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Radfahren an Körne und Massener Bach

Radweg von Kamen nach Dortmund und Unna • Kunstaktion "Über Wasser gehen"

Mit dem Körnebach, auch Körner Bach oder einfach nur die Körne genannt, ist es einmal mehr gelungen, ein als ausgebauten Schmutzwasserlauf missbrauchtes Gewässer naturnah wiederherzustellen und ein vielfältiges Biotop zu entwickeln. Der Bach entspringt heute unweit der ehemaligen Westfalenhütte in der Nähe des großen Kreuzes der B236 und der Brackeler Straße nördlich des Dortmunder Vororts Körne. Direkt zu Beginn seiner Reise wird er von der großen Kläranlage Scharnhorst mit geklärtem Abwasser gespeist. Die Körne fließt in nordöstlicher Richtung und nach etwa 13 Kilometern bei Kamen in die Seseke. Ende der 1990er Jahre begann der Umbau des Abwasserkanals. Zunächst erfolgte die Trennung zwischen Schmutz- und Reinwasser, wobei das Abwasser von nun an durch Kanalrohre in neugebaute Kläranlagen geleitet wird. Ein weiterer Schritt war das Aufbrechen der kanalisierten Betonsohle. Der Bach bekam ein naturnahes Bett mit mehr Freiraum, Ersatzauen, leichten Flussschlingen und flachen Böschungen. Seit 2006 sind die Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen. Inzwischen hat sich ein dichter Galeriewald entwickelt, der sich entlang des Ufers rechts und links erstreckt. Er sorgt für eine Abschattung und neue Lebensräume für Tiere.

Einen ähnlichen Ablauf hat auch der Massener Bach durchlaufen. Er ist einer der wenigen Zuflüsse in die Körne und etwa sieben Kilometer lang. Er entspringt bei Obermassen in der Nähe der Sportplätze und umfließt Massen im Westen und Norden. Er mündet unweit der Stadtgrenze zwischen Unna und Kamen in den Unterlauf des Körnebachs. Bis 1999 wurde auch der Massener Bach vom Schmutzwasserlauf befreit und zum natürlichen Fließgewässer umgestaltet.

Beide Gewässer werden heute durch Radwege erschlossen und erlebbar gemacht. Die nachfolgende Luftbildkarte zeigt die jeweiligen Verläufe in der Region als Übersicht. Ein ausgebauter und über das Radverkehrsnetz ausgeschilderter Weg verläuft dicht am Wasser der Körne entlang zwischen Quellnähe und Mündung (magentafarbenes Band). Am Zusammenfluss mit dem Massener Bach zweigt ein ebenfalls derart beschilderter Weg nach Afferde und Massen ab (lilafarbenes Band). Beide werden in dieser Dokumentation näher vorgestellt.

Radfahren an Körne und Massener Bach

Die Radwege: Beschilderung und Oberflächenbeschaffenheit • Anbindung an das Radverkehrsnetz NRW

Zu großen Teilen besteht der Weg aus einer wassergebundenen Oberfläche. Einige Abschnitte sind asphaltiert, im Unterlauf der Körne entspricht der Weg einem typischen Feldweg mit Kraut in der Mitte zwischen den Fahrspuren. An nur wenigen Stellen ist mit PKW-Verkehr zu rechnen. Es müssen einige Straßen überquert werden, wobei besondere Aufmerksamkeit vor allem bei Kindern geboten ist. In wenigen Ausnahmen verlässt der Radweg das Gewässer für kurze Zeit. Obwohl unterwegs immer wieder Informationsschilder des Lippeverbands über den Ausbau der beiden Gewässer unterrichten, ist kein reiner Thema-Radweg ähnlich wie bei den mit Piktogrammen gekennzeichneten RuhrtalRadweg, Seseke-Weg oder anderen bekannteren Radrouten markiert. Man hat daher den rot-weißen Beschilderungen des Radverkehrsnetzes in Richtung der Etappen- und Zielorte zu folgen. An der Mündung besteht Anschluss an den Seseke-Weg zwischen Bönen und Lünen und die Deutsche Fußball-Route NRW. Darüber hinaus sind umliegende Orte über das Radverkehrsnetz angebunden.

Größtenteils ist der Weg äußerst flach mit nur einem kurzen nennenswerten Anstieg und Gefälle zwischen Zusammenfluss von Körne und Massener Bach und der Mündung in die Seseke, ein E-Bike ist also nicht zwingend Notwendig für eine gemütliche Fahrt. Für eine Gesamterkundung der beiden beschriebenen Wege ist eine Strecke von ca. 30 Kilometern einzuplanen. Am Wegesrand sind verteilte Rastmöglichkeiten zu finden. Besondere Aufmerksamkeit sollte auch den an beiden Bächen installierten wenigen Werken der Aktion „Über Wasser gehen“ gewidmet werden, die an der Seseke häufiger vertreten sind.

In die Pedale: Von der Körnemündung bis fast zur Quelle – Los geht´s!

Die Tour wird in ihrem Verlauf von der Mündung flussaufwärts in Richtung Quelle beschrieben, der Startpunkt liegt somit am Rande der Stadt Kamen (Kreis Unna) im Gewerbegebiet Hemsack (in der Karte mit dem roten Pfeil dargestellt). Hier fließt die Körne in die Seseke, die wiederum in einigen Kilometern Entfernung in die Lippe münden wird. Unmittelbar an der Mündung befindet sich bereits mit der Pixelröhre ein erstes Werk der Kunstaktion „Über Wasser gehen“. Das Kunstwerk stammt von Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt. Die kurze Röhre erinnert an einen Abwasserkanal. Sie hat außen und innen Spiegel oder blankpolierte Flächen, sodass sich der Effekt eines gerasterten Fotos ergibt. Als Betrachter in der Röhre schaut man theoretisch direkt in die Mündung des größten Nebengewässers der Seseke. Sieht man insbesondere im Sommer den Körnebach vor lauter Bäumen nicht, so muss man sich an diesen Anblick gewöhnen. Der Galeriewald entlang der Körne ist so mächtig geworden, dass an vielen Orten kaum ein Blick auf das Gewässer möglich ist.

Wir folgen dem Weg zurück zur Wilhelm-Bläser-Straße, biegen rechts ab und überqueren die Körne. Direkt hinter der Brücke geht es links auf den Feldweg. An seinem Ende erreichen wir die Westicker Straße. Wir müssen sie ebenso wie die Körne links überqueren und hinter der Brücke rechts abbiegen. Ein recht schmaler Weg führt unter der vielbefahrenen Bahnstrecke zwischen Hamm und Dortmund hindurch und zwischen Weiden und Bachlauf bis zu einer Radweg-Kreuzung. Links ist die so ziemlich einzige nennenswerte Steigung im Verlauf zu bewältigen. Der Reiterhof wird umfahren und nach ca. 200 Metern folgen wir den Radwegschildern nach rechts. Der Asphaltweg verläuft nun inmitten von Feldern und Weiden etwas oberhalb des Körnebachs. Es geht rechts, dann um die Kurve und an der nächsten Kreuzung rechts wieder bergab. An der Brücke wird der Massener Bach überquert, der unmittelbar dahinter in die Körne mündet. Hinter der Brücke zweigt daher der Radweg nach Massen ab, der im zweiten Teil (siehe weiter unten) näher beschrieben wird.

Pixelröhre an der Seseke

Die "Pixelröhre" am Zusammenfluss von Körne und Seseke

Pixelröhre an der Seseke

Spiegelung in Rasterbildern

Radweg an der Körne

Auf dem Feldwegstück mit Förderturm im Rückblick

Radweg an der Körne

Einziger "steiler" Aufstieg im Bereich eines Reiterhofes

Radweg an der Körne

Abzweig: rechts entlang der Körne, links nach Massen

Radweg an der Körne

Asphaltweg zwischen Bach und Feldern (Blick zurück)

Wir halten uns rechts und fahren weiterhin zwischen Galeriewald zur rechten und Feldern zur linken Seite zügig auf asphaltierter Strecke nach Wasserkurl. Kurz vor der Siedlung biegen wir einmal rechts ab. Der Weg endet in einem Wohngebiet. Wir müssen rechts ein Stück weit in der Wohnstraße „An der Körne“ fahren. Kurz vor der Linkskurve biegt der Radweg zwischen den Häusern 42 und 44 nach rechts ab. Wir umfahren das Wohngebiet und enden auf der Wasserkurler Straße.

Die Brücke wird ebenso wie die Straße überquert, dahinter geht es links auf geschottertem Feldweg weiter. Dieser Abschnitt ist auch als Pättken Körne, also als Fußgängerweg in Mundart markiert. Unweit einer kleinen Brücke mündet der kleine Heimbach von Süden in die Körne. Würde man die Brücke überqueren, so gelange man nach kurzer Zeit zum Naturschutzgebiet Pleckenbrinksee, einem neu entstandenen Bergsenkungsgewässer mitten in einem Maisacker. Wir folgen dem Weg allerdings geradeaus weiter. Hier ist der Galeriewald noch recht licht und ermöglicht Blicke auf den Bach. Wir überqueren unbemerkt die Stadt- und Kreisgrenze und erreichen die Großstadt Dortmund.

Stellt man sich auf die nächste kleine Fußgängerbrücke, so lassen sich im Bach mit etwas Glück und etwas scharfer Beobachtung zahlreiche Fische entdecken – ein Ergebnis des ökologischen Umbaus des Bachs. Einmal mehr endet der ausgebaute Weg in Husen und Kurl an einer Straße. Wir müssen, wie nun schon öfter, Straße und Bach überqueren.

Radweg an der Körne

Beginn des "Pättken Körne" bis zur Heimbachbrücke

Körnebach

Blick von der Fußgängerbrücke auf die Körne flussabwärts

Radweg an der Körne

Wegabschnitt mit noch freier Sicht auf das Bachwasser

Radweg an der Körne

Flussschlingen hinter dem Fahrradparkplatz

Radweg an der Körne

"Ruhe bitte! Hier wird gebrütet..." – Infotafel am Wegesrand

Hinter der Brücke geht es rechts weiter. Gegenüber der Schule, die sich linkerhand bald anhand typischer Gebäude identifizieren lässt, entdeckt man am Uferhang hölzerne Podeste, die Stufen zur Körne. Sie sind Teil der Kunstaktion „Über Wasser gehen“ und stammen von der polnischen Künstlerin Danuta Karsten. Genutzt werden können Sie zur Rast oder auch für Aktivitäten der Schule. Auch hier ist der ursprünglich recht freie Zugang zum Gewässer inzwischen dicht bewachsen. Einige hundert Meter weiter hat der Radweg einmal mehr sein Ende an einer Straße. Schräg gegenüber befindet sich auf der anderen Bachseite die Kurler Mühle. Wir biegen ebenfalls rechts ab und queren die Körne. Folgt man der Straße geradeaus, gelangt man zum Bahnhof Kurl mit einem eindrucksvollen Bahnhofsgebäude, das zugleich etwas Besonderes, aber auch besonders heruntergekommen ist. Wir biegen aber hinter der Mühle links ab.

Radweg an der Körne

Qual der Wahl: Geradeaus geht es nach Husen

Über Wasser gehen: Stufen zur Körne

"Stufen zur Körne": Holzpodeste in der Böschung in Husen

Über Wasser gehen: Stufen zur Körne

Teil der Aktion "Über Wasser gehen"

Kurler Mühle

Kurler Mühle (Gastronomie) an der Körnebrücke

Der Weg verläuft bald parallel zwischen dem Bach auf der linken und Schienen auf der rechten Seite. Diese sind jedoch durch hohe Hecken vom Weg getrennt. Aber Achtung: Nicht immer ist, insbesondere in laut lärmenden Gruppen, der herannahende Zug zu hören. Bitte also nicht erschrecken, wenn Regionalexpress, Intercity und Co. plötzlich mit hohem Tempo unsichtbar hinter der Hecke an einem vorbeirasen! Der weitere Weg verläuft unspektakulär und geradeaus bis zum Bahnhof von Scharnhorst.

Lohnenswert ist in diesem Abschnitt der Abstecher über die einzige Bachbrücke auf der linken Seite. Man erreicht darüber das Naturschutzgebiet Buschei. Es handelt sich um ein altes Militärgelände, das nach Verlassen der Bundeswehr 1999 unter Sicherung und schließlich 2005 unter Naturschutz gestellt wurde. Besonders auffällig sind die hohen Schutzwände aus Beton, die den Besucher an diesem Zugang empfangen. Auf einer Straße aus typischen Betonplatten erreicht man bald die ehemalige große Schießanlage. Das Gelände ist weitgehend bewaldet. Auffällig sind die zahlreichen geraden Wassergräben, die sich durch den Wald ziehen, und einige Hügel mit Bunkerresten. Früher waren auch ein Flugplatz und eine Weide für Pferde Teil des Areals. Aufgrund der Gefahr, dass sich abseits der Wege noch Reste von Munition befinden könnten, sollten diese nicht verlassen werden.

Das Militärgelände befindet sich nicht ganz zufällig unmittelbar neben dem alten Dortmunder Flughafen. Gegründet in der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts, wurde der Flugbetrieb ab 1960 auf den heutigen Standort im Vorort Wickede an der Stadtgrenze zu Holzwickede im Kreis Unna verlagert. Noch heute erinnert die lange Flughafenstraße von Brackel nach Derne daran und auch der heutige Bahnhof Scharnhorst hieß noch Jahrzehnte nach Schließung des Flugplatzes "Dortmund-Flughafen". Teile des Flugplatzes werden heute als Golfplatz genutzt. Auch der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat inzwischen sein Trainingsgelände auf dem Brackeler Feld, das sich von einem kleinen Aussichtsturm beobachten lässt.

Naturschutzgebiet Buschei in Dortmund

Betonschutzwand am Nordrand des ehem. Militärgeländes

Naturschutzgebiet Buschei in Dortmund

Reste der alten Schießanlage in Form von hölzernen Brücken

Naturschutzgebiet Buschei in Dortmund

Typische Betonstraßen durchqueren das Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet Buschei in Dortmund

Auffällig geradlinige Wassergräben im Wald

Unweit des Bahnhofs von Scharnhorst, dem ehemaligen Flughafenbahnhof, endet die Befahrung nach der beschriebenen Route. Denkbar ist die Rückfahrt nicht entlang der Körne, sondern am ebenfalls ökologisch umgebauten Dahlwiesenbachs am Rande von Scharnhorst und durch den Kurler Busch oder vorbei an Scharnhorst zum Lanstroper See und weiter zum Seepark Lünen und via Seseke-Weg zurück zum Ausgangspunkt an der Pixelröhre.

 

Ein Springbrunnen im Wasser und schwebende Steine: Entlang des Massener Bachs bis Obermassen

Folgt man am Zusammenfluss von Körne und Massener Bach der Beschilderung Richtung Afferde, so fährt man auf einem ebenfalls schön gelegenen Radweg zwischen Feldern und Bach. Auch der Massener Bach wird von einem ausgeprägten Galeriewald eingerahmt, dennoch lässt sich das Wasser hier stellenweise besser betrachten als am Körnebach. Bald passiert man (ohne Markierung) die Stadtgrenze von Kamen nach Unna und erblickt linkerhand einige Exemplare der Floating Stones. Diese finden sich an mehreren Stellen an Körne, Massener Bach und Seseke. Bei manchen der Steine sieht es so aus, als würden sie über dem Gelände schweben. Begleitet von Pappeln wird die kleine Siedlung Afferde erreicht. Die Dortmunder Straße wird überquert. Die beiden Radwege entlang der Körne und des Massener Bachs umschließen die Buderus-Kolonie wie eine Zange, und dennoch ist von ihr weder etwas zu sehen noch zu spüren. Offiziell als "Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen" bezeichnet, kurz "Landesstelle Unna-Massen", handelt es sich um eine 1951 gegründete Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Bekannt wurde sie vor allem in den 1980er Jahren durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus der DDR. Zum Teil ist das Gelände heute eine private Fachhochschule.

Geradeaus geht es weiter zwischen Feldern und Bach. An der Brücke des Afferder Weges zieht das nächste Objekt der Aktion „Über Wasser gehen“ seine Blicke auf sich. Auf einer kleinen Halbinsel, die durch die Mündung des Afferder Mühlbachs in den Massener Bach gebildet wird, entdeckt man einen überdimensionierten Abfluss. Es lohnt sich, hier einige Zeit zu verharren, denn nach einem bestimmten Intervall sprudelt Wasser in einer wachsenden und wieder abklingenden Fontäne aus dem Abfluss (in der kalten Jahreszeit abgeschaltet). Passend dazu heißt die Installation Erscheinen und Verschwinden und stammt von Claudia Schmacke. Mit dem großen Abfluss wird ein Hinweis auf die alte Abwassernutzung des Bachs gegeben. In einer letzten Etappe verläuft der Weg noch einmal wie gewohnt ländlich an Bach und Feldern entlang. An der Eintrachtstraße endet die Fahrt abrupt – hier befindet sich das Ortseingangsschild von Massen.

Radweg am Massener Bach

Radweg entlang des Massener Bachs (Blick zurück)

Über Wasser gehen: Schwebende Steine

Floating Stones, Teil der Aktion "Über Wasser gehen" (Blick z.)

Radweg am Massener Bach

Pappeln an einem Regenrückhaltebecken (Blick zurück)

Afferde

Überquerung einer Landstraße in Afferde (Blick zurück)

Über Wasser gehen: Erscheinen und Verschwinden am Massener Bach

Über Wasser gehen: "Erscheinen und Verschwinden" –
Variable Fontäne in einem überdimensionalen Abfluss

Radweg am Massener Bach

Ende des Radweges in Obermassen (Blick zurück)

Der Massener Bach verläuft noch eine gute Strecke weiter, wird aber nicht mehr durch Wege begleitet. Nur stellenweise wird er durch Wohnstraßen überquert. Daher endet die Wegebeschreibung an diesem Ort. Es bieten sich vielfältige Möglichkeiten zum Weiterfahren. In westlicher Richtung liegt hinter dem Wickeder Ostholz der neu entstandene Pleckenbrinksee, ein Bergsenkungsgewässer und neues Naturschutzgebiet auf Dortmunder Stadtgebiet. In Massen selbst erinnert vor allem die kleine Bergehalde an der Stadtgrenze zu Wickede an die Bergbauzeit. In östlicher Richtung wird Unna erreicht. Im Kurpark von Königsborn erinnert der Kurpark an die Salzsiedung in der Vergangenheit. Wer die Fahrt hier beenden möchte, braucht nur noch eine kleine Strecke zum S-Bahnhof Massen weiterfahren.

Fazit und Tipp des Webmasters: Die Radwege an Körne und Massener Bach eignen sich gut für eine Radtour, wenn man dem Trubel auf den bekannteren Thema-Radwegen wie dem RuhrtalRadweg entgehen möchte. Man darf jedoch nicht enttäuscht sein, vergleichsweise wenig vom Bach zu sehen, da er auf langer Strecke sehr zugewachsen ist. Durch die geringe Steigung ist der Weg auch für Familien geeignet. Als wesentlich interessanter kann der Seseke-Weg beschrieben werden, der in Kamen erreichbar ist. Die beiden hier beschriebenen Wege können dabei sehr gut als Zubringer z.B. aus Dortmund dienen.

 

Informationen zur Anreise zum Radweg Körne u. Massener Bach

Anreise mit dem Auto:
Ausgangspunkt Kamen: Auf der A1 bis zur Ausfahrt 83 Kamen-Zentrum. Links abbiegen auf die Unnaer Straße. Die Hochstraße erreichen. Die zweite Ausfahrt rechts abfahren auf den Sesekedamm. Im Kreisverkehr rechts abbiegen in die Bahnhofstraße und im nächsten und übernächsten Kreisverkehr geradeaus fahren. Nach einigen hundert Metern in die Werkstraße oder Paul-Vahle-Straße abbiegen und am Ende links abbiegen in die Wilhelm-Bläser-Straße. Am besten hier am Rande in Sportplatznähe parken. Dem Verlauf nach links dann folgen und in der Linkskurve schräg-rechts halten. Die Pixelröhre an der Mündung ist über einen Weg vor der Brücke rechts erreichbar, der eigentliche Weg beginnt hinter der Brücke links.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Wilhelm-Bläser-Straße in Kamen (Gewerbegebiet Hemsack)

Ausgangspunkt Scharnhorst: Auf der B1 bis zum großen Kreuz mit der B236. Dort Richtung Lünen abbiegen. Hinter dem Tunnel Wambel die zweite Ausfahrt Richtung Brackel / Asseln wählen. An der nächsten Abfahrt von der Brackeler Straße abfahren und links abbiegen auf die Flughafenstraße. Im Bereich des Bahnhofs auf dem P&R-Parkplatz parken. Mit dem Fahrrad ein Stück zurück und vor der Körnebrücke links auf den Radweg.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Flughafenstraße, Nähe Kreuzung Brackeler Straße in Dortmund.

Geographische Koordinaten:
51°35'12.08"N, 7°38'41.01"E – Ausgangspunkt Kamen, Pixelröhre
51°34'07.24"N, 7°38'10.10"E – Abzweig Massener Bach
51°33'23.32"N, 7°35'32.53"E – Stufen zur Körne
51°32'59.19"N, 7°34'02.55"E – Brücke NSG Buschei
51°32'18.84"N, 7°32'24.92"E – Ausgangspunkt Scharnhorst

51°32'56.77"N, 7°39'12.05"E – Ausgangspunkt Massen
51°33'27.43"N, 7°39'14.74"E – Erscheinen und Verschwinden
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
406107 m, 5715940 m – Ausgangspunkt Kamen, Pixelröhre
405475 m, 5713948 m – Abzweig Massener Bach
402415 m, 5712649 m – Stufen zur Körne
400668 m, 5711937 m – Brücke NSG Buschei
398763 m, 5710728 m – Ausgangspunkt Scharnhorst

406627 m, 5711749 m – Ausgangspunkt Massen
406696 m, 5712695 m – Erscheinen und Verschwinden

Anreise mit Bus und Bahn:
Ausgangspunkt Kamen: Mit RE 1, 3, 6 und 11 bis Kamen. Vom Bahnhof geradeaus und links abbiegen auf die Westicker Straße. Nach einigen hundert Metern in die Werkstraße oder Paul-Vahle-Straße abbiegen und am Ende links abbiegen in die Wilhelm-Bläser-Straße. Dem Verlauf folgen und in der Linkskurve schräg-rechts halten. Zunächst zur Mündung vor der Brücke rechts fahren, der weitere Radweg verläuft hinter der Brücke links.

Ausgangspunkt Scharnhorst: Mit dem RE 3 und 11 bis Scharnhorst. Achtung: Einige Linien fahren durch diesen Bahnhof durch! Zunächst auf die Flughafenstraße und links abbiegen. Hinter der scharfen Rechtskurve links auf den Radweg entlang der Körne.

Ausgangspunkt Kurl: Mit dem RE 3 und 11 bis Kurl. Vom Bahnhof geradeaus und sofort links abbiegen. Am Ende des Wendehammers über den kleinen Fußweg zur Kurler Straße. Links abbiegen Richtung Unterführung. Dahinter entweder vor der Körnebrücke rechts Richtung Scharnhorst oder hinter der Brücke links auf den Radweg Richtung Kamen fahren.

Ausgangspunkt Massen: Von Dortmund-Stadthaus oder Unna mit der S4 bis Massen. Links abbiegen auf die Massener Bahnhofstraße. Nach ca. 700 Metern rechts abbiegen in die Eintrachtstraße. Im Feld den kleinen Versatz geradeaus fahren. Vor dem Ortseingangsschild und der Brücke des Massener Bachs links auf den Radweg abbiegen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Die Thema-Radwege Seseke-Weg, Deutsche Fußball-Route NRW und der RadKreis Unna führen in der Nähe der Mündung vorbei. Darüber hinaus ist die beschriebene Tour über das dichte Radverkehrsnetz erreichbar.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Radweg zum größten Teil dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat B7 bis C5. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Aktion "Über Wasser gehen":

www.ueberwassergehen.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr