• Der Rhein-Radweg im Ruhrgebiet

    Auf der rechten Rheinseite zwischen Duisburg und Voerde Der längste deutsche Fluss passiert zwischen Duisburg und Wesel das Ruhrgebiet. Er war und ist ein wesentliches Standbein in der Binnenschifffahrt im Revier. An der Mündung der Ruhr in den Rhein entstand in Duisburg-Ruhrort der größte Binnenhafen Europas. Der gewaltige Strom kommt aus der Schweiz und fließt nach ca. 1.200 Kilometern bei unseren Nachbarn in den Niederlanden in die Nordsee. Fast auf ganzer Länge wird der Rhein vom europäischen Radfernweg Eurovelo-Route EV15 und der in Deutschland deckungsgleichen D-Route D8 „Rhein-Radweg“ begleitet. Hinzu kommen in den Bundesländern verschiedene Radfernwege, wie beispielsweise bei uns im Revier der Erlebnisweg Rheinschiene oder die NiederRheinroute. Wir betrachten…

  • Haldenwelt Gladbeck – „Braucker Alpen“

    Haldenkette in Gladbeck: Mottbruchhalde • Halde 7, 19 und 22 • Graf Moltke Sie erinnern mit ein wenig Phantasie an die Kaskadenkette im Nordwesten der USA mit dem berühmten Vulkan Mount St. Helens: Am südwestlichen Ende der Stadt Gladbeck ziehen sich im Stadtteil Brauck entlang der Stadtgrenze zu Essen und Bottrop gleich acht Bergehalden wie an einer Perlenschnur. Sie wuchsen vor allem durch die Zechen Graf Moltke und Mathias Stinnes in die Höhe, die in den 1970er Jahren geschlossen wurden, aber auch durch die Zeche Nordstern und das bis 2018 letzte verbliebene Steinkohlen-Bergwerk Deutschlands Zeche Prosper-Haniel. Von Süd nach Nord sind dies namentlich die Halde 7 auf dem Stadtgebiet Essens,…

  • Bergbauwanderweg Ruhr-Universität

    Die bergbauhistorischen Sehenswürdigkeiten rund um die Ruhr-Uni im Bochumer Süden Alte Industriegeschichte und Moderne verbindet der Bergbauwanderweg rund um die Ruhr-Universität in geschickter Weise miteinander. In der Form einer großen Acht führt er auf ca. 15 Kilometern Länge durch zahlreiche Orte mit historischer Bergbautätigkeit und der nach-industriellen Nutzung zugleich. Die historischen Orte werden durch Gebäude alter Zechen, durch Stollen, Kohlenplätze, Halden oder Reste einer Transport-Seilbahn vorgestellt. Die Moderne zeigt sich durch die erste Universitätsgründung nach dem Krieg in Deutschland, die Hochschule Bochum und die großen Studierenden-Wohnheime. Der Kemnader See ist zu einem beliebten Freizeitziel geworden und im Ruhrtal lässt es sich herrlich Radfahren. Insgesamt wird in einer Landschaft mit Wald,…

  • Springorum-Trasse in Bochum

    Springorumbahn • Haus Weitmar • Geologischer Garten • Exzenterhaus • Malakowturm Vom Ruhrtal bis in die Innenstadt führt der neue Weg für Fußgänger, Läufer und Radfahrende gleichermaßen gut ausgebaut durch den Süden von Bochum. Da der Weg auf einer alten Eisenbahntrasse verläuft, ist er weitgehend frei von gefährlichen Kreuzungen und hat kaum Wechsel von Neigungen. Daher sind die sogenannten Bahntrassenradwege im Ruhrgebiet äußerst beliebt und gerne befahren. Entlang der etwa 10 Kilometer langen Strecke lassen sich verschiedene Sehenswürdigkeiten anschauen – vom Eisenbahnmuseum an der Ruhr über den Geologischen Garten, das ungewöhnliche Exzenterhaus, ein Wildgehege bis zur Schlossruine Haus Weitmar. An verschiedenen Stellen besteht die Möglichkeit, auf andere Rad- oder Wandertouren…

  • Landschaftspark Hoheward

    Halde Hoheward • Halde Hoppenbruch • Drachenbrücke • Zeche Ewald • Ewaldsee Während der Fahrt auf der Autobahn A2 erblicken Autofahrende zwischen dem Kreuz Recklinghausen und der Ausfahrt Herten große, seltsame Bögen, die sich hoch oben auf einem Berg erheben. Sie stellen die größte Landmarke auf einer Bergehalde im Ruhrgebiet dar und markieren zugleich die Lage einer der spannendsten und beeindruckendsten Haldenlandschaften, die das Revier zu bieten hat. Der Landschaftspark Hoheward, früher auch Landschaftspark Emscherbruch bezeichnet, liegt im nördlichen Ruhrgebiet. Er erstreckt sich auf etwa 220 ha Fläche zwischen dem Fluss Emscher und der Autobahn A2 in Herten und Recklinghausen. Etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war…

  • Zoos und Tierparks

    Tierparks, Wildparks, Wildgehege und Wildgatter im Ruhrgebiet Elefanten, Giraffen und Löwen sehen, ohne in die Serengeti, in den Etosha oder den Krüger-Nationalpark fahren zu müssen. Flusspferde reißen ihre Münder zum Gähnen auf, ohne dass man zum Okavango oder an den Sembesi in Botsuana reist. Kamele und Dromedare anschauen, ohne in der Hitze der arabischen Wüsten zu schwitzen. Einmal Elche in Alaska anschauen, ohne Amerika zu betreten. Rehe und anderes Rotwild füttern. Ziegen streicheln. Luchse fotografieren. Keine Region in Deutschland hat auf engstem Raum so viele Zoos, Wildparks oder Wildgehege, in denen sich exotische oder heimische Tiere betrachten und zum Teil sogar anfassen lassen, wie das Ruhrgebiet. Nirgends scheint es einfacher,…

  • Bergbauwanderweg Bochum-Süd

    Bergbauwanderweg Lottental-Stausee-Stiepel-Rauendahl und Bergbauwanderweg Am Bliestollen Mit 16 oder 9 Kilometern ist der Bergbauwanderweg Lottental-Stausee-Stiepel-Rauendahl im Stadtbezirk Bochum-Süd der längste Thema-Wanderweg in Bochum. Er verläuft dabei in einem großen Rund um das Dorf Stiepel, vorbei am Kemnader See, am idyllischen Ruhrufer entlang und auf Waldpfaden zurück zum Ausgangspunkt. Er erschließt dabei Industriegeschichte in Form historischer Zechenanlagen, Fördereinrichtungen und Verarbeitungen, aber auch Infrastruktur-Einrichtungen wie eine alte Schleuse an der Ruhr, ehemalige Pferdebahnen, eine Seilbahn oder Relikte einer Dampfhaspelbahn. An einigen der Thema-Stationen lässt sich noch viel erkennen, mancherorts erinnern nur noch informative Schilder an aufgegebene und kaum oder nicht mehr sichtbare Anlagen und Einrichtungen. Nicht zuletzt führt der Weg durch schöne…

  • Kleinbahnweg und Hasper Talsperre

    Wasser für das Ruhrgebiet • Rad- und Wanderweg auf der alten Straßenbahnstrecke Haspe-Breckerfeld Vor den Toren der Stadt Hagen liegt inmitten der bewaldeten Berge ein kleiner Stausee. Er dient der Trinkwasserversorgung im Ruhrgebiet und ist zugleich beliebtes Ausflugsziel in der Natur. Ganz in der Nähe verläuft außerdem der Rad- und Wanderweg auf einer alten Kleinbahntrasse zwischen Hagen-Haspe, Voerde und Breckerfeld. Er kann gut mit dem See zu einer Radtour oder Wanderung kombiniert werden. Der Stausee und der Bahntrassenweg werden ausführlich in diesem Beitrag vorgestellt. Ebenfalls thematisiert werden der Aussichtspunkt auf dem Hohenstein über dem Ennepetal und die Relikte des Erzbergbaus am Bilsteiner Berg. Die in diesem Beitrag beschriebenen Ziele sind…

  • Kulturlandschaft Deilbachtal

    Kupferhammer • Steinbruch • Zeche und Halde Victoria • Hundebrücke • Eisenhammer Der Deilbach ist ein etwa 20 Kilometer langes Gewässer, das bei Wuppertal im Bergischen Land entspringt und in Essen in die zum Baldeneysee gestaute Ruhr fließt. Dabei durchquert er auch das Gebiet der Stadt Velbert. Bei Niederbonsfeld erreicht er das Ruhrgebiet mit dem Essener Ortsteil Kupferdreh. Weil am Verlauf des Deilbachs schon im Mittelalter viele Wassermühlen gebaut wurden, entstand hier eine frühe Form der industriellen Verarbeitung. Kohle und Erze lagen sehr nah an der Oberfläche und waren einfach abzubauen. Diese konnten dann in Manufakturen, also Handwerkstätten, weiterverarbeitet werden zu Eisen- und Kupferprodukten. Analog zum Muttental, das die Wiege…

  • Kray-Wanner Bahn, Zollvereinbahn, Almabahn und Nordsternbahn

    Vier Bahntrassenradwege zwischen Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Essen Im Herzen des Ruhrgebiets war das Netz der alten Güterbahnen sehr dicht. Auf ihnen wurden hier vor allem Stahl, Kohle oder andere produzierte Waren zu den Umschlagbahnhöfen, zu den Häfen oder auf die Reise in die Republik oder zu Seehäfen geschickt. Viele von diesen Bahnstrecken sind heute stillgelegt, da auch die Zechen und Großindustrien, die sie mit Anschluss-Stellen erreichten, heute nicht mehr existieren. An vielen Stellen werden die meist kreuzungsfreien, geraden und steigungsarmen Verläufe der einstigen Bahnstrecken für Fahrradwege genutzt. Natürlich sind die Wege zum besseren Radfahren geteert oder wassergebunden und die ursprünglichen Schienen und Schwellen wurden abgebaut. Diese sogenannten Bahntrassenradwege sind…

  • Das neue Westviertel in Essen

    Das durch die Lage westlich des Stadtzentrums von Essen sogenannte Westviertel Essen, auch Weststadt genannt, hat eine beeindruckende Entwicklung unvorstellbarer Größe durchgemacht. Aus der riesigen Krupp-Fabrik wurden Einkaufszentren, Gewerbegebiet, Grünanlage und Verwaltungssitz, aus dem benachbarten Güterbahnhof ein neues Wohngebiet in Universitätsnähe. Das Stadtumbauprojekt wird auch als Krupp-Gürtel bezeichnet. In dieser Dokumentation werden einige Bestandteile daraus nach und nach in Form eines Spaziergangs vorgestellt – unter anderem das alte Stahlwerk, das Stammhaus oder der Krupp-Park. Annschließend geht es auch ins benachbarte Universitätsviertel. Die folgende Abbildung zeigt die Situation und Ausdehnung der Krupp-Gussstahl-Fabrik im Westviertel Essen vor der Zerstörung 1943 in den 1920er Jahren und heute. Das Bild ist interaktiv. Mit der…

  • Radfahren an Körne und Massener Bach

    Radweg mit Objekten der Kunstaktion „Über Wasser gehen“ Mit dem Körnebach, auch Körner Bach oder einfach nur die Körne genannt, ist es einmal mehr gelungen, ein als ausgebauten Schmutzwasserlauf missbrauchtes Gewässer naturnah wiederherzustellen und ein vielfältiges Biotop zu entwickeln. Der Bach steht damit in einer Reihe beispielsweise mit der Emscher oder der Seseke. Der große Erfolg der Renaturierung, der an der Emscher noch in der Zukunft liegt, lässt sich hier bereits sehr schön auf einer kurzen Tour auf dem Radweg betrachten, der auf langer Strecke am Bach entlang verläuft. Wie der Körnebach wurde auch sein größter Zufluss, der Massener Bach, renaturiert. Er kommt aus dem gleichnamigen Vorort von Unna und…

  • Halden-Hügel-Hopping – CM und CK

    Zwei Wanderwege über Mulvany und Castroper Hügel, Kohle und Kelten Unter dem Motto »Halden-Hügel-Hopping« wurden im nördlichen Ruhrgebiet im Kreis Recklinghausen und in Bottrop mehrere Themenwanderwege eingerichtet. Die Wege zwischen 7 und 18 Kilometern Länge erschließen dabei vor allem die alten Bergehalden, die kleine Berg-Etappen mit guter Aussicht darstellen. Meistens sind es Rundwege, die wieder zurück zum Ausgangspunkt führen. Unterstützt werden die Wege durch virtuelle Stationen, die mithilfe digitaler Medien weitere Informationen bieten. Gleich zwei dieser Wege von 6,8 und 8,0 Kilometern Länge, der „CK“ und der „CM“, verlaufen durch Castrop-Rauxel. Beide beginnen am Haus Goldschmieding und führen von dort in verschiedenen Richtungen. Der „CK“, die Thementour von Castroper Kohle…

  • Parkway EmscherRuhr

    Vom Schiffshebewerk Henrichenburg zum Kemnader Stausee in Bochum Eine Radtour im dichten Ruhrgebiet, ohne das Gefühl von Großstadt zu haben. Von Fluss zu Fluss und begleitet von Bächen, vorbei an Seen und Flüsschen. Durch landwirtschaftliche Flächen und Wälder. Dies klingt fast unglaublich, funktioniert aber. Mit dem Parkway EmscherRuhr. Auf knapp 34 Kilometern verläuft er vom Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop am Rhein-Herne- und Dortmund-Ems-Kanal bis zum Kemnader Stausee an der Ruhr in Bochum. Dabei durchquert er einen Regionalen Grünzug. Und das ist sein Trick. Der Parkway EmscherRuhr ist einer der wenigen thematischen Nord-Süd-Radtouren, während die meisten anderen Themenradwege wie der RuhrtalRadweg, die Römer-Lippe-Route oder der Emscher-Park-Radweg in Ost-West-Richtung verlaufen. Neben den…

  • Der Industrielehrpfad Langendreer

    Radtour auf dem Industrielehrpfad Langendreer, Mayatempel und die Lagune des Westens Er bildet einen willkommenen Kontrast zu den zahlreichen Bergbauwanderwegen, die im Ruhrgebiet auf die Spur des frühen oder hochtechnisierten Bergbaus gehen. Der Industrielehrpfad Langendreer verbindet vor allem Standorte der industriellen Produktion, Leben und Arbeiten miteinander. Zechen und Zechensiedlungen sind jedoch auch Thema der Tour. Dabei führt er in einem großen Ring durch die Bochumer Stadtteile Langendreer und Werne sowie auf kurzer Strecke durch Dortmund-Lütgendortmund und Somborn. Der Lehrpfad ist etwa 14 Kilometer lang und lässt sich gleichermaßen erwandern oder mit dem Fahrrad befahren. Die Karte zeigt den Verlauf des Lehrpfades mit einem pinkfarbenen Band. Ein hellblaues Band schlägt einen…

  • Drei-Türme-Weg in Witten

    Hohenstein mit dem Berger-Denkmal • Drei Teiche • Kermelbach • Hammerteich • Helenenturm Eine hügelige Waldlandschaft, Aussichten ins Flusstal und romantische Bachläufe lassen Wandernde hin und wieder annehmen, dass sie sich irgendwo im einsamen Mittelgebirge und nicht mitten im Ruhrpott aufhalten. Rund 13 Kilometer führt der Drei-Türme-Weg am Stadtrand von Witten und Herdecke als Rundweg mit knapp 340 Höhenmetern über den Hohenstein, den Wartenberg und den Kermelberg. Seinen Namen erhält er von den drei Türmen, die man auf seiner Wanderung passiert – das Berger-Denkmal auf dem Hohenstein, den Wasserturm auf dem Kermelberg und den Helenenturm. Nicht zu verwechseln ist er mit dem Premium-Wanderweg Drei Türme Weg in Hagen, der ein…

  • Die Römer-Lippe-Route: Teil 1 von Hamm nach Lünen

    Eine spannende Verbindung zwischen erlebbarer Geschichte und schöner Flusslandschaft ermöglicht die Radtour auf der Römer-Lippe-Route. Fast 300 Kilometer lang erstreckt sich die Hauptroute zwischen Detmold und Xanten quer durch NRW und dabei vor allem entlang des Flusses Lippe. Dieser schlängelt sich in zahlreichen Schleifen und mit einigen Auen bis zu seiner Mündung in den Rhein und wird streckenweise von schiffbaren Kanälen begleitet. Die Tour folgt außerdem der Spur der Römer von der alten Römerstadt Colonia Ulpia Traiana über einige nachgewiesene Römerlager bis zum Hermannsdenkmal am zeitweise vermuteten Ort der Varusschlacht am Teutoburger Wald. Neben der Hauptroute existieren an einigen Orten Themenschleifen zum Wasser oder über die Römer mit einer zusätzlichen…

  • Der 3 TürmeWEG in Hagen

    Premiumwanderweg im Hagener Stadtwald und älteste Arbeitersiedlung Westfalens Nach den strengen Kriterien des Deutschen Wanderinstituts als „Premiumweg“ zertifiziert, führt der 3 TürmeWEG auf etwa 13 Kilometern Strecke auf den Höhen des Hagener Stadtwaldes vor den Toren der Großstadt Hagen. Geschickt verbindet er die Themen Natur, Industriekultur und Kultur miteinander und belohnt hier und dort mit guten Aussichten in die Täler von Volme und Ennepe. Am Wegesrand entdeckt man immer wieder Erlebnisstationen, die über verschiedene Themen informieren, Natur oder Technik erlebbar machen. Höhepunkte im wahrsten Sinne sind die namensgebenden drei Türme, die der Weg miteinander verbindet und die im Idealfall allesamt bestiegen werden können. In der folgenden Karte ist der 3…

  • Die Zeche Radbod

    Ein Spaziergang zu bergbauthematischen Zielen rund um die Zeche in Bockum-Hövel Es ist ein einmaliges Bild, das die an der Straße aneinandergereihten drei Fördertürme und die gegenüberliegenden Maschinenhäuser abgeben. Dies ist im Ruhrgebiet heute einmalig, zumal alle drei Fördertürme erhalten sind und einer davon sogar noch eine Funktion besitzt. Die Gebäudeachse bildet die Mitte und das Denkmal des Bergbaus inmitten eines entstehenden Gewerbegebietes, das in Teilen zu kulturellen Zwecken genutzt wird. Am Eingang erinnert die Lore einer Grubenbahn an den historischen Hintergrund, denn das Gewerbegebiet befindet sich auf dem großen Gelände der ehemaligen Zeche Radbod in Hamm-Bockum-Hövel. Die Zeche wurde gegen Anfang des 20. Jahrhunderts in Bockum-Hövel gegründet und begann…

  • Der Radweg „Grüne Acht“

    Über fast das gesamte Stadtgebiet von Castrop-Rauxel verläuft die Grüne Acht, auf der Radfahrer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, überraschend vielfältige Landschaften und Industriemuseen erleben können. Das sanft-bergige Castroper Hügelland und die flache Mengeder Heide stehen sich auf der Tour gegenüber, ebenso die quirlige Stadtmitte dem ruhigen Wald. Wir passieren ein altes Wasserschloss und mehrere ehemalige Zechen, von denen an einigen Orten noch Überreste z.B. in Form von markanten Fördergerüsten stehen. Wir kommen vorbei an Kanälen, geschwungenen Bächen und kleinen Seen. Auf bis zu 44 Kilometern Länge bietet sich somit eine enorme Vielfalt und Abwechslung. Die Route hat die Form zweier ineinander verschlungener Achten und kann so bequem in beliebige Teile z.B.…

  • Der Radweg auf der Klöcknerbahn und Umgebung

    Bahntrassenradeln auf alter Zechenbahn zwischen Unna, Kamen, Bergkamen und Werne Aus dem dichten Netz von Zechenbahnen und Güterbahntrassen ist im Ruhrgebiet heute nicht viel übriggeblieben. Die Bergwerke und Industrien, die sie einst bedienten, gibt es vielfach nicht mehr und ließen die Schienen-Anbindungen überflüssig werden. Aus vielen Trassen im Revier wurden Radwege. Sie verlaufen gut ausgebaut, häufig steigungsarm und unabhängig vom Straßenverkehr. Man kommt zügig zwischen Orten hin und her oder kann auf einer Ausflugsfahrt Abstecher zu einigen naheliegenden Sehenswürdigkeiten machen. Ein kleines Netz bestehend aus mehreren zusammenhängenden Bahntrassenradwegen findet man im Kreis Unna zwischen Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne. Die Hauptachse ist die alte Klöcknerbahn, die vor allem die…

  • Zeche Gneisenau und Umgebung

    Unterwegs im Dortmunder Nordosten: Von Äpfeln, Böcken und Eiern Noch heute, viele Jahre nach dessen Stilllegung, zeigt sich deutlich die Prägung der Zeche Gneisenau für den Dortmunder Ortsteil Derne. Der befindet sich ganz im Norden der Großstadt an der Grenze zur Nachbarstadt Lünen. Die als Denkmal fungierenden Fördergerüste überragen nach wie vor das kleine Ortszentrum und sind dadurch praktisch allgegenwärtig. In benachbarten Ortsteilen finden sich zwei Bergehalden der Zeche, die Halden Östlich und Westlich der Tettenbachstraße, die allerdings als Kombinationshalde auch als Mülldeponie genutzt wurden und einen großen, künstlichen Höhenzug im Dortmunder Nordosten bilden. Teile davon sind rekultiviert und als im Volksmund bezeichnete „Greveler Alm“ ein durchaus beliebter Aussichtspunkt geworden.…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Die Zeche Königsborn

    Ostpol vom Schacht IV • Halde Königsborn I u. III / IV • Max-von-der-Grün-Weg • Schacht-VI-Weg Nach der Saline Königsborn in Unna wurde seinerzeit die Zeche benannt, die später eines der größten Bergwerke im östlichen Ruhrgebiet werden sollte. Gleich mehrere Schachtanlagen liegen in den Städten Unna, Kamen und Bönen. Der Betrieb begann 1880 auf der ersten Schachtanlage im Unnaer Stadtteil Königsborn, wenige Kilometer außerhalb der Stadtmitte gelegen. Eine zweite Schachtanlage entstand nordöstlich davon im benachbarten Heeren-Werve, das zu Kamen gehört. Um die Jahrhundertwende lief die Förderung auf der neuen Schachtanlage in der kleinen Gemeinde Bönen an. Dies war in den letzten Jahren die Hauptförderanlage, während die übrigen Schächte langsam stillgelegt…

  • Der Baldeneysee in Essen

    Natur und Industriekultur rund um den größten Ruhrstausee • Baldeneysteig • Bahntrassenradweg • Hespertalbahn Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehzucht genutzt. An wenigen Stellen sorgten kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts und links mit respektvollem Abstand durch zwei kleine Eisenbahnstrecken, die Ruhrtal- und die Hespertalbahn. An der Ruhrtalbahn förderte fleißig die Zeche Carl Funke Kohle und besaß sogar einen kleinen Verladebahnhof. An der Hespertalbahn, auf der anderen Flussseite, bestand die Zeche Pörtingsiepen. Weithin sichtbar im Tal war schon…