Navigation Impressum und Kontakt Nahverkehr in NRW: www.mytrainsim.de Halden Zur Industriekultur Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Links Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Hauptseite Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen!

Haldenlandschaft Brauck in Gladbeck

Sie erinnern mit ein wenig Phantasie an die Kaskadenkette im Nordwesten der USA mit dem berühmten Vulkan Mount St. Helens: Am südwestlichen Ende der Stadt Gladbeck ziehen sich im Stadtteil Brauck entlang der Stadtgrenze zu Essen und Bottrop gleich sechs Bergehalden wie an einer Perlenschnur. Sie wuchsen vor allem durch die Zechen Graf Moltke und Mathias Stinnes in die Höhe, die in den 1970er Jahren geschlossen wurden, aber auch durch die Zeche Nordstern und aktuell noch durch das Bergwerk Prosper-Haniel. Von Süd nach Nord sind dies namentlich die Halde 7 (auf dem Stadtgebiet Essens), Halde 19, Halde 22, die Mottbruchhalde und die Halden Graf Moltke I / II und III / IV. Während die Halde 19 zu den ersten zugänglich gemachten Halden in Gladbeck gehört, wird die Mottbruchhalde noch aufgeschüttet. Und diese wird – um die Symbolik zur Kaskadenkette wieder aufzugreifen – zum neuen Mount St. Helens, denn sie bekommt derzeit die Form und das Aussehen eines großen Vulkans. Sowohl der Name des Stadtteils (Brauck) als auch Teile des Namens einer Halde (Bruch) deuten rein etymologisch darauf hin, dass sich hier früher eine sumpfige Landschaft befunden haben muss.

Von den sechs Halden aus der Haldenlandschaft Brauck sind derzeit vier öffentlich zugänglich und als Erholungsgebiet oder Aussichtsplattform nutzbar. Leider lässt die Pflege einiger Exemplare stark zu wünschen übrig.

 

Halde Mottbruch (Mottbruchhalde)

Die zukünftige Vulkan-Kulturlandschaft Gladbeck?

Die Mottbruchhalde geht auf eine alte Mülldeponie an der Boystraße zurück. Im Jahr 1961 begann bereits die Schüttung mit Abraum, die mit einigen Pausen zugunsten der Vollausnutzung und Fertigstellung anderer Bergehalden in der Umgebung in der Vergangenheit voraussichtlich noch bis 2012 andauern wird. Zunächst sah die Planung eine Schüttung über das zwischen Kippe 22 und Halde liegende Tal vor, die jedoch zugunsten der Höhe der Halde verworfen wurde. Schon heute sind die monumentalen Ausmaße des Berges deutlich, der bis 2012 auf eine stattliche Höhe von 80 Metern über dem Grund – doppelt so hoch wie die benachbarte Kippe 22 – angehäuft wird und sich damit langsam mit jeder Ladung Bergematerial auf den fünften Rang noch vor die Tetraeder-Halde in Bottrop schieben wird. Gemessen an der absoluten Höhe über dem Meeresspiegel würde die Halde im Endausbau nach derzeitigem Stand hinter der Halde Oberscholven in Gelsenkirchen die zweithöchste Halde des Ruhrgebietes werden.

Am 25. August 2007 fand auf der Mottbruchhalde ein Tag des offenen Tores statt, während dessen der Berg einmalig öffentlich zugänglich war. Es bestand darüber hinaus mithilfe von Klebezetteln die Gelegenheit, eigene Vorschläge für die Gestaltung einzubringen. Im August 2011 bestand für einen kundigen Gladbecker Bürger die seltene Möglichkeit, die aufgrund der Sicherheit eigentlich streng abgesperrte Halde während der Schüttung zu besuchen. Von ihm wurden die Bilder zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Fotos!

SKW

SKW zum Transport der Berge auf die Halde

Klebezettel mit Ideen

Klebezettel für eigene Ideen am Tag der offenen Tür

Mottbruch

Bergeverladung der Mottbruchhalde

SKW auf der Mottbruchhalde

Beladener Schwerkraftwagen erreicht Haldentop

Gipfel der Mottbruchhalde

Landmarke »Tetraeder« auf der Halde Beckstraße in Bottrop

Halde Mottbruch in Gladbeck

Von außen nach innen verfüllte Höhenschicht

Panoramabild von der in Schüttung befindlichen Mottrbuchhalde

Panoramabild vom Gipfel der Mottbruchhalde. Hinten Kokerei Prosper, Halde Beckstraße (Tetraeder) und Halde Haniel

Erosion

Erodierte Hänge

Bergeverladung

Die »eigene« Bergeverladung von der Halde gesehen

Mottbruch Bergeverladung

Langes Förderband von der Bahnverladung zur Umladung

Mottbruchhalde Gipfel

Auf dem Gipfel lässt sich bereits Essen gut ausmachen

Halde Mottbruch mit Blick zum Tetraeder

Lockere Befüllung innen wie im Lehrbuch (s. Haldenseite)

Aufhaldung von Berge

 

In einem Künstlerwettbewerb unter dem Motto »Halde im Wandel« gewann der Entwurf des Niederländers Lodewijk Baljon, der einen Vulkankegel für die Form der Halde vorsah. Nach diesem Entwurf wird die Mottbruchhalde noch immer zu einer Vulkanlandschaft mit steilen Hängen und einem singulären, auffälligen Gipfel modelliert. Damit wäre sie die allererste Landmarke unter den Halden, die der Berg in Gänze selbst darstellt. Alte, nicht weiter berücksichtigte Ideen sahen beispielsweise eine Teilschüttung in Form eines großen G vor, also dem Initial der Stadt Gladbeck, das im Zeitalter von GoogleEarth und Co. eine durchaus interessante Landschaftsform im Luftbild dargestellt hätte.

Die endgültige Gestaltung ist nach wie vor ausstehend, wobei die Möglichkeit für umfangreiche Gestaltungen des Gipfels noch während der Schüttphase zwangsläufig in absehbarer Zeit abläuft. Derzeit ergeben sich derzeit zunehmend Nutzungskonflikte zwischen Landmarke und regenerativer Energie, denn die RAG als Grundbesitzer spielt im Zuge der sogenannten Energiewende nach dem Reaktorunglück in Japan im März 2011 mit dem Gedanken, Windräder zur Produktion elektrischer Energie in dieser optimalen Exposition aufstellen. Aktuell sind vom Bürgermeister der Stadt aufgeworfene Diskussionen über eine 30 Meter hohe religiöse Skulptur in Gange, die irgendwie nicht zu dem Landschaftsbauwerk und dem Gesamtthema Vulkan passen will: Der sogenannte »Engel der Kulturen« vereint geschickt Symbole dreier Religionen mit etwas Phantasie zu der Form eines Engels (siehe unten). Die Tatsache, dass nur drei Religionen symbolisch abgebildet würden, sorgte dabei für zahlreiche Diskussionen. Einige Menschen kritisierten, dass ausgerechnet das Symbol des Halbmondes (für den Islam) ganz oben stehen würde. Ein vielleicht etwas humorvoller Vorschlag, den Engel jede Stunde um 120° zu drehen (damit jeder einmal oben steht), prägte den Begriff des »abstürzenden Engels«. Liebevoll wird die Skulptur durch die Rundform auch als »Krupp-Ring« bezeichnet.

Besonders eindrucksvolle Pläne des Gladbecker Landschaftsarchitekten Stephan Müller bauen auf die ursprüngliche Vulkan-Idee. Sie gehen von eingesetzter Illumination über wie fließende Lava angeordnete Bepflanzung mit 140.000 feuerroten Rosen bis hin zu 120 Meter hohen, beleuchteten Wasserfontänen in einem Maar-See, also einem runden Kratersee, wie man ihn aus der Eifel kennt, die nachts an bestimmten Tagen, zu besonderen Anlässen oder vielleicht auf Bestellung weithin sichtbar eine Eruption simulieren sollen. Infrage käme auch eine Aktivierung per Anruf oder SMS. Man stelle sich die Szene auf dem Bottroper Tetraeder vor: "Schatz, für dich lasse ich jetzt einen Vulkan ausbrechen...". Sogar der individuelle Wunsch des Bürgermeisters mit der Verwirklichung des Engels der Kulturen wurde aufgegriffen – der Kratersee könnte seine Form einnehmen und damit nach dem Gipfelkreuz auf dem Tippelsberg in Bochum die zweite Landmarke sein, die nur aus der Luft identifizierbar wird.

Folgende Illustrationen zu diesem Thema wurden von Herrn Müller freundlicherweise exklusiv zur Verfügung gestellt:

Vulkan Mottbruchhalde (Simulation)

Eruption am Tage: Riesige Wasserfontäne auf dem Vulkan

Vulkanausbruch im Ruhrgebiet

Besonderer Effekt in der Nacht: Glutrotes Licht der Fontäne

Engel der Kulturen: Simulation Mottbruchhalde

Vulkankrater von oben: Form des »Engels der Kulturen«

Kratersee auf der Mottbruchhalde

Flanier- und Erholungsmöglichkeit am Kratersee

Derzeit ist – wie gesagt – noch keine Variante (Vulkan, Engel, Windrad oder vielleicht etwas ganz anderes?) endgültig festgemacht. Es bleibt allerdings deutlich, dass die Stadt Gladbeck die einmalige Chance für eine wirklich spannende Landmarke hat, die sich nicht in einer kleinen, skulpturalen Kunst äußert und positiv über die Grenzen der Stadt und dem Ruhrgebiet bekannt werden könnte.

Zukünftiger Vulkan Mottbruchhalde im Dunst (Schüttungsstand Februar 2011) - Blick vom Tetraeder in Bottrop, bald ohne Horizont hinten?

Mottbruchhalde (Entwurf)

Die Mottbruchhalde ist nicht zugänglich, die obligatorische Anreisebeschreibung entfällt aus diesem Grunde.

Weitere Informationen:

Route Industriekultur (Mottbruchhalde): www.route-industriekultur.de
Zeitungsartikel zu möglicher Skulptur: DerWesten vom 11.02.11
Zeitungsartikel zu Vulkanausbruch: DerWesten vom 15.07.11
Eigene Vorschläge für Gestaltung: DerWesten vom 11.07.11
Webseite zum Engel der Kulturen: www.engel-der-kulturen.de

Halde 19

Die Halde 19, vereinzelt auch Kippe 19 bezeichnet, ist von der Höhe her knapp die aktuell zweitgrößte besuchbare der Haldenkette - zumindest, bis der Maar-Vulkan Mottbruchhalde fertiggestellt und zugänglich ist. Sie erreicht eine Höhe von etwa 28 Metern über der Umgebung (Referenz: kleiner Sportplatz) und etwa 68 Metern über dem Meeresspiegel. Die gute Aussicht, die man angesichts der Exposition erwarten würde, wird komplett durch besonders dichten Busch- und Baumbewuchs verdeckt. Mangels kräftigen Rückschnitts hat sich die Natur mit Macht ihr Territorium zurückerobert. Beim Besuch vor Ort waren immerhin die Wege freigeschnitten und gut nutzbar.

Der Berg ist durch ein für die kleine Grundfläche recht dichtes Wegenetz erschlossen. Am höchsten Punkt ziert die Halde ein dekoratives Element, das zwar nicht ganz an die Skulpturen der berühmten Großhalden herankommt, dennoch eine kleine Landmarke darstellt. Es ist die alte Seilscheibe vom Förderschacht IV der Zeche Mathias Stinnes. Diese Seilscheibe mit einem Gewicht von sechseinhalb Tonnen wurde 1984 auf dem Gipfel aufgestellt und steht seitdem auf einer Lichtung etwa am höchsten Punkt. Durch das angesprochene dichte Grün ist die Landmarkenfunktion jedoch nicht gegeben.

Bänke, Stützwände am Rand und Dachunterstände sind teilweise sehr marode, auf den Plätzen und Wegen wuchert Unkraut. Die Seilscheibe selbst ist stark graffitiert und wirkt schmuddelig. Dazu kommt, dass hier kaum Menschen anzutreffen sind. Je nach Stimmung und Wetterlage kann die Halde zu einem recht ungemütlichen Ort werden. Man könnte beschönend sagen, dass in diesem Exemplar noch viel Potenzial steckt.

Halde 19

Weg auf die Halde 19 in Gladbeck

Seilscheibe auf der Halde 19

Seilscheibe vom Förderturm Sch. 4 der Zeche Mathias Stinnes

Seilscheibe der Zeche Mathias Stinnes IV

Seilscheibe von der Seite

Halde 19 Gladbeck

Steigungen sind gepflastert, der Rest sind Schotterwege

Weder auf der Halde noch im näheren Umfeld existieren sanitäre oder gastronomische Einrichtungen. Für das dringende kleine Bedürfnis ist die Halde 19 jedoch notfalls dicht bewaldet...

Anfahrt mit dem Auto: Auf der A2 bis AS5 Essen / Gladbeck. Dort auf die B224 Richtung Bottrop. Nach zwei Kilometern bei Ostermann an der großen Ampelkreuzung links in die L633 Horster Straße Richtung Horst abbiegen. An der Stadtgrenze geht diese in die Brauckstraße über. Hinter dem Ortseingang von Gladbeck rechts in die Straße Busfortshof abbiegen. Hinten in der Kurve am Sportplatz am Rand parken.

Eingabe in das Navigationssystem: Busfortshof in 45968 Gladbeck

Koordinaten: 51°32'0.53"N, 7° 0'22.91"E (Zugang von Osten) | 51°32'3.61"N, 7° 0'0.92"E (Seilscheibe / Haldentop)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.

Anreise mit dem ÖPNV: Von Essen Hbf oder Altenessen Bf. mit der U11 bis Schloss Horst. Dort von der westlichen Halstestelle umsteigen in die Buslinie 260 Richtung Bottrop-Boy (20-Minuten-Takt) bis zur Haltestelle Hartmannshof (eine zuvor zum Bereitmachen: Brauckstraße). Von dort wenige Schritte in die Straße Hartmannshof oder Busfortshof.

Alternativ aus Essen mit RE 14 oder S9 bis Bottrop. Dort umsteigen in die RB 44 Richtung Dorsten bis Bottrop-Boy. Dort umsteigen in den Bus 260 Richtung Buerer Straße bis Hartmannshof.

 

Halde 22

Nördlich der Halde 19 steht eine Doppelhalde, die sich an der Stadtgrenze von Bottrop entlang zieht. Die Bezeichnungen für die unterschiedlichen Teile gehen in manchen Quellen, die Halden beschreibenden Internetseiten und sogar in der Presse auseinander oder verschwimmen gar. Korrekt sind die Namen Halde 22 (auch Kippe 22, tautologisch Halde Kippe 22 oder Halde Kipp 22) für den südlichen Teil und Halde Mottbruch für den nördlichen.

Die Halde 22 ist derzeit die höchste der zugänglichen Bergehalden im Brauck und erreicht mit 76 Metern über dem Meeresspiegel die relative Höhe von 39 Metern über der Umgebung. Wie Halde 19 hat Halde 22 ein kleines, allerdings aus Pfaden bestehendes Wegenetz. Im Gegensatz zu ihr ist die Kippe aber nur im unteren Böschungsabschnitt bewachsen und bietet auf zwei Gipfeln einen guten Rundumblick über die Umgebung. Unter dem Motto »Halde im Wandel« schaut der Betrachter durch ein nicht mehr ganz intaktes Vexierbild, ebenfalls vom ursprünglichen Landschaftsarchitekten Baljon entwickelt, auf die noch in Schüttung befindliche benachbarte Mottbruchhalde und kann das Wachsen und Entwickeln dieser Landschaft beobachten. Einen guten Blick erhält der Betrachter auf die Großskulptur »Tetraeder« auf der Bottroper Halde Beckstraße. Weitere sichtbare Bergehalden sind Rungenberg, Oberscholven und Schurenbach. Wird der Maar-Vulkan erst einmal fertiggestellt, ist die Kippe 22 absehbar der beste Aussichtspunkt auf mögliche glutrote Eruptionen in der Abenddämmerung.

Halde 22 in Gladbeck

Halde 22: bewachsen und zugänglich, hinten die Mottbruchhalde

Kippe 22

Wege führen auf und um die Halde 22 herum

Halde 22

Die Kippe 22 besteht aus zwei Gipfeln

Tetraeder von der Mottbruchhalde gesehen

Blick von der Halde 22 auf den Tetraeder in Bottrop

Halde Mottbruch (Mottbruchhalde) von der Halde 22 gesehen

Auf der Mottbruchhalde wird weiterhin Material aufgetragen

Halde Oberscholven von der Mottbruchhalde

Blick zum Kraftwerk Scholven und der benachbarten Halde

Vexierbild auf der Halde 22

Vexierbild auf der Kippe 22 - leider etwas zugewachsen

Halde Mottbruch Abraum

Verladestation für den Abraum

Halde Kipp 22 in Gladbeck

Der Weg schlängelt sich durch die Bäume nach unten

Veba

Veba-Öl in Gelsenkirchen

Anfahrt mit dem Auto: Auf der A2 bis AS5 Essen / Gladbeck. Dort auf die B224 Richtung Bottrop. Nach zwei Kilometern bei Ostermann an der großen Ampelkreuzung links in die L633 Horster Straße Richtung Horst abbiegen. An der Stadtgrenze geht diese in die Brauckstraße über. Hinter dem Ortseingang von Gladbeck links in die Heringstraße abbiegen (Schild »Halde im Wandel«). Hinter dem Bahnübergang und vor dem zweiten Bahnübergang befindet sich ein kleiner Parkplatz mit Zugang zur Halde 22.

Eingabe in das Navigationssystem: Heringstraße (ggf. Kreuzung Mathiasstraße), 45968 Gladbeck

Koordinaten: 51°32'19.84"N, 7° 0'13.44"E (Zugang Halde 22)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell direkt angeflogen.

Anreise mit dem ÖPNV: Von Essen Hbf oder Altenessen Bf. mit der U11 bis Schloss Horst. Dort von der westlichen Halstestelle umsteigen in die Buslinie 260 Richtung Bottrop-Boy (20-Minuten-Takt) bis zur Haltestelle Hartmannshof (eine zuvor: Brauckstraße). Von dort wenige Schritte in die Heringstraße bis zum Aufgang zur Halde 22 zwischen den beiden Bahnübergängen.

Alternativ aus Essen mit RE 14 oder S9 bis Bottrop. Dort umsteigen in die RB 44 Richtung Dorsten bis Bottrop-Boy. Dort umsteigen in den Bus 260 Richtung Buerer Straße bis Hartmannshof.

Panoramabild Halde 22

Panoramabild der Halde 22 mit ihren zwei Gipfeln in Gladbeck

 

Halde Graf Moltke I / II und III / IV

Die brennende Moltke-Halde

Am nördlichen Ende der Gladbecker Haldenkette schließt sich an die Mottbruchhalde und das kleine Naturschutzgebiet Natroper Feld eine Doppelhalde bestehend aus einem östlichen und einem westlichen Abraumberg an, getrennt voneinander nur durch den Geländeeinschnitt eines Bachs. Bei der einheitlichen Bezeichnung dieser zwei Objekte scheiden sich ähnlich wie bei der Kippe 22 ebenfalls die Geister. Übereinstimmend wird der westliche der beiden als Halde Graf Moltke bezeichnet. Für den östlichen Hügel kursiert im Volksmund die Bezeichnung Halde Im Brauck, häufiger jedoch ist er in Karten oder Berichten völlig namenlos und nicht einmal als Bergehalde markiert. Offiziell korrekt sind die Bezeichnungen Halde Graf Moltke III / IV oder Halde Graf Moltke 1 für den westlichen und Halde Graf Moltke I / II oder Halde Graf Moltke 2 für den östlichen Abraumberg. Dabei stammt die Bezeichnung von der Zeche Graf Moltke, die unmittelbar neben den Halden die Schachtanlage III / IV betrieb, auf deren Grund heute ein Gewerbegebiet liegt. Die Zeche trägt den Namen des preußischen Generalfeldmarschalls Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, der es auch auf das ein oder andere Straßenschild in Deutschland gebracht hat und dessen Figur in einigen Standbildern verewigt wurde, beispielsweise im →Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Dortmund-Syburg.

Die Halde Graf Moltke III / IV erreicht eine Höhe von fast 50 Metern über der Umgebung und eine absolute maximale Höhe von 89 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist flächendeckend vor allem mit Birken bewaldet, würde jedoch dank noch vieler lichter Stellen einige gute Ausblicke über die Region bieten. Sie ist allerdings eines der berühmtesten Beispiele der brennenden Halden, bei der sich brennbare Kohlereste im Abraum durch Wärmestau selbst entzündet haben und seitdem vor sich hin schwelen. Selbst Injektionen von Baustoffen konnten den Schwelbrand bisher nicht löschen. Die Halde ist abgesperrt und nicht zugänglich. Einen besonders guten Blick auf dieses Objekt haben Autofahrer auf der nahegelegenen Autobahn A2 in Höhe der Ausfahrt Essen / Gladbeck (in Fahrtrichtung Dortmund rechts).

Auf der anderen Seite des begradigten Nattbachs befindet sich die Halde Graf Moltke I / II, auch Halde Im Brauck genannt. Kurioserweise liegt die Schachtanlage I / II, an der sich die Bezifferung im Haldennamen zur Unterscheidung üblicherweise orientiert, fast zwei Kilometer weit entfernt. Der Berg ist wesentlich kleiner als sein Nachbar und erreicht eine maximale absolute Höhe von 59 Metern über dem Meeresspiegel und etwa 24 Metern über der Umgebung. Im Gegensatz zur Halde Graf Moltke 1 ist sie öffentlich zugänglich und als kleines Naherholungsgebiet ausgebaut, wenn die Zugänge auch stellenweise durch den starken Bewuchs etwas schwer zu finden oder als solche zu identifizieren sind. Mit ihrer Höhe ist sie nur etwas niedriger als Halde 19, hebt sich jedoch deutlicher von der Umgebung ab und bietet dank einiger nur durch niedrige Büsche bewachsene Flächen einen recht guten Ausblick über die Umgebung und auf die in Schüttung befindliche Mottbruchhalde. Hier und dort steht sogar eine Bank, auf der man sich niederlassen und den Blick in die Ferne schweifen lassen kann.

Halde Graf Moltke 1/2

Aufstieg auf die Halde Moltke I / II

Moltke-Halde

Stellenweise ist das dunkle taube Gestein sichtbar

Halde im Brauck

Wege auf der Halde führen auch durch das Gebüsch

Halde Graf Moltke und Mottbruchhalde

Links hinten die Mottbruchhalde, demnächst ein feuriger Vulkan

Halde Graf Moltke

Busch- und Wiesenflächen auf dem Haldentop

Moltke-Halde

Blick zum höchsten Punkt der Moltke-Halde I / II

Halde Graf Moltke

Blick Richtung Buer, hinten Halde Rungenberg

Halde Graf Moltke 3/4

Hinten bewaldete und unzugängliche Halde Graf Moltke III / IV

Die Halde Graf Moltke I / II ist frei zugänglich, Halde Graf Moltke III / IV ist abgesperrt. Informationen über eine zukünftige Nutzungsmöglichkeit gibt es leider keine. Auf dem zugänglichen Teil gibt es weder Restaurationen noch Toiletten, wohl aber Bänke und Mülleimer für eine Rast.

Nordseite der abgesperrten Halde Graf Moltke III / IV, gesehen von der Autobahn A2

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis AS5 Essen / Gladbeck. Aus Richtung Dortmund rechts abbiegen und dann gegenüber der anderen Abfahrt links abbiegen; aus Richtung Oberhausen geradeaus fahren in die Straßburger Straße. Dem Straßenverlauf durch die abknickende Vorfahrt nach rechts folgen, kurz darauf links um die Kurve. Hinter der langen Rechtskurve links in die Welheimer Straße. Nächste mögliche (Achtung: erste = Einbahnstraße) links und dort parken. Zu Fuß zurück zur Kreuzung an der Feuerwache und genau gegenüber der Welheimer Straße in den recht versteckten Aufgang zur Halde eintauchen. Achtung: weiter links befindet sich ein weiterer Weg neben der Straßenkreuzung, der allerdings südlich an der Halde vorbeiführt und erst spät eine Möglichkeit zum Aufstieg bietet!

Eingabe in das Navigationssystem: Welheimer Straße (Kreuzung Europastraße) in 45968 Gladbeck

Koordinaten: 51°33'10.14"N, 6°59'45.47"E (Haldentop) | 51°33'10.01"N, 6°59'50.65"E (Zugang)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell angeflogen.

Anreise mit dem ÖPNV: Mit dem ÖPNV ist die Anreise als umständlich oder langsam zu beschreiben. Eine Möglichkeit bietet die Buslinie 263 von Oberhausen-Sterkrade (Bahnhof) oder Bottrop ZOB (NICHT am Hauptbahnhof!) bis Welheimer Straße. Von der Haltestelle zu Fuß der Welheimer Straße nach Westen folgend zum oben genannten Haldenzugang laufen. Die reine Busfahrtzeit beträgt bis zu einer halben Stunde.

 

Halde 7

An der nördlichsten Spitze der Großstadt Essen erhebt sich direkt an der U-Bahn-Haltestelle »Alte Landstraße« mit der Halde 7, auch Kippe 7 genannt, ein Ausläufer der Gladbecker Haldenlandschaft. Sie wird eingerahmt durch die Karnaper Straße, die Straße Bräukerwald und einem Waldstück unweit der direkt benachbarten Halde 19. Mit einer Höhe von 21 Metern über der gemittelten Umgebung, einer maximalen Höhe von 54 Metern über dem Meeresspiegel und einer Fläche von ca. 9 Hektar ist sie in allen Ausmaßen die kleinste der Halden, die sich im Städtedreieck von Essen, Gladbeck und Bottrop erstrecken.

Im Gegensatz zu den anderen Halden der Bergkette auf Gladbecker Grund bietet sich diese als gepflegtes, kleines Naherholungsgebiet an, denn die Wege sind breit und im Sommer freigeschnitten. Das Wegenetz ist insbesondere rings um den Berg dicht und verzweigt. Womöglich dauert die Suche nach dem Aufstieg ohne Karte (von der Kreuzung Alte Landstraße: Zweimal links, dann zweimal rechts) etwas, da nur einer der Varianten auf den »Gipfel« führt. Zumindest führt im Gegensatz zu den zahlreichen ringsherum verlaufenden Wegen nur ein Hauptweg direkt über die Halde 7, die keine Landmarke oder sonstige skulpturale Krönung bietet. Er ermöglicht an nur wenigen Stellen im belaubten Sommerhalbjahr Ausblicke in die Umgebung – beispielsweise auf den Herkules auf dem Förderturm der Zeche Nordstern oder die Windräder von Oberscholven. An einigen Stellen laden Bänke am Rand zu einer kleinen Rast ein.

Halde 7

Freigeschnittene und gepflegte Wege am Fuße der Halde 7

Halde 7 in Essen

Bänke am Wegesrand bieten sich für eine Rast an

Wege auf der Halde

Aufstieg auf den kleinen Abraumberg ganz im Norden Essens

Haldenwanderung

Wegkreuzung unterhalb des Gipfels

Halde Kippe 7

Aussicht auf die Halde Oberscholven mit dem Kraftwerk

Nordsternpark von der Halde

Blick durch die Bäume auf den Herkules von Zeche Nordstern

Anreise zur Halde 7 mit dem Auto: Auf der A42 bis zur AS 14 Essen-Altenessen. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Duisburg links abbiegen auf die Heßlerstraße. An der nächsten Ampel rechts abbiegen in die Karnaper Straße (mit U-Bahn-Schienen in der Mitte). Die Eisenbahnbrücke unterqueren und hinter dem Lebensmittelmarkt links abbiegen in die Straße Bräukerwald. Hinter der nächsten Kreuzung etwa im Bereich der Rechtskurve am Rand parken. Direkt in der Kurve befindet sich links ein Zugang zur Halde. Der Gipfel wird schräg-links erreicht.

Eingabe in das Navigationssystem: Bräukerwald in 45329 Essen

Koordinaten: 51°31'56.29"N, 7° 0'31.00"E (Bräukerwald) | 51°31'46.91"N, 7° 0'26.74"E (Gipfel) | 51°31'44.42"N, 7° 0'37.73"E (Alte Landstr.)
Die Koordinaten können per Copy&Paste in das Eingabefeld von GoogleEarth eingegeben werden. Der Ort wird dann virtuell angeflogen.

Anreise mit dem ÖPNV: Von Essen Hauptbahnhof oder dem Bahnhof Altenessen mit der U11 Richtung Gelsenkirchen Buerer Straße bis zur Haltestelle Alte Landstraße (eine davor zum Bereitmachen: Boyer Straße). In Fahrtrichtung nach vorne zur Kreuzung Alte Landstraße laufen. Schräg-links befindet sich direkt in der Kreuzung ein Fußweg zur Halde. An der ersten Gabelung links, an der Kreuzung ebenfalls links und schließlich rechts den Berg hinauf. Wahlweise die nächste scharf rechts direkt zum "Gipfel".

Zu den Halden im Ruhrgebiet Auf der Themen-Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten Halden im Ruhrgebiet. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Bergehalden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden. In der Kategorie »Ausflugsziele« werden Tipps für Ausflüge in die Region Ruhrgebiet gegeben.

Angaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 03 / 2012