• Die Emscher-Ruhr-Tour

    Rund um die kleine Gemeinde Holzwickede im östlichen Ruhrgebiet verläuft die Rad-Rundtour Emscher-Ruhr-Tour. Sie verbindet das Quellgebiet der Emscher mit dem mittleren Ruhrtal. Die Tour hat derzeit eine Länge von ca. 21 Kilometern. Dabei überwindet sie mit dem Haarstrang einen Gebirgszug zwischen den beiden Flüssen. Somit hat die Gesamtrunde, trotzdem sie vergleichsweise kurz ist, einen gewissen Anspruch. Die folgende Karte zeigt den Verlauf der Emscher-Ruhr-Tour rund um Holzwickede mit einem blauen Farbband. Die Strecke ist ausgehend vom Rathaus gegen den Uhrzeigersinn kilometriert. Die lilafarbenen Pfeile markieren Anschlüsse zu anderen Radwegen wie dem RuhrtalRadweg, dem Emscherweg oder dem Ruhr-Lenne-Achter. Die Bahnhöfe in Holzwickede und Schwerte sind eingezeichnet. Die Nummernpunkte betonen die…

  • Bananenweg und Hoesch-Hafenbahn-Weg

    Das Ruhrgebiet ist reich an Bahntrassenradwegen. Diese verlaufen dort, wo früher Eisenbahnstrecken die Bergwerke und Industrieanlagen angeschlossen haben. Nach dem Niedergang der Betriebe und Zechen sind diese überflüssig geworden. Die Gleise wurden abgebaut und Radwege angelegt. Sie sind beliebt für ihre steigungsarmen Strecken und haben außerdem wenig Straßenkreuzungen. Bekannte und häufig genutzte Bahntrassenradwege im Revier sind beispielsweise die Erzbahntrasse, der Grugaweg oder der Rheinische Esel. Und in Dortmund gibt es mit dem „Bananenweg“ sowie dem zukünftigen „Hoesch-Hafenbahn-Weg“ gleich zwei Radwege, die nah beieinander in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Sie verbinden die Innenstadt mit dem Emschertal und den Naherholungsgebieten Rombergpark sowie dem Phoenixsee. Der sogenannte „Bananenweg“ ist bereits heute als Radweg ausgebaut, der…

  • Erlebniswege im Diersfordter Wald

    Wälder sind beliebte Naherholungsgebiete und bieten zu jeder Jahreszeit Abwechslung. Hier kann man vielfältige Gerüche wahrnehmen, in heißen Sommern kühlen Schatten genießen, im Frühling das Erwachen der Natur aus der Winterruhe verfolgen und abgesehen davon einige heimische Wildtiere beobachten. Im Dreieck zwischen Wesel, Xanten und Hamminkeln bildet der Diersfordter Wald eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in dieser Gegend. Der Wald liegt im westlichsten Zipfel des Naturparks Hohe Mark – Westmünsterland. Nebenher liegt er weit im Westen vom Ruhrgebiet, gar nicht weit vom westlichsten Punkt entfernt. Dabei ist der Wald nicht nur ein ganz normaler Wald, wie er häufig in Deutschland vorkommt. Er ist besonders abwechslungsreich. Auf kleinstem Raum findet man…

  • Die Lippeauen in Hamm

    Als kleiner Fluss fließt die Lippe durch den Norden des Ruhrgebiets und mündet bei Wesel in den Rhein. Das Revier erreicht sie an dessen östlichsten Punkt in Hamm. Hier durchfließt die Lippe sehr schöne und beinahe ursprüngliche Auenlandschaften, die Lippeauen, zudem in wild geschwungenen Mäanderbögen. Wenn er die Stadtmitte erreicht, ist der Fluss begradigt. Dort nimmt er eher den Charakter eines Kanals an. Bergsenkungen durch den Untertage-Bergbau und der Bau des Datteln-Hamm-Kanals zwängten den Fluss auf fast 10 Kilometern Länge zwischen schnurgerade verlaufende Deiche. Erst im Kreis Unna wird die Lippe wieder einen natürlichen Verlauf haben. Doch zwischen Bad Hamm, Werries und Uentrop im Osten lässt sich der Fluss heute…

  • Der Rhein-Radweg im Ruhrgebiet

    Der längste deutsche Fluss passiert zwischen Duisburg und Wesel das Ruhrgebiet. Er war und ist ein wesentliches Standbein in der Binnenschifffahrt im Revier. An der Mündung der Ruhr in den Rhein entstand in Duisburg-Ruhrort der größte Binnenhafen Europas. Der gewaltige Strom kommt aus der Schweiz und fließt nach ca. 1.200 Kilometern bei unseren Nachbarn in den Niederlanden in die Nordsee. Fast auf ganzer Länge wird der Rhein vom europäischen Radfernweg Eurovelo-Route EV15 und der in Deutschland deckungsgleichen D-Route D8 „Rhein-Radweg“ begleitet. Hinzu kommen in den Bundesländern verschiedene Radfernwege, wie beispielsweise bei uns im Revier der Erlebnisweg Rheinschiene oder die NiederRheinroute. Wir betrachten in diesem Tourenvorschlag einen ca. 25 km langen…

  • König-Ludwig-Trasse

    Auf alter Eisenbahn vom Käsespieß zur Emscher Wer sich als Paar für den Urlaub nicht auf das Meer oder die Berge einigen kann, der muss einfach ins Ruhrgebiet fahren. Auf einer relativ entspannten Radtour lässt sich beides nämlich sehr einfach kombinieren. Zumindest vom Namen her. Auf alten Schienenwegen verläuft die König-Ludwig-Trasse nämlich vom Herner Meer, einem breiten Abschnitt am Rhein-Herne-Kanal, nach Suderwich und passiert dort die gleichnamige Alm. Es ist eine relativ einfache, unspektakuläre Radtour vom Kanal durch die Vorstadt ins Grüne. Da Bahntrassen meistens zwei entfernte Punkte miteinander verbinden, bedienen wir uns weiteren Themenradwegen, um eine große Rundtour um die Brandheide an der Emscher zu vollenden. In der folgenden…

  • Rheinischer Esel

    Auf alter Schiene zwischen Dortmund-Löttringhausen und Bochum-Langendreer Die stillgelegten Bahnstrecken im Ruhrgebiet sind ein Indiz für den wirtschaftlichen Wandel in der Vergangenheit. Wo Zechen und Produktionen den Betrieb einstellten, verringerte sich das Fracht- und Personenaufkommen und Unterhalt und Betrieb wurden zunehmend unrentabel. Personen- und Güterverkehr wurden dann nacheinander eingestellt, die Bahnstrecke brach- oder stillgelegt und zum Teil letztendlich abgebaut. Die nun freien Trassen, meist mit nur geringen Steigungen und Kurven, sind ideale Grundlage für Radwege. Einer der bekannteren und beliebtesten Bahntrassenradwege ist der sogenannte “Rheinische Esel” (Rheinischer Esel). Über 10 Kilometer lang ist der Radweg zwischen dem südlichen Dortmunder Stadtteil Löttringhausen und dem Bochumer Stadtteil Langendreer mit einem großen Bogen…

  • Bahntrassenweg auf der Springorumbahn in Bochum

    Vom Ruhrtal bis in die Innenstadt führt der neue Weg – explizit für Fußgänger, Läufer und Radfahrende gleichermaßen gedacht – gut ausgebaut durch den Süden von Bochum. Da der Weg auf einer alten Eisenbahntrasse verläuft, ist er weitgehend frei von gefährlichen Kreuzungen und hat kaum Wechsel von Neigungen. Daher sind die sogenannten Bahntrassenradwege im Ruhrgebiet äußerst beliebt und gerne befahren. Entlang der etwa 10 Kilometer langen Strecke lassen sich ganz verschiedene Sehenswürdigkeiten anschauen – Neben dem Eisenbahnmuseum an der Ruhr und der eigentlichen Springorumbahn werden in diesem Beitrag die Schlossruine Haus Weitmar, der Geologische Garten, das ungewöhnliche Exzenterhaus sowie ein steinerner Malakowturm vorgestellt. In der folgenden Karte ist der Radweg…

  • Bergbauwanderweg Bochum-Süd

    Bergbauwanderweg Lottental-Stausee-Stiepel-Rauendahl und Bergbauwanderweg Am Bliestollen Mit 16 oder 9 Kilometern ist der Bergbauwanderweg Lottental-Stausee-Stiepel-Rauendahl im Stadtbezirk Bochum-Süd der längste Thema-Wanderweg in Bochum. Er verläuft dabei in einem großen Rund um das Dorf Stiepel, vorbei am Kemnader See, am idyllischen Ruhrufer entlang und auf Waldpfaden zurück zum Ausgangspunkt. Er erschließt dabei Industriegeschichte in Form historischer Zechenanlagen, Fördereinrichtungen und Verarbeitungen, aber auch Infrastruktur-Einrichtungen wie eine alte Schleuse an der Ruhr, ehemalige Pferdebahnen, eine Seilbahn oder Relikte einer Dampfhaspelbahn. An einigen der Thema-Stationen lässt sich noch viel erkennen, mancherorts erinnern nur noch informative Schilder an aufgegebene und kaum oder nicht mehr sichtbare Anlagen und Einrichtungen. Nicht zuletzt führt der Weg durch schöne…

  • Haspertalsperre und Kleinbahnweg

    Vor den Toren der Stadt Hagen liegt inmitten der bewaldeten Berge mit der Haspertalsperre (auch Hasper Talsperre) ein kleiner Stausee. Diese dient der Trinkwasserversorgung im Ruhrgebiet und ist zugleich beliebtes Ausflugsziel in der Natur. Ganz in der Nähe verläuft außerdem der Rad- und Wanderweg auf einer alten Kleinbahntrasse zwischen Hagen-Haspe, Voerde und Breckerfeld. Er kann dabei gut mit dem See zu einer Radtour oder Wanderung kombiniert werden. Die Haspertalsperre und der Bahntrassenweg werden daher ausführlich in diesem Beitrag vorgestellt. Ebenfalls thematisiert werden der Aussichtspunkt auf dem Hohenstein über dem Ennepetal und die Relikte des Erzbergbaus am Bilsteiner Berg. Die in diesem Beitrag beschriebenen Ziele sind in der folgenden Übersichtskarte eingezeichnet.…

  • Kulturlandschaft Deilbachtal

    Kupferhammer • Steinbruch • Zeche und Halde Victoria • Hundebrücke • Eisenhammer Der Deilbach ist ein etwa 20 Kilometer langes Gewässer, das bei Wuppertal im Bergischen Land entspringt und in Essen in die zum Baldeneysee gestaute Ruhr fließt. Dabei durchquert er auch das Gebiet der Stadt Velbert. Bei Niederbonsfeld erreicht er das Ruhrgebiet mit dem Essener Ortsteil Kupferdreh. Weil am Verlauf des Deilbachs schon im Mittelalter viele Wassermühlen gebaut wurden, entstand hier eine frühe Form der industriellen Verarbeitung. Kohle und Erze lagen sehr nah an der Oberfläche und waren einfach abzubauen. Diese konnten dann in Manufakturen, also Handwerkstätten, weiterverarbeitet werden zu Eisen- und Kupferprodukten. Analog zum Muttental, das die Wiege…

  • Die Zeche Holland

    Doppel-Malakowturm, Fördergerüst und ein Bahntrassenradweg Die Namen der Zechen im Ruhrgebiet sind häufig nach Orten, Tieren oder Namen benannt. So existierten beispielsweise eine Zeche Westfalen oder Emscher-Lippe, eine Zeche Nachtigall oder Alte Haase (Hase) sowie die Zechen Theresia, Graf Schwerin oder Wilhelmine-Victoria. Mancherorts sind es aber auch die Gründer oder Geldgeber, die dem Bergwerk seinen Namen geben – wie beispielsweise bei der Zeche Erin mit Wurzeln auf die irische Insel. Ähnlich verhält sich das wohl auch mit der Zeche Holland und niederländischen Investoren. Die Zeche Holland begann 1860 mit der Kohleförderung. Sie verteilt sich auf zwei verschiedene Schachtanlagen, die zwar nicht einmal einen Kilometer auseinander, jedoch in verschiedenen Städten liegen.…

  • Die Römer-Lippe-Route: Teil 1 von Hamm nach Lünen

    Eine spannende Verbindung zwischen erlebbarer Geschichte und schöner Flusslandschaft ermöglicht die Radtour auf der Römer-Lippe-Route. Fast 300 Kilometer lang erstreckt sich die Hauptroute zwischen Detmold und Xanten quer durch NRW und dabei vor allem entlang des Flusses Lippe. Dieser schlängelt sich in zahlreichen Schleifen und mit einigen Auen bis zu seiner Mündung in den Rhein und wird streckenweise von schiffbaren Kanälen begleitet. Die Tour folgt außerdem der Spur der Römer von der alten Römerstadt Colonia Ulpia Traiana über einige nachgewiesene Römerlager bis zum Hermannsdenkmal am zeitweise vermuteten Ort der Varusschlacht am Teutoburger Wald. Neben der Hauptroute existieren an einigen Orten Themenschleifen zum Wasser oder über die Römer mit einer zusätzlichen…

  • Der Radweg auf der Klöcknerbahntrasse und Umgebung

    Aus dem dichten Netz von Zechenbahnen und Güterbahntrassen ist im Ruhrgebiet heute nicht viel übriggeblieben. Die Bergwerke und Industrien, die sie einst bedienten, gibt es vielfach nicht mehr und ließen die Schienen-Anbindungen überflüssig werden. Aus vielen Trassen im Revier wurden Radwege. Ein kleines Netz bestehend aus mehreren zusammenhängenden Bahntrassenradwegen findet man im Kreis Unna zwischen Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne. Die Hauptachse ist dabei die alte Klöcknerbahntrasse, die vor allem die Zeche Königsborn mit verschiedenen Schachtanlagen an das übrige Eisenbahnnetz angebunden hat. Auf einer Radtour kann man mehrere alte Fördergerüste anschauen, an der Marina Rünthe ein Eis essen oder die große Haldenlandschaft in Bergkamen bezwingen. Die folgende Karte zeigt…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Der Baldeneysee in Essen

    Er ist der größte Stausee der Ruhr und erstreckt sich im Essener Süden: Der Baldeneysee bietet breite Freizeit-, Sport- und Spielmöglichkeiten. Ob Radfahren am Ufer oder auf alten Bahntrassen, Wandern auf dem BaldeneySteig oder eine Fahrt mit der Museumsbahn auf der Hespertalbahn: In diesem Beitrag werden der See und zahlreiche Ausflugs- und Freizeitmöglichkeiten vorgestellt. Von der Ruhr zum größten Ruhrstausee Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehhaltung genutzt. An wenigen Stellen sorgten sogar kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts…

  • Der Kettwiger Panoramasteig

    Der zweite urbane Wandersteig im Ruhrgebiet in Essen Nach dem beliebten Baldeneysteig wurde 2020 im Stadtgebiet von Essen ein zweiter Wandersteig eingerichtet und eröffnet. Der Kettwiger Panoramasteig führt etwas weiter südwestlich um die Stadtteile Werden und Kettwig im Hügelland und an den Hängen des Ruhrtals und stellt auch geübte Wanderer vor eine Herausforderung. Mit etwas mehr als 34 Kilometern ist der Steig nicht nur vergleichsweise lang. Er hat mit etwa 760 Höhenmetern (bergauf) auch einige Höhenunterschiede teilweise auf kurzer Strecke zu bewältigen. Zunächst zeigt die Übersichtskarte den Streckenverlauf. Die Hauptroute wird mit einem magentafarbenen Band gekennzeichnet, an dem Kilometermarken angebracht sind. Über die gelb markierten Verbindungen kann die Tour abgekürzt…

  • Die Zeche Unser Fritz in Herne

    Sie alle gehörten zur Zeche Unser Fritz. Trotzdem haben sich drei verschiedene Zechengelände in Herne ganz unterschiedlich entwickelt. Im Umfeld eines Wetterschachts in Alt-Crange kommen alljährlich etwa vier Millionen Menschen zu einem der größten Volksfeste in Deutschland – der nach dem Stadtteil benannten Cranger Kirmes. Viele davon ahnen heute nichts von der Bedeutung des Geländes. Ein anderes Gelände wird zum Logistikstandort, inmitten dessen der alte steinerne Förderturm steht und gar nicht zum Gesamtbild passen mag. Das dritte Gelände wurde als Künstlerzeche bekannt und ist darüber hinaus eine Grünanlage mit Spielplätzen direkt am Kanal, über den hier auch eine besonders schöne Brücke führt. Die im äußersten Nordwesten von Herne gelegene Zeche…

  • Der Grugaweg in Essen

    Bahntrassenradweg zwischen Mülheim-Heißen, Steele-Süd und Altendorf (Ruhr) Als die Stadt Essen sich 2017 als Grüne Hauptstadt Europas benannte, haben dies viele belächelt. Die Großstadt, die stellvertretend für Kohle und Stahl mit Zollverein und Krupp bekannt ist, und die mitten im Ruhrgebiet sicherlich lange Zeit nicht gerade für grüne Umwelt stand. Doch man wird überrascht sein, wenn man sich auf einer Radtour quer durch die südliche Stadtmitte auf einer alten Bahntrasse begibt. Im gesamten Ruhrgebiet gab es zahlreiche Güter- oder Zechenbahnen. Nach dem Niedergang der Industrie und des Bergbaus wurden sie vielerorts überflüssig, stillgelegt und abgebaut. Die Trassen werden heute an manchen Stellen als Radwege genutzt, die eine schnelle, vom Straßenverkehr…

  • Emscherweg Teil 1 (Holzwickede – Dortmund)

    Auf etwa 100 Kilometern Länge verläuft der Emscherweg von der Quelle bis zur Mündung der Emscher. Er macht dabei den Wandel von einer offenen Abwasser-Kloake zum lebendigen Fluss erlebbar und verbindet durch den Emscherkunstweg dabei geschickt Natur und Landschaft mit spannenden Kunstwerken am Wegesrand. Die erste Etappe vom Emscherweg führt vom Emscherquellhof bei Holzwickede bis nach Dortmund. Die Etappe ist so konzipiert, dass der Rückweg zum Ausgangspunkt mit dem Zug bewältigt werden kann, wahlweise vom S-Bahnhof Dorstfeld oder vom Hauptbahnhof direkt nach Holzwickede. In der Karte ist der in diesem Beitrag vorgestellte Abschnitt mit einem pinkfarbenen Band markiert, die Fortsetzung ist blau gekennzeichnet. Ein kurzer Hintergrund zur Emscher Durch die…

  • Die Bergbauwanderwege auf der Spur der Kohle in Sprockhövel

    Unter dem Motto „Spur der Kohle“ erschließen sechs Bergbauwanderwege in Sprockhövel den Beginn des frühen Bergbaus im Ruhrgebiet. Durch die oberflächennahen Kohleflöze, also die Schichten im Erdreich, die die Kohle beinhalten, konnten schon vor mehreren hundert Jahren einfache Bergwerke betrieben werden. Dies geschah zunächst mit einfacheren Mitteln durch Graben von Löchern, später durch Stollen in den Berg und noch später durch Schächte und verschiedene „Etagen“ unter der Erde. Die Bergbauwanderwege Alte-Haase-Weg (Nord und Süd), Pleßbachweg, Montanweg (Nord), Deutschlandweg und Herzkämper-Mulde-Weg in Sprockhövel sind Thema dieses Beitrags und in der folgenden Übersichtskarte mit unterschiedlichen Farben eingezeichnet. Es ist gut erkennbar, dass alle in der Nähe je einer der zentralen Eisenbahnstrecken (schwarze…

  • Die Müngstener Brücke

    Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und überquert zwischen Remscheid und Solingen das Tal der Wupper. Sie führt in einer Höhe von ca. 107 Metern über dem Talgrund (maximal 205 Meter über dem Meeresspiegel) über die Stadtgrenze und ist ein einzigartiges Bauwerk. Die Gesamtlänge beträgt ca. 465 Meter. Die nach dreijähriger Bauzeit 1897 eröffnete Überführung, zunächst nach dem ersten Deutschen Kaiser Wilhelm I. als Kaiser-Wilhelm-Brücke bezeichnet, ist eine Stahl-Fachwerk-Konstruktion mit einem zentralen parabelförmigen Bogen. Architekt war Anton von Rieppel. Es wird ausschließlich für den Bahnverkehr der S-Bahn-Linie zwischen Wuppertal und Solingen genutzt. Benannt ist sie heute nach der ehemaligen Siedlung Müngsten. Der Fluss hat die Großstadt Wuppertal an…

  • Die Römer-Lippe-Route: Teil 2 von Lünen nach Haltern

    Eine spannende Verbindung zwischen erlebbarer Geschichte und schöner Flusslandschaft ermöglicht die Radtour auf der Römer-Lippe-Route. Fast 300 Kilometer lang erstreckt sich die Hauptroute zwischen Xanten und Detmold quer durch NRW und dabei vor allem entlang des Flusses Lippe. Dieser schlängelt sich in zahlreichen Schleifen und mit einigen Auen bis zu seiner Mündung in den Rhein und wird streckenweise von schiffbaren Kanälen begleitet. Die Tour folgt außerdem der Spur der Römer von der alten Römerstadt Colonia Ulpia Traiana über einige nachgewiesene Römerlager bis zum Hermannsdenkmal am zeitweise vermuteten Ort der Varusschlacht am Teutoburger Wald. Neben der Hauptroute existieren an einigen Orten Themenschleifen zum Wasser oder über die Römer mit einer zusätzlichen…

  • Radweg auf der Hugobahn

    Gerade im mittleren Ruhrgebiet führte ein schier unüberblickbares Netz von Eisenbahnstrecken zwischen Zechen, Kokereien sowie Industrieanlagen. Mit dem Niedergang der Kohleförderung sind viele dieser Zechenbahnen und anderen Güterstrecken unnötig geworden. Nach ihrer Stilllegung wurden schließlich viele dieser Eisenbahntrassen zu Radwegen, die heute meist kreuzungsfrei und steigungsarm schnelle Verbindungen zwischen den Orten darstellen. Ein solcher Bahntrassenradweg ist auch die Hugobahn. Sie zweigte dabei bei Sutum am Abzweig Hugo von der Bahnstrecke von Wanne-Eickel nach Gladbeck zwischen den Bahnhöfen Gelsenkirchen-Bismarck und Buer-Süd nach Norden ab. Als Stichstrecke diente sie insbesondere dem Transport der Kohle vom Bergwerk Hugo und war dabei etwa 5 Kilometer lang. Der Radweg wurde 10 Jahre nach Beendigung der…

  • Rund um Schloss Oberhausen

    Schloss • Museum Ludwig • Slinky-Springs-Brücke • Tiergehege im Kaisergarten Direkt am Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich ein beliebtes Kultur- und Naherholungsgebiet abseits der Hektik, dem Gedränge und dem Lärm in der Neuen Mitte Oberhausens. Am Rande des Kaisergartens liegt das Schloss Oberhausen, das neben einer wunderschönen Anlage vor allem bei Kunstkennern als Ausstellungsort der Ludwiggalerie bekannt ist. Wildpark und Teich sowie ein Spielplatz sind Anziehungspunkte für Kinder. Besondere Aufmerksamkeit zieht aber eine neugebaute Brücke über den Kanal auf sich. Alle Ziele werden nach und nach in diesem Artikel beschrieben. In der folgenden Abbildung sind Schloss, Slinky-Springs-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal und Teile des Tiergeheges im Kaisergarten aus der Vogelperspektive zu sehen. Eingezeichnet…