1954 die Admiral-Scheer-Brücke von 1907, die im Zweiten Weltkrieg 1945 zerstört wurde. An die alte Brücke erinnern noch die beiden Brückentürme auf der Ostseite.

Die alte Brücke ersetzte wiederum eine Eisenbahnfähre, ein sogenanntes Trajekt. Dabei wurden einer oder mehrere Eisenbahnwagen auf eine spezielle Fähre geschoben und über den Rhein übergesetzt. Auf der anderen Seite wurden die Wagen wieder zu einem Zug zusammengesetzt und setzten ihre Fahrt fort. 1852 wurde die „Eisenbahntrajektanstalt Homberg-Ruhrort“ in Betrieb genommen. Zunächst führten die Schienen über Rampen zum Anleger jeweils in die beiden Hafenbecken (heute: Eisenbahnhafen in Ruhrort), später wurden große Hebetürme errichtet, von denen einer noch in Homberg als Denkmal steht – der auf Ruhrorter Seite wurde 1971 abgerissen. Das Trajekt wurde 1885 nach Fertigstellung der Brücke in Rheinhausen aufgegeben. Fortan gab es bis zur Inbetriebnahme der Admiral-Scheer-Brücke 1907 nur noch eine Personenfähre. Der besagte Eisenbahnhafen oder das Eisenbahnbassin wird durch eine blaue Stahlbogenbrücke überquert. Sie ist heute nur noch für Fußgänger und Radfahrende nutzbar. Sie führt unmittelbar zum Radweg auf dem Rheindeich und zu den Fußwegen auf dem Leinpfad in Richtung Walsum.

Die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke (auch Karl-Lehr-Brücke) der Ruhrorter Straße überquert Ruhr und Hafenkanal. Dabei stammt der große runde Brückenbogen auf dem Teil über der Ruhr von der im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstörten Hohenzollernbrücke in Köln, der bekannten Eisenbahnbrücke in Domnähe zwischen Deutz und dem Hauptbahnhof. Diese Brücke wird allerdings in Kürze durch einen Neubau ersetzt, die Bauarbeiten an der ganzen Kette von Brücken zwischen Vinckekanal und Ruhr sind im Gange.

Hafen Ruhrort in Duisburg

Friedrich-Ebert-Brücke von der Mühlenweide aus gesehen

Hafen Ruhrort in Duisburg

Blaue Bogenbrücke über das Eisenbahn-Bassin

Hafen Ruhrort in Duisburg

Nördlicher Brückenturm der Friedrich-Ebert-Brücke

Hafen Ruhrort in Duisburg

Hängebrücke über den Rhein

RuhrtalRadweg

Karl-Lehr-Brücke aus Köln an der Ruhrschleuse

Ruhrwehr Duisburg

Ruhrwehr vor der Schleuse

Das folgende Luftbild aus den 1930er Jahren zeigt von Norden geblickt den Eisenbahnhafen oder das Eisenbahnbassin mit dem Hebeturm hinter der stählernen Bogenbrücke. Oben rechts ist ein Teil der ersten Admiral-Scheer-Brücke mit den beiden Brückentürmen zu sehen.

Hafen Ruhrort in den 1930er Jahren

Am südlichen Ruhrufer verläuft ein wenig abseits gelegen der RuhrtalRadweg von der Quelle bis zur Mündung auf seinen letzten Metern. Er endet an der Skulptur "Rheinorange". Es handelt sich um eine 25 Meter hohe, sieben Meter breite und einen Meter tiefe Stele aus Stahl. Sie wurde 1992 eingeweiht und von Lutz Fritsch entworfen. Lackiert ist die Skulptur in einem signalfarbenen Orangeton für einen deutlichen Kontrast zur bewegten Industriekulisse. Dabei wird der verwendete Farbton mit der Nummer 2004 im RAL-Farbsystem als »Reinorange« bezeichnet. In Bezug auf den großen Strom ergibt sich somit ein geschicktes Wortspiel.

Rheinorange

Ziel des RuhrtalRadwegs: Rheinorange

Rheinorange

Stele am Zusammenfluss von Ruhr und Rhein

Der Beitrag wird fortgesetzt. Schauen Sie einfach demnächst wieder rein!

Quellen und weitere Informationen:

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt: www.binnenschifffahrtsmuseum.de
Hafenrundfahrten ab Schifferbörse / Schwanentor: www.hafenrundfahrt-duisburg.de und www.hafenrundfahrt.nrw
Route der Industriekultur (Binnenschifffahrtsmuseum): www.route-industriekultur.ruhr
Themenführungen (z. B. "Schimmi-Tour"): www.du-tours.de
Pegel Ruhrort: www.elwis.de
Trajekt, Hebeturm und Brückentürme: www.historisches-homberg.de
Zeche Westende bei Ruhrzechenaus.de:

www.ruhrzechenaus.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2021
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr