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Seseke-Weg – Über Wasser gehen

Unterwegs auf dem Radweg am Fluss von Bönen über Kamen nach Lünen

Das gewaltige Umbauprojekt vom zeitweise missbräuchlichen Abwasserkanal zurück zum natürlichen Fluss ist von der Emscher im Ruhrgebiet inzwischen bekannt. Im östlichen Ruhrgebiet existiert mit der Seseke jedoch noch ein zweites, recht großes Fließgewässersystem, das streckenweise begradigt wurde und ebenfalls als „Köttelbecke“ fungierte. Jahrzehnte später wurde das Sesekeprogramm entwickelt, das die naturnahe Rückgestaltung des Laufs vorsah. Im Gegensatz zum Emscherumbau ist der der Seseke heute bereits so gut wie abgeschlossen.

Seseke in Kamen 2009 (Kanalisiert)

Die Seseke – nicht zu verwechseln mit der kleinen Stadt Geseke bei Paderborn – ist ein etwa 30 Kilometer langer Fluss, der bei Holtum im Bereich der Grenze zwischen dem Kreis Soest und dem Kreis Unna aus mehreren Bächen entsteht. Er verläuft in Ost-West-Richtung vorbei an Bönen, durch Kamen, unterquert den Datteln-Hamm-Kanal und mündet bei Lünen in die Lippe. Zahlreiche Bäche fließen ihrerseits in die Seseke, der größte und vielleicht am ehesten bekannte Nebenfluss ist die Körne aus Dortmund.

Bedingt durch den einsetzenden Bergbau gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es immer häufiger zu Bergsenkungen, die Probleme beim Abfluss des Wassers bereiteten und zu beinahe regelmäßigen Hochwassern führten. Darüber hinaus wurde die Seseke immer mehr zu einem stinkenden und dreckigen Kanal für Haus- und Industrieabwässer. Ab 1913 erfolgten die systematische Begradigung der Seseke mit einer Stein- oder Betonsohle und die Errichtung von Pumpwerken. Wie bei der Emscher verlegte man die Mündung in die Lippe um. Der Paradigmenwechsel erfolgte in den 1980er Jahren, als das Sesekeprogramm vorgestellt wurde. Möglich wurde dies unter anderem durch die Aufgabe der Kohleförderung und das allmähliche Abklingen der Bergsenkungen. Seit 2005 entstanden separate, unterirdische Abwasserkanäle, die fortan das Schmutzwasser den vier neu errichteten Kläranlagen zukommen lassen. Renaturierte Seseke bei OberadenDas kanalisierte Flussbett wurde aufgebrochen und einer naturnahen Umgebung nachempfunden. Dem gesamten Flussverlauf wurde an vielen Stellen viel mehr Platz eingeräumt, die Ufervegetation reicht nun bis an oder in das Wasser. Durch Rückhaltebecken und eine größere Retention ist der Hochwasserschutz gewährleistet. Die gesamten Investitionen betrugen über 500 Mio. Euro.

Ein besonders gutes Bild vom (fast) vollzogenen Sesekeumbau und vom Einsatz der Investitionen kann sich der Radfahrer auf einem Thema-Radweg machen. Als etwa 25 Kilometer langer Regionalradweg verläuft der Seseke-Weg von Bönen-Flierich, nicht weit vom Quellgebiet entfernt, bis zur Mündung in Lünen größtenteils in unmittelbarer Nähe des Wassers. Er ist durchgehend ausgebaut, sehr gut beschildert und bietet regelmäßig Rastmöglichkeiten oder Informationspunkte zu bestimmten Orten, zur Geschichte oder ökologischen Aspekten. Im Jahre 2010 wurde der erste Abschnitt zwischen Kamen und Lünen eröffnet, der östliche Abschnitt bis Bönen-Flierich kam erst 2013 dazu.

Seine einmalige Besonderheit sind die im Abstand weniger Kilometer am Wegesrand zu entdeckenden Installationen der 2010 stattgefundenen Kunstaktion Über Wasser gehen, die sehr gelungen immer mit der Seseke, mit dem Gewässerumbau oder mit dem Thema Wasser zu tun haben. Die heute noch und in Zukunft verbleibenden Werke (einzelne Objekte und Aktionen waren im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 nur temporär zu sehen, manche sind auch erst später dazugekommen) machen die Fahrt äußerst abwechslungsreich und kurzweilig und sorgen so auch bei einer Fahrt mit Kindern für einen Ansporn, immer weiter zu fahren, um das nächste Bauwerk am Wegesrand zu entdecken.

 

Der Seseke-Weg: Beschilderung und Oberflächenbeschaffenheit • Anbindung an das Radverkehrsnetz NRW

In der folgenden Karte ist der Verlauf des vollständigen Seseke-Weges als Magentaband eingezeichnet. Die Gemeindemitte von Bönen wird durch den mit einem lilafarbenen Band markierten Rexebachweg angebunden. Der Startpunkt der Tourempfehlung liegt am Ostpol (Pfeil).

Übersichtskarte Sesekeweg

Der Seseke-Weg wird durch ein grün-weißes Piktogramm markiert. Es ist zum Teil an den Beschilderungen des Radverkehrsnetzes NRW angebracht, die, vor allem an Kreuzungen aufgestellt, auch die Entfernung zum Ziel oder zu den Etappen in Lünen, Kamen oder Bönen angeben. Außerdem sind Sperrpfosten an den Zugängen zum Radweg, die die Einfahrt für Autofahrer verwehren, nicht wie üblich in rot-weiß, sondern einheitlich in grün-weiß gestrichen (siehe Titelfoto ganz oben). Grün ist die Hoffnung, Grün ist auch die Natur und die Auferstehung im Christentum – analog zur Wiedergeburt eines vom Menschen arg malträtierten Gewässers. Passender kann das Corporate Design des Radweges kaum gestaltet sein.

Der höchste Punkt liegt bei ca. 70 Metern über dem Meeresspiegel, der niedrigste bei 47 Metern. Das Gesamtgefälle beträgt sagenhafte 83 Meter, die Steigung 58 Meter. Der Weg ist daher eine Flachlandstrecke mit praktisch den einzigen Steigungen an Brückenrampen oder Deichauffahrten – das Flussgefälle wird kaum wahrgenommen. Die Fahrtzeit beträgt bei sportlicher Fahrweise ca. 1,5 Stunden für eine Richtung. Dann hat man möglicherweise den Temporekord gebrochen, die Schönheit der neuen Landschaft jedoch kaum wahrgenommen. Nimmt man sich etwas Zeit, geht den Radweg gemütlicher an, macht hier und dort an Rastplätzen, in den Innenstädten oder an den später beschriebenen Kunstwerken am Wegesrand eine Pause, ist es ein Leichtes, mindestens die doppelte Zeit für eine Strecke aufzubringen.

Nahezu der gesamte Weg besteht aus einem Radweg üblicher Breite mit einer wassergebundenen Decke. An wenigen Stellen ist er geteert oder gepflastert. In den Stadtbereichen werden teilweise ruhige Nebenstraßen oder gar Fahrradstraßen genutzt (noch einmal mit den Verkehrsregeln in Fahrradstraßen vertraut machen). In Kamen sind bei Abstecher in die Altstadt einige Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung für Fahrradfahrer beschildert freigegeben. Manch eine Landstraße muss ebenengleich überquert werden. Dabei ist vor allem eine Stelle bei Niederaden gefährlich. Die wenigen Kreuzungen sollten insbesondere in der Gruppe oder mit Kindern schiebend bewältigt werden. Für ungeübte Radler, für Gelegenheitsfahrer und auch für Familien mit Kindern lässt sich der Radweg daher als ideal beurteilen und kann es stolz mit den großen bekannten Thema-Radwegen wie RuhrtalRadweg, Elbe-Radweg, Donau-Radweg usw. aufnehmen – ein Mini-Flussradweg.

Angeschlossen ist der Seseke-Weg an zahlreiche andere z.T. bedeutende Themaradwege im Östlichen Ruhrgebiet. So stößt man auf der Fahrt auf den Emscher-Park-Radweg, die Landesgartenschau-Route, die Deutsche Fußball-Route NRW, den RadKreis Unna und mit etwas Entfernung auch auf die Römer-Lippe-Route. In Kamen zweigt der Radweg entlang der Körne ab.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Radweg zum Teil (!) eingezeichnet, die Anfrage für eine Aufnahme in den anderen Produkten läuft. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 erstreckt er sich im Nordosten, im Rad-Leporello Römer-Lippe-Route im Maßstab 1:50.000 teilweise in den Kacheln 13 und 14.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet   Römer-Lippe-Route

In die Pedale: Vom Zechenturm zum Seepark – Los geht´s!

Ausgangspunkt für diese Radtour-Empfehlung ist nicht der originäre Startpunkt des Weges, sondern das etwas westlich davon und abseits der Route gelegene Zechengelände Königsborn in Bönen (roter Pfeil in der Karte). Hier steht mit dem als Ostpol bezeichneten Förderturm ein bedeutendes Industriedenkmal, Veranstaltungszentrum und Wahrzeichen für die kleine Gemeinde. Es markiert die östliche Grenze der Landmarkenkunst und bildet das Pendant zum ca. 100 km entfernten ebenfalls in kubistischer Architektur errichteten Förderturm Rossenray des Bergwerks West. Beide werden nachts mit den Yellow Markern, gelbe Leuchtstoffröhren, illuminiert und schaffen so eine symbolische Verbindung zwischen Ost und West, Westfalen und Rheinland, Export und Alt, Schützenfest und Karneval.

Am benachbarten Schwimmbad befindet sich ein ausreichend großer öffentlicher Parkplatz (Anreise siehe ganz unten), an dem die Tour begonnen wird. Außerdem kann hier das Praktische mit dem Nützlichen verbunden werden – einer kalten Dusche nach der Radtour und ein paar Bahnen oder Saunagänge zum Entspannen. Alternativ ist der Bahnhof Bönen von hier aus nicht weit entfernt, der sehr gut für eine Anreise mit dem Nahverkehr genutzt werden kann.

Die ersten Meter führen über das Zechengelände vorbei am niedrigen Landschaftsbauwerk geradeaus direkt auf den markanten Förderturm zu und dort angekommen rechts Richtung Zechenstraße. Wir wenden uns hinter dem Tor nach rechts und fahren etwa 350 Meter, ehe links hinter der Kreuzung Nordstraße ein kleiner Radweg abzweigt. Ein Blick oder ein kurzer Abstecher in die Nordstraße lohnt, denn es handelt sich um eine besonders schöne Zechensiedlungsstraße, wie sie Bönen noch an einigen anderen Stellen hat. Der Radweg schlängelt sich zwischen den Grundstücken her, folgt ortsauswärts dem Rexebach parallel bis zu seiner Mündung in die Seseke und wird passenderweise als Rexebachweg bezeichnet. Die Siedlungsstruktur von Bönen wird rasch dünner und die letzten Häuser hinter sich gelassen (woran man erkennt, dass Bönen die kleinste Gemeinde im Kreis Unna ist). Auf geeignetem Untergrund geht es voller Energie zügig vorbei an Feldern. Wirft man nicht nur zum Überholen langsamer Vorausfahrender korrekt einen Blick über die linke Schulter, zeigt sich noch einmal das Wahrzeichen Bönens in aller Pracht. Er wird später auf dem Rückweg die Ziel-Landmarke aus großer Entfernung sein. Der ein oder andere Radfahrer ohne Motorunterstützung wird sich dann vielleicht wünschen, den Turm möglichst bald wieder so riesig vor sich stehen zu haben.

Ostpol

Förderturm der Zeche Königsborn III / IV in Bönen: Der Ostpol

Zechensiedlung in Bönen

Nordstraße inmitten einer Zechensiedlung

Rexebach-Weg

Rexebach-Weg ortsauswärts zwischen Feldern und Bach

Blick auf Bönen

Stolz überragt der Ostpol die letzten Häuser Bönen (Blick zurück)

Bereits nach einem Kilometer stößt der Radweg am Schwarzen Weg auf den Seseke-Weg aus Flierich. Dort begann er an einer kleinen Aussichtsplattform und folgte über Landstraßen dem Fluss in einiger Entfernung. Bevor man überhaupt wahrnimmt, dass man sich auf dem Seseke-Weg befindet, nimmt man rechterhand eine ungewöhnliche Installation wahr: Fünf Straßenlaternen stehen am Wegesrand, beleuchten allerdings nicht den Radweg, sondern den daneben verlaufenden Rexebach. Außerdem hängt an jeder dieser Lampen eine rote Überwachungskamera. Dies ist bereits das erste Kunstwerk am Fluss der Aktion "Über Wasser gehen", heißt Abnehmende Aussicht und stammt von Bogomir Ecker. Es geht nur ein kurzes Stück weiter auf dem Radweg, bis die Mündung des Rexebachs in die Seseke erreicht wird. Ohne es zu merken wurde auch die Stadtgrenze nach Kamen überfahren. An der Sesekebrücke befindet sich bereits der erste Rastplatz.

Es geht am Nordrand von Heeren-Werve, einem kleinen Ortsteil von Kamen, entlang. Besondere Sehenswürdigkeiten sind das Haus Heeren und die benachbarte evangelische Kirche. Die Hammer Straße kann wahlweise bequem unter der Brücke oder – bei Hochwasser – ebenengleich gekreuzt werden. Der Weg quert die Seseke an der Mündung des Mühlbachs erneut (es wird nicht die letzte Flussüberquerung heute gewesen sein). Nach fast 300 Metern ist das nächste Kunstwerk erreicht: Drei Modellhäuser am Fluss, zwei auf dieser, eines auf der anderen Flussseite. Here comes the rain again stellt drei Gebäude unterschiedlicher Baustile im Maßstab von 1:10 aus Beton und Edelstahl samt einem umgebenen Garten dar. Im Größenvergleich wird die Seseke zu einem großen Fluss, was die Anfälligkeit von Naturkatstrophen ausdrückt. Ein Gebäude entspricht dem Bauhausstil von Walter Gropius, eines einem Bungalow von Mies van der Rohe und eines einem Einfamilienhaus von Weber. Gepflegt wird die Anlage durch menschengroße Anwohner aus Heeren-Werve.

Ein Stück weiter verlässt der Weg das Sesekeufer, um kurz darauf zum Fluss zurückzukehren. Hier lädt ein besonderer Rastplatz im Geröll zu einer Pause ein. Ein im Feld stehender Windsack deutet es an, aber bei entsprechender Höhe der Feldfrüchte wird er verdeckt: Hier befindet sich der Segelflugplatz Kamen-Heeren. Nach Flussseitenwechsel (Nummer Drei...) und Überquerung der Derner Straße verwehrt bei Hochwasser eine Schranke die Einfahrt in einen tiefliegenden Wegeabschnitt im Bereich der Autobahnbrücke: Die A1 wird unweit des berühmten Kamener Kreuzes unterfahren. Direkt dahinter erreicht den Seseke-Weg die Klöcknerbahntrasse. Auf diesem Bahntrassenradweg wird beispielsweise die Marina in Rünthe angefahren. Ganz kurz folgt man dem Weg über die Seseke, biegt aber sofort wieder links ab, um den Fluss erneut zu überqueren. Das war ein kurzes Gastspiel auf der Klöcknerbahn.

Das nächste Kunstwerk befindet sich noch vor der nahenden Eisenbahnstrecke links und kann, wenn man nicht darauf achtet oder das weiße Schild wahrnimmt, leicht übersehen werden. Weil es schon recht zugewachsen ist. Doch das liegt nicht an der fehlenden Grünpflege, sondern ist Absicht. Es handelt sich um einen weißen Aussichts-Stahlsteg, der in Zukunft auf Roteichen gegründet sein soll. Bis die Bäume tragfähig sind, ist ein Hilfsgestell verbaut. Das Werk heißt passenderweise Wachsender Steg und stammt vom Bureau Baubotanik. Direkt nebenan zeigt ein kleiner Lehr- und Forschungspark die Eignung verschiedener Baumarten für derartige Bauprojekte. Apropos Bauprojekt: Direkt hinter dem Wachsenden Steg überquert die Bahnstrecke Dortmund-Hamm die Seseke und den Radweg über die sogenannte Fünf-Bogen-Brücke. Was sich harmlos anhört und aussieht, ist eine der ältesten im Originalzustand betriebenen Eisenbahnbrücken in Deutschland von 1846. Sie wurde anlässlich des Baus der Stammstrecke der Cöln-Mindener Eisenbahn errichtet. Seitdem führt die Bahnstrecke über (überraschenderweise) fünf Kreissegmentbögen aus Stein über den Fluss. Ehrfurchtsvoll und mit Respekt wird die Sesekebrücke unterfahren, während oben ein ICE in Richtung Bundeshauptstadt brettert.

Über Wasser gehen: 'Abnehmende Aussicht'

Als ob die Lampen falsch herum stünden...

Über Wasser gehen: 'Abnehmende Aussicht'

"Abnehmende Aussicht": Fünf Bach-Laternen

Seseke-Weg / Here comes the rain again

"Here comes the rain again": Drei Modellbauhäuser 1:10

Seseke-Weg

Rastplatz und Beschilderung des Weges

Modellhaus am Sesekeweg

Meisterhaus von Gropius als eines der drei Häuser

Modellhaus am Sesekeweg

Weberhaus mit Fahrradhelm als Größenvergleich

Seseke-Weg / Über Wasser gehen: Wachsender Steg

Der "Wachsende Steg" vor den Toren von Kamen

Sesekebrücke in Kamen

Die Fünf-Bogen-Brücke mit Regionalexpress RE6

Direkt hinter der Fünf-Bogen-Brücke wird es recht plötzlich städtisch. Eben sind wir noch durch Felder gefahren, nun befinden wir uns mitten in Kamen. Der Weg überquert erneut die Seseke und verläuft zunächst noch als Radweg, später aber in einer Fahrradstraße (wer weiß noch, wie man sich darin zu verhalten hat?) durch die südliche Innenstadt. Hier lohnt ein kurzer Abstecher zum historischen Markt. Besonders auffällig sind die alten Häuser und der Brunnen. Nach Norden schließt sich eine kleine Fußgängerzone an. Wer möchte, kann hier in Cafés oder in einem Restaurant einkehren. Wir halten uns in westlicher Richtung auf der Kirchstraße. Was Bönen sein kubischer Förderturm als Wahrzeichen ist, ist Kamen sein Kirchturm. Genauer gesagt: sein schiefer Kirchturm. Wobei eigentlich nicht der Kirchturm schief ist, sondern die Turmhaube, also die Spitze. Sie soll wohl absichtlich gen Westen geneigt sein, um dem vorherrschenden Westwind besser widerstehen zu können. Vielleicht war es aber auch einfach ein Vorzeichenfehler. Diese charakteristische Silhouette hat es aber in das Logo der Stadt gebracht und stellt Kamen auf eine Stufe mit Pisa und Suurhusen. Wie, Sie kennen Suurhusen nicht?

Biegt man an der Kirche die nächste links ab in die Klosterstraße, so entdeckt man bald das vertraute Piktogramm des Seseke-Weges. Abermals wechseln wir das Ufer. Rechts (Vorsicht beim Abbiegen: hohe Hecken. Und hinter der Hecke kann es lauern: ein Monster – oder auch einfach nur ein argloser Radfahrer im Gegenverkehr) geht es unter der Hochstraße her, einer langgezogenen Brücke der hier mehrspurig ausgebauten B233. Die Koppelstraße wird bitte vorbildlich an der nahen Verkehrsinsel überquert. Wir halten uns auf der Straße Am Schwimmbad bis zum Ende geradeaus. An der nächsten Sesekebrücke besteht die Qual der Wahl. Rechts geht der Weg offiziell weiter, doch ein bedeutendes Kunstwerk links der Seseke kann von dort nicht mehr erreicht werden. Wir machen also einen kurzen Abstecher, fahren links, biegen rechts in die Wilhelm-Bläser-Straße ab und passieren in einem Gewerbegebiet einige Sportplätze. Rechterhand erhebt sich bereits das Fördergerüst der Zeche Monopol, dort kommen wir später aber noch vorbei. Nach ca. 600 Metern halten wir uns geradeaus-rechts. Ein Schild weist kurz vor der Brücke zur Pixelröhre, die kurz darauf erreicht wird. Das Kunstwerk stammt von Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt. Die kurze Röhre erinnert an einen Abwasserkanal. Sie hat außen und innen Spiegel oder blankpolierte Flächen, sodass sich der Effekt eines gerasterten Fotos ergibt. Als Betrachter in der Röhre schaut man theoretisch direkt in die Mündung des größten Nebengewässers der Seseke, die des Körnebachs. Praktisch hätte der Uferbewuchs dazu zurückgeschnitten werden müssen. Man schaut also im belaubten Sommer eher aus der Röhre in den Röhricht. Auf demselben Weg (alternativ kann man geradeaus einfach weiterfahren vorbei am Modellflugplatz und dann zweimal rechts, man verpasst allerdings dann Zechengelände und Halde – es sei denn, man fährt auf dem Rückweg dort vorbei) geht es zurück bis zu der Stelle, an der der Radweg verlassen wurde, geradeaus über die Sesekebrücke (zählt eigentlich Jemand mit?!) und danach sofort links. Ein Baumlehrpfad empfängt den Radfahrer in der Neubausiedlung Seseke-Aue. Es schließt sich das alte Gelände der Zeche Monopol mit der Schachtanlage Grillo an. Linkerhand erhebt sich bald die Bergehalde mit einem eigenen Kunstwerk, dem Steinkreis. Als Alternativroute kann die Bergehalde hier erklommen und auf der anderen Seite wieder verlassen werden. An einem kleinen Rastplatz mit rostigen Gegenständen im Gras, die sicherlich irgendwas mit Bergbau zu tun haben, treffen sich die Wege wieder.

Marktplatz in Kamen

Historischer Marktplatz von Kamen

Schiefer Kirchturm von Kamen

Pauluskirche mit westwärts geneigter Turmspitze

Pixelröhre an der Seseke

Die "Pixelröhre" am Zusammenfluss von Körne und Seseke

Pixelröhre an der Seseke

Spiegelung in Rasterbildern

Zeche Grillo in Kamen

Fördergerüst über Schacht Grillo der Zeche Monopol

Jetzt

"JETZT und der Fluss" an der Mündung des Braunebachs

Die Zufahrt zu einer Kläranlage wird überquert und schattig geht es weiter bis zur Hilsingstraße. Die Kamener Mitte liegt nun hinter uns, links fängt bereits der Vorort Methler an und rechts tangieren wir punktuell die Stadt Bergkamen. Abermals wird die Flussseite gewechselt und es geht munter weiter. Jetzt ist Jetzt. JETZT und der Fluss, genauer gesagt. Und zwar genau dort, wo der Braunebach von links in die Seseke fließt. Eine große Wand aus Gabionen mit freigelassenen Buchstaben formt das Wort, das einen Moment beschreibt, aber kurz darauf schon in der Vergangenheit liegt. Diese poetische Erleuchtung verdanken wir Christian Hasucha. In den Buchstaben kann man sitzen und Pausieren. Für ein schönes Foto, bei dem der Text nicht spiegelverkehrt zu lesen ist, steht die Sonne allerdings ungünstig.

Unter Umständen können am Horizont exakt geradeaus blickend Dampfwolken wahrgenommen werden, vielleicht entdeckt man auch schon einen Kühlturm bei klarer Sicht. Ähnlich wie der Ostpol auf dem Rückweg dient dieser als Richtungsmarke, wenn das Trianel-Kraftwerk Lünen auch einige Kilometer hinter der Stadt liegt. Geräuschmäßig wird es klar: Wir nähern uns einer weiteren Autobahn. Diesmal ist es die A2. Unmittelbar an der Abfahrt Bergkamen verläuft der Radweg wieder so tief unter der Brücke her, dass er bei Hochwasser gesperrt wird. Von rechts mündet der Spülbach in die Seseke. Auf der anderen Flussseite liegt Gut Velmede. Nicht weit davon entfernt befindet sich im Mühlenbruch ein durchaus sehenswerter und etwas gruseliger Privatfriedhof der bekannten Familie Bodelschwingh. Hoch auf einem Deich geht es in gutem Tempo weiter, wobei von hier aus der Verkehr auf der A2 beobachtet werden kann, und zwar am liebsten, wenn er sich staut und man mit den Autofahrern im stickigen Fahrzeug nicht tauschen möchte. Der Blick nach rechts führt hinter dem Wäldchen bald zur Halde Großes Holz mit dem charakteristischen weißen Stab auf dem Gipfel. Parallel zu einer Straßenbrücke quert eine Radwegbrücke erneut den Fluss. Die Straße wird an einer etwas gefährlichen Stelle ebenengleich überfahren – am besten hier absteigen, von rechts ist der Autoverkehr nur spät zu erkennen. Sowohl der Weg als auch der Fluss nehmen nun eine sehr charakteristische S-Form an und biegen im rechten Winkel erst nach Norden ab und kurz darauf wieder nach Westen. Die geschwungene Form des Radwegs, die die lange Gerade zwischen diesen beiden 90°-Wenden etwa in der Mitte unterbricht, lenkt den Blick auf die Line of Beauty – das fünfte Klärwerk. Hier hat die Künstlerin Susanne Lorenz den historischen Verlauf des Flusses vor seiner Kanalisierung nachgestellt und eine Art biologischen Wasserfilter geschaffen. Man erinnere sich an die Einleitung, dass für den Sesekeumbau vier Kläranlagen errichtet wurden. Es liegt auf der Hand, dass der Titel dieses Werkes genau auf diesen Fakt hindeutet. Während man das Schild zur Erklärung liest, wird man von einer weißen Eule beobachtet, die auf einem Greifvogel-Gestell sitzt.

Inzwischen hat der Weg nun endgültig Bergkamen erreicht. Rechts liegt der Vorort Oberaden, links hinter der Seseke ist Niederaden, das aber wiederum zu Lünen gehört. Der Fluss bildet dabei die Stadtgrenze. Oberaden hat eine äußerst interessante Geschichte und steht auf einem alten Römerlager. Nicht nur Asterix-Lesern könnte daher der Römerlehrpfad gefallen, der um und durch das alte Lager führt und einige Orte und Gegebenheiten erläutert. Er passiert übrigens auch die markante Martin-Luther-Kirche von Oberaden, die auf dem Radweg schon von Weitem sichtbar ist und an eine Grubenlampe erinnert.

In der zweiten scharfen Kurve entdeckt man links in einem recht breiten Abschnitt der Seseke die Landschaft im Fluss von Thomas Stricker. Bewachsen ist diese Insel von Sumpfzypressen. Der Kuhbach mündet aus Bergkamen kommend in die Seseke. Und wir müssen abermals die Seite wechseln. Hinter der Brücke queren wir auch die Stadtgrenze nach Lünen. Jetzt kommt sogar ein Stück, in dem sich der Radweg am weitesten vom Fluss entfernt. Vorbei an Gehölzen einer Gärtnerei fahren wir leicht bergauf auf Niederaden zu, biegen aber bald rechts ab durch die Felder. Hinter dem Lüserbach (der natürlich auch in die Seseke mündet) führt der Weg rechts zurück zum Ufer auf einem Deich, der wiederum genau die Stadtgrenze zwischen Bergkamen und Lünen markiert. In Hogarth´s Dream nimmt Diemut Schilling abermals die Line of Beauty auf. Hier steht eine organisch geformte hölzerne Bank am Ufer. Ursprünglich gehörte noch ein im Fluss schwimmendes Metallobjekt dazu, das aber vermutlich Metalldieben zum Opfer gefallen ist. Stattdessen bietet die Bank nun eine Audioinstallation.

Seseke-Weg Line of Beauty - das fünfte Klärwerk

Line of Beauty – Das fünfte Klärwerk

Seseke-Weg Insel im Fluss

Rastplatz in der Sesekekurve mit Blick auf eine Insel

Seseke-Weg / Über Wasser gehen: Landschaft im Fluss

Landschaft im Fluss mit Sumpfzypressen
Kraftwerk Lünen (hinten) als Zielmarke

Seseke-Weg / Über Wasser gehen: Hogarth´s Dream

Hogarth´s Dream: Geschwungene Sitzbank (Blick zurück)

Allerspätestens am folgenden kreuzenden Asternweg wird Lünen endgültig erreicht. Der Betrieb auf dem Weg nimmt auch spürbar zu. Hinter einer langgestreckten Linkskurve kreuzen wir die Preußenstraße, die rechterhand die Seseke überbrückt. Ehemalige Anwohner dieser Brücke erzählten, wie immens sich die Bergsenkung hier ausgewirkt hat. Während vor vielen Jahren die Straße auf dem Niveau des Wohnzimmerfensters auf die Brücke zulief, bildet diese heute eine steile Rampe. Das Haus liegt inzwischen hinter einem hohen Deich. Wenn sich das Land absenkt, muss der Wasserspiegel im Kanal logischerweise gleich bleiben. Daher müssen die Deiche erhöht werden.

Unter einer Baumallee geht es auf asphaltiertem Weg in den Seepark Lünen. Der Fluss unterquert an dessen Rande den Datteln-Hamm-Kanal mittels eines Dükers. Wir halten uns geradeaus und biegen am Restaurant mit Strandterrasse am Horstmarer See rechts ab. Der See entstand anlässlich der Landesgartenschau auf dem ehemaligen Zechengelände im Jahr 1996. Heute ist das Gebiet ein beliebtes Naherholungsgebiet und vielgenutzer Badesee. Wir müssen die Rampe zur alten Kanalbrücke hinauffahren. Auf der anderen Seite geht es wieder hinab und recht nah vorbei an Schloss Schwansbell, das über den nächsten Abzweig rechts relativ schnell erreicht wird. Etwas verschlungen und im Zickzack geht es an den Hauptstraßen von Lünen bis zur Mündung der Seseke in die Lippe gegenüber der Victoria-Halde – kurz zuvor floss der Süggelbach noch in die unaufhaltsam endende Seseke.

Seseke-Weg

Allee in den Seepark Lünen

Düker der Seseke in Lünen

Seseke-Düker unter dem Datteln-Hamm-Kanal

Seepark Lünen

Terrasse am Horstmarer See im Seepark Lünen

Seseke-Weg

Hinweisschild zur Kanalbrücke und Richtung Sesekemündung

Wie in Kamen und Bönen lohnt auch in Lünen die Fahrt in die Innenstadt. Die liegt nicht einmal 500 Meter von der Sesekemündung entfernt und bietet eine Fußgängerzone, die die Lippe überquert. Das nördliche Ende markiert die Persiluhr. Von hier aus ist es auch nicht weit zum Hauptbahnhof, dem alternativen Anreiseort zum Seseke-Weg. Wer allerdings nun auf die Idee kommt, mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt in Bönen zurückzufahren, muss feststellen, dass es keine Direktverbindung gibt. Via Dortmund und Unna oder Hamm muss man sogar zweimal umsteigen.

Schloss Schwansbell

Rosentreppe am Schloss Schwansbell

Lünen

Die Lippe fließt mitten durch das Stadtzentrum –
hier bereits unterhalb der Mündung mit "Seseke-Wasser"

Lünen

Fußgängerzone in Lünen

Persiluhr in Lünen

Persiluhr in der Innenstadt Lünens

Von Lünen geht es daher mit dem Fahrrad in umgekehrter Richtung zum Ausgangspunkt zurück – vorbei am Seepark, an Nieder- und Oberaden, an der Zeche Monopol und durch Kamen. Irgendwann taucht plötzlich auch der Förderturm Ostpol in Bönen am Horizont als Landmarke auf. Er ist unser Ziel. Dort warten die kalte Dusche und ein großes Schwimmbecken zum Austrinken.

 

Fazit und Tipp des Webmasters: In wunderschöner, abwechslungsreicher Landschaft verläuft der Radweg fast immer in Sichtweite des wieder naturnah fließenden Gewässers und hat damit einen sehr viel höheren Anteil an Wasserkontakt als so manch anderer bekannterer Flussradweg. Durch die Seseke-Kunst wird die Tour aufgelockert und motiviert zum Weiterfahren. Der Weg ist gut und breit ausgebaut, sehr gut beschildert und ist durch die Lage im Flachland auch für Gelegenheitsfahrer sehr geeignet. Die Steigungen beschränken sich auf kurze Rampen unter Brücken oder auf Deiche. Der Weg kann durch die Verknüpfung mit anderen Radwegen in allen Richtungen (z.B. entlang der Körne Richtung Dortmund) weiter ausgedehnt werden.

Wer mitgezählt hat, kommt übrigens auf zwölf planmäßige Seseke-Überquerungen auf einer Strecke. Wer mit kleineren Kindern unterwegs ist, kann dies zum Anlass nehmen und zählen lassen!

 

Informationen zur Anreise zum Seseke-Weg:

Anreise mit dem Auto:
Startpunkt Bönen (empfohlen und entsprechend der Routenbeschreibung): Auf der A1 bis zum Kamener Kreuz. Dort auf die A2 Richtung Hannover. Direkt an der nächsten Abfahrt in Bönen die Autobahn verlassen und rechts abbiegen auf die L665 Pelkumer Straße. Nach ca. 1,5 km links abbiegen in die Bahnhofstraße. Auf dieser bis in die scharfe Rechtskurve nach etwa einem Kilometer fahren und der Beschilderung zum Schwimmbad folgend im Scheitelpunkt der Linkskurve rechts abbiegen. Nach wenigen hundert Metern liegt rechts das Schwimmbad; sowohl davor als auch links an der Straße können vor dem Zechengelände Parkplätze genutzt werden. Hier beginnt die Routenbeschreibung.

Startpunkt Lünen: Im Bereich der Innenstadt und des Seeparks ist die Parksituation nicht einfach oder es stehen nur kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Durchaus sinnvoll könnte der Start der Tour in den Vororten Niederaden oder Horstmar sein. Die Anreise erfolgt über die A2 mit dem Kreuz Dortmund-Nordost, der Abfahrt Lanstrop oder der Abfahrt Kamen / Bergkamen.

Startpunkt Flierich: Auf der A1 bis zum Kamener Kreuz. Dort auf die A2 Richtung Hannover. Direkt an der nächsten Abfahrt in Bönen die Autobahn verlassen und rechts abbiegen auf die L665 Pelkumer Straße. Dem Straßenverlauf folgen bis Heeren-Werve und im ersten Kreisverkehr links abbiegen auf die L663 Lenningser Straße. Nach ca. 3 km macht sie, nun als Kamener Straße bezeichnet, einen scharfen Linksknick. Es folgt eine weitere S-Kurve in der folgenden Dorfschaft. Die Kreuzung der Landstraße nach Fröndenberg überfahren. Nach 800 Metern entweder geradeaus nach Flierich fahren und am links liegenden Friedhof parken oder rechts in den Butterwinkel abbiegen und im Bereich der Gabelung am Sportplatz in der Nähe des echten Ausgangspunktes des Radweges parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem:
Startpunkt Bönen: Wolfgang-Fräger-Straße in 59199 Bönen
Startpunkt Lünen: Kamener Straße (B61) in 44532 Lünen
Startpunkt Flierich: Kamener Straße, Nähe Kreuzung Butterwinkel in 59199 Bönen-Flierich

Geographische Koordinaten:

Orte von Interesse am Radweg von Ost nach West:
51°34'54.3"N 7°47'50.8"E – Aussichtsplattform Flierich
51°35'28.5"N 7°45'00.3"E – Ostpol und Schwimmbad Bönen
51°35'28.6"N 7°40'38.8"E – Fünf-Bogen-Brücke
51°35'30.9"N 7°39'52.5"E – Marktplatz Kamen
51°35'28.4"N 7°39'43.7"E – Schiefer Kirchturm Kamen
51°35'22.5"N 7°38'53.4"E – Zeche Monopol / Schacht Grillo
51°36'07.6"N 7°32'49.6"E – Kanaldüker
51°36'38.4"N 7°31'47.6"E – Sesekemündung
Orte der Sesekekunst von Ost nach West:
51°35'15.9"N 7°44'21.9"E – Abnehmende Aussicht
51°35'11.8"N 7°43'08.2"E – Here comes the Rain again
51°35'26.9"N 7°40'40.9"E – Wachsender Steg
51°35'12.8"N 7°38'41.1"E – Pixelröhre
51°35'19.5"N 7°37'23.3"E – JETZT und der Fluss
51°35'56.4"N 7°34'55.7"E – Line of Beauty
51°36'08.3"N 7°34'51.5"E – Landschaft im Fluss
51°36'11.4"N 7°33'44.0"E – Howarth´s Dream

Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):

Orte von Interesse am Radweg von Ost nach West:
416678 m, 5715206 m – Aussichtsplattform Flierich
413414 m, 5716317 m – Ostpol und Schwimmbad Bönen
408383 m, 5716409 m – Fünf-Bogen-Brücke
407493 m, 5716496 m – Marktplatz Kamen
407322 m, 5716422 m – Schiefer Kirchturm Kamen
406351 m, 5716257 m – Zeche Monopol / Schacht Grillo
399378 m, 5717785 m – Kanaldüker
398205 m, 5718760 m – Sesekemündung
Orte der Sesekekunst von Ost nach West:
412669 m, 5715941 m – Abnehmende Aussicht
411248 m, 5715839 m – Here comes the Rain again
408422 m, 5716355 m – Wachsender Steg
406109 m, 5715962 m – Pixelröhre
404616 m, 5716197 m – JETZT und der Fluss
401798 m, 5717391 m – Line of Beauty
401724 m, 5717760 m – Landschaft im Fluss
400427 m, 5717882 m – Howarth´s Dream

Anreise mit Bus und Bahn: Die Startpunkte in Bönen und Lünen sind gut mit dem Zug erreichbar. Denkbar sind auch eine einfache Fahrt mit dem Fahrrad auf dem Radweg und die Rückkehr mit dem Zug, wenn diese auch mit zweimaligem Umstieg in Dortmund und Unna oder Hamm verbunden ist.

Startpunkt Bönen: Von Köln, Wuppertal, Hagen, Unna, Hamm mit RE 7 oder RE 13 bis Bönen. Den Bahnhof verlassen und links über den Bahnübergang fahren. Der Oststraße bis in die Rechtskurve folgen und links in die Wolfgang-Fräger-Straße Richtung Schwimmbad abbiegen. Hier beginnt die Routenbeschreibung.

Startpunkt Lünen: Von Dortmund, Gronau oder Münster mit RB 50 bzw. RB 51 bis Lünen Hbf. Den Bahnhof an der Seite des ZOB verlassen und links abbiegen auf die B54. Auf der östlichen (bahnhofzugewandten) Straßenseite zweigt kurz hinter der Lippebrücke links ein Radweg auf dem Lippedeich ab, der bis zur Sesekemündung und zum Seseke-Weg führt.

Startpunkt Kamen: Von Hamm oder Dortmund, Bochum oder Essen mit RE 1, 3, 6 und 11 bis Kamen. Den Bahnhof verlassen und geradeaus zur Westicker Straße fahren. Links abbiegen und sofort rechts in die Straße Am Schwimmbad. Bis zum Ende durchfahren. Links abbiegen und dem Weg Richtung Lünen folgen, rechts abbiegen für die Richtung Bönen.

Quellen und weitere Informationen:

Seseke-Umbau (Emschergenossenschaft / Lippeverband): www.eglv.de
Aktion "Über Wasser gehen": www.ueberwassergehen.de
Route der Industriekultur (Fünf-Bogen-Brücke):

www.route-industriekultur.de

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

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Halden Ausflugsziele


Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr