• Der Radweg auf der Klöcknerbahn und Umgebung

    Bahntrassenradeln auf alter Zechenbahn zwischen Unna, Kamen, Bergkamen und Werne Aus dem dichten Netz von Zechenbahnen und Güterbahntrassen ist im Ruhrgebiet heute nicht viel übriggeblieben. Die Bergwerke und Industrien, die sie einst bedienten, gibt es vielfach nicht mehr und ließen die Schienen-Anbindungen überflüssig werden. Aus vielen Trassen im Revier wurden Radwege. Sie verlaufen gut ausgebaut, häufig steigungsarm und unabhängig vom Straßenverkehr. Man kommt zügig zwischen Orten hin und her oder kann auf einer Ausflugsfahrt Abstecher zu einigen naheliegenden Sehenswürdigkeiten machen. Ein kleines Netz bestehend aus mehreren zusammenhängenden Bahntrassenradwegen findet man im Kreis Unna zwischen Unna, Bönen, Kamen, Bergkamen und Werne. Die Hauptachse ist die alte Klöcknerbahn, die vor allem die…

  • Die Zeche Grillo (Monopol)

    Die Halde im Technopark Kamen und ein Spitzkegel am Kiwitt in Bergkamen Die Herzen von Wirtschaftswissenschaftlern machen vielleicht einen freudigen Sprung bei der Bezeichnung Monopol. Aber es ist nur der Name einer großen Zeche im nördlichen Kreis Unna. Die Zeche Monopol bestand aus mehreren großen Schachtanlagen. Den Anfang bildete die Schachtanlage Monopol 1 in Kamen, deren Betrieb mit Schacht I im Jahre 1879 begann. Die Zeche Monopol 1 wurde 1892 nach dem Bergbauunternehmer Friedrich Grillo in Zeche Grillo I / II umbenannt. 1891 lief die Förderung der Schachtanlage Monopol 2 in Bergkamen an. Die Zeche Monopol 2 in Bergkamen hieß im Zuge der Umbenennung nach dem Unternehmer Heinrich Grimberg schließlich…

  • Zeche Gneisenau und Umgebung

    Unterwegs im Dortmunder Nordosten: Von Äpfeln, Böcken und Eiern Noch heute, viele Jahre nach dessen Stilllegung, zeigt sich deutlich die Prägung der Zeche Gneisenau für den Dortmunder Ortsteil Derne. Der befindet sich ganz im Norden der Großstadt an der Grenze zur Nachbarstadt Lünen. Die als Denkmal fungierenden Fördergerüste überragen nach wie vor das kleine Ortszentrum und sind dadurch praktisch allgegenwärtig. In benachbarten Ortsteilen finden sich zwei Bergehalden der Zeche, die Halden Östlich und Westlich der Tettenbachstraße, die allerdings als Kombinationshalde auch als Mülldeponie genutzt wurden und einen großen, künstlichen Höhenzug im Dortmunder Nordosten bilden. Teile davon sind rekultiviert und als im Volksmund bezeichnete „Greveler Alm“ ein durchaus beliebter Aussichtspunkt geworden.…

  • Die Zeche Recklinghausen

    Von Drachen, Dreiecken und Halden-Hügel-Hopping Im Landschaftspark Hoheward tummeln sich inzwischen viele Besucher, die die Aussicht über das Emschertal genießen oder die besonderen Sehenswürdigkeiten wie das Horizontobservatorium oder die Sonnenuhr anschauen möchten. Doch am Fuße der mächtigen Halde Hoheward befinden sich einige weitere Ziele mit industriekulturellem Hintergrund, die ich an dieser Stelle näher vorstellen möchte. Im Kern steht der Stadtteilpark Hochlarmark auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen 2. Hier befindet sich die Maschinenhalle neben dem Fördergerüst, das als Denkmal und Landmarke erhalten geblieben ist. Nebenan liegt die Zechensiedlung, die einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss besitzt. Ganz neu ist das Besucherbergwerk im alten Trainingsbergwerk, das unter einer alten Bergehalde liegt. Die Ziele…

  • Die Zeche Königsborn

    Ostpol vom Schacht IV • Halde Königsborn I u. III / IV • Max-von-der-Grün-Weg • Schacht-VI-Weg Nach der Saline Königsborn in Unna wurde seinerzeit die Zeche benannt, die später eines der größten Bergwerke im östlichen Ruhrgebiet werden sollte. Gleich mehrere Schachtanlagen liegen in den Städten Unna, Kamen und Bönen. Der Betrieb begann 1880 auf der ersten Schachtanlage im Unnaer Stadtteil Königsborn, wenige Kilometer außerhalb der Stadtmitte gelegen. Eine zweite Schachtanlage entstand nordöstlich davon im benachbarten Heeren-Werve, das zu Kamen gehört. Um die Jahrhundertwende lief die Förderung auf der neuen Schachtanlage in der kleinen Gemeinde Bönen an. Dies war in den letzten Jahren die Hauptförderanlage, während die übrigen Schächte langsam stillgelegt…

  • Der Baldeneysee in Essen

    Natur und Industriekultur rund um den größten Ruhrstausee • Baldeneysteig • Bahntrassenradweg • Hespertalbahn Wiesen und Felder prägten das flache Tal, durch das die Ruhr vor etwa 80 Jahren floss. Hinter einem kleinen Deich lagen vereinzelte Höfe, sicherlich wurde das Grünland für Viehzucht genutzt. An wenigen Stellen sorgten kleine Fähren mangels Brücken für eine Möglichkeit der Querung des Flusses. Flankiert wurde dieser rechts und links mit respektvollem Abstand durch zwei kleine Eisenbahnstrecken, die Ruhrtal- und die Hespertalbahn. An der Ruhrtalbahn förderte fleißig die Zeche Carl Funke Kohle und besaß sogar einen kleinen Verladebahnhof. An der Hespertalbahn, auf der anderen Flussseite, bestand die Zeche Pörtingsiepen. Weithin sichtbar im Tal war schon…

  • Der Kettwiger Panoramasteig

    Der zweite urbane Wandersteig im Ruhrgebiet in Essen Nach dem beliebten Baldeneysteig wurde 2020 im Stadtgebiet von Essen ein zweiter Wandersteig eingerichtet und eröffnet. Der Kettwiger Panoramasteig führt etwas weiter südwestlich um die Stadtteile Werden und Kettwig im Hügelland und an den Hängen des Ruhrtals und stellt auch geübte Wanderer vor eine Herausforderung. Mit etwas mehr als 34 Kilometern ist der Steig nicht nur vergleichsweise lang. Er hat mit etwa 760 Höhenmetern (bergauf) auch einige Höhenunterschiede teilweise auf kurzer Strecke zu bewältigen. Zunächst zeigt die Übersichtskarte den Streckenverlauf. Die Hauptroute wird mit einem magentafarbenen Band gekennzeichnet, an dem Kilometermarken angebracht sind. Über die gelb markierten Verbindungen kann die Tour abgekürzt…

  • Die Zeche Unser Fritz in Herne

    Malakowturm, Künstlerzeche und Cranger Kirmes Sie alle gehörten zur Zeche Unser Fritz. Trotzdem haben sich drei verschiedene Zechengelände in Herne ganz unterschiedlich entwickelt. Im Umfeld eines Wetterschachts in Alt-Crange kommen alljährlich etwa vier Millionen Menschen zu einem der größten Volksfeste in Deutschland – der nach dem Stadtteil benannten Cranger Kirmes. Viele davon ahnen heute nichts von der Bedeutung des Geländes. Ein anderes Gelände wird zum Logistikstandort, inmitten dessen der alte steinerne Förderturm steht und gar nicht zum Gesamtbild passen mag. Das dritte Gelände wurde als „Künstlerzeche“ bekannt und ist darüber hinaus eine Grünanlage mit Spielplätzen direkt am Kanal, über den hier auch eine besonders schöne Brücke führt. Die im äußersten…

  • Wanderweg der Geotope, Meditationsweg und Astrolehrpfad

    Zwei Rundwanderwege auf den Höhen des Haarstrangs in Fröndenberg/Ruhr In der kleinen Stadt Fröndenberg am östlichen Rand des Ruhrgebiets ist die Landschaft hügelig. Zwischen dem Ruhrtal und dem Münsterland erstreckt sich ein kleiner Gebirgszug, der an verschiedenen Stellen zum Spazierengehen, Wandern und zum Radfahren beliebt ist. In zwei Vororten der Stadt gibt es zwei unterschiedlich lange Rundwanderwege, die zum Erkunden der ländlichen Region mit teils sehr schönen Aussichten in die eine oder andere Blickrichtung einladen. An dieser Stelle werden diese zwei Wanderwege näher vorgestellt: Der 15 km lange Wanderweg der Geotope ist eine rein virtuelle und nicht ausgeschilderte Wanderung und gleichzeitig Geocaching-Tour. Er verläuft von Ardey aus rings um das…

  • Der PHOENIX See in Dortmund

    Ein See auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-Ost Sanfte Wellen plätschern ans Ufer des PHOENIX Sees, ein kleines Segelboot fährt in den Hafen an der Hörder Burg. Auf der bei dem schönen Ausflugswetter sehr belebten Promenade haben die meisten Besucher ein Eis in der Hand oder sitzen vor den Restaurants und Cafés unter großen Sonnenschirmen oder den Platanen. Man nutzt die Bänke und schaut sich die unzähligen Sternchen an, die die Sonne auf das Wasser zaubert. Auf den Liegewiesen und den Seebalkonen und Stegen bräunen sich die einen, andere lesen, während die Kleinsten auf den Spielplätzen toben und vereinfachte Modelle der Hörder Burg aus Sand backen. Eine kleine Oase…

  • Bergbauwanderweg im Muttental

    Den Frühen Bergbau des Ruhrgebiets in einem idyllischen Tal sehen und erleben Manche sehen es als die Königin aller Bergbauwanderwege im Ruhrgebiet. Keine andere Region zeigt auf so vielfältige und beeindruckende Weise die Zeugnisse des frühen Bergbaus gekoppelt mit einer wilden Romantik des Tales, Wälder und der gemächlich dahin plätschernde Muttenbach – wohlwissend, dass man hier noch im eigentlich so dicht bebauten Ruhrgebiet steht. Hier im Muttental wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Natürlich sagen auch andere Regionen um Sprockhövel, sie seien die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten hier einst Kohle in Stollen und ersten Schächten zutage. Heute lassen sich viele Relikte der…

  • Die Halden der Zeche Brassert

    Am Rande von Marl im Norden des Ruhrgebiets befinden sich rings um den Vorort Brassert zwei Landschaftsbauwerke als Relikte der gleichnamigen Zeche. Während die Halde an der ehemaligen Schachtanlage I / II recht unbedeutend und klein ist, wird die sogenannte Lipper Höhe touristisch erschlossen und gilt als ökologisches Refugium und gerne genutzte Demonstration für die Rückgewinnung von Brachflächen durch die Natur. Beide Halden werden in diesem Artikel vorgestellt. In der folgenden Karte sind die Standorte zu sehen – die Lipper Höhe am Hafen Brassert am Wesel-Datteln-Kanal, die Halde Brassert I / II in der Mitte des unteren Kartenrandes. Dort ist zusätzlich die Kontur der ehemaligen Haldenfläche eingezeichnet. Halde Brassert III…

  • Die Halde Pluto

    Die ehemalige Zeche Pluto im heutigen Herne-Wanne bestand hauptsächlich aus zwei größeren Schachtanlagen, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt lagen. Im Jahre 1857 begann man mit dem Abteufen des Schachtes I »Thies« (nach dem gleichnamigen Gründer der Zeche) an der heutigen Plutostraße, 1873 folgte der Schacht II »Wilhelm«, etwa 1,5 Kilometer nördlich an der Wilhelmstraße, benannt nach dem Deutschen Kaiser Wilhelm I. Thies und Wilhelm waren später die Bezeichnungen für die beiden Hauptschachtanlagen I / IV / VI und II / III / VII der Zeche Pluto mit insgesamt sieben Schächten – Schacht V befand sich in der Nähe der Erzbahn unmittelbar an der Stadtgrenze. Im Jahr 1953 wurde der…

  • Rund um den Seepark Lünen

    Horstmarer See • Preußenhafen • Schloss Schwansbell Sonnenschein und hohe Temperaturen ziehen den Menschen magisch ans Wasser. Und davon bietet der Seepark in Lünen für die Bewohner der größten Stadt im Kreis Unna, ziemlich weit im Osten vom Ruhrpott, zahlreiche Gelegenheiten. Im Horstmarer See wird gebadet, am Strand gespielt oder auf den weiten Grünflächen in der Sonne gebräunt. Radfahrer fahren zwischen See und dem direkt benachbarten Datteln-Hamm-Kanal in einer baumbestandenen Allee und freuen sich über den kühlenden Schatten. Auch die Terrasse am in den See plätschernden Bachlauf ist gut besucht. Am Anleger im Preußenhafen liegen zahlreiche Boote, die Eigner liegen im Liegestuhl an Deck oder sitzen im Biergarten in Sichtweite.…

  • Die Sechs-Seen-Platte in Duisburg

    Grüne Wälder so weit das Auge reicht und ein See mit einer beschaulichen Insel in der Mitte, die vielmehr an das Sauerland und die Krombacher-Werbung erinnert – und dennoch befindet man sich hier nicht im Land der tausend Berge, sondern im stark industriell geprägten Duisburg. Eine Mecklenruhrgische Seenplatte. In der waldreichen Huckinger Mark begann am Anfang des 20. Jahrhunderts der Bau des Rangierbahnhofs Wedau und der Ausbau der gleichnamigen Siedlung. Zu diesem Zweck bediente man sich aus Kostengründen an den reichen Kies- und Sandvorkommen im Boden und baggerte tiefe Löcher unterhalb des Grundwasserspiegels ab. Auf diese Art und Weise ist als erstes der Masurensee in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof entstanden.…

  • Die Zeche Westfalen I / II

    Etwa drei Kilometer Luftlinie sind es, die die Zeche Westfalen außerhalb der allgemeinen Definition des Ruhrgebietes in Ahlen im Münsterland liegen lässt. Wohlwollend ist dieses Bergwerk aber als das östlichste im Rheinisch-Westfälischen Steinkohlerevier zu bezeichnen. Im Jahre 1912 wurde hier die erste Kohle gefördert. Die Stilllegung erfolgte im Jahr 2000. Die Hauptschachtanlage und die beiden Bergehalden werden in diesem Beitrag näher vorgestellt. In der folgenden Übersichtskarte ist die Situation zu erkennen. Die Doppelschachtanlage I / II liegt mittig zwischen den Halden am Fuße einer der höchsten Halden im Ruhrgebiet. Insbesondere für Radfahrende auf dem Werseradweg lohnt ein Abstecher, ist das Zechengelände doch über eine Brücke über die Werse praktisch unmittelbar…

  • Die Bergbauwanderwege „Spur der Kohle“ in Sprockhövel

    Alte-Haase-Weg Nord und Süd • Deutschlandweg • Herzkämper-Mulde-Weg • Montanweg Nord • Pleßbachweg Unter dem Motto „Spur der Kohle“ erschließen sechs Themenwanderwege die Wiege des Bergbaus im südlichen Ruhrgebiet. Durch die oberflächennahen Kohleflöze, also die Schichten im Erdreich, die die Kohle beinhalten, konnten schon vor mehreren hundert Jahren einfache Bergwerke betrieben werden. Dies geschah zunächst mit einfacheren Mitteln durch Graben von Löchern, später durch Stollen in den Berg und noch später durch Schächte und verschiedene „Etagen“ unter der Erde. Da die Kohle in nördlicher Richtung immer tiefer liegt, kam es mit der Zeit zu einer Wanderung des Bergbaus, die jedoch immer größeren Aufwand und tiefere Schächte erforderte. Die sechs Bergbauwanderwege…

  • Zeche Adolf von Hansemann

    Mittig zwischen den damals noch dörflichen Orten Mengede und Östrich (heute Oestrich geschrieben) entstand dort, wo heute die beiden Eisenbahnstrecken aus Dortmund im Bahnhof Mengede zusammentreffen, eine Steinkohlezeche. Erst 1896 wurde hier Kohle gefördert, nachdem bereits 1857 erste Ansätze zur Kohleförderung begonnen, aber wieder aufgegeben wurden. Im Jahr 1973 wurde durch die Berliner Disconto-Gesellschaft ein neuer Anlauf in Form der Mengeder Bergwerks AG betrieben. Leiter dieser heute als Investor bezeichneten Gesellschaft war Adolph von Hansemann (1826-1903), nach dem die Zeche auch benannt wurde. Bis zur ersten Förderung gab es jahrelang zahlreiche technische Probleme und Unglücksfälle. Wegen finanzieller Engpässe wurde die AG in die Gewerkschaft Mengeder Steinkohlengruben umgewandelt. Im Jahr 1938…

  • Der RuhrtalRadweg (Essen-Duisburg)

    Der RuhrtalRadweg verläuft seit 2006 von der Quelle der Ruhr bei Winterberg bis zu ihrer Mündung in den Rhein. Auf etwa 230 Kilometern Länge folgt er dem Flusslauf vom Dach des Sauerlands und erreicht etwa auf der Hälfte der Strecke das Ruhrgebiet. Auen, Felder und Weiden wechseln sich ab mit historischen Stadtkernen. Man entdeckt historische Zechengelände und Industrieflächen, passiert aber auch die sechs großen Stauseen. Immer wieder führt der Weg ans Wasser, das an vielen Stellen zum Greifen nah ist. Kaum ein Themaradweg in Deutschland bietet vergleichbare Kontraste auf kürzester Fläche – ein Grund, warum der RuhrtalRadweg zu den beliebtesten Flussradwegen gehört. Diese Tourempfehlung, die den RuhrtalRadweg im Bereich des…

  • Der Lippeauen-Weg in Lünen

    Rundweg Natur- und Kulturlandschaftserlebnis Lüner Lippeaue Die größte Stadt im Kreis Unna liegt in einer schönen Auenlandschaft der Lippe. Erlebbar wird diese Aue durch den ca. 18 Kilometer langen Rad- oder Wanderrundweg der Biologischen Station Dortmund-Unna. Mehr als ein Dutzend Erlebnisstationen zum Anfassen und Lernen sind vor allem für Kinder interessant und entsprechend gestaltet und beschrieben. Sie verknüpfen teilweise multimediale Zusatzinformationen oder Videos auf dem Smartphone. Im Kontrast zum stellenweise romantischen Fluss stehen die geschäftige Innenstadt von Lünen und das weithin sichtbare Steag-Kohlekraftwerk in Alstedde. Auch eine alte Zeche samt Bergehalden und Siedlung werden vom Weg berührt. Die Tour ist exzellent an thematische Radwege wie die Römer-Lippe-Route und den Sesekeweg…

  • Die Römer-Lippe-Route: Teil 2 von Lünen nach Haltern

    Eine spannende Verbindung zwischen erlebbarer Geschichte und schöner Flusslandschaft ermöglicht die Radtour auf der Römer-Lippe-Route. Fast 300 Kilometer lang erstreckt sich die Hauptroute zwischen Xanten und Detmold quer durch NRW und dabei vor allem entlang des Flusses Lippe. Dieser schlängelt sich in zahlreichen Schleifen und mit einigen Auen bis zu seiner Mündung in den Rhein und wird streckenweise von schiffbaren Kanälen begleitet. Die Tour folgt außerdem der Spur der Römer von der alten Römerstadt Colonia Ulpia Traiana über einige nachgewiesene Römerlager bis zum Hermannsdenkmal am zeitweise vermuteten Ort der Varusschlacht am Teutoburger Wald. Neben der Hauptroute existieren an einigen Orten Themenschleifen zum Wasser oder über die Römer mit einer zusätzlichen…

  • Zeche Bonifacius I / II

    Es ist ein rotes Fördergerüst in einer der schönsten Bauvarianten, das Radfahrer auf der alten Bahntrasse hier zu sehen bekommen. Das Denkmal ist Teil der Zeche Bonifacius, die im Osten Essens gar nicht weit von der Stadtgrenze nach Gelsenkirchen und Bochum entfernt liegt. Die Vorläufer der Zeche liegen in den 1850er Jahren. Zu der Zeit wurden die beiden Schächte I und II mit den so typischen, burgähnlichen Malakowtürmen errichtet. Nach Übernahme des Bergwerks durch die Gelsenkirchener Bergwerks AG im Jahr 1899 wurde die Anlage in den folgenden Jahren bis 1913 grundlegend umgebaut, umstrukturiert und erweitert. Dabei entstand um 1900 auch das weithin sichtbare Deutsche Fördergerüst in Fachwerkbauweise über dem Schacht…

  • Der Bergbauwanderweg Wattenscheid (Höntrop-Eppendorf)

    Mit etwa 3,2 Kilometern Gesamtlänge gehört der Bergbauwanderweg Höntrop-Eppendorf zu den kürzesten Themenwegen im Ruhrgebiet. Er verläuft als Rundweg durch die beiden Ortsteile des Stadtbezirks Wattenscheid und erschließt dabei ehemalige Zechenstandorte, Halden und Eisenbahnen. Informationstafeln erläutern die Stationen des Rundwegs. Und davon gibt es reichlich, denn schon früh wurde hier in Stollen Kohle abgebaut. Mehrere kleine Zechen wurden 1841 zum Bergwerk Vereinigte Maria Anna & Steinbank zusammengelegt. Man spricht dabei von Konsolidierung. Ein bekannter Name mit Zusammensetzung der Namensteile ist, der Kürze halber, auch Zeche Marianne. Zunächst entstanden kurz hintereinander die zwei schrägen Schächte I und II im Südwesten am Elchweg und an der Straße Spelbergs Busch (beide abseits des…

  • Der Bergbau am Ebberg

    Zechen und Halden Louisenglück und Glücksfortgang Auf ziemlich genau 222 Meter über den Meeresspiegel ragt der Ebberg im Ardeygebirge auf der Grenze zwischen den Städten Dortmund und Schwerte in die Höhe. Teile des unweit des Westhofener Kreuzes zwischen Autobahn A1 und A45 gelegenen Höhenzugs sind Naturschutzgebiet. An seiner Südseite befindet sich das Naturfreundehaus. Geprägt ist der Ebberg durch frühe Förderungen von Kohle. Insbesondere sind dies die ehemals konkurrierenden Zechen Louisenglück und Glücksfortgang, zwischen denen gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein Streit um die Abbaugebiete entbrannte – ein heute noch sichtbarer Lochstein zeugt von der endgültigen Grenzziehung im Jahre 1792. Nach mehrfacher Einstellung und Wiederaufnahme des kleinen Förderbetriebs der Zeche Louisenglück…

  • Die Zeche Lohberg

    Der Bergpark Lohberg auf dem altem Zechengelände Schaut man sich eine Übersicht über die Verteilung der Zechen im Ruhrgebiet an, so findet man eine extreme Dichte im Kernraum zwischen Oberhausen und Dortmund. Bekanntlich folgte der Ruhrbergbau den immer tieferliegenden Kohlflözen von Süden in nördlicher Richtung, sodass sich hier die tiefstgelegenen Sohlen und die längsten Schächte befinden. Nördlich von Oberhausen gibt es nicht mehr so viele Bergwerke. Neben Walsum und Osterfeld ist da nur noch die Zeche Lohberg, deren Hauptschachtanlage sich etwas außerhalb von Dinslaken befindet. Im Jahr 1909 begann die Errichtung der beiden benachbarten Schächte Lohberg I und II. Die Kohleförderung wurde 1914 aufgenommen. In dieser Zeit entstand auch die…