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Die Radtour "Ruhr-Lenne-Achter"

Von der Ruhr durch drei Flusstäler auf Spuren der frühen Industrialisierung ins nördliche Sauerland

Die ungefähre Form der großen, liegenden Zahl 8 gibt dem Ruhr-Lenne-Achter seinen Namen. An drei Stellen – bei Hagen, Schwerte und Fröndenberg – führt die Radroute vom RuhrtalRadweg aus nach Süden ins Märkische Sauerland. Er folgt dabei der Lenne, dem Baarbach, der Oese und der Hönne als Bäche bzw. Flüsse, die alle in die Ruhr münden. Neben schöner, hügeliger Landschaft und idyllischen Abschnitten an den Flüssen erreicht man Orte der Industrialisierung, die zum Teil schon da waren, bevor das Ruhrgebiet zu seinem Aufstieg kam.

In der folgenden Übersicht ist die Route dargestellt und zur besseren Übersicht in West- und Ostrunde sowie die mittlere Verbindung eingeteilt. Die Westrunde ist etwas mehr als 50 Kilometer lang, die Ostrunde etwas mehr als 40 Kilometer. Eine Gesamtrunde ist fast 70 Kilometer lang. Eingezeichnet sind ausgesuchte Bahnhöfe in der Nähe der Strecke, von denen aus Etappen abgekürzt oder abgebrochen werden können.

Übersichtskarte Ruhr-Lenne-Achter

Der Radweg ist sehr gut ausgeschildert über das Radverkehrsnetz NRW. An den großen Knotenpunkten findet sich das Piktogramm des Weges, eine liegende blau-grüne Acht und die Beschriftung „Ruhr-Lenne-Achter“. Dazwischen muss man den rot-weißen Beschilderungen folgen. Meist findet man an Straßenkreuzungen ein kleines weißes Quadrat mit einem Fahrrad-Symbol und einem Pfeil in Fahrtrichtung. Die Wege sind überwiegend wassergebunden oder asphaltiert. Meist sind höchstens ruhige Nebenstraßen zu befahren. Bei stärker befahrenen Landstraßen gibt es üblicherweise einen straßenbegleitenden Radweg. Auf einigen Abschnitten werden stillgelegte Bahntrassen als Radweg genutzt, insbesondere zwischen Iserlohn und Menden.

Die Beschreibung teilt sich auf in die Mitte, die Ost- und die später ergänzte Westrunde.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen.

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InfoGPS-Koordinaten zu interessanten Orten am Wegesrand sind in den jeweiligen Abschnitten aufgelistet.

 

Die Mitte – der Gürtel der Acht

Von Hennen durch das Baarbach-Tal zum Seilersee nach Iserlohn

Auf dem RuhrtalRadweg ist man zwischen Fröndenberg/Ruhr und Schwerte an der Mündung des Baarbachs in die Ruhr vorbeigefahren. Diese Etappe folgt diesem Bach aufwärts bis in die Nähe seines Ursprungs im Innenstadtgebiet von Iserlohn. Der Abzweig vom RuhrtalRadweg liegt etwa 1 km östlich von der Ruhrtstraße am Wellenbad in Schwerte bereits auf dem Gebiet des Märkischen Kreises und der Stadt Iserlohn.

Vorbei am Reiterhof haben wir die erste kleine Steigung zu überwinden und erreichen den kleinen Ort Hennen. In der Bäckerei und im Supermarkt kann man sich noch einmal eindecken mit Nahrungsmitteln. Dann geht es Achtung auf der Hauptstraße durch den Ort mit den zwei Kreisverkehren. An der Eichelberger Straße biegen wir links ab, um die weitere Siedlung auf einem Radweg am Feldrand zum umfahren. Kurz vor dem Kreisverkehr in der Helle treffen wir auf den Baarbach, den wir nun ein ganzes Stück weit begleiten werden. Zunächst geschieht das jedoch im respektvollen Abstand. Wiesen liegen zwischen unserem Weg, der dem Verlauf der Bundesstraße folgt, und dem Baarbach. Erst kurz vor Kalthof überqueren wir ihn und begleiten ihn zunächst für ein kurzes Stück, bevor wir ein Gewerbegebiet umrunden müssen. Am Ortsrand von Kalthof jedoch biegen wir links auf den Weg ein, der den Baarbach erst in Iserlohnerheide wieder verlassen wird und bis dort treuer Begleiter ist.

Ruhr-Lenne-Achter Baarbach

Auf dem Radweg durchs Baarbachtal (Blick zurück)

Ruhr-Lenne-Achter Baarbach

Kurz vor Kalthof wird der Baarbach überquert

Ruhr-Lenne-Achter Baarbach

Ruhiger, aber gut ausgebauter Weg am Wasser entlang (Blick zurück)

Ruhr-Lenne-Achter Baarbach

Ruhr-Lenne-Achter Baarbach

Ein bisschen weiter als auf der halben Strecke liegt ein besonderes Industriemuseum: die POI: Ort von Interesse am Wegesrand Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf. Es sieht aus wie ein kleiner Dorfkern mit Fachwerkhäusern rund um einen Marktplatz, ist aber eine Ansammlung von mehreren kleinen Fabriken. Im Jahr 1822 entstand die erste Fabrikation. Die Anlage nutzte das Wasser des Baarbachs für den Antrieb von Wasserrädern. Es entstanden Messingwalzwerk, Drahtzieherei, Eisengießerei und Schmieden. In den 1980er Jahren wurde die nicht mehr genutzte Fabrikanlage zu einem Museum der Stadt Iserlohn. In einem der Gebäude befindet sich beispielsweise das Nadelmuseum mit Haarnadelfabrik mit originalen und funktionsfähigen Maschinen und Anlagen. Die Gelbgießerei beschäftigt sich mit der Herstellung von Messing, wo heute Vorführungen am Ofen und beim Gießen gemacht werden.

Neben den Ausstellungen ist Barendorf auch ein Künstlerort. Dies zeigt sich teilweise bereits an plastischer Kunst im Außenbereich. Einige der Gebäude werden von Künstlern genutzt.

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn

Maschinen im Freiland: Zugang zur alten Fabrikanlage

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn

Nadelmuseum Barendorf in Iserlohnerheide

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn

Fachwerkhäuser der Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn

Während einer Radtour bietet es sich an, hier eine Rast zu machen. Neben dem musealen Angebot gibt es hier ein Café, in dem man sich für die weitere Strecke stärken kann. Ein thematischer Spielplatz mit industriellem Hintergrund bietet sich für die kleinen Besucher an.

Informationen zum Besuch der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Teile der Anlage (Nadelmuseum, Gelbgießerei) können Sa und So von 11.00-16.00 Uhr außer an Feiertagen besichtigt werden. Es werden für Gruppen Führungen nach Vereinbarung angeboten. Das Café ist auch an anderen Tagen geöffnet. Außengelände und Spielplatz sind ständig frei zugänglich.

Offizielle Internetseite: www.iserlohn.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A44 bis zur Ausfahrt 53 Unna-Ost und dort auf die B233 Richtung Iserlohn. Dieser durch Strickherdicke, Langschede und Kalthof folgen (ca. 18 km) und dann der Beschilderung folgend kurz vor Iserlohnerheide links in die Straße Zum Schmelziegel. Dort befindet sich auch ein Parkplatz incl. Behindertenparkplatz und Ladestation für E-Autos.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Zum Schmelztiegel in Iserlohn

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Auf dem Radweg Ruhr-Lenne-Achter (Mittelroute) direkt bis zum Industriemuseum in der Nähe vom Knotenpunkt 32. Bei Hennen besteht Anschluss zum RuhrtalRadweg.

Anreise mit der Bahn: Von Dortmund, Schwerte oder Iserlohn mit der RB 53 bis Iserlohnerheide. Vom Bahnsteig rechts auf den Fußweg und diesem bis zum Ende folgen. Dort rechts unter der Bahn hindurch, immer geradeaus und über die B233. Geradeaus befindet sich die Zufahrt zum Museum (Fußweg ca. 1,2 km).

Ein kurzer Anstieg führt uns in einen Wald, den wir jedoch bald wieder verlassen. Wir kommen zur Seilerseestraße und müssen vom Baarbach Abschied nehmen. Sein Verlauf ist jedoch ab hier sowieso wenig romantisch – meist unterirdisch oder stark begradigt. Würden wir rechts abbiegen, kämen wir zum Bahn-Haltepunkt Iserlohn-Iserlohnerheide mit Verbindung zur Innenstadt oder nach Schwerte. Wir folgen nun der Seilerseestraße, die den Zubringer zur Autobahn A46 bildet.

Ein Minigolfplatz kündigt das Freizeitareal um die Callerbach-Talsperre an, die den Caller Bach zum Stausee mit dem besser bekannten Namen POI: Ort von Interesse am Wegesrand Seilersee aufstaut. Aus Richtung Ruhrtal kommend fahren wir auf den etwa 11 m hohen und 160 m langen Staudamm zu. Besonders auffallend ist der aus dicken Steinen bestehende Überlauf in die unterhalb des Damms liegenden Teiche. Auf der Dammkrone verläuft ein Fußgängerweg (für Radfahrerende verboten). Von dort eröffnet sich uns der Blick auf den idyllischen See mit seiner Insel in der ca. 13 ha großen Wasserfläche. Ringsherum verlaufen Fußwege und zumindest am westlichen Ufer unser Radweg – streng voneinander getrennt. Der See ist ein beliebtes Ausflugsziel mit einem einzigen Haken: mitten über den See verläuft die Autobahn A46 zwischen Hagen und Hemer auf einer großen Autobahnbrücke. Das ist nicht schön, die Fahrzeuge sind deutlich zu hören und stören sicherlich die Romantik einer Tretbootfahrt auf dem Wasser zwischen den Betonpfeilern auf dem See.

Der Seilersee in Iserlohn

Die Callerbach-Talsperre in Iserlohn

Der Seilersee in Iserlohn

Von der Autobahn überquerter Seilersee

Der Seilersee in Iserlohn

Der Seilersee hinter der Callerbach-Talsperre in Iserlohn – nur echt mit der Autobahn und der Insel in der Mitte

Der Seilersee in Iserlohn

Fußgängerbereich am Seeufer

Der Seilersee in Iserlohn

Überlauf der Talsperre im Hochwasserfall

Der Stausee, der sich heute als Naherholungsgebiet darstellt, hatte zu seiner Errichtung 1914 einen praktischen Nutzen. Es war der Wasserspeicher für eine unterhalb gelegene (heute nicht mehr vorhandene) Kläranlage im Bereich der heutigen Teiche vor dem Staudamm.

Vom Seilersee aus fahren wir auf einer Brücke über eine Straßenkreuzung und danach entlang der Schlesischen Straße leicht bergauf nach Westig. Hier ist die Stadtgrenze zwischen Iserlohn und Hemer. Kurz vor der Stadtgrenze befindet sich der Knotenpunkt 52, an dem Ostrunde, Westrunde und Mittelweg des Ruhr-Lenne-Achters zusammentreffen. In westlicher Richtung führt der Weg (hier Westrunde bezeichnet) auf stillgelegter Bahntrasse Richtung Iserlohn-Innenstadt und weiter entlang der Lenne bis zum Hengsteysee. Diese Etappe wird demnächst genauer vorgestellt. In östlicher Richtung liegt die hier sogenannte kleinere Ostrunde, die über Hemer und Menden nach Fröndenberg führt. Dieser Teil wird im nächsten Abschnitt thematisiert.

Geographische Koordinaten:
51°27'07.09"N, 7°38'31.00"E – Abzweig vom RuhrtalRadweg
51°24'30.49"N, 7°41'36.04"E – Fabrikanlage Maste Barendorf
51°23'20.99"N, 7°42'45.65"E – Seilersee
51°22'28.33"N, 7°44'05.74"E – Knotenpunkt 52 (Beginn Ostrunde IS.)
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
405636 m, 5700962 m – Abzweig vom RuhrtalRadweg
409122 m, 5696061 m – Fabrikanlage Maste Barendorf
410438 m, 5693894 m – Seilersee
411948 m, 5692235 m – Knotenpunkt 52 (Beginn Ostrunde Iserlohn)

Externer Link Externer Link

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

 

Die Ostrunde

Auf alten Bahntrassen im Oesetal, durch das untere Hönnetal und an der Ruhr entlang

Der Ausgangspunkt der Ostrunde in Iserlohn liegt an der Westfalenstraße, Kreuzung Schlesische Straße. Parkmöglichkeiten für anreisende Personen mit dem Auto finden sich an der Corunnastraße (Sportplatz) oder in den Wohnstraßen wie der Danziger Straße.

Vom Knotenpunkt 52 des Radverkehrsnetzes führt die Ostrunde nach Hemer und weiter über Menden (Sauerland) nach Fröndenberg/Ruhr und auf dem RuhrtalRadweg bis kurz vor Schwerte. Wer über die Westrunde hierher gekommen ist, hat bereits Berührung mit der alten Bahnstrecke zwischen Iserlohn, Hemer und Menden gemacht. Die "Iserlohner Bahn" verlief in der Nähe in einer markanten Schleife durch Westig. Wir fahren jedoch nach einer kurzen Umfahrung eines Sportplatzes außerhalb des Siedlungs-Bandes zwischen Iserlohn und Hemer auf ruhigem Weg. Schon bald geht es abwärts und wir können bis in die Stadtmitte von Hemer rollen lassen – und dann vorsichtig durch den Achtung! Fußgängerbereich. Es bietet sich hier ein Abstecher zum POI: Ort von Interesse am Wegesrand Felsenmeer und der Heinrichshöhle an.

Abestecher zum Felsenmeer

Der Name spricht für sich. Auf 35 Hektar Fläche, etwas oberhalb von Hemer gelegen, erstreckt sich eine bizarre Landschaft aus Felsen, Klüften und Höhlen. Das Felsenmeer liegt in einem Karstgebiet, wie es im nördlichen Sauerland häufiger vorkommt. Die Fachleute sprechen hier vom devonischen Massenkalk und bezeichnen damit das Erdzeitalter der Entstehung, als sich hier ein flaches Meer befand. Das war vor etwa 390 Millionen Jahren vor der heutigen Zeit. Die Felsformationen bestehen daher aus Kalkstein und wurden im Laufe der Zeit geformt. Vor allem im Kontakt mit Kohlendioxid im Wasser löst sich Kalk allmählich auf und bildet die typischen Formen einer Karstlandschaft. Auch die Tropfsteinhöhlen gehören dazu, wie zumindest eine später noch erwähnt wird.

Das Felsenmeer lässt sich in drei Hauptbereiche einteilen – das große und das kleine Felsenmeer und das sogenannte Paradies. Alle zusammen messen eine Länge von ca. 700 Metern. In diesen drei Gebieten präsentieren sich die Felsformationen unterschiedlich. Das gesamte Gebiet ist heute von einem dichten Buchenwald bewachsen. Einige Wege führen durch den Wald und das Felsenmeer und bieten an einigen Stellen schöne Aussichtspunkte oder Aussichtsbrücken auf die Formationen. Konnte man früher noch völlig frei durch das Gelände laufen und auf den Felsen klettern, so ist dies zur eigenen Sicherheit (und auch zum Schutze der Natur) nicht erlaubt. Die Unfallgefahr ist durch verdeckte Spalten zu groß. Auf den ausgewiesenen Wegen kann das Felsenmeer aber problemlos erkundet werden. Das Informationszentrum bietet Führungen für Erwachsene und Kinder an.

Felsenmeer in Hemer

 

Felsenmeer in Hemer

 

Felsenmeer in Hemer

 

Felsenmeer in Hemer Felsenmeer in Hemer

Die Heinrichshöhle ist eine etwas mehr als 300 Meter lange Schauhöhle am Perick und Teil eines durchaus ansehnlichen Höhlensystems unter diesem Berg, von dem etwa 3 Kilometer bekannt sind. Benachbarte Höhlen wie die Prinzenhöhle oder die Alte Höhle sind teilweise durch Schächte oder Klüfte miteinander verbunden. Durch ihren Ausbau kann die Heinrichshöhle bequem besichtigt werden. Bekannt ist die Höhle für eiszeitliche Knochenfunde. Wie in vielen anderen Tropfsteinhöhlen des Sauerlands beeindrucken vor allem die vielen Stalaktiten und Stalagmiten, die in der Höhle auch weiterhin wachsen. Schon früh hat die Schauhöhle als eine der ersten in der Region eine Beleuchtung mit elektrischem Strom erhalten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Felsenmeer ist auf den ausgewiesenen Wegen ständig frei zu besichtigen. Die Heinrichshöhle ist üblicherweise an Wochenenden 11.00-17.00 Uhr (im Winter nur sonntags 12.00-16.00 Uhr) und im Sommer zeitweise täglich geöffnet. Die genauen Zeiten sind dem Informationszentrum zu entnehmen. Für den Höhlenbesuch ist auch im heißesten Sommer an warme Kleidung zu denken, da es unter Tage konstant +10°C kühl ist. Die normalen Führungen dauern ca. 40 Minuten. Die Führungen finden nicht zu speziellen Uhrzeiten, sondern nach Bedarf statt. Es kann daher zu einer gewissen Wartezeit kommen, bis entweder eine andere Gruppe aus der Höhle zurück ist oder sich andere Teilnehmer (mindestens 4) gefunden haben.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Für Spaziergänge im Felsenmeer ist stabiles Schuhwerk vorteilhaft und empfohlen. Für Führungen im Felsenmeer bildet die Heinrichshöhle den Ausgangspunkt.

Anreise mit dem Auto: Auf dem von der A1 bei Hagen abzweigenden Ast der A46 Richtung Iserlohn und Hemer bis zum Autobahnende in Hemer fahren. Links abbiegen auf die B7 Richtung Menden. Nach ca. 2,2 km rechts abbiegen in die Hauptstraße. Nach einem Kilometer links in die Ostenschlahstraße abbiegen und dem Verlauf bergauf folgen. Im Kreisverkehr vor dem Sauerlandpark rechts abbiegen auf die Deilinghofer Straße. Hinter dem Sportplatz liegt links ein Parkplatz. Hier die Straße überqueren und nach Süden zum Felsenmeer laufen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Auf dem oben beschriebenen Bahntrassenradweg auf der Oesetalbahn bis zum Ende an der Hönnetalstraße. Dort links und hinter der scharfen Linkskurve links abbiegen in die Felsenmeerstraße. Dieser bis zum Ende am NSG Felsenmeer folgen.

Anreise mit der Bahn: Zunächst von Unna oder Fröndenberg mit der RB54 bis Menden (Sauerland). Dort umsteigen (Fußweg vom Bahnhof über die Brücke bis zur Haltestelle an der Ampelkreuzung hinter der Hönne) in den Bus der Linie 1 Richtung Iserlohn / Letmathe bis Hemer ZOB. Zu Fuß auf dem oben beschriebenen Bahntrassenradweg auf der Oesetalbahn bis zur Straße Am Perick und dieser bergauf folgen. Halb rechts abbiegen. An der Kreuzung links den Weg mit den Treppen (Waldschlösschenweg) bis zum Felsenmeer. Zur Heinrichshöhle nicht auf den Waldschlösschenweg, sondern geradeaus weiter und schließlich links auf den Höhlenpfad abbiegen.

Die sogenannte Iserlohner Bahn entstand schrittweise zwischen 1864 und 1885. Sie verlief von Fröndenberg/Ruhr aus in südlicher Richtung nach Menden (Sauerland). Dort trennte sie sich von der Hönnetalbahn nach Neuenrade und verlief im Tal der Oese parallel zur B7 nach Hemer. Von dort ging es in einer charakteristischen Schleife nach Iserlohn und weiter in den Vorort Letmathe mit Anschluss an die Ruhr-Sieg-Strecke nach Hagen und Siegen. Viele dieser charakteristischen Sauerland-Nebenstrecken wurden in den 1970er und 1980er Jahren aufgegeben und stillgelegt. Offizieller Grund der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Iserlohn und Menden 1989 war eine akut einsturzgefährdete Straßenbrücke über die Bahn östlich von Iserlohn (in der Nähe des Sportplatzes am Ausgangspunkt der Ostrunde), die sogar abgestützt werden musste. Doch andere wirtschaftliche Faktoren wie schwere, teure Wendezüge und gleichzeitig Fahrgastschwund durch lange Fahrtzeiten aufgrund schlechten Streckenzustands begünstigten die Entscheidung, den Personenverkehr aufzugeben. Hinzu kam damals schon der Wunsch, die Autobahn A46 von Hemer aus über Menden zu verlängern, die ihrerseits dann der Strecke Konkurrenz machen würde. In Betrieb blieb die auch sogenannte Oesetalbahn als Stichstrecke vom Bahnhof Menden bis Hemer – genutzt nahezu ausschließlich im Güterverkehr für Panzertransporte von und zur Blücher-Kaserne (vgl. Abschnitt Landesgartenschau 2010 weiter unten). Nach deren Schließung erfolgte 2006 auch die Einstellung des Güterverkehrs. Die Hoffnung zur Reaktivierung im Zuge der Landesgartenschau 2010 auf eben dem Kasernengelände wurde bis auf wenige Sonderzüge zunichte gemacht. Im November 2014 wurde unmittelbar nach dem Abbau der Gleisanlagen der neue Bahntrassenradweg zwischen Menden und Hemer eröffnet.

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Gleisreste im Bahnhofsbereich Hemer, ehemaliger Fußgänger-
Bahnübergang

Alter Bahnhof Hemer

2007 mit Bahnsteigen und Güterschuppen

Bahnhof Hemer im Jahre 2007

Eine der zahlreichen "Letzten Fahrten" auf der Strecke – hier 2007 (vor der Landesgartenschau)

Letzte Fahrt 2007

Letzte Fahrt 2007

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Schnellrestaurant auf den Schienen: Die Pappeln sind dieselben
wie im Bild darüber hinten sichtbar (Blick zurück).

Der Bahnhof Hemer wurde bereits früh zurückgebaut. Zuletzt besaß er noch zwei Bahnsteige und das Gebäude einer Güterverladung. In der Form einer Banane erstreckte er sich am Rande der Innenstadt und teilte in der Südausfahrt die Strecke auf. Von hier aus verlief rechterhand die Bahnstrecke bis 1989 weiter nach Iserlohn und Letmathe über Westig, linkerhand zweigte eine kleine Stichstrecke nach Sundwig ab, die Zeit ihres Lebens nur für Gütertransporte und wenige Sonderfahrten genutzt und 1977 abgebaut wurde.

Der Radweg folgt den äußersten Gleisen der einstigen Panzerverladung. Der Busbahnhof wurde vergößert und nimmt Teile des alten Bahngeländes ein, ebenso wurde ein großer Parkplatz errichtet. In der Ausfahrt, etwa dort, wo einst das Stellwerk mit dem Fahrdienstleiter Hemer stand, befindet sich ein Schnellrestaurant mit Drive-In. Vom ehemaligen Bahnübergang Ostenschlahstraße ist nichts mehr zu sehen, hier wurde eine Straße auf der alten Trasse gebaut. Von hier aus kann man einen Abstecher zum POI: Ort von Interesse am Wegesrand Sauerlandpark machen, auf dessen Gelände 2010 die Landesgartenschau stattfand.

Abestecher zum Sauerlandpark Hemer:

Die 15. Landesgartenschau fand im Jahre 2010 von April bis Oktober auf dem Gelände der wenige Jahre zuvor geschlossenen Kaserne der Bundeswehr statt. Angeschlossen ist der Standortübungsplatz Apricke, der sich oberhalb der Kaserne rings um die gleichnamige Ortschaft zieht. Die Wurzeln gehen in die 1930er Jahre zurück in die Zeit der Wehrmacht. Während des Zweiten Weltkriegs entstand hier das Kriegsgefangenenlager „Stammlager VI a“. Die zumeist russischstämmigen Gefangenen wurden zu großen Teilen zur Zwangsarbeit in den Zechen und Rüstungsbetrieben im Ruhrgebiet verpflichtet. Nach kurzzeitiger Nutzung der Alliierten nach dem Krieg wurde das Gelände der Blücher-Kaserne wieder an die Bundeswehr übergeben. Diese nutzte es bis 2007 vor allem für Übungen im Panzereinsatz.

Im Jahr 2010 fand auf dem Kasernengelände die nordrhein-westfälische Landesgartenschau statt. Unterschiedliche Teilgebiete der Kaserne und des benachbarten Jübergs dienten der Kultur, Spiel und Sport, Themengärten und dem Park der Sinne. Kern war das Grohe-Forum mit dem davor liegenden Himmelsspiegel. Von hier aus führen eine Achse in östlicher Richtung als Himmelsleiter und der wegen seiner scharfen Kehren treffend bezeichnete Zick-Zack-Weg auf den Jüberg. Hier wurde auf 294 Metern über dem Meeresspiegel anlässlich der Gartenschau der ca. 24 Meter hohe hölzerne Aussichtturm „Jübergturm“ errichtet. Er ist Wahrzeichen der Gartenschau und erinnert von der Form her an einen Pokal, da er sich zunächst verjüngt und nach oben hin wieder weiter wird. Von seiner Spitze bietet sich eine exzellente Sicht auf Hemer, das Oesetal, das benachbarte Menden bis ins nahe Ruhrgebiet, das mit dem langgezogenen Haarstrang bei Fröndenberg hervorhebt. Mit der Landesgartenschau wurde auch das benachbarte Felsenmeer neu erschlossen und von der Nordseite mit einer neuen Aussichtsplattform ausgestattet. Die folgenden Impressionen zeigen einen Besuch der Landesgartenschau im Jahre 2010:

Landesgartenschau Hemer 2010 Himmelsleiter zum Jübergturm

Himmelsspiegel auf dem Grohe-Forum mit Achse zum Jübergturm

Landesgartenschau Hemer 2010

Gastronomie auf altem Kasernengelände

Landesgartenschau Hemer 2010

Blick vom Jübergturm über den Übungsplatz Richtung Hönnetal

Landesgartenschau Hemer 2010

Zentraler Platz zwischen den Kasernengebäuden

Landesgartenschau Hemer 2010 Landesgartenschau Hemer 2010

Nach Abschluss der Landesgartenschau wurde im Folgejahr 2011 der neue Sauerlandpark Hemer eröffnet. Wesentliche Attraktionen und zahlreiche Spiel- und Sporteinrichtungen sind erhalten geblieben, so beispielhaft der Himmelsspiegel, der Jübergturm, die Skater-Anlage und Themengärten. Manche Aktionen sind entfallen, neue Einrichtungen sind hinzugekommen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Sauerlandpark ist saisonal geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten sind der offiziellen Webseite zu entnehmen. Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Anreise mit dem Auto: Auf dem von der A1 bei Hagen abzweigenden Ast der A46 Richtung Iserlohn und Hemer bis zum Autobahnende in Hemer fahren. Links abbiegen auf die B7 Richtung Menden. Nach ca. 2,2 km rechts abbiegen in die Hauptstraße. Nach einem Kilometer links in die Ostenschlahstraße abbiegen und dem Verlauf bergauf folgen. Für Besucher des Sauerlandparks bestehen hier bereits Parkmöglichkeiten am Ein- und Ausgang Stadtseite. Für den Eingang Deilinghofen und den Standortübungsplatz im Kreisverkehr vor dem Sauerlandpark rechts abbiegen auf die Deilinghofer Straße. Hinter dem Sportplatz liegt links ein Parkplatz. Hier befinden sich zwei Eingänge zum Park und ein Zugang zum Standortübungsplatz.

Anreise mit Bus und Bahn: Zunächst von Unna oder Fröndenberg mit der RB54 bis Menden (Sauerland). Dort umsteigen (Fußweg vom Bahnhof über die Brücke bis zur Haltestelle an der Ampelkreuzung hinter der Hönne!) in den Bus der Linie 1 Richtung Iserlohn / Letmathe bis zum ZOB. Von dort zu Fuß Richtung Schnellrestaurant und links in die Ostenschlahstraße abbiegen. Geradeaus auf das Gelände des Sauerlandparks.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Vom RuhrtalRadweg bei Fröndenberg auf der Schmetterlingsroute oder dem Ruhr-Lenne-Achter (siehe dieser Artikel) bis Hemer und von dort zum ehemaligen Gartenschaugelände.

In einer Kurve verlassen wir den ehemaligen Bahnhof von Hemer. Der Weg ist nun beleuchtet. Dort, wo das Einfahrsignal stand, befindet sich unweit der Lungenklink von Hemer der Haltepunkt Bräuckerstraße. Von ihm ist ein Teil des Bahnsteigs sichtbar. Achtung! Am ehemaligen Bahnübergang ist Vorsicht geboten – mit Lage in der Kreuzung ist der Verkehr unübersichtlich.

Es geht merklich bergab. Nicht weit von Oese entfernt befindet sich der ehemalige Haltepunkt Höcklingsen am Rande eines Einkaufszentrums auf der grünen Wiese. Hier sind der Bahnsteig und das alte Schalthaus des Bahnübergangs erhalten geblieben. Es fällt die kleine Umlegung der Strecke zugunsten einer großzügigeren Kreuzung während des Betriebs auf – die Strecke macht einen kleinen Schlenker nach links. Am nächsten Bahnübergang lag der Haltepunkt Oese. Mit dem Bau des Radwegs sind die letzten Relikte davon (z.B. der Rahmen eines alten Stationsschildes) entfernt worden. Heute liegt hier nur noch eine Bushaltestelle gleichen Namens an der Bundesstraße.

Die große Kreuzung, an der der Hauptzuweg zum Industriegebiet von der Bundesstraße abzweigt, wird von der Bahnstrecke unterquert und zum Seitenwechsel genutzt. Im kleinen Tunnel wird die Beleuchtung durch Bewegungsmelder aktiviert. Dahinter liegt die Bundesstraße nun auf der rechten Seite. Gegenüber der Edelburg liegt links das Produktions- und Logistikzentrums eines bekannten Wasserarmaturenherstellers.

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Haltepunkt Bräuckerstraße nahe der Lungenklink von Hemer

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Grünes Licht – für Radfahrer

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Links verstecken sich Überreste des Hp. Höcklingsen

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Tunnel unter der Kreuzung an der B7

Bahnstrecke Menden-Hemer Früher und Heute

Vergleich früher und heute: Ehemaliger Haltepunkt Oese mit Stationsschildrahmen – und abgeräumt mit Radweg

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Blick auf Menden bei Kilometer 17,6

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Ortsausgang von Menden Richtung Hemer (Blick zurück)

Bahnstrecke Menden-Hemer Früher und Heute

Dieselbe Perspektive im Vergleich vor der Stilllegung und nach dem Radwegbau: Haltepunkt Am Obsthof 2010 und 2014

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Nach kurzer Zeit erreicht man die Reste des ehemaligen
Haltepunktes Am Obsthof: Drängelgitter eines Übergangs

Radweg auf der Bahnstrecke Menden-Hemer (Oesetalbahn)

Streckenende vom Bahnhof Menden (Sauerland)
Startpunkt des Radwegs nach Hemer

Rechts von der Strecke und auf der anderen Seite der Bundesstraße liegen nun Felder, irgendwo links schlängelt sich die namensgebende Oese, die praktisch im gesamten Verlauf nicht vom Radweg aus wahrgenommen wird, durch die Talsohle Richtung Hönne. Der ehemalige Bahnübergang Hassenbruch wurde zuletzt durch Schrankenposten gesichert, die die Autos mit der typischen rot-weißen Fahne gestoppt haben. Achtung! Auf abbiegende Fahrzeuge, die den Querverkehr nicht durchlassen, muss auch heute noch stark geachtet werden. Dahinter liegt der Haltepunkt Am Obsthof, von dem heute noch Bahnsteig und Fernsprechkasten zu sehen sind. In der Nähe ist ein Abstecher zum umgestalteten Gebiet der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Oeseteiche möglich.

Abstecher zu den Oeseteichen:

Erst im Jahr 2020 ist im Oesetal südlich von Menden (Sauerland) ein neues, kleines Naherholungsgebiet entstanden. Die Oeseteiche sind ehemalige Kläranlagen. Zwei alte, große Nachklärteiche von 1927 liegen hintereinander und sind miteinander verbunden. Sie dienten früher der Verbesserung der Wasserqualität der Oese, die noch vor einigen Jahren nicht besonders gut war und sich bis auf die Hönne ausgewirkt hat. Die Ufer sind im Gegensatz zu früher sanft und besitzen wachsende Sumpfzonen. Die Wasserqualität ist gut. Somit ist ein kleines Paradies für Wasservögel und Libellen entstanden, die man an einigen Stellen im Norden, Süden und Westen sogar ganz gut beobachten kann. Ein Weg führt rund um die beiden Teiche. Auch die vorbeifließende Oese hat eine kleine Auenlandschaft erhalten und schlängelt sich mit einigen Inseln in der Flussmitte durch das Tal.

Oeseteiche in Menden

 

Oeseteiche in Menden

 

Oeseteiche in Menden Oeseteiche in Menden

Anreise mit dem Auto: Auf der A46 bis zur Ausfahrt Hemer und links auf die B7 Richtung Menden. Auf der Iserlohner Landstraße in Höhe der Hausnummer 151 (an der Bushaltestelle Hassenbruch) rechts abbiegen und auf dem kleinen Parkplatz parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Iserlohner Landstraße, Nähe Hausnummer 151 in Menden (Sauerland)

Anreise mit Bus und Bahn: Zunächst von Unna oder Fröndenberg mit der RB54 bis Menden (Sauerland). Dort umsteigen (Fußweg vom Bahnhof über die Brücke bis zur Haltestelle an der Ampelkreuzung hinter der Hönne!) in den Bus der Linie 1 Richtung Iserlohn / Letmathe bis Hassenbruch. Von dort in die kleine Straße links bis zu den Oesewiesen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Auf dem Oesetalbahn-Radweg bzw. dem Ruhr-Lenne-Achter bis in die Nähe des Ortseingangs von Menden (Sauerland) und an der Bushaltestelle Hassenbruch in die kleine Nebenstraße talabwärts bis zu den Oesewiesen.

An der alten Eisenbahnbrücke über die Westtangente endet der Radweg auf der alten Oesetalbahn. Hier verlassen wir die alte Bahnstrecke und fahren am Knotenpunkt 36 parallel zur Hönne. Diesen Fluss werden wir nun bis zu seiner Mündung in die Ruhr bei Fröndenberg/Ruhr begleiten. Die Straßen Obere und Untere Promenade begleiten den Fluss in der Nähe der Innenstadt. Wir passieren den Bahnhof Menden (Sauerland), an dem Anschluss mit dem Zug nach Fröndenberg, Unna und Neuenrade besteht. Bis Fröndenberg könnte also ein Teil der Strecke per Bahn abgekürzt werden. Vom Bahnhof aus gelangt man in die Innenstadt mit der Fußgängerzone – die große Vincenz-Kirche weist den Weg als Ziel-Landmarke. Kurz hinter dem Bahnhof passieren wir ein Mühlrad an der Hönne, das sich auf der anderen Uferseite nahe einem Eiscafé (!) dreht. An der Ampel der Märkischen Straße bleiben wir links auf dieser Seite der Brücke und queren die Bahn. Dahinter geht es zweimal links, ehe wir diese Brücke parallel zur Eisenbahn unterfahren.

Dann haben wir die Mitte von Menden verlassen und folgen nun dem Fluss und der Bahnstrecke im breiterwerdenden Tal. Mit etwas Glück überholt uns ein Triebwagen der RB 54 zwischen Fröndenberg und Menden an dieser Stelle. Kurz vor dem Haltepunkt Bösperde kommen wir der Hönne etwas näher. Ein Umstieg in den Zug lohnt sich an dieser Stelle kaum, da der Umsteigebahnhof Fröndenberg praktisch schon sichtbar ist. Der Radweg Achtung! verläuft fast über den Bahnsteig und dahinter geradeaus weiter. In der Ferne können wir schon Fröndenberg am Höhenzug mit den typischen Kirchen erkennen. Aber keine Sorge – dort fahren wir nicht hinauf. Wir begleiten die Hönne auf ihren letzten Metern.

Ruhr-Lenne-Achter

Zwischen Menden und Fröndenberg entlang der Eisenbahn

Ruhr-Lenne-Achter

Kurz vor Bösperde: die Hönne nähert sich an

Ruhr-Lenne-Achter

Die letzten Meter der Hönne kurz vor der Mündung in die Ruhr bei Fröndenberg

Ruhr-Lenne-Achter

Radweg fast auf dem Bahnsteig von Bösperde

Ruhr-Lenne-Achter

Blick Richtung Hönnemündung und Kirchen in Fröndenberg

Am Knotenpunkt 21 an der Straße Abtissenkamp ist die Mündung erreicht. Hier stoßen wir auf den RuhrtalRadweg. Nach rechts ist ein Abstecher nach Fröndenberg zum POI: Ort von Interesse am Wegesrand Himmelmannpark an der Ruhr mit dem Ruhrbalkon und dem Kettenschmiedemuseum möglich. Nach dem Besuch der Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohnerheide bei Befahrung der Mittel-Route des Ruhr-Lenne-Achters ist dies eine schöne Ergänzung. Am Eingang zum Park steht der Fröndenberger Trichter, ein Relikt der alten Papierfabrik Himmelmann, die dem heutigen Park auch ihren Namen gibt. Vor der Eröffnung steht am Marktplatz übrigens auch das Rennradmuseum, das thematisch ebenfalls gut zur Radtour passen würde.

Unsere Tour folgt nun dem RuhrtalRadweg über Halingen und Langschede bis nach Hennen zum nördlichen Ende des Mittelweges des Ruhr-Lenne-Achters. Ausführlicher ist die Etappe auf dem RuhrtalRadweg in dessen Beitrag beschrieben.

Kettenschmiedemuseum in Fröndenberg

Im Himmelmannpark von Fröndenberg

Kettenschmiedemuseum Fröndenberg

Kettenschmiedemuseum im ehemaligen Magazingebäude

Himmelmannpark

Blick auf die Ruhr am Ruhrbalkon

Fröndenberger Trichter

Fröndenberger Trichter auf altem Fabrikgelände, heute Park

RuhrtalRadweg bei Menden (Sauerland)

Im Osterfeld von Fröndenberg Richtung Halingen

RuhrtalRadweg parallel zur Bahnstrecke

Teilstück zwischen Feldern und der Oberen Ruhrtalbahn

Sieben Zeichen an Schoofs Brücke

POI: Ort von Interesse am Wegesrand Schoofs Brücke mit den sieben Stahlzeichen

Ruhrtalradweg bei Iserlohn

Flussradweg in idyllischer Landschaft bei Hennen

Ruhrtalradweg bei Schwerte

Blick zurück Richtung Schoofs Brücke

Ruhrtalradweg bei Schwerte

Begrüßungsschild von Iserlohn an der Baarbachmündung

Ruhrtalradweg bei Schwerte

Hier fließt der Baarbach in die Ruhr

 

Geographische Koordinaten:
51°22'28.33"N, 7°44'05.74"E – Knotenpunkt 52 (Beginn Ostrunde Is.)
51°23'10.40"N, 7°46'38.96"E – Eingang Sauerlandpark
51°23'09.63"N, 7°47'06.51"E – Jübergturm
51°22'52.82"N, 7°46'57.02"E – Aussichtsbalkon Felsenmeer
51°23'13.71"N, 7°46'06.32"E – ehem. Bahnhof Hemer, Parkplatz
51°23'27.44"N, 7°46'01.24"E – ehem. Haltepunkt Bräuckerstraße
51°23'48.71"N, 7°46'42.76"E – ehem. Haltepunkt Höcklingsen
51°24'05.48"N, 7°47'17.58"E – ehem. Haltepunkt Oese
51°25'29.21"N, 7°47'48.24"E – ehem. Haltepunkt Am Obsthof
51°25'11.61"N, 7°47'41.34"E – Oeseteiche (Rastplatz)
51°26'06.83"N, 7°47'31.83"E – Bahnhof Menden (Sauerland)
51°27'31.34"N, 7°46'26.58"E – Bahnhof Bösperde
51°28'17.02"N, 7°46'15.01"E – Kettenschmiedemuseum Fröndenbg.
51°27'59.55"N, 7°39'41.71"E – Sieben Zeichen / Schoofs Brücke
51°27'07.09"N, 7°38'31.00"E – Abzweig vom RuhrtalRadweg
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
411948 m, 5692235 m – Knotenpunkt 52 (Beginn Ostrunde Iserlohn)
414932 m, 5693484 m – Eingang Sauerlandpark
415464 m, 5693452 m – Jübergturm
415272 m, 5692935 m – Aussichtsbalkon Felsenmeer
414303 m, 5693597 m – ehem. Bahnhof Hemer, Parkplatz
414212 m, 5694023 m – ehem. Haltepunkt Bräuckerstraße
415025 m, 5694667 m – ehem. Haltepunkt Höcklingsen
415707 m, 5695173 m – ehem. Haltepunkt Oese
416341 m, 5697750 m – ehem. Haltepunkt Am Obsthof
416199 m, 5697209 m – Oeseteiche (Rastplatz)
416049 m, 5698915 m – Bahnhof Menden (Sauerland)
414827 m, 5701550 m – Bahnhof Bösperde
414628 m, 5702964 m – Kettenschmiedemuseum Fröndenberg
407030 m, 5702557 m – Sieben Zeichen / Schoofs Brücke
405636 m, 5700962 m – Abzweig vom RuhrtalRadweg

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Externer Link Externer Link

Quellen und weitere Informationen:

Höhlen- und Karstkundliches Informations-Zentrum Hemer: www.hiz-hemer.de
Sauerlandpark Hemer:

www.sauerlandpark-hemer.de

Industriekultur im Ruhrgebiet

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 04 / 2021
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