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Giraffen, Erdmännchen & Co: Tierparks und Zoos im Revier

Zoos und Tierparks, Wildparks, Wildgehege und Wildgatter im Ruhrgebiet

Elefanten, Giraffen und Löwen sehen, ohne in die Serengeti, in den Etosha oder den Krüger-Nationalpark fahren zu müssen. Flusspferde reißen ihre Münder zum Gähnen auf, ohne dass man zum Okavango oder an den Sembesi in Botsuana reist. Kamele und Dromedare anschauen, ohne in der Hitze der arabischen Wüsten zu schwitzen. Einmal Elche in Alaska anschauen, ohne Amerika zu betreten. Rehe und anderes Rotwild füttern. Ziegen streicheln. Luchse fotografieren. Keine Region in Deutschland hat auf engstem Raum so viele Zoos, Wildparks oder Wildgehege, in denen sich exotische oder heimische Tiere betrachten und zum Teil sogar anfassen lassen. Nirgends scheint es einfacher, Kindern die Tiere näher zu bringen und dabei zwischen kostenfreien Angeboten und kleinen Anlage-Vermögen zu wählen.

In diesem Beitrag werden die wichtigsten tierischen Angebote im Ruhrgebiet vorgestellt. In der folgenden Karte sind sie thematisch nach den städtischen Zoos oder Tierpark (rot) mit vielen exotischen Tieren ferner Länder, den beiden Wildparks (blau) und den kleineren Wildgehegen (gelb) mit dem Schwerpunkt auf heimischen Tieren sortiert eingezeichnet. Mit Ausnahme des Zoos Recklinghausen fallen für alle Tierparks und Wildparks Eintrittsgelder an, die meist deutlich kleineren Wildgehege sind frei zu besuchen.

Die Beschreibungen werden bewusst kurz gehalten und einige hoffentlich Neugier weckende Bilder gezeigt. In Einzelfällen werden Einrichtungen intensiver in anderen Beiträgen vorgestellt. Jeder Abschnitt beinhaltet Informationen zur Anreise, zu beim Besuch entstehenden Gebühren und andere nützliche Angaben wie sanitäre Anlagen oder besondere Angebote.

Übersichtskarte Zoos im Ruhrgebiet

Zoos oder Tierparks (rot)

Wildparks (blau) Wildgehege oder Wildgatter (gelb)
Tierpark Bochum €€ Naturwildpark Granat €€ Wildgehege Grutholz Castrop-Rauxel
Zoo Dortmund €€ Wildwald Voßwinkel €/€€ Wildgatter Heissiwald Essen
Zoo Duisburg €€€   Wildpark Hagen (Saupark u. Wildgehege)
ZOOM-Erlebniswelt Gelsenkirchen €€€   Tiergehege im Kaisergarten Oberhausen
Tierpark Hamm €€   Wildgehege Hohenstein Witten
Sea Life Oberhausen €€€    
Tierpark Recklinghausen    

Nicht in diesem Beitrag beschrieben werden die Zoos in Köln, Krefeld, Rheine, Herford, Münster und Wuppertal und anderen Städten außerhalb des Ruhrgebiets, der Aquazoo in Düsseldorf und das Safariland Stukenbrock. Und "Zoo Zajac" in Duisburg auch nicht. Bisher nicht vorgestellte Wildgehege im Ruhrgebiet werden ergänzt. Wenn Sie Vorschläge und Hinweise haben, so können Sie diese gerne äußern!

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress sind die jeweils vorgestellten Standorte im Normalfall dargestellt. Mit den Karten lassen sich die Zoobesuche leicht und spontan mit schönen Zielen in der Umgebung verbinden und bei Bedarf in Radtouren in der Region einbauen.

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Der Tierpark mit dem Fossilium in Bochum

Der Zoo im Schatten des "Riesen"

Unmittelbar am Stadtpark mit seinem markanten Bismarckturm erstreckt sich der kleine Tierpark, der vielleicht bei Touristen und Bürgern umliegender Ruhrgebietsstädte eher unbekannt ist. Er wurde 1933 vom Verein Bochumer Tierparkfreunde auf einem von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellten Gelände gegründet. Nach den ersten Erweiterungen erfolgte zehn Jahre später die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Mit dem Wiederaufbau erlangte der Tierpark seine heutige Ausdehnung von etwa 2 ha Fläche. Seit 1996 ist der Tierpark ergänzt durch das Fossilium, einer Ausstellung über fossile Funde von Tieren und Pflanzen aus dem Altmühltal in Bayern, das neben seinem romantischen Flussverlauf vor allem auch für seine Fossilienstätten besonders berühmt ist.

Über den vielleicht etwas unscheinbaren Eingang an der Klinikstraße betritt der Besucher ein etwa dreieckiges Zoogelände. Hier befinden sich auch Spielplatz und Kiosk. Reißen wir uns vom Erdmännchengehege los, gehen wir vorbei an den Flamingos, den Kattas und dem Streichelzoo in Richtung Meeresstrand. In der hintersten Ecke ist die Abteilung Meerestiere mit einer schönen Gestaltung einer Dünenlandschaft und einem Küstenstreifen mit kleinem Sandstrand mit Dünengras. Eine Brücke führt über das Bassin der Seehunde und Pinguine, ehe man die Watvogelvoliere durchqueren kann. Bei denen, die die Nordsee lieben, werden Urlaubsgefühle wach, sobald man den typischen Strandhafer und die plätschernden Wellen sieht. Der Rundgang führt von der Abteilung Meeresküste vorbei an den Weißstörchen, Alpakas und den lieblichen Kaninchen in eine weitere Besonderheit dieses Tierparks: die begehbare Sittichvoliere. Hier herrscht wildes Leben exotischer Vögel und man ist mitten im Geschehen. Obacht ist beim Auftreten geboten, denn kleine Vögel laufen kreuz und quer über den Boden. Gegenüber den Riesenschildkröten erblickt man die bunten Loris. Vorbei an den Präriehunden befindet sich hinter dem Erdmännchengehege (man muss hier einfach noch einmal stehenbleiben) das Fossilium mit einer privaten Sammlung von Fossilienfunden. Es geht direkt über in das Aquarium- und Terrarienhaus mit exotischen Wasser- und Landtieren. Der Nervenkitzel steigt je nach Veranlagung beim Betrachten der mächtigen, behaarten Spinnenbeine oder der glitschigen Schlange.

Eingang zum Tierpark Bochum

Eingang zum Bochumer Tierpark an der Klinikstraße

Erdmännchen

Allgegenwärtig, immer Leben, immer süß: Erdmännchen!

Katta

Katta mit auffallender Augenfarbe

Pony vor dem Bismarckturm Bochum

Siesta vor dem benachbarten Bismarckturm

Spielplatz im Zoo

Spielplatz und Sitzgelegenheiten nahe der Vogelvolieren

Pinguine im Bochumer Zoo

Pinguine

Seehund

Seehund

Watvogel im Dünengras

Watvogel im Dünengras

Sittiche

Begehbare Sittichvoliere

Landeanflug

Landeanflug

Lori

Lori

Spinne Schlange

 

Informationen zum Besuch des Tierparks Bochum:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Ganzjährig ab 09.00 Uhr geöffnet.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Hunde können (an der Leine) kostenlos mit in den Park geführt werden. Für das Fossilium sind keine weiteren Eintrittsgelder erforderlich.

Im Tierpark befinden sich gastronomische und auch sanitäre Einrichtungen. Besonders interessant für die Kleinen ist der Spielplatz unweit des Eingangs.

Tipp des Autors: Durch die Kleinräumigkeit bleibt genug Zeit für einen Aufstieg auf den benachbarten Bismarckturm oder auch für andere Orte in der Umgebung, wie zum Beispiel das Zeiss-Planetarium, das Deutsche Bergbau-Museum der Westpark.

Offizielle Internetseite: www.tierpark-bochum.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 36 Bochum-Stadion. An der ersten Kreuzung rechts der Beschilderung zum Tierpark folgend in die Gudrunstraße abbiegen. Am Kreisverkehr links abbiegen in die Klinikstraße. Der Eingang zum Zoo liegt etwas versteckt nach ca. 500 auf der rechten Seite. Man muss hier in der Straße einen Parkplatz finden. Eine große Anzahl von Parkplätzen bietet die Küppersstraße, wenn man am Eingang des Zoos vorbeifährt und nach 250m links abbiegt.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Klinikstraße 49 in Bochum

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Bochum Hauptbahnhof. Von der Bahnhofshalle die Treppe hinunter zu den U- und Straßenbahnen und direkt rechts die nächste Treppe auf die zweite Verteilerebene. Dort scharfrechts und mit der Linie 308 / 318 Richtung Gerthe bis zur nächsten Haltestelle Planetarium fahren. Den Ausgang zurück gegen die Fahrtrichtung wählen und entlang der Klinikstraße ca. 400 m bis zum Zooeingang laufen.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Tierpark (bzw. mindestens Bismarckturm oder Stadtpark) dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet West" im Maßstab 1:50.000 befindet er sich im Planquadrat C7. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Artikelseite bei Amazon*.

     

 

 

Der Zoo in Dortmund

Am Ende eines Grünzuges, der von der Innenstadt tief in den Süden reicht, liegt der 1953 gegründete Dortmunder Zoo unmittelbar neben dem Botanischen Garten Rombergpark. Seine Besonderheit ist der Reichtum an alten Bäumen, die vor allem im Sommer willkommenen Schatten liefern. Im Zentrum befindet sich ein großer Spielplatz.

Der Dortmunder Zoo wird ausführlicher in einem Kombi-Beitrag zum ► Rombergpark und Zoo beschrieben.

Über eine der drei kleinen Brücken über den Schondelle-Bach erreicht man den Kassenbereich und den Souveniershop. Ein Rundweg erschließt fast sämtliche Gehege und berührt mehrfach auch den zentralen großen Abenteuer-Spielplatz in der Mitte des Zoos. Vom Haupteingang breitet sich der Zoo für den Besucher fächerförmig aus. Begrüßt wird man mit einem großen Teich samt hoher Fontäne, in dem viele Wasservögel wie Flamingos und Enten heimisch sind. Am Hang befindet sich eines der zahlreichen Tierhäuser, das Amazonashaus mit tropischem Klima. Hält man sich rechts, so gelangt man letztlich zu der großen Südamerikawiese mit Ameisenbären und Tapiren. Die Tamandua, die Ameisenbären, sind großer Stolz des Zoos, der führend in der Zucht dieser besonderen Tiere ist.

Der Weg führt zunächst an den Kängurus und Emus (mit kurzem Aufenthalt im begehbaren Känguru-Gehege) zu den Giraffen. Der Bogen führt über die Servale und Zebras zu den Nashörnern. Über die Leoparden und kleinen Pandas erreichen wir den großen Spielplatz und die Südamerikawiese. Neben den Pandas befindet sich übrigens das Gehege der Steinläuse, die aus dem Loriot-Sketch bekannt sind. Weltweit ist es das einzige Gehege dieser kleinen Steine fressenden Art. Und nicht ganz ernst gemeint.

Eingang vom Dortmunder Tierpark

Eingangsbereich des Dortmunder Zoos (Haupteingang)

Vom Spielplatz aus setze ich den Gang durch den zweiten Teil fort. Es ist der stärker bewaldete Teil des Zoos, der gerade im Sommer willkommenen Schatten und erfrischende Kühle bietet. An heißen Sommertagen bietet es sich an, früh mit den südlichen Bereichen Australien und Afrika anzufangen, um eventuelle große Mittagshitze auf dem Spielplatz oder im nördlichen schattigen Teil zu überwinden.

Auf der Rückseite des Nashorn-Geheges erreicht man die Raubkatzen und die Luchs-Schlucht. Bei der Luchs-Schlucht lohnt es sich, mal einen Moment zu verharren. Der Bogen führt weiter zu den Seelöwen. Traditionell ist insbesondere die kommentierte Seelöwenfütterung bei Klein und Groß sehr beliebt. Auch Pinguine, Otter und Nutrias sind hier zu finden. Vorbei an den Dachsen geht es durch die begehbare Eulen-Voliere zum Regenwaldhaus "Rumah Hutan" mit dem Affen-Freigelände. Es folgen einige Greifvögel, Kleinvögel und Ibisse, bevor die Kamele das letzte Gehege meines Rundgangs darstellen. Neben dem Amazonas-Haus befindet sich noch der Streichelzoo mit dem westfälischen Bauernhof, in dem sich heimische Hoftiere anschauen und teilweise anfassen lassen

Giraffenanlage

Aussichtsplattform bei den Giraffen mit regem Interesse

Dortmunder Zoo

Futtertröge neben der Aussichtsplattform

Dortmunder Zoo

Es macht sich im warmen Sand bequem

Dortmunder Zoo

Im Haus klettert auch ein Faultier in Zeitlupe herum
Manch einer fühlt sich ans Büro erinnert....

Dortmunder Zoo

Gürteltier im Tamanduahaus

Dortmunder Zoo

Ameisenbär, Tamandua, das Wappentier des Zoos

Dortmunder Zoo

Gehege für die Steinlaus

Dortmunder Zoo

Beobachtungen in der Luchs-Schlucht (Tele-Aufnahme)

Dortmunder Zoo

Ein Dachs – bisher von mir selten fotografiert

Streichelzoo

Niedlichkeit in Person: Streichelzoo

Affenjunges auf der Schulter

Affentaxi

Rind im Zoo Dortmund

Rinder im Westfälischen Bauernhof

 

Informationen zum Besuch des Zoos Dortmund:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Zoo hat täglich ab 9 Uhr geöffnet. Für jeweils zwei mal zwei Stunden ist der Streichelzoo geöffnet. Hier kann Spezialfutter für die Tiere gekauft und verfüttert werden.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein Mitbringen von Haustieren nicht gestattet. Ebenso sind Fahrräder, Roller, Inline-Skates etc. zu Hause zu lassen. Aufgrund der hier und dort steileren Anstiege werden Rollstühle und Bollerwagen verliehen.

Offizielle Internetseite: www.zoo.dortmund.de

Anreise mit dem Auto: Auf der B1 als Verlängerung der A44 aus Richtung Kassel bzw. Kreuz Dortmund / Unna und der A40 aus Essen bis zur Kreuzung B54 Dortmund-Zentrum. Dort Richtung Hagen auf die Ruhrallee B54 abbiegen. Bis zur zweiten Ausfahrt, die hinter einer Linkskurve liegt. Rechts auf die Straße Am Rombergpark abbiegen. Hinter dem Bahnübergang links auf die Hagener Straße. Die zweite links Richtung Dortmund Zoo (Beschilderung). Über die Bahn und schließlich auf den Parkplatz (gebührenpflichtig bei Ausfahrt) fahren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Mergelteichstraße 80 in Dortmund

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Dortmund Hbf. Von dort im Stundentakt mit der RB 52 Richtung Lüdenscheid bis Dortmund-Tierpark. Den Bahnsteig verlassen und zweimal rechts durch die Unterführung unter den Schienen hindurch. Von dort zu Fuß der Beschilderung durch den Teil des Rombergparks zum Zoo folgen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Emscher-Radweg verläuft nicht weit entfernt am Rombergpark vorbei. Der Jakobsweg von Dortmund in Richtung Wuppertal als Verlängerung der Via Baltica verläuft durch den Rombergpark.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress sind Rombergpark und Zoo dargestellt, zum Beispiel In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet Ost" im Maßstab 1:50.000. Auch im Stadtplan sind die Ziele vermerkt. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

 

 

Der Zoo in Duisburg

Die Anfänge des Duisburger Zoos gehen auf einen vier Hektar kleinen Tierpark westlich der etwa zeitgleich gebauten Autobahn A3 zurück. Er wurde 1934 gegründet und im Laufe der Zeit ausgebaut. Bereits 1959 wird die Größe des Zoos mit dem neuen Ostgelände auf der anderen Seite der Autobahn mehr als Verdoppelt. Zunächst durch eine kleine Fußgängerbrücke verbunden, sorgt heute eine sogenannte Landschaftsbrücke dafür, dass man beim Wechsel vom West- zum Ostteil praktisch von der Autobahn und noch einer parallel verlaufenden Bahnstrecke optisch kaum etwas wahrnimmt und dank Lärmschutzwänden auch kaum etwas hört. Dieses Konstrukt gibt dem heutigen Zoo die eigentümliche Form zweier miteinander verbundener stark Nord-Süd-ausgerichteter Flächen, die irgendwie entfernt an eine menschliche Lunge erinnern. Der Duisburger Zoo gehört zu den meistbesuchten seiner Art in Deutschland, hat regen Zustrom aus den nahegelegenen Niederlanden und ist bekannt und beliebt für zahlreiche Besonderheiten. So sind die in den unten abgebildeten Fotos gezeigten Koalas keine Teddybären, sondern einmaligerweise in Deutschland gezeigte echte Tiere. Im Jahre 1965 wurde das erste Delfinarium eröffnet. Heute lassen sich hier Delfine u.a. in einer bis zu dreimal am Tag stattfindenden Show beobachten. Mit der Zucht und Pflege von Delfinen hat sich der Zoo einen Namen gemacht.

Vom Haupteingang auf dem westlichen Teil des Zoos passiert der Besucher zunächst Giraffen, Elefanten, einen Flamingo-See sowie die Fossa- und Katta-Gehege. Letzteres ist frei zu durchstreifen und mit Glück lässt sich dort ein Lemur mit dem auffällig gemusterten Schwanz sehen. Eine Brücke führt über ein kleines Gewässer mit Schildkröten (u.a. Riesenschildkröte) und Zwergottern. Am Übergang zum Ostteil fächert sich der westliche Abschnitt weiter auf und erschließt Raubtiergehege sowie die von Kamelen, Wisenten, Stachelschweinen, Tapiren und Ameisenbären. Hier befindet sich etwas versteckt auch das Koala-Haus. Mit dem Afrikaneum schließen sich Watussirinder, Pinselohrschweine, Zebras und Nashörner an. Nordländischer wird es mit Wölfen, Rentieren und Seelöwen. Nicht zu vergessen ist das an der Waldschänke gelegene Erdmännchengehege.

Über die Landschaftsbrücke werden Autobahn und Eisenbahn überquert und der etwas kleinere Ostteil erreicht. Hier warten direkt am Wegesrand brütende Störche auf den Besucher. Es schließt sich das Affenhaus und das Äquatorium mit Zwergflusspferden an, benachbart von Bongos, Kudus, Flamingos, Alpakas, Nandus und Kranichen. Zentraler Punkt des Ostteils bildet der 1988 errichtete und von der chinesischen Partnerstadt Wuhan gestiftete Chinesische Garten mit großem Teich, Pagoden, geschwungenen Brücken und typischen Pflanzen. Direkt angrenzend befindet sich das nicht unumstrittene Delfinarium des Zoos. Nach Bezahlen eines Zusatzeintritts lässt sich mehrfach am Tag eine Delfinshow anschauen. Jeder Besucher sollte sich vorher überlegen, ob er sich das unbedingt anschauen muss oder nicht (ich habe darauf verzichtet und bin der Meinung, dass der Zoo auch ohne Delfine unbedingt einen Besuch wert ist).

Giraffe im Duisburger Zoo

Hinter dem Zoo-Eingang warten Giraffen

Duisburger Zoo

Es stellt sich die Frage, wer hier wen betrachtet...

Elefant im Zoo

Nicht besonders häufig in NRW-Zoos gesehene Elefanten

Schildkröten-Leiter

Wie auf einer Leiter: Schildkröten-Besonnung

Raubvogel im Duisburger Zoo

Raubvogel mit beachtlich spitzem und hartem Schnabel...

Pfau im Zoo

Ein freilaufender Pfau schlägt Rad (und verängstigt Begleiterin)

Erdmännchen

Achtung, Niedlichkeitsalarm: Erdmännchen!

Erdmännchen

Erdmännchen-Wache auf dem höchsten Baumstamm

Erdmännchen

Der hat offensichtlich gerade an einem neuen Tunnel gegraben

Koala-Bär im Duisburger Zoo

Kein Stofftier, sondern echt: Koala-Bär im Zeitlupentempo

Störche

Störche, fast hautnah zu beobachten

Pinselohrschwein

Pinselohrschwein im Wasserbassin auf Algensuche

Polarbär

Polarbär, dank Teleobjektiv entdeckt

niedlich...

Klein, unschuldig und niedlich, oder? Kleiner Riesenotter

Kudubock mit Schraubengehörn

Kudu-Bock mit Schraubengehörn

Affenbaby

Nachwuchs im Affenhaus

Informationen zum Besuch des Zoos Duisburg:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Zoo ist ganzjährig von 9.00 Uhr bis zur Dämmerung geöffnet. Der Nebeneingang ist saisonal in Betrieb. Die Tierhäuser schließen generell gegen 18.30 Uhr (Sommer) bzw. 16.00 Uhr (Winter). Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der hohen Kategorie €€€ (über 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Um Warteschlangen zu vermeiden, können Tickets im Internet gekauft werden. Diese werden über den Postweg zugesendet.

Haustiere können in den Zoo aus verständlichen Gründen nicht mitgenommen werden. Fahrräder, Inline-Skates und Roller müssen zuhause gelassen werden. Bollerwagen können gegen eine Gebühr und einem Pfand ausgeliehen werden – die Rückgabe muss dabei bis zum Kassenschluss erfolgen.

Im gesamten Zoo verteilt findet man Toilettenanlagen (Geldspende für Reinigung) und Restaurationen, Kioske oder mobile Stände sowie Sitzgelegenheiten.

Offizielle Internetseite: www.zoo-duisburg.de

Fazit des Autors: Der Zoo ist einer derer, für die ein ganzer Tag für einen Besuch verwendet werden kann. Wenn die Füße nach dem Besuch noch tragen, lohnt ein Besuch des Innenhafens. Auch das Aquarius-Wassermuseum im romantischen Wasserturm in Mülheim-Styrum liegt nicht weit entfernt.

Anreise mit dem Auto: Auf der A3 oder A40 bis zum Kreuz / zur Ausfahrt Duisburg-Kaiserberg. Aus allen Fahrtrichtungen links abbiegen Richtung Duisburg-Zentrum und der Beschilderung zum Zoo folgen. Erste Parkplätze befinden sich hinter der nächsten Brücke rechts (»Tiger-Eingang«). Ein Parkplatz am Haupteingang befindet sich an der nächsten Kreuzung (Ausfahrt) links an der Mülheimer Straße.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Mülheimer Straße in Duisburg

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Duisburg Hbf. Von dort über den östlichen Fußgängertunnel (U-Bahn-Beschriftung auf dem Bahnsteig) mit der Linie 901 Richtung Mülheim a. d. Ruhr Hbf. bis Duisburg Zoo / Uni (eine zuvor zum Bereitmachen: Schweizer Straße). Von der Haltestelle in Fahrtrichtung zum Haupteingang laufen und dazu die Ampel am vorderen Bahnsteigende nutzen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Zoo ist über Abstecher von den Radfernwegen RuhrtalRadweg und der NiederrheinRoute erreichbar.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Zoo eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet West" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat D1, im Rad-Leporello RuhrtalRadweg im Maßstab 1:50.000 auf der Kachel 16. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

 

 

Die ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen

Erlebniswelten Alaska, Asien und Afrika mitten im Ruhrgebiet

Im Jahre 1949 wurde in Gelsenkirchen unweit des Rhein-Herne-Kanals der Ruhr-Zoo gegründet. Dieser wurde ab 2005 vollständig umgestaltet und im Folgejahr unter dem Namen ZOOM-Erlebniswelt neu eröffnet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zoos ist der in Gelsenkirchen in Themenbereiche eingeteilt, die jeweils durch einen einzigen Rundweg besichtigt werden können. Zugleich ist er auch der Zoo mit dem höchsten Eintrittsgeld. Die Tiere haben im Vergleich zu vielen anderen Tierparks großzügige Gehege, die zudem sehr liebevoll entsprechend der natürlichen Umgebung gestaltet sind.

Von einem zentralen Platz am Eingang hat der Besucher die Qual der Wahl. Hier liegen die Eingänge zu den großen Themenbereichen, die man die nächsten Stunden anschauen wird. Ein solcher ist Alaska, Sinnbild für den kältesten US-Bundesstaat, der sich mit Tieren kühlerer Klimazonen der Erde beschäftigt. Hier finden sich u.a. Wölfe, Füchse, Elche, Rentiere, Eisbären, Otter und Biber. Die Landschaft besteht aus Wasserfällen und schnellfließenden Bächen und Flüssen, Felstürme und Bergwände schaffen zusammen mit Elementen wie einem amerikanischen Schulbus und den typischen Holzhäusern eine schöne Atmosphäre. Eine besondere Attraktion ist der Glastunnel unter dem Bassin für Seelöwen und Eisbären.

Ein zweiter Rundweg führt durch den Themenbereich Afrika, dem ersten eröffneten Teil der Erlebniswelt. Hier geht es um Tiere tropischer Klimazonen, der Savannen und Regenwälder. Typische Vertreter hier sind Giraffen, Zebras, Löwen, Hyänen, Strauße, Flusspferde oder Affen. Mit der African Queen lässt sich eine Bootsfahrt zwischen den Gehegen und vor allem an der großen Afrikawiese vorbei durchführen. Die Lemureninsel ist begehbar und mit etwas Glück wird man von den süßen Tierchen besucht.

Erst 2010 hat die Themenwelt Asien mit Fokus auf dem südostasiatischen Urwald eröffnet. Man wird mit nepalesisch mit "Namasté" begrüßt. Der Weg schlängelt sich rings um den zentralen Asien-See bis zum Hallen-Tropenparadies und über den Canopy Walk, einem Baumwipfelpfad in fünf Metern Höhe. Herzstück des Themenbereiches ist die fast 140 Meter lange und ca. 40 Meter breite Tropenhalle. Neben einem Indoorspielplatz führt der Weg durch eine Urwaldlandschaft mit freifliegenden und -laufenden Vögeln und Flughunden. Letztere hängen tagsüber meist in Bäumen oder der Hallendecke. Hier lassen sich Otter und Orang-Utans anschauen. So mancher toter "Stein" in den Wasserläufen kommt sachte in Bewegung und entpuppt sich als sehr lebendige Schildkröte. Erwähnenswert ist auch das Restaurant in den Tropen mit asiatisch angehauchter Küche mitten in der Halle. Während des Essens fliegen exotische Vögel umher, lassen sich die geheimnisvollen Flughunde und die eindrucksvolle Pflanzenwelt anschauen.

Am Hauptplatz grenzt mit dem Grimberger Hof ein Bereich heimischer Hoftiere samt Streichelzoo an.

ZOOM-Erlebniswelt - ein Stinktier

Erlebniswelt Alaska

ZOOM-Erlebniswelt - Stinktier

 

ZOOM-Erlebniswelt - Braunbär

 

ZOOM-Erlebniswelt - schwimmender Eisbär

 

ZOOM-Erlebniswelt - Beringstraße, Glastunnel

Unterwasser-Glastunnel unter dem Seelöwen-Bassin

ZOOM-Erlebniswelt - Eisbär schüttelt sich

 

ZOOM-Erlebniswelt - schwimmender Eisbär

 

ZOOM-Erlebniswelt Alaska

 

ZOOM-Erlebniswelt - Giraffe

Erlebniswelt Afrika

ZOOM-Erlebniswelt - Zebra

 

ZOOM-Erlebniswelt Afrika

 

ZOOM-Erlebniswelt - Strauß

 

ZOOM-Erlebniswelt - Giraffe

 

ZOOM-Erlebniswelt - Erdmännchen

 

ZOOM-Erlebniswelt - Pavian

 

ZOOM-Erlebniswelt Afrika

 

ZOOM-Erlebniswelt Asien

Erlebniswelt Asien

ZOOM-Erlebniswelt Asien

 

ZOOM-Erlebniswelt Asien

 

ZOOM-Erlebniswelt Asien

 

ZOOM-Erlebniswelt Asien

 

Informationen zum Besuch der ZOOM-Erlebniswelt Gelsenkirchen:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Geöffnet von April bis September von 9.00 bis 18:30 Uhr, März und Oktober 09.00-18.00 Uhr, November bis Februar 10.00-17.00 Uhr. An bestimmten Feiertagen bestehen gesonderte Öffnungszeiten. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der hohen Kategorie €€€ (über 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Hunde dürfen gegen einen Eintrittspreis auf das Gelände mitgenommen werden – allerdings maximal drei pro Besuchergruppe. Parken auf den Parkplätzen in der Umgebung mit unterschiedlicher fußläufiger Entfernung zum Eingang kostet Geld. Es wird jedoch aufgrund der sehr guten Anbindung von Gelsenkirchen Hbf. die Anreise mit dem Nahverkehr ans Herz gelegt (siehe unten).

Es können verschiedene Themenführungen gebucht werden, die einen Aufpreis kosten. Vor einem Besuch lohnt es sich, nach Rabattcoupons oder Aktionen Ausschau zu halten, die durchaus in Tageszeitungen oder Illustrierten, aber auch im Internet zu finden sind. Für den Eintritt und sogar für das Parken sind außerdem Jahreskarten käuflich erhältlich. Tickets können (ohne Rabatte o. ä. allerdings!) im Internet z.B. zum Direktausdruck oder Versand per Post gekauft werden und berechtigen zum direkten Durchgang in die Erlebniswelt, ohne an der Kasse ggf. in Warteschlangen stehen zu müssen.

Fahrräder oder andere Fortbewegungsmittel sowie Bälle oder Audiogeräte, die Tiere (und Besucher) stören können, dürfen nicht mit in die Erlebniswelt mitgenommen werden. Die Ausnahme sind Kleinkindfahrzeuge mit Lenkstange. Rollstühle können kostenlos gegen Pfand ausgeliehen werden. Bollerwagen sind für 2,50 Euro zu vermieten. Es lohnt sich, z.B. für die große Afrikawiese ein Fernglas mitzubringen!

Tipp des Autors: Die ZOOM-Erlebniswelt ist ein Haupt-Ausflugsziel für die gesamte Familie, für das man einen ganzen Tag einplanen sollte. Direkt am Zoo verläuft die Erzbahntrasse vorbei, die an der ZOOM-Brücke spektakulär endet und in Richtung Bochum weitere Sehenswürdigkeiten erschließt. Über sie ist die ZOOM gut mit dem Fahrrad erreichbar. Nicht weit entfernt liegt der ehemalige Zechenhafen Bismarck. Hier beginnt auch der Radweg auf der Hugobahn zur Halde Rungenberg.

Offizielle Internetseite: www.zoom-erlebniswelt.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 18 Gelsenkirchen-Bismarck. Aus Richtung Duisburg rechts, aus Richtung Dortmund links in die Reckfeldstraße nach Norden abbiegen und die Bahn überqueren. Dem Straßenverlauf jetzt als Grimbergstraße bis zur Kreuzung Bleckstraße folgen. Hier rechts abbiegen. Es gibt zahlreiche Parkplätze in unterschiedlicher Entfernung (gegen Gebühr).

Zieleingabe ins Navigationssystem: Bleckstraße 64 in Gelsenkirchen

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Wanne-Eickel Hbf., Gladbeck oder Dorsten mit der RB 43 bis Gelsenkirchen Zoo. Von dort drei Minuten Fußweg zur ZOOM-Erlebniswelt – einfach der Beschilderung (erstes Schild an der Treppe vom Bahnsteig) folgen, zweimal rechts und dann einmal links abbiegen. Achtung: Dieser Bahnhof ist nicht barrierefrei für Rollstühle! Alternativ von Dortmund Hbf., Hamm, Düsseldorf Hbf. oder Oberhausen Hbf. mit dem RE 3 bis Gelsenkirchen Hbf., von dort mit der Straßenbahn 301 Richtung Buer-Rathaus etwa 10 Minuten fahren bis zur Haltestelle ZOOM-Erlebniswelt (ca. 10-Minuten-Takt). Von dort etwa zwei Minuten zu Fuß zum Haupteingang. Diese Route ist halbwegs barrierefrei.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Die Erlebniswelt bildet das nördliche Ende des Erlebnis-Radweges auf der Erzbahntrasse. Am Kanal und damit faktisch direkt am Zoo entlang verlaufen Emscherweg und Emscher-Park-Radweg.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die ZOOM-Erlebniswelt dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet West" im Maßstab 1:50.000 liegt sie im Planquadrat B6. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

 

 

Der Tierpark in Hamm

Am Südrand von Hamm befindet sich der beliebte Tierpark der Stadt an der Schwelle zwischen Innenstadt und den ländlichen Vororten. Seine Wurzeln gehen zurück auf den bereits im Jahr 1934 eröffneten Tier- und Pflanzengarten, der im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, aber im Frühling 1951 nach Wiederaufbau neu eröffnet wurde. Seine Fläche beträgt nach stetiger Erweiterung heute etwa 6,5 ha. Im Vergleich zu anderen Zoos im Ruhrgebiet gehört er zu den kleineren Anlagen, ein ausgeschilderter Rundgang über das Gelände benötigt zwischen einer und zwei Stunden. Ein Besuch lässt sich somit gut mit weiteren Angeboten der Region zu einem erlebnis- und abwechslungsreichen Ausflugstag kombinieren.

Der Tierbestand ist trotz der Größe sehr vielfältig und reicht über Paarhufer, Spinnen, Reptilien und Vögeln bis zu Beuteltieren und Hasen – praktisch von A wie Affe bis Z wie Zwergkaninchen. Dabei sind vor allem die neueren Gehege und Anlagen liebevoll gestaltet, insbesondere die vor kurzer Zeit errichteten Einrichtungen wie das Reich der Erdmännchen oder der Bauernhof am Streichelzoo, in dem die Tiere mit vor Ort käuflich erwerblichem Futter gefüttert werden können. Einige Tiergehege sind mit Informationstafeln mit QR-Codes versehen, über den Smartphones via kostenlosem W-LAN auf vertiefende Informationen mit Bild und Ton zu den jeweiligen Tieren zugreifen können. Der barrierefreie Rundweg führt unter altem Baumbestand, was gerade in der heißen Jahreszeit sehr willkommen ist. Passiert wird außerdem ein kleiner See. Im Kern des Parks befindet sich der große Spielplatz mitsamt seiner Gastronomie.

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Tierpark Hamm

 

Informationen zum Besuch des Tierparks Hamm:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: täglich ab 9.00 Uhr und je nach Jahreszeit bis 17.00 Uhr oder 18.30 Uhr, an bestimmten Tagen (Heiligabend, Silvester, Rosenmontag) bis 13.00 Uhr geöffnet. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Hunde können an der Leine kostenlos mit in den Tierpark mitgenommen werden. An der Kasse lassen sich Bollerwagen gegen eine Gebühr plus Pfandabgabe (Personalausweis) geliehen werden. Es ist keine EC-Kartenzahlung möglich.

Tipp des Autors: Der Tierpark bietet sich zur kombinierten Freizeitgestaltung mit anderen Zielen in der Region besonders gut an. In der Nähe liegen der Maximilianpark sowie das Kulturrevier Radbod mit der Halde bei Bockum-Hövel. Im Ausläufer des Münsterlandes lassen sich sehr schöne und steigungsarme Radtouren planen!

Offizielle Internetseite: www.hammer-tierpark.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 18 Hamm. Aus allen Richtungen links abbiegen auf die B63 Werler Straße Richtung Hamm. Nach etwa 3,7 km wird eine Bahnstrecke über eine gewundene Umgehung überquert. 500 Meter dahinter links abbiegen in die Richard-Wagner-Straße. Nach 1 km links abbiegen in die Grünstraße – dazu die Beschilderung beachten. Die Bahn überqueren. Nach 700 m rechts auf den Parkplatz des Zoos fahren. Zum Parken fallen keine Kosten an.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Grünstraße 150 in Hamm

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Hamm (Westfalen). Vom Westeingang (Haltestelle August-Thyssen-Straße) mit dem Bus der Linie 7 Richtung Konrad-Adenauer-Schule bis Tierpark (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Richard-Wagner-Straße). Die Fahrtzeit beträgt etwa 15 Minuten.

 

 

Das Sea Life-Aquarium in Oberhausen

Mit etwa 3.000 m² Fläche ist das Sea Life Oberhausen das größte Süß- und Meerwasseraquarium in Deutschland und eine der größten Anlagen des Betreibers, der mehrere Sea Life-Aquarien in Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA betreibt. Es wurde von 2003 bis 2004 zeitgleich mit der benachbarten Marina Oberhausen auf dem Gelände der Neuen Mitte errichtet und zeigt etwa 20.000 Wassertiere in über 50 Großaquarien. Der Rundgang führt den Besucher thematisch flussabwärts von der Quelle und durch Tropfsteinhöhlen bis an die gezeiten- und wellengeprägte Küste, in den Hafen und ins Meer, in den Amazonas und in den tropischen Ozean. Große Glasflächen ermöglichen großen wie kleinen Interessierten einen guten Einblick in die ungewohnte Tierwelt. Durch einen Glastunnel kann der Besucher am Boden des größten Aquariums mit etwa 1,5 Millionen Liter Wasser hindurchgehen, während die Tiere über und neben dem Betrachter daherschwimmen.

Durch einige Tiere ist das Sea Life Oberhausen sehr bekannt geworden. Allen voran ist hier der Krake »Paul« zu nennen, der während der Fußball-WM 2010 von seinem Aquarium aus fast sämtliche Fußballergebnisse und auch das Ausscheiden der Deutschen Fußballnational-mannschaft aus diesem Turnier mit einer unbegreiflichen Trefferquote vorhergesagt hat. Auch Haie, Rochen, Riesenschildkröten oder Clownfische, die durch den Pixar-Zeichentrickfilm »Findet Nemo« besonders bei Kindern berühmt und beliebt wurden, kann der Besucher bewundern. Doch neben diesen »Hai-Lights«, wie man von offizieller Seite kreativ selbst sagt, sind auch die kleineren oder unbekannteren Wesen nicht minder interessant - vor allem die, die auch in heimischen Gewässern im Bereich der Bundesrepublik natürlicherweise vorkommen.

In allen Aquarien wurde versucht, eine an die natürliche Umgebung der Fische angepasste künstliche und möglichst artgerechte Welt zu schaffen. Obwohl eine Gefangenschaft auf kleinem Raum von Tieren, die normalerweise im großen Ozean, Seen oder Flüssen schwimmen, kritisiert werden muss, setzt der Organisator betont weniger auf die Show als auf ökologische Aspekte. Der Besucher erfährt viel über die Lebens- bedingungen der Tiere, ihre Gefährdung durch den Menschen und den schonenden Umgang mit der Natur. Gegen eine Haltung von Walen oder Delfinen entsagt sich auch der Veranstalter mehrfach deutlich.

Sea Life Oberhausen Eingang

 

Fische im Sea-Life

 

Lippenfisch

 

Krake Paul im Sea Life Oberhausen

Krake Paul - Tippkönig der Fußball-WM 2010 († 26.10.10)

Seepferdchen

 

Hai im Sea Life Oberhausen

 

Rochen

 

Sea Life Oberhausen

 

Unterwassertunnel im Sea Life Oberhausen

 

Sea Life Oberhausen

 

Sea Life Oberhausen

 

Clownfisch im Sea Life Oberhausen

Clownfisch

Clownfisch im Sea Life Oberhausen

 

Piranhas im Sea Life Oberhausen

 

Sea Life Oberhausen - Vorne wie hinten

 

Sea Life Oberhausen

 

Schildkröte Sea Life Oberhausen

 

Sea Life Oberhausen

 

Informationen zum Besuch des Sea Life Oberhausen:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Geöffnet täglich von 10.00-18.30 Uhr, an wenigen einzelnen Tagen bis 16.00 Uhr. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für das Sea Life entsprechen der hohen Kategorie €€€ (über 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Einige Euros sparen lassen sich durch Online-Tickets, wobei allerdings keine Bonusrabatte o.ä. gelten. Als Extra kann man mit Aufpreis die zehnminütige Fahrt in Kleingruppe in einem Glasbodenboot auf dem großen Atlantik-Aquarium buchen.

Im eigentlichen Aquarium wird der Besucheransturm geregelt. Dies wird erreicht durch einen Warteraum, in dem der Besucher in gesammelten mittelgroßen Grüppchen für wenige Minuten über die Anlage informiert wird. Es kommt daher immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen gleichzeitig in die Ausstellung. Dies bedeutet, dass in den verschiedenen Bereichen erfreulicherweise kein übergroßer Andrang herrscht, es jedoch vor der Kasse bzw. vor dem Warteraum zu einer Wartezeit kommen kann. Insbesondere an besucherstarken Tagen (z.B. am Wochenende) sollte man sich darauf einrichten, vor allem, weil die Wartezone außerhalb des Gebäudes nicht überdacht ist (Sonnen- oder Regenschutz nicht vergessen!).

Fotografieren ist im Aquarium ausdrücklich erlaubt. Es darf dabei aber verständlicherweise kein Blitzgerät verwendet werden! Überprüfen bzw. üben Sie vielleicht vor einem Besuch, ob und wie Ihre Kamera für dunkle Motive einzustellen ist. Es ist manchmal knifflig, die kleineren und hektischen Fische in der Dunkelheit scharf abzulichten.

Im Sea Life gibt es ein Bistro / Kiosk in der Nähe des »Nordseegrundes« sowie am Ende des Rundgangs einem Andenkenladen folgend ein Restaurant. Sanitäre Einrichtungen sind verteilt über den Rundgang z.B. am Eingang, am Kiosk oder am Restaurant. Hunde sind nicht erlaubt.

Offizielle Internetseite: www.sealifeeurope.com

Tipp des Autors: Neben einem Rundgang über das Gelände der Neuen Mitte mit CentrO, Gasometer und Co. bietet sich als weiterer kleiner Zoo der Kaisergarten neben dem nahegelegenen Schloss Oberhausen an. Nahe dem Sea Life liegen in östlicher Richtung mit dem Gehölzgarten Ripshorst, dem Emscher Klärpark und dem Gleispark Frintrop weitere Ziele, die sich mit Naturthemen beschäftigen.

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 Oberhausen-Dortmund bis zur Ausfahrt Oberhausen-Neue Mitte. Aus Richtung Dortmund dem Straßenverlauf über die Ampel geradeaus folgen, aus Oberhausen zunächst rechts abbiegen. Sie überqueren dann von beiden Varianten aus kommend die Emscher und den Kanal über eine markante Bogenbrücke. Jetzt wird es komplizierter. An der dritten Ampel der Beschilderung Richtung CentrO folgend rechts abbiegen und dann rechts halten. Nutzen Sie eine der beiden Zufahrten zu den Parkhäusern (Parkhaus 3!) rechts hinter dem Metronom-Theater mit der grünen Kuppel. Parken ist hier kostenlos. Sollten Sie die Einfahrten verpassen: nicht Schlimm, im Wendehammer können Sie zurückfahren und es erneut probieren. Aus dem Parkhaus zu Fuß der Straße über den Wendehammer hinaus weiter folgen. Das CentrO selbst links liegenlassen und rechts am Wasserbecken, auf das Sie zulaufen, vorbeigehen. Dann gelangen Sie geradewegs zum Sea Life.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Centroallee in Oberhausen

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Oberhausen Hbf. Dort aus dem Bahnhofsgebäude links laufen zur Straßenbahnhaltestelle (nicht zum ZOB geradeaus!). Vom Gleis 1 fahren alle Busse und Straßenbahnen zum CentrO im dichten Takt. Steigen Sie an der Haltestelle »Neue Mitte« aus. Zu Fuß vom Platz der Guten Hoffnung entweder durchs CentrO oder links von dessen Eingang am Wasserbassin entlang immer geradeaus und erst am Ende des Bassins links halten. Hinter einer Eisenbahnbrücke ist das Sea Life bereits sichtbar. Der Fußweg beträgt etwa 700 Meter.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Emscher-Park-Radweg und Emscherweg verlaufen auf der nördlichen Kanalseite nah am Sea Life Oberhausen vorbei.

 

 

Der Tierpark im Stadtgarten Recklinghausen

Ein wenig außerhalb der Innenstadt steht das bekannte Ruhrfestspielhaus im Stadtgarten von Recklinghausen, einer ausgedehnten Grünanlage mit altem Baumbestand und Spiel- und Tennisplätzen. Im Herzen dieses Gartens befindet sich der kleine Tierpark.

Seit 1931 existiert an dieser Stelle der seinerzeit nach der Landschaft und dem Bezirk Vest sogenannte Vestische Zoo, der noch Großtiere wie Löwen, Bären oder Zebras zur Schau stellte. Bereits in den Vorjahren gab es im 1906 eröffneten Stadtgarten kleinere Gehege mit eher heimischen Wildtieren und Wasservögeln. Genau 30 Jahre später erfolgte die Übernahme der Trägerschaft des Tierparks durch die Stadt Recklinghausen, woraufhin sich Größe und Konzept änderten – es erfolgten im Laufe der Zeit ein Rückbau und die Aufgabe der Haltung von Großtieren. Auf einer überschaubaren Fläche präsentiert sich heute ein nur etwa ein Hektar großer Zoo mit schätzungsweise 20 Tiergehegen. Zu sehen sind zum Teil heimische oder Hoftiere wie beispielsweise Schafe und Ziegen, Schweine, Esel, Kaninchen, Fasane, Tauben und Frettchen. Daneben lassen sich Steppenfüchse, Rhesusaffen, Sittiche oder Bussarde beobachten. Besondere Attraktion ist die begehbare Vogelhalle mit freifliegenden Beos, Sittichen, Webervögeln, Wachteln, Kanaris, Papageien, aber auch mit Schildkröten und Degus. Eine Spezialität sind die im Tierpark freilaufenden Hühner und Pfauen, die hin und wieder den Besuchern mit stolzem Radschlag ihre schönen „Augen“ präsentieren – und der Pfau-Mama laufen ihre Küken hinterher.

Nicht zu vergessen sind jedoch auch andere ökologische Aspekte, auf die der Zoo aufmerksam macht, von der Kopfweide bis zum großen Insektenhotel – und natürlich der kleine Spielplatz neben dem Stall der Kaninchen und Meerschweinchen.

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen

 

Tierpark Recklinghausen Tierpark Recklinghausen

 

Informationen zum Besuch des Tierparks Recklinghausen:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Geöffnet ganzjährig ab 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Sommerzeit und 16.30 Uhr in der Winterzeit, Ausnahmen an speziellen Feiertagen (z.B. Rosenmontag) sind auf den Internetseiten u.a. vom Förderverein angegeben. Der Eintritt ist frei, die Abgabe von Geldspenden (in der Vogelhalle) und Futterspenden (Abgabe in einen Sammelbehälter, Verwendung durch das Personal nach Sichtung) ist möglich. Hunde dürfen wegen der freilaufenden Pfauen und Hühner nicht mit in den Tierpark genommen werden.

Selbständiges Füttern der Tiere ist nicht erlaubt. Zeitweise ist der Streichelzoo geöffnet. Außerhalb des Tierparks existiert eine Einkehrmöglichkeit (Ausgang Vogelhalle).

Offizielle Internetseite: www.recklinghausen.de
Förderverein: www.foerderverein-tierpark.de

Tipp des Autors: Der Zoo ist recht klein. Daher lässt sich sein Besuch mit anderen Zielen in der Nähe kombinieren, beispielsweise mit dem Landschaftspark Hoheward und den großen Halden im Emscherbruch.

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 11 Recklinghausen / Herten. Aus Richtung Bochum die erste Ausfahrt nehmen und rechts abbiegen auf die Hertener Straße, aus Richtung Münster die dritte Ausfahrt (zunächst kreuzähnliche Abfahrt der L511 passieren!) und links abbiegen auf die Hertener Straße. An der Ampel links abbiegen auf den Westring. Nach 2 km rechts abbiegen in die kleinere Straße Cäcilienhöhe. Nach wenigen hundert Metern kann bereits die Parkgelegenheit am linken Straßenrand genutzt werden. Der Tierpark liegt unweit des Ruhrfestspielhauses inmitten des Stadtgartens. Eine Beschilderung dorthin existiert zwar nicht, doch der Zoo lässt sich recht einfach finden. Parken lässt sich sehr gut auch am Ruhrfestspielhaus. Einfach zu Fuß über die Brücke zum Festspielhaus und dahinter schräg-rechts-geradeaus halten. An der nächsten Wegkreuzung rechts zum Osteingang.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Cäcilienhöhe, Nähe Kreuzung Arenbergstraße und Otto-Burrmeister-Allee in Recklinghausen

Anreise mit Bus und Bahn: Von Recklinghausen Hbf. mit den Bussen der Linien 214 Richtung Herten oder 270 Richtung Marl bis Am Rosengarten (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Arenbergstraße). Über den Weg neben Hausnummer 98 zum Tierpark. Alternativ mit dem Bus 223 Richtung Marl bis Festspielhaus und von dort in den Stadtgarten und zum Tierpark.

 

 

Der Naturwildpark Granat in Haltern-Lavesum

Direkt am Übergang des Ruhrgebietes zum ländlich geprägten Münsterland erstreckt sich der Naturpark Hohe Mark – Westmünsterland. Kern des Naturparks ist die bewaldete und hügelige Hohe Mark, die sich nördlich der Lippe auf bis zu 145 m ü. NN erhebt. Mittig zwischen den Städten Haltern am See und Reken befindet sich der Naturwildpark wenige Kilometer außerhalb des Stadtteils Haltern-Lavesum. Er hat eine Fläche von über 60 ha und bietet ständig ca. 400 bis 500 vor allem heimische, aber auch einige exotische Tiere, die sich größtenteils frei auf Wiesen, in Wäldern oder auf Lichtungen aufhalten. Nur einzelne Tiere sind in zooartigen, aber großzügigen Gehegen untergebracht.

Durchaus mag es Erfahrungen aus anderen Wildparks geben, dass man dadurch einige Tiere (natürlicherweise) gar nicht oder nur während einer einzigen Fütterung am Tage zu Gesicht bekommt. Das ist hier so nicht ganz richtig. Im Gegenteil: Hinter dem Eingang mit dem riesigen Hüpfkissen passiert man das Wolfgehege. Nie im Traum hätte man gedacht, tatsächlich eines dieser scheuen Tiere sehen zu können, doch bereitwillig präsentierte es sich bei meinem Besuch auf einem Felsen und beobachtete neugierig die Menschen. Gegenüber suhlten sich Wildschweine im Schlamm. Der Weg führt in den Wald und durchquert ein Gehege, in dem Hängebauchschweine den Weg kreuzen. Man passiert Volieren mit Vögeln, einen Tümpel und ein Gehege mit Kängurus, Nandus und Puten. Die letzten kleinen Gehege, die allerdings im Vergleich zu Tierparks riesig sind, werden von Luchsen und Guanakos bewohnt. Schließlich gelangt man auf die große Hochwildwiese.

Hinter einem Gatter, an dem gewarnt wird, männliche Tiere besser nicht aus der Hand zu füttern, eröffnet sich die größte Fläche des Naturwildparks, auf der sich Hirsche, Dam- und Muffelwild in großen Gruppen aufhalten und die über Wanderwege frei erkundet werden kann. Das hügelige Terrain besteht aus einer großen Wiesenfläche und anschließendem Wald. Die Tiere lassen sich mit in Automaten erhältlichem oder mitgebrachtem Futter locken und füttern. Auf den großen Wiesen tummelt sich das Wild, kreuzt die Wege mit höllischem Tempo und verschwindet im Wald, um nach einer großen Kehre auf der anderen Seite wieder durchzubrechen. Beeindruckend und kraftvoll sind die Tiere, zugleich aber so zutraulich, dass diese ohne Ängste direkt am oder auf dem Weg stehen oder fressen. Und weiterfressen, wenn man unmittelbar an ihnen vorbeigeht. Für den Menschen bieten sich zwecks Nahrungsaufnahme zahlreiche Rastplätze und Aussichtspunkte an. Bitte aber nicht erschrecken, wenn man tierischen Besuch bekommt. Hirschgulasch vom Vortag aus der Tupperbox ist vielleicht auch keine gute Idee...

Wolfgehege im Naturwildpark Granat

 

Wolfgehege im Naturwildpark Granat

 

Wildschwein

 

Wildschwein Frischling

 

Kaninchen im Naturwildpark Granat in Haltern-Lavesum

 

Känguru im Naturwildpark Granat in Haltern-Lavesum

 

Guanako im Naturwildpark Granat in Haltern-Lavesum

 

Luchs im Naturwildpark Granat in Haltern-Lavesum

 

Rehe im Wildpark Granat

 

Reh im Naturwildpark Granat

 

Rehe

 

 

Wild

 

Bambi

 

Informationen zum Besuch des Tierparks Recklinghausen:

Eintrittspreise und Öffnungszeiten: ganzjährig von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, Heiligabend und Silvester bis 16.00 Uhr. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Park entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Aufgrund der Tatsache, dass Besucher durch die großen Gehege frei hindurch laufen können, ist die Mitnahme von Haustieren verboten. Fotografieren ist im Park kein Problem, sofern die Bilder nicht kommerziell genutzt werden. Störend auf Fotos auswirken können sich unter Umständen bei einigen wenigen Gehegen Zäune mit engem Maschenabstand, z.B. bei Wolf und Luchs. Im Park existieren zahlreiche Rastmöglichkeiten für ein ausgiebiges Picknick. Darüber hinaus bietet er am Eingang einen Kiosk mit Angebot für den kleinen Hunger und Süßigkeiten. Hier befinden sich auch sanitäre Anlagen.

Offizielle Internetseite: www.naturwildpark.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 7 Haltern-Lavesum. Aus Richtung Bochum links, aus Richtung Münster rechts abbiegen auf die Sythener Straße Richtung Lavesum. Der L652 durch Lavesum und Lochtrup ca. 5 km folgen. Am Ende rechts auf die Granatstraße und auf ihr 1 km fahren, bis in einer Linkskurve die Zufahrt zum Parkplatz des Wildparks mit einem eher unscheinbaren Schild markiert ist. Hier bestehen direkt am Eingang gute und kostenlose Parkmöglichkeiten teilweise auch im Schatten.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Granatstraße 626 in Haltern am See

Anreise mit Bus und Bahn: Der Naturwildpark ist ohne größere Fußwege leider nicht durch den öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Nah am Naturwildpark führt die Naturpark Hohe-Mark-Route entlang. Zum Teil ist die Hohe Mark Teil der Radregion Münsterland.

 

 

Der Wildwald Voßwinkel in Arnsberg

Zugegebenermaßen befindet sich Arnsberg-Voßwinkel eindeutig nicht mehr im Ruhrgebiet – unabhängig davon, welche Definition zur Eingrenzung des Ballungsraumes man auch auswählt. Doch durch seine Nähe und den Erlebniswert lohnt ein Blick über den Tellerrand.

Der Wildwald liegt nahe der Ortschaft Bellingsen im nördlichen Sauerland und ist etwa 20 Auto-Minuten von der nächsten Ruhrgebiet-Stadt Fröndenberg entfernt. Es handelt sich dabei um eine Anlage im Lüerwald, die auf eine Kombination von nachhaltiger Forstwirtschaft, sanftem Tourismus und Naturschutz setzt. Besucher des Waldes können hier seit etwa 1970 heimische Tierarten in nahezu freier Wildbahn beobachten. Der besuchbare etwa 650 Hektar große Wildwald teilt sich in fünf Hauptbereiche auf: Die größten Flächen nehmen die Reviere des Rotwildes und der Wildschweine ein. Hier streift der Besucher mitten durch die Reviere und trifft weitgehend ohne Zaun direkt auf die Tiere – unter Umständen kann es passieren, dass sich Mensch und Tier dann mehr oder weniger erschrocken gegenüberstehen. Kerngebiet des Hirschreviers im Wildwald Voßwinkel ist der Halberg, ein dichter Wald, und die Große Wildwiese. Panoramapunkte bieten gerade an dieser Wiese einen guten Blick auf das Wild, das sich insbesondere zur Fütterungszeit an den Trögen versammelt. Das Gebiet durchziehen einige Bäche und Teiche. Bäume sind mithilfe von Klapptafeln, die man anheben muss, in Textform erläutert. Vereinzelt findet man Waldstationen, kleine überdachte Informationsstände zu speziellen Themen. An Tieren sind hier hauptsächlich Rotwild, Damwild und Mufflons zu beobachten, die sich auch ohne die Fütterung zeigen und gut beobachten lassen. Bei der Fütterung um 11.30 Uhr erfährt der Besucher jedoch vieles über das Leben, Geweihe und der Umgang des Hochwildes. Der Heger steht hierbei am überdachten Panoramapunkt kompetent Rede und Antwort, wenn wichtige Fragen auf den Nägeln brennen.

Das Revier der Wildschweine ist eines der beiden großen Bereiche des Waldes und liegt ganz im Westen. Vom Eingangsbereich ist das Areal der Fütterung durch einen überdachten, ca. 400 Meter langen Allwetterweg erreichbar. An dieser Stelle trifft man um 14.30 Uhr eine große Anzahl an Keilern, Bachen und Frischlingen an, die mehr oder weniger sanft miteinander umgehen. Zur Fütterung bläst der Heger das Horn. Auch in diesem Revier kann der Besucher frei durch den Wald streifen. Im Flyer liest sich der Satz »Wildschweine haben Vorfahrt«, was vermutlich auch nicht lange diskutiert zu werden braucht...

Von der Wildschweinfütterung aus ist es nur ein (Raub-) Katzensprung zurück Richtung Waldeingangshaus zu den nachtaktiven heimischen Tieren. Hier schlummern Dachse, Füchse und Waschbären sowie Uhus und Schleiereulen. Ist es einerseits schade, dass sie in – wenn auch zu Zoos vergleichsweise großen – Gehegen gehalten werden, wird hiermit überhaupt die Gelegenheit gegeben, diese sehr scheuen Vertreter zu Gesicht zu bekommen. Allerdings braucht der Besucher im Normalfall auch hier sehr viel Geduld, um auch nur die Hälfte der Arten sehen zu können. Insbesondere der Fuchs, der Dachs und die Schleiereulen halten sich üblicherweise sehr bedeckt. Den Dachs kann man mit etwas Glück durch ein Fenster in seinem dunklen Bau erahnen und atmen hören. Bei der Fütterung der Nachtjäger um 15 Uhr erwachen alle Gehege zu Leben. Die Waschbären verteidigen intensiv ihr Futter und auch der riesige Uhu nimmt die Beute auf. Der Fuchs ist deutlich nervöser und lässt sich nur mit viel Mühe überhaupt fotografisch festhalten. Der Dachs wartet bedächtig, bis es ruhiger wird und die neugierigen und lauten Menschen zu den Schleiereulen geführt werden. Schließlich stupst er mit der Schnauze die auf die Näpfe gelegten Steine zur Seite. Sie verhindern, dass Vögel das Futter stehlen. Die Verdauung findet dann wieder in der Dunkelheit des Baus statt. Trotzdem gibt es so die Möglichkeit, außer bei Wikipedia und bei »Als die Tiere den Wald verließen« auch in der Realität eines der Tiere mit der interessanten Fell-Musterung sehen zu können, wenn auch sehr kurz. [...]

Wildwiese im Wildwald Vosswinkel

 

Muffel-Widder (Mufflon)

 

rotwild

 

Hirsch im Wildwald

 

Wildschwein

 

Wildschwein-Frischlinge

 

Wildschwein-Frischling

 

Wildschwein

 

Waschbär

 

wildwald Voßwinkel Waschbär

 

Uhu im Wildwald Voßwinkel

 

Dachs im Wildwald Voßwinkel

 

Haarhof

 

Gans im Haarhof

 

Glückliches Hausschwein

 

Schaf im Wildwald Voßwinkel

 

Der Haarhof ist ein romantischer Bauernhof mit einem Bauerngarten. Er liegt in der äußersten Südostecke des Wildwaldes und wird durch das Hirschrevier erreicht. Der Bauernhof liegt direkt am Rundweg Ost. Der Weg dorthin führt vorbei an Aussichtspunkten und zahlreichen Ameisenhaufen, an denen sich die fleißigen Bauarbeiter gut mit bloßem Auge oder der Lupe bei der Arbeit beobachten lassen können. An Tieren bietet der Haarhof vor allem Schweine, Schafe, Gänse, Kaninchen und einen Esel. Teilweise lassen sich Tiere sogar anfassen – insbesondere das große Bentheimer Hausschwein ist neugierig und nimmt mit der Steckdosen-Nase alle Gerüche auf. Wenn es nicht gerade beim Kratzen am Unterstand die ganze Holzkonstruktion zum Wackeln bringt.

Der Eingangsbereich versteht sich als Unterhaltungs-, Gastronomie- und Lernbereich. Hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurationen, Toiletten und naturpädagogische Einrichtungen. Neben dem Waldeingangshaus findet der kleine Gast, der vom vielen Laufen im Wald und vielen neuen Informationen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt ganz geschafft ist, die Möglichkeit, sich gänzlich auszutoben. Ein Abenteuerspielplatz auf drei verschiedenen Höhenstufen bietet Rutschen, Wippen, Seilbahn, Kletterburg, Schaukeln und Flöße auf einem flachen Weiher an. Bei entsprechendem Wetter können die Kinder dann auch im Bach im Matsch spielen (zur großen Freude der Kinder, zum Ärger derjenigen, denen das Auto gehört oder die die Kleidung waschen müssen). Dringend zu erwähnen ist der Team-Klettergarten-Wildwald, der nur für gebuchte Gruppen zum Wunschtermin öffnet. Die Hochseilelemente "Himmelsleiter", "Seiltanz", "Coaching-Bridge" und "Team-Bridge" lassen sich im Schwierigkeitsgrad anpassen, machen eine Menge Spaß und fördern Zusammenarbeit, Kommunikation und das gegenseitige Vertrauen in der Gruppe. Ein besonderes Highlight ist der "Giant Swing", eine große Flugschaukel mit Selbstauslöser und Freifall-Phase. Für die Gruppen-Aktivitäten muss es jedoch nicht unbedingt in die Höhe gehen. Seit 2019 bietet der Team-Klettergarten z.B. das "Outdoor-Exit-Game".

Informationen zum Besuch des Wildwald Voßwinkel:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: ganzjährig geöffnet. Das Waldeingangshaus ist ab Mitte März bis Oktober täglich zwischen 9.00 und 17.00 Uhr geöffnet, danach Sa, So und feiertags sowie in den Ferien 10.00-15.00 Uhr. Der Ausgang ist unbegrenzt, Dämmerungs- oder Nachtwanderungen sind daher (fast) immer möglich. Ebenfalls eine Option sind Besuche am frühen Morgen, wobei der Eingang geöffnet ist und das Eintrittsgeld beim Verlassen des Waldes bezahlt wird.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für den Wildwald entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person) bzw. am Wochenende der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. EC-Kartenzahlung ist erst ab 10,- Euro möglich. Ferner bietet der Wildwald an, die Anreise mit dem Auto durch eine CO2-Ausgleichszahlung von 50 Cent ökologisch zu "neutralisieren".

Zu kontrollieren sind die Fütterungszeiten, die, um garantiert Tiere zu sehen – insbesondere nachtaktive –, unbedingt eingeplant werden sollten. Hunde sind nicht erlaubt, da die Wildtiere frei umherlaufen. Des Weiteren sind geeignete Kleidung und Schuhe zu wählen. Trotzdem die Wege grob geschottert sind, handelt es sich immer noch um einen Wald, der stellenweise (auch auf Bänken und Spielgeräten) naturgemäß feucht sein kann. Für Kinder sollten alte Kleidungsstücke oder Wechselbekleidung mitgenommen werden. Theoretisch ist der Wald bei jedem Wetter sehenswert. Im Sommer bei größter Hitze schafft er Abkühlung, bei Regen kann ein Spaziergang unter dem Laubwerk ganz romantisch sein – insbesondere, wenn ein Reh aus dem Nebel hervortritt. Und in der kalten Jahreszeit sind im schneereichen Sauerland schöne Winterwanderungen möglich. Vom "Indian Summer" ganz zu schweigen. Es bietet sich an, Ferngläser oder Nachtsichtgeräte (bei Dämmerung) mitzunehmen. Optional können Feldstecher im Waldeingangshaus ausgeliehen werden. Vergessen Sie auch Fotoapparate und eventuelle Teleobjektive nicht!

Offizielle Internetseite: www.wildwald.de

Klettergarten: www.klettergarten-wildwald.de

Anreise zum Wildwald Voßwinkel mit dem Auto (empfohlen): Auf der A44 Dortmund-Kassel bis zum Autobahnkreuz Werl. Dort auf die A445 Richtung Arnsberg fahren. An der nächsten Ausfahrt Wickede nach wenigen hundert Metern wieder abfahren und der Beschilderung Richtung Wickede folgen. Dem Straßenverlauf durch Wickede über die Bahn und über die Ruhrbrücke folgen. Am ehemaligen Marienkrankenhaus in Wimbern an der Ampel links auf die B7 Richtung Arnsberg. Hier ist der Wildwald Vosswinkel bereits ausgeschildert. Hinter der Siedlung (Achtung: Radarfalle) führt rechts an einem großen Hinweisschild die Straße Bellingsen Richtung Wildwald. Hier muss der Beschilderung um ein paar Kurven gefolgt werden. Direkt vor dem Waldeingangshaus werden zahlreiche Schattenparkplätze angeboten.

Zieleingabe in das Navigationssystem: Bellingsen 5 in Arnsberg

Anreise mit Bus und Bahn (nicht empfohlen): Ausgangspunkt ist der Bahnhof Wickede. Er wird von Hagen aus mit dem RE 17 oder von Dortmund mit dem RE 57 (kein VRR-Tarif!) erreicht. In Fröndenberg besteht Umsteigemöglichkeit zu beiden Linien mit der RB 54 aus Richtung Unna. Vom Bahnhof Wickede mit dem Bus der Linie 611 Richtung Wimbern bis Am Stakelberg. Von dieser Bushaltestelle ist ein Fußweg ausgeschildert, der auf der Internetseite des Wildwaldes mit 20 Minuten Zeit angegeben ist. Der Bus fährt nicht zu jeder Stunde. Eine Anreise mit dem Nahverkehr ist unbedingt vorher genau zu planen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In einiger Entfernung verläuft der RuhrtalRadweg am Wildwald vorbei und ist ab Neheim über einen Abstecher auf dem alten R12-Radweg erreichbar.

 

 

Das Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel

Desireh, Bonbon, Flocke & Co. im Weißhirschpark im Re(h)vier

Dass es weiße Hirsche gibt, weiß man nicht zuletzt dank des Kinderbuch-Klassikers „Als die Tiere den Wald verließen“ von Colin Dann. Darin flieht eine muntere Gruppe verschiedener (und durchaus an verschiedenen Stufen der Nahrungskette stehender) Tiere aus ihrem gewohnten Wald und findet Schutz im "Weißhirschpark". Sein Name leitet sich von den stolzen Hirschen mit ihrem weißen Fell ab. Die als Zeichentrickfilm umgesetzte Handlung bestand letztlich aus drei Serien-Staffeln. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser an die Geschichte, die um 1979 als Buch veröffentlicht und im Fernsehen in den 1990er Jahren ausgestrahlt wurde.

Auch das Re(h)vier hat einen Weißhirschpark. So in der Art. Offiziell heißt es Wildgehege Grutholz, aber beim Anblick der weißen Wildtiere hat der ein oder andere diesen Film sicherlich vor Augen. Entstanden ist das Gehege 1969 im Zusammenhang mit dem Bau der Siedlung Deininghausen als benachbartes Naherholungsgebiet. Es liegt nördlich des Stadtzentrums von Castrop-Rauxel im ländlichen Raum unweit der Autobahn A42. Das Wildgehege erstreckt sich über 4 Hektar Waldfläche und kann ständig besucht werden. Betreut wird es von einem Förderverein. Zusammen mit dem benachbarten Waldspielplatz ist es ein sehr lohnenswertes Ziel insbesondere für Kinder – nicht nur für den Nachwuchs der Siedlung. Diese können auch als Pate für die Tiere dienen, die mit teils ganz passenden oder auch sehr kreativen Namen wie Desireh, Bonbon oder Flöckchen getauft sind. So hießen einige zumindest im Jahr 2017. Inzwischen dürften Tiere gestorben und neue mit noch lustigeren Namen geboren sein. Die Namen der Tiere und Tierpaten stehen auf einer Infotafel hinterm Zaun.

Ganz in der Nähe des Waldspielplatzes lässt sich das Gehege am besten überblicken. Hier findet man neben Bänken für eine Rast auch einen Futterautomaten, an dem man spezielles Futter kaufen kann. Damit lassen sich das Damwild und die Sikahirsche durch den Zaun füttern. Im begrenzten Maße ist es allerdings auch erlaubt, mitgebrachte Nahrungsmittel zu füttern. Erlaubt sind beispielsweise Möhren, Äpfel oder Birnen. Wie cool ist man wohl als Opa, Tante, Bruder, Vater oder sonstiger Verwandtschaftsgrad, wenn man für den kurzen Nachwuchs eine Tüte bereits geschnittener Möhren herbeizaubern kann?! Der wird sich vielleicht ein Leben lang daran erinnern! Allerdings lassen sich auch Szenen beobachten, in denen Kinder ohne zu gucken werfen (meist landet alles noch vorm Zaun, mit Glück noch die Möhre auf der Birne vom Hirsch) und Opa beschließt, dass das diesmal definitiv der letzte Besuch sein würde. Wer ein paar Schritte weitergehen kann und möchte, sollte Ausschau nach Pfauen halten. Auch diese laufen durch das Wildgehege und lassen sich mit etwas Glück beim Schlagen eines mächtigen Rades aus Pfauenfedern beobachten. Und weil wir uns im Weißhirschpark befinden, sind einige Exemplare ebenfalls vollständig weiß. Eine Besonderheit, die ich in dieser Form auch noch nie gesehen habe. Nach einer kurzen Umrundung kommt man wieder an der Fütter-Stelle an. Die Besucher sind andere als vorhin. Kindliche Freude und trauriger Frust liegen in der Luft und sind schon von Weitem zu hören. Eltern machen Selfies mit ihren Kurzen, andere fotografieren stolz den Nachwuchs, wie er sich traut, die Nase vom Hirsch zu streicheln. Ein bisschen Freizeit im Wald mit selten zu beobachtenden Tieren. Freizeit, die sich jeder leisten kann.

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

Wenn ich Pate wäre, würde ich mein Reh übrigens Kartoffelpü nennen. Für Freunde der Wiedergeburt bietet sich noch Inkarnation an. Künstler könnten es Trospektive taufen. Tina ist auch ein schöner Name. Für Augenärzte (Reh Tina). Wie viele Fremdworte mit Re- gibt es wohl noch? Und wieso liegt hier ein Internetausdruck mit der Reh-zeptur von Hirschgoulasch?

Informationen zum Besuch am Wildgehege Grutholz:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Gehege ist ständig und frei zugänglich. Für den Futterautomat (sofern gefüllt und nicht leergekauft) müssen passend 50-Cent-Münzen mitgebracht werden. Einige Nahrungsmittel wie Möhren, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Pflaumen (entsteint!), Getreide sowie Kastanien, Eicheln oder Bucheckern dürfen mitgebracht und selbst durch den Zaun verfüttert werden – nicht jedoch Brot und Brötchen sowie angeschimmeltes Essen. Eine Informationstafel klärt darüber auf, was erlaubt ist und was nicht. Im Zweifelsfalle verzichten Sie bitte zugunsten der Gesundheit der Tiere. Sollte Essen verschmäht werden, so ist dieses mitzunehmen bzw. im Mülleimer zu entsorgen.

Hin und wieder werden besondere Aktionen insbesondere für Kinder angeboten. Mehr Informationen dazu bietet die offizielle Webseite des Fördervereins (siehe unten). Das Gehege kann nur unter Betreuung des Vereins bei Veranstaltungen betreten werden. Im Normalbetrieb ist es über die Aussichtspunkte zu überblicken. Ein Waldweg führt einmal rings herum. Allerdings sind die Einblicke auf der nördlichen Seite beschränkt. Wer die Tiere fotografieren möchte, muss etwas mit dem Zaun mit den dünnen Gitterstäben kämpfen. Man kann sich an allerhand Tricks versuchen, diese im späteren Bild unsichtbar scheinen zu lassen.

Offizielle Internetseite: www.wildgehege-grutholz.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 26 Castrop-Rauxel. Aus Richtung Autobahnkreuz mit der A45 links, aus Richtung Oberhausen rechts abbiegen auf die B235. An der nächsten Ampel links abbiegen in die Pallasstraße, die in die Oststraße übergeht und die Autobahn quert. Nach ca. 1,7 km links abbiegen in die Dresdener Straße und dann links in die Wittenberger Straße. Möglichst gegen Ende am Rand parken und zu Fuß der Beschilderung folgend vorbei am Spielplatz zum Wildgehege.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Wittenberger Straße (z.B. Hausnummer 38) in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Von Castrop Münsterplatz (Nähe Bahnhof Castrop-Rauxel-Süd, mit RB 43 von Dortmund Hbf. oder Herne erreichbar) oder Nette / Oestrich S-Bahnhof (mit S2 von Dortmund Hbf. oder Recklinghausen Hbf.) mit dem Bus der Linie 361 bis Deininghausen (ein Halt davor zum Bereitmachen: Weimarer Straße bzw. Oststraße). Zu Fuß entlang der Dresdener Straße bis zur Wittenberger Straße und dieser bis zum Ende etwa 500 m vorbei am Waldspielplatz folgen. Das Wildgehege ist ausgeschildert. Es ist auch eine Anreise zum Hauptbahnhof Castrop-Rauxel möglich mit einem ca. 25 minütigem Fußweg (Bahnhofstraße nach Süden – Europaplatz – Grutholzallee – Am Wildgehege).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Radwanderweg "Grüne Acht" führt in der Nähe vom Wildgehege vorbei. Auch der Fernwanderweg XE Emscherweg passiert das Grutholz.

 

 

Das Wildgatter im Heissiwald in Essen

Oberhalb des Baldeneysees bei Werden befindet sich das Wildgatter im Heissiwald. Es ist eine Station auf der Wandertour auf dem "BaldeneySteig" und wird in dessen Beschreibung als Station Nummer 11 näher vorgestellt.

Das Wildgatter im Heissiwald wird ausführlicher in einem Beitrag zum ► BaldeneySteig beschrieben.

 

Informationen zum Besuch am Wildgatter im Heissiwald:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Gehege ist ständig und frei zugänglich.

Offizielle Internetseite: www.wildgatter-essen.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A52 bis zur Ausfahrt 28 Rüttenscheid (aus Richtung Bochum) und direkt links auf die B224 bzw. zur Ausfahrt 27 Haarzopf (aus Richtung Düsseldorf) und zunächst geradeaus und dann rechts auf die B224. Nach 2,6 km an einer Ampelkreuzung rechts abbiegen auf die Straße Weg zur Platte. Hinter dem Waldrand (nach Haus 47) befindet sich ein Parkplatz auf der linken Seite. Von hier aus auf der Straße weiter laufen bis zum Gatter.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Weg zur Platte, hinter Haus Nummer 47 (im Wald)

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen Hbf. mit der S6 Richtung Düsseldorf bis Essen-Werden. Vom Bahnhof Werden auf der Bahnsteigseite Richtung Düsseldorf die Straße Tiergarten bergauf, am Ende kurz links auf die Dahler Höhe und sofort wieder rechts in den Weg Am Korintenberg. Auf diesem immer geradeaus bis in den Wald und zum Wildgatter.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der BaldeneySteig führt direkt am Gehege entlang. Auch vom RuhrtalRadweg sind Abstecher möglich.

 

 

Das Tiergehege im Kaisergarten in Oberhausen

Nicht weit entfernt vom bekannten Einkaufszentrum CentrO liegt der Kaisergarten direkt am Rhein-Herne-Kanal und am Schloss Oberhausen. Es ist ein grünes Naherholungsgebiet mit einem See, Minigolfanlage und dem großen Tiergehege, das sich rechts und links eines kleinen Gewässers erstreckt.

Das Tiergehege im Kaisergarten wird ausführlicher in einem eigenen Beitrag zum ► Schloss Oberhausen beschrieben.

 

Informationen zum Besuch am Tiergehege im Kaisergarten Oberhausen:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: ganzjährig ab 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr (Winterzeit) oder 19.00 Uhr (Sommerzeit) geöffnet. Der Eingang wird eine halbe Stunde vor Ende geschlossen, eine Glocke bittet die Besucher zum Verlassen des Geheges. Der Eintritt ist frei. Hunde können an der Leine geführt mit in das Tiergehege mitgenommen werden. Im Tiergehege befinden sich Futterautomaten, an denen Wildfutter zum Verfüttern gekauft werden kann. Das Füttern mit eigenen Nahrungsmitteln (Ausnahme: Möhren) ist verboten.

Anreise mit dem Auto: Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 10 Oberhausen-Zentrum. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Moers rechts abbiegen auf die B223 Konrad-Adenauer-Allee Richtung Stadtmitte / CentrO. Direkt auf die rechte der drei Spuren einordnen. Es wird die Emscher überquert, anschließend hinter der ersten Kreuzung der Kanal. Kurz hinter der Kanalbrücke rechts abbiegen auf den gebührenpflichtigen Parkplatz des Schlosses. Der Parkraum ist insbesondere an frequentierten Tagen sehr begrenzt! Meist lohnt es sich, für einen Moment zu warten; ansonsten befinden sich weitere Parkplätze im weiteren Verlauf der Bundesstraße Richtung Oberhausen – verbunden mit längerem Fußweg zum Schloss.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Konrad-Adenauer-Allee 46 in Oberhausen. In einigen Navigationssystemen ist das benachbarte Schloss Oberhausen als touristisch interessanter Ort direkt eingetragen.

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs nach Oberhausen Hbf. Von dort mit den Bussen der Linien 956 oder 966 Richtung Sterkrade bzw. Goerdelerstraße bis Schloss Oberhausen (eine Station davor – zum Bereitmachen: Technologiezentrum Umweltschutz TZU Oberhausen). Die Fahrt dauert etwa sieben Minuten.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Emscher-Weg und Emscher-Park-Radweg verlaufen am Nordufer des Rhein-Herne-Kanals direkt am Schloss Oberhausen vorbei und sind durch die Slinky-Springs-Brücke an den Kaisergarten, das Schloss und den Wildpark angeschlossen.

 

 

Saupark und Wildgehege in Hagen

Zwei unterschiedliche Gehege bilden den Hagener Wildpark im Stadtwald. Das kleinere Gehege mit den Wildschweinen ist der "Saupark", das größere ist das Wildgehege mit Dam- und Muffelwild. Beide können jederzeit frei besucht werden.

Die Wildgehege werden ausführlicher in einem eigenen Beitrag zum ► 3 Türme Weg beschrieben (Station 4 und 6).

 

Wildgehege und Streichelzoo am Hohenstein in Witten

Hoch über der Ruhr zwischen Witten und Wetter befindet sich der Hohenstein. Das Berger-Denkmal an seinem Rande bietet einen guten Blick ins Ruhrtal. Das gesamte Gelände mit Denkmal, einem kleinen Stausee, Spielplatz und Minigolf ist ein Naherholungsgebiet. Neben einem Streichelzoo bietet es auch ein kleines Wildgehege mit Wildschwein und Damwild.

Das Wildgehege wird ausführlicher in einem eigenen Beitrag zum ► Hohenstein beschrieben.

 

Informationen zum Besuch am Wildgehege Hohenstein:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Streichelzoo hat während der Winterzeit von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr und während der Sommerzeit von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Fütterung kann spezielles Futter gekauft werden. Das Wildgehege ist ständig frei zugänglich.

Anreise mit dem Auto: Anreise mit dem Auto: Auf der A1 bis zur Abfahrt 88 Hagen-West. Dort aus allen Richtungen links abbiegen auf die B226 Weststraße. Dem Straßenverlauf immer geradeaus Richtung Wetter folgen. Die Ruhr wird am Harkortsee überquert. Die Stadt Wetter durchfahren. An der neuen Ruhrbrücke an der Ampel rechts abbiegen Richtung Witten. Nach ca. 5 km hinter der Bahnunterführung rechts der Beschilderung zum Hohenstein folgen und in die Wetterstraße fahren. Die Bahn erneut unterqueren und bergauf der Straße bis zum kostenlosen Parkplatz folgen.

Auf der A43 bis zur Ausfahrt 26 Witten-Heven. Aus Richtung Bochum rechts, aus Richtung Wuppertal links abbiegen auf die Seestraße Richtung Witten. An der nächsten Ampel links abbiegen auf die Herbeder Straße (L924). Nach ca. 2,5 km im Kreisverkehr rechts auf die Straße Ruhrdeich. Nach weiteren 2,2 km hinter dem Ruhrviadukt links in die Wetterstraße. Die Bahn rechts unterqueren und der Beschilderung folgend bergauf bis zum kostenlosen Parkplatz fahren oder links zum Parkplatz am Hammerteich.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Hohenstein 32 in Witten

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen, Bochum und Hagen mit RE 16 und RB 40, von Dortmund und Hagen mit RE 4 und S5 bis Witten Hbf. Von hier aus muss der Weg zu Fuß bewältigt werde, da keine Buslinie, sondern nur Anrufsammeltaxis (AST) den Hohenstein oder die Zufahrt anfahren. Am einfachsten geht es vom Bahnhofsgebäude rechts bis zum Kreisverkehr, dann rechts unter der Bahn hindurch in die Gasstraße und dahinter direkt links. Die Ruhrstraße überqueren und geradeaus auf der Wetterstraße bis unter das Viadukt und dahinter links den Berg hinauf in die Straße Hohenstein. Von dieser Straße können rechterhand Wege als Abkürzung zum Denkmal genutzt werden. Der Fußweg beträgt etwa 2,2 Kilometer.

Anreise per Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Über den Hohenstein verläuft der Fernwanderweg WestfalenWanderWeg von Hattingen nach Altenbeken. Nicht weit entfernt, aber im Ruhrtal fahren Radfahrer auf dem RuhrtalRadweg von Winterberg nach Duisburg.

 

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 04 / 2019
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr