UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen

Die 1847 gegründete und 1986 stillgelegte Zeche im Norden der Stadt Essen mit Schachtanlagen in den Stadtteilen Stoppenberg, Katernberg und Schonnebeck sowie an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Fotomotive im Ruhrgebiet. Das Gelände um den Schacht XII, die Schächte I / II / VIII und die benachbarte Kokerei, die von 1957 bis 1993 arbeitete, wurde als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Neben dem Kölner und Aachener Dom gehören in Nordrhein-Westfalen sonst nur die Schlösser in Brühl und Kloster Corvey in Höxter dazu.

Miniaturmodell und Vorbild der Zeche Zollverein in Essen
Miniaturmodell und Vorbild der Zeche Zollverein in Essen

Zeche und Kokerei Zollverein, Phänomania und Halden

In dieser Dokumentation werden das Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes um die Hauptschachtanlage I / II / VIII und XII in Stoppenberg und der Kokerei sowie die Schachtanlage III / VII / X mit der Ausstellung Phänomania Erfahrungsfeld vorgestellt. Thema des Beitrags sind außerdem die Halden im Bereich des Welterbes und an der Schachtanlage IV / V / XI in Gelsenkirchen. Die wichtigsten Orte dieses Artikels sind in der folgenden Übersichtskarte eingetragen. Ergänzt ist sie um die zentralen Radwege auf den ehemaligen Zechenbahnen Nordsternbahn und Zollvereinbahn, die diese Standorte miteinander verbinden und zu sehenswerten Zielen in der Nachbarschaft führen.

Übersichtskarte Zeche Zollverein in Essen

Die jeweiligen Orte werden in einzelnen Abschnitten näher beschrieben. Ausführliche Informationen zum Besuch, zur Anreise mit dem Auto, Bus und Bahn und dem Fahrrad sowie Linktipps werden jeweils am Ende der entsprechenden Teile gegeben.


Zeche und Kokerei Zollverein I / II / VIII und XII

Industriekultur pur auf der „schönsten Zeche der Welt“

Die Anfänge des wohl bekanntesten Bergwerks im Ruhrgebiet bildete die Schachtanlage I / II mit zunächst zwei burgähnlichen Malakowtürmen. Im Jahre 1851 wurde die Förderung begonnen. In den Folgejahren erfolgten der Ausbau und die Gründung neuer Schachtanlagen, so beispielsweise der Schachtanlage Zollverein III / VII / X in Schonnebeck oder IV / V an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen an der Trabrennbahn. Ende der 1920er Jahre entstanden die Zentralförderanlage und der Schacht XII. Der markante Doppelbock auf diesem Schacht ist das berühmteste Motiv der Zeche mit seiner Namensinschrift »Zollverein« in Frakturschrift.

Die Gebäude wurden im damals hochmodernen Bauhausstil neu gebaut, also in geometrischen, kubischen Formen. Daher bestehen die Zechengebäude meist aus Backstein-Würfeln mit rechteckigen Fensterbändern. Entworfen wurde die Architektur von Fritz Schupp, der u.a. auch die nahegelegene Zeche Nordstern und die benachbarte Kokerei Zollverein (siehe nächster Abschnitt) plante. Im Zuge der Kohlekrise wurde der Betrieb der Zeche Zollverein im Jahre 1986 sowie auf der großen Kokerei im Jahre 1993 eingestellt. Nach und nach wurde die Anlage zum heutigen überregional bekannten Kulturzentrum mit unterschiedlichsten Angeboten und Museen. Große Bekanntheit errang die Zeche im Zuge der Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt RUHR.2010. Zweifellos lässt es sich hier viele Stunden in Ausstellungen und auf dem beeindruckenden Außengelände verbringen.

Die folgende Karte zeigt ein Luftbild des zentralen Bereiches des „Weltkulturerbes Zollverein“ mit dem Besucherzentrum und Ruhr Museum im Südosten, der Kokerei im Nordwesten und dem Kunstschacht im Nordosten. Eingetragen sind Parkmöglichkeiten, Haltestellen der Straßenbahn und die um das gesamte Gelände herumführende Ringpromenade.

Karte Zeche Zollverein

Das Freigelände der Zeche Zollverein kann zu jeder Tages- und Nachtzeit völlig frei besichtigt werden, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Es wird vielfach von Anwohnern als Park mit Industriegeschichte genutzt zum Joggen, Flanieren oder Ausführen von Hunden. Auch Fahrradfahrer sind vielfach anzutreffen. Besonders bequem ist die Anreise mit dem Fahrrad auf der Zollvereinbahn, einer alten Bahnstrecke zum Bergwerk. Man flaniert zwischen den alten Anlagen, Kühltürmen, Schalthäusern, Kohlebunkern und viel mehr Anlagen und Einrichtungen, die früher für die normale Bevölkerung nicht zugänglich waren. Auf den großen Eisenbahnverladebereichen hinter der Zeche Zollverein wurden die Gleise zu Fußgängerwegen umgebaut. Dabei sind die Schienen erhalten und der Raum dazwischen mit feinem Schotter aufgefüllt. Mit der Lage der Weichen verzweigen sich damit auch die Wege bzw. laufen Richtung Norden zu einem einzigen zusammen. Zwischen den Wegen stehen hier und da bunte Holzskulpturen, außerdem ist hier ein kleines Birkenwäldchen entstanden.

Spaziergang übers Zechengelände

Es gibt ein Besucherzentrum, von dem aus Führungen in Gruppen organisiert werden. Wer möchte, kann also an einer Führung über das Gelände teilnehmen, die zum Teil von ehemaligen Bergarbeitern der Zeche geleitet wird. An einigen Stellen finden sich kleine Informationsstände, wo man Broschüren oder Antworten auf Fragen erhält.

Zeche Zollverein Luftbild

Im Gebäude der Kohlenwäsche ist seit 2010 das Ruhr-Museum untergebracht. Es wird kurz im folgenden Abschnitt betrachtet. Vom Vorplatz führt eine große Rolltreppe hinauf in den hochliegenden Eingangsbereich des Museums. Sie ist orangefarben beleuchtet, was insbesondere in der Dunkelheit einen netten Effekt ergibt.

Die folgenden Bilder zeigen einen Bruchteil der Eindrücke während eines Spaziergangs von der Schachtanlage XII über die Eisenbahnanlagen bis zur Gründungsschachtanlage I / II / VIII – man könnte fast unendlich viele Fotos oder Impressionen zeigen, aber dann würde diese Dokumentation für Nutzer mit langsameren Verbindungen nur schwer zu lesen sein. Am besten ist, sich die ganze Anlage einmal selbst anzuschauen.

Auf dem „Skywalk“ zum Kunstschacht

Vom touristisch besonders interessanten Bereich um den Doppelbock, den Ehrenhof und das Ruhr-Museum kann man auch über einen Übergang knapp 7 Meter über dem Boden zur Schachtanlage I / II / VIII laufen. Dabei überquert man in luftiger Höhe die Gleisharfe des alten Güterbahnhofs. Parallel verlaufen Schienen, auf denen früher Wagen mit Kohle beladen an Ketten gezogen wurden. Am Ende steht ein weiteres Fördergerüst. Drei Treppen führen vom Parkplatz A2, von der Ringpromenade an der Gleisharfe und am „Kunstschacht“ auf den Übergang. Barrierefrei ist der Weg nicht zu begehen. Durch die Bodengitter kann man hindurchgucken.

Übergang von der Schachtanlage 1, 2, 8 zum Schacht 12

Das Welterbe im Schnee

Im Februar 2021 wurde das Ruhrgebiet mit viel Schnee verwöhnt. Die Kombination von strahlend-weißem Schnee und blauem Himmel bei strahlendem Sonnenschein ist im Revier eher selten. Wenn überhaupt, ergeben sonst ein paar Flocken den typischen westfälischen „Elendsschnee“, der zusammen mit Straßenmatsch schnell zu einer grauen Masse wird. Und die einmalige Situation dieses Winters habe ich zu einem Besuch der Zeche und Kokerei genutzt. Im Folgenden sind erste Eindrücke von der Zeche Zollverein im Winterkleid zu sehen. Weitere Fotos sind im Abschnitt zur benachbarten Kokerei ergänzt.

Klassische Ansicht des Fördergerüsts von Schacht XII einmal mit Schnee: Welterbe Zollverein im Winter
Klassische Ansicht des Fördergerüsts von Schacht XII einmal mit Schnee: Welterbe Zollverein im Winter

Das Ruhr Museum – Ausstellung in der alten Kohlenwäsche

Anfang 2010 wurde in der Kohlenwäsche der Zeche Zollverein das neue Ruhr Museum eröffnet. Es gliedert sich in mehreren Ebenen, die als Etagen getrennt voneinander in den alten Industrieanlagen und Kohlebunkern der Wäsche angelegt sind und dem Weg der Kohle folgen. Inhaltlich befasst es sich mit verschiedenen Zeitepochen des Ruhrgebiets – rückwärts von der Moderne über die Industriezeit, das Mittelalter bis hin zur Prähistorie. Dabei betrachtet die Moderne die charakteristischen, guten, schlechten, lustigen, traurigen und verrückten Seiten der Metropolregion anhand zahlreicher Exponate, Multimedia-Anlagen, Bildern oder Statistiken. Persönliches Lieblingsexponat ist eine konservierte Staublunge. Einige Etagen tiefer wird die Zeit zurückgedreht. Hier werden unter anderem prähistorische Funde ausgestellt, ausgestopfte Tiere der Region und und und. Man sollte genügend Zeit mitnehmen, um die Ausstellungsstücke bewundern zu können.

Das Museum kann als Universalmuseum über das Ruhrgebiet eingeordnet werden und lohnt insbesondere, aber nicht nur bei schlechtem Wetter und ist auch für Familien interessant. Der Zugang führt über eine lange, durch Medien inzwischen recht bekannte Rolltreppe, die orange beleuchtet ist, vom Platz unter dem Doppelbock von Schacht XII nach oben.

Die Kokerei Zollverein

Eine Kokerei dient der Produktion von Koks aus Kohle und ist daher meist in der Nähe von Förderanlagen dieses Rohstoffs zu finden. Koks ist ein Brennstoff, der in der Stahlverhüttung zur Gewinnung von Eisen und Stahl aus Eisenerz benötigt wird. Dabei wird ein bestimmtes Mischungsverhältnis verschiedener Kohlesorten eine gewisse Zeit in schmalen Öfen „gebacken“, schließlich gelöscht und abtransportiert. Ausführlich ist der Verkokungsprozess im Artikel über die Kokerei Hansa in Dortmund beschrieben.

Wie die Kokerei Hansa gliedert sich die 1961 in Betrieb gegangene Kokerei Zollverein in die Schwarze und die Weiße Seite, wobei die Schwarze Seite die Koksproduktion und Vorbereitung an sich bezeichnet, die Weiße die Weiterverarbeitung von nebenher anfallenden Stoffen, zum Beispiel Gasen oder Flüssigkeiten. Die Kokerei wurde als letzte Anlage im Bereich von Zollverein 1993 geschlossen. Die Kokerei steht heute unter Denkmalschutz und kann in Teilen Tag und Nacht frei besichtigt werden. Das Luftbild zeigt nur einen Ausschnitt der großen Anlage:

Kokerei Zollverein Luftbild

Die Gebäude der Kokerei weisen die gleiche Bauhaus-Architektur wie die der Zeche Zollverein auf. Kein Wunder, sie wurden ebenfalls vom Architekten Fritz Schupp entworfen und gebaut. Als weitere Besonderheit besitzt die Kokerei ein kleines Riesenrad über den Koksöfen und ein Schwimmbecken, das in den Sommerferien kostenlos und frei benutzt werden kann. Auf dem Gelände der Kokerei fand die offizielle Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 statt.

Ein Rundgang durch die Kokerei Zollverein

Große Teile der Kokerei können von außen ständig frei besichtigt werden. Die Fotos zeigen Aufnahmen von einem Spaziergang über das Gelände. Im Kern steht natürlich die knapp 600 m lange Koksofen-Batterie mit den Schornsteinen, angrenzenden Silos und anderen Anlagen zur Verarbeitung der Stoffe im festen, flüssigen und gasförmigen Zustand.

Kokerei mit Förderbändern und Löschturm
Kokerei mit Förderbändern und Löschturm

Es lohnt sich, auf der Ringpromenade, die hier deckungsgleich ist mit dem Zollvereinsteig, auch in tiefere Teile des Kokereigeländes vorzudringen. Die meisten Besucher trifft man im östlichen Teil an, der an die Zeche und Halde Zollverein angrenzt.

So gelangt man zu den Gerüsten alter Kühltürme. Einen guten Überblick hat man vom begrünten Dach eines Parkdecks, an dem die RAG sitzt. In der äußersten Ecke der Koksöfen gibt es einen kleinen Aussichtsturm in Form einer Treppe. Es gibt so viel zu entdecken, dass man auch bei häufigen Besuchen immer wieder etwas neues, einen besonders schönen neuen Blickwinkel oder zuvor unbesuchte Ecken findet.

Treppe inmitten einer Industriekulisse
Begehbares (begrüntes) Parkdeck mit Aussicht auf die Industriekulisse
Aussichtsturm auf dem Gelände der Kokerei Zollverein
Aussichtsturm auf dem Gelände der Kokerei Zollverein

Rote Kokerei bei blauem Himmel im Schnee

Wie zuvor das eigentliche Zechengelände habe ich im Februar 2021 auch die verschneite Kokerei Zollverein besucht. Die roten stählernen Elemente, die Koksofenbatterie und die Rohrleitungen harmonierten dabei fabelhaft zum weißen Schnee und zum blauen Himmel. Ich lade ein zu einem kleinen Rundgang zu klassischen und vielleicht nicht ganz so bekannten Ansichten – das Tor steht offen:

Kokerei Zollverein im Schnee
Kokerei Zollverein im Schnee
Kokerei Zollverein im Schnee
Kokerei Zollverein im Schnee

Informationen zum Besuch:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Das Freigelände von Zeche und Kokerei ist jederzeit zugänglich, der Eintritt ist frei.

Das Ruhr Museum ist ganzjährig täglich außer an Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester von 10.00-18.00 Uhr geöffnet. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für das Ruhr Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Genaue Preise insbesondere für Wechselausstellungen, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Das Red Dot Design Museum ist Di-So und feiertags 11.00-18.00 Uhr geöffnet. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für das Red Dot Design Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person), freitags zahlt der Besucher einen freiwilligen Beitrag.

Weitere Öffnungszeiten und Preise sind auf der Internetseite zu entnehmen.

Auf dem Gelände der Kokerei befindet sich ein Café mit sanitären Einrichtungen im östlichen Bereich der Koksöfen.

Anfahrt mit dem Auto:

Auf der A42 bis zur Ausfahrt 15 Gelsenkirchen-Heßler. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen links abbiegen auf den Lehrhovebruch. Dem Verlauf und der Beschilderung zur Zeche Zollverein folgen. In der Nähe der Zeche sind mehrere kostenlose Parkplätze vorhanden und sehr gut ausgeschildert. Auf der oben gezeigten Luftbildkarte sind die vier großen Parkplätze markiert. Die Parkplätze A1 und A2 befinden sich im Umfeld der Schachtanlage XII, B neben dem Kunstschacht und C in der Nähe der Kokerei. Von allem Ausgangspunkten lässt sich das Gelände gleichermaßen gut erkunden.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Fritz-Schupp-Allee (A1), Bullmannaue (A2, B) oder Arendahls Wiese (C) in Essen

Anreise mit Bus und Bahn:

Von Dortmund Hbf., Gelsenkirchen Hbf. oder Oberhausen Hbf. mit der RB 32 oder RB 35 bis Essen-Zollverein Nord. Von dort laufen oder mit der Straßenbahn Linie 107 bis Zollverein. Alternativ von Essen Hbf. mit der Straßenbahn der Linie 107 in Richtung Gelsenkirchen bzw. Hanielstraße bis Zollverein (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Kapitelwiese).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer:

Auf stillgelegter Eisenbahntrasse verläuft der Emscher-Park-Radweg direkt an der Zeche vorbei auf der Zollvereintrasse mit Anschluss über die Kray-Wanner Bahn zur Erzbahntrasse Bochum und der Nordsternbahn zum Nordsternpark. Direkt an der Zeche beginnt der Zollvereinsteig als Rundweg im Essener Norden.

Kartenmaterial / Literatur:

In den dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten:
51°29’11.45″N, 7° 2’38.71″E – Doppelbock über Schacht XII
51°29’10.19″N, 7° 2’35.33″E – Aufgang zum Ruhr Museum
51°29’15.48″N, 7° 2’42.27″E – Red Dot Design Museum
51°29’25.15″N, 7° 2’18.51″E – Kokerei Zollverein
51°29’24.13″N, 7° 2’40.08″E – Fördergerüst von Schacht I
51°29’17.29″N, 7° 2’51.83″E – Folkwang-Universität der Künste
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z. B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
364200 m, 5705743 m – Doppelbock über Schacht XII
364134 m, 5705706 m – Aufgang zum Ruhr Museum
364272 m, 5705865 m – Red Dot Design Museum
363822 m, 5706176 m – Kokerei Zollverein
364237 m, 5706134 m – Fördergerüst von Schacht I
364458 m, 5705916 m – Folkwang-Universität der Künste

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Zeche Zollverein: www.zollverein.de

Weltkulturerbe Zollverein bei UNESCO: www.unesco.de

Ruhr Museum Essen: www.ruhrmuseum.de

Tipp des Autors:

In der Nähe befinden sich der Nordsternpark und die Schurenbachhalde, die von hier aus gut mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Der neue Zollvereinsteig führt Wandernde direkt dorthin. Mit dem Fahrrad sind auch die Halde Rheinelbe und die Erzbahntrasse erreichbar. Für Freunde der weiten Aussicht bietet sich der Landschaftspark Hoheward an – die größte Haldenlandschaft auf dem europäischen Kontinent im nahen Herten. Auch Tetraeder und Alpincenter in Bottrop sind nicht weit entfernt und gehören zu den Standardzielen, mit denen der Besuch auf Zollverein gut verbunden werden kann, wenn man in wenig Zeit viele Sehenswürdigkeiten der Region anschauen möchte.


Phänomania Erfahrungsfeld

Schachtanlage Zeche Zollverein III / VII / X

Nur wenige Kilometer östlich der großen Hauptschachtanlage der Zeche Zollverein mit dem berühmten Doppelbock, dem Ruhr Museum in der Kohlenwäsche und der Kokerei befindet sich die Schachtanlage III / VII / X im Stadtteil Katernberg. Die Förderung über den dritten Schacht begann 1882. Schacht VII war ein Wetterschacht. Das heute sichtbare Fördergerüst steht über dem 1913 entstandenen Schacht X und ist Denkmal und Aussichtspunkt zugleich. Direkt am Radweg auf der Zollverein-Trasse gelegen, ist der Turm Treffpunkt und Rastplatz.

Ausstellung der Sinne im Maschinengebäude

Im verbliebenen Maschinengebäude der Schachtanlage befindet sich die Ausstellung Phänomania Erfahrungsfeld, ein ganz besonderes Museum zum Anfassen und Ausprobieren, was vor allem für Kinder und Familien eine besonders schöne und lehrreiche Einrichtung ist. Hier kann an zahlreichen Stationen mit Sinnen und Phänomenen experimentiert werden. Diese Stationen sind inmitten der historischen Fördermaschinen und Kräne aufgebaut. So führt beispielsweise ein Barfußpfad über verschiedene Untergründe um eine große Anlage. Im Obergeschoss kann man sich dem Tast- und Geruchssinn widmen. Dort lassen sich in Gefäßen Gegenstände ertasten und am Riechbaum verschiedene Düfte und Gerüche wahrnehmen. Weitere Themenfelder sind Bewegung, Licht, Optik und Klänge. So kann im Keller je ein Licht- und ein Klangraum besucht werden, wobei in letzterem mithilfe verschiedener Gegenstände Geräusche erzeugt werden können. Besonders beeindruckend für den Autor dieses Berichts waren die großen Pendel und ein wassergefüllter Plexiglaszylinder, in dem mithilfe einer Kurbel, einem Ventilator und ein bisschen Kraft ein großer Strudel erzeugt werden kann. Ob Wasser-Tornado, Summstein, Klangschale, Strömungspendel, Wasserprisma, Spiralscheibe, Meditationsstein oder ein in der Luft stehende Fahrradreifen – jeder Besucher wird ein Experiment entdecken, das ihn besonders fasziniert.

Draußen im Außengelände

Bei schönem Wetter können einige der Experimente aus der Maschinenhalle im Außengelände wiederholt werden. In einem kleinen Garten befinden sich beispielsweise Summsteine, ein Barfußpfad, Pendel, Schaukeln oder eine Doppelhelix sowie einige Spielgeräte. Die Fotos zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Ausstellung und sollen einen Appetitanreger für einen eigenen Besuch vor Ort darstellen.

Ausblicke vom Förderturm

Höhepunkt im wahrsten Sinne ist der Aufstieg auf den roten Förderturm. Der Schlüssel ist an der Museumskasse auszuleihen. Der Turm stammt aus dem Jahre 1913 und ist vom Bautyp her ein Deutsches Strebengerüst. Die Außentreppe führt bis zur obersten Plattform mit den vier Seilscheiben für den Doppelförderbetrieb, die auch heute noch erhalten sind.

Der Blick in luftiger Höhe reicht weit in die Ferne auf die Hauptschachtanlage der Zeche Zollverein mit dem markanten Doppelbock von Schacht XII, dem „Zollverein-Kubus“ mit der Folkwang-Universität der Künste und den Schornsteinen der Kokerei. Am Horizont sind einige der großen Halden in der Umgebung zu erkennen, beispielsweise die Halden Hoheward und Rheinelbe. Der Tetraeder auf der Halde Beckstraße in nördlicher Richtung versteckt sich halb hinter einem Schornstein. Gut zu sehen sind auch der Herkules auf dem Nordsternturm und die höchste Halde im Ruhrgebiet in Scholven. Natürlich lassen sich von oben auch das Treiben auf dem Zollverein-Radweg, die Schlange an der Würstchenbude und der Garten mit den Experimenten im Außengelände beobachten. Für die Schwindelfreien und die, die Aussichtspunkte lieben, ist der Aufstieg ein Muss.

Beste Sicht auf die Hauptförderanlage von Zeche Zollverein mit Schacht XII, dem Ruhr Museum in der Kohlenmischhalle,  dem Zollverein-Kubus der Folkwang-Universität sowie Kühlturm und Schornsteine der benachbarten Kokerei
Beste Sicht auf die Hauptförderanlage von Zeche Zollverein mit Schacht XII, dem Ruhr Museum in der Kohlenmischhalle, dem Zollverein-Kubus der Folkwang-Universität sowie Kühlturm und Schornsteine der benachbarten Kokerei

Tipp des Autors:

Vor allem für Kinder, aber auch Technikbegeisterte und solche, die gerne an kleinen Experimenten tüfteln, ist die Ausstellung nicht zuletzt durch die Authentizität der Maschinenhalle sehr lohnenswert. Das Personal fiel durch besondere Freundlichkeit und Hilfestellung auf. Trotz der vergleichsweisen Kleinräumigkeit der Maschinenhalle kann man sich gut und gerne zwei Stunden darin aufhalten. Reizvoll ist die Kombination des Besuchs mit einer ausgiebigen Radtour auf alten Bahntrassen von der Erzbahntrasse über die Zollvereintrasse bis hin zum Nordsternpark. Dabei kann der Ausstellungsbesuch und das Erklimmen des Förderturms als Etappenziel eingeplant werden.

Informationen zum Besuch:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Die Ausstellung Phänomania Erfahrungsfeld ist täglich geöffnet, von Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr sowie Sa, So und an Feiertagen von 10.00-18.00 Uhr. Weihnachten, Silvester und Neujahr ist üblicherweise geschlossen.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Das Freigelände ist mit den normalen Eintrittskarten ohne weiteren Aufpreis zugänglich und bietet die Möglichkeit, bei entsprechendem Wetter einige Experimente aus dem Innenraum im Freien zu wiederholen oder neue durchzuführen.

Zum Besteigen des Förderturms (nur über Treppen) lässt sich gegen Pfand und eine geringe Gebühr der Schlüssel für die Tür ausleihen.
Aufgrund der zahlreichen Treppen ist die Anlage nur im Außengelände barrierefrei nutzbar. Der Turm ist nur über Treppen zu besteigen.

Anreise mit dem Auto:

Auf der A40 bis zur Ausfahrt 27 Essen-Kray. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Duisburg links abbiegen auf die Krayer Straße. Kurz darauf links abbiegen in die Joachimstraße und an der T-Kreuzung links der Straße weiter folgen. Rechts halten und rechts auf die Brücke abbiegen. Nach 2,5 Kilometern, nun auf der Huestraße, im Dreieck erst geradeaus und dann links in die Dornbuschhegge (so heißt die Straße) und sofort rechts in die Straße Am Handwerkerpark. Durch das Tor fahren und links auf dem kostenlosen Parkplatz parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Am Handwerkerpark 8-10 in Essen

Geographische Koordinaten: 51°29’21.48″N, 7° 3’50.69″E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 365596 m, 5706016 m

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit Bus und Bahn:

In der Nähe der Ausstellung Phänomania befindet sich die Bushaltestelle Huestraße. Diese wird von einigen Buslinien angefahren, z.B. 154 vom Essener Hbf, 183 vom Bahnhof Altenessen oder 348 von Gelsenkirchen Hbf. Alternativ von Oberhausen Hbf., Dortmund Hbf. oder Gelsenkirchen Hbf. mit RB 32 bzw. RB 35 bis Essen Zollverein Nord. Vom Ausgang Schonnebeckhöfe Richtung Linkskurve, Geradeaus in die Ückendorfer Straße und schließlich halb-rechts in die Karl-Meyer-Straße. Hinter der Linkskurve links abbiegen zum Phänomania Erfahrungsfeld (ca. 1,5 km)

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike:

Direkt an der Zeche verläuft der Bahntrassenradweg auf der Zollverein-Trasse. Auf ihm führt der Emscher-Park-Radweg und die Deutsche Fußball-Route NRW. Der Radweg führt bis hin zur Erzbahntrasse. Ebenfalls in der Nähe verlaufen die Radtouren Essen erleben Nord und die NaturRoute.

Kartenmaterial / Literatur:

In den dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Offizielle Internetseite zur Ausstellung: www.erfahrungsfeld.de


Die Halden der Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein hat neben anderen Bergehalden (z.B. Schurenbachhalde) drei nach ihr benannte Abraumberge angeschüttet. Die Halde Zollverein I / II ist ein bewaldeter und unzugänglicher Spitzkegel direkt neben dem Gelände der Zeche Zollverein an der School of Management and Design – passenderweise an der »Haldenstraße« gelegen. Bereits auf dem Stadtgebiet von Gelsenkirchen befindet sich die größere Halde Zollverein IV / V / XI direkt an der Trabrennbahn Nienhausen.

Alle Halden werden auch durch den Rundwanderweg Zollvereinsteig erschlossen. Er führt außerdem zu den Halden Schurenbach und Eickwinkel im Essener Norden.

Literatur-Tipp: Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Halde Zollverein „Bullmannaue“

In Reichweite der Gründungsschachtanlage befindet sich die Bergehalde Bullmannaue. Benannt ist sie, ebenso wie die an ihr entlangführende Straße, nach einem Bauern, dem Teile des Grund und Bodens vor der Zeche Zollverein gehörten. Auf der anderen Seite verläuft die Haldenstraße entlang. Die Halde überdeckt eine Fläche von fast vier Hektar. Der höchste Punkt liegt auf 63,8 Metern über dem Meeresspiegel und überragt damit die Umgebung um etwa 18 Meter. Durch das vergleichsweise hohe Alter ist der Abraum heute dicht bewachsen. An wenigen Stellen ergibt sich die Möglichkeit, die äußerst steile Böschung unter hangelnder Zuhilfenahme von Wurzeln und Bäumen zu erklimmen. Der Gipfel stellt sich als hügeliges Plateau mit vielen Bäumen und Büschen dar. Nur wenige Ausblicke ergeben sich durch zufällige Schneisen, sodass die große Mühe beim Anstieg (und noch gefährlicher beim Abstieg) kaum lohnt.

Für die Anreise gelten die Informationen aus dem Abschnitt über die Zeche und Kokerei Zollverein. Unmittelbar neben der Halde befindet sich der Parkplatz B.

Halde Zollverein IV / V / XI

Trainingsstrecke für Pferdesportler auf altem Flugplatzgelände

Etwa zwei Kilometer nordöstlich des berühmten Gebäudeensembles mit dem Schacht XII, dem heutigen Ruhr Museum und der Kokerei befand sich die Schachtanlage Zollverein IV / V / XI unweit der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen. Bereits 1891 wurde mit dem Bau der Anlagen begonnen, 1967 erfolgte die Schließung. Heute sind noch einige Gebäudeteile erhalten geblieben. Aus der Zechenbahn wurde ein Radweg.

Jenseits der Grenze bilden die Trabrennbahn Gelsenkirchen, der GelsenTrabPark, und die Bergehalde eine verwachsene Einheit. Die Rennbahn wird im Norden an zwei Seiten von der Halde umschlossen, die sich bogenförmig zwischen der ehemaligen Schachtanlage und dem Gut Nienhausen erstreckt. Während die Trabrennbahn bereits seit 1912 besteht, stammen die ersten Schüttungen der Bergehalde aus den 1940er Jahren. Sie überdecken den in dieser Zeit aufgegebenen und ebenfalls 1912 eröffneten Sportflughafen Rotthausen.

Im folgenden Luftbild ist die Halde gut zu erkennen, wie sie die Trabrennbahn einrahmt. Eingezeichnet sind auch der Parkplatz am Haldenfuß und die Verbindung zum Radweg auf der Nordsternbahn. Die Abbildung ist interaktiv: Mit der Maus oder dem Finger wird die Situation durch eine historische Topographische Karte der 1930er Jahre ausgetauscht. Auf dieser ist der Flugplatz gekennzeichnet, auf dem sich heute die Abraummassen erheben.

1935 Heute

Aufstieg auf die Halde

Heute präsentiert sich der künstliche Berg als die größte und höchste Bergehalde der Zeche Zollverein. Sie hat eine Grundfläche von etwa 35 ha und reicht an ihrem höchsten Punkt auf 85,4 m ü. NN. Damit erreicht sie eine relative Höhe über der Umgebung von etwa 40 Meter und ist damit von der Höhe vergleichbar mit der bekannten Halde Rheinelbe.

Natürlich ist der Berg zugänglich und durch zahlreiche Wege und Pfade erschlossen. Eine Trainingstrecke für die Traber auf Sandboden führt von der Rennbahn auf die Halde und in Gipfelnähe herum. Auf- und Abfahrt verlaufen dabei auf lange Strecke separat aber parallel nebeneinander. Zusammen mit hin- und Rückweg für Fußgänger rechts und links daneben verlaufen als Kuriosum im Südwesten gleich vier Wege auf nicht einmal 30 m Breite nebeneinander auf die Halde. Zu großen Teilen ist die Halde dicht mit Büschen und Bäumen bewachsen. Sofern das Gehölz nicht kleingehalten wird, sind gute Aussichtspunkte auf wenige Stellen begrenzt. Eine freie Fläche ohne hohen Bewuchs befindet sich in Gipfelnähe.

Weg auf den Gipfel der Halde Zollverein IV / V / XI
Weg auf den Gipfel der Halde Zollverein IV / V / XI

Anreise mit dem Auto:

Auf der A42 bis zur Ausfahrt 15 Gelsenkirchen-Heßler. Aus Richtung Dortmund im Kreisverkehr rechts und im zweiten geradeaus, aus Richtung Oberhausen im Kreisverkehr links Richtung Essen in die Straße Lehrhovebruch. Dem Straßenverlauf, der an der Stadtgrenze Essen in die Schalker Straße übergeht, ca. 1 km folgen (30 km/h beachten!). An der rechterhand liegenden Fatih-Moschee vor der Eisenbahnbrücke links auf dem kostenlosen Parkplatz parken. Von der Parkplatzzufahrt gesehen rechts hoch auf die Bahntrasse, sofort haarnadelscharf links abbiegen (nicht auf den eigentlichen Zollverein-Radweg!!) und zweimal rechts halten. Hier befindet sich die Stelle mit vier parallelen Auffahrten auf die Halde.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Schalker Straße 23 in Essen (Parkplatz in Essen, Halde in Gelsenkirchen!)

Anreise mit Bus und Bahn:

Mit der S2 von Dortmund oder Duisburg bis Essen-Zollverein Nord, von dort oder auch von Essen Hbf. mit der Straßenbahn Linie 107 Richtung Gelsenkirchen bis Nienhuser Busch (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Hanielstraße / Schleife). Die Kreuzung überqueren und geradeaus der Schalker Straße bis unter die Brücke folgen. Gegenüber der Moschee rechts auf den Parkplatz. Von der Parkplatzzufahrt gesehen rechts hoch auf die Bahntrasse, sofort haarnadelscharf links abbiegen (nicht auf den eigentlichen Zollverein-Radweg!!) und zweimal rechts halten. Hier befindet sich die Stelle mit vier parallelen Auffahrten auf die Halde.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer:

Unmittelbar an der Halde führt der Bahntrassenradweg auf der Nordsternbahn entlang. Er ermöglicht die Anfahrt mit dem Fahrrad vom Nordsternpark, der Zeche Zollverein und der Erzbahntrasse. Der Zollvereinsteig überquert die Halde.

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten:
51°30’19.71″N, 7° 2’58.66″E – Parkplatz an der Moschee
51°30’24.14″N, 7° 3’11.03″E – Vier Wege auf die Halde
51°30’31.54″N, 7° 3’27.74″E – Niedrig bewachsener Gipfel

UTM-Koordinaten (Zone 32):
364641 m, 5707841 m – Parkplatz an der Moschee
364883 m, 5707971 m – Vier Wege auf die Halde
365211 m, 5708192 m – Niedrig bewachsener Gipfel

Halde Zollverein XII

Es ist eine niedrige Halde zwischen der Zeche und der Kokerei Zollverein, die keine konkrete differenzierte Bezeichnung trägt, aber nach der Schachtanlage gut und gerne als Halde Zollverein XII bezeichnet werden könnte. Diese diente hauptsächlich der Zwischenlagerung des tauben Gesteins aus der Zeche. Sie ist in der Landschaft durch ihre geringe Höhe kaum als Bergehalde zu erkennen. Als »Skulpturenwald« befinden sich auf dem Grund und Boden der Halde große Granitsteine von Ulrich Rückriem, der bekannt für seine kubischen Werke ist. Mit diesen Formen wird vor allem auf den Baustil der Zeche eingegangen. Neben den Steinquadern fällt vor allem die kleine erhaltene Kläranlage auf, die dem Design der Zechengebäude folgend ebenfalls im Bauhausstil errichtet wurde. Eine Überquerung der Halde kann bei einem Gang von der Zeche zur Kokerei als Abkürzung erfolgen.

Für die Anreise gelten die Informationen aus dem Abschnitt über die Zeche und Kokerei Zollverein. Unmittelbar neben der Halde befindet sich der Parkplatz A1.

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten:
51°29’4.42″N, 7° 2’27.76″E – Skulpturenblöcke
51°29’7.53″N, 7° 2’28.13″E – Kläranlage
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z. B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
363983 m, 5705531 m – Skulpturenblöcke
363993 m, 5705627 m – Kläranlage

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.