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Der Schalker Verein in Gelsenkirchen (Hüttenwerk)

Für viele Freunde des runden Leders steht sicherlich fest: Es gibt nur einen Schalker Verein, den blau-weißen Bundesligisten FC Schalke 04. Wesentlich älter als der 1904 gegründete Fußballverein ist jedoch der Schalker Gruben- und Hüttenverein, ein lange Zeit aktives und riesiges Hüttenwerk. Seine Wurzeln gehen auf das Jahr 1872 zurück, in dem das Werk u. a. durch den Unternehmer Grillo gegründet wurde. Bis 1903 entstanden ganze sechs Hochöfen. Das hier gewonnene Roheisen wurde vor allem für Rohre verwendet. Im Jahr 1974 erfolgte die Übernahme des Werkes durch den Thyssen-Konzern, der große Teile der Anlagen in den Achtzigerjahren stilllegte. Recht abrupt kam ein großes Aus des letzten Hochofens durch eine Explosion, woraufhin auch weiterverarbeitende Bereiche geschlossen wurden. Ein kleiner Teil des Areals wurde 1999 vom französischen Industriekonzern Saint Gobain übernommen. Das endgültige Aus erfolgte im Jahr 2004.

Bereits 1996 hat die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) einige erste, etwa 37 ha große Flächen und Gebäude zur Planung und Gestaltung der Folgenutzung von Thyssen erworben. In aus städtebaulicher Sicht sehr attraktiver Lage in der Nähe zum Stadtzentrum Gelsenkirchens und mit guter Anbindung an die Schieneninfrastruktur durch den Hauptbahnhof wurde ein kombiniertes, aber inhaltlich streng geordnetes Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebiet. Inmitten dieses Areals bleiben einige große Relikte der Industrieepoche erhalten. Ein auffälliges Gebäude stellt die ehemalige Energiezentrale dar. Das Schalthaus wird von neu angelegten Straßen und Plätzen umringt, die jedoch zurzeit durch Müll und Vandalismus wenig einladend wirken. Das Backsteingebäude aus den 1920er Jahren selbst ist entkernt. Warnschilder an den rostig-grünen Türen der Umspanner auf beiden Seiten haben ihren Nutzen verloren. Für die Energiezentrale ist eine neue Nutzung für Gewerbe geplant.

Von der Energiezentrale ist es thematisch und entfernungstechnisch nur ein kleiner Sprung zum eindeutig monumentalsten Relikt auf dem alten Hüttenwerksgelände. Denn auf den mächtigen Erz-Hochbunkern, die mit einer Länge von 240 Metern und einer Höhe von 12 Metern ein eindrucksvolles Denkmal bilden, wurde im April 2008 eine Solaranlage errichtet. Die Anlage, die dem Objekt den neuen Namen Solarbunker gibt, besteht derzeit aus über 1.600 Photovoltaikmodulen und produziert je nach Sonnenscheinintensität bis zu 320.000 kWh Strom.

Im Folgenden sind Fotos abgebildet, die im Oktober 2011 aufgenommen wurden. Sie zeigen, dass sich das Werksgelände noch stark in der Entwicklung befindet. Das Schalthaus ist entkernt und beschädigt, auf den Plätzen sammeln sich Müll und Glassplitter von Bierflaschen. Auch die Bunker sind noch nicht direkt zugänglich, was sich sicherlich in absehbarer Zeit ändern wird.

Energiezentrale Schalker Verein

Entkernte Energiezentrale des Schalker Vereins

Schalker Verein

Weiträumiger Platz vor der Energiezentrale

Solarbunker

Der Solarbunker: Monumentaler Erz-Hochbunker

Solarbunker Gelsenkirchen

Massiver Beton in 240 Metern Länge und 12 Metern Höhe

Solarbunker Schalker Verein

Fazit und Tipp des Webmasters: Das Gelände mit der Kraftzentrale und dem Bunker ist hochinteressant, aber in Entwicklung. Von der Erzbahntrasse ist das Gelände über einen Abzweig an der Pfeilerbrücke gut erreichbar. Direkt nebenan befindet sich der Almaring, eine alte Rennstrecke im Wald.

 

Informationen zum Besuch des Schalker Hüttenvereins:

Das Gelände befindet sich noch in Entwicklung und kann inzwischen bzw. bei einem nächsten Besuch schon wieder anders aussehen. Es ist aber zum großen Teil frei zugänglich.

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 19 Gelsenkirchen-Zentrum. Aus allen Fahrtrichtungen rechts abbiegen auf die Grothus-Straße. Dem Straßenverlauf durch Gelsenkirchen bis zum Ende am Hauptbahnhof folgen. Hier links abbiegen auf die Hiberniastraße und auch auf dieser, die in die Wildenbrucher Straße übergeht, bis zum Ende am Kreisverkehr fahren. Hier auf das Gelände des Schalker Vereins fahren und am Rande parken.

Alternativ auf der A40 bis zur Ausfahrt 29 Wattenscheid-West. Aus jeder Richtung links abbiegen auf die Berliner Straße. Dem Verlauf ca. 4 km bis zum Kreisverkehr an der Wildenbruchstraße folgen. Hier rechts auf das Gelände fahren und dort parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Wildenbruchstraße, Kreuzung B227 in 45879 Gelsenkirchen

Geographische Koordinaten:
51°30'32.86"N, 7° 6'47.73"E – Zugang
51°30'32.48"N, 7° 6'50.75"E – Energiezentrale
51°30'33.45"N, 7° 7'06.26"E – Solarbunker
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
369067 m, 5708131 m – Zugang

369125 m, 5708118 m – Energiezentrale
369425 m, 5708140 m – Solarbunker

Anreise mit Bus und Bahn: Mit dem RE 2, 3, der RB 42, 46 oder der S2 von Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund, Herne, Münster oder Oberhausen bis Gelsenkirchen Hbf. Vom Nordausgang rechts halten bis zur B227. Dieser bis vor die Bahnbrücke nach Süden folgen und dann links abbiegen in die Wildenbruchstraße. Etwa 600 Meter bis zum Ende und dort auf das Gelände des Schalker Vereins laufen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Vom Emscher-Park-Radweg auf halber Höhe zwischen der Pfeilerbrücke (Anschluss Erzbahntrasse) und Halde Rheinelbe abbiegen über die ehemalige Anschlussbahntrasse der Kokerei Alma. Immer geradeaus und möglichst vor der etwas abrupt erscheinenden Treppe am Ende bremsen. Den Drahtesel die Treppe hinuntertragen, unten rechts und im Kreisverkehr rechts auf das ehemalige Hüttenwerksgelände.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Solarbunker bzw. der Hüttenverein dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat C6. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr