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Hengsteysee und Hohensyburg

Hengsteysee • Kaiser-Wilhelm-DenkmalRuine Hohensyburg • Syburger Bergbauweg

Im Dortmunder Ortsteil Syburg befinden sich mit der Burgruine, dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal und nicht zuletzt dem Spielcasino Hohensyburg gleich mehrere Ausflugsziele auf kleinster Fläche. Sie liegen hoch über dem Hengsteysee, einem 1929 eröffneten Ruhrstausee, der beliebt ist zum Wandern und zum Tretboot- oder Ruderbootfahren genutzt wird.

 

Hengsteysee

Freizeitspaß am "Pärdeklötentümpel" – Ein Binnensee mit Tidenhub und einem versunkenen Schloss

Der Hengsteysee ist der älteste der sechs Ruhrstauseen, die die Ruhr auf ihrem Weg von der Quelle bis zur Mündung passiert. An ihn grenzen die Städte Hagen, Dortmund und Herdecke. Sein Stauwehr, etwas kläglich für die Bezeichnung »Talsperre«, steht unweit der Ortschaft Hagen-Hengstey, nach der er auch benannt ist. Eröffnet wurde der See im Jahre 1929. Er diente seinerzeit bis noch heute der Reinigung des Flusswassers und dabei insbesondere zur Sedimentation, also der Ablagerung mitgeführten Schlamms und Gerölls vor allem aus der Lenne, die direkt am See unter der Eisenbahnbrücke mit der Ruhr zusammenfließt. Der See überflutet seitdem ehemalige Weide- und Wiesenflächen und dabei u.a. die Liegenschaften des einstmaligen Schlosses Niedernhofen, dessen Grundmauern heute noch im Seeboden stehen (und die zum Teil sogar im Luftbild zu erahnen sind). Die einstige Lage der Ruhr, die sich im äußersten Norden des heutigen Sees entlang des sogenannten Ruhrsteilhangs bewegte, lässt sich noch heute schön anhand der Lage der Grenze zwischen der Stadt Hagen, der Stadt Herdecke bzw. dem Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt Dortmund in Karten nachvollziehen. Die Grenze verläuft historisch bedingt nicht durch die Mitte des Sees, sondern etwa durch die Mitte des ursprünglichen Flusses. Eines der letzten wenigen offensichtlichen Indizien darauf ist der Mäuseturm, der auf der sogenannten Hengsteyseeinsel unweit der Funkenburg den südlichen Brückenturm einer Fußgängerbrücke darstellt, die hier einmal die Ruhr überquert hat. Nur zwischen diesem Turm und heutigem Ufer verlief früher die schmale Ruhr.

In der folgenden Abbildung ist der historische Verlauf der Ruhr im Tal von Bathey und Hengstey auf einer Karte der Preußischen Uraufnahme aus den 1830er Jahren zu sehen. Zur Orientierung ist der heutige Seeverlauf in rot darauf projiziert. Begrenzt wird der See jeweils durch das Wehr und die Eisenbahnbrücke über der Lennemündung:

Historische Karte Hengsteysee

Aufmerksame Besucher können hier und am im Unterlauf anschließenden Harkortsee im Tagesgang einen Tidenhub feststellen. Dabei steigt und sinkt der Wasserpegel des Sees im Tagesverlauf zu bestimmten Zeiten um bis zu einen Meter. Dabei hat aber wie so oft im Ruhrgebiet kein natürlicher Einfluss seine Ursache, wie es beispielsweise an der Küste durch den Mond zu Ebbe und Flut kommt, sondern der Mensch. Der Hengsteysee ist praktisch das Unterbecken eines Pumpspeicherkraftwerkes, das sich von der Seeperspektive nur durch die Gebäude und am Hang verlaufende dicke Rohre des Koepchenwerkes äußert. Oben auf dem Berg ist ein zweiter Speichersee verborgen, von dem bei Zeiten größeren Energiebedarfs Wasser zur Energiegewinnung talabwärts durch die Turbinen in den See gestürzt wird – aus der kinetischen Energie wird elektrischer Strom gewonnen. Ist Strom im Überfluss vorhanden, z.B. nachts, wird das Wasser in den Obersee gepumpt, um dort als stille Reserve bis zur nächsten Verbrauchsspitze im Stromnetz sofort zur Verfügung zu stehen. Und so kommt es zu am Ufer deutlich sichtbaren Pegelschwankungen, die in gewisser Regelmäßigkeit auftreten und sich durch den verringerten oder vermehrten Abfluss auch auf den Harkortsee im Unterlauf auswirken.

Neben dem wasserwirtschaftlichen Zweck spielt insbesondere die Naherholung eine große Rolle, weshalb der Hengsteysee jüngst bei einer Umfrage des WDR als eine der zehn beliebtesten Talsperren im Land benannt wurde. Direkt am See verläuft der RuhrtalRadweg von der Quelle der Ruhr bei Winterberg bis zur Mündung in den Rhein in Duisburg entlang. Er führt am Nordufer auf einem asphaltierten Weg, den auch Wanderer gut nutzen können. Oberhalb des Sees läuft man auf dem WestfalenWanderWeg von Hattingen nach Altenbeken. Freizeitmöglichkeiten bietet auch der See selbst. Beliebt ist im Sommerhalbjahr das Ausleihen von Ruder- oder Tretbooten, mit denen man flussaufwärts zur Eisenbahnbrücke oder auf den See fahren kann. Die Ausleihe befindet sich unmittelbar an der Straßenbrücke auf der Halbinsel. Unweit der Eisenbahnbrücke passiert man häufig Angler, die in ihren wasserdichten Hosen mit ihren Angelgeräten meist mitten in der Ruhr stehen. Baden im See ist allerdings keine gute Idee und kann aufgrund der Wasserqualität zu gesundheitlichen Problemen führen.

RuhrtalRadweg am Nordufer des Hengsteysees

Segelboote auf dem See

Brückenturm an der Funkenburg
Zwischen ihm und Anlegesteg nur verlief früher die Ruhr

Rad- und Wanderweg am Nordufer Richtung Koepchenwerk

Schattiger Aussichtspunkt auf dem Ruhrsteilhang am WestfalenWanderWeg hoch über dem Hengsteysee

Serpentinenstrecke von Hagen nach Syburg

Hengsteysee mit bebauter Halbinsel

Zulauf von Ruhr und Lenne in den Hengsteysee

Bank mit Blick auf das Koepchenwerk

Anreise zum See mit dem Auto: Auf der A1 bis zur Ausfahrt 87 Hagen Nord. Aus Richtung Münster links, aus Richtung Wuppertal rechts abbiegen auf die Dortmunder Straße Richtung Dortmund. Nach einem Kilometer geht es um zwei scharfe Kurven, erst rechts, dann links. Hinter der Brücke an der zweiten Kurve befindet sich ein erster Parkplatz am Südufer des Sees, der auch beliebter Biker-Treff (für Motorradfahrer) ist. Hinter der Seebrücke liegt für Wanderungen geeigneter ein weiterer Parkplatz unter der großen Serpentinenbrücke. Er ist allerdings erfahrungsgemäß bei gutem Wetter rasch voll.

Von hier aus führt der Rad- und Wanderweg am Nordufer entlang oder der Wanderweg auf den Ruhrsteilhang zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal bzw. zur Burgruine und zum Casino.

Zieleingabe ins Navigationssystem:
Dortmunder Straße, Krzg. Batheyer Straße in 58099 Hagen oder
Hengsteystraße in 44265 Dortmund

Geographische Koordinaten:
51°23'59.70"N, 7°27'04.11"E – Brücke am Stauwehr
51°25'06.49"N, 7°28'41.89"E – Serpentinenstrecke
51°24'40.79"N, 7°27'15.59"E – Koepchenwerk
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
392257 m, 5695436 m – Brücke am Stauwehr
394189
m, 5697460 m – Serpentinenstrecke

392505 m, 5696701 m – Koepchenwerk

Anreise mit Bus und Bahn: Von Hagen Hauptbahnhof mit dem Bus der Linie 544 Richtung Spielbank Hohensyburg bis Hengsteysee (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Kabeler Straße). Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Die Bushaltestelle befindet sich am Südufer der Straßenbrücke.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der RuhrtalRadweg Winterberg-Duisburg führt beschildert direkt am Nordufer des Hengsteysees vorbei. Neben einem dichten Netz regionaler Wanderwege verläuft der Fernwanderweg WestfalenWanderWeg XW von Hattingen nach Altenbeken über den Ruhrsteilhang oberhalb des Sees und am Casino und der Ruine vorbei.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der See eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat F4, im Wander-Leporello WestfalenWanderWeg im für Wanderungen um den See idealen Maßstab 1:35.000 auf der Seite 4. Im Rad-Leporello RuhrtalRadweg im Maßstab 1:50.000 befindet sich der See auf den Kacheln 10 und 11.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Westfalen WanderWeg  

Ruine Hohensyburg

Überreste mittelalterlicher Burganlagen über der Ruhr

Vermutlich aus dem frühen Mittelalter stammen die teilweise heute noch im Gelände sichtbaren Überreste der ersten Wallburg auf dem Syberg, die sogenannte Sächsische Siggiburg. Im Bereich der im Jahr 775 n. Chr. durch Karl den Großen eroberten Burg entstand vermutlich im frühen 12. Jahrhundert der steinerne Nachfolger, dessen Ruinen heute noch sichtbar sind. Eine wesentliche Aufgabe der Hohensyburg war die Sicherung des Ruhrübergangs bei Westhofen. Im 13. Jhd. wurde die Burg durch Graf Engelbert III. von der Mark zerstört und größtenteils wieder aufgebaut. Die Nutzung der Anlage reicht bis ins 17. Jahrhundert, gefolgt von ihrem zunehmenden Verfall. Das ursprünglich mehrstöckige ca. 20 × 10 Meter dimensionierte Palas-Gebäude aus Ruhrsandstein mit seinem quadratischen Treppenturm wurde an den nicht zum Berghang zugewandten Seiten durch eine etwa 90 Zentimeter starke Mauer geschützt, die zwei Türme besaß. Erhalten sind heute vor allem die Grundmauern des Palas und Teile der Außenmauer sowie die Stümpfe der Türme. Somit lässt sich die Burg vor Ort gedanklich zu einer kleinen, stolzen Höhenburg rekonstruieren. Sämtliche Räume der Burg lassen sich frei besichtigen und sind durch Wege erschlossen. Im größten Raum des Palas befindet sich das 1930 erstellte und ebenfalls aus Ruhrsandstein bestehende Kriegerdenkmal von Prof. Friedrich Bagdon mit drei Gedenktafeln zu den gefallenen Syburger Bewohnern in drei Kriegen.

Direkt neben der Burgruine erhebt sich stolz der schlanke Vincke-Turm in die Höhe. Er wurde im Jahr 1857 zu Ehren des ersten Oberpräsidenten der neuen Provinz Westfalen Friedrich Ludwig Freiherr von Vincke (1774–1844) errichtet. Der als Aussichtsturm konzipierte Bau weist neogotische Stilelemente auf (z.B. Spitzbogenfenster) und ist etwa 20 Meter hoch. Neben dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal (→ siehe Abschnitt 2) ist der zwischen den Bäumen hoch hervorstechende Turm auch vom Tal und aus der Entfernung gut zu identifizieren.

Vom südlichen Teil der Burg bietet sich ein weiter Blick über das Ruhrtal. Von hier aus lassen sich die Autobahnbrücke mit dem immerwährenden Verkehr auf der A1 sowie die Bahnbrücke über dem Zusammenfluss von Ruhr und Lenne mit durchaus starkem Eisenbahnbetrieb mit Regional-, Güter- und ICE-Zügen beobachten.

Hinweis: Informationen zur Anreise finden sich ganz unten!

Burgruine: Blick durch das Palasgebäude auf den Vincketurm

Kriegerdenkmal im größten Raum des Palas mit Gedenktafeln

Reste des Palasgebäudes mit Treppen- und Vincketurm

Neugotischer Vincketurm

Mauern von Palas und Treppenturm

Gefallenendenkmal von 1930 und Mauerreste der Steinburg


Geographische Koordinaten:
51°25'11.97"N, 7°29'13.59"E – Ruine Hohensyburg
51°25'15.02"N, 7°29'18.36"E – Casino
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
394804 m, 5697617 m – Ruine Hohensyburg
394899 m, 5697709 m – Casino


 

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Hoch zu Ross und weithin sichtbar

Nur wenige Schritte von der Syburg entfernt steht das weithin sichtbare Denkmal zu Ehren des Kaisers Wilhelm I (1797 - 1888; Kaiser von 1871 - 1888). Es stellt sich heute als monumentaler Steinklotz mit einem Reiterstandbild des Kaisers dar, flankiert von Standbildern des preußischen Reichskanzlers Otto Graf von Bismarck und des preußischen Generalfeldmarschalls Graf von Moltke. Das Denkmal steht auf einer begehbaren Empore. Der Platz darunter hat die Form und die Bauweise einer kleinen Festung und verstärkt den monumentalen Eindruck von der Ferne. Insbesondere bei der Vorbeifahrt mit dem Zug auf der Oberen Ruhrtalbahn oder mit dem Auto auf der Autobahn A1 lässt sich das Denkmal am Syberg gut ausmachen.

Das Kaiserdenkmal wurde im Jahre 1902 enthüllt und hatte zu dieser Zeit ein deutlich anderes Erscheinungsbild als heute. Neben Verschnörkelungen, die auf historischen Ansichtskarten durchaus ansprechend erscheinen, besaß es ursprünglich zwei weitere Standbilder der Prinzen Friedrich Wilhelm und Friedrich Karl jeweils rechts und links vom Kaiser vor eigenen kleinen Türmchen. Im Jahre 1935 erfolgte durch die Nationalsozialisten ein Um- und Rückbau zu der in der Zeit modernen und heutigen Form – sieht man von den nach dem Krieg entfernten Symbolen des dritten Reiches ab. Dabei verschwanden auch die Standbilder der beiden Prinzen rechts und links.

Wie die Burgruine ist auch das Denkmal frei zugänglich. Der große Platz darunter bietet einen ausgezeichneten Ausblick über das Hagener Ruhrtal mit dem Zusammenfluss von Ruhr und Lenne, den zu Füßen liegenden Hengsteysee mit dem Pumpspeicherkraftwerk sowie die Industrievororte und Teile der Innenstadt von Hagen. Freizeitboote auf dem See lassen sich ebenso verfolgen wie Züge, die die Ruhrbrücke direkt am Zusammenlauf der Flüsse überqueren und dabei für einiges Getöse sorgen.

Hinweis: Informationen zur Anreise finden sich ganz unten!

Kaiser-Wilhelm-Denkmal Hohensyburg

Platz unter dem Denkmal mit zitadellenartiger Befestigung

Reiterstandbild des Kaisers, rechts davon Graf von Bismarck

Kaiser Wilhelm I

Aussichtsplattform hoch über dem Ruhrtal am Hengsteysee

 

Pumpspeicherkraftwerk »Koepchenwerk« der RWE am See

Zusammenfluss von Ruhr und Lenne und nördliches Sauerland

Das Denkmal und die Burgruine sind Tag und Nacht frei zugänglich. Die nächstgelegenen gastronomischen und sanitären Einrichtungen befinden sich mit einigen (auch Garten-) Restaurants und Cafés im Ort Syburg sowie im nahegelegenen Casino. Sie sind bequem fußläufig erreichbar.

Geographische Koordinaten: 51°25'11.60"N, 7°28'57.42"E – Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 394492 m, 5697612 m – Kaiser-Wilhelm-Denkmal

 

Syburger Bergbauweg

Bergauf, bergab und vielleicht auch bergein

Direkt vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal aus führt ein Pfad durch das Gebüsch und endet nach einigen Metern auf einem ganz besonderen Lehrpfad über bergbauhistorisch interessante Anlagen und Techniken – dem Syburger Bergbauweg. Der Bergbau-Rundwanderweg hat eine Länge von nur etwa zwei Kilometern. Doch was nach einer einfachen Tour klingt, wird zu einer Berg- und Talstrecke auf dem Ruhrsteilhang. Innerhalb eines Kilometers begibt man sich vom höchsten Punkt am Denkmal auf 235 Metern über dem Meeresspiegel etwa 123 Meter Bergbauweg Syburgbergab und anschließend direkt wieder bergauf zum Ausgangspunkt. Dabei verläuft der 1992 eröffnete Weg mit der Kennzeichnung A1 (auch mit Schlägel und Eisen markiert) sehr reizvoll als Waldweg und erschließt im geringen Abstand interessante Stationen des aktiven Bergbaus, von sehr schön restaurierten Stolleneingängen über Schachtpingen bis hin zu einem Steinbruch reicht das abwechslungsreiche Spektrum am Wegesrand. Zahlreiche Schilder erläutern die jeweiligen Objekte. Belohnt wird die Mühe mit einigen schönen Ausblicken auf den Hengsteysee, denn zum Ufer geht es immer noch ein ganzes Stück bergab. Ein Aussichtspunkt führt auch zum Beckerschen Feld, einer Ansammlung von Pingen und eingestürzten Schächten und Stollen.

Immer wieder stößt man während der Wanderung auf Stollen oder Schächte der Zeche Graf Wittekind. Dabei handelt es sich um ein 1997 eröffnetes Besucherbergwerk. Es unterscheidet sich allerdings weitgehend von den meisten anderen Besucherbergwerken, als dass man hier tatsächlich gebückt oder kriechend in engen Stollen vorwärts kriechen muss und die schwere Arbeit unter Tage hautnah gefühlt und miterlebt wird. Seit 1986 werden die alten Stollen gepflegt und verschüttete Bereiche aus alter Zeit wieder freigelegt. Die Anmeldung für eine Teilnahme an einer Führung nimmt der bergbauhistorische Verein (siehe unten) entgegen.

Syburger Bergbauweg

Serpentinen vom Denkmal ins Tal

Syburger Bergbauweg

Einer der Stolleneingänge am Bergbauweg: Stollen Nr. 2

Syburger Bergbauweg

Stollen Nr. 3

Syburger Bergbauweg

Ein ehemaliger Schacht, heute Einsturztrichter

Syburger Bergbauweg

Förderstollen Zeche Graf Wittekind

Syburger Bergbauweg

Steinbruch am Wegesrand

Anreise nach Hohensyburg (Denkmal, Bergbauwanderweg, Ruine) mit dem Auto: Auf der Autobahn A1 bis zur Ausfahrt 87 Hagen-Nord, Hohenlimburg, Iserlohn, DO-Hohensyburg. Aus Richtung Wuppertal rechts, aus Richtung Dortmund links abbiegen auf die Dortmunder Straße Richtung Hohensyburg. Dem Straßenverlauf über den Hengsteysee folgen und die Serpentinenstrecke durchfahren. An der Ampel ganz oben rechts auf die Hohensyburgstraße.

Kostenlose Parkplätze befinden sich hier am Straßenrand. Dafür muss der ein oder andere Meter gelaufen werden. Kostenpflichtige Parkplätze, die abhängig von der Tageszeit mehr oder weniger teuer oder gar kostenlos sein können (grundsätzlich gilt: je später am Tage, desto teurer), befinden sich am Spielcasino. Von hier aus werden Ruine und Denkmal auf kürzestem Wege erreicht. Folgen Sie von der Hohensyburgstraße dazu der braunen Beschilderung »Hohensyburg« – die Straße heißt ebenfalls Hohensyburgstraße, während der Hauptstraßenverlauf in die Westhofener Straße übergeht.

Denkmal und Burg sind über eine parkähnliche Anlage mit Wegen miteinander verbunden. Sämtliche Straßen in diesem Gebiet und auch ein Zugang zum Denkmal werden in Google StreetView dargestellt.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Hohensyburgstraße in 44265 Dortmund

Geographische Koordinaten: 51°25'11.60"N, 7°28'57.42"E – Startpunkt Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 394492 m, 5697612 m – Startpunkt Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Anreise mit Bus und Bahn: Hohensyburg ist nur mäßig durch Busse aus Richtung Dortmund erreichbar. Vereinzelt fahren Busse der Linien 444 direkt vom Dortmunder Hauptbahnhof zum Casino. Alternativ mit dem RE 57 (Richtung Bestwig / Winterberg), der RB 53 (Richtung Iserlohn / Schwerte) oder RB 59 (Richtung Soest) bis Dortmund-Hörde. Dort umsteigen in den Bus der Linie 442 Richtung Syburg bis Syburg. Dort der Beschilderung zum Casino folgen, davor rechts halten Richtung Ruine, Denkmal und Bergbauwanderweg.

Quellen und weitere Informationen:

Route der Industriekultur (Denkmal): www.route-industriekultur.de
Informationen zu den Zielen des Artikels: www.syburg.de
Informationen zur Ruine Hohensyburg: www.geschichte.fb15.uni-dortmund.de
Bergbauhistorischer Verein: www.bergbauhistorischer-verein.de
Syburger Bergbauweg mit Karte: www.ruhrkohlenrevier.de
Industriekultur im Ruhrgebiet Auf der Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden alte Zechen und Industrieanlagen, Landschaft & Natur, Museen oder technische Besonderheiten ebenso wie Halden im Ruhrgebiet und Landmarken. Bitte auf das Schild klicken.


Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr