• Friedhof Beckhausen-Sutum – Schalke FanFeld

    Am Rande von Gelsenkirchen, zwischen den Wohnstraßen von Beckhausen und dem offenen Grün von Sutum, liegt der Friedhof Beckhausen-Sutum, der auf den ersten Blick ruhig wirkt. 1986 angelegt, etwa sieben Hektar groß, noch jung für Ruhrgebiets-Dimensionen und überschaubar. Wege schneiden rasterförmig durch die Fläche, Hecken rahmen die Grabfelder, es gibt Bäume, gepflegte Rasenflächen und die übliche nüchterne Ruhe. Man könnte denken: ein gewöhnlicher Friedhof, einer unter vielen. Doch das wäre ein Missverständnis. Wer tiefer hineinläuft, erreicht einen Ort, der im Ruhrgebiet einen außergewöhnlichen Resonanzraum hat und aussieht wie ein kleines Fußballstadion – das Schalke FanFeld. Ein Friedhof im Norden Gelsenkirchens Der Friedhof Beckhausen-Sutum gehört zu den jüngeren Friedhofsanlagen der Stadt.…

  • Das Wildgehege im Weitmarer Holz in Bochum

    Ein kleiner Urwald inmitten der Großstadt: Umgeben von den Vororten Weitmar, Neuling und Sundern im Süden von Bochum bildet das Weitmarer Holz ein geschlossenes Waldgebiet. Es ist die größte zusammenhängende Waldfläche der Stadt mit einem alten Eichen- und Buchenwald. Unter der Erde wurde früher natürlich, wie fast überall hier, Bergbau betrieben. Noch heute zeugt der älteste Förderturm im Ruhrgebiet der Zeche Brockhauser Tiefbau in der Nähe davon. Interessant ist in diesem Zusammenhang der „Jörgenstein“, ein kleines Denkmal für den Hirtenjungen Jörgen, der nach einer Geschichte des Bochumer Schriftstellers Georg Breuker die Kohle zufällig entdeckt haben soll. Derartige Legenden hört man praktisch in allen Kohleabbaugebieten, in denen ich schon einmal zu…

  • Das Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel

    Dass es weiße Hirsche gibt, weiß man nicht zuletzt dank des Kinderbuch-Klassikers Als die Tiere den Wald verließen von Colin Dann. Darin flieht eine muntere Gruppe verschiedener (und durchaus an verschiedenen Stufen der Nahrungskette stehender) Tiere aus ihrem gewohnten Wald und findet Schutz im Weißhirschpark. Sein Name leitet sich von den stolzen Hirschen mit ihrem weißen Fell ab. Vielleicht erinnern sich Lesende an die Geschichte, die um 1979 als Buch veröffentlicht und im Fernsehen in den 1990er Jahren ausgestrahlt wurde. Auch das Re(h)vier hat einen Weißhirschpark. So in der Art. Offiziell heißt es Wildgehege Grutholz, aber beim Anblick der weißen Wildtiere hat der ein oder andere diesen Film vielleicht vor…

  • Der Tierpark im Stadtgarten Recklinghausen

    Ein wenig außerhalb der Innenstadt steht das bekannte Ruhrfestspielhaus im Stadtgarten von Recklinghausen, einer ausgedehnten Grünanlage mit altem Baumbestand und Spiel- und Tennisplätzen. Im Herzen dieses Gartens befindet sich der kleine Tierpark. Seit 1931 existiert an dieser Stelle der seinerzeit nach der Landschaft und dem Bezirk Vest sogenannte Vestische Zoo, der noch Großtiere wie Löwen, Bären oder Zebras zur Schau stellte. Bereits in den Vorjahren gab es im 1906 eröffneten Stadtgarten kleinere Gehege mit eher heimischen Wildtieren und Wasservögeln. Genau 30 Jahre später erfolgte die Übernahme der Trägerschaft des Tierparks durch die Stadt Recklinghausen, woraufhin sich Größe und Konzept änderten – es erfolgten im Laufe der Zeit ein Rückbau und…

  • Friedhof Dorstfeld in Dortmund

    Im Westen von Dortmund liegt der Friedhof Dorstfeld zwischen Dorstfelder Allee und S-Bahn-Trasse, leicht zurückversetzt an der Straße Twerskuhle,– ein ruhiges, grün eingefasstes Areal mit bemerkenswertem Geschichtsbezug. Im Volksmund wird er auch Friedhof Twerskuhle genannt, was seiner Lage an der gleichnamigen Straße geschuldet ist. Einst schloss sich südlich das Gelände der Zeche Dorstfeld an, was der Anlage bis heute ihren industriell-historischen Rahmen verleiht. Der auch als Bauernfriedhof bekannte Friedhof ist parkartig angelegt, mit altem Baumbestand und vor allem im südlichen Teil mit nur vereinzelt erhaltenen Grabstätten. Im nördlichen Bereich finden sich dagegen die großen Grabmale bedeutender Dorstfelder Familien – darunter die monumentale Anlage der Familie Schulte-Witten mit einem ausladenden Bronzeengel…

  • Der Ostfriedhof Essen

    Der Ostfriedhof Essen liegt im Essener Südostviertel und bildet ein stilles, grünes Fünfeck mitten im Wohngebiet. Zwischen Saarbrücker Straße, Schinkelstraße und Herwarthstraße öffnet sich eine Anlage, die seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1895 zu den wichtigen städtischen Erinnerungsräumen zählt. Der Haupteingang an der Saarbrücker Straße ist ein markantes Element. Das Tor-Portal von 1910, entworfen von Edmund Körner, hat steinernen Säulen mit Figuren darauf und ein schweres Eisentor. Wir betreten den Friedhof durch dieses Tor. Die Verlängerung der Steubenstraße führt als Hauptachse und Allee tief in den Friedhof hinein. Wege, Bäume und stille Räume Mehrere Hauptachsen bestimmen die Struktur des Friedhofs. Die Achse vom Haupteingang und die von der nordöstlich gelegenen…

  • Halde Schleswig in Dortmund – Westfalenkino

    Das Bundesland Schleswig-Holstein weckt üblicherweise Urlaubsgefühle und Sehnsucht nach den Nordfriesischen Inseln an der Nordsee oder die Förde, Lübecker Bucht und Insel Fehmarn auf der anderen Seite an der Ostsee. Doch Schleswig und Holstein sind manchmal näher als man denkt, denn zwischen Dortmund und Unna förderten zwei Bergwerke dieser Namen – die Zeche Schleswig und die Zeche Holstein. Und das größte Relikt ist die Halde Schleswig, die ein schönes Panorama im östlichen Ruhrgebiet bietet. Die Halde Schleswig liegt im Dreieck zwischen den östlichen Stadtteilen Asseln, Brackel und Aplerbeck. Erst seit 2024 ist die Halde zugänglich und sofort ein beliebtes Ziel geworden, um einen schönen Blick auf Dortmund, den Hellweg bis…

  • Hauptfriedhof Bochum

    Der Hauptfriedhof Bochum liegt im östlich von der Innenstadt gelegenen Stadtteil Altenbochum zwischen der Buselohstraße, der Straße Feldmark und der Havkenscheider Straße. Er wurde in den 1920er-Jahren geplant, um die älteren und inzwischen beengten Friedhöfe an der Blumenstraße und in Wiemelhausen zu entlasten. 1935 eröffnet, zählt er heute zu den größten und bedeutendsten Ruhestätten der Stadt. Eine Besonderheit ist seine Zweiteilung: Der autobahnähnlich ausgebaute Oviedo-Ring teilt das Gelände in einen westlichen, älteren Teil und einen östlichen, jüngeren Bereich, die durch eine kleine Fußgängerunterführung miteinander verbunden sind. Als drittes gibt es noch den alten Friedhof Altenbochum, der sich ebenfalls unmittelbar anschließt. Eine weitere Besonderheit auf dem Hauptfriedhof Bochum sind die Gebäude…

  • Der Wildwald Voßwinkel in Arnsberg

    Der Wildwald liegt nahe der Ortschaft Bellingsen am Rande des Sauerlands und ist etwa 20 Auto-Minuten von der nächsten Ruhrgebiet-Stadt Fröndenberg entfernt. Es handelt sich dabei um eine Anlage im Lüerwald, die auf eine Kombination von nachhaltiger Forstwirtschaft, sanftem Tourismus und Naturschutz setzt. Besucher des Waldes können hier seit etwa 1970 heimische Tierarten in nahezu freier Wildbahn beobachten. Der besuchbare etwa 650 Hektar große Wildwald teilt sich in fünf Hauptbereiche auf: Die größten Flächen nehmen die Reviere des Rotwildes und der Wildschweine ein. Hier streift der Besucher mitten durch die Reviere und trifft weitgehend ohne Zaun direkt auf die Tiere – man muss damit rechnen, dass sich Mensch und Tier…

  • Der Naturwildpark Granat in Haltern

    Direkt am Übergang des Ruhrgebietes zum ländlich geprägten Münsterland erstreckt sich der Naturpark Hohe Mark – Westmünsterland. Kern des Naturparks ist die bewaldete und hügelige Hohe Mark, die sich nördlich der Lippe auf bis zu 145 m ü. NN erhebt. Mittig zwischen den Städten Haltern am See und Reken befindet sich der Naturwildpark wenige Kilometer außerhalb des Stadtteils Haltern-Lavesum. Er hat eine Fläche von über 60 ha und bietet ständig ca. 400 bis 500 vor allem heimische, aber auch einige exotische Tiere, die sich größtenteils frei auf Wiesen, in Wäldern oder auf Lichtungen aufhalten. Nur einzelne Tiere sind in zooartigen, aber großzügigen Gehegen untergebracht. Durchaus mag es Erfahrungen aus anderen…

  • Der Zoo in Duisburg

    Wer den Duisburger Zoo betritt, merkt schnell, dass er sich nicht in einem gewöhnlichen Tierpark befindet. Zwischen dichtem Stadtverkehr, Autobahn und Bahntrasse hat sich über Jahrzehnte eine der ungewöhnlichsten zoologischen Anlagen Deutschlands entwickelt – ein Zoo, der nicht nur Besuchende aus dem Ruhrgebiet anzieht, sondern auch regelmäßig Gäste aus den benachbarten Niederlanden. Besondere Tiere gehören hier ganz selbstverständlich zum Alltag. Koalas, in Deutschland eine absolute Seltenheit, sind im Duisburger Zoo keine Plüschfiguren, sondern lebendige Bewohner mit eigenem Gehege. Dazu kommen Elefanten, Löwen und Tiger, die in dieser Dichte längst nicht mehr in jedem Zoo zu sehen sind. Spätestens beim Blick auf die Delfine, für die Duisburg international bekannt ist, wird…

  • Der Tierpark und Bismarckturm im Stadtpark in Bochum

    Wer durch den Stadtpark Bochum spaziert, erkundet eine überraschend große Grünanlage in der Großstadt. Über den alten Baumkronen erhebt sich der mächtige Bismarckturm, den man aufgrund seiner Rekordgröße „den Riesen“ nennt. Er ist ein markantes Wahrzeichen, das seit über hundert Jahren über die Stadt blickt. Am Rande des Parks liegt der Tierpark mit dem Fossilium, wo Tiere und urzeitliche Fossilien gleichermaßen faszinieren. Alle Attraktionen zusammen geben dem Stadtpark seine besondere Mischung aus Ruhe, Bildung und Erlebnis. Derzeit wird der Stadtpark für die IGA 2027 umgebaut, weshalb einige Park-Abschnitte nacheinander nicht zugänglich sind. Dafür gibt es voraussichtlich ab 2026 einen schönen Spielplatz und Minigolfplatz im Norden und einen sanierten Teich. Der…

  • Der Tierpark in Hamm

    Am Südrand von Hamm befindet sich der beliebte Tierpark der Stadt an der Schwelle zwischen Innenstadt und den ländlichen Vororten. Seine Wurzeln gehen zurück auf den bereits im Jahr 1934 eröffneten Tier- und Pflanzengarten, der im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, aber im Frühling 1951 nach Wiederaufbau neu eröffnet wurde. Seine Fläche beträgt nach stetiger Erweiterung heute etwa 6,5 ha. Im Vergleich zu anderen Zoos im Ruhrgebiet gehört er zu den kleineren Anlagen. Der Tierbestand ist trotz der Größe sehr vielfältig und reicht über Paarhufer, Spinnen, Reptilien und Vögeln bis zu Beuteltieren und Hasen – praktisch von A wie Affe bis Z wie Zwergkaninchen. Dabei sind vor allem die neueren Gehege…

  • Die ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen

    Im Jahre 1949 wurde in Gelsenkirchen unweit des Rhein-Herne-Kanals der Ruhr-Zoo gegründet. Dieser wurde ab 2005 vollständig umgestaltet und im Folgejahr unter dem Namen ZOOM-Erlebniswelt neu eröffnet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zoos ist der in Gelsenkirchen in Themenbereiche eingeteilt, die jeweils durch einen einzigen Rundweg besichtigt werden können. Zugleich ist er auch der Zoo mit dem höchsten Eintrittsgeld. Die Tiere haben im Vergleich zu vielen anderen Tierparks großzügige Gehege, die zudem sehr liebevoll entsprechend der natürlichen Umgebung gestaltet sind. Von einem zentralen Platz am Eingang hat der Besucher die Qual der Wahl. Hier liegen die Eingänge zu den großen Themenbereichen, die man die nächsten Stunden anschauen wird. Ein…

  • Landstreifer „Die Berge“ in Borken

    Wer „Die Berge“ hört, denkt vielleicht an schroffe Gipfel, steile Anstiege und schneebedeckte Höhen. Im westlichen Münsterland sieht die Sache jedoch etwas anders aus: Hier, im Osten von Borken, erheben sich sanfte Hügel inmitten eines weitläufigen Waldgebietes. Aber hier geht es um eine ganz eigene Landschaft, die trotz ihres Namens weniger alpin, dafür umso naturreicher ist. Der Landstreifer „Die Berge“ ist der nördlichste der Rundwanderwege zwischen Ruhrgebiet und Münsterland und führt auf etwa 14 Kilometern durch Wald, Heide sowie über sandige Pfade. Und mit etwas Glück stößt man auf schottische Hochlandrinder, die auf einem alten Segelflugplatz grasen. Hinweis: Hierbei handelt es sich um das Gebiet mit dem Namen „Die Berge“…

  • Wanderwege an der Ruhr

    Die Ruhr ist weit mehr als nur ein Fluss: Sie ist Lebensader, Namensgeberin und Landschaftsraum zugleich. Von den grünen Hängen des Sauerlandes bis zu ihrer Mündung in den Rhein schlängelt sie sich durch Täler, Stauseen und Städte, vorbei an Fachwerkhäusern, Burgen, Halden und Industriekulissen. Entlang ihres Laufs spiegelt sich die ganze Vielfalt einer Region, die immer wieder zwischen Naturidylle und Industriekultur pendelt. Wer Wanderwege an der Ruhr erwandert, begegnet einer Landschaft im Wandel. Mal plätschert der Fluss leise durch Auen, mal stauen sich seine Wasser zu weiten Seen auf. Am Ufer wechseln sich stille Waldwege mit Aussichtspunkten auf den Steilhängen, mit historischen Ortskernen und Spuren des Bergbaus ab. In dieser…

  • Holzener Friedhof in Dortmund – Weinberg

    Nördlich des kleinen Stadtteils Holzen, nahe der Stadtgrenze zu Schwerte, liegt ein ganz besonderer Friedhof. Inmitten sanfter Hügel und Natur befindet sich nicht nur eine traditionelle Begräbnisstätte, sondern auch eine Anlage, die seit 2020 neue Wege in der Gestaltung von Friedhöfen geht – ein Weinberg, der nicht nur in der Bibel als einzigartiges Symbol für Leben und Erneuerung dient. Die Anlage, die durch ihre Südhanglage begünstigt wird, nimmt Bezug auf ähnliche Projekte, wie die Weinberge am Phoenixsee in Hörde und im Umweltkulturpark Barop. Doch sie bleibt in Dortmund etwas Einzigartiges. Der Friedhof bietet Urnengräber unter Reben, umgeben von terrassenförmigen Trockenmauern aus Ruhrsandstein, die einen Hauch von mediterraner Atmosphäre schaffen. Im…

  • Friedhof Bredeney in Essen – Zwischen Welthandel und Familiengeschichte

    Es gibt viele Wege, wie man Menschen auf einem Friedhof voneinander unterscheiden kann – durch Generationen, durch Konfessionen, durch Grabarten. Und dann gibt es den sogenannten „ALDI-Äquator“. Auf dem Friedhof Bredeney verläuft er mitten hindurch – symbolisch zumindest: Denn hier ruhen Karl Albrecht (ALDI Süd) und sein Bruder Theo Albrecht (ALDI Nord) – beide auf demselben Friedhof, aber auf getrennten Grabstätten. Eine skurrile Anekdote mit echtem Ruhrgebietscharme. Der Friedhof Bredeney auf dem „ALDI-Äquator“ Der Friedhof im Süden der Stadt Essen wurde 1909 eröffnet und liegt im heutigen Stadtteil Bredeney. Inmitten ruhiger, teils parkähnlicher Anlagen finden sich neben gepflegten Gräberfeldern auch kulturhistorisch bedeutsame Grabstätten. Besonders markant ist die heutige Friedhofskapelle, ein…

  • Alter Westfriedhof in Unna

    Direkt hinter der für Unna bekannten Lindenbrauerei mit dem Zentrum für Internationale Lichtkunst erstreckt sich der Alte Westfriedhof. Innerhalb des Straßenrings um die Stadtmitte ist sie die größte Grünanlage der Stadt und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahre 1820 fand hier das erste Begräbnis statt, danach folgten schrittweise Erweiterungen und Ausgestaltungen zur heutigen Form. Doch der Platz für Gräber in dieser Innenstadtlage wurde schnell knapp, weswegen neue Friedhöfe wie der Südfriedhof andernorts angelegt wurden und 1985 die letzte Beisetzung das Ende markierte. In den 1990er Jahren kam das, was kommen musste: der Westfriedhof geriet unter die Räder; Vandalismus, Party- und Drogenszene machten sich breit. Historische Gräber wurden beschädigt…

  • Hauptfriedhof Dortmund

    Als einer der größten Friedhöfe in Deutschland und der größte in Nordrhein-Westfalen übertrifft der Hauptfriedhof Dortmund sogar den berühmten Melaten-Friedhof in Köln um die dreifache Fläche. Mit mehr als 130 Hektar, etwa doppelt so groß wie der Westfalenpark, präsentiert sich der Hauptfriedhof als grüne Oase, größte zusammenhängende Grünfläche der Stadt und ist zugleich eindrucksvolles Zeugnis der Dortmunder Geschichte. Die Ursprünge dieses Friedhofs im Stadtteil Brackel reichen zurück ins Jahr 1912, als die bestehenden Friedhöfe in Dortmund aufgrund der Bevölkerungszunahme im Rahmen der Industrialisierung und dabei zwangsläufig auch Zunahme von Todesfällen ihre Kapazitätsgrenzen erreichten. Der Beschluss zur Errichtung eines neuen Zentralfriedhofs in Brackel wurde gefasst, und ein Architekturwettbewerb zur Gestaltung der…

  • Der Ostenfriedhof in Dortmund – der Melaten vom Revier

    Nach dem 1811 gegründeten ersten kommunalen Friedhof Westtotenhof im heutigen Westpark von Dortmund entstand ab 1876 ein zweiter Friedhof auf der anderen (östlichen) Seite des Innenstadtrings bzw. der damaligen Stadtmauer. Es überrascht nicht, dass er deshalb Ostfriedhof oder Ostenfriedhof bezeichnet wird. Dieser wurde benötigt, weil die Einwohnerzahl von Dortmund mit dem Beginn der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts stark anstieg. Nur wenige Jahre nach seiner Gründung sollte Dortmund mit 100.000 Einwohnern erstmals zur Großstadt werden und damit innerhalb kürzester Zeit seine Einwohnerzahl mehrfach verdoppelt haben. Der Ostenfriedhofs ist ungefähr 15 Hektar groß und wird an drei Seiten durch Straßen begrenzt. Die vierte Seite ist der Bahntrassen-Radweg auf der ehemalige Eisenbahnstrecke…

  • Der Elsebach in Schwerte – Wandern im Elsebachtal

    Zwischen sanften Hügeln, Streuobstwiesen und stillen Waldwegen verbirgt sich am Südrand von Schwerte ein idyllisches Tal: das Elsebachtal. Wer dem leise plätschernden Bach folgt, entdeckt eine Landschaft, die überraschend ursprünglich geblieben ist. Statt spektakulärer Höhen oder touristischer Highlights erwartet Wandernde hier eine stille, grüne Oase – geprägt vom Wechselspiel aus Wasser, Wald und Weite. Der Elsebach schlängelt sich durch ein schmales, naturbelassenes Tal. Es ist auf ganzer Länge als Naturschutzgebiet geschützt. Die Runde durch das Elsebachtal und über den bewaldeten Höhenrücken des Gravingholz bietet nicht nur Ruhe, sondern auch weite Ausblicke und einen kleinen Hauch von Abgeschiedenheit – mitten im Übergang vom Ruhrgebiet zum Sauerland. Die Tour ist in ähnlicher…

  • Landstreifer „Tiefe Berge, hohe Täler“ in Haltern

    Im äußersten Norden des Ruhrgebiets, dort wo die weiten Felder des Münsterlands an die Wälder des Naturparks Hohe Mark grenzen, verläuft einer der abwechslungsreichsten Rundwanderwege der Region: der Landstreifer „Tiefe Berge, hohe Täler“. Mit rund 16 Kilometern ist er der längste Rundkurs der Landstreifer-Serie und führt durch eine stille, leicht hügelige Landschaft zwischen alten Buchenwäldern, naturbelassenen Pfaden und offenen Flächen. In der Hohen Mark, dem zweitgrößten Waldgebiet im Norden des Reviers neben der Haard, folgt der Weg überwiegend naturbelassenen Routen – meist fernab vom Trubel. Es gibt hier keine spektakulären Bauwerke oder überlaufene Sehenswürdigkeiten, sondern eine ruhige, naturnahe Runde, bei der man Wald, Wiesen, Felder und stille Pfade genießen kann.…

  • Der Emscherweg – Emscherkunstweg

    Auf etwa 100 Kilometern Länge verläuft der Emscherweg von der Quelle bei Holzwickede im Kreis Unna bis zur Mündung der Emscher in den Rhein bei Voerde. Er macht dabei den Wandel von einer offenen Abwasser-Kloake zum lebendigen Fluss erlebbar und verbindet durch den Emscherkunstweg dabei geschickt Natur und Landschaft mit spannenden Kunstwerken am Wegesrand. Die neuen Auen stehen dabei im Kontrast zum vor allem hier stark von der Industrie und Bergbau geprägten Ruhrgebiet. Wir besuchen auf unserer Radtour den Emscherquellhof und den Hof Emschertal, suchen die echten Quellen im Hixterwald und besuchen die neuen Auen im Flussverlauf und das Emscherdelta. Nebenbei können wir Abstecher zu alten Bergwerken machen, neue Brückenbauwerke…

  • Landstreifer „Dein Bett mit Aussicht“ in Reken

    Im Münsterland gibt es viele schöne Wanderwege – aber nur wenige bieten so viel Abwechslung auf kurzer Strecke wie der Landstreifer „Dein Bett mit Aussicht“. Die 9,5 Kilometer lange Rundtour führt durch eine hügelige Landschaft mit Wald, Feldern und schönen Rastplätzen. Ein besonderes Highlight ist der Walderlebnisweg mit interaktiven Stationen und der Aussichtsturm Groß Reken, von dem aus man bis ins Ruhrgebiet blicken kann. Wer mag, kann die Tour auch auf ungefähr auf die Hälfte abkürzen – doch es lohnt sich, die ganze Strecke zu genießen. Die Karte zeigt den Landstreifer in Reken mit einem lilafarbenen Band. Die Nummernpunkte markieren besondere Orte am Wegesrand, die auch im Text näher beschrieben…