Navigation Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Halden im Ruhrgebiet Linktipps Kunst, Landmarken und Aussichtspunkte im Ruhrgebiet Natur und Landschaft im Ruhrgebiet Zechen und Industrie Alte Gemäuer - Burgen und Schlösser Radfahren und Wandern Museen und Ausstellungen im Ruhrgebiet Impressum und Kontakt

Anreisetipps, Karten, Koordinaten und GPS – Ganz einfach!

Wie komme ich am besten mit welchem Verkehrsmittel zu den beschriebenen Zielen, was bedeuten die merkwürdigen Koordinaten auf jeder Seite und kann man im Ruhrgebiet mit dem Fahrrad fahren? In allen Dokumentationen auf diesen Internetseiten befindet sich ein großer Absatz mit Hinweisen zur Anfahrt zum jeweiligen Ziel – häufig ist er sogar vom Platzbedarf größer als die Hintergrundinformationen oder der Foto-Absatz zum eigentlichen Thema und die Recherche dazu arbeitsintensiver als das Schreiben des eigentlichen Artikels.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen werden an dieser Stelle die Hinweise zur Anfahrt mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Fahrrad, die in jeder Dokumentation über Industriekultur und Bergehalden im Ruhrgebiet zu finden sind, näher erläutert. Man wird ganz unten nebenbei verstanden haben, was Geographische und UTM-Koordinaten sind und wie ich die Karten zu lesen habe – ganz ohne Kartographie und Geodäsie studiert zu haben.

Manche Erklärung scheint auf dem ersten Blick trivial. Doch es wird auch erläutert, was ich mir dabei gedacht habe. Und so bekommen beispielsweise die Angaben einen Sinn, die neben der Ziel-Bushaltestelle auch die davor nennen, obwohl man da gar nicht aussteigen soll.

 

Anreisebeschreibung, Adressen und Navigationssysteme

Jedes Ziel ist mit einer ausführlichen Anreisebeschreibung für Autofahrer aus einer gängigen Anreiserichtung immer ausgehend von einer der wichtigsten Autobahnen im Ruhrgebiet versehen. Mithilfe derer sollte eine gefahrlose und kurze Anfahrt mit dem PKW zu einem Parkplatz in der Nähe des beschriebenen Ortes möglich sein. Sie ist auf folgender Weise gestaltet (Aus der Dokumentation zum Bismarckturm Unna):

In den meisten Fällen ist mindestens eine aktuelle, geeignete Straßenkarte oder ein aktuelles Navigationssystem nützlich. In einigen komplizierten Fällen (z.B. zum Eisenbahnmuseum Bochum) wird eine besondere Empfehlung dazu gegeben.

Für Navigationsgeräte oder Handys mit Navigations-App ist in jeder Dokumentation eine empfohlene Zieleingabe vermerkt. Sie führt meist zu einem geeigneten Parkplatz oder – wenn das Ziel nicht direkt mit einer Hausnummer in Verbindung gebracht werden kann – zu einer Querstraße in der Nähe des Ziels. Dies ist insbesondere bei längeren Zielstraßen hilfreich, um den genauen Ort des Parkplatzes leichter zu finden. Üblicherweise unterstützen gängige Navigationssysteme diese Art der Adresseingabe. Besteht die Gefahr, durch die Nähe zu einer Stadtgrenze ein falsches Ziel anzuwählen, so ist dies mit einem Hinweis vermerkt.

Anreise Navi

In jedem Fall gilt, dass statt des Mottos „Navi ein – Hirn aus“ die örtliche Beschilderung und StVO-Regeln stets beachtet werden müssen: ein Navigationssystem oder Navi-App im Handy ist eine zweifellos praktische Unterstützung auch für die Umfahrung von chronischen Staustrecken, aber nicht immer der Weisheit letzter Schluss (und es berechnet manchmal aberwitzige Routenvorschläge über Feldwege).

 

Kartographische Abbildungen „für Umme“ und im Handel

Für die, die sich die Ziele vorab oder während des Besuchs auf einer Karte analog oder digital anschauen möchten, gibt es vielfältige aktuelle Angebote – kostenlos bis kommerziell.

Für die Webnutzung ist sicherlich das kostenlose GoogleMaps mit Routenplaner und optionalen Luftbildern bereits ein guter Standard mit guter Aktualität und akzeptablen Details. Die Geographischen Koordinaten (siehe Thema unten) können bequem über Kopieren und Einfügen ohne lästiges Abtippen übernommen und direkt angeflogen werden. Einen ganzen Weltatlas mit Nutzung aktueller und historischer Luftbilder, Messfunktionen oder Routenplanung bietet das komfortabel zu bedienende kostenlose Programm GoogleEarth. Auch hier ist das Hineinkopieren der angegebenen Koordinaten ins Suchfeld einfach möglich. Der Ort wird dann virtuell angeflogen. Zusätzlich können in GoogleEarth Markierungen und Routen erstellt und z.B. für GPS-Geräte exportiert werden. Hilfreich für eine Erstorientierung sind auch „Panoramios“, in der Karte verortete Fotos, die den Standort zeigen oder von dem Standort aus aufgenommen wurden. Jeder kann dabei eigene Bilder veröffentlichen.

Eine besondere Entwicklung hat OpenStreetMap (OSM) gemacht. Dabei korrigieren und erstellen Nutzer wie Sie und ich, die beispielsweise die Heimatregion sehr viel besser kennen als ein Redakteur an einem Schreibtisch fernab es je könnte, freiwillig aus Spaß an der Freude die Karten, die dann der Allgemeinheit in einer unvergleichlichen Aktualität und Detailfülle kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Besonders hilfreich sind die zahlreichen Waldwege und Pfade, die häufig in kommerziellen Karten in diesem Grad nicht dargestellt werden können. Besonders hervorzuheben sind Themakarten, die über die Layerauswahl einfach umgeschaltet werden können. So gibt es eine spezielle CycleMap für Radfahrer mit Themarouten, z.T. Rastplätzen und einer angepassten Kartographie, eine ÖPNV-Karte mit Buslinien und Haltestellen, Reitkarten oder OpenSeaMap für die Schifffahrt.

Die ebenfalls kostenlose Karten-Applikation Bing Maps als Teil der Microsoft-Suchmaschine Bing hat den Vorteil, Schrägluftbilder aus vier verschiedenen Perspektiven zu bieten. Dazu muss einfach auf die Vogelperspektive umgeschaltet und näher an das Zielgebiet gezoomt werden.

GoogleMaps: www.google.de/maps
GoogleEarth www.google.de/intl/de/earth
OpenStreetMap: www.openstreetmap.de
Bing Maps www.bing.com/maps

Für die, die gerne zu einem gedruckten Reiseführer, einer Freizeitkarte oder einem Atlas greifen, bietet der Buchhandel ein breites Spektrum an Literatur. Um in der Masse der Angebote das Richtige zu bekommen, lohnt es sich, das ein oder andere Produkt im Laden in die Hand zu nehmen oder Rezensionen zu lesen.

Die folgenden Karten aus dem Hause Publicpress werden von mir selbst Korrektur gelesen und (auf dieser Seite beschriebene Ziele) ergänzt. Bei den jeweiligen Dokumentationen wird die passende Karte angegeben. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich. Im Folgenden werden einige ausgesuchte Bestseller aus der Region angeboten – von den Rad- und Wanderkarten (hellgrün) im schönen Maßstab 1:50.000 bis zu den blauen Radwanderkarten in 1:100.000 (die grünen sind besser, schon wegen des geeigneteren Maßstabs im dichten Straßennetz!), den Leporellos zu einzelnen Themenwegen und der Erlebnisführer nur mit Sehenswürdigkeiten.

           Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung    Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Rad- und Wanderkarte Niederrhein - Krefeld, Moers, Straelen   Radwanderkarte Ruhrgebiet   Radwanderkarte Niederrhein - Nördlicher Teil     Römer-Lippe-Route     Erlebnisführer Rhein – Ruhr und Wupper  

 

GPS und Co. – Geographische Koordinaten und UTM

Besonders markante Punkte oder bestimmte Orte werden in der Anreisebeschreibung mit Geographischen Koordinaten angegeben. Diese können beispielsweise in GPS- oder Navigationsgeräte, vielfach aber auch in oben vorgestellte Kartenanwendungen wie z.B. Openstreetmap oder GoogleEarth und GoogleMaps eingegeben oder kopiert werden.

Die Koordinaten setzen sich aus zwei Zahlenpaaren zusammen (Aus der Dokumentation zum BernePark in Bottrop):

Beispiel Geographische Koordinaten: 51°30'13.42"N, 6°56'43.09"E

Die Erdkugel (nehmen wir an, es ist eine – Geomatiker würden sie eher als „Kartoffel“ oder fachlicher als „Geoid“ bezeichnen) besitzt von Südpol zum Nordpol ringsherum Längengrade, sogenannte Meridiane. Sie laufen an den Polen zusammen, wo die Erdachse im Boden steckt. Senkrecht dazu stehen die Breitenkreise, wobei der längste die Erde an ihrer dicksten Stelle umgibt – dem Äquator. Ausgehend vom Nullmeridian durch London-Greenwich hat jeder Längengrad einen Wert in östlicher (O = Osten oder englisch E = East, siehe oben rote Zahl) und westlicher Richtung (W = Westen bzw. West) entsprechend seinem Rotationswinkel, bis er auf der anderen Seite in der Nähe der Datumsgrenze die 180° erreicht. Da Bottrop östlich von London liegt, hat der Wert oben ein E. Zwischen zwei Verbindungen zwischen Erdmittelpunkt Richtung London und Bottrop beträgt der Winkel also 6° und ein Bisschen. Anreise Erdkugel

Um die Zwischenräume zwischen den fest definierten Hauptmeridianen zu verfeinern, sind diese mit dem zugegebenermaßen durchaus komplizierten Zeitsystem ergänzt. Nach der Gradzahl folgen die Minuten (durch einen Gänsefuß gekennzeichnet, hier 56 Minuten) und die Sekunden (mit zwei Gänsefüßen, hier etwas mehr als 43 Sekunden). Minuten und Sekunden können nicht größer oder gleich 60 sein. Das bedeutet, dass Bottrop sogar eher am 7. östlichen Längengrad als am 6. liegt.

Ähnlich verhält es sich mit den Breitengraden. Sie sind nach demselben Schema mit Grad, Minuten und Sekunden aufgebaut. Ihre Basis liegt auf dem Äquator mit 0° mit jeweils ansteigenden Werten zu den Polen, wo 90°N und 90°S liegt. Bottrop liegt daher etwa auf der Hälfte zwischen 51° und 52° Nord. Im Luftbild-Atlas GoogleEarth lässt sich das Koordinatengitter aktivieren und auf Geographische Koordinaten einstellen.

Das Ruhrgebiet hat übrigens auch noch die Besonderheit, einen Ostpol und einen Westpol zu besitzen. Das ist weltweit einmalig (wie allerdings Nord- und Südpol auch).

Zur Vertiefung: Wikipedia

In modernen GPS-Geräten und auf vielen gedruckten Karten lassen sich vermehrt Koordinaten in einem neuen System eingeben und ableiten, dem Universalen Transversalen Mercator-System. Das UTM-Koordinatensystem erscheint auf dem ersten Blick recht kompliziert. Bei näherer Betrachtung und einer einfachen Erläuterung ist es jedoch eigentlich praktisch zu handhaben. Kern des Koordinatensystems ist ein Zahlenblock (Aus der Dokumentation zum Halde Großes Holz):

Anreise UTM: (Zone 32): 404054 m, 5720048 m

Am einfachsten zu verstehen ist der sogenannte Hochwert (seltener genannt Nordwert), die letzte Zahl. Er bezeichnet den Abstand vom Äquator und ist meistens in Metern oder in Kilometern (letzte drei Ziffern fehlen dann) angegeben. Der Haldengipfel aus dem Beispiel ist also etwa 5720 Kilometer vom Äquator entfernt. Man kann hinfliegen und es prüfen oder in GoogleEarth nachmessen. Habe ich beides gemacht – kommt hin.

Der Rechtswert, erster Teil der eigentlichen Koordinate, ist etwas komplizierter. Dazu muss man wissen, dass das die Erde für das System in 60 Zonen in der West-Ost-Richtung eingeteilt ist, die jeweils 6° breite Streifen auf der Erde darstellen (ganze Kugel = 360°, geteilt durch 6°). Die Zahlen sind von der Datumsgrenze nach Osten hin aufsteigend. Das Ruhrgebiet und der größte Teil von Deutschland liegen in der Zone 32. Man könnte noch erwähnen, dass diese Streifen von Süd nach Nord in Felder unterteilt und mit Buchstaben markiert werden, sodass NRW mit vollständig korrekter Adresse im Feld 32 U liegt. Die Zonenzahl ist besonders wichtig, da eine Koordinate auch in anderen Zonen vorkommen kann und ohne diese Verwechslungsgefahr besteht. In Karten mit UTM-Angaben steht die normalerweise irgendwo im Kleingedruckten in der Legende oder am Kartenrand.

Nun wissen wir aber immer noch nicht, was der Rechtswert bedeutet. Alle Zonen, so auch unsere Zone 32, bestehen im Wesentlichen aus einer Mitte, einem sogenannten Mittelmeridian, und zwei Grenzen rechts und links. Für die Zone 32 ist 9° Östliche Länge der Mittelmeridian, jeweils 3° westlich und östlich davon, auf 6° Ost und 12° Ost, befinden sich die Grenzmeridiane. Im Beispiel Nordrhein-Westfalen verläuft der Mittelmeridian beispielsweise östlich von Paderborn vorbei ("bei Altenbeken" wäre treffender, aber wer kennt das schon), der westliche Grenzmeridian bei Aachen. Beide sind in der unten stehenden Übersichtskarte mit einem roten Strich markiert. Der östliche Grenzmeridian ist weit außerhalb NRWs irgendwo bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt und an und für sich uninteressant für uns – dahinter beginnt lediglich die Zone 33 (was übrigens nichts mit "Ostzone" zu tun hat).

Und jetzt kommt´s: Auf genau diesen Mittelmeridian (bei uns: Paderborn – oder halt bei Altenbeken) einer jeden Zone bezieht sich der Rechtswert. Er gibt den Abstand rechts und links zum Mittelmeridian in Metern oder Kilometern an. Und weil negative Werte in Koordinatensystemen bescheiden zu berechnen sind und auch studierte Kartografen immer wieder mit negativen und positiven Zahlen durcheinanderkommen, wird der Meridian mit dem Fixwert 500.000 m gleichgesetzt. Kleinere Werte liegen also links davon, größere rechts. Im Beispiel von 404.054 m liegt der Gipfel der Halde in der Zone 32 also 95.946 Meter westlich vom Mittelmeridian (500.000 m minus 404.054 m), also etwa 96 Kilometer westlich von Paderborn. Oder Altenbeken, genauer gesagt. Jedenfalls vom 9. Meridian.

UTM-Koordinaten Ruhrgebiet

In Topographischen Karten lassen sich die Orte wie im rechts dargestellten Beispiel recht einfach mithilfe eines Koordinaten-Gitters ablesen. Für den Gipfel der Adener Höhe auf der Halde Großes Holz wurde dies beispielhaft durchgeführt.

Im Luftbild-Atlas GoogleEarth lässt sich das Koordinatengitter aktivieren und auf UTM-Koordinaten einstellen. Für die Mauszeigerposition wird dann unten die Koordinate angezeigt. Eine Eingabe dieser in die Suche ist jedoch nicht möglich.

Im Gegensatz zum Geographischen Koordinatensystem mit Grad, Minuten und Sekunden lässt sich der Abstand zwischen zwei Punkten (ohne Höhendifferenz) bequem ausrechnen. Dazu müssen lediglich die jeweiligen Koordinaten subtrahiert und quadriert werden und aus der Summe die Wurzel gezogen:

Anreise Distanzformel

Zur Vertiefung: Wikipedia

 

Anfahrt mit den Öffis: Bus und Bahn im Revier

Das Ruhrgebiet ist von einem Nahverkehrsnetz durchzogen, das seinesgleichen in Deutschland sucht. Bei geeigneter Ausgangslage können die allermeisten auf diesen Seiten beschriebenen Ziele bequem, stressfrei und ohne Stau und Parkplatzsuche erreicht werden. Zahlreiche Fernverkehrs- und vor allem Nahverkehrslinien erschließen die meisten Städte zumindest tagsüber, vor allem von Montag bis Freitag und mit Abstrichen auch an den Wochenenden in einem dichten Takt. Einige Bahnlinien werden von privaten Betreibern, wie z.B. Abellio oder der eurobahn betrieben. Besondere Wichtigkeit kommt neben den Regionalexpress-Linien dem Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr zu. Zentrale Informationsstelle ist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, ein Verbundraum zwischen Unna und Mönchengladbach, Haltern und Wuppertal, der den größten Teil des Ruhrgebiets abdeckt und für vergleichsweise günstige Verbundtickets sorgt. Man muss allerdings aufpassen, dass man für einzelne Ziele in den Randgebieten nicht den Verbundraum verlässt, da ansonsten ein sogenanntes erhöhtes Beförderungsentgelt fällig wird. Zum Teil wird bei den speziellen Zielen in der Dokumentation darauf hingewiesen.

Der VRR bietet auf seiner Internetseite ausführliche Linienpläne für die Region und einzelne Städte an. Hier, auf der Internetseite der Deutschen Bahn und in diversen Apps auf dem Smartphone können Fahrten geplant und aktuelle Abfahrten an einer Haltestelle angezeigt werden. Einzelne Verkehrsunternehmen verbreiten Störungsinfos via Twitter. Zu beachten ist, dass der Nahverkehr zeitweise insbesondere in den Stoßzeiten im Berufsverkehr besonders ausgelastet ist (siehe Ausschnitt Titelbild oben), zur Verspätung neigt und knappe Anschlüsse verfallen könnten (Sie werden bei exzessiver Nutzung des ÖPNV verstehen, was ein "Sichtanschluss" ist). Radfahrer sollten beachten, dass mitgeführte Fahrräder unter Umständen im Berufsverkehr keinen Platz finden und Kinderwagen im Zweifel Vorrang haben.

Zum schienengebundenen Personenverkehr kommt ein gut ausgebautes Busnetz, das gut an die Bahnhöfe angebunden und recht gut an die Takte z.B. der S-Bahnen angepasst ist. Bei Busverbindungen wird in den Dokumentationen immer der Anschluss von einer Bahn-Station beschrieben. Da nicht in allen Bussen Fahrgastinformationssysteme (Anzeige nächster Halt, Durchsagen) angebracht sind und man dann als ortsfremder Fahrgast auf sich allein gestellt wird, ist dabei auf die Haltestellennamen auf den Schildern der Haltestellen zu achten. Um den Ausstieg nicht zu verpassen, wird in den Beschreibungen häufig die Station vor dem Ausstieg „zum Bereitmachen“ ebenfalls genannt. Zu beachten ist jedoch dabei, dass es im Laufe von Linien zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Für den Busverkehr gelten die gleichen Informationsquellen wie auf der Schiene.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR): www.vrr.de
Internetauftritt der Deutschen Bahn: www.bahn.de
Privatbahn Abellio Rail NRW: www.abellio.de
Privatbahn eurobahn Keolis: www.eurobahn.de
Privatbahn NordWestBahn: www.nordwestbahn.de


In die Pedale getreten: Auf dem Fahrrad zu den Zielen

Auf den ersten Blick ist das Ruhrgebiet mit dem starken Verkehrsaufkommen kein bevorzugtes Ziel von Fahrradfahrern – doch das täuscht gewaltig. Kaum eine Region bietet so viele thematische oder Radfernwege auf einem Flecken. Zuerst zu nennen ist sicherlich der RuhrtalRadweg von der Quelle entlang der Ruhr bis zur Mündung, der vielerorts durch Idylle, Fachwerkstädte oder Seen viel mehr an Mittelgebirge als an eine alte Industrieregion erinnert. Dann sind da noch die Radwege entlang der Emscher, durch den Emscher-Park, am Ufer der Kanäle und der Rheinschiene, die Landschaft, Industriekultur und Leute vorstellen. Daneben gibt es ein großes Netz ehemaliger Eisenbahnstrecken, die zu wunderschönen und teils thematischen Bahntrassenradwegen umgestaltet wurden – die Erzbahn, der Rheinische Esel, die Hugo-Trasse, die Ruhrtalbahn, die König-Ludwig-Trasse und viele mehr. Nicht zu vergessen ist der in Aufbau befindliche Radschnellweg RS1. Teilweise werden ganze Radwege oder Tourenvorschläge auf diesen Webseiten vorgestellt. Unter dem Stichwort Radrevier.ruhr wurde ein Knotenpunktsystem ähnlich dem Nachbarland Niederlande eingerichtet. Hierbei ist es möglich, von einem nummerierten Knotenpunkt zum nächsten zu fahren und sich dabei nur die Nummern zu merken (z.B. auf die Hand schreiben), die während der gewünschten Tour zu erreichen sind.

Aus diesem Grunde ist in allen Dokumentationen eine Anfahrt für Fahrradfahrer ausgehend von nahegelegenen Hauptstrecken vermerkt. Empfehlenswert sind spezielle Radwanderkarten (durch das dichte Straßennetz im Ruhrgebiet am besten minimal im Maßstab 1:50.000), um stellenweise Abstecher in ihrer Beschreibung besser nachvollziehen zu können. Auch spezielle Apps mit Routingfunktion auf dem Smartphone mit GPS-Modul sind hilfreich.

In praktisch allen Zügen des Nahverkehrs können Fahrräder in Mehrzweckabteilen mitgenommen werden. Diese Abteile sind außen durch ein Fahrrad-Piktogramm gekennzeichnet. Zumeist befinden diese sich am Ende des Zuges, in den Doppelstock-Zügen gewöhnlich in den Steuerwagen auf der lokabgewandten Seite. Unter Umständen sind bei den größeren Linien Informationen in Wagenstandanzeigern enthalten. Bedingt durch hohe Auslastung in den Stoßzeiten des Berufsverkehrs kann es sein, dass die Fahrradmitnahme nicht möglich ist.

 

(R)UHR-Zeit: Historische Karten

Zeitreisen sind leider noch nicht erfunden. Und aufgrund der Tatsache, dass bisher kein Zeitreisender gesehen wurde, kann man davon ausgehen, dass dies auch zukünftig nicht funktionieren wird. So ist es leider nicht möglich, in die interessanteste Zeit im Ruhrgebiet zurück zu kehren, in der die Schornsteine qualmten und sich allerorts die Förderräder drehten. Eine schöne Möglichkeit bietet seit dem Herbst 2015 der Regionalverband Ruhr mit historischen Luftbildern, fachlich sogenannten Orthophotos. Die ältesten stammen um den Zeitraum 1926.

Mit freundlicher Genehmigung des Regionalverbands werden die Luftbilder zur Illustration genutzt. In einer besonderen Technik werden die identischen Ausschnitte der Erdoberfläche einmal in der historischen Variante und einmal heute gegenüber gestellt. Dazu beinhalten die entsprechenden Artikel eine interaktive Grafik wie unten dargestellt. Interaktiv bedeutet, dass Sie auf Mausklick (sofern Sie am Computer oder am Laptop sitzen) oder auf Fingertipp (auf dem Handy oder Tablet) immer wieder zwischen den unterschiedlichen Bildern hin und her schalten können. Dies ermöglicht den einmaligen Vergleich zu früher. Im Folgenden ist ein Beispiel dargestellt, wie das in den Dokumentationen aussieht:

 Historische Ansichten vom MüGa-Park

In der Ausgangslage ist links ein Schwarz-Weiß-Bild eines Ortes von Interesse zu sehen. Das ist meist ein Zechengelände oder ein anderer spannender Ort aus den Artikeln, in diesem Fall ist es eine große Bergehalde. Sie ist in der Mitte deutlich durch die Bewaldung und die Erosionsrinnen am Gipfel zu erkennen. Eine einfache Kontur umfährt ihre Begrenzung. Genannt sind auch Straßennamen und der Ortsteil oder eine Stadt.

Klickt man nun auf das Bild (ggf. je nach Internet-Verbindung Ladezeit abwarten!), so wird dieselbe Situation Jahre später (meist heutige Zeit) dargestellt. In diesem fiktiven Beispiel ist die Halde nun verschwunden. Ihre frühere Lage ist aber durch die Kontur hervorgehoben. So ist sichtbar, dass sich auf dem Gelände z.B. ein Wohngebiet gebildet hat. Schalten Sie einfach hin und her und vergleichen Sie die Unterschiede. Manchmal sind es einzelne Häuser, die auf beiden Bildern vorhanden sind, mal die Straßenzüge samt Straßennamen oder Bäume (inzwischen gewachsen).

In diesem Fall ist es ein fiktives Beispiel zur Illustration, die dargestellte Halde gibt es nämlich heute noch.

Zugegebenermaßen ist es (unabhängig davon, ob das Beispiel oben fiktiv ist oder die echten Artikel) nicht immer einfach, zu erkennen, dass es sich immer um denselben Ausschnitt handelt. Und gerade das macht den Vergleich so spannend – in den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich im Ruhrgebiet viel verändert.

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Natur & Landschaft, alte Zechen und Industrieanlagen und andere technische Besonderheiten.

Halden Ausflugsziele

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr