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Der Baldeneysee in Essen

Natur und Industriekultur rund um den größten Ruhrstausee im Revier • Der neue Baldeneysteig • Hespertalbahn

Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehzucht genutzt. An wenigen Stellen sorgten kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts und links mit respektvollem Abstand durch zwei kleine Eisenbahnstrecken, die Ruhrtal- und die Hespertalbahn. An der Ruhrtalbahn förderte fleißig die Zeche Carl Funke Kohle und besaß sogar einen kleinen Verladebahnhof. An der Hespertalbahn, auf der anderen Flussseite, bestand die Zeche Pörtingsiepen. Weithin sichtbar im Tal war schon damals das große Anwesen der Industriellenfamilie Krupp, die Villa Hügel.

Spaziert man heute auf den Wiesen und Feldern von damals, bekommt man nasse Füße. Denn im Jahre 1933 wurde an dieser Stelle vom Ruhrverband der größte der sechs Ruhrstauseen im Bereich des Reviers eröffnet. Der Baldeneysee erstreckt sich seitdem zwischen den Stadtteilen Werden, wo das Stauwehr steht, und Kupferdreh über eine Gesamtlänge von ca. 7,8 km und eine mittlere Breite von ca. 350 m. Dabei folgt der See verständlicherweise der Form des ursprünglichen Ruhrtals und besitzt die Form einer gebogenen Banane. Das Speichervolumen des Sees beträgt etwa 8,3 Mio. m³. Neben der Gewinnung von Strom aus Wasserkraft dient der See hauptsächlich der Sedimentation und Reinigung des Ruhrwassers für die Trinkwassernutzung und der Freizeit und Erholung.

Die Luftbildkarte bietet einen kleinen Überblick über die Lage der Orte und des Sees im Süden von Essen. Die Ruhr fließt von der oberen rechten Ecke bei Kupferdreh in den See, das Stauwehr und untere Ende befindet sich auf der linken Seite bei Werden:

Karte Baldeneysee

Wesentlich interessanter für den Besucher ist der Baldeneysee als Sport-, Naherholungs- und Freizeitgebiet. Neben üblichen Wassersportarten auf, am und inzwischen auch im kühlen Nass bieten sich vor allem lange Wege zum Radfahren und Wandern an. Auf gut ausgebautem Weg lässt sich der komplette See mit dem Fahrrad auf einer Gesamtlänge von etwa 14 Kilometern gut umrunden. Während am Südufer oder Hardenbergufer kaum Alternativrouten bestehen, kann am Nordufer zwischen Haus Baldeney und Heisingen statt des Uferwegs auch der Baldeneysteig erwandert werden. Er führt teilweise in einigem Abstand rings um den See und bietet mehrere Aussichtspunkte mit weitem Blick über das Gewässer. Der Baldeneysteig wird weiter unten näher beschrieben.

Ein Fahrgastschiff pendelt in der Saison zwischen dem Wehr bei Werden und der Eisenbahnbrücke bei Kupferdreh. Zwischenstationen sind die Regattabahn unterhalb der Villa Hügel, Haus Scheppen am Südufer und der Yachthafen Heisingen genau gegenüber von Haus Scheppen. In der Übersichtskarte sind Verlauf und Anlegestellen markiert. Immer im Wechsel wird mal das Nord- und mal das Südufer bedient.

Einmalig am Baldeneysee ist die Anbindung an verschiedene Verkehrsträger – vom Auto über den Zug bis zum Schiff. An gleich drei Stellen ist der See mit im dichten Takt verkehrenden S-Bahn-Zügen erreichbar. Werden und Hügel werden mit der S6 aus Köln, Kupferdreh mit der S9 aus Wuppertal erschlossen. Beide Linien treffen im Hauptbahnhof aufeinander. So lässt sich auch außerhalb der Betriebszeiten der Fähre mit einer kleinen Bahnfahrt nach langem Spaziergang zum Ausgangspunkt zurückkehren. Eine Besonderheit ist außerdem die Museumseinsenbahn Hespertalbahn, die an Fahrtagen ein Stück am Südufer entlang fährt und Kupferdreh mit Haus Scheppen verbindet. Die Hespertalbahn wird in Kürze an dieser Stelle näher vorgestellt.

Information Ausführliche Informationen zur Anreise mit Auto, Bahn, Schiff & Co. finden Sie ganz unten auf dieser Seite!

RuhrtalRadweg

Auf dem RuhrtalRadweg direkt am Seeufer (Blick zur Zeche)

Boote am See

Kleine Segelboote stellen bunte Farbtupfer dar

Baldeneysee in Essen

Blau und Grün am Baldeneysee im Essener Süden – rechts das Naturschutzgebiet Heisinger Bogen

Baldeneysee

Fahrgastschiff an der Regattastrecke in Essen-Hügel

Baldeneysee

Heisinger Yachthafen auf der anderen Seeseite

Ruhrstausee mit Fahrgastschiff

Fahrgastschiff unweit des Biergartens von »Fährmann am See«

Baldeneysee

Yachthafen am Haus Baldeney (rotes Dach rechts)

Angler an der Ruhr

Anlegestelle am Yachthafen von Heisingen

Yachthafen Heisingen

Yachthafen Heisingen

Baldeneysee Essen

Still ruht der Baldeneysee in der Nähe des Seaside Beach

Yachthafen Heisingen

 

Schiff auf dem Baldeneysee

Rückfahrt zum Ausgangspunkt mit dem Fahrgastschiff

Hoch über dem Baldeneysee im Süden von Essen thront die weithin sichtbare Villa Hügel an den Ausläufern des Stadtwaldes. Sie wurde 1873 unter Alfred Krupp erbaut und diente als Wohnhaus für die Industriellenfamilie Krupp, die so prägend für das Ruhrgebiet war wie kaum ein anderer Unternehmer. Die Anlage ist sehr repräsentativ und strahlt große Macht und Einfluss aus. Im Kern besteht die Villa Hügel aus zwei Gebäudetrakten, dem Großen und dem östlich angrenzenden Kleinen Haus. Mit den Generationen wurden die Gebäude immer wieder aus- und umgebaut und die Einrichtung verändert. Nach Beschlagnahmung der Villa durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg und anschließender Rückgabe an die Familie ging das Haus an die Allgemeinheit und wurde Standort für Kunstausstellungen und Sitz der Kulturstiftung und das große Archiv des Unternehmens. Die Villa Hügel lässt sich heute bei einem Besuch besichtigen und bietet auch eine Ausstellung.

Die Villa Hügel kann Di-So von 08.00 bis 20.00 Uhr besichtigt werden. Der Park ist täglich von 08.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für die Villa und den Park entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Die Besichtigung der beiden Gebäude erfolgt selbständig. Es werden keine öffentlichen Führungen angeboten. Führungen sind nur nach rechtzeitiger Voranmeldung gegen Aufpreis möglich. Bitte beachten Sie dazu die die Informationen der offiziellen Internetseite.

Auf eigene Faust erkundet der Besucher Teile des Großen und des Kleinen Hauses. Besonders beeindruckend sind dabei die Architektur der Anlage, die Inneneinrichtung und der Einsatz (seinerzeit) moderner Technik. Das Hauptgebäude betritt man über eine große Halle, um die einzelne Räume und Säle angeordnet sind. Im Obergeschoss überrascht der riesige Saal mit seiner hölzernen Gewölbedecke, in dem dann und wann Veranstaltungen stattfinden. Die meisten Wände sind von unten bis oben vertäfelt mit dunklem Holz. In einigen Räumen befinden sich große Kronleuchter und Regale mit Büchern bis unter die hohe Decke. Während einer Führung erfährt man nebenbei Interessantes über die schwierige Beheizung der Häuser mit Durchlaufen verschiedener Technologien seiner Zeit und die Beleuchtung mittels Gas und Elektrizität.

In den Räumlichkeiten des Kleinen Haus ist eine Ausstellung über die Familiengeschichte der Krupps und die Entwicklung ihrer Stahlwerke vom Beginn bis zum Unternehmen ThyssenKrupp zu besichtigen. Außerdem wird das Entstehen der Villa Hügel näher vorgestellt. Die Räume sind ähnlich eindrucksvoll wie im Großen Haus, wirken jedoch heller und freundlicher. Einige der Decken haben aufwendigen Stuck und Kronleuchter. Leider ist das Fotografieren im Innern der Gebäude nicht gestattet, weshalb an dieser Stelle keine Abbildungen gezeigt werden.

Information Auch die Anreise zur Villa Hügel wird ganz unten beschrieben.

RuhrtalRadweg am Baldeneysee

RuhrtalRadweg am Hardenbergufer

Baldeneysee

Heisinger Yachthafen auf der anderen Seeseite

Baldeneysee mit Fördergerüst von Carl Funke

Typisch Baldeneysee: Fördergerüst von Carl Funke am Ufer

Haus Scheppen

Haus Scheppen als neues Wasserschloss

Ein bekanntes Fotomotiv am Baldeneysee ist das markante Fördergerüst der Zeche Carl Funke I am Seeufer. Es ist das größte sichtbare Denkmal am Baldeneysee für eine Epoche der Kohleförderung. An dieser Stelle bestanden zu aktiven Zeiten des Bergbaus weitläufige Förder- und Verladeanlagen. Das Fördergerüst steht über Schacht I der Zeche, wenige hundert Meter dahinter den Weg bergauf findet sich das unter Denkmalschutz stehende Fördermaschinenhaus der Zeche Hundsnocken. Weiter oberhalb im Wald befindet sich die Bergehalde der Zeche. Ein oder andere weitere Relikte findet der interessierte Besucher an der Straße westlich des Schachtes. Hier lassen sich der ehemalige Holzplatz, ein zugemauertes Stollenmundloch und Schienen des Verladebahnhofs im Gras bewundern.

Folgt man dem Uferweg, so führt dieser am Yachthafen Heisingen vorbei und in das benachbarte Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen. Hier wird der Ortsteil Heisingen von der Ruhr umflossen, weshalb der See hier statt des langgezogenen Rechtsbogens eine scharfe Linkskurve macht – flussaufwärts gesehen. Auf einem schmalen Damm verläuft der Weg zweitweise zwischen See auf der einen und Teichen auf der anderen Seite. Hier gilt »gucken erlaubt, stören verboten«. Tatsächlich können hier zahlreiche Wasservögel beobachtet werden, aber auch eine Schildkröte konnte auf der eigenen Wanderung gesichtet werden. Hobbyfilmer und -Fotografen mit einer atemberaubenden technischen Ausstattung mit Richtmikrofonen und Monster-Teleobjektiven stehen häufig am Wegesrand.

Zeche Carl Funke in Essen

Fördergerüst über Schacht I der Zeche Carl Funke

Fördergerüst Zeche Carl Funke

Markantes Fördergerüst vom Schiff aus gesehen

Ruhrsee

Am Naturschutzgebiet Heisinger Bogen

Eisenbahnbrücke Kupferdreh

Eisenbahnbrücke Kupferdreh am Ostende des Baldeneysees

Eisenbahnbrücke Kupferdreh

Alte Eisenbahnbrücke von Kupferdreh – jetzt Rad- u. Wanderweg

Kupferdreh

Stahlfachwerk mit Nischen zum Ausruhen

Seit Anfang der 1870er Jahre überspannt die Eisenbahnbrücke Kupferdreh die Ruhr. Sie verbindet seitdem Heisingen mit Kupferdreh und war Teil der Ruhrtalbahn. Durch die Fertigstellung des Stausees wurde der Wasserspiegel so weit angehoben, dass nicht nur ein Teilsegment wie bis dahin, sondern die ganze Brücke durch Wasser unterspült wird. Die etwa 230 Meter lange Brücke aus Stahlfachwerksegmenten war mit Stilllegung der Ruhrtalbahn 1978 ungenutzt. Bis zum Jahr 1984 erfolgte der Umbau zu einer Fußgänger- und Radwegbrücke. Heute bildet das Bauwerk eine wichtige Überquerung für Radfahrer oder Wanderer. Mehr oder weniger markiert sie das östliche Ende des Stausees, der hier durch die Ruhr gespeist wird.

Quellen und Weitere Informationen:

Homepage der Hespertalbahn: www.hespertalbahn.de
Ruine Isenburg: www.isenburg-essen.de
Weiße Flotte Essen mit Fahrplan und Preisen: www.flotte-essen.de
Villa Hügel:
www.villahuegel.de

 

Der Baldeneysteig

Auf den Höhen über 27 Kilometer wandern rund um den Baldeneysee

Ganz frisch wurde der erste Wandersteig im Ruhrgebiet im Herbst 2017 eingeweiht. Ein Steig zeichnet sich in den Mittel- und Hochgebirgen vor allem dadurch aus, dass er steile Wegstrecken hat, schwieriger zu begehen ist als ein normaler Wanderweg und eher für geübte Wanderer mit geeigneter Ausrüstung geeignet ist. Bekannte Beispiele in Deutschland sind der Rheinsteig, der Schluchtensteig oder der Eifelsteig.

Nun gibt es im Ruhrgebiet nicht so richtig hohe Gebirgszüge, wenn man mal die Bergehalden außen vor lässt. Dennoch erreicht der Baldeneysteig etwa 1.200 Höhenmeter, die er vor allem an den Hängen rechts und links des Baldeneysees sammelt. Durch diese und mit der beachtlichen Länge von etwa 27 Kilometern zeigt das Ruhrgebiet, dass es auch für Wanderer mit höheren Erwartungen etwas zu bieten hat.

Übersichtskarte Baldeneysteig

Auf den Höhen rings um den Baldeneysee bieten sich an vielen Stellen gute Ausblicke auf das Ruhrtal und die Umgebung. Die hügelige Landschaft ist abwechslungsreich und führt durch Wälder und auf Feldwegen zwischen Ackerflächen und Pferdeweiden. Durch den Baldeneysteig werden verschiedene Stationen mit Sehenswürdigkeiten verbunden – von der typischen Zeche über eine alte Burgruine bis hin zum Wildgehege oder Vogelschutzgebiet. Für die Kirchgänger ist die Abtei Werden interessant, für die Eisenbahnfreunde die Hespertalbahn.

Besonders reizvoll ist die verkehrliche Erschließung des Steiges. Wie in der oben dargestellten Karte zu sehen ist, gibt es direkte Anschlüsse an die S-Bahn Rhein-Ruhr. Konkret halten die S-Bahnen der Linie S6 im westlichen Teil, die der S9 im östlichen. Über den Essener Hauptbahnhof sind die Linien miteinander verbunden und so ist es einfach möglich, eine Teilstrecke zu laufen und mit dem Nahverkehr zum Ausgangspunkt zurück zu fahren. Diese Möglichkeit bietet prinzipiell auch während der Saison die Schifffahrt auf dem Baldeneysee, die an vielen Stellen, an denen auch der Steig das Ufer passiert, Fähranleger miteinander verbindet. So lässt sich eine Wanderung prima mit einer Schifffahrt auf dem Wasser verbinden. Eisenbahnfans können auch zwischen Kupferdreh und Haus Scheppen die Museumseisenbahn im Hespertal nutzen. Mehrfach verkehrt sie an den Fahrtagen (dazu Webseite der Hespertalbahn beachten) in langsamer Geschwindigkeit entweder von einer Dampflok oder einer alten Diesellok gezogen zwischen den Endpunkten mit nostalgischen Personenwaggons hin und her.

Damit Schiff oder Zug am Ziel der Wanderung nicht gerade vor der Nase abfahren, diese Fahrten an den Beginn der Tour legen!

Information Ausführliche Informationen zur Anreise mit Auto, Bus, Bahn, Schiff & Co. finden Sie am unteren Ende dieser Seite.

Offizieller Ausgangspunkt und Beginn der Kilometrierung ist das Stauwehr des Baldeneysees in Werden, wo auch eine Übersichtskarte steht. Es kann allerdings an jeder Stelle in die Wanderung eingestiegen werden – und in jeder Richtung. Durch die gute Nahverkehrs- und Schiffsanbindung lässt sich der Brocken von 27 Kilometern gut in zwei oder drei Teiletappen zerlegen, z.B. von Werden am Südufer bis Kupferdreh (evtl. zusätzlich mit Hespertalbahn) und von Kupferdreh am Nordufer über Hügel bis Werden. Ob kombiniert mit der Hespertalbahn, mit dem Schiff, mit der S-Bahn, auf dem Uferweg oder auf dem Höhenweg – es ist völlig egal. Aber es geht ganz einfach. Und das macht den Baldeneysteig einmalig.

Beschilderung & Wegebeschaffenheit:

Der Weg verläuft meist auf Feld- oder Waldwegen, asphaltierte oder gepflasterte Abschnitte sind seltener. Von Anfang bis Ende ist der Weg gut durch Piktogramme mit dem Schriftzug Baldeneysteig und einem blau-grünen Zeichen, das See und Berge darstellt, gekennzeichnet. Für den Fall, dass einmal ein Piktogramm fehlt (Souvenierjäger gibt es ja überall), sollten Sie einen GPS-Track oder eine Wanderkarte mit auf die Tour nehmen.

Kurzbeschreibung:

Der Ausgangspunkt des Steiges liegt am Stauwehr des Baldeneysees in Essen-Werden. Die Tour folgt dem Hardenbergufer und bald rechts in Serpentinen den Berg hinauf. Wir gelangen zum Friedhof, den wir durchqueren. Ja, der Wanderweg führt mitten durch den Gottesacker. Wir sind hier halt speziell. Es geht dahinter zur Huffmannstraße und dort links. Am Ende führt ein Weg in den Wald, zunächst über eine Brücke durch ein kleines Seitental und schließlich leicht bergauf. An der Dodelle ergeben sich sehr schöne Blicke über den See, wo sich der gegenüberliegende Hang mit der Villa Hügel und davor kreuzenden Segelschiffen und dem Fahrgastschiff präsentiert. Am Ende der Straße Dodelle geht es auf einem Höhenzug entlang der Zimmermannstraße und bald links in die Straße Am Schmalscheid. Man passiert Baum-Plantagen und erreicht die Fischlaker Höfe. Spätestens hier hat man vergessen, in welcher Großstadt man sich eigentlich befindet. Weiter geht es durch Felder und Weiden bis zur Maasstraße, ehe nach einer Walddurchquerung mit Haus Scheppen das erste Etappenziel erreicht ist.

Baldeneysteig in Essen

Ausgangspunkt des Steigs: Anlegestelle Werden am Stauwehr

Baldeneysteig in Essen

Zwischen Werden und Haus Scheppen

Baldeneysteig in Essen

Baldeneysee-Blick an der Dodelle. Am anderen Ufer ist die Villa Hügel zu sehen

Baldeneysteig in Essen

Fernab der Zivilisation? Idyllischer Nebenweg

Baldeneysteig in Essen

Fischlaker Höfe

Anlegestelle am Haus Scheppen: Umsteigemöglichkeit aufs Fahrgastschiff oder die Museumseisenbahn

Hier besteht neben der Einkehr die Möglichkeit, aufs Schiff umzusteigen. Am Haus Scheppen liegt außerdem der Bahnhof der Hespertalbahn (siehe Abschnitt zur Hespertalbahn weiter unten). Es ist eine gemütliche Alternative, die Strecke bis Kupferdreh mit dem Zug zurückzulegen (Fahrtage und Abfahrtszeiten beachten!). Am Haus Scheppen gibt es einen Bikertreff (für die Motorradfahrer) und mehrere kleine Imbisse. Also ist hier Gelegenheit zu einer Stärkung – erst in Kupferdreh wird es wieder etwas geben.

Hinter dem Haus Scheppen gabelt sich der Baldeneysteig auch für eine kurze Strecke. Es besteht die Möglichkeit, entweder in Seenähe auf ebener Höhe am Hardenbergufer weiterzulaufen oder – dem Charakter des Steiges folgend – die langgestreckte Bergehalde Pörtingsiepen zwischen dem See und der Hespertalbahn zu erklimmen. Das hört sich allerdings schlimmer an als es ist (lediglich der Abstieg am Südende hat es etwas in sich). Ruhiger ist es allemal, so ganz ohne Radfahrer auf dem vielbefahrenen RuhrtalRadweg. Die Abraumhalde der Zeche Pörtingsiepen verläuft als schmaler, aber hoher Damm zwischen Uferweg und der Hespertalbahn. Sie erhebt sich mit steiler, bewachsener Böschung etwa 20 Meter über die Umgebung und erreicht eine maximale Höhe von ca. 73 Metern über dem Meeresspiegel. Die Fläche ist etwa 7 Hektar groß. Allerdings ist sie aufgrund des Bewuchses vom Uferweg aus nicht zugänglich. Der Baldeneysteig verläuft auf ihrem schmalen Gipfel entlang durch einen Birkenwald. Beim Besuch ließen sich viele verschiedene Pilze fotografieren. Außerdem kann man von oben den Rangiervorgang der Dampflok der Hespertalbahn beobachten, die direkt unterhalb der Halde über ein Überholgleis ans andere Zugende rangiert wird. Der Haltepunkt Haus Scheppen ist ja ein eingleisiges Streckenende, sodass die Lok auf dem Rückweg ein kurzes Stück schieben muss, ehe sie umgesetzt wird.

Baldeneysteig in Essen

Entenfamilie am Hardenbergufer

Halde Pörtingsiepen in Essen

Die Bergehalde der Zeche Pörtingsiepen

Halde Pörtingsiepen in Essen

Pilze auf dem moosigen Haldenplateau

Halde Pörtingsiepen in Essen

Blick talabwärts zu den Gleisen der Hespertalbahn

Halde Pörtingsiepen in Essen

Birkenwald auf der Halde

Halde Pörtingsiepen in Essen

Weitere Pilzarten auf dem Boden zwischen Laub und Moos

Halde Pörtingsiepen in Essen

 

Halde Pörtingsiepen in Essen

Abstieg auf der Südostseite der Halde Pörtingsiepen

Am Bahnübergang treffen beide Streckenvarianten zusammen und führen zur Margrefstraße und an Höfen und durch Wald bis zur Hammer Straße. Über den Moosbach erreichen wir die Ausläufer von Kupferdreh und steigen wieder bergab zum Uferweg. An der alten Eisenbahnbrücke befindet sich der Endpunkt der Hespertalbahn. Direkt an der Brücke liegen beiderseits der Ruhr mehrere Biergärten, wo sich ein kühles Getränk, ein Eis oder ein Imbiss bekommen lässt.

Es ist nicht weit zum S-Bahnhof Kupferdreh, um an dieser Stelle einen Schnitt zu machen und mit der S9 via Hauptbahnhof und S6 zum Ausgangspunkt in Werden zurückzugelangen. Alternativ lässt sich die Rückkehr auch mit dem Schiff durchführen.

Baldeneysteig in Essen

Waldwege im Bereich der ehem. Zeche Kaiserin Augusta

Baldeneysteig in Essen

Verschlängeltes Wegenetz an der Dilldorfer Höhe

Baldeneysteig in Essen

Überquerung der Hespertalbahn

Baldeneysteig in Essen

Naturschutzgebiet Heisinger Bogen

Baldeneysteig in Essen

Klares, blaues Wasser, blauer Himmel: wieder am Ufer des Baldeneysees unweit der Eisenbahnbrücke von Kupferdreh

Eisenbahnbrücke Kupferdreh

Eisenbahnbrücke Kupferdreh am Ostende des Baldeneysees

Baldeneysteig in Essen

Bizarre Baum-Skelette im Wasser im Naturschutzgebiet

Wer noch Kraft in den Beinen hat, kann die Tour fortsetzen. Oder hier an einem anderen Tag wieder einsteigen. Jeder kann es machen, wie er möchte, weil es eben so einfach ist. Für die Sportler und Ehrgeizigen unter Ihnen sei aber gesagt, dass hier in Kupferdreh noch nicht "Bergfest" ist.

Am alten Bahnhof Kupferdreh sind die beiden alten Eisenbahnstrecken der Ruhrtalbahn und die Hespertalbahn von der heutigen S-Bahnstrecke abgezweigt. Während die Hespertalbahn immerhin noch als Museumsbahn erhalten ist, wurde die Ruhrtalbahn abgebaut. Ihre alte Stahlbrücke nutzen wir, um die Ruhr zu überqueren. Durch das Vogelschutzgebiet am Heisinger Bogen erreichen wir den Yachthafen. Am Heisinger Bogen lassen sich tatsächlich erstaunlich viele Vögel beobachten. Kormorane präsentieren ihr Federkleid und Schwäne paddeln gemächlich durchs Wasser. Es gibt aber noch viel mehr, über die Vogelkundler sicher schwärmend berichten, wenn sie mit ihren großen Fernrohren am Ufer stehen. Ich habe bisher bei jedem Besuch welche hier angetroffen. In einem kleinen Tümpel auf der rechten Seite leben Schildkröten und dicke Fische friedlich zusammen.

Dem Weg folgen wir bis zum Fördergerüst der Zeche Carl Funke. Wir haben es schon oft vom anderen Ufer gesehen auf der Wanderung. Es ist einmalig, dass im Ruhrgebiet ein Förderturm in so idyllischer Lage an einem See steht. Und in etwa hier, unterhalb von dieser grünen Landmarke und Wahrzeichen am See, feiern wir Bergfest. Die Hälfte ist geschafft.

Es wird Zeit, die flache Landschaft mal wieder zu verlassen. Schließlich handelt es sich um einen Steig, der einen gewissen Anspruch zu erfüllen hat. Wer allerdings genug davon hat, kann auch einfach am Ufer weiterlaufen bis Hügel. In Serpentinen geht es für uns aufwärts in den Schellenberger Wald mit einigen schönen Ausblicken auf den See – diesmal in südlicher Richtung. Es lohnt sich ein Abstecher zur Korte-Klippe mit einem tollen Panoramablick über nahezu den gesamten Baldeneysee. Seine Bananenform breitet sich förmlich unter einem aus und viele Segler lassen sich von hier beobachten. Wir kommen am Jagdhaus Schellenberg und der Schwarzen Lene vorbei und passieren auch die Burgruine Neu-Isenberg.

Baldeneysteig in Essen

Schuldkröten im NSG Heisinger Bogen

Zeche Carl Funke in Essen

Fördergerüst über Schacht I der Zeche Carl Funke

Baldeneysteig in Essen

Fördergerüst aus der Nähe betrachtet

Baldeneysteig in Essen

Geologischer Aufschluss mit Informationstafel

Baldeneysteig in Essen

Boote am Heisinger Yachthafen, hinten das Fahrgastschiff

Baldeneysteig in Essen

Korte-Klippe, ein lohnenswerter Abstecher vom Weg

Baldeneysteig in Essen

Ausblick von der Korte-Klippe auf den Baldeneysee, der sich bananenförmig unter uns ausbreitet

Nicht weit vom Abstecher zur Korte-Klippe bietet sich ein weiterer Abstecher auf dem Baldeneysteig an. Nach wenigen Minuten erreicht man vom Hauptweg eine echte Burgruine.

Die Isenburg, häufig auch Neu-Isenburg bezeichnet, entstand um 1240 und wurde bereits 1288, also nicht einmal 50 Jahre nach ihrer Errichtung, zerstört. In den 1930er Jahren erfolgte eine teilweise Rekonstruktion und Ausgrabung, weshalb sich Besucher heute anhand der zahlreichen Mauern aus Ruhrsandstein und tiefen Gräben einen ungefähren Eindruck der Situation im 13. Jahrhundert machen können. Im Wesentlichen bestand die Burg aus einer Vorburg und einer Hauptburg, die jeweils durch eine Ringmauer umfriedet waren. Mit einer Fläche von 135 × 45 Metern war die Isenburg eine der größten Burgen der Region. Von der Vorburg, die durch ein Privathaus überbaut ist, führte damals wie heute eine Brücke über einen tiefen Graben zur Hauptburg. Hier lassen sich die Grundmauern des Palas und der Nebengebäude sowie des Hauptturms besichtigen. Der durch hohe Bäume schön beschattete Burghof bietet sich im Sommer für eine Pause an. Einige Schilder erläutern geschichtliche und bauliche Hintergründe der Anlage.

Baldeneysteig in Essen

Mauerreste der Ruine Neu-Isenburg

Ruine Isenburg

Torbogen von der Vor- zur Hauptburg

Baldeneysteig in Essen

 

Isenburg in Essen

Reste des Hauptturms

Ruine Isenburg Essen

Einstmalige Nebengebäude und Ringmauer

Isenburg Essen

 

Torbogen und Mauerruinen

 

Waldweg

Waldweg vom Baldeneysee zur Schwarzen Lene

Wir erreichen fast das Haus Baldeney, bleiben aber in den Höhen, erreichen den Stadtwald und die Straße Kluse. Hier sind sowohl der S-Bahnhof Stadtwald als auch der von Hügel erreichbar. An beiden halten die S-Bahnen der S6 Richtung Hauptbahnhof oder Werden. Vorbei an der Villa Hügel (Besuch gegen Eintrittsgeld) kommen wir in den Kruppwald, den südlichen Ausläufer des Stadtwaldes. Das Ziel beinahe schon vor Augen, macht der Steig noch einen Abstecher zum Wildgatter im Heissiwald.

Das Wildgatter ist in gut einer Viertelstunde Laufzeit auch vom S-Bahnhof Essen-Werden zu Fuß erreichbar. Auf einer Fläche von etwa 6 ha Größe mitten im Wald beherbergt das Wildgatter Rot- und Damwild, Wildschweine und Mufflons. Die Tiere lassen sich durch den Zaun und von extra aufgebauten Aussichtsplattformen beobachten. Dabei kann das Gehege in der Form eines Vierecks über etwa einen Kilometer umrundet werden. Gekoppelt ist die Anlage mit einem Waldlehrpfad. Ein Förderverein betreut das Gatter und stellt dessen Erhalt sicher, der in der Vergangenheit wiederholt in Frage gestellt war. Finanziert wird das Wildgatter durch Mitgliedsbeiträge und Spenden (beispielsweise über Spendenboxen an den Futterautomaten). An Werktagen erfolgt morgens je nach Jahreszeit eine Fütterung. Darüber hinaus können Besucher über Betätigen der Futterautomaten direkt Mais in das Gehege befördern.

Futterspenden können vor dem Haus am Korintenberg 26, nur wenige hundert Meter von der südwestlichen Spitze Richtung Werden entfernt, abgestellt werden. Das Wildgatter ist ständig frei zu besuchen.

Baldeneysteig in Essen

Wildgehege im Heissiwald

Baldeneysteig in Essen

 

Baldeneysteig in Essen

Letzter Aussichtspunkt vorm Ziel: Blick auf das Stauwehr und den Baldeneysee bei Werden

Noch eine letzte schöne Aussicht über den westlichen See hoch über Werden und schon geht es wieder ins Tal zurück. Im letzten Abschnitt folgen wir der Ruhr stromaufwärts bis zum Stauwehr zurück. Von hier aus ist es nicht weit in die Altstadt von Werden oder zum Bahnhof.

Quellen und Weitere Informationen:

Baldeneysteig: www.essen-tourismus.de
Baldeneysteig: www.essengreen.capital
Hespertalbahn: www.hespertalbahn.de
Ruine Isenburg: www.isenburg-essen.de
Weiße Flotte Essen: www.flotte-essen.de
Villa Hügel:
www.villahuegel.de
Wildgatter Heissiwald: www.wildgatter-essen.de

Die Museumseisenbahn Hespertalbahn

Drei Kilometer Museumsbahn am Seeufer von Kupferdreh zum Haus Scheppen

Gemütlich zuckelt der Zug am Ufer des Baldeneysees entlang. Die Spurkränze quietschen auf den Gleisen, in den Baumkronen verfängt sich der Wasserdampf aus dem Schornstein der Lokomotive. Aus dem Fenster hinaus kann man den Spaziergängern zuwinken, die mit maximal 15 Stundenkilometern Geschwindigkeit recht gemächlich überholt werden. Wir wiederum werden von Radsportlern überholt. Ein stilechter Schaffner knippst die Fahrkarten ab, im Barwagen werden kühle Getränke gereicht. Ganze drei Kilometer ist die Strecke lang, aber hier spürt man auf dem kurzen Stück die echte, alte Eisenbahn. Nicht die modernen Triebwagen, die mehr oder weniger mit Joysticks zu bedienen und so spurtstark sind. Sondern die Loks, in denen komplexe Mechanik Dampf in Bewegung umsetzt. Wo der Heizer das Feuer am Laufen hält, dutzende Ventile und Hebel zu bedienen sind und wo ein typischer Geruch verbrannter Kohle lange in der Luft hängt, wenn der Zug längst vorbeigefahren ist.

Ursprünglich ist die alte Museumsbahn eine Verbindungsstrecke vom Bahnhof Kupferdreh an der heutigen S-Bahn zwischen Essen und Wuppertal und der Zeche Pörtingsiepen. Seit ihrer Gründung in den 1850er Jahren fast 5 Kilometer lang, befindet sich das Streckenende nun unweit von Haus Scheppen. Denn die Brücke, die über die dahinterliegende Straße führte, ist seit den 1990er Jahren abgerissen. Im Jahre 1973 wurde die Strecke für den Güterverkehr stillgelegt. Zwei Jahre später übernahm ein Verein die Bahnstrecke und begann den Museumsbahnbetrieb. Der Verein unterhält die Strecke und restauriert und pflegt die Dampf- und Dieselloks und Waggons. Außerdem organisiert er die regelmäßigen Pendelfahrten oder Charterzüge auf der kurzen Strecke.

Hespertalbahn in Essen

Bahnhof Kupferdreh (Hespertalbahn)

Hespertalbahn in Essen

In unmittelbarer Nähe: Bahnsteig der Museumseisenbahn

Hespertalbahn in Essen

Der Dampfzug ist eingefahren. Vorne zieht Dampflok V von Jung aus dem Jahre 1956 einen Gepäck- und vier Personenwagen

Hespertalbahn in Essen

Fahrt entlang des Baldeneysees: Draußen ist die Eisenbahnbrücke
Kupferdreh zu erkennen. Nicht öffnen, bevor der Zug hält!

Hespertalbahn in Essen

Blick aus dem Fenster kurz vor dem Zielbahnhof Haus Scheppen

Die Hespertalbahn hat drei Bahnhöfe. Ausgangspunkt für die meisten Fahrgäste ist der Bahnhof Kupferdreh (Hespertalbahn), der zu Fuß gut von der neuen S-Bahn-Station Kupferdreh erreichbar ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Anlegestelle des Fahrgastschiffs. Nicht weit vom Bahnhof Kupferdreh entfernt – der Zug ist gerade einmal ins Rollen gekommen, so muss der Lokführer direkt wieder die Bremsen anlegen – liegt der Bahnhof Zementfabrik. Die Endstation bildet der Haltepunkt am Haus Scheppen. In Fahrtrichtung nach Kupferdreh besteht die Besonderheit, dass die Dampflok den Zug ein Stück schiebt und erst an einer Ausweichstelle neben der Halde Pörtingsiepen ans andere Ende des Zuges umsetzt, um anschließend den Zug wie gewohnt hinter sich her zu ziehen. Am Bahnhof Zementfabrik wiederholt sich das Spiel und die Lok schiebt den Zug nach Kupferdreh.

Hespertalbahn in Essen

Hespertalbahn am Bahnhof Haus Scheppen

Hespertalbahn in Essen

Im historischen Personenwaggon

Hespertalbahn in Essen

Geöffnete Türen am Zielbahnhof

Hespertalbahn in Essen

Reges Interesse an der dampfenden Lok

Hespertalbahn in Essen

Kurz vor Abfahrt: Türen (fast) alle geschlossen. Es dampft und zischt.

Hespertalbahn in Essen

Rückfahrt: Die Lok schiebt und sorgt für dichten Nebel

Hespertalbahn in Essen

Impression längst vergangener Eisenbahn-Epoche

Hespertalbahn in Essen

Der letzte Wagen wird gleich geschoben

Hespertalbahn in Essen

Unterhalb der Halde setzt die Lok ans andere Zugende um

Die Hespertalbahn verkehrt nach einem festen Fahrplan, jedoch nur an bestimmten Fahrtagen. Diese sind der Internetseite des Vereins zu entnehmen. Meist verkehren die Züge zwischen Mai und Oktober am ersten und dritten Sonntag im Monat sowie häufig zu besonderen Anlässen (bitte unbedingt vor einem Besuch nachlesen!). Dabei steht bereits vorher fest, ob eine Dampflok, eine Diesellok oder beides abwechselnd eingesetzt wird. Dies ist bei der Planung des Besuchs ebenso zu beachten wie ein geeigneter Parkplatz rechtzeitig vor Abfahrt des Zuges. Nach eigener Erfahrung ist der Bedarf kurz vor Abfahrt des ersten Zuges bereits sehr groß und die verfügbaren Plätze eingeschränkt. D

Die Fahrkarten können am Bahnhof Kupferdreh HTB oder im Zug erworben werden. Es gibt Fahrkarten für einfache Fahrten und Hin- und Rückfahrkarten. Fahrräder, Rollstühle, Hunde und Kinderwagen fahren kostenlos mit. Wichtig für motorisierte Biker ist, dass E-Bikes und Pedelecs nicht mitgenommen werden. Zusätzlich kann gegen Aufpreis eine Führerstandsmitfahrt in der Lok (Preis abhängig von Diesel- oder Dampfbetrieb, Dampflok teurer) durchgeführt werden. Weitere Informationen und Ansprechpartner für Fragen bietet die Webseite des Vereins Hespertalbahn e.V.

Tipp! Eine Fahrt auf der Hespertalbahn kann eine schöne Ergänzung bei einer Wanderung auf dem Baldeneysteig sein und eine kurze Etappe daraus übernehmen. Die Endpunkte der Bahn werden auch von den Fahrgastschiffen bedient.

Information Ausführliche Informationen zur Anreise mit Auto, Bus, Bahn Schiff & Co. finden Sie am unteren Ende dieser Seite.

Quellen und Weitere Informationen:

Hespertalbahn: www.hespertalbahn.de
Route der Industriekultur (Hespertalbahn): www.route-industriekultur.ruhr



Zentrale Informationen zur Anreise zum Baldeneysee

Anreise zum Baldeneysee, Villa Hügel, Hespertalbahn u.a. mit dem Auto: Der See ist recht gut mit dem Auto erreichbar. Durch verschiedene Anlaufpunkte oder auch Startpunkte am Baldeneysteig ergeben sich unterschiedliche Anreisemöglichkeiten. Allerdings ist damit zu rechnen, dass an Schönwetter-Tagen einzelne Parkplätze rasch überfüllt sind und der Besuch mit einer nervigen Parkplatzsuche beginnt (z.B. in Kupferdreh). Ich lege Ihnen ans Herz, sich auch mal die Anreise mit der S-Bahn weiter unten anzuschauen, auch wenn Sie vielleicht nicht der größte Bahnfan sind.

Parkplatz Bahnhof Hügel: Auf der A52 bis zur Ausfahrt 28 Essen-Rüttenscheid. Dort auf die B224 Richtung Süden und dieser der Beschilderung zur Villa Hügel folgen. Am Ende der Gefällestrecke ins Tal rechts abbiegen auf die L63 Freiherr-vom-Stein-Straße. Gegenüber vom Bahnhof Hügel befindet sich ein großer Parkplatz, der zugleich auch eine Schiffsanlegestelle für evtl. Rückfahrten bietet. Achtung: Radverkehr kreuzt bei Ein- und Ausfahrt!

Yachthafen Heisingen: Auf der A44 (von der A52 Anschluss B227) bis zur Ausfahrt 41 Essen-Heisingen. Aus Richtung Essen / B227 geradeaus, aus Richtung Velbert links abbiegen auf die B227 Richtung Kupferdreh. In der Linkskurve rechts in die Straße Stauseebogen. Um die Rechtskurve fahren. In der nächsten sanften Rechtskurve links in die Straße Fährenkotten. Am Ende zweimal links abbiegen in die Lanfermannfähre. Hinter dem Yachthafen besteht die Möglichkeit zu Parken. Auch hier befindet sich ein Anleger der Fahrgastschifffahrt.

Villa Hügel: Auf der A52 aus Richtung A40 oder Essen bis zur Ausfahrt 27 Essen-Haarzopf. Dort links abbiegen auf die Alfriedstraße. Aus Richtung Düsseldorf bis zur Ausfahrt 27 Essen-Haarzopf und zunächst geradeaus bis zur großen Kreuzung und rechts abbiegen auf die Alfriedstraße. Nach 1,2 km links abbiegen in die Frankenstraße. Nach weiteren 800 m rechts abbiegen in die Haraldstraße (Beschilderung Villa Hügel). Dieser folgen bis zur Schranke. Am Kassenhäuschen Eintritt bezahlen und nach Schrankenöffnung weiterfahren bis zum Parkplatz vor den Gebäuden.

Bahnhof Kupferdreh (Hespertalbahn): Auf der A44 Essen-Velbert (Anschluss von der A52 in Essen-Bergerhausen als B227) bis zur Ausfahrt 40 Essen-Überruhr. Aus Richtung Essen rechts, aus Richtung Velbert links abbiegen auf die Langenberger Straße. Nach ca. 1,4 Kilometern rechts abbiegen in die Poststraße. Hinter der Bahnunterführung liegt links ein Parkplatz. Achtung: Dieser Parkplatz ist an den Fahrtagen womöglich schnell belegt. Ausweichplätze finden sich, wenn man zurück Richtung Kupferdreh fährt und z.B. in die Colsmanstraße fährt. Rechnen Sie bitte diese Zeit zum Finden eines Parkplatzes bei der Anreise mit ein!

Haus Scheppen: Auf der A44 Essen-Velbert (Anschluss von der A52 in Essen-Bergerhausen als B227) bis zur Ausfahrt 39 Essen-Kupferdreh (Achtung: Ausfahrt nach Dilldorf – in Gegenrichtung aus Wuppertal existiert diese Ausfahrt nicht). Dort im Kreisverkehr geradeaus auf die Hammer Straße. Dem Verlauf etwa 2,8 Kilometer bis Unterhesper folgen. Rechts abbiegen in die Straße Pörtingsiepen. Nach einiger Strecke kurz rechts und sofort wieder links halten. Am Ende stehen zwei Parkplätze zur Verfügung.

Wildgatter Heissiwald: Auf der A52 bis zur Ausfahrt 28 Rüttenscheid (aus Richtung Bochum) und direkt links auf die B224 bzw. zur Ausfahrt 27 Haarzopf (aus Richtung Düsseldorf) und zunächst geradeaus und dann rechts auf die B224. Nach 2,6 km an einer Ampelkreuzung rechts abbiegen auf die Straße Weg zur Platte. Hinter dem Waldrand (nach Haus 47) befindet sich ein Parkplatz auf der linken Seite. Von hier aus auf der Straße weiter laufen bis zum Gatter.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Abhängig vom gewünschten Ziel sind folgende Angaben (alle in Essen) einzugeben:

Zum Parkplatz Hügel / Regattastrecke: Freiherr-vom-Stein-Straße 204
Yachthafen Heisingen: Lanfermannfähre Nähe Hausnummer 118
Haus Scheppen: Pörtingsiepen, Kreuzung Hardenbergufer
Villa Hügel: Haraldstraße
Kupferdreh / Hespertalbahn: Poststraße
Wildgatter im Heissiwald: Weg zur Platte, hinter Haus Nummer 47 (im Wald)

Anreise zum Baldeneysee mit Bus und Bahn: Der Baldeneysee ist sehr gut an das Eisenbahnnetz des Ruhrgebiets angebunden. Es bieten sich verschiedene Bahnhöfe zur An- und Abreise an, um eine ausgiebige Wanderung durchführen zu können, ohne einen langen Rückweg bewältigen zu müssen. So können sie mit der einen S-Bahn z.B. nach Kupferdreh fahren, am Ufer oder auf dem Baldeneysteig bis Werden oder Hügel laufen und von dort mit der anderen S-Bahn zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Von Essen Hbf. mit der S6 Richtung Düsseldorf bis Essen-Hügel oder Essen-Werden. Vom Baldeneysteig ist auch der Bahnhof Stadtwald erreichbar. Von der Haltestelle Hügel besteht kurze Anbindung an die Fähre mit der Haltestelle Hügel. In Werden wird das große Wehr des Sees erreicht, auch hier besteht eine Umsteigemöglichkeit zum Fahrgastschiff an der Anlegestelle Werden Oberes Wehr. Vom Bahnhof Werden wird das Wildgatter nach längerer Steigung recht einfach erreicht.

Alternativ von Essen Hbf. oder Bottrop Hbf. mit der S9 Richtung Wuppertal bis Essen-Kupferdreh am Ostufer des Sees. Hier besteht nach kurzem Fußweg Anschluss an die Fähre mit der Anlegestelle Kupferdreh. Mit der alten Eisenbahnbrücke besteht außerdem eine Querungsmöglichkeit der Ruhr. Hier befindet sich auch der Bahnhof der Museumseisenbahn Hespertalbahn, die an Fahrtagen mehrmals am Tag nach einem Taktfahrplan verkehrt.

Das Haus Scheppen ist nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Geographische Koordinaten:
Sehenswürdigkeiten und Etappenpunkte:
51°24'09.11"N, 7° 00'27.96"E – Parkplatz Hügel, Regattabahn
51°24'25.96"N, 7° 00'29.56"E – Villa Hügel
51°24'37.35"N, 7° 01'50.70"E – Zugang Ruine Isenburg
51°24'14.68"N, 7° 02'59.01"E – Fördergerüst Carl Funke I
51°23'45.67"N, 7° 03'29.44"E – Yachthafen Heisingen
51°23'31.60"N, 7° 04'29.18"E – Eisenbahnbrücke Kupferdreh
51°23'52.25"N, 7° 02'53.59"E – Bikertreff Hs. Scheppen / Hespertb.
51°23'49.21"N, 7° 00'07.40"E – Stauwehr Baldeneysee
51°23'36.76"N, 6° 59'59.30"E – Schleuse Werden
51°23'16.60"N, 7° 00'17.02"E – Abtei Werden

Fähranleger von West nach Ost:
51°23'50.20"N, 7° 0'13.08" E – Fähranleger Werden Oberes Wehr
51°24'09.11"N, 7° 0'27.96" E – Fähranleger Hügel
51°24'25.83"N, 7° 1'26.54" E – Fähranleger Baldeney
51°23'54.15"N, 7° 2'55.41" E – Fähranleger Haus Scheppen
51°23'45.67"N, 7° 3'29.44" E – Fähranleger Heisingen
51°23'29.90"N, 7° 4'33.48" E – Fähranleger Kupferdreh
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
Sehenswürdigkeiten und Etappenpunkte:
361425 m, 5696472 m – Parkplatz Hügel, Regattabahn

361469 m, 5696993 m – Villa Hügel
363046 m, 5697301 m – Zugang Ruine Isenburg
363046 m, 5697301 m – Fördergerüst Carl Funke I
364912 m, 5695654 m – Yachthafen Heisingen

366054 m, 5695189 m – Eisenbahnbrücke Kupferdreh / Hespertalb.
364234 m, 5695856 m – Bikertreff Haus Scheppen / Hespertalbahn
361011 m, 5695868 m – Stauwehr Baldeneysee
360844 m, 5695488 m – Schleuse Werden

361169 m, 5694856 m – Abtei Werden

Fähranleger von West nach Ost:
361121 m, 5695896 m – Fähranleger Werden Oberes Wehr

361425 m, 5696472 m – Fähranleger Hügel
362570 m, 5696958 m – Fähranleger Baldeney
364261 m, 5695933 m – Fähranleger Haus Scheppen

364912 m, 5695654 m – Fähranleger Heisingen
366136 m, 5695134 m – Fähranleger Kupferdreh

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der beliebte RuhrtalRadweg Winterberg-Duisburg führt direkt am Südufer des Baldeneysees vorbei. Erschlossen wird der See außerdem durch ein Netz von Themenwegen der Stadt Essen (z.B. Baldeneyseetour, Essen Erleben) sowie am Nordufer durch den Rundkurs Ruhrgebiet.

Oberhalb des Baldeneysees beginnt der 2013 frisch eingeweihte Fernwanderweg Bergischer Weg von Essen zum Drachenfels bei Königswinter (orangefarbenes Piktogramm). Er verläuft von Essen-Stadtwald kommend am Nordufer des Baldeneysees entlang, um – fast genauso wie in der Wanderung oben beschrieben – Kupferdreh zu erreichen. Über Velbert, Wuppertal und Solingen geht es von Nord nach Süd durch das westliche Bergische Land.

Umrundet wird der See auch durch den neuen Baldeneysteig, der meist auf den Höhen rings um den See verläuft, aber auch an einigen Stellen das Wasser berührt (siehe Abschnitt Baldeneysteig).

Kartenmaterial: In den unten dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten sowie Motorradkarten des Verlages Publicpress ist der See eingezeichnet. Der Baldeneysteig ist teilweise, jedoch für eine Orientierung nicht immer ausreichend enthalten. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

           

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2018
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr