Navigation Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Halden im Ruhrgebiet Linktipps Kunst, Landmarken und Aussichtspunkte im Ruhrgebiet Natur und Landschaft im Ruhrgebiet Zechen und Industrie Alte Gemäuer - Burgen und Schlösser Radfahren und Wandern Museen und Ausstellungen im Ruhrgebiet Impressum und Kontakt

Der Revierpark Wischlingen & Naturschutzgebiet Hallerey

Sie sind grüne Lungen in der sonst seinerzeit so industriell geprägten Region zwischen Duisburg und Dortmund. Die fünf Revierparks entstanden in den 1970er Jahren zur Naherholung und für sportliche Aktivitäten der Bevölkerung und bilden im Kern ausgedehnte Grünflächen.

Der Revierpark Wischlingen im gleichnamigen Dortmunder Ortsteil ist etwa 39 Hektar groß und erstreckt sich zwischen der Mallinckrodtstraße und dem Naturschutzgebiet Hallerey mit seinem ausgedehnten Bergsenkungsgewässer. Teilweise auf dem Gelände des alten Hauses Wischlingen gelegen, wechseln sich weite Wiesen und Waldgebiete auf dem Landschaftsschutzgebiet ab. Im Zentrum des Parks befinden sich das große Sole- und Allwetterbad mit Innen- und Außenbecken und die Eissporthalle. Es schließen sich Bolz- und Tennisplätze an. Im Norden liegt der Wischlinger See, der sich mit Ruder- oder Tretbooten befahren lässt, auch ein Minigolfplatz und Kletterwald ist hier zu finden. Am Seeufer sorgt im Sommerhalbjahr ein Biergarten für Strandfeeling. Von einer Halbinsel lässt sich ein großer Teil des Gewässers überblicken, um den ein Weg im Schatten unter Bäumen verläuft, die sich im glatten Wasser schön spiegeln. Über praktisch den ganzen Park zieht sich eine Disk-Golf-Anlage.

Der Besucher findet hier somit vor allem einen grünen, gepflegten Park mit verschiedenen Angeboten für allerlei sportliche Erholung, Spiel und Wellness vor. Blühgärten wie im Westfalenpark oder Rombergpark sind hier weniger vorhanden, aber auch nicht Ziel der Einrichtung.

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Spielplatz und viele Bäume im Revierpark Wischlingen

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Wischlinger See mit Bootsanleger und Strandbar

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Typisch für den Revierpark sind weite Wiesenflächen, Baumbestand und Freizeitanlagen, wie hier ein Sportplatz

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Viel Grün im zur Zeit der Gründung eher schmutzigen Ruhrgebiet

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Sportzone Stern Hallerey

Südlich an den Revierpark Wischlingen schließt sich das 1978 ausgewiesene Naturschutzgebiet Hallerey an. Es hat eine Ausdehnung von etwa 75 Hektar und besteht aus 3 Teilen, die durch Straßen voneinander getrennt sind. Es reicht bis zu den sieben Spitzkegelhalden Dorstfeld an der S-Bahnstrecke im Osten, an die Mallinckrodtstraße als ausgebaute Schnellstraße im Nordosten und bis an die Bahnstrecke Dortmund-Essen im Süden. Den größten Teil bildet der große See, den man auch gut aus dem Zugfenster betrachten kann – einen See, der zum Anfang des 20. Jahrhunderts an dieser Stelle noch nicht bestanden hat.

Die folgende große Grafik, die den beschriebenen See in der Mitte darstellt, ist interaktiv. Per Mausklick oder Fingerberührung können Sie zwischen dem aktuellen Luftbild und einem historischen aus dem Jahre 1952 hin und her wechseln. Dargestellt wird immer derselbe Ausschnitt, sodass sehr gut Vergleiche zwischen früher und heute angestellt werden können.

Die Landschaft, die im 19. Jahrhundert zum Teil noch mit sächlichem Artikel „Das Hallerey“ in historischen Karten eingezeichnet ist, war eine Wiesen- und Weidelandschaft. Quer durch die Hallerey floss der Weustgraben von Südwest nach Nordost. Das Gelände hat sich bedingt durch den untertägigen Bergbau abgesenkt unter den Grundwasserspiegel, weshalb die Landschaft langsam vernässte, zunächst morastig wurde und schließlich eine erste, geschlossene Gewässerfläche bildete. Bereits in Karten aus den 1960er Jahren ist nahe dem Wischlinger Weg eine Wasserfläche eingezeichnet. Der Weustgraben wurde begradigt und verlief als höher gelegter Graben, nunmehr Abwasserkanal wie so viele Bäche im nördlichen Ruhrgebiet, durch die Landschaft und garantierte die Entwässerung. Dennoch entstand auch auf der anderen Bachseite zunächst eine feuchte Niederung. Nach der unterirdischen Kanalisierung des Weustgrabens Mitte der Achtziger entfiel die Entwässerung rapide und der Wasserpegel in der Hallerey stieg erneut an. Etwa seit Anfang der 1990er Jahre sind Südost- und Nordwestteil des Sees eine verbundene, große Wasserfläche und praktisch das größte Bergsenkungsgewässer im Ruhrgebiet. Andere ähnlich entstandene Gewässer sind der Beversee bei Bergkamen, der Radbodsee in Hamm sowie der Lanstroper See, der Leveringhäuser Vogelteich und der Pleckenbrinksee – letztere allesamt in Dortmund.

 Historische Ansichten vom Revierpark Wischlingen und der Hallerey

Der einst durch die Hallerey geführte Weustgraben bildet heute noch eine langgezogene, dammartige Halbinsel mit einem Knick in der Seemitte. Der See beinhaltet tiefere und Flachwasserzonen, Verlandungsbereiche und Feuchtwiesen und ist ein Rückzugsgebiet für viele Wasservögel, darunter Lachmöwen, Haubentaucher oder Kanadagänse, Molche und Kröten sowie zum Teil seltene Schmetterlinge.

Das Naturschutzgebiet Hallerey ist nur eingeschränkt begehbar. Ein etwa 3,2 km langer Weg verläuft unter teilweiser Nutzung von Straßen rings um den See. Während er im Norden von einem Zaun begleitet ist, bietet er insbesondere an einigen Stellen am Südufer gute Ausblicke auf die Vogelwelt – ein mitgebrachtes Fernglas ist hier von Vorteil. Ein Pfad verläuft auf der westlichen Halbinsel bis zum Ufer. Leider stört eine Überlandleitung mitten durch das Gewässer die Idylle ein wenig.

Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Bergsenkungsgewässer im Naturschutzgebiet Hallerery

Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Dicht bewachsenes Ufer mit Röhricht

Biene auf Blüte Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Fazit und Tipp des Webmasters: Auf den Spielplätzen und im Schwimmbad lassen sich im Parkbereich einige Stunden durchaus sportlich oder spielerisch von einer ganzen Familie verbringen. Die Innenstadt von Dortmund ist rasch mit Auto und Bahn zu erreichen. Nicht weit ist es außerdem zum LWL-Industriemuseum auf der Zeche Zollern bei Bövinghausen. Direkt an den Revierpark und die Hallerey grenzen die Sieben Berge von Dorstfeld, die Spitzkegelhalden der Zeche Dorstfeld an. Unweit der Universität befindet sich die DASA Ausstellung Arbeitswelt.

 

Informationen zum Besuch des Revierparks und der Hallerey:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Revierpark ist ständig zugänglich, der Eintritt ist frei. Das NSG Hallerey ist nur eingeschränkt auf Wegen begehbar.

Für Informationen zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten bei den kostenpflichtigen Einrichtungen wie die Eissporthalle oder das Solebad nutzen Sie bitte die offiziellen Internetseiten, die unten angegeben sind.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 44 Dortmund-Barop. Aus Essen links, aus Dortmund rechts abbiegen auf die Dorstfelder Allee. Die Bahn unterqueren und nach ca. 1 km links abbiegen in die Höfkerstraße bis zum Schwimmbad. Hier stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Höfkerstraße 12 in 44149 Dortmund

Geographische Koordinaten:
51°31'08.37"N, 7°24'24.14"E – Solebad im Revierpark
51°31'19.77"N, 7°23'56.27"E – Kapelle Wischlingen
51°30'54.84"N, 7°24'08.18"E – Bergsenkungsgewässer Hallerey
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
389454 m, 5708744 m – Solebad im Revierpark

388924 m, 5709108 m – Kapelle Wischlingen
388924 m, 5709108 m – Bergsenkungsgewässer Hallerey

Tipp: In GoogleEarth lässt sich zum Eindruck der Hallerey vor der Bergsenkung und dem See umstellen auf das Jahr 1943.

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Dortmund-Dorstfeld (Umstieg von der S1 aus Bochum oder S4 aus Unna) oder Essen bzw. Recklinghausen bis Dortmund-Wischlingen. Von den Bahnsteigen rechts auf die Höfkerstraße bis zum Zugang am Schwimmbad.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Emscher-Weg und Emscher-Park-Radweg verlaufen in der Nähe des Revierparks vorbei.

Quellen und Weitere Informationen:

Revierpark Wischlingen: www.wischlingen.de
Route der Industriekultur (Hallerey): www.route-industriekultur.ruhr
Metropole Ruhr (Hallerey):

www.metropoleruhr.de

Industriekultur im Ruhrgebiet Auf der Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden alte Zechen und Industrieanlagen, Landschaft & Natur, Museen oder technische Besonderheiten ebenso wie Halden im Ruhrgebiet und Landmarken. Bitte auf das Schild klicken.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr