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Die Müngstener Brücke in Solingen und Remscheid

Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und überquert zwischen Remscheid und Solingen das Tal der Wupper. Sie führt in einer Höhe von ca. 107 Metern über dem Talgrund (maximal 205 Meter über dem Meeresspiegel) über die Stadtgrenze und ist ein einzigartiges Bauwerk. Die Gesamtlänge beträgt ca. 465 Meter. Die nach dreijähriger Bauzeit 1897 eröffnete Überführung, zunächst nach dem ersten Deutschen Kaiser Wilhelm I. als Kaiser-Wilhelm-Brücke bezeichnet, ist eine Stahl-Fachwerk-Konstruktion mit einem zentralen parabelförmigen Bogen. Architekt war Anton von Rieppel. Es wird ausschließlich für den Bahnverkehr der S-Bahn-Linie zwischen Wuppertal und Solingen genutzt. Benannt ist sie heute nach der ehemaligen Siedlung Müngsten. Der Fluss hat die Großstadt Wuppertal an dieser Stelle bereits durchquert und wird bei Leverkusen in den Rhein fließen.

Unter dem Bauwerk erstreckt sich am Ufer der Wupper der sogenannte Brückenpark Müngsten. Neben einem Gasthaus bietet er einige Freizeiteinrichtungen, Liegewiesen und viele Informationen über die Brücke und deren Mythen und Legenden – vom letzten Goldenen Niet bis zum angeblichen Selbstmord des Architekten aufgrund eines vermeintlichen Rechenfehlers bei der Planung. Wanderwege führen weiter zum Schloss Burg durch die Wälder des Bergischen Landes. Unweit der Brücke erstrecken sich je auf einer Seite der Wupper die Naturschutzgebiete “Tal- und Hangbereiche der Wupper“ sowie „Wupperhänge südlich von Müngsten“. Am südlichen Ende des Parks kann der Fluss mithilfe einer Schwebefähre überquert werden, die die Passagiere ähnlich einer Draisine mechanisch antreiben müssen. Am Remscheider Ufer liegt oberhalb am Hang der Diederichstempel, der 1901 errichtet wurde und einen Blick „auf Augenhöhe“ zur Brücke ermöglicht.

Müngstener Brücke

Brückenpark Müngsten an der Wupper unter der höchsten
Eisenbahnbrücke Deutschlands

Müngstener Brücke

Müngstener Brücke gesehen von der Schwebefähre

Müngstener Brücke

Ausblicke vom Diederichstempel auf die Nordseite der Brücke

Müngstener Brücke

Aussichtsplattform über der Wupper und Haus Müngsten

Fazit und Tipp des Webmasters: Für Brücken- und Technikfreunde lohnt ein kleiner Abstecher zur Müngstener Brücke sehr. Kombiniert werden kann der Besuch mit umliegenden Sehenswürdigkeiten im Bergischen Land, wie dem nahen Schloss Burg, der Klingenstadt Solingen oder dem mittelalterliche Lennep mit dem Deutschen Röntgenmuseum.

 

Informationen zum Besuch im Brückenpark Müngsten:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Zur Benutzung der Schwebefähre ist für je eine Fahrtrichtung die Entrichtung eines geringen Geldbetrags nötig. Durch die Schwebefähre ist ein kleiner Rundweg vom Parkplatz durch den Brückenpark und vorbei am Aussichtstempel möglich. Bei Regenwetter findet kein Fahrbetrieb statt. Im Sommerhalbjahr fährt die Fähre täglich, im Winterhalbjahr nur am Wochenende – die genauen Zeiten des Betriebs abhängig von der Saison sind der u.g. Internetseite zu entnehmen.

Es fallen sonst keine Eintrittsgelder an.

Die Brücke selbst darf und sollte dringend nicht betreten werden – es herrscht Bahnbetrieb. Teilweise liegen Bereiche und Wanderwege in Naturschutzgebieten. Das Verhalten zum Schutze der Tier- und Pflanzenwelt sollte dementsprechend sein.

Anreise mit dem Auto: Die Anfahrt ist etwas kompliziert und langwierig. Es werden Navigationssystem oder Karten empfohlen.
Auf der A1 bis zur Ausfahrt 96 Wermelskirchen. Aus allen Richtungen links abbiegen auf die Landstraße durch Hünger Richtung Schloss Burg. Das Schloss passieren und am Ende der Straße im Tal links abbiegen auf die Eschbachstraße. Nach ca. 5,5 km in Solingen rechts abbiegen auf die B229 Richtung Remscheid. Dem Straßenverlauf durch die Haarnadelkurven etwa drei Kilometer folgen. Kurz vor der Ampel fährt man an der Zufahrt zur Müngstener Brücke vorbei. Es bestehen drei Möglichkeiten zum Parken:
a) An der Ampel links und links auf den einen Parkplatz
b) An der Ampel geradeaus und links auf den anderen Parkplatz
c) In der Zufahrtsstraße zu Brücke / Gasthaus (vor der Ampel rechts) sind sehr wenige Parkplätze vorhanden.
Von den Varianten a) und b) führt ein Fußgängerweg an der Wupper entlang zum Zugang zum Brückenpark.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Solinger Straße, Übergang Remscheider Straße in 42857 Remscheid

Geographische Koordinaten: 51° 9'37.22"N, 7° 8'1.26"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 369498 m, 5669311 m

Anreise mit Bus und Bahn: Die Brücke liegt optimal in der Nähe eines Bahnhofs der S-Bahn zwischen Wuppertal und Solingen. Es ist allerdings ein nicht barrierefreies und steiles Gefälle zu bewältigen! Von Wuppertal (Hauptbahnhof oder Oberbarmen) oder Solingen Hbf. mit der S7 bis Solingen-Schaberg. Vom Bahnsteigzugang rechts entlang der Gleise halten und dann dem steilen Pfad bergab bis ins Tal folgen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Bergische Panorama-Radweg, der zumeist auf alten Bahntrassen entlang führt, verläuft in der Nähe der Brücke vorbei. Auch der Fernwanderweg Bergischer Weg berührt die Brücke auf seinem Weg von Essen nach Königswinter.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Brücke eingezeichnet. In der Rad- und Wanderkarte "Bergische Land, Westlicher Teil" im Maßstab 1:50.000 liegt sie im Planquadrat B2, im Wander-Leporello Bergischer Weg auf der Seite 7.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Bergisches Land, Westlicher Teil   Bergischer Weg   Motorradkarte Bergisches Land - Ruhrgebiet - Niederrhein

Quellen und weitere Informationen:

Seite über die Müngstener Brücke: www.die-muengstener-bruecke.de
Schwebefähre / Haus Müngsten: www.schwebefaehre-solingen.de
Brückenpark Müngsten:

www.brueckenpark-muengsten.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr