• Allee des Wandels

    Radfahren auf ehemaligen Eisenbahnstrecken zwischen Herten und Recklinghausen Das Ruhrgebiet war früher mehr als heute von Bahnstrecken durchzogen, die einst Kohle und Koks, Stahl und Eisen zwischen den Förderanlagen und Fabriken hin und her transportierten. Mit Niedergang des Bergbaus und Schließung der Zechen wurden viele dieser Bahnstrecken unnötig. Einige dieser Strecken dienen heute als sogenannter Bahntrassen-Radweg und führen steigungsarm und vergleichsweise kreuzungsfrei abseits vom Straßenverkehr durch die Landschaft. So ein Bahntrassen-Radweg ist auch die Allee des Wandels, die auf der Zechenbahn zwischen dem Bahnhof Westerholt an der Hertener Bahn, der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen und der Halde Hoheward im Hertener Süden eingerichtet wurde. Der Radweg vereint auf seiner Route…

  • Erlebnisraum Halde Großes Holz

    „Bergkamener Alpen“: Halde Großes Holz • Halden Haus Aden 1 und 2 • Halde Monopol Beinahe wie ein Pickel auf der Erdoberfläche wirkt die Bergehalde in der Lippeniederung im Kreis Unna als vierthöchste ihrer Art im Revier und die höchste im östlichen Ruhrgebiet. Steil scheinen sich die Hänge aus großer Entfernung betrachtet zu einem ungewöhnlich hohen Berg inmitten des Flachlandes zu erheben. Mit einer Fläche von fast 200 ha entpuppt sich das Gelände zwischen dem Bergkamener Vorort Oberaden und dem Datteln-Hamm-Kanal als zweitgrößte Haldenlandschaft im Ruhrgebiet nach dem Landschaftspark Hoheward und dürfte damit auch zu den größten Aufschüttungen von Abraum auf dem europäischen Kontinent zählen. Hier bestand zuvor ein ausgedehntes…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Die Zeche Königsborn

    Ostpol vom Schacht IV • Halde Königsborn I u. III / IV • Max-von-der-Grün-Weg • Schacht-VI-Weg Nach der Saline Königsborn in Unna wurde seinerzeit die Zeche benannt, die später eines der größten Bergwerke im östlichen Ruhrgebiet werden sollte. Gleich mehrere Schachtanlagen liegen in den Städten Unna, Kamen und Bönen. Der Betrieb begann 1880 auf der ersten Schachtanlage im Unnaer Stadtteil Königsborn, wenige Kilometer außerhalb der Stadtmitte gelegen. Eine zweite Schachtanlage entstand nordöstlich davon im benachbarten Heeren-Werve, das zu Kamen gehört. Um die Jahrhundertwende lief die Förderung auf der neuen Schachtanlage in der kleinen Gemeinde Bönen an. Dies war in den letzten Jahren die Hauptförderanlage, während die übrigen Schächte langsam stillgelegt…

  • Die Radtour „Ruhr-Lenne-Achter“

    Von der Ruhr durch drei Flusstäler auf Spuren der frühen Industrialisierung Die ungefähre Form der großen, liegenden Zahl 8 gibt dem Ruhr-Lenne-Achter seinen Namen. An drei Stellen – bei Hagen, Schwerte und Fröndenberg – führt die Radroute vom RuhrtalRadweg aus nach Süden ins Märkische Sauerland. Der Ruhr-Lenne-Achter folgt dabei der Lenne, dem Baarbach, der Oese und der Hönne als Bäche bzw. Flüsse, die alle letztendlich in die Ruhr münden. Neben schöner, hügeliger Landschaft und idyllischen Abschnitten an den Flüssen erreicht man Orte der Industrialisierung, die zum Teil schon da waren, bevor das Ruhrgebiet zu seinem Aufstieg kam. In der folgenden Übersicht ist der Ruhr-Lenne-Achter dargestellt und zur besseren Übersicht in…

  • Erin-Park und Keltischer Baumkreis

    Sanfte Hügel, viel Grün mit Klee und eine alte Gleisharfe: Ein kleines Stück Irland im Ruhrgebiet Es muss keine Kneipe oder Butter sein, um im Ruhrgebiet auf das sympathische kleine Land mit der Harfe im Wappen oder dem Kleeblatt als Symbol zu stoßen – die Rede ist von der „Grünen Insel“ Irland. Im Jahre 1867 begann in der von dem Iren William Thomas Mulvany gegründeten Zeche Erin die Kohleförderung am westlichen Ortsrand von Castrop. Der Name Erin ist dabei eine fremdsprachliche Bezeichnung von Irland. Auf diesem Gelände befanden sich Schacht I und II, einige Kilometer weiter östlich ab 1891 der heute noch existierende Hammerkopfturm über dem neuen Schacht III. 1953…

  • Radweg auf der Hugobahn

    Vom Hafen Bismarck am Rhein-Herne-Kanal auf alter Bahntrasse zur Zeche Hugo Gerade im mittleren Ruhrgebiet führte ein schier unüberblickbares Netz von Eisenbahnstrecken zwischen Zechen, Kokereien und Industrieanlagen. Mit dem Niedergang der Kohleförderung sind viele dieser Zechenbahnen und anderen Güterstrecken unnötig geworden. Nach ihrer Stilllegung wurden viele dieser Eisenbahntrassen zu Radwegen, die heute meist kreuzungsfrei und steigungsarm schnelle Verbindungen zwischen den Orten darstellen. Ein solcher Bahntrassenradweg ist auch die Hugobahn. Sie zweigte bei Sutum am Abzweig Hugo von der Bahnstrecke von Wanne-Eickel nach Gladbeck zwischen den Bahnhöfen Gelsenkirchen-Bismarck und Buer-Süd nach Norden ab. Als Stichstrecke diente sie insbesondere dem Transport der Kohle vom Bergwerk Hugo und war etwa 5 Kilometer lang.…

  • Rund um Schloss Oberhausen

    Schloss • Museum Ludwig • Slinky-Springs-Brücke • Tiergehege im Kaisergarten Direkt am Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich ein beliebtes Kultur- und Naherholungsgebiet abseits der Hektik, dem Gedränge und dem Lärm in der Neuen Mitte Oberhausens. Am Rande des Kaisergartens liegt das Schloss Oberhausen, das neben einer wunderschönen Anlage vor allem bei Kunstkennern als Ausstellungsort der Ludwiggalerie bekannt ist. Wildpark und Teich sowie ein Spielplatz sind Anziehungspunkte für Kinder. Besondere Aufmerksamkeit zieht aber eine neugebaute Brücke über den Kanal auf sich. Alle Ziele werden nach und nach in diesem Artikel beschrieben. In der folgenden Abbildung sind Schloss, Slinky-Springs-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal und Teile des Tiergeheges im Kaisergarten aus der Vogelperspektive zu sehen. Eingezeichnet…

  • Tiger & Turtle – Magic Mountain im Angerpark Duisburg

    Die Achterbahn auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen Eine Landmarke definiert sich durch ihre Besonderheit oder Form, mit der sie sich von der Umgebung abhebt. So oder ähnlich finden sich die Bedeutungen in Nachschlagewerken. Wir kennen dazu im Ruhrgebiet beispielsweise den Tetraeder auf der Halde Beckstraße, die riesige Grubenlampe auf der Halde Rheinpreußen oder auch die Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe. Nun gesellt sich seit 2011 eine Landmarke auf der kahlen Heinrich-Hildebrand-Höhe dazu, die ungewöhnlicher nicht sein kann. Es ist eine Achterbahn. Eine Achterbahn, auf der man herumlaufen kann. Mit einem noch ungewöhnlicheren Namen. Sie steht zwischen Duisburg und Düsseldorf im Angerland, einem kleinen Landstrich am rechten Rheinufer an der Grenze…

  • Westfalenpark und Florianturm in Dortmund

    Spielplätze, Rosarium und ein Panoramablick vom Fernsehturm im Grünen Immer wieder wundern sich die Besucher auf der Aussichtsplattform des Florianturms, wie grün doch eigentlich Dortmund und das Ruhrgebiet sind. Das hätten sie nicht gedacht. Dabei stehen sie hoch oben über dem traditionsreichen Westfalenpark, einer großen und beliebten Parkanlage im Dortmunder Süden. Genauer gesagt ist sie ein Teil eines Grünzuges, der sich vom Dortmunder Zoo und Rombergpark fast bis in die Innenstadt erstreckt. 1959 wurde der Westfalenpark zusammen mit dem Fernsehturm auf Grund und Boden des Kaiser-Wilhelm-Hains, einer alten Mülldeponie und dem Gelände der im zweiten Weltkrieg zerstörten Buschmühle anlässlich der Bundesgartenschau eröffnet, die sich 1969 und 1991 zweimal an diesem…

  • Der Maximilianpark in Hamm

    Gläserner Elefant • Schmetterlingshaus • Herbstleuchten In der damaligen Gemeinde und dem heutigen Hammer Ortsteil Werries wurde um die Wende zum 20. Jahrhundert der Grundstein für die Zeche Maximilian gelegt. Doch sowohl beim Teufen als auch während des Betriebs gab es von Anfang an schwerwiegende Probleme mit solehaltigem Grundwasser. Immerhin befindet sich nur wenige Kilometer westlich von der Zeche der Vorort Bad Hamm, ein ehemaliges Kurbad mit einer Solequelle. Immer wieder kam es in der noch jungen Zeche zu Wassereinbrüchen. Dennoch entstand eine Kokerei und ab 1911 konnte man drei Jahre lang ohne größere Zwischenfälle Kohle fördern. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kam es jedoch zu einem besonders starken Wassereinbruch,…

  • Die Halde Rungenberg

    Nachtzeichen auf der Pyramide Viel Betrieb ist hier oben an diesem schönen Spätnachmittag im Herbst. Familien sind unterwegs. Zahlreiche Drachen werden steigen gelassen, Väter klettern mit ihren Sprösslingen über Stock und Stein. Hunde apportieren die in die weiten Wiesen geworfenen Bälle zu Herrchen und Frauchen. Andere sitzen auf den wenigen Bänken und genießen die weite Sicht auf den Sonnenuntergang. Es ist tatsächlich ein Fleckchen Idylle. Einfach schön und friedlich. Hoch oben, aber doch inmitten der Großstadt. Der beschriebene Ort ist die zum Naherholungsgebiet ausgebaute Bergehalde Rungenberg in Gelsenkirchen-Buer. Die Halde erhebt sich unweit der Zechensiedlung Schüngelberg zwischen der Autobahn A2, der Horster Straße und der Rungenbergstraße bis auf 115,3 Meter…

  • Die Halde Norddeutschland

    Im Ruhrgebiet sind die höchsten Bergehalden eigentlich nördlich der Emscher-Linie zu finden, da mit der Nordwanderung des Bergbaus mit zunehmender Mechanisierung und Abbautiefe auch das Aufkommen an Bergematerial wuchs. Doch auch der Rhein wurde nach Westen übersprungen, das erste Bergwerk auf der anderen Seite war die Zeche Rheinpreußen. Die im Jahr 2001 zum Bergwerk West zusammengeschlossenen Zechen Niederberg, Friedrich Heinrich und Rheinland stellten die westliche Grenze des Ruhrbergbaus dar und bilden praktisch den Gegenpol zur Zeche Westfalen im ziemlich genau 100 km östlich entfernten Ahlen. So verwundert nicht, dass hier in einem Dreieck um die Städte Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn drei Bergehalden zu finden sind, die allesamt zu den 15…

  • Die Halde Rheinpreußen

    Eine große Grubenlampe auf der Halde als Wahrzeichen für das Ruhrgebiet Es ist die größte Grubenlampe der Welt, die tausende Autofahrer auf der Rheinbrücke der A42 von Duisburg kommend täglich erblicken – Das Internet-Lexikon Wikipedia bezeichnet sie sogar als »das größte Montankunstwerk der Welt«. Hoch über Moers erhebt sich mit dem sogenannten Geleucht eine der eindrucksvollsten und schönsten Landmarken im Ruhrgebiet. Es ist nicht nur am Tage, sondern auch in der Dämmerung wunderschön anzusehen. Dabei steht es auf einer Bergehalde der Zeche Rheinpreußen, die zu den höchsten im Revier zählt. Unmittelbar neben dem Waldsee ragt die Halde Rheinpreußen am Rande von Moers in den Himmel. Die Zeche war das erste…

  • Der Radweg auf der Lothringen-Trasse

    Die beliebten Bahntrassen-Radwege sind im Ruhrgebiet häufig zu finden. Alte Güterbahntrassen, Zechenbahnen oder stillgelegte Güterbahnhöfe wurden zu gut ausgebauten Radwegen umgewandelt, die sich steigungsarm und häufig kreuzungsfrei vom Straßenverkehr durch die Landschaft ziehen. Im wahrsten Sinne zügig kommt man auf diesen Strecken vorwärts und kann zugleich Ausschau nach Überresten der alten Eisenbahn halten. Ein solcher Bahntrassenradweg ist auch der auf der Lothringen-Trasse im Norden von Bochum. Auf fast 10 Kilometern Länge führt er aus der Nähe der Innenstadt in die kleineren Vororte Grumme, Gerthe und Hiltrop bis nach Bövinghausen, das schon zu Dortmund gehört. Wie an einer Perlenkette lagen mehrere Schachtanlagen der Zeche Lothringen an dieser Güterbahnstrecke, die ein Ende…

  • Das Dortmunder U

    Zentrum für Kunst und Kreativität in der ehemaligen Union-Brauerei • Museum am Ostwall Mit dem markanten Turm der alten Dortmunder Union-Brauerei steht am Westentor direkt am Wallring ein wichtiger Ankerpunkt der Route der Industriekultur und Zentrum für Kultur und Bildung. Mehrere Museen, Wechsel- und Dauerausstellungen lassen sich im Volksmund sogenannten „U-Turm“ besichtigen. Bis 1994 wurde das Gebäude als Keller-Hochhaus durch eine der zahlreichen Dortmunder Brauereien genutzt, stand danach einige Zeit leer und blühte nach einer grundlegenden Sanierung und Umbauarbeiten im Jahre 2010 zum heutigen Kulturzentrum auf, das unter seinem Dach auf mehreren Etagen verschiedene Dauer- und Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen und Techniken beherbergt. Das folgende Luftbild zeigt das Dortmunder U…

  • Schloss Hohenlimburg in Hagen

    Hoch über dem industriell vor allem von der Stahlverarbeitung geprägten Hagener Vorort Hohenlimburg im Lennetal erhebt sich auf dem sich auf 240 m ü. NN erhebenden Schlossberg, einem abgestumpften Felskegel, die älteste erhaltene Höhenburg in Westfalen. Erbaut wurde die Hohe Limburg im 13. Jahrhundert durch Graf Dietrich von Isenberg-Limburg und durchlebte in der Folgezeit Auf- und Niedergänge mit Erweiterungen und Zerstörungen u. a. durch Brände. Seit Ende des 16. Jahrhunderts gehört die Burg zur fürstlichen Familie von Bentheim-Tecklenburg und wurde Im 18. Jahrhundert von der Höhenburg zu einem Residenzschloss des Spätbarocks umgebaut. Durch das mehrgeschossige Torgebäude gelangt man auf den Innenhof, der im Süden durch den Bergfried begrenzt wird. Er…

  • Die Zeche Minister Achenbach

    Ein Ufo, Halden und ein Radweg auf einer Seilbahntrasse Es ist ein ganz besonderes Bauwerk, das schon viele Menschen auf Abbildungen gesehen haben, aber nur wenige wissen, dass es hier in Lünen im Kreis Unna steht. Das sogenannte „Colani-Ufo“ oder etwas abfällig „Colani-Ei“, nach dem berühmten Künstler bezeichnet, ist Teil des Technologiezentrums Lüntec auf dem Gelände einer etwas abseits gelegenen Schachtanlage der Zeche Minister Achenbach. Es ist nicht das einzige Denkmal, was an die Zeche erinnert, die einst Brambauer zu einem Bergarbeiter-Stadtteil gemacht hat. Zwei Halden formen die Landschaft rings um den Ort und die Trasse einer alten Seilbahn ist noch heute anhand des schnurgerade verlaufenden Radweges gut zu erkennen.…

  • Der Landschaftspark Duisburg-Nord

    Spaziergang durch das ehemalige Hüttenwerk Meiderich und Aussicht vom Hochofen Ein Eldorado für Freunde komplexer Industriebauten, Spaziergänger und Hobbyfotografen – der Landschaftspark Nord ist eine Sehenswürdigkeit, die auf der Liste von Touristen und Einheimischen auf keinen Fall fehlen darf. Abhängig von der Quelle wird der Park mal zur „am zweitmeist besuchten Attraktion in Nordrhein-Westfalen hinter dem Kölner Dom“ oder zur „meistbesuchten Kulturlandschaft NRWs“ bezeichnet. Dabei handelt sich hier um das ehemalige Hüttenwerk von Thyssen, das im Jahre 1985 geschlossen wurde. Hier wurde aus Eisenerz Stahl gewonnen. Die zur Hütte gehörenden Anlagen und Bauwerke u.a. mit den drei noch vorhandenen Hochofen, dem Gasometer, Kläranlagen, Erz- und Koksbunker wurden aber nach Schließung…

  • Die Halde Lothringen I / II

    Ganz im Norden der Stadt Bochum, unweit des Dreiecks zu den Nachbarstädten Herne und Castrop-Rauxel, liegt der Stadtteil Gerthe. Hier wurde im Jahre 1872 die Zeche Lothringen gegründet. Sie besaß insgesamt sechs Schachtanlagen, wobei sich Schacht I, II und ein Wetterschacht im heutigen Gewerbegebiet Gerthe-Nord befanden. Ein weiterer befand sich ganz im Norden in der Nähe der Gerther Straße, zwei weitere Schächte im benachbarten Ortsteil Hiltrop. Die Zeche wurde im Jahre 1967 geschlossen. Ein Radweg auf alter Eisenbahntrasse erschließt die ehemaligen Standorte heute. Offensichtliche Überreste sind heute nur wenige im Gewerbegebiet integrierte Gebäude der Zeche sowie die Protegohauben über den ehemaligen Schächten. Die Abdeckung von Schacht II findet man mitten…

  • Die Halden Beckstraße und Prosperstraße

    Der Tetraeder auf dem Tafelberg und die Skihalle auf der Spaßhalde in Bottrop Gleich zwei große Bergehalden liegen Seite an Seite im Bottroper Stadtteil Batenbrock. Die Halden sind bekannt für besondere Bauwerke, die auf ihnen errichtet sind und weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt sind. Dass es sich unter diesen um Bergehalden handelt, ist vielen Besuchern jedoch nicht bekannt. Auf der einen steht ein Wahrzeichen von Bottrop, der stählerne Tetraeder, perfekter Aussichtsturm und weithin sichtbare Landmarke zugleich. Auf der anderen Halde befindet sich das Alpincenter Bottrop, eine Indoor-Skihalle, in der ganzjährig Ski und Snowboard gefahren werden und andere Angebote wie eine Sommerrodelbahn oder eine Paintball-Anlage genutzt werden können. Als Einstieg…

  • Die Zeche Mont-Cenis in Herne

    Von der Zeche zur Fortbildungsakademie des Landes mit Stadtteilzentrum in mediterraner Atmosphäre Die Zeche Mont-Cenis im heutigen Herner Stadtteil und der damals eigenständigen Gemeinde Sodingen war eine der kleineren Kohle- Förderstätten im Ruhr-Revier, dennoch findet man sie mittlerweile in vielen Reiseführern zur Region erwähnt oder bebildert. Eine Zeche wird man hier allerdings kaum noch finden. Einige Skulpturen oder Loren, wie rechts abgebildet, sind über den Ortsteil verstreut. Etwas versteckt steht in zweiter Reihe aber ein außergewöhnlicher, riesiger Glaspalast, der zwischen den Häusern des Ortes wie ein Ufo wirkt und ganz und gar nicht in das Ortsbild passt. Doch ganz von vorne. 1875 begann die Förderung in einer neuen Zeche, die…

  • Der Seseke-Weg – Über Wasser Gehen

    Unterwegs auf dem Radweg am Fluss von Bönen über Kamen nach Lünen Das gewaltige Umbauprojekt vom zeitweise missbräuchlichen Abwasserkanal zurück zum natürlichen Fluss ist von der Emscher im Ruhrgebiet inzwischen bekannt. Im östlichen Ruhrgebiet existiert mit der Seseke jedoch noch ein zweites, recht großes Fließgewässersystem, das streckenweise begradigt wurde und ebenfalls als „Köttelbecke“ fungierte. Jahrzehnte später wurde das Sesekeprogramm entwickelt, das die naturnahe Rückgestaltung des Laufs vorsah. Im Gegensatz zum Emscherumbau ist der der Seseke heute bereits so gut wie abgeschlossen. Die Seseke ist ein etwa 30 Kilometer langer Fluss, der bei Holtum im Bereich der Grenze zwischen dem Kreis Soest und dem Kreis Unna aus mehreren Bächen entsteht. Er…

  • Aktive Mitte: Der Auenpark in Selm

    Hügelland mit bunter Kunst und eine alte Wasserburg Das Auenland gibt es wirklich, und zwar am Rande des Ruhrgebiets, kurz vor dem Übergang zum Münsterland. Ganz hoch im Norden vom Kreis Unna: Auf zuvor landwirtschaftlicher Fläche erstreckt sich heute der Auenpark in Selm. Er liegt zwischen den Ortsteilen Selm und Beifang. Er versteht sich daher auch als eine Verbindung zwischen diesen Siedlungen, die näher zusammenwachsen. Die Hauptachse ist der Selmer Bach, früher auch Paß-Bach bezeichnet. Bis zum Bau des Parks verlief er begradigt zwischen den Feldern Richtung Stever. Nun fließt er in zahlreichen Bögen mit kleinen Tümpeln und Sumpfzonen durch das Gelände und gibt dem Auenpark so auch seinen Namen.…

  • Der Grugapark in Essen

    Die meisten Besucher der Stadt assoziieren den Begriff »Gruga« mit der Messe Essen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass bereits Schilder am Hauptbahnhof, Zielanzeigen an U-Bahnen oder Aushangfahrpläne den Begriff ausschließlich in der Kombination »Messe / Gruga« führen. Der Zusammenhang mit der Messe ist nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Selbsterklärend ist das Wort jedenfalls auch nicht. Nicht besonders hilfreich ist dabei auch zu wissen, dass es eine Grugahalle, ein Grugabad, einen Grugapark, eine Grugabahn und ein ehemaliges Grugastadion gibt. Beim Blick auf die Großstadt Dortmund, wo es in ähnlicher Benennung einen Westfalenpark, eine Westfalenhalle (auch Messe), ein Westfalenstadion – dank des Sponsorenvertrages derzeit als Signal-Iduna-Park bekannt –…