Nordsternpark in Gelsenkirchen

Der Name des großen Parks klingt außergewöhnlich und schön. Er liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche mitten im Ruhrgebiet und unterscheidet sich dabei sehr von anderen großen Parks im Revier. Die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal verlaufen genau durch den Nordsternpark. Die Brücken, die diese beiden Gewässer überqueren, sind teilweise außergewöhnlich und schön anzusehen. Vieles erinnert an das stillegelegte Bergwerk, das die Region einst so geprägt hat. Hier steht ein alter Förderturm, dort der Kohlebunker am alten Kanalhafen der Zeche. Fundamente von Kühltürmen, heute von Rosen bewachsen. Hecken markieren Gleise mit Weichen, große Bäume, in eckige Formen geschnitten, lange Güterzüge. Es gibt schattiges Grün von Bäumen, aber auch bunte Blumenbeete. All dies liegt in einer hügeligen Landschaft, die teilweise noch von den alten Bergehalden geprägt wird. Man kann durch den Park und am Kanal entlang spazieren und Radfahren, auf einem der Spielplätze spielen oder auch den Bergbaustollen oder die Ausstellung im Nordsternturm besichtigen.

Die folgende Übersichtskarte zeigt die Umgebung des Nordsternparks. Eingetragen sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, alle Halden im Park und in der Umgebung und umliegende Zechen. Die farbigen Bänder stellen Themenradwege dar: das blaue Band markiert den Emscherweg zwischen Holzwickede und Dinslaken, das gelbe Band die fast deckungsgleich verlaufende Insel-Tour auf der Emscherinsel zwischen Henrichenburg und Oberhausen, das pinkfarbene Band den Radweg auf der alten Bahntrasse der Nordsternbahn Richtung Zeche Zollverein.

Übersichtskarte Nordsternpark

Informationen zum Besuch:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Park ist über zahlreiche Zugänge ständig geöffnet. Der Eintritt ist frei!

Der Nordsternturm ist täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Besuch für einen Erwachsenen auf der Plattform entsprechen der kleinsten Kategorie € (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Der Besuch der Ausstellung (höherer Preis) schließt einen Besuch der Aussichtsplattform mit ein. Der Zugang liegt genau hinter dem Ensemble von Förderturm und Fördergerüst, die Auffahrt erfolgt ausschließlich durch einen Aufzug im sogenannten Erschließungsturm. Die maximale Anzahl der gleichzeitig auf der Plattform befindlichen Besucher ist auf 50 begrenzt. Bei schlechter Witterung wird die Plattform geschlossen.

Der Bergbaustollen kann nach vorheriger Anmeldung in Rahmen einer kostenlosen Führung besichtigt werden.

Im Park gibt es insbesondere rings um die Fördertürme gastronomische Einrichtungen und Biergärten. An manch einem Parkplatz steht ein mobiler Kiosk für ein Eis zwischendurch.

Offizielle Internetseite: www.nordsternpark.info

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 16 Schalke. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen links abbiegen auf die L633 Grothustraße Richtung Horst. Alternativ bis zur Ausfahrt 15 Heßler und dort aus Richtung Oberhausen rechts, aus Richtung Dortmund links abbiegen auf die Straße Lehrhovebruch. Die drei folgenden Parkmöglichkeiten sind in der Karte oben eingezeichnet:

  1. Parkmöglichkeit: Parkplatz Eggemannstraße an der Straße Lehrhovebruch. Mit ihm wird der Südteil des Parks am Wasserspielplatz und dem Hibernia-Dreieck erschlossen.
  2. Parkmöglichkeit: Auf der Grothusstraße bis über die Kanalbrücke weiterfahren. Direkt dahinter und noch vor der zweiten Brücke links auf den Parkplatz abbiegen. Der Parkplatz an der Wallstraße liegt direkt an der großen Doppelbogenbrücke.
  3. Parkmöglichkeit: Von der Trothusstraße an der zweiten Kreuzung hinter der zweiten Brücke links in die Fritz-Schupp-Straße. Hinter der Kurve links und dann rechts zum Parkhaus.

Zieleingabe in das Navigationssystem: Am Bugapark, Fritz-Schupp-Straße, Eggemannstraße oder Wallstraße in Gelsenkirchen

Anreise mit Bus und Bahn: Von Gelsenkirchen Hbf mit dem Bus der Linie 383 bis Heßler Landschaftspark (Süden), Krokuswinkel (Brücke) oder Nordsternpark (Schächte) – die Fahrtzeit beträgt etwa 20 Minuten.

Alternativ von Essen Hbf. oder Altenessen Bf. mit der U11 Richtung Gelsenkirchen Buerer Str. bis Schloss Horst. Von dort entweder zu Fuß oder mit dem Bus der Linie 383 bis Nordsternpark.

Weiterhin alternativ mit der U11 von Essen oder Altenessen nur bis Heßlerstraße. Dort zu Fuß in die Heßlerstraße, dann links in die Nordsternstraße, in der Linkskurve vor dem Firmengebäude rechts Richtung Halde. Links vorbei an der Schurenbachhalde bis zur Kanalbrücke. Entweder links oder rechts vom Kanal bis zur Doppelbogenbrücke (Fußweg ca. 2,5 km). Für Fernsicht-Fanatiker bietet sich dabei zu Fuß ein Abstecher auf die Schurenbachhalde an. Auf ihr steht eine 15 Meter hohe Bramme und vom Haldentop hat man einen sehr guten Ausblick über Essen und Gelsenkirchen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Nordsternpark wird vom Emscherweg und der größtenteils parallel verlaufenden Insel-Tour sowie dem Emscher-Park-Radweg durchquert. Am westlichen Rand beginnt der Radweg auf der Nordsternbahn, der bis zur Zeche Zollverein verläuft. Ebenfalls wird er erschlossen durch einzelne Themenwege im Bereich Essen, wie der Bahntrassentour oder Essen-Erleben-Nord.

Kartenmaterial / Literatur: In den dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Offizielle Webseite: www.nordsternpark.info

Route Industriekultur: www.route-industriekultur.ruhr

Nordsternturm: www.nordsternturm.de


Der Nordsternpark

Der Bergbau im Ruhrgebiet begann im Süden. Hier lagen die Kohleflöze oberflächennah. Je weiter man nach Norden ging, lagen die abbauwürdigen Flöze tiefer und der Aufwand, die Kohle abzubauen, wurde zunehmend größer. Im Laufe der Zeit machte der Ruhrbergbau die sogenannte Nordwanderung. Erst 1866 entstand an dieser Stelle das erste Kohlebergwerk nördlich des Flusses Emscher, war also zu ihrer Gründungszeit die nördlichste Zeche im Revier. Daher erhielt das Bergwerk auch den schönen Namen „Nordstern“. Heute fällt auf, dass die verbliebenen Gebäude der Zeche Nordstern denen der nahen Zeche Zollverein in Essen sehr ähnlich sehen – auf beiden Zechen hat der Architekt Fritz Schupp in den 50er Jahren die Ausgestaltung der Architektur übernommen. Im Rahmen der Kohlekrise wurde 1967 zunächst nur die zur Zeche gehörende Kokerei geschlossen, die Zeche selbst 1983 mit der bekannten Zeche Zollverein in Essen zusammengelegt, 1988 mit der Zeche Consolidation. Im Jahr 1993 schloss die Zeche Nordstern endgültig ihre Pforten.

Auf dem alten Zechengelände der Schachtanlage I / II, das Teile nördlich des Flusses Emscher, einer schmalen Landzunge zwischen Emscher und dem dazu parallel verlaufendem Rhein-Herne-Kanal sowie einem Gebiet südlich des Kanals umfasst, wurde ein Gewerbe- und Landschaftspark eingerichtet, nach dessen Konzept einige alte Gebäude der Zeche, Halden sowie verschiedene Relikte integriert wurden. Im Jahre 1997 fand in diesem Park die Bundesgartenschau statt – die erste auf einer ehemaligen Industriebrachfläche. Anschließend daran wurde der Nordsternpark zu dem ständig frei zugänglichen und beliebten Landschaftspark mit Flanier- und Spielmöglichkeiten, Gärten und Aussichtspunkten, wie man ihn heute kennt. Neben den offensichtlichen Fördertürmen im Norden des Parks findet man zum Teil im Verborgenen Relikte der Zeche, sei es das mit Efeu und Rosen umrankte Fundament eines Kühlturms, Bergehalden oder auch wie ein Gleisbild gepflanzte Hecken oder Bäume, die an Güterzüge erinnern.

Wir beginnen unseren Spaziergang durch den Park (ca. 1 Stunde ohne Besichtigungen) ganz im Norden des Parks an den verbliebenen Förderanlagen I und II der Zeche Nordstern. Während Schacht I ein klassisches rotes Metallfördergerüst besitzt, hatte Schacht II eine im Ruhrgebiet seltene innenliegende Turmförderanlage. Der sogenannte Nordsternturm wurde 1951 und 1952 durch den bekannten Architekten Fritz Schupp errichtet, der auch für den Bau der heute noch sichtbaren Anlagen auf Zeche Zollverein verantwortlich war. Ende 2010 wurde der Turm um einige Etagen aufgestockt. Rund um die Förderanlage lassen sich hier Wechselausstellungen besichtigen, außerdem ist – auch ohne Ausstellungsbesuch – ein Besuch der Aussichtsplattform ganz oben auf 83 Metern Höhe über Grund möglich. In drei Richtungen bietet sich damit ein guter Überblick über den Nordsternpark und die umgebenden Stadtteile, deutlich zu erkennen sind auch die benachbarten Bergehalden, die Skyline von Essen und bei gutem Wetter der Florianturm in Dortmund oder Sender Langenberg im Bergischen Land. Der Bereich mit den zwei Fördertürmen, dem Kühlturm-Fundament und dem Schlangensteg ist aus der Vogelperspektive im folgenden Bild zu sehen:

Luftbild von der ehemaligen Zeche Nordstern

Von hier aus folgen wir dem Hauptweg zum Blauen Pumpwerk an der Emscher und gelangen zu den Wiesen und Blühflächen. Links von uns liegt die Pyramide, von der ein guter Ausblick auf fast den gesamten Park möglich ist. Zu ihren Füßen liegt der Bergbaustollen. In diesem Parkteil befindet sich auch der Schlangensteg, eine schmale Fußgängerbrücke, die im Osten des Parks lediglich eine Wiesenfläche überspannt. Ihre Besonderheit sind die Stützen, eigentlich ein langes, stark verwinkeltes Rohr, das der Brücke ihren Namen gibt.

Über eine der kleinen Brücken müssen wir anschließend die Emscher überqueren. Zur Auswahl stehen die Kasten-Fachwerkbrücke am Pumpwerk oder die mit dem roten Bogen, ein kleines Abbild der bekannten Doppelbogenbrücke, die wir später noch sehen werden. Westlich von uns gibt es weitere Stahlbrücken alter Eisenbahnstrecken über den Fluss.

Direkt am Schlangensteg befindet sich eine alte Arbeitersiedlung der Zeche Nordstern. Die Siedlung Blumenstraße / Wallstraße besteht aus Ziegelstein-Gebäuden, die ab Ende des 19. Jahrhunderts entlang dieser Straßen errichtet wurden. Das Erscheinungsbild und Ausdehnung der Siedlung hat sich im Laufe der Zeit und zugunsten von Flächenerweiterungen des Bergwerks verändert. Zur Bundesgartenschau erfolgte eine generelle Sanierung der verbliebenen Siedlungshäuser. Die Siedlung besteht heute aus drei Teilen, die nicht mehr direkt miteinander verbunden sind. So fehlt inzwischen eine Straßenbrücke über die Emscher, um die Häuser der südlichen Wallstraße anzubinden.

Seit dem Jahr 2010 ist der Erschließungsturm neben dem Nordsternturm, durch den man auch via Aufzug auf die Besucherterrasse oder in die Ausstellungsetagen gelangt, um eine Besonderheit reicher. In dem Jahr wurde die 18 m hohe und 23 t schwere Monumentalplastik aus Aluminium-Guss-Teilen mit innenliegendem Tragegerüst von Markus Lüpertz aufgestellt. In Anlehnung an den griechischen Nationalhelden Herakles oder Herkules, der zwölf Aufgaben bewältigen musste (ähnlich wie in »Asterix erobert Rom«) und mit bestehen jeder Aufgabe in Kraft und Selbstbewusstsein wuchs, wird die Statue als Herkules von Gelsenkirchen bezeichnet. Dabei kann das Werk durchaus symbolisch für wirtschaftliche Niedergänge und Aufstiege des Ruhrgebiets aufgefasst werden. Die Figur hat blaue Haare und einen blauen Bart, was möglicherweise einmal mehr als Anspielung auf den blau-weißen Bundesliga-Fußballverein der Stadt verstanden werden kann. Es fehlt ein Arm und auch das Genital. Und die Beine sind etwas zu kurz. Über Kunstgeschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten, weshalb sich der Autor dieses Artikels auch in Schweigen hüllt. Auf der Aussichtsplattform ist man dem Herkules am nächsten – allerdings hat man von hier aus vor allem einen guten Blick auf den blanken Allerwertesten dieses Machwerks.

Nach der Überquerung der Emscher befinden wir uns auf der sogenannten Emscherinsel, eine mehrere Kilometer lange Landzunge zwischen der Emscher und dem parallel verlaufenden Rhein-Herne-Kanal. Hier am Kanal steht auch das Amphitheater.

Am besten ist die Situation aus der Luft zu erkennen, wie die folgende Abbildung aus der Vogelperspektive. Hier ist die grüne schnale Insel zwischen den beiden Gewässern gut zu erkennen. Und die Orte, die im nächsten Abschnitt näher vorgestellt werden – die Doppelbogenbrücke ganz rechts, das Amphitheater unten in der Bildmitte und der Kohlebunker links unten.

Nordsternpark aus der Luft
Nordsternpark aus der Luft

Bekanntestes Objekt des Nordsternparks, von dem Fotos vielfach auf Umschlägen oder Titelbildern von Reiseführern zum Ruhrgebiet abgebildet sind oder waren, ist die 1996 eingeweihte, 36m hohe und fast 100m lange Doppelbogen-Hängebrücke über den Rhein-Herne-Kanal. Ihre Besonderheit der absolut unkonventionelle Aufbau, der das Bauwerk zu einem Wahrzeichen des Parks macht. Die Fahrbahn, die den Fußgänger- und Radweg trägt, führt diagonal über den Kanal. Die roten und asymmetrischen Bogenrohre, an denen die Trageseile befestigt sind, stehen wiederum senkrecht zum Kanalverlauf. Die Trasse verläuft also schräg durch beide Bögen hindurch.

Büsche symbolisieren Waggons oder ein Gleisbild auf dem Bereich der ehemaligen Gleisharfe zwischen Emscher und Kanal, also dem ehemals durch seine Gleise von oben wie eine Harfe aussehenden Rangier- und Verladebahnhof der Zeche. Hier steht ein Teil des ehemaligen Kohlebunkers, der durch die Bandförderanlage auch heute noch mit der Kohlenmischhalle verbunden ist.

Doppelbogenbrücke und Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal
Doppelbogenbrücke und Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal
Blick von einem Ausläufer der Ruhrgashalde auf den Kohlebunker, die Doppelbogenbrücke und den Rhein-Herne-Kanal. Die Hecken symbolisieren ein Gleisbild mit Schienen und Weichen, die eckigen Bäume die Güterzüge
Blick von einem Ausläufer der Ruhrgashalde auf den Kohlebunker, die Doppelbogenbrücke und den Rhein-Herne-Kanal. Die Hecken symbolisieren ein Gleisbild mit Schienen und Weichen, die eckigen Bäume die Güterzüge

Grüne GlücksorteDer Nordsternpark ist ein „grüner Glücksort“ im gleichnamigen Buch von Thomas Dörmann. Unter dem Leitsatz „Geh raus & blüh auf“ bietet es 80 Ziele aus den grünen Parks, Halden und Landschaften im Ruhrgebiet: Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet*

Nordsternpark im Schnee

Mitte Februar 2021 hat es im Ruhrgebiet geschneit. Das ist nicht unbedingt selten. Eine Besonderheit ist jedoch, dass dieser Schnee dank strenger Frosttemperaturen einige Tage geblieben ist und zusammen mit klarem, blauen Himmel und Sonnenschein eine wunderschöne Kombination bildete. Die Berghänge im Park wurden (zum Teil äußerst halsbrecherisch) zum Rodeln benutzt. Auf dem Kanal schwammen Eisschollen und auf den Wegen wurden kleine Kinder mit Schlitten gezogen, die in der Heimat zuvor noch nie Schnee gesehen haben.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, zusammen mit der benachbarten Schurenbachhalde eine Schneewanderung auch durch den Nordsternpark zu unternehmen. Die Sehenswürdigkeiten und Motive im Park zeigen sich daher völlig ungewohnt. Einige Ansichten gibt es in einer Sommer- und Wintervariante, die ich in einzelnen Aufnahmen kombiniert habe.

Gewagter Aufstieg auf eine der Pyramiden: Eisige Emscherinsel zwischen Fluss und Kanal
Gewagter Aufstieg auf eine der Pyramiden: Eisige Emscherinsel zwischen Fluss und Kanal
Auf der anderen Kanalseite: Doppelbogenbrücke und Amphitheater am teilweise gefrorenen Rhein-Herne-Kanal
Auf der anderen Kanalseite: Doppelbogenbrücke und Amphitheater am teilweise gefrorenen Rhein-Herne-Kanal
Auf der Doppelbogenbrücke mit Blick auf den teilweise gefrorenen Kanal und das Amphitheater
Auf der Doppelbogenbrücke mit Blick auf den teilweise gefrorenen Kanal und das Amphitheater

Ein besonderes Element des Nordsternparks bilden die Bergehalden, also künstliche Lager von bei der Kohleförderung mit an die Oberfläche geholtem unbrauchbaren Nebengestein. Sie sind heute mehr oder weniger in originaler Ausdehnung und Höhe erhalten. Sie alle werden im nächsten Abschnitt näher vorgestellt.

Geographische Koordinaten:
51°31’20.46″N, 7° 2’13.48″E – Doppelbogenbrücke
51°31’41.63″N, 7° 1’54.73″E – Nordsternturm mit Herkulesstatue
51°31’25.06″N, 7° 1’48.61″E – Pumpwerk
51°31’19.63″N, 7° 2’02.56″E – Amphitheater
51°31’21.54″N, 7° 2’22.36″E – Wasserspielplatz
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
363820 m, 5709741 m – Doppelbogenbrücke
363477 m, 5710404 m – Nordsternturm mit Herkulesstatue
363345 m, 5709896 m – Pumpwerk
363609 m, 5709721 m – Amphitheater
363992 m, 5709770 m – Wasserspielplatz


Halden im Nordsternpark und Umgebung

Den wenigsten Besuchern des Nordsternparks ist klar, dass ein überraschend großer Teil des Geländes aus Bergematerial besteht, das zu mehr oder weniger großen Halden aufgeschüttet wurde. Natürlich fallen die zwei prominent gelegenen pyramidenförmigen Aussichtspunkte auf, die aber doch sicherlich anlässlich der Landesgartenschau so kunstvoll und kantig aufgeschüttet wurden, oder? Oder etwa nicht? Zumindest wird ein kleiner Teil des Parks auf Lageplänen als »Haldenpark« bezeichnet. Vorgestellt werden auch die Halden der nahegelegenen Zeche Wilhelmine Victoria.

Halde Nordstern

Mitten im Nordsternpark erhebt sich diese große Aussichtspyramide, die einen guten Überblick über den Park, den Herkules auf dem Förderturm und das Pumpwerk an der Emscher bietet. Atemlos klettert man über die mit Rasen bedeckte Böschung, um oben festzustellen, dass auch auf der Rückseite zwei Treppen auf die Pyramide geführt hätten. Gut wird die kleine, mit Steinen eingefasste Aussichtsplattform angenommen, denn hier reicht der Blick auch über den Park und die Bäume und Häuser hinaus. Rechts vom Herkules erhebt sich am Horizont Halde Rungenberg mit den auffälligen Pyramidenhälften, links davon versucht sich Halde Oberscholven mit den zwei großen Windrädern und dem Kohlekraftwerk hinter dem roten Fördergerüst zu verstecken.

Blick von der Pyramidenhalde auf den Nordsternpark Richtung Süden
Blick von der Pyramidenhalde auf den Nordsternpark Richtung Süden

Der auf der westlichen Seite der Pyramide verlaufende Hauptweg des Nordsternparks liegt in einem recht tiefen Einschnitt. Denn auf der anderen Seite steigt ebenfalls eine Böschung an, die in einem Wald endet. Bis zur Straße Am Bugapark zieht sich dieser Wald, der auf nichts anderem als auf einer alten Bergehalde wächst – der Halde Nordstern. Ursprünglich zieht sich diese Halde auf etwa 4 ha Fläche von Südwest nach Nordost und beinhaltet auch den Grund und Boden der Pyramide. Bis in die 1990er war nahezu die gesamte Fläche durch Bäume bewachsen, der tiefe Wegeinschnitt und auch die Form und vermutlich auch vertikale Ausdehnung der ca. 15 Meter hohen Aussichtspyramide sind erst zur Bundesgartenschau entstanden (man erkennt dies sehr schön anhand von Luftbildern aus den 1990er Jahren). Ganz im Südwesten verläuft unweit der Kletterfelsen von der Emscherhalde beginnend ein Pfad auf den erhaltenen Haldenteil und verliert sich im Wald.

Die Halde Nordstern liegt im Nordteil zwischen der Straße Am Bugapark und dem Platz vor den Fördergerüsten. Die Aussichtspyramide befindet sich direkt am Hauptweg und ist praktisch nicht zu übersehen. Zwei Zugänge zum Aussichtspunkt liegen östlich, also hinter der Pyramide. Etwa 100 m westlich des Kletterfelsens von der Emscherhalde beginnt ein Weg auf den westlichen Haldenteil.

Geographische Koordinaten:
51°31’24.73″N, 7° 1’35.18″E – Zugang Westteil
51°31’32.30″N, 7° 1’53.19″E – Pyramide

UTM-Koordinaten (Zone 32):
363086 m, 5709893 m – Zugang Westteil
363439 m, 5710117 m – Pyramide

Halde Emscher (Emscherhalde)

Das als »Haldenpark« gekennzeichnete Gelände im Westen des Parks beschreibt die Emscherhalde. Damit ist diese Halde benannt nach dem parallel vorbeifließenden Fluss, der in Holzwickede entspringt, durch das nördliche Ruhrgebiet fließt und bei Dinslaken in den Rhein mündet. Aufgehaldet wurde der Abraum hier von 1964 bis 1978. Anschließend erfolgte (noch im Zechenbetrieb) die Rekultivierung und Begrünung, was die Emscherhalde heute zu einem stark bewaldeten Berg macht. Er ist offen zugänglich über zwei Wege – eine Auffahrt und eine Treppe –, die beide zum kleinen Gipfelplateau führen. Die Aussicht hier ist mäßig, dennoch befindet sich hier immerhin eine Rastmöglichkeit in Form von Tisch und Bänken. Steintreppen und Hecken schaffen einen leichten, durchaus gepflegten Garten-Charakter.

Unter dem Titel »Lebendige Vergangenheit« klären Informationstafeln über Kohlegewinnung und -Nutzung auf. An einer Stelle befindet sich eine Stahltreppe, die einen praktischen Vergleich der Energie eines Stücks Kohle und der Freisetzung durch den Menschen durch auf- und absteigen anstellt. Es sei gesagt, dass man für die körperliche Gewinnung von vergleichbarer Energie entsprechend dem jährlichen Kohlebedarf eines Menschen (ca. 6.400 kg / a) etwa 200.000.000 Mal hinauf und wieder heruntersprinten müsste.

Im Norden der Emscherhalde befindet sich ein künstliches Felsmassiv, das für Kletterer errichtet wurde und zwei Monolithe mit zahlreichen bunten Kletterpunkten und Griffen darstellt.

Die Emscherhalde liegt an der äußersten Südwestspitze des Nordabschnitts unmittelbar an der Emscher. Sie wird im Südwesten vom Emscherradweg oder im Nordosten vom Hauptweg (hinter dem Pumpwerk links Richtung Kletterfelsen) über eine Treppe erreicht. Die Treppe führt direkt zum Plateau, sofern man sich geradeaus hält. Ansonsten gilt hier an Kreuzungen: Wege nach oben führen zum Gipfel.

Geographische Koordinaten:
51°31’13.22″N, 7°01’24.79″E – Rampe
51°31’25.70″N, 7°01’44.72″E – Treppe

UTM-Koordinaten (Zone 32):
362876 m, 5709542 m – Rampe
363271 m, 5709918 m – Treppe

Halde Ruhrgas (Ruhrgashalde)

Recht offensichtlich und markant erhebt sich auf der Landzunge zwischen Emscher und Kanal eine dreiseitige Aussichtspyramide – die kleinere von zwei Pyramidenformen im Park. Klettert man auf diesen etwas vom Zentrum des Parks abgelegenen Hügel, kann es passieren, dass man den ein oder anderen sonnenbadenden Mitmenschen aufschreckt. Von hier aus können weite Teile des Parks, der Kanal und der parallel dazu laufende Weg hervorragend überblickt werden. So lassen sich Fußgänger, Radler, Schiffel und etwas unbeholfene Segwayfahrer beobachten.

Die Spitze der Pyramide ist zwar ein wunderschönes Plätzchen und durchaus ihren Aufstieg wert, leider jedoch – wie vielleicht zunächst angenommen werden könnte und wie häufig beschrieben wird – nicht die Spitze einer Bergehalde. Zumindest von keiner, die zu Laufzeiten der Zeche angehäuft wurde, denn an genau deren Stelle befanden sich bis in die frühen Neunzigerjahre nachweislich Teile der Gleisanlagen. Um herauszufinden, ob es sich bei dem Material der Pyramide um von andernorts abgetragenen Abraum oder zu einer Deponie zusammengeschüttetes kontaminiertes Erdreich vom Zechengelände handelt, fehlte beim Besuch des Objektes der obligatorische Geologen-Klappspaten. Definitiv entstanden ist die Pyramide frühestens in der Mitte des Jahrzehnts – vermutlich im Zuge der Landschaftsgestaltung zur Bundesgartenschau im Jahre 1997.

Blick von einem Ausläufer der Ruhrgashalde auf den Kohlebunker, die Doppelbogenbrücke und den Rhein-Herne-Kanal. Die Hecken symbolisieren ein Gleisbild mit Schienen und Weichen, die eckigen Bäume die Güterzüge
Blick von einem Ausläufer der Ruhrgashalde auf den Kohlebunker, die Doppelbogenbrücke und den Rhein-Herne-Kanal. Die Hecken symbolisieren ein Gleisbild mit Schienen und Weichen, die eckigen Bäume die Güterzüge

Die nächste „echte“ Abraumhalde ist jedoch nicht weit entfernt. Man könnte fast hinspucken. Und dazu bedarf es tatsächlich nicht einmal die enorme Reichweite eines Lamas. Denn direkt an die Pyramidenhalde schließt sich westlich, etwas tiefer gelegen, eine ca. 2,5 ha große und 6,5 Meter über Umgebung hohe Bergehalde an, die den offiziellen, aber sehr unbekannten Namen Ruhrgashalde trägt. Ihr höchster Punkt liegt auf 44 Metern über dem Meeresspiegel. Dabei ist die gesamte Halde jedoch stark bewachsen und nur schwer zugänglich. Ein Aufstieg über die steile Flanke lohnt kaum. Steht man oben, befindet man sich in einem wilden Wald mit einigen Müllkippen und hat mit falschen Schuhen echte Mühe, wieder hangelnd von Baum zu Baum hinunter zu gelangen.

Der Zusammenhang mit der ehemals eigenständigen Firma und heutigen e.on-Tochter Ruhrgas ist leider noch offen. Zu naheliegend ist die Tatsache, dass direkt hinter der Halde eine aufgeständerte Pipeline verläuft. Ob für Gas, Öl, Fernwärme etc. ist leider nicht bekannt. Vielleicht kann der ein oder andere Leser diese Lücke noch auffüllen. Eines kann man allerdings sagen: Kommt der Wind wie beim Besuch aus der richtigen (Nord-) Richtung und trägt die Ausdünstungen der Emscher mit sich, erhält der Name der Halde eine völlig neue Bedeutung…

Die Ruhrgashalde liegt auf dem schmalen Landstück zwischen Kanal und Emscher ganz im Südwesten des Parks. Erreicht wird sie von einem Abzweig des Emscherradwegs oder vom Hauptweg direkt am Amphitheater nach Westen, der Teil der Insel-Tour zwischen Henrichenburg und Oberhausen ist..

Geographische Koordinaten:
51°31’16.67″N, 7° 1’45.84″E – Pyramide
51°31’11.93″N, 7° 1’35.62″E – Halde in Wegnähe

UTM-Koordinaten (Zone 32):
363285 m, 5709638 m – Pyramide
363084 m, 5709497 m – Halde in Wegnähe

Halde Hibernia-Dreieck

Das stark landwirtschaftlich geprägte Gelände zwischen der Halde Eickwinkel im Süden und dem Wasserspielplatz des Nordsternparks im Nordosten wird auf Parkplänen nüchtern als »Landschaftspark« bezeichnet. Beim Betrachten von Topographischen Karten fällt diese Fläche jedoch durch ihre Böschungen auf, die sich an Ackerrändern und in Bewaldungen verstecken zu scheinen. Dankenswerterweise folgte nach Erkundigung an der richtigen Stelle die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um ein Gebiet handelt, auf dem eine Zeit lang Bergematerial abgeladen wurde – eine Halde! Sie ist mit gerade einmal sechseinhalb Metern über der Umgebung und maximal 46,5 m ü. NN nicht besonders hoch, erstreckt sich wahrscheinlich aber auf einer recht großen Fläche von ca. 23 ha vom Nordsternpark bis zu einem Reiterhof und zum Schwarzbach. Es liegt nahe, dass es die grobe Dreiecksform der offiziellen Schüttfläche ist, die dem kaum beachteten »Berg« die Bezeichnung »Hibernia-Dreieck« gibt. Weder im Internet noch in der Literatur findet sich dieses Objekt wieder.

Hibernia-Dreieck

Einige Feldwege und wilde Pfade umrunden bzw. durchqueren diese Fläche, bei der sich tatsächlich niedrige Böschungen unter Büschen verbergen und von der große Teile für Felder oder Wiesen genutzt werden. Richtige Berghänge, deutliche Erhebungen geschweige denn Panorama-Aussichten findet man hier allerdings nicht einmal ansatzweise. Bei der Begehung des Geländes ist zu beachten, dass nicht der Privatgrund eines Reiterhofes im Osten betreten wird, dessen Zufahrt zur Straße zum Nordsternpark durch ein Tor versperrt ist.

Auf halber Höhe zwischen der Doppelbogenbrücke und der Schurenbachhalde wird das Hibernia-Dreieck von der Promenade des Rhein-Herne-Kanals erreicht. Ein Zugang zum Areal mit einem Sackgassen-Feldweg befindet sich an der Schwarzbachbrücke (in Höhe der markanten Hochspannungsleitung) unweit des Bahntrassenradweges an der Schurenbachhalde.

Geographische Koordinaten: 51°31’5.07″N, 7° 1’36.53″E – Günstiger Zugang im Südwesten
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 363096 m, 5709285 m – Günstiger Zugang im Südwesten

Halde

Halde Wilhelmine Victoria II / III und I / IV

Unweit der Autobahnabfahrt von Heßler trennt ein bewaldeter Berg zwei Teile der Zechensiedlung Klapheckenhof zwischen der Dammstraße und der Grawenstraße. Die Siedlung Klapheckenhof mit dem außerhalb und auf der anderen Seite der Halde Wilhelmine Victoria II / III liegenden Grawenhof entstand 1873 (Nordteil) bzw. 1885 (Südteil) unter der Bergbau AG Wilhelmine Victoria. Nach der Siedlung Flöz Dickebank bilden beide damit die zweit- und drittälteste Arbeitersiedlung in Gelsenkirchen. Typischerweise sind die Gebäude wie in vielen Siedlungen dieser Art (Beispielsweise Siedlung Eisenheim in Oberhausen) im Kreuzgrundriss erbaut. Innerhalb eines Hauses befinden sich damit vier Wohnungen mit eigenen, separat gelegenen Eingängen. Die Entfernung der Hauseingänge voneinander sollte unter anderem für Abstand zwischen den Nachbarn sorgen und damit auch Konflikten vorbeugen, aber auch den Eindruck des Besitzes eines ganzen Hauses schaffen. Sowohl im eigentlichen Klapheckenhof als auch an der Grawen- und Grundstraße bilden die Häuser eine lineare Ausrichtung, stehen also in einer Reihe nebeneinander. Zu den Häusern gehören jeweils Gärten und Schuppen. Größtenteils bestehen die Häuser aus sichtbarem Backstein, teilweise sind sie einheitlich oder verschieden verputzt – jeder Straßenzug sieht also anders aus.

Der Berg liegt nahe der ehemaligen Schachtanlage II / III und hat die Form eines liegenden L. Es handelt sich hierbei um die Halde Wilhelmine Victoria II / III. Sie wird von den Siedlungen und Straßen, die zum Teil auf ehemaligen Güterbahnstrecken verlaufen, scharf eingerahmt. Ein ehemaliges Schwimmbad bedeckt sie sogar. In der Abbildung mit dem Schummerungsbild ist die Ausdehnung der Halde gut zu erkennen:

Geländemodell Halde Wilhelmine-Victoria

Der Hauptteil der Halde liegt an der Wilhelmine-Victoria-Straße im Westen. Eine Spitze fällt in östlicher Richtung sanft ab. Die Gesamtfläche beträgt etwa 4 Hektar. Der höchste Punkt liegt auf 57 Metern über dem Meeresspiegel und etwa 18 Meter über der Umgebung. Zunächst sucht man vergeblich nach einem Zugang zur Halde. An einigen Stellen führen jedoch unauffällige Trampelpfade von den Straßen den Hang hinauf und enden auf einen mehr oder weniger breiten Hauptweg, der sich auf dem langen Kamm von West nach Ost zieht. Aussichten halten sich durch die dichte Bewaldung arg in Grenzen, wie auf den folgenden Fotos deutlich wird.

Nicht einmal zwei Kilometer von der beschriebenen zweiten Schachtanlage II / III in Heßler war die Gründungsschachtanlage der Zeche Wilhelmine Victoria entfernt. Sie befand sich in östlicher Richtung davon an der Wilhelminenstraße. Noch heute sind dort, etwas versteckt hinter einem Supermarkt, das Gebäude der Kaue und der alte Eingangsbereich erhalten.

Auch hier gab es eine Bergehalde, die sogar noch größer war als die andere. Sie erstreckte sich entlang der alten Eisenbahn zum Güterbahnhof Schalke und reichte bis zur Siedlung Goorshof. In den 1950er Jahren hatte sie eine Ausdehnung von etwa 5 Hektar. Heute sucht man diese Halde jedoch vergeblich, findet aber einige Hinweise darauf. So existiert beispielsweise eine Haldenstraße und auch das Gewerbegebiet, das zum Teil auf ihrer Fläche liegt, trägt den Namen Gewerbegebiet Haldenstraße. Der größte Teil der Fläche wird jedoch heute täglich von beinahe unzähligen Autofahrern überfahren. Seit Anfang der 1970er Jahre verläuft hier nämlich die Autobahn A42 entlang. Die Aus- und Einfädelspuren der Ausfahrt Gelsenkirchen-Zentrum aus Richtung Oberhausen gesehen enden und beginnen auf ihr.

Die folgende Abbildung stellt die alte Bergehalde Wilhelmine Victoria I / IV dar. Zur besseren Identifikation ist ihre Kontur mit einer braunen Umrandung gekennzeichnet. Die Grafik ist interaktiv. Mit der Maus oder Finger können Sie das historische Luftbild mit einem aktuellen vergleichen, sodass sich die Lage der Halde – immer noch mit der Kontur markiert – auf die heutige Situation übertragen lässt.

Zugänge zur Halde befinden sich an der Wilhelmine-Victoria-Straße im Westen und an der Dammstraße im östlichen Bereich der Halde. Die Siedlungen sind über öffentliche Straßen frei zugänglich. Bei einem Besuch ist jedoch zu beachten und zu respektieren, dass hier Menschen wohnen und leben.

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt Gelsenkirchen-Heßler. Dort links (aus Richtung Dortmund) bzw. rechts (aus Richtung Oberhausen) auf die Straße Lehrhovebruch Richtung Heßler. An der Ampel hinter der markanten Brücke mit dem roten Bogen rechts abbiegen in die Straße Fersenbruch. In der Ortsmitte in Höhe der Kirche rechts abbiegen in die Grimmstraße. Kurz vor dem Ende schräg rechts abbiegen und auf dem Parkplatz parken. Von hier aus zu Fuß der Grawenstraße folgen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Klapheckenhof bzw. Grawenhof in Gelsenkirchen

Geographische Koordinaten:
51°31’06.08″N, 7° 3’10.90″E – Halde Wilhelmine Victoria II / III
51°31’13.45″N, 7° 3’14.88″E – Siedlung Klapheckenhof
51°31’02.16″N, 7° 3’10.40″E – Siedlungsteil Grawenhof
51°31’03.42″N, 7° 4’08.70″E – Kaue am Gewerbegebiet Haldenstraße
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
364915 m, 5709267 m – Halde Wilhelmine Victoria II / III
364998 m, 5709493 m – Siedlung Klapheckenhof
364902 m, 5709146 m – Siedlungsteil Grawenhof
366027 m, 5709155 m – Kaue am Gewerbegebiet Haldenstraße

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit Bus und Bahn: Von Gelsenkirchen Hauptbahnhof mit dem Bus der Linie SB36 Richtung Bottrop bis Grimmstraße (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Lockhofstraße). Die Fahrtzeit beträgt etwa 13 Minuten. zu Fuß in die Grimmstraße nach Süden bis zum Kreuzungsstern an der Dammstraße. Auf der Dammstraße zur Siedlung Klapheckenhof, auf dem Grawenhof zu eben diesem Siedlungsteil oder über die Dammstraße auf die Halde.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Über den nahegelegenen Nordsternpark sind Siedlung und Halde mehr oder weniger durch einen Abstecher an den Emscherweg und den Emscher-Park-Radweg angebunden.