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Der Botanische Garten Rombergpark in Dortmund

Von der Rhododendren-Blüte, roten Bächen und einem Taschentuchbaum

Der Rombergpark liegt im Dortmunder Süden zwischen den Ortsteilen Brünninghausen und Hacheney in direkter Nachbarschaft zum Dortmunder Zoo. Sein Vorläufer an diesem Ort ist ein um 1820 rings um das Wasserschloss Brünninghausen angelegter Englischer Garten. Im Jahr 1927 erwarb die Stadt Dortmund einen Teil der Fläche und legte den bereits bestehenden Botanischen Garten im heutigen Klinikviertel nahe der Stadtmitte unter Erhaltung der historischen Baumbestände in diesen neuen Park um. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurden 1944 das Schloss und der Park schwer beschädigt, weshalb von dem Schloss heute nur noch das sanierte Torhaus und der Eiskeller in unmittelbarer Nähe dazu erhalten sind. Ab 1949 wurde die Arbeit im Botanischen Garten wieder aufgenommen. Heute zählt sich der Rombergpark durchaus zu den bekannteren Botanischen Gärten in Deutschland und erfreut sich dank des freien Zugangs besonders bei schönem Wetter vielen Besuchern.

Er beinhaltet heute neben dem Arboretum (arbor lat. = Baum) einen Staudengarten, Kräutergarten, einen Spielplatz und die bekannte im Jahr 1822 gepflanzte Allee aus Linden. Interessierten ist der Rombergpark für einige besondere Gewächse ein Begriff. So zieht die alljährliche bunte Blüte der Rhododendren im Mai – siehe Bilder – neben Insekten auch viele Besucher und Hobbyfotografen an. Ein besonderer Glanzpunkt ist der chinesische Taschentuchbaum (ausgeschildert), dessen Blüten ebenfalls im Frühling wie weiße Papiertaschentücher neben den Blättern vom Baum hängen. Doch auch andere knorrige, verzweigte, wegüberspannende, dünnblättrige, formblättrige, blühende oder immergrüne Büsche und Bäume in Wäldchen, an Wegen oder rings um mehr oder weniger große Wiesen und Lichtungen gehören zur Vielfalt des Botanischen Gartens.

Neben botanischen Kostbarkeiten bietet der Rombergpark als Sehenswürdigkeit vor allem seine »Roten Bäche«, die durch ihre rostrote oder auch in Kinderphantasien blutrote Färbung des Bachbettes eine ungewöhnliche und vielleicht etwas gruselige Attraktion darstellen. Es sind eisenhaltige Zuflüsse des Schondelle-Baches (gesprochen wie geschrieben), der durch den Park und rings um den großen Teich im Norden plätschert. Das Wasser der Zuflüsse ist konstant 13 bis 15°C warm. Im östlichen Talbereich sind dies eisenockerhaltige natürliche Quellen, im westlichen handelt es sich um ebenfalls eisenockerhaltiges Grubenwasser aus der Zeche Glückaufsegen. Diese Quellen sind besondere Attraktionen, die vor allem bei Kindern neugierige Fragen aufwerfen. Entsprechende Informationstafeln erläutern ihre Entstehung und dass das Wasser für die meisten Wasserbewohner wie Fischen eine lebensfeindliche Umgebung darstellt. Neben dem Bach existieren im Norden zwei Teiche. Der größte besitzt eine Insel und stegartige Aussichtsplattformen mit Ruhebänken im Wasser. Hier lassen sich Wasservögel, dicke Fische und sogar Schildkröten beobachten. Ein anderer Teich ist eher morastig. Sumpfzypressen erinnern an die kanadische Wildnis. Hier und dort stehen interaktive Skulpturen, die insbesondere von Kindern zum Spielen genutzt werden können. Ganz im Süden stehen vier Pflanzenschauhäuser, in denen Pflanzen verschiedener Klimazonen betrachtet werden können.

Teich im Rombergpark

Großer Teich im Rombergpark

Torhaus Schloss Brünninghausen

Das Torhaus zum ehemaligen Schloss Brünninghausen

Blühender Rombergpark

Bunt blühender Rombergpark im Frühling

Lindenallee im Rombergpark Dortmund

Prachtvolle Linden-Allee von 1822 im Rombergpark

Sumpfzypressen

Sumpfzypressen an einem Weiher

Rhododendrenblüte im Rombergpark

Rhododendrenblüte

Teichhuhn

Teichhuhn oder Teichralle

Staudengarten Rombergpark

Staudengarten im Rombergpark

gelbe Blumen

Froschperspektive im Staudengarten

Roter Bach im Rombergpark

»Roter Bach« durch eisenhaltiges Wasser

eisenhaltiges Wasser

Gräser am roten Bach

Schildkröte

Schildkröte

Rombergpark See

Insel im großen Teich

Grubenbach Zeche Glückaufsegen

Der rote Gruben-Bach der Zeche Glückaufsegen

Wasservogel

Nilgans

gelbe Blüten

Gelbe Blüte im Wald

Aussichtspunkt im Rombergpark

Bunt blühende Büsche umlagern einen Aussichtspunkt am Hang

Rabe

Aaskrähe wartet auf Futter

Rhododendronblüte

Neue Knospen eines Rhododendron-Strauches

Blüte

 

Rombergpark Wiese

Südteil des Rombergparks mit großen Wiesen

Taschentuchbaum im Rombergpark

Die Form der Blüten gibt ihm den Namen »Taschentuchbaum«

Primel

Primel vor einem der Roten Bäche

orange-weiß

Bunte Farbkombination bei schönstem Frühlingswetter

Café Orchidee im Rombergpark

Café Orchidee an den Pflanzenhäusern im Südwesten

Ginkgo

Ginkgo-Baum unmittelbar am Café

Fazit und Tipp des Webmasters: Nicht nur für Botaniker ist ein Spaziergang im Rombergpark interessant. In ihm lässt sich fantastisch der Wandel der Natur im Jahresverlauf beobachten. So blühen im Mai die Rhododendren in einer unglaublichen Vielfalt, vom Taschentuchbaum fallen Taschentücher herunter und die Bäche plätschern ockerfarben durch Wiesen und Wälder. Im kleinen Radius lässt sich der Besuch kombinieren mit dem Tierpark Dortmund, dem Westfalenpark, dem Hochofenwerk Phoenix-West und dem auf der anderen Seite von Hörde liegenden PHOENIX See. Auch die Halde Gotthelf mit guter Aussicht über Dortmund ist nicht weit entfernt.

 

Informationen zum Besuch im Rombergpark:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Rombergpark ist täglich rund um die Uhr frei und kostenlos zugänglich.

Die Pflanzenschauhäuser sind Sa, So und Feiertags ab 10 Uhr geöffnet bis 16.00 Uhr (01.10.-31.03.) oder 18.00 Uhr (01.04.-30.09.). Der Eintritt zu den Gewächshäusern beträgt 2,50 Euro.

Im Park befinden sich an der Linden-Allee (Spielplatz) und am Café Toiletten. Das Café Orchidee ist neben mobilen Ständen derzeit die einzige Einkehrmöglichkeit im Park, erinnert von der Architektur her an die 60er Jahre und befindet sich im äußersten Südwesten der Anlage.

Fotografieren ist – auch mit Stativ – im Rombergpark kein Problem. Man fällt auch häufig nicht weiter auf, da bei schönem Wetter viele Besucher ihre Kameras mitnehmen. Es ist allerdings zu beachten, dass große Teile des Parks abgeschattet sind und dafür vielleicht etwas Übung mit den Einstellungen der Kamera notwendig ist.

Offizielle Internetseite: www.rombergpark.dortmund.de

Anreise mit dem Auto: Auf der B1 als Verlängerung der A40 aus Richtung Essen und der A44 aus Richtung Kassel in Dortmund bis zur Kreuzung B54 / Dortmund-Zentrum (Achtung: als Zentrum sind mehrere Ausfahrten markiert, aber es gibt nur eine B54!). Der B54 Ruhr-Allee Richtung Hagen folgen bis zur zweiten Ausfahrt, die hinter einer Linkskurve liegt. Rechts auf die Straße Am Rombergpark, dann links auf den großen Parkplatz (im Sommer auch mit Schatten).

Zieleingabe in das Navigationssystem: Am Rombergpark in 44225 Dortmund

Geographische Koordinaten:
51°29'00.24"N, 7°28'04.52"E – Nordeingang
51°28'29.16"N, 7°28'02.99"E – Südeingang am Zoo
51°28'32.85"N, 7°27'54.51"E – Gewächshäuser und Café
51°28'43.63"N, 7°27'52.25"E – Taschentuchbaum
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
393618 m, 5704696 m – Nordeingang

393568 m, 5703736 m – Südeingang am Zoo
393407 m, 5703853 m – Gewächshäuser und Café
393371 m, 5704187 m – Taschentuchbaum

Anreise mit Bus und Bahn: Es gibt zwei Varianten, die je nach Zeit unterschiedlich schnell sind und verschiedene Eingänge ansteuern:

Variante 1: Mit der U-Bahn der Linie U49 vom Dortmunder Hauptbahnhof oder dem Stadtgarten Richtung Hacheney bis Rombergpark. Die U-Bahn fährt werktags und samstags im 10-Minuten-Takt, sonn- und feiertags im Viertelstundentakt. Die Fahrtzeit beträgt etwa zehn Minuten. Mit der U-Bahn wird der Nordeingang erreicht; von der Station sind es in westlicher Richtung ohne Beschilderung keine zwei Minuten bis zum Torhaus.

Variante 2: Mit der RB 52 im Stundentakt von Dortmund Hauptbahnhof Richtung Lüdenscheid bis Dortmund-Tierpark – nördlich vom Bahnsteig, also rechts vom Ausgang, befindet sich eine Unterführung, die direkt in den Rombergpark leitet. Die Fahrtzeit beträgt acht Minuten. Mit der Volmetal-Bahn wird der südwestliche Eingang erreicht.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Emscher-Radweg verläuft nicht weit entfernt am Rombergpark vorbei. Der Jakobsweg von Dortmund in Richtung Wuppertal als Verlängerung der Via Baltica verläuft durch den Rombergpark.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Park dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat E4. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr