Navigation Impressum und Kontakt Nahverkehr in NRW: www.mytrainsim.de Halden im Ruhrpott Zur Industriekultur Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Links Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Hauptseite Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen!

Kokerei Hansa in Dortmund

Die Kokerei Hansa ist eine von 17 in den 1920er Jahren entstandenen Zentralkokereien im Ruhr-Revier. Aufgabe der Anlage war das Produzieren von Koks aus Kohle, das bei der Stahlverhüttung benötigt wird. Zu ihrer Zeit gehörte sie zu den größten und modernsten Kokereien in Europa. 1992 wurde sie stillgelegt, nachdem auf dem Gelände der Westfalenhütte in Dortmund die neue Kokerei Kaiserstuhl III entstand. Letztere arbeitete allerdings nur acht Jahre, wurde dann ebenfalls stillgelegt, aber demontiert und in China wieder aufgebaut. Es scheint paradox, dass der Preis für das Kokereiprodukt weltweit inzwischen um ein Vielfaches angestiegen ist, was heute eine Schließung aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar machen würde. Aus der Kokerei Hansa ging das heutige Industriemuseum hervor. Seit 1995 gehört es der »Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur«, kurz Industriedenkmalstiftung. Seit 1998 steht die Kokerei Hansa unter Denkmalschutz.

Die Kokerei gliedert sich in die schwarze und die weiße Seite. Vereinfacht gesagt ist die schwarze Seite für die Produktion des Endproduktes Koks aus Kohle und die Anlieferung der benötigten Rohstoffe zuständig, die weiße Seite für die Nebenprodukte, die anfallen – beispielsweise Teer, Gas oder Säuren. Der Koks wurde nach individuellem Zusammenmischen der Ausgangsprodukte in Öfen mehrere Stunden "gebacken". Die Öfen sind schmal und in Batterien angelegt, also in mehreren Einheiten zusammengefasst hintereinander. Die über 300 Öfen wurden Tag und Nacht beheizt, denn ein Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur hätte zufolge gehabt, dass das Mauerwerk zerborsten wäre. Rund um die Uhr wurden in Schichten die Öfen verfüllt und geleert. Eine Tür auf jeder Seite ermöglichte, dass eine Maschine das fertige Produkt durchschieben und dieses auf der anderen Seite aufgefangen werden konnte. Durch den Sauerstoff der Luft außerhalb des Ofens entzündete es sich allerdings und musste unter dem Löschturm mit Wasser abgelöscht werden. Nach der Stichprobe im Labor konnte der Koks im Hüttenwerk verwendet werden. Anfallende Nebenprodukte wurden in Silos gelagert, Wasser in Kühltürmen abgekühlt und das nutzbare Gas in das Gasnetz der Stadt eingeleitet.

Das Gelände selbst kann begrenzt an üblichen Museumstagen tagsüber besucht werden. Es besteht die Möglichkeit, über Funk-Kopfhörer mehrsprachig an bestimmten Stationen Informationen zu den Gebäuden und Anlagen zu erhalten. Ausführlich besichtigt werden kann die Kokerei in einer der regelmäßigen Führungen (Daten dazu siehe unten). Hierbei werden die Bandbrücke, der Kohlen- und Sortenturm, die Öfen, das Labor und die Kompressorenhalle näher betrachtet. Dabei erfährt der Besucher Grundsätzliches über die Arbeit in einer Kokerei. Vom Sortenturm bietet sich zudem ein Panorama über die Stadt Dortmund und den benachbarten Deusenberg.

Folgende Bilder geben einen kleinen Eindruck vom Gelände und sind im Rahmen einer offenen Führung bzw. eigener Erkundungen der öffentlich zugänglichen Bereiche entstanden:

Kokerei Hansa Dortmund

Kokerei Hansa mit dem markanten Löschturm aus Holz

Rohre und Birken auf der Kokerei Hansa

Rostige Tanks und Rohrleitungen unter jungem Birkenbewuchs

Koi-Teich Kokerei Hansa

Im Bassin schwimmen Kois in der Industriekulisse

Kokerei Hansa Dortmund

Löschturm neben der Kompressorenhalle

Kühlturm Kokerei Hansa

Kühltürme mit Stahlskelett und Holzfüllung

Schwarze Seite Kokerei Hansa

Kokereigas-Rohr, Bandanlage, Kohlen- und Sortenturm (v.R.n.L.)

Bandanlage Kokerei

Bandanlage zur Kohlenmischhalle

Kokerei Hansa

Blick auf den teilabgerissenen Nordbereich der Kokerei Hansa

Kokerei Hansa

Südteil der Kokerei, Zeche Hansa und Innenstadt Dortmunds

kohlenmischhalle Kokerei

Unter den Silos der Kohlenmischhalle

Bewachsene Koksöfen

Vegetation auf dem Dach der Koksöfen

Auf dem Koksofen Kokerei Hansa

 

Kokerei Hansa

Jeder große Deckel ist ein Einfüller eines schmalen Ofens

Labor Kokerei Hansa

Labor: Wie stehen und liegen gelassen...

Dortmunder UNION im Verbandskasten

Was man nicht alles im Verbandskasten findet...

Koksöfen

Koksöfen von der Seite

Koksöfen Kokerei Hansa

... deutlich erkennbar die Türen und Zwischenwände.

Ammoniaktanks Kokerei Hansa

Weiße Seite: Abteilung Nebenprodukte (hier: Ammoniak)

Weiße Seite Kokerei Hansa

Weitere Gebäude der "Weißen Seite"

Kokerei Hansa Weiße Seite

Rostige Rohre und Tanks

Sieberei Kokerei Hansa

In der Sieberei wachsen Bäume aus den Steinen

Kompressorenhalle Kokerei Hansa

Kompressorenhalle

Das Gelände der Kokerei ist abgesehen von Interessierten von Industriekultur und der Kokereiproduktion auch besonders bei Hobby-Fotografen oder -Filmer beliebt. Entsprechend ausgestattete Menschen trifft man auf dem Gelände bei passendem Wetter zuhauf. Für private Zwecke werden entsprechende Foto-Führungen angeboten. Nachts ist das Gelände farbig beleuchtet, auch hier gibt es Angebote für Nacht-Führungen. Angaben dazu sind der Internetseite oder Flyern zu entnehmen.

Löschturm Kokerei Hansa

Löschturm auf der Schwarzen Seite

Silos Kokerei Hansa

Chemikalien-Silos der Weißen Seite

Löschturm der Kokerei Hansa und Rohre

Löschturm von Kokerei Hansa

Der Infopunkt an der Kokerei (und somit das Industriemuseum selber) ist von April bis Oktober Di-So 10.00-18.00 Uhr, in der übrigen Jahreszeit Di-So 10.00-16.00 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 3,- Euro. Mithilfe eines kostenlos ausleihbaren Audio-Guides lassen sich dabei Teile des Geländes erkunden.

Führungen, in denen das Gelände ausführlicher besichtigt werden kann, finden donnerstags 14.00 Uhr, freitags 21.00 Uhr (Nachtführung), samstags 14.00 und 16.00 Uhr sowie sonn- und feiertags 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr statt. Sie dauern etwa zwei Stunden lang. Für die Führung sind derzeit 3,- Euro Aufschlag (Nachtführung: 5,- Euro) zum Eintritt zu entrichten. Die offenen Führungen sind nicht barrierefrei (Treppen, Aufstiege). Für Kinder und auf Rollstühle angewiesene Personen werden speziell auf sie angepasste Führungen auf Anfrage angeboten. Bequemes Schuhwerk wird angeraten

Informationen zu den Führungen und Öffnungszeiten sind der Internetseite der Industriedenkmalstiftung zu entnehmen!

Anreise zur Kokerei Hansa mit dem Auto: Auf der A45 bis zur Anschlussstelle 4 Dortmund-Hafen und dort Richtung Dortmund-Innenstadt. An der nächsten Ausfahrt abfahren Richtung Huckarde. Der Straße und der Beschilderung bis zum Parkplatz an der Kokerei Hansa folgen.

Eingabe in das Navigationssystem: Emscherstraße 11 in 44369 Dortmund.
Koordinaten des Parkplatzes:
51°32'26.10"N, 7°24'43.47"E (Copy & Paste in GoogleEarth möglich!)

Anreise mit dem ÖPNV: Von Dortmund Hbf., Wanne-Eickel Hbf., Herne oder Dorsten mit der RB 43 "Emschertal-Bahn" bis Dortmund-Huckarde Nord. Von dort durch die Unterführung und immer geradeaus durch die Huckarder Allee bis zur Kokerei (Fußweg ca. 900m).
Alternativ von Dortmund-Aplerbeck, Dortmund-Stadthaus, Dortmund Hbf. mit der U47 Richtung Westerfilde bis Parsevalstraße oder Buschstraße und von dort zu Fuß nach Osten bis zur Kokerei (ca. 400 Meter Fußweg).

Weitere Informationen:

Kokerei Hansa www.industriedenkmal-stiftung.de > Denkmale > Kokerei Hansa
Route Industriekultur (RVR) www.route-industriekultur.de

Kokerei Hansa Panorama

Panoramafoto der Ammoniaktanks auf der Weißen Seite der Kokerei Hansa

Industriekultur im Ruhrgebiet Auf der Auswahlseite zur Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Gebäude oder Gelände wie Zechen, Museen oder technische Besonderheiten ebenso wie Halden im Ruhrgebiet und Landmarken. Für die Hauptseite bitte auf das Schild klicken.

Angaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 03 / 2012