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Die Kulturlandschaft Deilbachtal in Essen

Kupferhammer • Steinbruch • Zeche und Halde Victoria • Hundebrücke • Eisenhammer

Der Deilbach ist ein etwa 20 Kilometer langes Gewässer, das bei Wuppertal im Bergischen Land entspringt und in Essen in die zum Baldeneysee gestaute Ruhr fließt. Dabei durchquert er auch das Gebiet der Stadt Velbert. Bei Niederbonsfeld erreicht er das Ruhrgebiet mit dem Essener Ortsteil Kupferdreh.

Weil am Verlauf des Deilbachs schon im Mittelalter viele Wassermühlen gebaut wurden, entstand hier eine frühe Form der industriellen Verarbeitung. Kohle und Erze lagen sehr nah an der Oberfläche und waren einfach abzubauen. Diese konnten dann in Manufakturen, also Handwerkstätten, weiterverarbeitet werden zu Eisen- und Kupferprodukten. Analog zum Muttental, das die Wiege des Bergbaus beschreibt, hat das Deilbachtal einen ähnlichen Stellenwert in der Industrialisierung des Ruhrgebiets. Hier gab es Ziegeleien, Zechen, Eisen- und Kupferverarbeitungen. Die Kupferhütten dürften dem Stadtteil auch seinen Namen gegeben haben. Die Schiffbarmachung der nahen Ruhr im 18. Jahrhundert und die Eröffnung der Eisenbahnstrecke nach Wuppertal 1831 halfen dem Deilbachtal, sich weiter industriell zu entwickeln.

Von den frühen Wirtschaftszweigen ist heute nichts mehr in Betrieb. Selbst das große Kohlekraftwerk Kupferdreh ist heute ein Schulungszentrum mit dem Thema Energiegewinnung. Und dennoch sind überraschend viele Denkmäler der frühen Industrie erhalten geblieben, die das Deilbachtal im Essener Stadtgebiet zu einer eindrucksvollen Museums- und Kulturlandschaft machen. Diese Ziele lassen sich bei einem Spaziergang erkunden und teilweise besichtigen. Sie sind zum Teil Außenstandorte des Ruhr-Museums auf der Zeche Zollverein.

In der anschließenden Übersichtskarte sind ausgesuchte Ziele im Deilbachtal eingetragen und werden im weiteren Verlauf näher vorgestellt. Gut 2 Stunden lassen sich für einen Spaziergang in durchaus schöner Lage zu diesen Zielen in Form eines frei wählbaren Rundweges einplanen.

Karte Deilbachtal Essen

Der Einfachheit halber lässt sich dieser am besten im südlichen Teil über die Nebenstraßen und im nördlichen über den straßenbegleitenden Bürgersteig gehen. Ein zur Straße paralleler Pfad ist sicherlich etwas ruhiger gelegen, jedoch zumindest im westlichen Zugang nur schwer zu finden.

 

Kupferhammer

Vom Ortskern von Kupferdreh bachaufwärts gesehen bildet der Kupferhammer das erste Denkmal im freien Tal. Er diente bis 1940 der Verarbeitung von Kupfer. Das Gebäude-Ensemble besteht aus dem Wohnhaus, Kutschenhaus, Hammerhaus und Kesselhaus. Die Geschichte dieser Anlage reicht in das Jahr 1550 zurück, wenn auch die Häuser und Anlagen viel jünger sind. Ursprünglich gab es hier einen kleinen Stauteich, über den Wasserräder angetrieben wurden. Der Betrieb endete im Jahr 1940.

Geht man zwischen den Häusern hindurch, gelangt man auf eine Wiese. Hier sind einige technische Geräte aufgestellt, die man besichtigen kann. Teile des Geländes werden immer noch aktiv durch einen Betrieb zur Metallverarbeitung genutzt.

Kupferhammer im Deilbachtal in Essen

Gelände des Kupferhammers

Kupferhammer im Deilbachtal in Essen

Freigelände mit ausgestellten industriellen Bauteilen

Kupferhammer im Deilbachtal in Essen

 

Kupferhammer im Deilbachtal in Essen

 

Kupferhammer im Deilbachtal in Essen Kupferhammer im Deilbachtal in Essen

Wegbeschreibung: Vom Kupferhammer auf dem Bürgersteig auf der anderen Straßenseite rechts halten Richtung Osten (Wanderweg Geotope, Symbol „=“). Vorbei am ► Steinbruch ggf. mit Zwischenhalt, alternativ auf dem Pfad zwischen Steinbruch und Straße weiter oberhalb der vielbefahrenen Straße. Am Ende wieder an der Straße angekommen rechts abbiegen in den Eisenhammerweg. Hinter der Bahnbrücke links zum ► Deilbachhammer.

 

Deilbachhammer (Eisenhammer)

Nicht einmal einen Kilometer bachaufwärts vom Kupferhammer befindet sich ein weiteres Denkmal der Kulturlandschaft im Deilbachtal. Ein Eisenhammer diente dem Schmelzen von Eisenerz mithilfe eines Kohlefeuers. Mit einem sogenannten Schwanzhammer wurde das glühend heiße Eisen immer wieder geschmiedet, anschließend wieder erhitzt und wieder geschmiedet. Diese häufigen Wiederholungen dienten dazu, die Qualität des Eisens zu verbessern und Schlacke davon zu lösen. Die Schwanzhämmer des Deilbachhammers mit einem Gewicht an der Spitze von bis zu 100 Kilogramm wurden über zwei Wasserräder angetrieben und über eine Mechanik automatisch angehoben und fallen gelassen. Idealerweise nicht auf die Hand des Schmiedemeisters.

Zur Anlage des Deilbachhammers gehören das Hammergebäude selbst und zwei benachbarte Häuser (Meisterhaus und Arbeiterhaus) aus dem 19. Jahrhundert. Der Ursprung selbst reicht ebenfalls bis ins 16. Jahrhundert. Das Ende kam abrupt im Jahre 1917, als eine Antriebswelle gebrochen ist und der Betrieb stillgelegt wurde. In seiner Folge wurde die Anlage zu einem Denkmal erklärt und ist ein Außenposten des Ruhr-Museums auf Zeche Zollverein. Es ist die einzige erhaltene Eisenschmiede ihrer Art in Essen an einem Originalplatz.

Deilbachhammer in Essen

Hammergebäude des Deilbachhammers

Deilbachhammer in Essen

Ehemaliger Graben mit Wasserrädern

Deilbachhammer in Essen Deilbachhammer in Essen

Wegbeschreibung: Weiter auf dem Eisenhammerweg und hinter dem Deilbach links abbiegen in die ruhige Straße Deilbachtal und dem Geotope-Wanderweg weiter folgen bis zur ► Hundebrücke.

 

Über die Hundebrücke zur Zeche Victoria

In der Woche fahren die S-Bahnen der Linie S9 zwischen Essen und Wuppertal im 20-Minuten-Takt in jeder Richtung durch das Deilbachtal. Was heute eine selbstverständliche Verbindung der S-Bahn Rhein-Ruhr ist, begann in den 1830er Jahren. Dann wurde die erste Pferdebahn zum Transport der Kohle, Eisen- und Steinprodukte errichtet. Benannt ist sie nach dem Prinz Wilhelm, der die Strecke eröffnete. Sie wurde später normalspurig ausgebaut. Nach der Elektrifizierung, also dem Bau der Oberleitung, kam die S-Bahn ins Deilbachtal.

Über die Prinz-Wilhelm-Bahn verläuft unweit der Zeche Victoria die Hundebrücke. Dabei bezeichnet der Begriff Hund (oder Hunt) im Sprachgebrauch die Lore, die Steine von einem Steinbruch zur Verlade-Anlage förderte. Heute noch sind die Ruinen einer Ziegelei von der Brücke aus in südöstlicher Richtung zu sehen, aber nicht zugänglich. Die Brücke stammt von 1880. Sie besteht aus zwei Teilen. Als Steinbogenbrücke überquert sie zunächst den Deilbach. Der Abschnitt über die Bahn ist eine Eisen-Fachwerkbrücke.

Hundebrücke über den Deilbach in Essen

Steinbogen der Hundebrücke über den Deilbach

Zeche Victoria im Deilbachtal in Essen

Verwaltungs- und Kauengebäude der Zeche Victoria

Wegbeschreibung: Über die Brücke (hier das untere Zechengelände) und dem Wanderweg Rund um Kupferdreh (K) folgen bis zum ►Wetterkamin am oberen Zechengelände.

Wie in der Einführung schon angesprochen, lag im Deilbachtal Kohle oberflächennah und gut erreichbar. Früher Bergbau wurde in Form von Pingen durchgeführt, die im Waldstück nordöstlich noch heute als Einsturztrichter in der Landschaft zu entdecken sind. In den 1850er Jahren wurde die Zeche Victoria gegründet. Zunächst unter Nutzung des Himmelscroner Erbstollens, wurde um 1890 der Schacht Wilhelm errichtet. Er lag oberhalb des Deilbachtals. Später kamen im Tal zwei weitere Schächte dazu, woraufhin die obere Schachtanlage aufgegeben wurde. Im Tal befindet sich heute noch das Verwaltungs- und Kauengebäude aus dem Jahre 1910. Es gehört zu den wenigen Relikten der Zeche im Bachtal. Daneben entdeckt man einen Teil des Erbstollen-Mundlochs, also dem Ende des langen Tunnels. Östlich der alten Verwaltung schließt sich eine 2 Hektar große Bergehalde an. Sie wurde nach Schließung der Zeche teilweise rückgebaut, zeitweise wieder aufgestockt und besaß einen auf Topographischen Karten ausgewiesenen Spielplatz. Ihre Höhe reichte in den 80er Jahren auf 84,7 Meter über den Meeresspiegel und nicht ganz 10 Meter über die Umgebung. Heute ist die Halde bewaldet und nicht zugänglich.

Auf dem Berg nordwestlich des Kauengebäudes befand sich die frühere erste Schachtanlage mit dem Schacht Wilhelm. Die Gebäude wurden alle abgerissen, hier befindet sich nur noch eine Lichtung. Man mag kaum glauben, dass hier noch vor wenigen Jahrzehnten Betriebsgebäude standen! Einziges Relikt ist der Stumpf eines Kamins, also der Fuß. Es handelt sich um einen alten Wetterkamin. Er war verbunden mit dem Himmelscroner Erbstollen. Durch Feuer im Kamin wurde eine Thermik erreicht, ein Luftzug nach oben, der zugleich auch die verbrauchte Luft aus dem Bergwerk zog. Dies wird auch als „schlechte Wetter“ bezeichnet. Neben dem Sauerstoffmangel für die Arbeiter konnte diese auch entzündliche Gase beinhalten, die natürlicherweise im Untertage-Bergbau entstehen können. Frische Luft gelangte dann automatisch durch Unterdruck von außen hinein. Dies war eine geschickte Anwendung physikalischer Kräfte, ehe große Grubenlüfter oder Ventilatoren erfunden wurden. Der Sockel ist heute ein eingezäuntes Denkmal. Ein noch besser erhaltener Wetterkamin mit hohem Schlot befindet sich im Wittener Vorort Buchholz. Auf der Hälfte zwischen Kamin und Zeche befindet sich auf der östlichen Wegeseite ins Tal eine Bergehalde in Zungenform. Ihre Grundfläche beträgt gerade 0,5 Hektar und die Höhe 4 Meter über der Umgebung.

Wetterkamin der Zeche Victoria im Deilbachtal in Essen

Wetterkamin der Zeche Victoria (ehem. obere Schachtanlage)

Wetterkamin der Zeche Victoria im Deilbachtal in Essen

Blick in das Innere des Kamins

Wetterkamin der Zeche Victoria im Deilbachtal in Essen Wetterkamin der Zeche Victoria im Deilbachtal in Essen

Wegbeschreibung: Auf den Waldweg in südwestlicher Richtung bis zur Straße Deile. Hier links bergab und rechts der Nierenhofer Straße Richtung Kupferdreh folgen. Ggf. rechts den separaten Pfad nutzen. Vorbei am Bunker bis zum ► Steinbruch.

 

Steinbruch

Für Interessierte an der Geologie in dieser Region ist ein Steinbruch einen Besuch wert. Er liegt nördlich des Eisenhammers und ist ausgeschildert. Hier lassen sich Abdrücke von uralten Bäumen im Gestein erkennen.

Steinbruch im Deilbachtal in Essen

Der kleine Steinbruch nördlich der Nierenhofer Straße

Steinbruch im Deilbachtal in Essen

Formen von Bäumen im Gestein

Wegbeschreibung: Vom Steinbruch zurück auf die Straße oder den Waldweg geradeaus vom Zugang Steinbruch und durch den Wald abseits der Straße bis zum ► Kupferhammer zurück.

Fazit und Tipp des Webmasters: Es sind sehr unterschiedliche und interessante Denkmäler der industriellen Entwicklung, die sich auf kleinstem Raum im unteren Deilbachtal besichtigen lassen. Es existiert leider kein ausgeschilderter Wanderweg, der diese verbindet. Es existiert nicht einmal ein schöner Wanderweg, da man einige Abschnitte entlang der vielbefahrenen Nierenhofer Straße laufen muss. Ruhige Waldwege sind es – je nach Ziel – höchstens im Bereich des Wetterkamins. Kombinieren lässt sich der Besuch gut mit einem Abstecher zum Baldeneysee. In der Nähe liegt auch die Burg Altendorf. Sicherlich schön sind Touren mit dem Fahrrad, z.B. als Abstecher vom nahen RuhrtalRadweg.

 

Informationen zum Besuch im Essener Deilbachtal

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Sämtliche Außenanlagen sind ständig frei zu sehen und im Rahmen eines Spaziergangs zu erreichen. Für Führungen sind die Stadt Essen bzw. das Ruhr-Museum anzusprechen.

Anreise mit dem Auto: Auf der A44 als Verlängerung der B227 mit Anschluss an die A52 bis zur Ausfahrt 39 Essen-Kupferdreh. Aus Essen halblinks, aus Velbert rechts abbiegen auf die Nierenhofer Straße. Hinter der langgestreckten Brücke beginnt bereits das Deilbachtal.

► Am besten von hier aus an der zweiten Ampel links in der Kupferdreher Straße oder rechts am Kupferhammer parken (Ausgangspunkt Kupferhammer).

► Alternativ dem Straßenverlauf folgen und rechts in die Eisenhammerstraße und dort parken. Eine theoretische Möglichkeit besteht auf dem Parkplatz des Lebensmitteldiscounters, der sich neben der ehemaligen Zeche Victoria befindet (auf eigene Gefahr; Ausgangspunkt Wetterkamin / Hundebrücke).

Zieleingabe ins Navigationssystem: Nierenhofer Straße, Kreuzungen Kupferdreher Straße, Eisenhammerweg oder Dattenberg in Essen

Geographische Koordinaten:
51°22'52.39"N, 7° 5'27.20"E – Kupferhammer
51°23'01.41"N, 7° 5'54.25"E – Steinbruch
51°23'18.09"N, 7° 6'33.66"E – Kamin
51°23'02.42"N, 7° 6'54.87"E – Zeche Victoria
51°23'00.69"N, 7° 6'40.39"E – Hundebrücke
51°22'57.28"N, 7° 6'11.84"E – Eisenhammer
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
367144 m, 5693948 m – Kupferhammer

367674 m, 5694213 m – Steinbruch
368449 m, 5694709 m – Kamin
368847 m, 5694214 m – Zeche Victoria
368565 m, 5694168 m – Hundebrücke
368011 m, 5694077 m – Eisenhammer

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen Hbf. mit der S9 Richtung Wuppertal bis Kupferdreh. Von dort mit dem Bus der Linie 177 Richtung Altersheim je nach Ausgangspunkt bis Eisenhammer oder Kraftwerkschule.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In Kupferdreh führen mit dem RuhrtalRadweg, der Deutschen Fußballroute NRW, dem Rundkurs Ruhrgebiet und der Themenroute Essen erleben Süd gleich mehrere ausgeschilderte Radwege am Baldeneysee vorbei. Am Bahnhof einfach zur Kupferdreher Straße, rechts halten und bis zur Nierenhofer Straße fahren. Dann links zu den Zielen (siehe Karte oben).

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Gebiet des Deilbachtals dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt es in den Planquadraten E5-F6. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Route der Industriekultur (Deilbachtal): www.route-industriekultur.ruhr
Ruhrmuseum Essen: www.ruhrmuseum.de
Stadt Essen zum Deilbachtal: www.essen.de
Route der Industriekultur (Kupferhammer):

www.route-industriekultur.ruhr

Industriekultur im Ruhrgebiet

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Halden Ausflugsziele

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr