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Zeche Zollverein III / VII / X – Phänomania Erfahrungsfeld

Wenige Kilometer östlich der großen Hauptschachtanlage der Zeche Zollverein mit dem berühmten Doppelbock, dem Ruhr-Museum in der Kohlenwäsche und der Kokerei befindet sich die Schachtanlage III / VII / X im Stadtteil Katernberg. Die Förderung über den dritten Schacht begann 1882. Schacht VII war ein Wetterschacht. Das heute sichtbare Fördergerüst steht über dem 1913 entstandenen Schacht X und ist Denkmal und Aussichtspunkt zugleich. Direkt am Radweg auf der Zollverein-Trasse gelegen, ist der Turm Treffpunkt und Rastplatz.

Im verbliebenen Maschinengebäude der Schachtanlage befindet sich die Ausstellung Phänomania Erfahrungsfeld, ein ganz besonderes Museum zum Anfassen und Ausprobieren, was vor allem für Kinder und Familien eine besonders schöne und lehrreiche Einrichtung ist. Hier kann an zahlreichen Stationen mit Sinnen und Phänomenen experimentiert werden. Diese Stationen sind inmitten der historischen Fördermaschinen und Kräne aufgebaut. So führt beispielsweise ein Barfußpfad über verschiedene Untergründe um eine große Anlage. Im Obergeschoss kann man sich dem Tast- und Geruchssinn widmen. Dort lassen sich in Gefäßen Gegenstände ertasten und am Riechbaum verschiedene Düfte und Gerüche wahrnehmen. Weitere Themenfelder sind Bewegung, Licht, Optik und Klänge. So kann im Keller je ein Licht- und ein Klangraum besucht werden, wobei in letzterem mithilfe verschiedener Gegenstände Geräusche erzeugt werden können. Besonders beeindruckend für den Autor dieses Berichts waren die großen Pendel und ein wassergefüllter Plexiglaszylinder, in dem mithilfe einer Kurbel, einem Ventilator und ein bisschen Kraft ein großer Strudel erzeugt werden kann. Ob Wasser-Tornado, Summstein, Klangschale, Strömungspendel, Wasserprisma, Spiralscheibe, Meditationsstein oder ein in der Luft stehende Fahrradreifen – jeder Besucher wird ein Experiment entdecken, das ihn besonders fasziniert.

Bei schönem Wetter können einige der Experimente aus der Maschinenhalle im Außengelände wiederholt werden. In einem kleinen Garten befinden sich beispielsweise Summsteine, ein Barfußpfad, Pendel, Schaukeln oder eine Doppelhelix sowie einige Spielgeräte.

Die Fotos zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Ausstellung und sollen einen Appetitanreger für einen eigenen Besuch vor Ort darstellen.

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Eingangsbereich zur Ausstellung mit Café an der Fördermaschine

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Erster Ausstellungsraum mit Barfußpfad, Licht und Farbe

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Wo man nichts sieht, ist fühlen keine Schande: Tastbehältnisse

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Kranbahn im Ausstellungsraum im Obergeschoss

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Knifflige 3D-Puzzlespiele

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Schwingstein im Schatten der Fördermaschine

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Klangkeller für sanfte Töne und lautes Spektakel

Phänomania Erfahrungsfeld auf der Zeche Zollverein in Essen

Duftbaum zum Erkennen verschiedener Gerüche

Höhepunkt im wahrsten Sinne ist der Aufstieg auf den roten Förderturm. Der Schlüssel ist an der Museumskasse auszuleihen. Der Turm stammt aus dem Jahre 1913 und ist vom Bautyp her ein Deutsches Strebengerüst. Die Außentreppe führt bis zur obersten Plattform mit den vier Seilscheiben für den Doppelförderbetrieb, die auch heute noch erhalten sind.

Der Blick in luftiger Höhe reicht weit in die Ferne auf die Hauptschachtanlage der Zeche Zollverein mit dem markanten Doppelbock von Schacht XII, dem "Zollverein-Kubus" mit der Folkwang-Universität der Künste und den Schornsteinen der Kokerei. Am Horizont sind einige der großen Halden in der Umgebung zu erkennen, beispielsweise die Halden Hoheward und Rheinelbe. Der Tetraeder auf der Halde Beckstraße in nördlicher Richtung versteckt sich halb hinter einem Schornstein. Gut zu sehen sind auch der Herkules auf dem Nordsternturm und die höchste Halde im Ruhrgebiet in Scholven. Natürlich lassen sich von oben auch das Treiben auf dem Zollverein-Radweg, die Schlange an der Würstchenbude und der Garten mit den Experimenten im Außengelände beobachten. Für die Schwindelfreien und die, die Aussichtspunkte lieben, ist der Aufstieg ein Muss.

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Förderturm über Schacht X der Zeche Zollverein

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Aussichtsplattform auf der Spitze an den Seilscheiben

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Ausblick über Katernberg nach Gelsenkirchen
In der Mitte Brücke der Zollverein-Trasse (heute Radweg)

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Zu Füßen des Turms liegt die Ausstellung Phänomania
Erfahrungsfeld im Maschinenhaus

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Beste Sicht auf die Hauptförderanlage von Zeche Zollverein mit Schacht XII, dem Ruhr Museum in der Kohlenmischhalle,
dem Zollverein-Kubus der Folkwang-Universität sowie Kühlturm und Schornsteine der benachbarten Kokerei

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Förderturm vom Förderturm gesehen

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Blick nach Bottrop mit hinterm Schornstein verdecktem Tetraeder

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Pförtnerhäuser und Protegohaube auf dem Nachbarschacht

Förderturm der Zeche Zollverein 10 in Essen

Rastplatz und Ausstellungs-Freigelände am Radweg
im Schatten des Förderturms

Fazit und Tipp des Webmasters: Vor allem für Kinder, aber auch Technikbegeisterte und solche, die gerne an kleinen Experimenten tüfteln, ist die Ausstellung nicht zuletzt durch die Authentizität der Maschinenhalle sehr lohnenswert. Das Personal fiel durch besondere Freundlichkeit und Hilfestellung auf. Trotz der vergleichsweisen Kleinräumigkeit der Maschinenhalle kann man sich gut und gerne zwei Stunden darin aufhalten. In der Nähe befindet sich die Hauptschachtanlage der Zeche Zollverein. Reizvoll ist die Kombination des Besuchs mit einer ausgiebigen Radtour auf alten Bahntrassen von der Erzbahntrasse über die Zollvereintrasse bis hin zum Nordsternpark. Dabei kann der Ausstellungsbesuch und das Erklimmen des Förderturms als Etappenziel eingeplant werden.

 

Informationen zum Besuch von Phänomania Erfahrungsfeld:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Die Ausstellung Phänomania Erfahrungsfeld ist täglich geöffnet, von Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr sowie Sa, So und an Feiertagen von 10.00-18.00 Uhr. Weihnachten, Silvester und Neujahr ist üblicherweise geschlossen.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Das Freigelände ist mit den normalen Eintrittskarten ohne weiteren Aufpreis zugänglich und bietet die Möglichkeit, bei entsprechendem Wetter einige Experimente aus dem Innenraum im Freien zu wiederholen oder neue durchzuführen.

Zum Besteigen des Förderturms (nur über Treppen) lässt sich gegen Pfand und eine geringe Gebühr der Schlüssel für die Tür ausleihen.
Aufgrund der zahlreichen Treppen ist die Anlage nur im Außengelände barrierefrei nutzbar. Der Turm ist nur über Treppen zu besteigen.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 27 Essen-Kray. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Duisburg links abbiegen auf die Krayer Straße. Kurz darauf links abbiegen in die Joachimstraße und an der T-Kreuzung links der Straße weiter folgen. Rechts halten und rechts auf die Brücke abbiegen. Nach 2,5 Kilometern, nun auf der Huestraße, im Dreieck erst geradeaus und dann links in die Dornbuschhegge (so heißt die Straße) und sofort rechts in die Straße Am Handwerkerpark. Durch das Tor fahren und links auf dem kostenlosen Parkplatz parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Am Handwerkerpark 8-10 in 45309 Essen

Geographische Koordinaten: 51°29'21.48"N, 7° 3'50.69"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 365596 m, 5706016 m

Anreise mit Bus und Bahn: In der Nähe der Ausstellung Phänomania befindet sich die Bushaltestelle Huestraße. Diese wird von einigen Buslinien angefahren, z.B. 154 vom Essener Hauptbahnhof, 183 vom Bahnhof Altenessen oder 348 von Gelsenkirchen Hauptbahnhof.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Direkt an der Zeche verläuft der Bahntrassenradweg auf der Zollverein-Trasse. Auf ihm führt der Emscher-Park-Radweg und die Deutsche Fußball-Route NRW. Der Radweg führt bis hin zur Erzbahntrasse. Ebenfalls in der Nähe verlaufen die Radtouren Essen erleben Nord und die NaturRoute. Via Zeche Zollverein ist der Nordsternpark über die Nordsterntrasse angebunden.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Ausstellung markiert. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt sie im Planquadrat C5. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Offizielle Internetseite zur Ausstellung: www.erfahrungsfeld.de
Route der Industriekultur (Schacht III / VII / X):

www.route-industriekultur.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr