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Bergbauwanderweg im Muttental

Den Frühen Bergbau des Ruhrgebiets in einem idyllischen Tal sehen und erleben

Südlich von Witten fließt der Muttenbach durch ein beschauliches Tal, das durch seine Idylle und Stille hervorragend zum Wandern geeignet ist. Doch die wilde Romantik des Tales, die Wälder und der dahin plätschernde Bach – wohlwissend, dass man hier noch im eigentlich so dicht bebauten Ruhrgebiet steht – ist nicht die einzige Besonderheit: Im Muttental wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten hier einst Kohle in Stollen und ersten Schächten zutage. Heute lassen sich viele Relikte der vergangenen Zeit anhand von rekonstruierten und erhaltenen Objekten auf einem Spaziergang auf dem Bergbauwanderweg besichtigen. Erschlossen werden durch den Wanderweg auch die Ruine Hardenstein, das Industriemuseum Zeche Nachtigall und das Gruben- und Feldbahnmuseum Theresia. Auch ein Abstecher zum Schloss Steinhausen bietet sich an. Der Artikel erläutert den Weg und die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand und sieht sich als kleinen Reiseführer für einen Tag in einem der schönsten Täler des Reviers an.

Die Wiege des Bergbaus

Bereits im Mittelalter gruben Bauern in Mini-Tagebauen für den Eigenverbrauch nach dem wertvollen Heizrohstoff. Dies geschah in kleinen, oberflächennahen Löchern, den sogenannten Pingen (Einzahl: Pinge), die häufig noch heute als Oberflächenform erkennbar sind. Meist endete der Abbau zwangsläufig durch das Verfüllen der Grube mit Grundwasser, denn Pumpanlagen gab es natürlich noch nicht. Schließlich ging man etwa im 18. Jahrhundert in den Stollenbergbau über, nachdem es staatliche Reglementierungen u.a. zum Erhalt der Landschaftsformen gab. Ein unregelmäßiger Abbau wurde damit unwirtschaftlich, man schloss sich daher in Gewerkschaften zusammen. Im 19. Jahrhundert erfolgte erstmals der Übergang zum Schachtabbau. Mit einem Göpel, also einer Einrichtung zum Heben von Lasten durch Mensch oder Tier, oder durch eine Haspelanlage, einer Kurbel wie an einem alten Burgbrunnen, konnten mit Kohle beladene Gefäße senkrecht an die Oberfläche geschafft werden. Schließlich wurde der Abbau industriell und mit Hilfe von Maschinen oder Tieren bewältigt.

Durch die zahlreichen neuen nördlich gelegenen Großzechen im Ruhrgebiet wurde der Abbau in Klein- und Kleinstzechen im Muttental unrentabel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind bereits viele der Zechen aufgegeben worden. Die beiden Weltkriege sorgten aufgrund des Mangels an Brennmaterial währenddessen und in der Nachkriegszeit für eine kurzfristige Neubelebung. Mit der Stabilisierung der Wirtschaft ist der Bergbau im Muttental dann aber komplett verschwunden. Das Tal ist heute wieder sehr idyllisch und zu einem Geheimtipp zum Wandern, Radfahren oder Reiten geworden. Mit dem Bergbau-Wanderweg werden über zwei Dutzend Stationen erschlossen, an denen teilweise original und teilweise rekonstruiert viele dieser Klein- und Kleinstzechen, Stollen und besondere Gebäude zu besichtigen sind.

Notwendiges Vorwissen: Markierung, Stationen, Verlauf

Start für den thematischen Wanderweg ist nahe dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Diese Beschreibung ist eine Routenempfehlung mit Ausgangspunkt am Parkplatz Nachtigallstraße. Einen ausgeschilderten Bergbauwanderweg wie der an der Ruhr-Universität gibt es hier allerdings nicht. Ausgeschildert sind lediglich einige regionale A-Wanderwege (z.B. A3) sowie der Fernwanderweg WestfalenWanderWeg XW, der teilweise von Hattingen kommend von Rauendahl bis kurz vorm Steinbruch Dünkelberg durch das Muttental verläuft und anschließend zum Schloss Steinhausen abzweigt. Der Wanderer sucht sich am besten schon vorher beispielsweise mit der folgenden Karte eine geeignete Route entlang der 31 Stationen aus. Bis zu acht Kilometer lang kann ein Rundweg sein. Stellenweise gibt es die Möglichkeit, Abschnitte abzukürzen. Die Straßen sind nur schwach oder nicht von Autos befahren. Abschnittsweise können Wege über Felder und durch den Wald genutzt werden. Dadurch bietet sich der Wanderweg quasi bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit an – auch und besonders im heißen Sommer. Aber Achtung: Zum größten Teil verläuft der Weg im Landschaftsschutzgebiet Vormholz Waldungen Muttental bzw. im Naturschutzgebiet Hardenstein. Aufgrund dessen und wegen Bergschäden sei dringend angemahnt, die Wege nicht zu verlassen und Natur und Kulturschatz zu bewahren.

Bergbauwanderweg im Muttental: Karte

► Karte mit Stationen des Bergbauwanderweges im Muttental. Die Karte steht hier zum Ausdruck mit 300 dpi zur Verfügung!

Die nummerierten Stationen des Bergbauwanderweges sind durch großformatige Schilder deutlich gekennzeichnet und meistens schnell zu finden. Auf diesen Tafeln werden die Punkte ausführlich mit Texten und Grafiken oder Fotos erläutert. Informationstafeln insbesondere an den verschiedenen Ausgangspunkten an den Wanderparkplätzen bieten außerdem einen kartographischen Überblick zum Standort und Markierungen. Grüne Richtungsschilder begleiten hier und dort den Wegesrand mit einem "Fernziel", z.B. der Ruine Hardenstein.

Die Wanderung wurde mit GPS getrackt und ist bei outdooractive.com mit interaktiver Karte und Höhenprofil anzusehen. (Suchcode: XGMTv)

 

Erster Teil: Vom Parkplatz Nachtigallstraße mit der Muttenthalbahn zu den Industriemuseen Theresia und Nachtigall

Die erste Station befindet sich zwar hinter der Zeche Nachtigall, die Wanderung beginnt in diesem Fall jedoch auf dem großzügigen und beschilderten Parkplatz Nachtigallstraße (in der Karte in der oberen rechten Ecke). Hier weist bereits ein Schild zum Haltepunkt der Muttenthalbahn. Dabei handelt es sich um eine an bestimmten Tagen verkehrende Feldbahn zwischen dem Parkplatz und der Zeche Nachtigall, die auch im nahegelegenen Gruben- und Feldbahnmuseum Station macht. Letzteres liegt nur einen Steinwurf vom Parkplatz entfernt, doch die Anreise mit dem kleinen Zug (Tageskarte 3,50 € / 1,50 €, Familien 6,- €; Fahrtage siehe Internetseite Muttenthalbahn e.V. bzw. Artikel über die Muttenthalbahn) ist nicht nur etwas Besonderes auch für Kinder und Technikbegeisterte, sondern auch thematisch äußerst passend. So zuckelt der Zug die kurze Strecke und laut ankündigend über die Nachtigallstraße, ehe er den kleinen Bahnhof im Feldbahnmuseum erreicht.

Muttenthalbahn

Die Muttenthalbahn überquert die Nachtigallstraße

Fahrt mit der Muttenthalbahn in Witten

Fahrt mit der Feldbahn

Das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia (Link zum ausführlichen Artikel über das Museum) befindet sich auf dem Gelände der Zeche Theresia, die ab 1890 Kohle förderte, aber bereits 1832 mit der Zeche Nachtigall teilkonsolidiert wurde. Einige Betriebsgebäude der Zeche sind auch heute noch erhalten und wunderschön renoviert. Das Museum selbst widmet sich der kleineren Version der Eisenbahn, den Grubenbahnen und den Feldbahnen, die in schwieriger Topographie Produktionserzeugnisse, Baumaterial, Werkzeug oder Menschen transportieren bzw. transportiert haben. Gezeigt werden dabei fast 100 Lokomotiven und 200 Waggons. Ein Ausstellungsraum in einem der historischen Zechengebäude informiert mit Filmen, Fotos und Texten über das Thema Feldbahnen. Der Besuch lohnt, der Eintritt ist überdies frei. In der Cafeteria kann man sich übrigens für den weiteren Weg stärken. Achtung: Öffnungszeiten des Museums beachten!

Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia

Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia in Witten

Mit der Tageskarte der Muttenthalbahn hat man die Berechtigung zur Weiterfahrt bereits gekauft. Zu Fuß beträgt der Weg etwa einen Kilometer entlang der gerade von Fahrradfahrern auf dem RuhrtalRadweg vielbefahrenen Nachtigallstraße oder entlang der Ruhrtalbahn vorbei am ehemaligen Güterbahnhof Bommern. Da ist die rumpelige Fahrt mit dem nächsten Takt der Feldbahn sehr viel erholsamer – Kraft in den Beinen brauchen wir später noch für die eigentliche Wanderung. Etwa zehn Minuten später erreicht der Feldbahnzug das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Schon während der langsamen Fahrt über das Museumsgelände kann man einige Exponate und den Wasserspielplatz bewundern. Es macht Lust auf den Besuch – aber am Endbahnhof können wir uns aussuchen, das Museum zu besuchen oder gleich weiter zu wandern. Auch das Industriemuseum Zeche Nachtigall ist bereits ausführlicher erläutert. Mit dem Herculesschacht befand sich hier einst einer der ersten Schächte im Ruhrgebiet. Nach Schließung der Zeche im Jahre 1892 entstand eine Ziegelei, weswegen im heute hier befindlichen Museum gleich zwei Industriezweige besichtigt werden können. Besonders schön ist die Dampfmaschine im Maschinenhaus anzusehen. Hauptattraktion des Museums und praktisch ein Muss für jeden Besucher ist jedoch die Führung durch den Nachtigallstollen bis in das Flöz (Anmeldung an der Kasse – bei größerer Nachfrage Wartezeit!). Auch hier bietet sich Gastronomie für eine Stärkung an.

Zeche Nachtigall Ziegelei

Ziegelei Dünkelberg auf dem Gelände der Zeche Nachtigall

Dreibaum

Dreibaum über dem Schacht Ingeborg II - "Kohle eimerweise"

Besucherstollen Zeche Nachtigall

Besucherstollen mit begrenzter Kopffreiheit

Dampfmaschine

Dampfmaschine im Maschinenhaus

Es wird nun Zeit für die eigentliche Wanderung. Von der Zeche Nachtigall führt der Wanderweg auf Asphalt geradeaus am Bahnübergang vorbei zunächst entlang der Muttentalstraße und der Ruhrtalbahnstrecke nach Süden. Hinter der Siedlung und einer scharfen Linkskurve ist bereits die erste Station erreicht – der Steinbruch Dünkelberg. Dazu muss man die Straße nach links einmal verlassen.

Zweiter Teil: Durch das Muttental: Bethaus, Haspelanlage, Verladung und Co.

Neben dem Steinbruch (Station 1), in dessen Wand deutlich ein schmales, schwarzes Kohleflöz sichtbar ist, lässt sich durch ein Gittertor auch ein Blick in den Nachtigallstollen erhaschen, der mit einer Museumsführung vom Gelände der Zeche Nachtigall auf der anderen Seite des Berges erkundet werden kann. Von diesem Steinbruch aus wurde das Rohmaterial zu Zeiten der Ziegelei durch den Stollen auf direktem Wege durch den Berg transportiert.

Zunächst geht es auf der Muttentalstraße weiter nach Südosten. An einem eisernen Bergmann mit Geleucht in der Hand biegt der Straßenverlauf endlich nach rechts ab und der stille Weg geradeaus durch den Wald ohne Autos beginnt. Gleich am Anfang stößt man auf die ersten Hinweisschilder über die Entwicklung des Bergbaus (Station 2) sowie den Östlichen Tagtrieb Frielinghaus (Station 3) und den Stollen Turteltaube (Station 4). Auf einer schönen, ruhigen und schmalen Waldstraße geht es direkt auf das Bethaus der Bergleute zu. Hier gibt es in der Sommersaison auch die Möglichkeit einer Stärkung.

Anhand der ersten Stationen lässt sich schnell das Prinzip des Bergbauwanderweges erkennen. Die Wanderung in dem idyllischen Tal wird durch die Punkte abwechslungsreich aufgelockert. In die Stollen kann der Besucher hineinschauen, aber natürlich nicht hineingehen. Technische Anlagen können angefasst werden und sind kurz und knapp in ihrer Funktion beschrieben – beispielsweise die noch im weiteren Verlauf des Weges liegende Haspelanlage oder die Verladung der Zeche Jupiter, auf der Loren aus der Zeche auf tiefer stehende Lastkraftwagen ausgekippt wurden. An der Haspelanlage kann man selbst an der Kurbel drehen, ohne jedoch wie früher die Kohle in Eimern aus einem tiefen Schacht zu holen. Manchmal stehen auch nur Schilder am Wegesrand, wo früher Stollen verliefen und heute oberflächlich nur noch Wiese oder Wald zu sehen ist.

Steinbruch Dünkelberg im Muttental

Station 1: Steinbruch Dünkelberg. Deutlich sichtbar das Flöz

Bergmann mit Geleucht am Wegesrand

Eiserner Bergmann mit Geleucht weist den Weg

Stollen Turteltaube im Muttental

Station 4: Stollen Turteltaube mit Infotafel direkt am Weg

Bergbauwanderweg durch den Wald

Der ruhige Waldweg beginnt. Am Bethaus läuft der Grill.

Bethaus der Bergleute

Station 5: Bethaus der Bergleute (Öffnungszeit beachten!)

Haspelanlage im Muttental

Station 9: Haspelanlage

Nicht weit hinter dem Bethaus befindet sich die Bergbau-Ausstellung am Zechenhaus Herberholz. Auf dem großen Freigelände lässt sich eine Sammlung von Werkzeugen und Gegenständen ganzjährig und ständig frei besichtigen. Besonders der Fortschritt der Technisierung steht im Fokus der Ausstellung. Dabei werden Ausbauschilde ebenso gezeigt wie Werkzeuge, Bohrmaschinen, Grubenwagen und viel mehr. Das Zechenhaus selber bietet an Wochenenden und Feiertagen eine kleine Sammlung zum historischen Bergbau. Darüber hinaus gibt es hier zu den Öffnungszeiten die Möglichkeit einer Stärkung.

Neben dem Gelände befindet sich hinter dem Amboss der Zeche Verlorener Posten die Halde der Zeche Vereinigte Hermann (Station 6). Die kleine, aber offensichtlichste Bergehalde im Muttental, lässt sich über einen beleuchteten Pfad komplett umrunden und ist nur wenige Meter über der Umgebung hoch.

Halde Zeche Hermann

Station 6: Halde der Zeche Hermann, Ehrenstein Verlor. Posten

Halde im Muttental

Beleuchteter Pfad um die Bergehalde (links im Bild)

Ausstellung Herberholz

Freigelände der Ausstellung Herberholz

Herberholz im Muttental

Historische Geräte und Maschinen im Freigelände

Zechenhaus Herberholz

Zechenhaus Herberholz mit Einkehrmöglichkeit

Grubenwaggons

Grubenbahn am Rande des Geländes Herberholz

Kurz darauf ist die rekonstruierte Haspelanlage erreicht (Station 9), bei der der Wanderer wie schon erwähnt unter dem Spitzdach an der Kurbel drehen kann. Man passiert dahinter nun auf für Fahrzeuge gesperrtem Waldwege die nicht zu besichtigenden Gebäude am Schacht Constanz (Station 8). Idyllisch fließt der Muttenbach rechts in einem schmalen Wiesental am Weg entlang, ein gelbes Warnschild weist darauf hin, die Wege aufgrund von Bergschäden nicht zu verlassen. Die nächste Sehenswürdigkeit lässt nicht lange auf sich warten. Schon hinter der nächsten Wegbiegung befindet sich die Verladung der Zeche Jupiter (Station 10). Schienen führen hier aus einem Stolleneingang mit schmiedeeisernem Gitter vor dem Tor und enden nach einem kleinen Schwenk an einem Gerät, mithilfe dessen die Loren gedreht und auf einem Lastkraftwagen ausgeleert werden konnten.

Am Stollen Stettin (Station 11) gabelt sich der Weg. Rechts geht es auf kürzestem Wege zum rekonstruierten Schacht Margarethe, geradeaus noch ein Stückchen weiter. Rechts im Abzweig befindet sich das Stollenmundloch der Zeche Stettin. Das der Zeche Maximus (Station 12) erreicht man über einen kleinen Pfad parallel zum Bach.

Wir wenden uns aber dem Hauptweg weiter Richtung Rauendahl zu und erreichen bald auf einem Stück Gleis aufgestellte Loren der Muttenthalbahn (Station 13). Etwa 350 Meter führt der Waldweg dahinter durch das Muttental. Links am Berg befindet sich der Stollen Fortuna (Station 14). Hier sind auch die Reste einer Verladerampe zu sehen, die mit Ziegelsteinen gemauert ist. Die folgende Informationstafel klärt über eine weitere Bergehalde auf: Es handelt sich um die Halde von Schacht Juno (Station 15), die allerdings in der gewohnten Form nicht sichtbar ist. Vielmehr handelt es sich um das Verfüllen des Talbodens im Muttental, der Abraum befindet sich somit unter der großen Wiesenfläche.

Verladeanlage der Zeche Jupiter im Muttental bei Witten

Station 10: Verladeanlage der Zeche Jupiter

Verladeanlage Zeche Jupiter im Muttental

Blick aus Richtung Stolleneingang

Idyllisches Muttental

Muttenbach am Wegabzweig des Bergbauwanderweges

Stollen Stettin

Station 11: Stollen Stettin

Muttenthalbahn

Station 13: Muttenthalbahn

Stollenmundloch Fortuna

Station 14: Stollen Fortuna – mit einem Teppich von Sternmieren

Halde Juno Bergbauwanderweg Muttental

Direkt hinter der Halde Juno stößt man erneut auf eine Wegekreuzung. Links geht es zum Haus Rauendahl, einer Gaststätte an der Rauendahlstraße, rechts überquert man den Muttenbach und hat das südliche Ende des Bergbauwanderweges erreicht. Auf der anderen Talseite wird der Weg nun fortgesetzt.

 

Dritter Teil: Von Rauendahl zur Ruhr – Göpel, Pingen, Erbstollen und die Ruine Hardenstein

Kurz nach Überquerung des Muttenbachs stößt man auf ein eigenartiges Holzkonstrukt am Wegesrand. Es handelt sich dabei um das rekonstruierte Fördergerüst und Maschinenhaus der Kleinzeche Renate (Station 16). Diese Zeche hat von 1950 bis 1955 gefördert. Von ihr sind die betonierte Umfriedung des Schachtes und sogar eine Eisenleiter darin original erhalten. Den Weg leicht bergauf ist der Parkplatz Rauendahl bald erreicht, einer der alternativen Startpunkte an der Wanderstrecke.

Direkt am Parkplatz befinden sich ein rekonstruierter Dreibaum (Station 17) und ein Gedenkstein für verunglückte Bergleute (Station 18). Auf schmalen Waldpfaden geht es weiter. Hat man die Abkürzung von der Zeche Stettin gewählt, stößt man an einem Flözaufschluss (Station 20) auf den Bergbauwanderweg. Etwas steiler bergauf lässt sich aber schon vorher links ein Pfad wählen. Biegt man an der fingerförmigen Kreuzung ganz links ab, stößt man auf den Göpelschacht Moses der Zeche Ankunft & Anclam (Station 21). Auch das Göpelhaus ist sehr ungewöhnlich und fällt durch das Kegeldach mit Anbau auf. In einem derartigen Göpel wurde eine Seilzuganlage meist durch rundlaufende Tiere angetrieben und über Umlenkrollen in einen Schacht geleitet. Neben der Handhaspel von Station 9 und dem Dreibaum von Station 17 stellt dies damit eine weitere verbreitete Variante der Förderung von Kohle aus Schächten im frühen Bergbau dar.

Zeche Renate

Fördergerüst und Maschinenhaus Zeche Renate (Station 16)

Dreibaum

Dreibaum am Parkplatz Rauendahl (Station 17)

Wald am Muttental

Waldweg oberhalb des Muttenbachs

Pferdegöpel Schacht Moses im Muttental

Göpelhaus über Schacht Moses der Zeche Ankunft & Anclam

Vom Göpelschacht Moses ist es nur ein Katzensprung zum Schacht Margarethe am Parkplatz Berghauser Straße. Dabei ist der Schacht Margarethe ein an sehr schöner Lage (inzwischen nach einem Brand 2010 zum zweiten Mal) rekonstruierter kleiner Förderturm samt Maschinenhaus. Die Architektur dieses Nachbaus richtete sich dabei nach originalen alten Plänen. Von dieser Position am Waldrand bietet sich ein weiter Blick über die Felder und das Muttental bis nach Witten. Bänke laden außerdem zu einer kleinen Rast ein. Die kann man hier gut gebrauchen, denn nach der schattigen Etappe durch den Wald geht es gleich quer durch ein Feld, auf das im Sommer die Sonne kräftig scheint.

Ein Stückchen talabwärts zweigt links besagter Nebenweg durch Feld und Pferdekoppel ab. Es geht hinter dem Waldrand links auf den Pfad, dem (nicht auf Infotafeln o.ä. beschriebenen) Kulturdenkmal Kohletransportweg, und den grünen Richtungsschildern folgend rechts bis ins Hardensteiner Tal. Achtung: Man betritt nun das Naturschutzgebiet Hardenstein, das sich südlich um den Ruhrbogen zieht. Die üblichen Verhaltensregeln sind unbedingt zu beachten.

Den Talboden erkennt man an der Fülle von Informationstafeln, denn hier warten mit dem Westlichen Tagtrieb Zeche Frielinghaus (Station 24) und dem Stollen Reiger (Station 26) wieder zwei historische Stollenmundlöcher auf ihre Begutachtung. Der Ort der Zeche Orion (Station 25) direkt daneben ist ähnlich wie beim Schacht Juno eine das Tal teilverfüllende Bergehalde – die dritte ihrer Art auf der Wanderung bisher.

Zeche Margarethe im Muttental bei Witten

Direkt am Waldrand steht der Schacht Margarethe (2013)

Bergbauwanderweg Muttental: Schacht Margarethe

Rekonstruierter Schacht Margarethe vor seinem Brand 2010

Aussicht vom Schacht Margarethe

Weite Aussicht vom Rastplatz am Förderturm

Förderturm und Maschinenhaus aus Holz

Förderturm und Maschinenhaus – mit kleiner Fördermaschine

Zeche und Halde Orion

Station 25: Zeche Orion mit Bergematerial am Talgrund

Stollen Reiger Bergbauwanderweg Muttental

Station 27: Stollen Reiger

Dem Hinweisschild folgend ist die Ruine Hardenstein fast schon durch die Bäume zu erahnen. Der Wald lichtet sich bald und die Reste der im 14. Jahrhundert errichteten Burg werden sichtbar, die im 19. Jahrhundert aufgegeben wurde und verfiel. Heute sind nur noch Mauerreste und zwei Türme zu sehen, ein Teil der Mauern wurde aufwendig restauriert. Von der Ruhr ist die Burgruine nur durch die Museumseisenbahn getrennt. Hier fährt an Sonntagen im Sommer die RuhrtalBahn, die unmittelbar neben der Ruine einen Haltepunkt hat. Alte Triebwagen oder sogar Dampfzüge fahren somit regelmäßig an diesem historischen Ort vorbei. Bei einer Rast lässt sich das Treiben auf dem Fluss beobachten. Es verkehren die Fähre Hardenstein, die die Radfahrer von der einen Seite der Ruhr im Verlauf des RuhrtalRadweges auf die andere transportiert, und das Ausflugsschiff MS Schwalbe II.

Ruine Hardenstein in Witten

Ruine Hardenstein in Witten

Burg Hardenstein an der Ruhr

Die Burg ist beliebte Etappe für Radfahrer

Alte Burgruine bei Witten

Die alten Mauern können erklommen werden

Aussicht von der Burgruine auf die Ruhr

Aussicht von der Ruine auf die Ruhr

Ruine und Fluss

Allerlei Fährverkehr auf dem Fluss

Ruine Burg Hardenstein

Blick durch die Ruine Hardenstein zur Ruhr

Es ist ein sehr schönes Fleckchen auf der Wanderung. Wenn man sich endlich losreißen kann, bietet sich mit der Ruhrtalfähre ein kleiner Abstecher zur Schleuse Herbede am anderen Ufer an (kostenlose Überfahrt, Spende möglich – Verkehrszeiten beachten!). Zurück auf dem Bergbauwanderweg ist die allerletzte Etappe zu bewältigen. Der St.-Johannes-Erbstollen (Station 28) befindet sich unterhalb des Bahnhofs an der Ruine und ist nicht ohne weiteres zu besichtigen. Aus ihm tritt rostrot gefärbtes Grubenwasser aus in die Ruhr, damit ist er noch heute nichts anderes als ein zentraler Ableiter von Grundwasser aus den alten Schächten und Stollen. Das Informationsschild dazu steht auf dem Bahnsteig. Mit dem Vereinigungsstollen und dem Nachkriegsstollen (Stationen 29 und 30) lassen sich zwei weitere, letzte Stollenmundlöcher besuchen. Vorbei an der ehemaligen Zeche Martha (Station 31), deren Betriebsgebäude privat bewohnt werden, ist die Muttentalstraße unweit des Steinbruchs Dünkelberg wieder erreicht.

Nachkriegsstollen im Muttental

Station 30: Nachkriegsstollen

Ruhr bei Witten

Die Ruhr an der Ruine Hardenstein

Nun steht man wieder auf der Straße, auf der vor einigen Stunden die Wanderung begonnen hat. Wer nun absolut keine Lust mehr hat, kann zurück zur Zeche Nachtigall laufen und ggf. von dort mit der Muttenthalbahn zum beschriebenen Ausgangspunkt zurückfahren. Geht man aber von der Zeche Martha rechts statt links und läuft nach 150 m der Markierung des WestfalenWanderWeges folgend links den Berg hinauf, so führt der Feldweg fern der Nachtigallstraße durch ein ruhiges Tal. Der Feldweg endet direkt am Schloss Steinhausen.

Ursprünge der ehemaligen Burg reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts. Doch im Laufe der Zeit hat die Anlage starke Umbaumaßnahmen durchlaufen. Neben dem 1810 klassizistisch umgebauten Herrenhaus, das zum Teil auf das 17. Jhd. zurückgeht, fällt vor allem das Gebäude mit dem Rundturm ohne Dach auf. Dabei ist der Turm mit außenliegender Wendeltreppe aus dem 19. Jhd. auf einem mittelalterlichen Fundament aufgebaut. Aufgrund des Bauzustandes ist der Turmhelm derzeit sicherheitshalber ab- und im Schlosshof aufgebaut. Im Schlosshof und in einem Galeriegebäude sind Steinskulpturen aus Zimbabwe ausgestellt. Der Außenbereich kann besichtigt werden, die Gebäude abgesehen von der Galerie jedoch nicht. Das Herrenhaus beherbergt ein Restaurant.

Schloss

Rundturm von Schloss Steinhausen ohne Dach

Herrenhaus Schloss Steinhausen

Klassizistisch umgebautes Herrenhaus

Schloss Steinhausen Witten

Scheune und Galerie des Schlosses

Innenhof Schloss Steinhausen

Turmhelm des Rundturms im Schlosshof

Vom Schloss aus geht es die Straße am Parkplatz entlang bergab direkt bis zum Parkplatz Nachtigallstraße. Der Ausgangspunkt ist damit wieder erreicht.

 

Informationen zum Besuch:

Der oben stehende Verlauf ist eine Empfehlung und kein festgelegter Ablauf. Die Route und der Ausgangspunkt können frei gewählt werden. Die so beschriebene Route ist ca. 8 km lang, wobei 1 km mit der Feldbahn bewältigt wurde. Die Höhendifferenz beträgt etwa 200 Meter.

Für den Wanderweg an sich ohne Museumsbesuche sollte bei normaler Fuß-Geschwindigkeit und mit Beschäftigung mit den Einzelobjekten etwa 2 bis 2 1/2 Stunden Zeit eingeplant werden. Für eine Führung in der Zeche Nachtigall (besondere Uhrzeiten beachten!) ist auch etwa eine Stunde zu rechnen, dazu mögliche Besichtigungszeit in der Zeche und der Ziegelei sowie im Gruben- und Feldbahnmuseum und im Schloss. Bei Fahrten mit der Muttenthalbahn ist der Taktfahrplan zu beachten.

Der Untergrund der Wanderung reicht von Asphaltstraße bis Waldpfad. Entsprechend geländegeeignetes Schuhwerk und Kleidung für Wald- und Feldwege sollten vorher gewählt werden.

Fazit und Tipp des Webmasters: Bergbauhistorische Stätten, rekonstruierte Technik und eine wunderschöne Landschaft kombiniert das Muttental und eignet sich für Interessierte mit Neigung zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen. Neben den genannten Zielen bietet sich der Kemnader See oder das Berger-Denkmal am Hohenstein hoch über dem Ruhrtal in der Nähe an. Auch eine Erkundung des Tals mit dem Fahrrad vom direkt vorbeiführenden RuhrtalRadweg bietet sich an.

Anfahrt zum Muttental mit dem Auto: Auf der A43 Bochum-Wuppertal bis zur Ausfahrt 20 Witten-Heven. Dort auf der See-Straße Richtung Witten. Die Straße geht in die Herbeder Straße über. Am Kreisverkehr auf die B226 Ruhrdeich Richtung Wetter. An der nächsten Ampel rechts in die Ruhrstraße. Über die Ruhr fahren und hinter der Kurve an der Ampel rechts in die Nachtigallstraße abbiegen (die Verlängerung dieser Straße hinter der Zeche Nachtigall ist das Muttental).

Parkmöglichkeiten: Zum Abstellen des Autos bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die je nach Interesse des Beginns der Wanderung und Besucherandrang genutzt werden können. Alle beschriebenen Parkplätze sind kostenfrei und legal nutzbar und in der oben stehenden Karte eingezeichnet. Darüber hinaus bieten sich stellenweise Parkmöglichkeiten am Straßenrand. Die Parkplätze bauen auf der Anreisebeschreibung oben auf:

Parkplatz Nachtigallstraße
Mit der oben genannten Anfahrtsbeschreibung ist bereits nach 500m auf der Nachtigallstraße der Parkplatz Nachtigallstraße erreicht. Er liegt etwa 1,2 km vom Industriemuseum Zeche Nachtigall entfernt, das über die von zahlreichen Fahrradfahrern frequentierte Straße oder einen kurzen Nebenweg parallel zur Muttenthalbahn erreicht wird. Das Gruben- und Feldbahn-Museum liegt direkt nebenan. An Betriebstagen der Muttenthalbahn (nicht zu verwechseln mit der RuhrtalBahn!) empfiehlt sich die Bewältigung der Strecke zum Museum und Ausgangspunkt der Wanderung mit der Feldbahn – die Endstation befindet sich direkt am Parkplatz. Die Züge fahren etwa im 40-Minuten-Takt und benötigen für die Strecke ca. 25 Minuten (3,50 Euro Tageskarte für beliebige Fahrten).
Achtung: An Tagen mit hohem Besucherstrom kann dieser Parkplatz aber rasch überfüllt sein!

Parkplatz Schloss Steinhausen
Direkt am Parkplatz Nachtigallstraße zweigt links bergauf die Straße zum Schloss Steinhausen (Beschilderung) ab. Hier befindet sich nach weiteren 400 m ein Parkplatz, der auch bei größerem Andrang weniger genutzt wird. Von hier aus lässt sich die Wanderung ins Muttental direkt beginnen, wenn man die Straße bis zum Schloss läuft und der Beschilderung Richtung Muttental rechts-geradeaus folgt! An der Station 2 stößt man dann auf den Bergbauwanderweg. Das Feldbahn-Museum ist rasch zu erreichen, eine Visite am Schloss ist hier obligatorisch.

Parkplatz Zeche Nachtigall
Folgt man der Nachtigallstraße weiter, stößt man auf den Parkplatz des Industriemuseums Zeche Nachtigall. Dieser ist offiziell nur nutzbar für Besucher des Museums, zugleich auch von der Kapazität massiv eingeschränkt.

Parkplatz Berghauser Straße
Die Nachtigallstraße geht am Muttental über in die Berghauser Straße. Etwa 3 km hinter dem Parkplatz Nachtigallstraße befindet sich links hinter dem rekonstruierten hölzernen Fördergerüst Schacht Margarethe ein Wanderparkplatz, der auch an Lasttagen nur sehr schwach genutzt wird.

Parkplatz Rauendahl
Wenn von der Ruhrstraße nicht hinter der Ruhrbrücke in die Nachtigallstraße eingebogen wird, kann auch noch 500m weitergefahren werden und rechts abgebogen in die Rauendahlstraße. Nach 1,6 km passiert man die Gaststätte Haus Rauendahl. Hinter der Rechts-Links-Kurve folgt eine Haarnadel. Am Scheitelpunkt dieser Haarnadelkurve zweigt rechts ein Waldweg zu einem weiteren Wanderparkplatz ab. Hier beginnt man die Wanderung bei Station 17.

Zieleingabe in das Navigationssystem: Nachtigallstraße in 58452 Witten

Geographische Koordinaten:
51°25'37.80"N, 7°19'41.83"E – Parkplatz Nachtigallstraße
51°25'44.82"N, 7°18'46.76"E – Zeche Nachtigall
51°25'24.45"N, 7°19'05.02"E – Bethaus der Bergleute
51°25'07.31"N, 7°18'43.50"E – Schacht Margarethe
51°25'14.36"N, 7°18'06.15"E – Ruine Hardenstein
51°25'41.46"N, 7°19'21.57"E – Schloss Steinhausen
51°25'41.38"N, 7°19'30.33"E – Gruben- und Feldbahnmuseum
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
383780 m, 5698654 m – Start

382722 m, 5698896 m – Emscherquellhof
383060 m, 5698258 m – Opherdicke
382632 m, 5697738 m – Start
381916 m, 5697973 m – Emscherquellhof
383391 m, 5698776 m – Opherdicke

Anreise mit Bus und Bahn: Die nächste Haltestelle mit dichterem Takt ist der etwa zwei Kilometer entfernt gelegene Hauptbahnhof von Witten. Hier halten Züge der Linien RE 4, RE 16, RB 40, und S5. Vom Bahnhofsgebäude zu Fuß links bis zur Bahnunterführung Herbeder Straße. Dieser nach Westen folgen bis zum Kreisverkehr (vorbei an der Bushaltestelle "Tor Thyssen" und der Straßenbahnhaltestelle "Hans-Böckler-Straße") und dann links. Im nächsten Kreisverkehr links und über die Fußgängerinsel; etwa 50 Meter hinter dem Kreisel führt rechts ein Fußgängerweg Richtung Ruhr. Diesem über die Nachtigallbrücke über die Ruhr folgen, an der Straße dahinter rechts. Am Bahnübergang befindet sich der Eingang zum LWL-Museum. Vom Wittener Hauptbahnhof beträgt der Fußweg bis zum Beginn der Wanderung etwa 2 km und ist in etwa 20 Minuten zu schaffen.

An Fahrtagen der RuhrtalBahn ist auch eine Anreise mit dem Museumszug im Taktfahrplan z.B. von Hagen Hbf. oder Hattingen zu bedenken – Infos dazu siehe weiter unten.

Anreise mit dem Museumszug: Freitags und sonntags und an bestimmten Feiertagen pendelt im Sommerhalbjahr zwischen Bochum-Dahlhausen (Eisenbahnmuseum) und Hagen Hbf. die »Linie Ruhrtal« von der RuhrtalBahn auf der für Personenverkehr bereits 1971 stillgelegten Bahnstrecke. Als Fahrzeug wird ein nostalgischer Schienenbus oder ein Dampfzug (Preußische P8) eingesetzt. Diese Züge halten auch direkt an der Zeche Nachtigall sowie an der Ruine Hardenstein. Mit diesen Museumszügen ist es möglich, interessante Ziele der Region wie das Eisenbahnmuseum Bochum, den Kemnader See, die Henrichshütte Hattingen und Zeche Nachtigall bequem zu verbinden. Informationen zu den Fahrtagen und zum Fahrpreis erfragen Sie bitte auf der RuhrtalBahn-Webseite in der Linkliste unten.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Direkt an der Zeche Nachtigall und am Muttental führt der beliebte Radfernweg RuhrtalRadweg von Winterberg nach Duisburg unter dem Motto "Von der Quelle bis zur Mündung" vorbei. Unmittelbar an der Ruine Hardenstein verkehrt mangels Brücke eine kostenlose Fußgänger- und Fahrradfähre über die Ruhr. Damit ist das Muttental auch für Radfahrer abseits der Hauptstraßen sehr gut angebunden und bietet sich auf der Fahrt auf dem Radweg als kleiner, abwechslungsreicher Abstecher an. Achtung: vereinzelt gibt es waldige Abschnitte.

Anreise auf Wanderwegen: Von Hattingen nach Altenbeken verläuft der WestfalenWanderWeg. Er erreicht bei Rauendahl (etwa bei Kilometer 15,0) das Muttental und durchquert es rückwärts bis zur ersten Station des Bergbauwanderwegs am Steinbruch Dünkelberg, ehe der Weg zum Schloss Steinhausen abbiegt.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Muttental vollständig dargestellt. In de Flächenkarte "Dortmund und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 befindet sich das Muttental im Planquadrat F2. Im Leporello RuhrtalRadweg, ebenfalls 1:50000, befindet es sich auf der Kartenseite 12. Ideal für die Wanderung ist der Leporello WestfalenWanderWeg, in dem der komplette Bereich des Bergbauwanderweges in 1:35.000 abgebildet ist (der Leporello wurde selber verwendet).

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

  Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Westfalen WanderWeg

Weitere Informationen:

Muttental:   Zeche Nachtigall:  
Zechenhaus Herberholz muttental-zechenhaus-herberholz Offizielle Internetseite: www.zeche-nachtigall.de
Der frühe Ruhrbergbau www.ruhrkohlenrevier.de Route Industriekultur www.route-industriekultur.de
Tourist-Service Witten www.stadtmarketing-witten.de    
Haus Rauendahl www.haus-rauendahl.de    

Museumseisenbahn:
 
Gruben- und Feldbahnmus.:
 
Ruhrtalbahn www.ruhrtalbahn.de Offizielle Internetseite: www.muttenthalbahn.org
Route Industriekultur www.route-industriekultur.de Route Industriekultur www.route-industriekultur.de

Schloss Steinhausen:
 
Radfahren / Wandern:
 
Stadt Witten über das Schloss www.witten.de RuhrtalRadweg www.ruhrtalradweg.de
Schlossrestaurant www.schloss-steinhausen.de WestfalenWanderWeg www.westfalenwanderweg.de
Steinskulpturen www.shona-art.com Weg bei Outdooractive.com www.outdooractive.com
 
Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

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Halden Ausflugsziele


Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 12 / 2015
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr