• Die Zeche Hannover in Bochum

    Industriemuseum • Kruppwald • Bergehalden der Zechen Hannover und Königsgrube Wie eine Burg begrüßt einen der gewaltige Malakowturm der Zeche Hannover im Bochumer Stadtteil Hordel. Dickwandige Steintürme, die nicht umsonst wegen ihrer Ähnlichkeit nach einem geschichtsträchtigen Fort auf der ukrainischen Halbinsel Krim benannt wurden. Sie erinnern durch ihre Bauweise mehr an eine Festung als an einen Aufzugsschacht für den wertvollen Rohstoff aus der Erde und stehen heute zum größten Teil zu Recht unter Denkmalschutz. Ein gut erhaltenes und eindrucksvolles Exemplar lässt sich im Industriemuseum innen und außen besichtigen. Die Zeche Hannover ist eine ehemalige Kohlezeche im Nordwesten von Bochum. Die Hauptschachtanlage Hannover I / II / V befindet sich direkt…

  • LVR-Industriemuseum St. Antony-Hütte

    Der Beginn der Eisenindustrie im Ruhrgebiet – Erster Industrie-archäologischer Park Deutschlands Ein wenig versteckt im nördlich gelegenen Vorort Klosterhardt liegt mitten in einem Wohngebiet ein bedeutendes Zeugnis der Industriegeschichte im Ruhrgebiet. Es ist angesichts der Lage kaum zu glauben, dass aus dieser Beschaulichkeit in der Nähe die spätere und riesige Gutehoffnungshütte auf Grund und Boden der heutigen Neuen Mitte mit dem bekannten Gasometer und dem CentrO oder auch die Siedlung Eisenheim hervorgingen. Aber in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Freiherr Franz von der Wenge (1707-1788) an dieser Stelle die Konzession zur Errichtung einer Eisenhütte gegeben, nachdem er bereits Jahre vorher auf Eisenstein gestoßen war. So entstand um 1754 die…

  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum

    Schon aus großer Entfernung lässt sich die Lage des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum gut erkennen, denn über dem Gebäudekomplex nordöstlich der Bochumer Innenstadt erhebt sich das große, grüne Fördergerüst, das zu einer Landmarke und einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist – und auch im Privatfernsehen durch die Reportagereihe Toto & Harry über die gleichnamigen Bochumer Streifenpolizisten berühmt wurde. Es markiert eindrucksvoll und thematisch äußerst passend die Position des weltweit größten und bedeutendsten Museums des Bergbaus, der Montangeschichte und -Technik, das sich hier seit 1930 befindet und ein beliebtes, lehrreiches und eindrucksvolles Ausflugsziel für interessierte Einwohner aus den Nachbarstädten des Ruhrgebietes und Touristen aus Deutschland und aller Welt zugleich ist. In…

  • Wasser-Schauplätze in Mülheim an der Ruhr

    Ein Bahnhof am Fluss und eine Marina mitten in der Stadt: Wasserbahnhof und Ruhrbania Es ist im Großraum Ruhrgebiet kaum zu glauben, aber Mülheim an der Ruhr ist eine von nur wenigen Städten, deren Siedlungskern einen direkten und nutzbaren Anschluss an den Fluss haben. Hier fließt die Ruhr durch die Stadtmitte und prägt das Leben der Stadt. Es gibt kleine Promenaden, einen Park am Fluss und nicht zuletzt den RuhrtalRadweg, der die Ruhr seit ihrer Quelle bis zur nicht mehr weit entfernten Mündung in den Rhein bei Duisburg begleitet. In diesem Beitrag werden zwei dicht beieinander liegende Standorte vorgestellt. Nicht weit von der zentrumsnahen Schloßbrücke befindet sich der Wasserbahnhof, ein…

  • Die Luisenhütte Wocklum

    und auf der Waldroute rund um den ältesten erhaltenen Hochofen Deutschlands Die schöne hügelige sauerländer Berglandschaft kombiniert mit alter Industriegeschichte lässt sich im oberen Hönnetal bei Balve erleben. Ein wenig abseits des Flusstals liegt mit der Luisenhütte der älteste vollständig erhaltene Hochofen Deutschlands aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er existierte damit viele Jahre vor den späteren, bekannten Hochofenwerken in Duisburg-Meiderich oder Phoenix-West in Dortmund. In diesem Beitrag statten wir dem sehenswerten Industriemuseum auf der Anlage einen Besuch ab. Wir kombinieren die Besichtigung mit einer Wanderung. Im dichten Netz der Wanderwege sticht der etwa 7 Kilometer (plus Extrarunde) lange Rundweg um die Luisenhütte hervor. Von Wocklum aus führt er zur…

  • Drei Burgen an der Stever

    Burg Vischering • Burg Lüdinghausen • Burg Wolfsberg Gleich mehrere alte Gemäuer lassen sich mit etwas Abstand vom Ruhrgebiet stromaufwärts der Stever, einem Nebenfluss der Lippe, bewundern. Am Rande von Lüdinghausen, gelegen im Dreieck zwischen Haltern am See, Selm und Ascheberg, befinden sich drei Burgen – die Burg Vischering, die Burg Lüdinghausen und die Burg Wolfsberg. Sie liegen nur ein paar hundert Meter auseinander und lassen sich bequem im Rahmen eines kleinen Spaziergangs besuchen. Auch eine Wanderung oder Fahrradtour durch die Steverauen, am Dortmund-Ems-Kanal oder der Alten Fahrt entlang lässt sich ganz einfach planen. Und anschließend gibt es in der Innenstadt von Lüdinghausen noch ein leckeres Eis. Informationen zum Besuch:…

  • Rund um Schloss Oberhausen

    Schloss • Museum Ludwig • Slinky-Springs-Brücke • Tiergehege im Kaisergarten Direkt am Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich ein beliebtes Kultur- und Naherholungsgebiet abseits der Hektik, dem Gedränge und dem Lärm in der Neuen Mitte Oberhausens. Am Rande des Kaisergartens liegt das Schloss Oberhausen, das neben einer wunderschönen Anlage vor allem bei Kunstkennern als Ausstellungsort der Ludwiggalerie bekannt ist. Wildpark und Teich sowie ein Spielplatz sind Anziehungspunkte für Kinder. Besondere Aufmerksamkeit zieht aber eine neugebaute Brücke über den Kanal auf sich. Alle Ziele werden nach und nach in diesem Artikel beschrieben. In der folgenden Abbildung sind Schloss, Slinky-Springs-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal und Teile des Tiergeheges im Kaisergarten aus der Vogelperspektive zu sehen. Eingezeichnet…

  • Die Kokerei Hansa in Dortmund

    Die Kokerei Hansa ist eine von 17 in den 1920er Jahren entstandenen Zentralkokereien im Ruhrgebiet. Aufgabe der Anlage war das Produzieren von Koks aus Kohle, das bei der Stahlverhüttung benötigt wird. Zu ihrer Zeit gehörte sie zu den größten und modernsten Kokereien in Europa. Mit den Zentralkokereien ersetzte man die zahlreichen kleinen, meist veralteten und wenig wirtschaftlichen Anlagen, die auf vielen Zechengeländen zu finden waren. So auch die Kokerei auf dem Gelände der Zeche Hansa, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Im Jahr 1928 begann die Produktion. In den 1940er Jahren war sie die größte Kokerei im Ruhrgebiet, wenige Jahre später eine der größten in Europa. 1992 wurde sie stillgelegt,…

  • Die Thier-Galerie Dortmund

    Kohle, Stahl und Bier – zusammen bildeten sie den sogenannten Dortmunder Dreiklang und waren die Standbeine, die die Stadt Dortmund einst prägten und groß gemacht haben. Damit unterschied sich die Stadt im östlichen Ruhrgebiet von anderen Städten im Ruhrgebiet, deren Wirtschaft hauptsächlich auf den Montansektor ausgerichtet war. Bedingt durch die wachsende Nachfrage nach dem neuen, untergärigen und goldgelben Bier und neue technische Möglichkeiten der Kühlung, stieg die Stadt zum größten Bierproduzenten auf dem Kontinent auf, was ihr auch den Titel Europas Bierstadt Nr. 1 gab. Acht namhafte Brauereien produzierten vor allem das Dortmunder Export: Kronen, Ritter, Hansa, DAB (Dortmunder Actien-Brauerei), Union, Bergmann, Stifts und Thier. Einige Brauereien bildeten durch ihre…

  • Das Eisenbahnmuseum Bochum

    Im äußersten Südwesten der Stadt Bochum wurde ab 1916 direkt im Städte-Dreieck zwischen Bochum, Essen und Hattingen an der Ruhr das Eisenbahn-Betriebswerk Dahlhausen gegründet. Seine Hauptaufgabe war die Wartung und Reparatur von Dampflokomotiven und Güterwagen, die den anstehenden Güterverkehr der umliegenden florierenden Großzechen im Ruhrgebiet abwickelten. Gegen Ende der 1960er Jahre schlossen im Zuge der Kohlekrise immer mehr Zechen, die die Dampfloks und Güterwagen des Betriebswerks nutzten. Damit wurde das Betriebswerk zunehmend unnötig und schließlich 1969 geschlossen, die Güterwagen-Ausbesserung bestand noch bis 1982. Bereits ab 1977 wurde das Gelände durch die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) gemietet und nach und nach zum größten privaten Eisenbahnmuseum in Deutschland umgebaut. Heute ist…

  • Das Dortmunder U

    Zentrum für Kunst und Kreativität in der ehemaligen Union-Brauerei • Museum am Ostwall Mit dem markanten Turm der alten Dortmunder Union-Brauerei steht am Westentor direkt am Wallring ein wichtiger Ankerpunkt der Route der Industriekultur und Zentrum für Kultur und Bildung. Mehrere Museen, Wechsel- und Dauerausstellungen lassen sich im Volksmund sogenannten „U-Turm“ besichtigen. Bis 1994 wurde das Gebäude als Keller-Hochhaus durch eine der zahlreichen Dortmunder Brauereien genutzt, stand danach einige Zeit leer und blühte nach einer grundlegenden Sanierung und Umbauarbeiten im Jahre 2010 zum heutigen Kulturzentrum auf, das unter seinem Dach auf mehreren Etagen verschiedene Dauer- und Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen und Techniken beherbergt. Das folgende Luftbild zeigt das Dortmunder U…

  • Schloss Hohenlimburg in Hagen

    Hoch über dem industriell vor allem von der Stahlverarbeitung geprägten Hagener Vorort Hohenlimburg im Lennetal erhebt sich auf dem sich auf 240 m ü. NN erhebenden Schlossberg, einem abgestumpften Felskegel, die älteste erhaltene Höhenburg in Westfalen. Erbaut wurde die Hohe Limburg im 13. Jahrhundert durch Graf Dietrich von Isenberg-Limburg und durchlebte in der Folgezeit Auf- und Niedergänge mit Erweiterungen und Zerstörungen u. a. durch Brände. Seit Ende des 16. Jahrhunderts gehört die Burg zur fürstlichen Familie von Bentheim-Tecklenburg und wurde Im 18. Jahrhundert von der Höhenburg zu einem Residenzschloss des Spätbarocks umgebaut. Durch das mehrgeschossige Torgebäude gelangt man auf den Innenhof, der im Süden durch den Bergfried begrenzt wird. Er…

  • LWL-Freilichtmuseum Hagen

    Das Freilichtmuseum von Hagen befindet sich im südlichen Stadtgebiet in der Nähe des Ortsteils Selbecke und zieht sich durch das Tal des Mäckingerbachs. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, kurz LWL. Damit ist Hagen einer von zwei Standorten eines LWL- Freilichtmuseums in NRW neben Detmold. Auf etwa 42 Hektar Fläche wird seit 1973 die Geschichte von Handwerk und Technik in Westfalen im 18. bis 20. Jahrhundert gezeigt – was allerdings auf dem ersten Blick vielleicht „langweiliger“ klingt, als es ist. Fast 70 Werkstätten oder Schmieden aus der Region Westfalen wurden hier im Tal wieder aufgebaut oder rekonstruiert. Das Freilichtmuseum zeigt Technik und Arbeiten in den Bereichen Eisen und Stahl, Nichteisenmetalle, Druck…

  • Die Zeche Zollern in Dortmund

    Einzigartiges Industriemuseum mit beeindruckender Industriearchitektur Was heute als eines der schönsten und beeindruckendsten Industriemuseen im Ruhrgebiet zu besuchen ist, begann seine Geschichte gegen Mitte des 19. Jahrhunderts im äußersten Nordwesten von Dortmund. Um 1900 wurde etwa zeitgleich die Förderung auf zwei Schachtanlagen in den Stadtteilen Kirchlinde und Bövinghausen aufgenommen. Im Jahre 1955 wurde die Zeche stillgelegt. Aus der Schachtanlage I / III und der angrenzenden Halde wurde eine öffentliche Grünanlage, die etwa 2,5 Kilometer westlich gelegene Schachtanlage II / IV zum Industriemuseum des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL). Die charakteristischen Gebäude blieben dabei erhalten und können heute besichtigt werden. In dieser Dokumentation werden die beiden Schachtanlagen, das LWL Industriemuseum Zeche Zollern…

  • Das Westfalenstadion in Dortmund

    Ein Rundgang durch den „Signal-Iduna-Park“ und das „Borusseum“ Weithin sichtbar ist das große Dortmunder Fußballstadion mit seinen acht großen gelben Pylonen an den Ecken, das eine Landmarke in der Landschaft, ein Wahrzeichen für die Stadt und auch wichtiger Anker im Leben vieler Fans des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund ist. Über 80.000 Menschen besuchen in Heimspielen regelmäßig den „Tempel“, viele davon auf der weltbekannten Südtribüne, die dann in ein schwarz-gelbes Farbenmeer getaucht wird. Das Stadion befindet sich nahe der Bundesstraße 1 im Süden der Innenstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Messezentrum Westfalenhallen Dortmund. Man sieht es schon aus der Ferne, wenn man von Westen kommend Dortmund über die Schnettkerbrücke anfährt. Außerhalb der Veranstaltungen…

  • UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen

    Die 1847 gegründete und 1986 stillgelegte Zeche im Norden der Stadt Essen mit Schachtanlagen in den Stadtteilen Stoppenberg, Katernberg und Schonnebeck sowie an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Fotomotive im Ruhrgebiet. Das Gelände um den Schacht XII, die Schächte I / II / VIII und die benachbarte Kokerei, die von 1957 bis 1993 arbeitete, wurde als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Neben dem Kölner und Aachener Dom gehören in Nordrhein-Westfalen sonst nur die Schlösser in Brühl und Kloster Corvey in Höxter dazu. Zeche und Kokerei Zollverein, Phänomania und Halden In dieser Dokumentation werden das Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes um die Hauptschachtanlage I / II / VIII und XII in…

  • Die Ruine der Burg Altendorf in Essen

    Es ist immer wieder schön, wenn man neue, unbekannte Orte entdeckt, die man im Ruhrgebiet in dieser Form nicht erwartet oder die eine Besonderheit aufweisen. All diese Punkte erfüllt die Burg Altendorf im Süden von Essen – und manchmal spielt auch der Zufall ein wenig mit, wenn man unwissend genau zur seltenen Öffnungszeit den Ort besucht. So wie ich. Dort, wo die Ruhr einen großen Bogen zwischen Hattingen und Essen beschreibt, liegt der östlichste Ortsteil Burgaltendorf. Benannt ist dieser nach der historischen Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, die zugleich seine größte Sehenswürdigkeit darstellt. Einmalig ist der zentrale Wohnturm in der eigentlichen Hauptburg – ein fast quadratischer Turm im Baustil der…

  • Das Nahverkehrsmuseum Dortmund

    Die Industrialisierung im Ruhrgebiet hatte innerhalb kürzester Zeit ein enormes Bevölkerungswachstum zufolge. Täglich mussten tausende Arbeiter zum Teil bis zu zwei Stunden Fußweg auf sich nehmen, um von der Wohnung zur Arbeitsstätte zu gelangen. Freizeit mit der Familie gab es an Werktagen somit kaum. Die noch entstehende Eisenbahn diente vielmehr dazu, Städte miteinander zu verbinden, wegen der Schmutz- und Lärmbelastung der Dampflokomotiven nicht aber dem innerstädtischen Nahverkehr. Die noch existierende Postkutsche hatte Kapazitätsgrenzen. Autos mit Verbrennungsmotoren steckten gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. An Buslinien, wie man sie heute kennt, war damals noch nicht zu denken. Der Bedarf an einem neuen Massenverkehrsmittel wuchs somit stark an. Die…

  • DASA Arbeitswelt Ausstellung

    Unmittelbar an der Technischen Universität Dortmund befindet sich im Süden des Dortmunder Vorortes Dorstfeld ein sogenannter Ankerpunkt der Route Industriekultur. Es handelt sich um die Arbeitswelt-Ausstellung, die unter der Abkürzung DASA als Deutsche Arbeitsschutzausstellung im Jahre 1993 eröffnet wurde. In Zusammenhang mit der benachbarten Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin klingt die Einrichtung auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken und nach allem anderen als nach einem spannenden und lustigen Ausflugsziel. In konkreter eigener Erinnerung bleibt dabei ein zur Schulzeit eingebrachter Vorschlag für eine Klassenfahrt zu dieser Ausstellung, für den sich alleine wegen des Namens nicht einmal die Klassenlehrerin interessiert hat, geschweige denn Mitschüler. Doch damals wie heute ist das weit…

  • Das Hoesch-Museum in Dortmund

    Nach der Hermannshütte in Hörde, Stahlwerk Phoenix-Ost genannt, entstand 1871 durch die Familie Hoesch aus der Eifel ein weiteres Eisen- und Stahlwerk im damals noch unerschlossenen Nordosten von Dortmund. Die Westfalenhütte war geboren. Mit der Übernahme durch den Thyssen-Krupp-Konzern 1991 verschwand der Name Hoesch, der die Region so stark geprägt hatte und für Beschäftigung sorgte. Die Westfalenhütte besitzt heute nur noch kleine Kernräume der Stahlbearbeitung und bildet darüber hinaus die zurzeit größte industrielle Brachfläche auf dem europäischen Kontinent. Für die Zukunft ist an dieser Stelle der Aufbau eines Logistikparks geplant. Museum im Portierhaus Im ehemaligen Portierhaus der Westfalenhütte am Eingang 1 direkt neben der 1914 errichteten Hauptverwaltung befindet sich heute…

  • LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

    Kohleförderung, Ziegelei und ein Stollen, in dem der Bergbau erlebt wird Ein schöner Name, ein echter Bergbaustollen mit niedriger Deckenhöhe und die Möglichkeit, nach oder vor dem Besuch einen ganzen Tag in schöner, ruhiger Landschaft in der Wiege des Ruhrbergbaus auf einer Wanderung zu verbringen – all dies vereinigt das Museum auf dem Gelände der Zeche Nachtigall und die Gegend im Muttental bei Witten. An manchen Tagen können Besuchende mit einer Feldbahn auf schmaler Spur vom Auto zum Eingang oder zur Nachbarzeche fahren und auch das dortige Gruben- und Feldbahnmuseum besuchen. Oder mit dem Schiff auf die andere Seite der Ruhr übersetzen: die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind hier äußerst vielfältig.…

  • Die »Neue Mitte« in Oberhausen

    Vom Hüttenwerk zum Einkaufszentrum und Freizeitpark Ein immer wiederkehrendes Beispiel für gelebten Strukturwandel stellt das Unterhaltungs- und Einkaufszentrum am Rande von Oberhausen auf dem Gelände eines ehemaligen Hüttenwerkes dar. Dieser Artikel bietet eine Beschreibung der verschiedenen Einrichtungen, Anlagen und Sehenswürdigkeiten, einen historischen Abriss für das Hintergrundwissen und die üblichen Tipps für die Anreise. Die folgende Abbildung zeigt das Gelände der Gutehoffnungshütte und der heutigen Neuen Mitte. Darin sind alle im Beitrag beschriebenen Ziele eingezeichnet. Ergänzt ist das Luftbild um Markierungen von Straßennamen und Haltestellen. Mit der Maus oder einem Finger können Sie ein aktuelles Luftbild mit einem aus den 1960er Jahren vergleichen. Darin wird deutlich, wie stark sich das Gelände…

  • Zentrum für Internationale Lichtkunst

    Lindenbrauerei Unna und Alter Westfriedhof Johann Wolfgang von Goethe hat vermutlich Schuld daran, dass am äußersten Ende der Fußgängerzone in Unna die Worte „Mehr Licht“ prangen. Sie sind die überlieferten berühmten letzten Worte des berühmten Dichters. Sie weisen den Weg zu einem der dunkelsten Orte der Stadt, zu den tiefsten Kellern einer alten Brauerei, die ausgerechnet ein Museum zum Thema Licht beherbergen. Genauer gesagt zum Thema Lichtkunst – und zwar in der ersten Ausstellung dieser Art überhaupt. Direkt nebenan fand einige Jahre lang auf einem alten Friedhof regelmäßig eine Aktion statt, während der die Grabsteine und Denkmäler farbig beleuchtet werden. Die Lindenbrauerei, das Lichtkunstzentrum und der Westfriedhof sind ausführlich Thema…

  • Aquarius-Wassermuseum

    Die Ressource Wasser ist ein für die Menschheit lebensnotwendiges Gut, doch der Umgang des Menschen damit zeigt häufig, dass er dies nicht wertschätzen kann. Grund genug, dass sich das Wassermuseum in Mülheim an der Ruhr ausführlich und ausschließlich damit beschäftigt. Und wo passt ein Wassermuseum thematisch besser hinein als in einen romantischen, alten Wasserturm? Der Styrumer Wasserturm ist zweifellos einer der schönsten Wassertürme im Ruhrgebiet. Er wurde 1893 von August Thyssen erbaut, ist etwa 50 Meter hoch und sollte die Wasserversorgung der Thyssen-Werke sicherstellen. Nach dem Umzug der Werke nach Duisburg 1912 übernahm die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) diese Anlage und versorgte damit die Bevölkerung bis 1982. Dann wurde der Wasserturm…