• Schloss Berge in Gelsenkirchen

    Wasserschloss, Schlosspark und Berger See In einer idyllischen Park- und Seenlandschsaft am Rande von Buer liegt das Schloss Berge, das heute als Ausflugsziel nicht nur für Einwohner Gelsenkirchens sehr beliebt ist. Das auch als Haus Berge bekannte oder in historischen Karten markierte Wasserschloss hat eine Geschichte bis ins 13. Jahrhundert. Die Anlage wurde in der Folgezeit immer wieder aus- und umgebaut, teilweise abgetragen oder um Gärten ergänzt. In den 1920er Jahren wurde es von der damals noch eigenständigen Stadt Buer gekauft, die heute ein Stadtteil von Gelsenkirchen ist. In dem Zuge erfolgte später der Ausbau des Schlossgartens zur heutigen Größe und zum Bau des benachbarten Berger Sees. Gärten, Wiesen und…

  • Schloss Strünkede, Stadthafen Recklinghausen und der Faulturm am Emscherkunstweg

    Ein schönes Wasserschloss und ein Strandbad sind wahrlich nicht gerade die ersten Ausflugsziele, die einem beim Stichwort „Ruhrgebiet“ einfallen. Von der Besteigung des Dachs von einem Faulturm einer Kläranlage ganz zu schweigen. Und doch lässt sich all dies im Rahmen eines Spaziergangs an der Stadtgrenze zwischen Herne und Recklinghausen ganz einfach machen. Vorgestellt werden hier das Schloss Strünkede, der Stadthafen Recklinghausen sowie die ehemalige Kläranlage Herne mit ihrem markanten Faulturm, der Teil des Emscherkunstweges ist. Somit werden alte Gemäuer, Kultur, Geschichte und Erholung miteinander kombiniert. In der folgenden Karte sind die drei Ziele eingetragen, die hier vorgestellt sowie im Rahmen eines Spaziergangs bequem angeschaut werden können. Hier ist außerdem der…

  • Erlebniswege im Diersfordter Wald

    Wälder sind beliebte Naherholungsgebiete und bieten zu jeder Jahreszeit Abwechslung. Hier kann man vielfältige Gerüche wahrnehmen, in heißen Sommern kühlen Schatten genießen, im Frühling das Erwachen der Natur aus der Winterruhe verfolgen und abgesehen davon einige heimische Wildtiere beobachten. Im Dreieck zwischen Wesel, Xanten und Hamminkeln bildet der Diersfordter Wald eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in dieser Gegend. Der Wald liegt im westlichsten Zipfel des Naturparks Hohe Mark – Westmünsterland. Nebenher liegt er weit im Westen vom Ruhrgebiet, gar nicht weit vom westlichsten Punkt entfernt. Dabei ist der Wald nicht nur ein ganz normaler Wald, wie er häufig in Deutschland vorkommt. Er ist besonders abwechslungsreich. Auf kleinstem Raum findet man…

  • Stemberger Busch und Grummer Teiche

    Es ist ein schier unüberblickbares Gewirr an Autobahnen, Straßen und Eisenbahnstrecken sowie Wohngebieten unterschiedlicher Stadtteile, die hier im zentralen Teil des Ruhrgebietes bei Bochum zusammenwirken. Und doch gibt es hier in trauter Nachbarschaft gleich zwei Gebiete, die mit Quellen, Teichen und großem Potenzial zur Erholung auffallen. An der Autobahn A43 erstrecken sich im Stadtteil Bergen die Täler des Stemberger Buschs, heute ein Naturschutzgebiet rund um den Quellbereich des Dorneburger Mühlenbachs. Nahe der anderen Hauptachse des Ruhrgebiets, der A40, reihen sich mehrere Teiche aneinander und bilden ein etwa 3 Kilometer langes Naherholungsgebiet am Rande des Stadtteils Grumme. Zwischen Naturschutzgebiet und Teichlandschaft wird die Umgebung vom Tippelsberg überragt. Der Stemberger Busch, die…

  • Der Zollvereinsteig in Essen

    Neben dem Baldeneysteig und dem Kettwiger Panoramasteig gibt es seit 2022 einen dritten großen Wandersteig in Essen. Er verläuft auf einer Länge von ca. 27 Kilometern durch den Norden der Stadt. Von der Zeche Zollverein aus führt er trotz seiner Lage in der Großstadt hauptsächlich durch Grünanlagen, Stadtparks, Friedhöfe und über ein begrüntes Parkdeck. Es geht auf einige Halden mit schönen Ausblicken. Natürlich sind alte Zechen- und Kokereigelände dabei. Wie es sich für eine Tour in Essen gehört. Im Gegensatz zu den anderen beiden, bereits nach kurzer Zeit sehr beliebten Steigen mit teilweise tatsächlich bergigen Abschnitten ist der städtische Charakter allerdings nicht zu leugnen. Immer wieder werden Wohngebiete, aber auch…

  • Die Lippeauen in Hamm

    Als kleiner Fluss fließt die Lippe durch den Norden des Ruhrgebiets und mündet bei Wesel in den Rhein. Das Revier erreicht sie an dessen östlichsten Punkt in Hamm. Hier durchfließt die Lippe sehr schöne und beinahe ursprüngliche Auenlandschaften, die Lippeauen, zudem in wild geschwungenen Mäanderbögen. Wenn er die Stadtmitte erreicht, ist der Fluss begradigt. Dort nimmt er eher den Charakter eines Kanals an. Bergsenkungen durch den Untertage-Bergbau und der Bau des Datteln-Hamm-Kanals zwängten den Fluss auf fast 10 Kilometern Länge zwischen schnurgerade verlaufende Deiche. Erst im Kreis Unna wird die Lippe wieder einen natürlichen Verlauf haben. Doch zwischen Bad Hamm, Werries und Uentrop im Osten lässt sich der Fluss heute…

  • Landschaftspark Hoheward

    Halde Hoheward • Halde Hoppenbruch • Drachenbrücke • Zeche Ewald • Ewaldsee Während der Fahrt auf der Autobahn A2 erblicken Autofahrende zwischen dem Kreuz Recklinghausen und der Ausfahrt Herten große, seltsame Bögen, die sich hoch oben auf einem Berg erheben. Sie stellen die größte Landmarke auf einer Bergehalde im Ruhrgebiet dar und markieren zugleich die Lage einer der spannendsten und beeindruckendsten Haldenlandschaften, die das Revier zu bieten hat. Der Landschaftspark Hoheward, früher auch Landschaftspark Emscherbruch bezeichnet, liegt im nördlichen Ruhrgebiet. Er erstreckt sich auf etwa 220 ha Fläche zwischen dem Fluss Emscher und der Autobahn A2 in Herten und Recklinghausen. Etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war…

  • Zoos und Tierparks

    Tierparks, Wildparks, Wildgehege und Wildgatter im Ruhrgebiet Elefanten, Giraffen und Löwen sehen, ohne in die Serengeti, in den Etosha oder den Krüger-Nationalpark fahren zu müssen. Flusspferde reißen ihre Münder zum Gähnen auf, ohne dass man zum Okavango oder an den Sembesi in Botsuana reist. Kamele und Dromedare anschauen, ohne in der Hitze der arabischen Wüsten zu schwitzen. Einmal Elche in Alaska anschauen, ohne Amerika zu betreten. Rehe und anderes Rotwild füttern. Ziegen streicheln. Luchse fotografieren. Keine Region in Deutschland hat auf engstem Raum so viele Zoos, Wildparks oder Wildgehege, in denen sich exotische oder heimische Tiere betrachten und zum Teil sogar anfassen lassen, wie das Ruhrgebiet. Nirgends scheint es einfacher,…

  • Kleinbahnweg und Hasper Talsperre

    Wasser für das Ruhrgebiet • Rad- und Wanderweg auf der alten Straßenbahnstrecke Haspe-Breckerfeld Vor den Toren der Stadt Hagen liegt inmitten der bewaldeten Berge ein kleiner Stausee. Er dient der Trinkwasserversorgung im Ruhrgebiet und ist zugleich beliebtes Ausflugsziel in der Natur. Ganz in der Nähe verläuft außerdem der Rad- und Wanderweg auf einer alten Kleinbahntrasse zwischen Hagen-Haspe, Voerde und Breckerfeld. Er kann gut mit dem See zu einer Radtour oder Wanderung kombiniert werden. Der Stausee und der Bahntrassenweg werden ausführlich in diesem Beitrag vorgestellt. Ebenfalls thematisiert werden der Aussichtspunkt auf dem Hohenstein über dem Ennepetal und die Relikte des Erzbergbaus am Bilsteiner Berg. Die in diesem Beitrag beschriebenen Ziele sind…

  • Das neue Westviertel in Essen

    Das durch die Lage westlich des Stadtzentrums von Essen sogenannte Westviertel Essen, auch Weststadt genannt, hat eine beeindruckende Entwicklung unvorstellbarer Größe durchgemacht. Aus der riesigen Krupp-Fabrik wurden Einkaufszentren, Gewerbegebiet, Grünanlage und Verwaltungssitz, aus dem benachbarten Güterbahnhof ein neues Wohngebiet in Universitätsnähe. Das Stadtumbauprojekt wird auch als Krupp-Gürtel bezeichnet. In dieser Dokumentation werden einige Bestandteile daraus nach und nach in Form eines Spaziergangs vorgestellt – unter anderem das alte Stahlwerk, das Stammhaus oder der Krupp-Park. Annschließend geht es auch ins benachbarte Universitätsviertel. Die folgende Abbildung zeigt die Situation und Ausdehnung der Krupp-Gussstahl-Fabrik im Westviertel Essen vor der Zerstörung 1943 in den 1920er Jahren und heute. Das Bild ist interaktiv. Mit der…

  • Drei-Türme-Weg in Witten

    Hohenstein mit dem Berger-Denkmal • Drei Teiche • Kermelbach • Hammerteich • Helenenturm Eine hügelige Waldlandschaft, Aussichten ins Flusstal und romantische Bachläufe lassen Wandernde hin und wieder annehmen, dass sie sich irgendwo im einsamen Mittelgebirge und nicht mitten im Ruhrpott aufhalten. Rund 13 Kilometer führt der Drei-Türme-Weg am Stadtrand von Witten und Herdecke als Rundweg mit knapp 340 Höhenmetern über den Hohenstein, den Wartenberg und den Kermelberg. Seinen Namen erhält er von den drei Türmen, die man auf seiner Wanderung passiert – das Berger-Denkmal auf dem Hohenstein, den Wasserturm auf dem Kermelberg und den Helenenturm. Nicht zu verwechseln ist er mit dem Premium-Wanderweg Drei Türme Weg in Hagen, der ein…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Der Baldeneysee in Essen

    Natur und Industriekultur rund um den größten Ruhrstausee • Baldeneysteig • Bahntrassenradweg • Hespertalbahn Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehzucht genutzt. An wenigen Stellen sorgten kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts und links mit respektvollem Abstand durch zwei kleine Eisenbahnstrecken, die Ruhrtal- und die Hespertalbahn. An der Ruhrtalbahn förderte fleißig die Zeche Carl Funke Kohle und besaß sogar einen kleinen Verladebahnhof. An der Hespertalbahn, auf der anderen Flussseite, bestand die Zeche Pörtingsiepen. Weithin sichtbar im Tal war schon…

  • Der PHOENIX See in Dortmund

    Ein See auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-Ost Sanfte Wellen plätschern ans Ufer des PHOENIX Sees, ein kleines Segelboot fährt in den Hafen an der Hörder Burg. Auf der bei dem schönen Ausflugswetter sehr belebten Promenade haben die meisten Besucher ein Eis in der Hand oder sitzen vor den Restaurants und Cafés unter großen Sonnenschirmen oder den Platanen. Man nutzt die Bänke und schaut sich die unzähligen Sternchen an, die die Sonne auf das Wasser zaubert. Auf den Liegewiesen und den Seebalkonen und Stegen bräunen sich die einen, andere lesen, während die Kleinsten auf den Spielplätzen toben und vereinfachte Modelle der Hörder Burg aus Sand backen. Eine kleine Oase…

  • Bergbauwanderweg im Muttental

    Den Frühen Bergbau des Ruhrgebiets in einem idyllischen Tal sehen und erleben Manche sehen es als die Königin aller Bergbauwanderwege im Ruhrgebiet. Keine andere Region zeigt auf so vielfältige und beeindruckende Weise die Zeugnisse des frühen Bergbaus gekoppelt mit einer wilden Romantik des Tales, Wälder und der gemächlich dahin plätschernde Muttenbach – wohlwissend, dass man hier noch im eigentlich so dicht bebauten Ruhrgebiet steht. Hier im Muttental wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Natürlich sagen auch andere Regionen um Sprockhövel, sie seien die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten hier einst Kohle in Stollen und ersten Schächten zutage. Heute lassen sich viele Relikte der…

  • Erin-Park und Keltischer Baumkreis

    Sanfte Hügel, viel Grün mit Klee und eine alte Gleisharfe: Ein kleines Stück Irland im Ruhrgebiet Es muss keine Kneipe oder Butter sein, um im Ruhrgebiet auf das sympathische kleine Land mit der Harfe im Wappen oder dem Kleeblatt als Symbol zu stoßen – die Rede ist von der „Grünen Insel“ Irland. Im Jahre 1867 begann in der von dem Iren William Thomas Mulvany gegründeten Zeche Erin die Kohleförderung am westlichen Ortsrand von Castrop. Der Name Erin ist dabei eine fremdsprachliche Bezeichnung von Irland. Auf diesem Gelände befanden sich Schacht I und II, einige Kilometer weiter östlich ab 1891 der heute noch existierende Hammerkopfturm über dem neuen Schacht III. 1953…

  • Rund um den Seepark Lünen

    Horstmarer See • Preußenhafen • Schloss Schwansbell Sonnenschein und hohe Temperaturen ziehen den Menschen magisch ans Wasser. Und davon bietet der Seepark in Lünen für die Bewohner der größten Stadt im Kreis Unna, ziemlich weit im Osten vom Ruhrpott, zahlreiche Gelegenheiten. Im Horstmarer See wird gebadet, am Strand gespielt oder auf den weiten Grünflächen in der Sonne gebräunt. Radfahrer fahren zwischen See und dem direkt benachbarten Datteln-Hamm-Kanal in einer baumbestandenen Allee und freuen sich über den kühlenden Schatten. Auch die Terrasse am in den See plätschernden Bachlauf ist gut besucht. Am Anleger im Preußenhafen liegen zahlreiche Boote, die Eigner liegen im Liegestuhl an Deck oder sitzen im Biergarten in Sichtweite.…

  • Die Sechs-Seen-Platte in Duisburg

    Grüne Wälder so weit das Auge reicht und ein See mit einer beschaulichen Insel in der Mitte, die vielmehr an das Sauerland und die Krombacher-Werbung erinnert – und dennoch befindet man sich hier nicht im Land der tausend Berge, sondern im stark industriell geprägten Duisburg. Eine Mecklenruhrgische Seenplatte. In der waldreichen Huckinger Mark begann am Anfang des 20. Jahrhunderts der Bau des Rangierbahnhofs Wedau und der Ausbau der gleichnamigen Siedlung. Zu diesem Zweck bediente man sich aus Kostengründen an den reichen Kies- und Sandvorkommen im Boden und baggerte tiefe Löcher unterhalb des Grundwasserspiegels ab. Auf diese Art und Weise ist als erstes der Masurensee in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof entstanden.…

  • Der MüGa-Park – Mülheims Gärten an der Ruhr

    Ehemalige Landesgartenschau mit Schloss Broich, Ringlokschuppen und Camera Obscura Auf dem Gebiet der siebten Landesgartenschau NRWs im Jahre 1992 in Mülheim an der Ruhr steht der Bevölkerung ein heute öffentlicher und vielfältiger Stadtpark mit Wiesen, Gärten, Spielplätzen und Veranstaltungsflächen zur Verfügung. Früher war dies größtenteils ein Bahngelände, von dem heute beispielsweise der große Ringlokschuppen und der Wasserturm zeugen. Mit der „Camera Obscura“ und dem Schloss Broich bietet der Park außerdem einige Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen. Durch die Lage an gleich mehreren wichtigen Radfernwegen wie dem RuhrtalRadweg oder dem RS1 kann der MüGa-Park besonders gut mit dem Fahrrad erreicht werden und Teil einer beliebig großen Radtour im westlichen Ruhrgebiet sein. Die folgende…

  • Halterner See und Hullerner See

    Zwei Stauseen zwischen Haard, Borkenbergen und Hohe Mark In der Mitte der drei Höhenzüge Haard, Borkenberge und Hohe Mark liegt die Stadt Haltern an der Mündung des Flusses Stever in die Lippe. Kurz vor der Mündung wurde in den 1930er Jahren eine Talsperre errichtet. Sie staut die von Osten kommende Stever und den von Norden einfließenden Mühlenbach zum seinerzeit sogenannten Steverstausee. Dem See geht es vielen von uns Menschen – er hat im Laufe der Zeit in seiner Ausdehnung noch etwas zugenommen. Er ist heute als Halterner See bekannt und ein beliebtes Freizeitziel im nördlichen Ruhrgebiet. Er gibt der Stadt den offiziellen Namen Haltern am See. Nur wenige Kilometer flussaufwärts…

  • Die Bittermark in Dortmund

    Früher Bergbau am Olpkebach und Mahnmal Bittermark Gleich in mehrfacher Hinsicht spielt das Waldgebiet im Dortmunder Süden zwischen Kirchhörde und Wichlinghofen eine Rolle. Vor allem dient die Bittermark als vielgenutztes Naherholungsgebiet zum Spazierengehen, Joggen oder Fahrradfahren. Auf den zahlreichen Wegen zwischen Olpkebach und Bittermarksbach sind vor allem an schönen Tagen viele Menschen unterwegs. Warnschilder mit dem Hinweis auf Bergschäden deuten auf die Bergbau-Vergangenheit aus dem 18. Und 19. Jahrhundert in der Bittermark hin. Bedingt durch oberflächennahe Kohleflöze wurde hier früher Bergbau betrieben. Namentlich waren dies die Zechen Gottfriedsbank und Josua. An sie erinnern einige Pingen im Waldboden und auch vereinzelte kleine Bergehalden im Umfeld von alten Schächten. Aus dem Gottfriedstollen…

  • Der Bergbau am Ebberg

    Zechen und Halden Louisenglück und Glücksfortgang Auf ziemlich genau 222 Meter über den Meeresspiegel ragt der Ebberg im Ardeygebirge auf der Grenze zwischen den Städten Dortmund und Schwerte in die Höhe. Teile des unweit des Westhofener Kreuzes zwischen Autobahn A1 und A45 gelegenen Höhenzugs sind Naturschutzgebiet. An seiner Südseite befindet sich das Naturfreundehaus. Geprägt ist der Ebberg durch frühe Förderungen von Kohle. Insbesondere sind dies die ehemals konkurrierenden Zechen Louisenglück und Glücksfortgang, zwischen denen gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein Streit um die Abbaugebiete entbrannte – ein heute noch sichtbarer Lochstein zeugt von der endgültigen Grenzziehung im Jahre 1792. Nach mehrfacher Einstellung und Wiederaufnahme des kleinen Förderbetriebs der Zeche Louisenglück…

  • Der OLGA-Park in Oberhausen

    Nachdem die Bundesgartenschau im Jahr 1997 im heutigen Nordsternpark bereits auf das Thema der Nachfolgenutzung von Zechenbrachen eingegangen ist, gastierte die Landesgartenschau zwei Jahre später ebenfalls auf altem Zechengelände im Ruhrgebiet, und zwar dem der Zeche Osterfeld in Oberhausen. Nach einigen Jahren des Brachestadiums entstand mit dem OLGA-Park oder dem Garten Osterfeld eine Grünanlage, deren Schwerpunkt auf ganz anderen Themen liegt als bei den Veranstaltungen zuvor. Zeche und Kokerei Osterfeld Nicht weit entfernt vom großen Industrieareal der Gutehoffnungshütte in Oberhausen befand sich bis 1992 die Zeche Osterfeld, anfangs als Teil der Zeche Oberhausen gegründet. Ihre Förderung begann 1879. Das Zechengelände mit Kokerei (geschlossen 1988) und zwei im Laufe der Zeit…

  • Rund um Schloss Oberhausen

    Schloss • Museum Ludwig • Slinky-Springs-Brücke • Tiergehege im Kaisergarten Direkt am Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich ein beliebtes Kultur- und Naherholungsgebiet abseits der Hektik, dem Gedränge und dem Lärm in der Neuen Mitte Oberhausens. Am Rande des Kaisergartens liegt das Schloss Oberhausen, das neben einer wunderschönen Anlage vor allem bei Kunstkennern als Ausstellungsort der Ludwiggalerie bekannt ist. Wildpark und Teich sowie ein Spielplatz sind Anziehungspunkte für Kinder. Besondere Aufmerksamkeit zieht aber eine neugebaute Brücke über den Kanal auf sich. Alle Ziele werden nach und nach in diesem Artikel beschrieben. In der folgenden Abbildung sind Schloss, Slinky-Springs-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal und Teile des Tiergeheges im Kaisergarten aus der Vogelperspektive zu sehen. Eingezeichnet…

  • Landschaftspark Mechtenberg

    Ackerbau im Ruhrgebiet • Bismarckturm • Mechtenbergbrücke Ackerbau ist im zentralen Ruhrgebiet zwischen den Großstädten zweifellos eine sehr selten gewordene und heute ungewöhnliche Landnutzung. Doch in einem Streifen zwischen Essen und Gelsenkirchen finden sich Felder und Obstwiesen, die erhalten werden und eine Mischung zwischen Landwirtschaft, Naherholung und Naturschutzgebiet bilden. Sie sind wesentlicher Bestandteil im 1999 durch den Regionalverband Ruhr umgestalteten ca. 290 ha großen Landschaftspark Mechtenberg. Kern des Landschaftsparks ist der markant hervorstechende gleichnamige Berg. Im Gegensatz zu den vielen künstlichen Bergehalden im Ruhrgebiet handelt es sich dabei allerdings um eine der wenigen natürlichen Erhebungen, die aus der Eiszeit stammt und paradoxerweise in der Vergangenheit durch Bergsenkungen kräftig an Höhe…