• Der Radweg „Grüne Acht“

    Über fast das gesamte Stadtgebiet von Castrop-Rauxel verläuft die Grüne Acht, auf der Radfahrer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, überraschend vielfältige Landschaften und Industriemuseen erleben können. Das sanft-bergige Castroper Hügelland und die flache Mengeder Heide stehen sich auf der Tour gegenüber, ebenso die quirlige Stadtmitte dem ruhigen Wald. Wir passieren ein altes Wasserschloss und mehrere ehemalige Zechen, von denen an einigen Orten noch Überreste z.B. in Form von markanten Fördergerüsten stehen. Wir kommen vorbei an Kanälen, geschwungenen Bächen und kleinen Seen. Auf bis zu 44 Kilometern Länge bietet sich somit eine enorme Vielfalt und Abwechslung. Die Route hat die Form zweier ineinander verschlungener Achten und kann so bequem in beliebige Teile z.B.…

  • Der Radweg auf der Klöcknerbahn und Umgebung

    Bahntrassenradeln auf alter Zechenbahn zwischen Unna, Kamen, Bergkamen und Werne Aus dem dichten Netz von Zechenbahnen und Güterbahntrassen ist im Ruhrgebiet heute nicht viel übriggeblieben. Die Bergwerke und Industrien, die sie einst bedienten, gibt es vielfach nicht mehr und ließen die Schienen-Anbindungen überflüssig werden. Aus vielen Trassen im Revier wurden Radwege. Sie verlaufen gut ausgebaut, häufig steigungsarm und unabhängig vom Straßenverkehr. Man kommt zügig zwischen Orten hin und her oder kann auf einer Ausflugsfahrt Abstecher zu einigen naheliegenden Sehenswürdigkeiten machen. Ein kleines Netz bestehend aus mehreren zusammenhängenden Bahntrassenradwegen findet man im Kreis Unna zwischen Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne. Die Hauptachse ist die alte Klöcknerbahn, die vor allem die…

  • Zeche Gneisenau und Umgebung

    Unterwegs im Dortmunder Nordosten: Von Äpfeln, Böcken und Eiern Noch heute, viele Jahre nach dessen Stilllegung, zeigt sich deutlich die Prägung der Zeche Gneisenau für den Dortmunder Ortsteil Derne. Der befindet sich ganz im Norden der Großstadt an der Grenze zur Nachbarstadt Lünen. Die als Denkmal fungierenden Fördergerüste überragen nach wie vor das kleine Ortszentrum und sind dadurch praktisch allgegenwärtig. In benachbarten Ortsteilen finden sich zwei Bergehalden der Zeche, die Halden Östlich und Westlich der Tettenbachstraße, die allerdings als Kombinationshalde auch als Mülldeponie genutzt wurden und einen großen, künstlichen Höhenzug im Dortmunder Nordosten bilden. Teile davon sind rekultiviert und als im Volksmund bezeichnete „Greveler Alm“ ein durchaus beliebter Aussichtspunkt geworden.…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Die Zeche Königsborn

    Ostpol vom Schacht IV • Halde Königsborn I u. III / IV • Max-von-der-Grün-Weg • Schacht-VI-Weg Nach der Saline Königsborn in Unna wurde seinerzeit die Zeche benannt, die später eines der größten Bergwerke im östlichen Ruhrgebiet werden sollte. Gleich mehrere Schachtanlagen liegen in den Städten Unna, Kamen und Bönen. Der Betrieb begann 1880 auf der ersten Schachtanlage im Unnaer Stadtteil Königsborn, wenige Kilometer außerhalb der Stadtmitte gelegen. Eine zweite Schachtanlage entstand nordöstlich davon im benachbarten Heeren-Werve, das zu Kamen gehört. Um die Jahrhundertwende lief die Förderung auf der neuen Schachtanlage in der kleinen Gemeinde Bönen an. Dies war in den letzten Jahren die Hauptförderanlage, während die übrigen Schächte langsam stillgelegt…

  • Der Baldeneysee in Essen

    Natur und Industriekultur rund um den größten Ruhrstausee • Baldeneysteig • Bahntrassenradweg • Hespertalbahn Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehzucht genutzt. An wenigen Stellen sorgten kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts und links mit respektvollem Abstand durch zwei kleine Eisenbahnstrecken, die Ruhrtal- und die Hespertalbahn. An der Ruhrtalbahn förderte fleißig die Zeche Carl Funke Kohle und besaß sogar einen kleinen Verladebahnhof. An der Hespertalbahn, auf der anderen Flussseite, bestand die Zeche Pörtingsiepen. Weithin sichtbar im Tal war schon…

  • Der Kettwiger Panoramasteig

    Der zweite urbane Wandersteig im Ruhrgebiet in Essen Nach dem beliebten Baldeneysteig wurde 2020 im Stadtgebiet von Essen ein zweiter Wandersteig eingerichtet und eröffnet. Der Kettwiger Panoramasteig führt etwas weiter südwestlich um die Stadtteile Werden und Kettwig im Hügelland und an den Hängen des Ruhrtals und stellt auch geübte Wanderer vor eine Herausforderung. Mit etwas mehr als 34 Kilometern ist der Steig nicht nur vergleichsweise lang. Er hat mit etwa 760 Höhenmetern (bergauf) auch einige Höhenunterschiede teilweise auf kurzer Strecke zu bewältigen. Zunächst zeigt die Übersichtskarte den Streckenverlauf. Die Hauptroute wird mit einem magentafarbenen Band gekennzeichnet, an dem Kilometermarken angebracht sind. Über die gelb markierten Verbindungen kann die Tour abgekürzt…

  • Die Radtour „Ruhr-Lenne-Achter“

    Von der Ruhr durch drei Flusstäler auf Spuren der frühen Industrialisierung: Die ungefähre Form der großen, liegenden Zahl 8 gibt dem Ruhr-Lenne-Achter seinen Namen. An drei Stellen – bei Hagen, Schwerte und Fröndenberg – führt die Radroute vom RuhrtalRadweg aus nach Süden ins Märkische Sauerland. Der Ruhr-Lenne-Achter folgt dabei der Lenne, dem Baarbach, der Oese und der Hönne als Bäche bzw. Flüsse, die alle letztendlich in die Ruhr münden. Neben schöner, hügeliger Landschaft und idyllischen Abschnitten an den Flüssen erreicht man Orte der Industrialisierung, die zum Teil schon da waren, bevor das Ruhrgebiet zu seinem Aufstieg kam. In der folgenden Übersicht ist der Ruhr-Lenne-Achter dargestellt und zur besseren Übersicht in…

  • Die Zeche Unser Fritz in Herne

    Malakowturm, Künstlerzeche und Cranger Kirmes Sie alle gehörten zur Zeche Unser Fritz. Trotzdem haben sich drei verschiedene Zechengelände in Herne ganz unterschiedlich entwickelt. Im Umfeld eines Wetterschachts in Alt-Crange kommen alljährlich etwa vier Millionen Menschen zu einem der größten Volksfeste in Deutschland – der nach dem Stadtteil benannten Cranger Kirmes. Viele davon ahnen heute nichts von der Bedeutung des Geländes. Ein anderes Gelände wird zum Logistikstandort, inmitten dessen der alte steinerne Förderturm steht und gar nicht zum Gesamtbild passen mag. Das dritte Gelände wurde als „Künstlerzeche“ bekannt und ist darüber hinaus eine Grünanlage mit Spielplätzen direkt am Kanal, über den hier auch eine besonders schöne Brücke führt. Die im äußersten…

  • Wanderweg der Geotope, Meditationsweg und Astrolehrpfad

    Zwei Rundwanderwege auf den Höhen des Haarstrangs in Fröndenberg/Ruhr In der kleinen Stadt Fröndenberg am östlichen Rand des Ruhrgebiets ist die Landschaft hügelig. Zwischen dem Ruhrtal und dem Münsterland erstreckt sich ein kleiner Gebirgszug, der an verschiedenen Stellen zum Spazierengehen, Wandern und zum Radfahren beliebt ist. In zwei Vororten der Stadt gibt es zwei unterschiedlich lange Rundwanderwege, die zum Erkunden der ländlichen Region mit teils sehr schönen Aussichten in die eine oder andere Blickrichtung einladen. An dieser Stelle werden diese zwei Wanderwege näher vorgestellt: Der 15 km lange Wanderweg der Geotope ist eine rein virtuelle und nicht ausgeschilderte Wanderung und gleichzeitig Geocaching-Tour. Er verläuft von Ardey aus rings um das…

  • Emscherweg Teil 1

    Vom Emscherquellhof in Holzwickede an der renaturierten Emscher bis nach Dortmund Über etwas mehr als 80 Kilometer fließt die Emscher von Osten nach Westen quer durch das Ruhrgebiet. Sie entspringt bei Holzwickede im Kreis Unna, ganz im Osten des „Reviers“ gelegen. Dann verläuft sie durch Dortmund und einige weitere Großstädte bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken. Durch die rasche Industrialisierung und die zahlreichen Kohlezechen stieg der Bedarf an Wasser im Ruhrgebiet zum Ende des 19. Jahrhunderts enorm an. Sauberes Trinkwasser wurde aus den beiden großen Flüssen Ruhr im Süden und Lippe im Norden gewonnen. Das daraus resultierende Abwasser wurde in die Emscher geleitet, was auf den ersten Blick…

  • Der PHOENIX See in Dortmund

    Ein See auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-Ost Sanfte Wellen plätschern ans Ufer des PHOENIX Sees, ein kleines Segelboot fährt in den Hafen an der Hörder Burg. Auf der bei dem schönen Ausflugswetter sehr belebten Promenade haben die meisten Besucher ein Eis in der Hand oder sitzen vor den Restaurants und Cafés unter großen Sonnenschirmen oder den Platanen. Man nutzt die Bänke und schaut sich die unzähligen Sternchen an, die die Sonne auf das Wasser zaubert. Auf den Liegewiesen und den Seebalkonen und Stegen bräunen sich die einen, andere lesen, während die Kleinsten auf den Spielplätzen toben und vereinfachte Modelle der Hörder Burg aus Sand backen. Eine kleine Oase…

  • Bergbauwanderweg im Muttental

    Den Frühen Bergbau des Ruhrgebiets in einem idyllischen Tal sehen und erleben Manche sehen es als die Königin aller Bergbauwanderwege im Ruhrgebiet. Keine andere Region zeigt auf so vielfältige und beeindruckende Weise die Zeugnisse des frühen Bergbaus gekoppelt mit einer wilden Romantik des Tales, Wälder und der gemächlich dahin plätschernde Muttenbach – wohlwissend, dass man hier noch im eigentlich so dicht bebauten Ruhrgebiet steht. Hier im Muttental wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Natürlich sagen auch andere Regionen um Sprockhövel, sie seien die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten hier einst Kohle in Stollen und ersten Schächten zutage. Heute lassen sich viele Relikte der…

  • Erin-Park und Keltischer Baumkreis

    Sanfte Hügel, viel Grün mit Klee und eine alte Gleisharfe: Ein kleines Stück Irland im Ruhrgebiet Es muss keine Kneipe oder Butter sein, um im Ruhrgebiet auf das sympathische kleine Land mit der Harfe im Wappen oder dem Kleeblatt als Symbol zu stoßen – die Rede ist von der „Grünen Insel“ Irland. Im Jahre 1867 begann in der von dem Iren William Thomas Mulvany gegründeten Zeche Erin die Kohleförderung am westlichen Ortsrand von Castrop. Der Name Erin ist dabei eine fremdsprachliche Bezeichnung von Irland. Auf diesem Gelände befanden sich Schacht I und II, einige Kilometer weiter östlich ab 1891 der heute noch existierende Hammerkopfturm über dem neuen Schacht III. 1953…

  • Die Halde Pluto

    Die ehemalige Zeche Pluto im heutigen Herne-Wanne bestand hauptsächlich aus zwei größeren Schachtanlagen, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt lagen. Im Jahre 1857 begann man mit dem Abteufen des Schachtes I »Thies« (nach dem gleichnamigen Gründer der Zeche) an der heutigen Plutostraße, 1873 folgte der Schacht II »Wilhelm«, etwa 1,5 Kilometer nördlich an der Wilhelmstraße, benannt nach dem Deutschen Kaiser Wilhelm I. Thies und Wilhelm waren später die Bezeichnungen für die beiden Hauptschachtanlagen I / IV / VI und II / III / VII der Zeche Pluto mit insgesamt sieben Schächten – Schacht V befand sich in der Nähe der Erzbahn unmittelbar an der Stadtgrenze. Im Jahr 1953 wurde der…

  • Rund um den Seepark Lünen

    Horstmarer See • Preußenhafen • Schloss Schwansbell Sonnenschein und hohe Temperaturen ziehen den Menschen magisch ans Wasser. Und davon bietet der Seepark in Lünen für die Bewohner der größten Stadt im Kreis Unna, ziemlich weit im Osten vom Ruhrpott, zahlreiche Gelegenheiten. Im Horstmarer See wird gebadet, am Strand gespielt oder auf den weiten Grünflächen in der Sonne gebräunt. Radfahrer fahren zwischen See und dem direkt benachbarten Datteln-Hamm-Kanal in einer baumbestandenen Allee und freuen sich über den kühlenden Schatten. Auch die Terrasse am in den See plätschernden Bachlauf ist gut besucht. Am Anleger im Preußenhafen liegen zahlreiche Boote, die Eigner liegen im Liegestuhl an Deck oder sitzen im Biergarten in Sichtweite.…

  • Die Sechs-Seen-Platte in Duisburg

    Grüne Wälder so weit das Auge reicht und ein See mit einer beschaulichen Insel in der Mitte, die vielmehr an das Sauerland und die Krombacher-Werbung erinnert – und dennoch befindet man sich hier nicht im Land der tausend Berge, sondern im stark industriell geprägten Duisburg. Eine Mecklenruhrgische Seenplatte. In der waldreichen Huckinger Mark begann am Anfang des 20. Jahrhunderts der Bau des Rangierbahnhofs Wedau und der Ausbau der gleichnamigen Siedlung. Zu diesem Zweck bediente man sich aus Kostengründen an den reichen Kies- und Sandvorkommen im Boden und baggerte tiefe Löcher unterhalb des Grundwasserspiegels ab. Auf diese Art und Weise ist als erstes der Masurensee in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof entstanden.…

  • Das Kloster Kamp

    Sanssouci am Niederrhein und der „Wandelweg“ zur Innenstadt Als im Jahre 1123 das Kloster als erstes Zisterzienserkloster im deutschen Gebiet (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen) auf den Kamper Höhen gegründet wurde, konnte noch keiner ahnen, dass die Anlage liebevoll nach dem erst Jahrhunderte später errichteten Schloss in Potsdam benannt werden würde. Besonders prägend ist dabei der im 18. Jahrhundert nach dem Dreißigjährigen Krieg entstandene Terrassen- und Barockgarten, der ähnlich wie Park Sanssouci in Treppen angeordnet ist. Er ist gut im folgenden Luftbild der Anlage (Teilansicht) zu erkennen. Kloster und Garten werden ausführlicher in diesem Artikel vorgestellt. Vom Kloster bis zum Zechenpark in der Nähe der Innenstadt führt ein schöner Rad-…

  • Die Bergbauwanderwege „Spur der Kohle“ in Sprockhövel

    Alte-Haase-Weg Nord und Süd • Deutschlandweg • Herzkämper-Mulde-Weg • Montanweg Nord • Pleßbachweg Unter dem Motto „Spur der Kohle“ erschließen sechs Themenwanderwege die Wiege des Bergbaus im südlichen Ruhrgebiet. Durch die oberflächennahen Kohleflöze, also die Schichten im Erdreich, die die Kohle beinhalten, konnten schon vor mehreren hundert Jahren einfache Bergwerke betrieben werden. Dies geschah zunächst mit einfacheren Mitteln durch Graben von Löchern, später durch Stollen in den Berg und noch später durch Schächte und verschiedene „Etagen“ unter der Erde. Da die Kohle in nördlicher Richtung immer tiefer liegt, kam es mit der Zeit zu einer Wanderung des Bergbaus, die jedoch immer größeren Aufwand und tiefere Schächte erforderte. Die sechs Bergbauwanderwege…

  • Die Flottmann-Hallen in Herne

    Ehemalige Fabrikanlage und Skulpturenpark im Herner Süden Wie notwendig gutes Werkzeug beim Arbeiten ist, weiß jeder Heimwerker. Im Bergbau war das insbesondere in der Zeit vor der großen Automatisierung nicht anders. Mit Druckluft betriebene Bohrhämmer waren eine enorme Arbeitserleichterung, ersetzten großen Aufwand und Muskelkraft und ließen die Förderung ansteigen. Einen großen Anteil am wachsenden Einsatz von Druckluft-Abbauhämmern im 20. Jahrhundert bildeten die Bohrhämmer der Flottmann-Werke AG in Herne. Im Jahre 1869 zunächst in Bochum von Heinrich Flottmann gegründet, siedelte sich die Firma 1902 nach einem Feuer nach Herne um. Der Firmensitz lag bis 1983 an der heutigen Flottmannstraße bzw. der Straße des Bohrhammers unweit der Stadtgrenze zu Bochum-Riemke, danach erfolgte…

  • Archäologischer Lehrpfad Oberaden

    Auf der Spur der Römer im Ruhrgebiet Sie heißen Augustusstraße, Legionärstraße, Tiberiusweg, Kohortenweg, Cheruskerstraße und Am Römerberg – Straßennamen im Bergkamener Ortsteil Oberaden, die dem Asterix-Leser einen Hinweis darauf geben, dass sich hier etwas befindet, das auf die Antike und die Römer deutet. Ein Römerlager befand sich hier einmal. So eines mit Holzwall, Zelten und so weiter, wie man es von den Römerlagern Kleinbonum, Aquarium, Laudanum und Babaorum kennt. Aber auch für die, die nicht auf gallische Kinder-Comics stehen, kann ein kleiner Spaziergang rund um den Römerbergwald in Oberaden ganz schön sein. Etwa 3,5 Kilometer ist der Rundgang lang. Von einer Wanderung wollen wir nicht sprechen – nennen wir es…

  • Burg Blankenstein und Umgebung

    Idyllischer Ortskern mit mittelalterlicher Burgruine • Gethmannscher Garten • Wandervorschlag Hoch über der Ruhr steht die Burg Blankenstein am Rande des gleichnamigen Hattinger Vororts und bietet ihrerseits einen weiten Blick auf das Flusstal über den nahen Kemnader See hinaus bis Dortmund und Witten. Die mittelalterliche Höhenburg entstand im 13. Jahrhundert auf dem unbewachsenen „blanken Stein“ durch die Grafen von der Mark unweit der Ruhrüberquerung historischer Handelswege. Sie diente neben der Verteidigung auch deren Kontrolle und Überwachung. Rund um die Burg entwickelte sich der Ort Blankenstein, der heute zu Hattingen gehört. Der Ort ist mit seinen schönen Fachwerkhäusern und der Burg einen Besuch wert. Daneben lohnt auch ein Spaziergang in den…

  • Der Gleispark Frintrop

    Vom riesigen Sammelbahnhof zum grünen Naherholungsgebiet Zugreisende im Regionalexpress 3 oder der S2 aus Richtugn Dortmund kommend passieren in der Anfahrt zum Oberhausener Hauptbahnhof eine auffallende Brücke mit kleinen roten Bögen. Sie überquert neben der Bahnstrecke das Areal eines alten Güterbahnhofs. Der Sammelbahnhof Frintrop wurde mit Niedergang des Bergbaus aufgegeben und eine Zeit lang zu einer großen Eisenbahnbrache, wurde also nicht genutzt. Seit Mitte der 1990er Jahre ist der ehemalige Güterbahnhof ein öffentlicher Park mit Fokus auf der wandelbaren Industrienatur. Die Fläche erstreckt sich nicht weit entfernt von der bekannten Neuen Mitte direkt an der Stadtgrenze zwischen Essen und Oberhausen. Der alte Sammelbahnhof mit Bahnbetriebswerk lag genau zwischen der Eisenbahnstrecke…

  • Die Müngstener Brücke

    Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und überquert zwischen Remscheid und Solingen das Tal der Wupper. Sie führt in einer Höhe von ca. 107 Metern über dem Talgrund (maximal 205 Meter über dem Meeresspiegel) über die Stadtgrenze und ist ein einzigartiges Bauwerk. Die Gesamtlänge beträgt ca. 465 Meter. Die nach dreijähriger Bauzeit 1897 eröffnete Überführung, zunächst nach dem ersten Deutschen Kaiser Wilhelm I. als Kaiser-Wilhelm-Brücke bezeichnet, ist eine Stahl-Fachwerk-Konstruktion mit einem zentralen parabelförmigen Bogen. Architekt war Anton von Rieppel. Es wird ausschließlich für den Bahnverkehr der S-Bahn-Linie zwischen Wuppertal und Solingen genutzt. Benannt ist sie heute nach der ehemaligen Siedlung Müngsten. Der Fluss hat die Großstadt Wuppertal an…

  • Wasser-Schauplätze in Mülheim an der Ruhr

    Ein Bahnhof am Fluss und eine Marina mitten in der Stadt: Wasserbahnhof und Ruhrbania Es ist im Großraum Ruhrgebiet kaum zu glauben, aber Mülheim an der Ruhr ist eine von nur wenigen Städten, deren Siedlungskern einen direkten und nutzbaren Anschluss an den Fluss haben. Hier fließt die Ruhr durch die Stadtmitte und prägt das Leben der Stadt. Es gibt kleine Promenaden, einen Park am Fluss und nicht zuletzt den RuhrtalRadweg, der die Ruhr seit ihrer Quelle bis zur nicht mehr weit entfernten Mündung in den Rhein bei Duisburg begleitet. In diesem Beitrag werden zwei dicht beieinander liegende Standorte vorgestellt. Nicht weit von der zentrumsnahen Schloßbrücke befindet sich der Wasserbahnhof, ein…