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Botanischer Garten Rombergpark und Zoo Dortmund

Ein Grünzug für Pflanzen- und Tierfreunde im Dortmunder Süden

Aus dem Süden der Großstadt entspringt ein bewaldeter Grünzug, der sich praktisch bis in die Innenstadt Dortmunds erstreckt. Den südlichsten Teil bildet der Zoo, gefolgt vom Rombergpark und dem Phoenix-Park. Hinter der Emscher geht er in den Westfalenpark über. Als »Stadewäldchen« verläuft er parallel zur Märkischen Straße und endet mit gutem Willen im Stadtgarten im lebhaften Zentrum.

Bereits seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts besteht ein Englischer Garten um das ehemalige Wasserschloss Brünninghausen. Im Jahre 1927 wurde der Botanische Garten Rombergpark gegründet und aus der Stadtmitte umgesiedelt. 1953 kam südlich davon der Zoo dazu. Heute locken beide Parks zahlreiche Besucher und Touristen an. In einmaliger Weise werden die Freunde der Botanik und Tierfreunde in enger Nachbarschaft angelockt. Der Rombergpark zieht zur Rhododendrenblüte viele Liebhaber und Fotografen an, der Zoo bei der Geburt von Tierbabys. Betrachten wir in diesem Beitrag einmal beide Ziele und bezahlen nur einmal Parkgebühren. Man kann in beiden Parks einen ganzen Tag verbringen. Versprochen.

Zunächst sehen Sie eine Übersichtskarte mit den wesentlichen Orten, Parkplätzen und Haltestellen des Nahverkehrs. Es folgt darunter eine ausführliche Anreisebeschreibung zu beiden Zielen. Dann wird erst der Rombergpark vorgestellt und zuletzt der Zoo.

Karte Rombergpark und Zoo Dortmund

 

Informationen zur Anreise zum Rombergpark und Zoo:

Anreise mit dem Auto: Auf der B1 als Verlängerung der A44 aus Richtung Kassel bzw. Kreuz Dortmund / Unna (A1) und der A40 aus Richtung Essen bis zur Kreuzung B54 Dortmund-Zentrum. Dort Richtung Hagen auf die Ruhrallee B54 abbiegen. Bis zur zweiten Ausfahrt, die hinter einer Linkskurve liegt. Rechts auf die Straße Am Rombergpark abbiegen.

► Zum Rombergpark: links auf den Parkplatz (im Sommer auch mit Schatten). Bei Überfüllung zweite Alternative am Zoo nutzen:

► Zum Tierpark und Rombergpark (Süd): Hinter dem Bahnübergang links auf die Hagener Straße. Die zweite links Richtung Dortmund Zoo (Beschilderung). Über die Bahn und schließlich auf den Parkplatz (gebührenpflichtig bei Ausfahrt) fahren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Am Rombergpark (Rombergpark) oder Mergelteichstraße 80 (Tierpark) in Dortmund

Geographische Koordinaten:
51°29'00.24"N, 7°28'04.52"E – Nordeingang Rombergpark
51°28'29.16"N, 7°28'02.99"E – Südeingang Rombergpark am Zoo
51°28'32.85"N, 7°27'54.51"E – Gewächshäuser und Café
51°28'43.63"N, 7°27'52.25"E – Taschentuchbaum

51°28'27.40"N, 7°28'04.87"E – Haupteingang Zoo
51°28'14.05"N, 7°28'20.07"E – Saison-Nebeneingang Zoo
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
393618 m, 5704696 m – Nordeingang Rombergpark
393568 m, 5703736 m – Südeingang Rombergpark am Zoo
393407 m, 5703853 m – Gewächshäuser und Café
393371 m, 5704187 m – Taschentuchbaum

393604 m, 5703681 m – Haupteingang Zoo
393888 m, 5703262 m – Saison-Nebeneingang Zoo

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Dortmund Hbf. Von dort im Stundentakt mit der RB 52 bis Dortmund-Tierpark. Den Bahnsteig verlassen und zweimal rechts durch die Unterführung unter den Schienen hindurch. Von dort zu Fuß der Beschilderung durch den Teil des Rombergparks zum Zoo folgen oder in den Rombergpark von Süden.

Mit der U-Bahn der Linie U49 vom Dortmunder Hauptbahnhof oder dem Stadtgarten Richtung Hacheney bis Hacheney (Endstation). Zu Fuß entlang der Hacheneystraße bis zum Rombergpark. Links zum Haupteingang des Zoos oder rechts in den Rombergpark von Süden.

Mit der U-Bahn der Linie U49 vom Dortmunder Hauptbahnhof oder dem Stadtgarten Richtung Hacheney bis Rombergpark. Mit der U-Bahn wird der Nordeingang erreicht (nicht für Besucher des Zoos).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Emscher-Radweg verläuft nicht weit entfernt am Rombergpark vorbei. Der Jakobsweg von Dortmund in Richtung Wuppertal als Verlängerung der Via Baltica verläuft durch den Rombergpark.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress sind Rombergpark und Zoo dargestellt, zum Beispiel In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet Ost" im Maßstab 1:50.000. Auch im Stadtplan sind die Ziele vermerkt. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

 

 

Der Botanische Garten Rombergpark

Von der Rhododendren-Blüte, roten Bächen und einem Taschentuchbaum

Nachbars Azaleen und Rhododendren im Vorgarten geben in diesem Jahr wieder einmal den Hinweis. Es ist so weit. Blütenprächtig leuchten sie in buntesten Farben für zwei bis drei Wochen, je nach Witterung, ehe sie für den Rest des Jahres in eine friedhofsähnliche Tristesse verfallen. Was im Garten nebenan im kleinen Maßstab blüht, ist lächerlich gegen das Blütenmeer im Rombergpark. Im Gegensatz zum Vorgarten des Nachbarn gibt es hier auch den Rest des Jahres noch Sehenswürdigkeiten, die praktisch zu jeder Saison einen Besuch lohnen.

Bienen und andere Insekten werden ebenso angezogen wie Spaziergänger, Jogger, Genießer und Fotografen. Sie alle nutzen die morgendliche Ruhe, um von der Hektik der Großstadt zu pausieren und die körperlichen Energiequellen aufzutanken. Dazu gibt es viele Bänke und stille Wege auch abseits der Hauptachsen. Für die Kleinen, die vielleicht noch kein Auge für botanische Schönheiten haben, finden sich Spielplätze im Rombergpark. Der große See besitzt eine Insel und stegartige Aussichtsplattformen mit Ruhebänken im Wasser. Hier lassen sich Wasservögel, dicke Fische und sogar (ausgesetzte?) Schildkröten beobachten. Ein anderer Teich in der Nähe ist eher morastig. Sumpfzypressen erinnern an die kanadische Wildnis. Hier und dort stehen interaktive Skulpturen, die insbesondere von Kindern zum Spielen genutzt werden können. Neben dem Arboretum (arbor lat. = Baum) gibt es noch einen eigenen Staudengarten, Kräutergarten und die im Jahr 1822 gepflanzte Allee aus Linden. Interessierten ist der Rombergpark für einige besondere Gewächse ein Begriff. Ein besonderer Glanzpunkt neben den Rhododendren und Azaleen ist der chinesische Taschentuchbaum, dessen Blüten ebenfalls im Frühling wie weiße Papiertaschentücher neben den Blättern vom Baum hängen. Doch auch andere knorrige, verzweigte, wegüberspannende, dünnblättrige, formblättrige, blühende oder immergrüne Büsche und Bäume in Wäldchen, an Wegen oder rings um mehr oder weniger große Wiesen und Lichtungen gehören zur Vielfalt des Botanischen Gartens.

Betrachten wir zunächst die breit angekündigte Rhododendrenblüte. Aber der Park hat noch viel mehr Besonderheiten zu bieten.

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

Dickes, aber flinkes Eichhörnchen auf der Flucht

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

 

Lindenallee im Rombergpark Dortmund

Prachtvolle Linden-Allee von 1822 im Rombergpark

Rhododendrenblüte im Rombergpark

 

gelbe Blüten

 

orange-weiß

 

Rhododendronblüte

 

gelbe Blumen

 

Taschentuchbaum im Rombergpark

Die Form der Blüten gibt ihm den Namen »Taschentuchbaum«

Ginkgo

Asiatischer Ginkgo-Baum

Blüte

 

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

Während meines letzten Besuchs traf ich auf eine Frau, die mich beim Fotografieren der Blütenpracht ansprach. Sie war fast schon verzweifelt und hoffte auf Ortskenntnis. Sie wollte den berühmten Taschentuchbaum sehen, der ja nur alle vier Jahre blühen würde (ist das wirklich so?) und dies gerade jetzt laut Zeitung täte. Die gute Frau war aus Bayern angereist und suchte gestern schon extra den ganzen Tag im Park. Und heute Morgen, kurz vor der Abfahrt ihres Zuges, war es ihre letzte Chance. Ehrlich gesagt hatte ich den Baum gar nicht mehr auf dem Schirm, weil ich ihn schon mehrfach vor Jahren gesehen habe. Grob wusste ich aber noch von früher, wo er ungefähr stehen müsste. Ich erinnerte mich an ein Schild an einem Zaun, das aber nicht mehr vorhanden war. Überglücklich war sie, als wir einige Minuten später– auch ich musste ihn ein wenig suchen, wusste aber, dass er an einer Wegkreuzung in der Nähe des westlichen Roten Bachs stehen würde – unter den »Taschentüchern« standen. Gerade rechtzeitig noch. Sie machte rasch Fotos mit ihrem Tablet-Computer, ließ sich mit ihm gemeinsam fotografieren und spurtete dann nach hektischem Blick auf die Uhr direkt zum Bahnhof am Tierpark. Auf meinem Spaziergang habe ich sogar noch einen zweiten Taschentuchbaum gesehen. Dieser ist allerdings etwas versteckter gelegen und man braucht etwas Glück beim Blick in die Baumkronen, um die markanten Blüten hoch oben zu erkennen.

Neben botanischen Kostbarkeiten bietet der Rombergpark als Sehenswürdigkeit vor allem seine bereits angesprochenen »Roten Bäche«, die durch ihre rostrote oder auch in Kinderphantasien blutrote Färbung des Bachbettes eine ungewöhnliche und vielleicht etwas gruselige Attraktion darstellen. Es sind eisenhaltige Zuflüsse des Schondelle-Baches (gesprochen wie geschrieben), der durch den Park und rings um den großen Teich im Norden plätschert. Das Wasser der Zuflüsse ist konstant 13 bis 15°C warm. Im östlichen Talbereich sind dies eisenockerhaltige natürliche Quellen, im westlichen handelt es sich um ebenfalls eisenockerhaltiges Grubenwasser aus der Zeche Glückaufsegen. Und das Stichwort Eisen sagt es bereits: Das Bachbett rostet ganz einfach. Die Quellen und Bäche sind besondere Attraktionen, die vor allem bei Kindern neugierige Fragen aufwerfen. Entsprechende Informationstafeln erläutern ihre Entstehung und dass das Wasser für die meisten Wasserbewohner wie Fische eine lebensfeindliche Umgebung darstellt.

eisenhaltiges Wasser

Gräser vor rotgefärbtem Bachbett

Rhododendrenblüte im Rombergpark Dortmund

Roter Bach im Rombergpark

Roter Bach im Rombergpark

 

Primel

 

Grubenbach Zeche Glückaufsegen

Der rote Gruben-Bach der Zeche Glückaufsegen

Teichhuhn

Teichhuhn oder Teichralle

Sumpfzypressen

Sumpfzypressen an einem Weiher

Schildkröte

Schildkröte

Wasservogel

Nilgans

Staudengarten Rombergpark

Staudengarten im Rombergpark

Rabe

Aaskrähe wartet auf Futter

Café Orchidee im Rombergpark

Café Orchidee an den Pflanzenhäusern im Südwesten

Neben den Vögeln und Fischen (und Schildkröten) kann man auch nach dicken Eichhörnchen Ausschau halten. Sie klettern in halsbrecherischem Tempo die Bäume hinauf und wieder hinunter oder springen durch das Geäst von Baum zu Baum. Besonders interessant wird es, wenn zwei Eichhörnchen um ihre Beute und ihren Baum kämpfen. Aber Vorsicht: ein falsches Geräusch oder zu nah dran und sie sind rasch verschwunden. Vielleicht sieht man sie noch den Baum hinauf laufen und aus einer Astgabel aus erhöhter Position vorsichtig hervorgucken, ob die Gefahr (ich) schon weitergezogen ist oder nicht.

Ganz im Süden stehen vier Pflanzenschauhäuser (Öffnungszeiten und Eintrittspreise beachten), in denen seit 1958 Pflanzen verschiedener Klimazonen betrachtet werden können. Unmittelbar daneben befindet sich das Café Orchidee. Spielplatz und eine Teichanlage mit vielen kleinen Goldfischchen bieten sich hier für eine Rastmöglichkeit an.

Und genau hier endet der Spaziergang durch den Park. Wir befinden uns quasi in Hörweite zum Zoo. Manches Tier oder freudig rufendes Kind ist von hier aus bereits wahrzunehmen. Durch die schattigen Bäume links vom Café Orchidee geht es direkt zum Zooeingang.

 

Informationen zum Besuch im Rombergpark:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Rombergpark ist täglich rund um die Uhr frei und kostenlos zugänglich.

Die Pflanzenschauhäuser sind Sa, So und feiertags ab 10.00 Uhr geöffnet bis 16.00 Uhr (01.10.-31.03.) oder 18.00 Uhr (01.04.-30.09.). Der Eintritt zu den Gewächshäusern beträgt 2,50 Euro. Zeitweise erfolgt der Zugang durch das Café.

Im Park befinden sich an der Linden-Allee (Spielplatz) und am Café Toiletten. Das Café Orchidee ist neben mobilen Ständen derzeit die einzige Einkehrmöglichkeit im Park, erinnert von der Architektur her an die 60er Jahre und befindet sich im äußersten Südwesten der Anlage.

Fotografieren ist – auch mit Stativ – im Rombergpark kein Problem. Man fällt auch häufig nicht weiter auf, da bei schönem Wetter viele Besucher ihre Kameras mitnehmen. Es ist allerdings zu beachten, dass große Teile des Parks abgeschattet sind und dafür vielleicht etwas Übung mit den Einstellungen der Kamera notwendig ist.

Info!Informationen zur Anreise finden Sie ganz oben in der Einführung zu diesem Beitrag.

Offizielle Internetseite: www.rombergpark.dortmund.de

Der Dortmunder Zoo

Giraffe, Ameisenbär & Co. und ein großer Abenteuerspielplatz

Wie die meisten der Städte im Revier gehört auch in der größten Stadt des Ruhrgebietes ein traditionsreicher Tierpark zum Freizeitangebot, der viele sehenswerte (tierische) Besonderheiten bietet und gerade für Familien mit Kindern praktisch zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert ist. Der Tierpark liegt unmittelbar neben dem Rombergpark, wurde im Jahre 1953 gegründet und beherbergt heute auf etwa 30 ha Fläche zirka 230 Tierarten mit rd. 1.500 Tieren. Bekannt ist der Zoo vor allem für die Zucht oder Haltung spezieller, gefährdeter Arten wie Große Ameisenbären oder Riesenotter. Der Tierpark hat einen besonderen Waldcharakter durch seinen Baumbestand, was im Sommer in weiten Teilen einen kühlen, willkommenen Schatten bietet. Besonders interessant für den Nachwuchs sind sicherlich der große Spielplatz in der Mitte der Anlage, der Streichelzoo oder viele verteilte Erlebnis-Stationen. Das Maskottchen von Borussia Dortmund, die Biene Emma, führt Kinder spielerisch durch die Anlage.

Bei mir schwingt beim Thema Zoo immer eine negative Einstellung mit, wenn es um die Haltung und Zurschaustellung von wilden Tieren geht. Das hängt teilweise damit zusammen, Nashörner, Giraffen, Elefanten und Löwen schon in freier Wildbahn in Afrika gesehen zu haben. Ich habe aber inzwischen verstanden, wie viel ein Tierpark Beitrag für Bildung und Erfahrung ist und dass man sich viel Mühe gibt, eine artgerechte Pflege und Haltung zu gewährleisten. Insbesondere der Dortmunder Zoo tut gerade einiges dafür, von Betonlandschaften und savannenähnlichen Fliesenböden wegzukommen und große, der natürlichen Umwelt der Tiere imitierte Landschaften zu errichten. Ich habe sogar den Eindruck, dass gerade hier überdurchschnittlich viel für den Aus- und Umbau getan wird. Nach einiger Zeit bin ich mal wieder hier und kombiniere den Besuch mit der Rhododendrenblüte im Rombergpark. Mal sehen, was sich so verändert hat.

Über eine der drei kleinen Brücken über den Schondelle-Bach erreicht man den Kassenbereich und den Souveniershop. Die Schlange ist nur von kurzer Dauer. Hoffentlich sehen wir heute noch ein paar mehr – in Terrarien hinter dicken Glasscheiben, versteht sich. Es gibt in der Sommersaison noch einen weniger genutzten Nebeneingang im Süden.

Eingang vom Dortmunder Tierpark

Eingangsbereich des Dortmunder Zoos (Haupteingang)

Im Vergleich zu anderen Tierparks im Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen und Deutschland ist der Eintritt moderat und fair. Ich weiß, dass die Kosten für einen Zoo für die Pflege und Haltung der Tiere riesig und Tierparks praktisch immer Verlustgeschäfte sind. Für einen Erwachsenen bleiben wir unter 10 Euro. Jahreskarten sind zu Tarifen zu bekommen, für die beispielsweise in Hannover nicht einmal zwei Einzeltickets erhältlich sind. Zusammen mit dem Ticket bekommt man einen übersichtlichen, gezeichneten Zooplan ausgehändigt. Ein Rundweg erschließt fast sämtliche Gehege und berührt mehrfach auch den zentralen großen Abenteuer-Spielplatz in der Mitte des Zoos. Verteilte Gastronomie und Cafés und zahlreiche Imbiss-Stände befriedigen das leibliche Wohl, es existieren jedoch auch zahlreiche Rastplätze für leckere, mitgebrachte Butterbrote – draußen schmeckt es doch immer irgendwie am besten. Eine räumliche Klassifizierung der Tierarten nach ihrer Herkunft wie in der ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen (strikte Einteilung Afrika, Asien und Alaska) findet man hier nur zum Teil und im Ansatz. So kann man hier nach Herzenslust flanieren und sich überraschen lassen, was denn da als nächstes zu beobachten ist – oder von wem man von der anderen Seite des Zaunes neugierig beobachtet wird.

Vom Haupteingang breitet sich der Zoo für den Besucher fächerförmig aus. Begrüßt wird man mit einem großen Teich samt hoher Fontäne, in dem viele Wasservögel wie Flamingos und Enten heimisch sind. Am Hang befindet sich eines der zahlreichen Tierhäuser, das Amazonashaus mit tropischem Klima. Es enthält Terrarien mit Spinnen, Fröschen und Schlangen, Wasserbassins mit Krokodilen und einige freifliegende Vögel in typischer Pflanzenwelt. Hält man sich rechts, so gelangt man letztlich zu der großen Südamerikawiese mit Ameisenbären und Tapiren. Die Tamandua, die Ameisenbären, sind großer Stolz des Zoos, der führend in der Zucht dieser besonderen Tiere ist.

Der Weg führt zunächst an den Kängurus und Emus (mit kurzem Aufenthalt im begehbaren Känguru-Gehege) zu den Giraffen. Hier ist gerade »Sprechstunde« und eine Tierpflegerin steht für Fragen zur Verfügung. Der Bogen führt über die Servale und Zebras zu den Nashörnern. Aufgrund der vor allem im asiatischen Raum vorkommenden Meinung, das Horn würde zur Steigerung der Potenz dienen, wurden in der Wildnis Afrikas und auch in einigen Zoos ganze Nashörner von Wilderern getötet. Dies führte zum fast- bzw. tatsächlichen Aussterben einiger Nashorn-Arten. Über die Leoparden und kleinen Pandas erreichen wir den großen Spielplatz und die Südamerikawiese. Neben den Pandas befindet sich übrigens das Gehege der Steinläuse, die aus dem Loriot-Sketch bekannt sind. Weltweit ist es das einzige Gehege dieser kleinen Steine fressenden Art. Und nicht ganz ernst gemeint.

Dortmunder Zoo

Im begehbaren Känguru-Gehege auf Tuchfühlung mit Beuteltieren

Giraffenanlage

Aussichtsplattform bei den Giraffen mit regem Interesse

Dortmunder Zoo

Futtertröge neben der Aussichtsplattform

Giraffe beim Fressen

Hochgehängter Futterkorb am Giraffenhaus

Dortmunder Zoo

Serval versteckt sich im Gras (Tele-Aufnahme)

Dortmunder Zoo

Antilopenart im Afrika-Bereich

Zebra im Zoo Dortmund

Gleich nebenan: Prächtiges Zebra

Dortmunder Zoo

Nashorn mit dem namensgebenden Horn auf der Nase

Dortmunder Zoo

Es macht sich im warmen Sand bequem

Dortmunder Zoo

Gürteltier im Tamanduahaus

Dortmunder Zoo

Im Haus klettert auch ein Faultier in Zeitlupe herum
Manch einer fühlt sich ans Büro erinnert....

Dortmunder Zoo



Dortmunder Zoo

 

Zoo Dortmund

 

Tamandua im Zoo

Ungewöhnliche Nachbarschaften

Dortmunder Zoo

Ameisenbär, Tamandua, das Wappentier des Zoos

Dortmunder Zoo

Die lange, rüsselartige Schnauze im Einsatz

Dortmunder Zoo

Der schaut nicht böse, der kaut nur: Südamerikawiese

Dortmunder Zoo

Gehege für die Steinlaus

Pfau

 

Wir haben bereits beim Rundgang einige Eis- und Süßigkeitenstände passiert. Am Spielplatz gibt es auch ein Restaurant und einen Imbiss mit Currywurst und Pommes. Und neben den Tamanduas auch eine Toilette (diese übrigens auch am Giraffenhaus und am Regenwaldhaus sowie am Haupteingang). Von hier aus setze ich den Gang durch den zweiten Teil fort. Es ist der stärker bewaldete Teil des Zoos, der gerade im Sommer willkommenen Schatten und erfrischende Kühle bietet. An heißen Sommertagen bietet es sich an, früh mit den südlichen Bereichen Australien und Afrika anzufangen, um eventuelle große Mittagshitze auf dem Spielplatz oder im nördlichen schattigen Teil zu überwinden.

Auf der Rückseite des Nashorn-Geheges erreicht man die Raubkatzen und die Luchs-Schlucht. Bei der Luchs-Schlucht lohnt es sich, mal einen Moment zu verharren. Als es etwas ruhiger auf der Aussichtsplattform wurde, löste sich die beeindruckende Katze aus dem Versteck hinter einem liegenden Baumstamm und schlich sich nur einige Meter entfernt vorbei. Mit der ersten lautstark fallengelassenen Bollerwagen-Deichsel anderer Besucher war es dann auch schon wieder vorbei. Auf der anderen Seite der Schlucht befinden sich Glasscheiben. Tipp: Luchse lassen sich nicht durch Hämmern ans Glas oder Schreien anlocken.

Der Bogen führt weiter zu den Seelöwen. Traditionell ist insbesondere die kommentierte Seelöwenfütterung bei Klein und Groß sehr beliebt. Auch Pinguine, Otter und Nutrias sind hier zu finden. Vorbei an den Dachsen geht es durch die begehbare Eulen-Voliere zum Regenwaldhaus "Rumah Hutan" mit dem Affen-Freigelände. Es folgen einige Greifvögel, Kleinvögel und Ibisse, bevor die Kamele das letzte Gehege meines Rundgangs darstellen. Neben dem Amazonas-Haus befindet sich noch der Streichelzoo mit dem westfälischen Bauernhof, in dem sich heimische Hoftiere anschauen und teilweise anfassen lassen. Ziegen freuen sich über eine Fütterung durch die Besucher (Zeiten beachten!).

Dortmunder Zoo

Beobachtungen in der Luchs-Schlucht (Tele-Aufnahme)

Dortmunder Zoo

Ein Dachs – bisher von mir selten fotografiert

Stachelschwein im Zoo

Stachelschweine – jederzeit in Gefechtsbereitschaft

Dortmunder Zoo

Weil der Luchs so beeindruckend ist, noch einmal...

Kamel im Dortmunder Zoo

Antizyklischer Rundweg: Kamel schubbelt sich am Holz

Kamel

Einfallsreichtum der Natur in Form von zwei Höckern

Kamel

 

Streichelzoo

Niedlichkeit in Person: Streichelzoo

Ziege im Streichelzoo Dortmund

Ziege im Streichelzoo

Rind im Zoo Dortmund

Rinder im Westfälischen Bauernhof

Affe

Freigelände des Regenwaldhauses »Rumah hutan«

Affenjunges auf der Schulter

Affentaxi

Fauler Affe Affe

 

Informationen zum Besuch des Dortmunder Zoos:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Zoo hat täglich ab 9 Uhr geöffnet – im Winter (1. November bis 15. Februar) bis 16.30 Uhr, im Sommer (16. März bis 15. Oktober) bis 18.30 Uhr und zu den übrigen Saison-Übergangszeiten bis 17.30 Uhr.

Für jeweils zwei mal zwei Stunden ist der Streichelzoo geöffnet. Hier kann Spezialfutter für die Tiere gekauft und verfüttert werden.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Zoo entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein Mitbringen von Haustieren nicht gestattet. Ebenso sind Fahrräder, Roller, Inline-Skates etc. zu Hause zu lassen. Aufgrund der hier und dort steileren Anstiege werden Rollstühle und Bollerwagen verliehen.

Privates Fotografieren ist kein Problem. Auf Blitzlicht sollte allerdings dringend verzichtet werden. Durch den Waldcharakter des Zoos ist es in einigen Teilen allerdings ohne gewissen geübten Umgang in teilbeschatteten und teilbesonnten Motiven schwierig, ein in der Helligkeit ausbalanciertes Foto zu machen. Einige Gehege besitzen Glasscheiben oder dichtere Maschenzäune, wo das Fotografieren und Fokussieren erschwert ist. Viele der größeren Freigehege außerhalb des Waldes sind allerdings so ausgerichtet, dass die Sonne größtenteils im Rücken des Fotografen steht, sodass unerwünschte Gegenlichtaufnahmen vermieden werden.

Info!Informationen zur Anreise finden Sie ganz oben in der Einführung zu diesem Beitrag.

Offizielle Internetseite: www.zoo.dortmund.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 08 / 2018
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr