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Das Hoesch-Museum in Dortmund

Nach der Hermannshütte in Hörde, Stahlwerk Phoenix-Ost genannt, entstand 1871 durch die Familie Hoesch aus der Eifel ein weiteres Eisen- und Stahlwerk im damals noch unerschlossenen Nordosten von Dortmund. Die Westfalenhütte war geboren. Mit der Übernahme durch den Thyssen-Krupp-Konzern 1991 verschwand der Name Hoesch, der die Region so stark geprägt hatte und für Beschäftigung sorgte. Die Westfalenhütte besitzt heute nur noch kleine Kernräume der Stahlbearbeitung und bildet darüber hinaus die zurzeit größte industrielle Brachfläche auf dem europäischen Kontinent. Für die Zukunft ist an dieser Stelle der Aufbau eines Logistikparks geplant.

Im ehemaligen Portierhaus der Westfalenhütte am Eingang 1 direkt neben der 1914 errichteten Hauptverwaltung befindet sich heute ein kleines Museum. Es gilt als Geheimtipp und wurde erst 2005 nach etwa neunjähriger Schließungszeit in Folge der Übernahme des Hoesch-Konzerns durch Thyssen-Krupp neu eröffnet, was vor allem durch das Engagement und Ehrenamt von Privatleuten, ehemaligen Hoeschianern, dem dazu neu gegründeten Trägerverein "Freunde des Hoesch-Museums" sowie dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund ermöglicht wurde.

Das Hoesch-Museum befasst sich mit der allgemeinen Thematik von Erz, Eisen und Stahl und deren Produktion, mit der Geschichte des Hoesch-Konzerns und der Westfalenhütte sowie dem Stahlstandort Dortmund. Ebenerdig werden in dem historischen und überschaubaren Gebäude, das ebenfalls aus den Jahren 1912 bis 1914 stammt, acht Schwerpunkte anhand von Texten, aber vor allem auch durch Bilder, Ausstellungsstücke und Multimedia anschaulich präsentiert und nähergebracht. Die Gebiete sind »Gebäude erzählen«, »Frühe Gründungen«, »Ein Konzern entsteht«, »Arbeit auf der Hütte«, »Hoeschianer«, »Stahl - Produkte - Handel«, »Vom Erz zum Stahl« und »Phoenix aus der Asche«. Ein Glanzpunkt für das Museum, das so einige unkonventionelle oder ungewöhnliche Multimedia-Präsentationen besitzt, ist das virtuelle Stahlwerk. In einem interaktiven 3D-Film wird u.a. die Arbeit in einem Stahlwerk vollanimiert mit authentischer Geräuschkulisse dargestellt - und ein Besucher steuert den Förderkran mit dem Industrie-Joystick (Meisterschalter). Für den dreidimensionalen Eindruck sind in diesem kleinen Kinoraum zur Verfügung gestellte Schutzhelme mit eingebauten Anaglyphenbrillen zu tragen.

Es sollte nicht das Ziel dieses Artikels sein, Exponate aus dem Museum virtuell zu zeigen und damit einen persönlichen Besuch zu ersparen. Daher werden aus dem eigentlichen Museum vergleichsweise wenige Aufnahmen gezeigt - zum Appetit anregen.

Hoesch-Museum in Dortmund

Eingang I zur Westfalenhütte, heutiges Hoesch-Museum

Stele Hoesch Museum

Thematisch passende Willkommensstele am Eingang

Im Hoesch-Museum

Das Museum zeigt in hellen Räumen Exponate zum Betrachten...

 

Hoesch-Museum

... und auch mal zum anfassen, streng geordnet nach Thema

 

Pförtnerloge im Hoesch-Museum

Pförtnerloge im alten Portierhaus I von 1914 - heute Kasse und Andenkenladen. Links ein Schnittmodell des Porsche 911 Carrera 2

Stahlwerk Modell

Miniaturmodell eines Stahlwerks

Ausstellung im Hoesch-Museum

»Vom Erz zum Stahl«: zum Schauen, Anfassen und Zuhören

Portierhaus im Hoesch-Museum

Portierhaus Haupteingang

Wok

Der vergessene Wok auf der Phoenix-Ost-Baustelle

Fazit und Tipp des Webmasters: Das Hoesch-Museum bietet in einer schönen Atmosphäre einen guten Einblick in die Stahlverarbeitung im Dortmunder Raum und ist für einen kurzfristigen Besuch interessant und geeignet. Nicht weit entfernt befinden sich das Brauereimuseum und Museum für Naturkunde. Alle im Raum Dortmund vorgestellten Ziele sind gut erreichbar.

 

Informationen zum Besuch des Hoesch-Museums:

Geöffnet ist das Museum ganzjährig Di-Mi 13.00-17.00 Uhr, Do 09.00-17.00 Uhr, So 10.00-17.00 Uhr. An Montagen, Samstagen und auch an Feiertagen (auch, wenn sie auf einen Sonntag fallen) sowie zwischen Weihnachten und Neujahr ist das Museum geschlossen!

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Vereinsmitglieder haben freien Eintritt. An Sonntagen wird um 14.30 eine Führung angeboten, für die Extrakosten fällig sind.

Im Museum befinden sich sanitäre Anlagen. Fotografieren war beim eigenen Besuch kein Problem.

Anreise mit dem Auto: Von der ausgebauten B1 als Verbindung zwischen der A40 und A44 auf die B236 Richtung Lünen / Schüren fahren und den Tunnel Wambel durchqueren. An der ersten Ausfahrt hinter dem Tunnel geradeaus, dann aber die nächste Richtung Borsigplatz abfahren. Folgen Sie der Beschilderung zum Borsigplatz. Im Borsigplatz die zweite Ausfahrt rechts nehmen und den Straßenbahnschienen bis zur Endstation vor dem Firmentor folgen. Vor diesem der Beschilderung zum Hoesch-Museum folgend links in die Toreinfahrt fahren, durch den kleinen Kreisverkehr und dann parken. Das Hoesch- Museum befindet sich schräg rechts im weißen Gebäude.

Es ist zu beachten, dass auf diesem Wege die kurze Umweltzone "Brackeler Straße" durchfahren wird, die derzeit für Fahrzeuge mit roter Feinstaubplakette oder ohne Plakette nicht freigegeben ist! Weiterhin ist zu beachten, dass der Borsigplatz KEIN Kreisverkehr, sondern ein Richtungsverkehr ist, was häufig zu Missverständnissen führt.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Eberhardstraße 12 in 44145 Dortmund

Geographische Koordinaten: 51°31'46.54"N, 7°28'51.63"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 394633 m, ,5709814 m

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hauptbahnhof mit allen U-Bahnen Richtung Hacheney, Aplerbeck, Hörde oder Westfalenhallen eine Station bis "Kampstraße" fahren - alternativ vom Haupteingang des Bahnhofs zu Fuß über den Wall, geradeaus die Freitreppe hoch und auf der Kampstraße links halten Richtung U-Bahn. Von der Kampstraße mit der U44 Richtung Westfalenhütte bis zur Endstation. Dort zu Fuß wenige Meter der Beschilderung zum Hoesch-Museum folgen. Für die Strecke von der Kampstraße zur Westfalenhütte gilt die Preisstufe A (2,30 Euro).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Kein Themaradweg führt zum Museum oder daran vorbei. In etwa zwei Kilometern Entfernung beginnt die Rad-Route am Dortmund-Ems-Kanal Richtung Emden.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Museum dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt es im Planquadrat D4. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Der Inhalt der Seite entstammt eigenen Besuchen im Hoesch-Museum und den damit verbundenen Eindrücken und vermittelten Informationen. Ferner benutzt wurden der Flyer "Stahlzeit in Dortmund", der im Museum ausliegt und als Orientierungshilfe dient, und das Buch von Keuthen, P.: Hoesch in Dortmund. Mehr als nur ein Name für Stahl. Dortmund 2004. Internetlexika wurden nicht verwendet.

Folgende Webseiten beschäftigen sich mit dem Hoesch-Museum:

Offizielle Webseite des Hoesch-Museums: www.dortmund.de
Route der Industriekultur zum Museum: www.route-industriekultur.de
Förderverein Freunde des Hoesch-Museums:

www.dortmund.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 04 / 2016
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr