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Zeche Minister Achenbach in Lünen

Das Colani-Ufo und Halden im Stadtteil Brambauer

Es ist ein ganz besonderes Bauwerk, das schon viele Menschen auf Abbildungen gesehen haben, aber kaum wissen, dass es in Lünen im Kreis Unna steht. Das sogenannte Colani-Ufo ist Teil des Technologiezentrums Lüntec auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche im Vorort Brambauer. Zusammen mit den drei Halden der Zeche ist der eindrucksvolle Förderturm Teil dieses Artikels.

Im Bereich des heutigen Lüner Vorortes Brambauer suchte man 1870 erstmals im großen Stil nach Kohle. Im Jahr 1877 wurden mehrere Kohlefelder in Brambauer zum Bergwerk Minister Achenbach konsolidiert, benannt nach dem damaligen preußischen Handelsminister Heinrich Karl Julius von Achenbach. Im Jahre 1897 begann das Teufen des ersten Schachtes der Zeche, die offiziell 1900 den Förderbetrieb aufnahm. Im Laufe der Zeit expandierte die Zeche. Im Jahre 1924 begann die Förderung durch die neue Schachtanlage IV, die im weiteren Artikel im Fokus steht. Im Zuge der Kohlekrise wurde die Förderung im Jahr 1992 schließlich nach 92 Jahren Betriebszeit beendet. Die Schachtanlage I / II befand sich im Südwesten von Brambauer im Bereich des heutigen Gewerbegebietes an der Zechenstraße, die Schachtanlage III im Südosten am Reichsweg und die Schachtanlage IV im Nordosten Brambauers an der Heinrichstraße. Die Gelände haben heute sehr verschiedene Neunutzungen und die beiden großen Halden sind zu Naherholungsgebieten ausgebaut worden.

Lüntec auf dem Areal der Zeche Minister Achenbach IV und Colani-Ei

Auf dem Gelände der Schachtanlage IV der ehemaligen Zeche Minister Achenbach entstand ab 1995 das Technologiezentrum Lüntec unter Nutzung historischer und denkmalwerter Bausubstanz einiger Gebäude der Zeche. Markantestes Objekt ist das auf dem Fördergerüst aufgesetzte Ufo des Designers Luigi Colani, das anglizistisch offiziell als Lüntec-Tower bezeichnet wird. Das auch als Colani-Ufo oder vielleicht etwas respektloser auch Colani-Ei bekannte Objekt wird abends beleuchtet und ist daher vor allem bei Hobby-Fotografen ein beliebtes Fotomotiv. Sämtliche Gebäude des Technologiezentrums, auch das Ufo auf dem Förderturm über Schacht IV, haben heute Bürofunktion.

Lüntec Tower Schachtzeichen

Colani-Ufo auf Schacht IV der Zeche (mit Schachtzeichen)

Lüntec Minister Achenbach

Gebäude der Zeche Minister Achenbach 4, heute Lüntec

Lüntec

Lüntec im Schatten des Colani-Ufos

Lüntec-Tower mit Schachtzeichen

Ehemaliger Zechenturm, jetzt Großraumbüro mit Panoramablick

Lüntec-Tower

Detailansicht vom Ufo-Aufsatz

Lüntec-Tower

Colani-Ufo bei Nacht

Die auf den Fotos sichtbaren gelben Kugeln sind während der RUHR.2010-Aktion SchachtZeichen schweben gelassene Helium-Ballons, die im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 eine Woche lang die Position von ehemaligen Schachtanlagen weithin sichtbar markieren sollten.

Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage IV ist Tag und Nacht frei begehbar, der Lüntec-Tower allerdings nicht öffentlich besuchbar – außer zu speziellen Veranstaltungen und Ereignissen. Auf dem Gelände der Lüntec ist ein Café zu finden.

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 im Kreuz Dortmund-Nordost oder auf der B1 jeweils auf die B236 Richtung Lünen und bis zum Ende durchfahren. An der Ampel links in die Evinger Straße abbiegen. Im Kreisverkehr rechts und der Straße etwa 2,5 Kilometer folgen. An der großen Ampelkreuzung in die Königsheide rechts abbiegen – bei Verpassen des Abzweigs einfach die nächste rechts und um den Block auf die Straße fahren. Kurz vor dem Ortsausgang Brambauers links in die Straße Am Brambusch abbiegen. Auf dem Gelände der Lüntec befinden sich zahlreiche kostenlose Parkmöglichkeiten.

Zieleingabe in das Navigationssystem: Heinrichstraße in 44536 Lünen-Brambauer

Geographische Koordinaten: 51°36'18.16"N, 7°27'11.72"E – Lüntec-Tower (Colani-Ei)
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 392863 m, 5718203 m – Lüntec-Tower (Colani-Ei)

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. mit der RB 50 Richtung Münster oder der RB 51 Richtung Enschede oder Lünen bis Lünen Hbf. Vom ZOB am Bahnhof mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt (Werktags) Richtung Brambauer Emil-Stade-Platz bis zur Haltestelle Auf dem Kelm. Von dort zu Fuß ein Stück zurück auf der Brambauerstraße und dann links in die Straße Am Brambusch einbiegen und bis zum Ende geradeaus laufen. Der Lüntec-Tower ist nicht zu verfehlen. Der Fußweg beträgt etwa 700 Meter.

Alternativ von Dortmund Hbf. / Stadtmitte mit der U41 Richtung Brambauer bis Brambauer Verkehrshof. Von dort mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt Richtung Lünen Hbf. / ZOB ebenfalls bis zur Haltestelle Auf dem Kelm und weiter wie beschrieben.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist das Gelände Lüntec dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Dortmund und Umgebung" im idealen Maßstab 1:50.000 liegt es im Planquadrat B4. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.
Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

 

Halden der Zeche Minister Achenbach

Auf das Gebiet des Stadtteils Brambauer verteilen sich drei Bergehalden der Zeche, die sich jeweils in unmittelbarer Nähe zu den jeweiligen Schachtanlagen befinden. Die beiden größten Halden erreichen eine Höhe von über 50 Metern über der Umgebung, die am Wetterschacht ist nur wenige Meter hoch. In der folgenden Übersichtskarte sind die drei Halden eingezeichnet:

Übersichtskarte Halden in Brambauer

Die Halden werden im weiteren Verlauf nacheinander näher vorgestellt.

 

Halde Minister Achenbach I / II – Halde Elsa-Brändström-Straße

Genau entgegengesetzt zur nordöstlich von Brambauer gelegenen Schachtanlage IV befand sich im Südwesten am anderen Ortsende die Schachtanlage I / II. Bergematerial von hier wurde auf die Halde Minister Achenbach I / II aufgehäuft, die in verschiedenen Quellen bedingt durch die parallel vorbeiführende Straße auch als Halde Elsa-Brändström-Straße (gerne auch mit a statt ä), alternativ auch nur Halde Achenbach oder Halde Minister Achenbach genannt wird.

Sie zieht sich im Gegensatz zur kegelförmigen Halde Tockhausen recht langgestreckt südlich der ehemaligen Schachtanlage I / II der Zeche Minister Achenbach westlich der Elsa-Brändström-Straße bis zur Autobahn A2 und zur Stadtgrenze von Lünen. Ihr höchster Punkt liegt in der Mitte des Höhenzugs auf 124 Metern über dem Meeresspiegel und damit 52 Meter über der Umgebung. Sie ist im Bezug auf die relative Höhe nur wenige Meter niedriger als die Geschwister-Halde am Colani-Ufo, jedoch flächenmäßig mit 27 ha deutlich größer.

Karte Halde Minister Achenbach

Entlang der Haldenböschungen verlaufen Wege. Die Halde ist nur in wenigen Teilen bewaldet und besitzt zwei Gipfel. Große Gräserflächen ermöglichen bei klarem Wetter einen weiten Blick über Brambauer und Dortmund sowie entlang der A2 nach Castrop-Rauxel. Nebenan befindet sich die Halde Groppenbruch am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals.

Zwei Geheimnisse hütete die Halde Minister Achenbach I / II. Eines verbirgt sie in ihrem Inneren: Unter den Abraum-Massen wurde im zweiten Weltkrieg eine Bunkeranlage gebaut. Noch heute sind u.a. an der Südflanke an der Elsa-Brändström-Straße im Bereich der Kleingartenanlage entsprechend markante Beton-Fundamente und -Reste deutlich sichtbar, die Anlage selbst ist natürlich längst stillgelegt. Die zweite Besonderheit ist ein Versuchsprojekt zum Anbau von Weinreben am Südhang der Halde. Damit wurde in den 1990er Jahren getestet, ob man die Hänge auch außerhalb der bekannten Weinanbaugebiete Deutschlands für die Erzeugung von Wein nutzen konnte. Echter Ruhrgebiet-Wein. Das Projekt scheint aber sang- und klanglos irgendwann aufgegeben zu sein.

Halde Minister Achenbach Brambauer

Aufstieg zur Halde Minister Achenbach I / II

Halde Minister Achenbach

Neben bewaldeten Zonen finden sich ganz oben auch Wiesen

Halde Minister Achenbach

 

Halde Minister Achenbach Blick auf A2

Kraftwerk und A2, Rechts Ausläufer der Halde Groppenbruch

Halde Minister Achenbach

Aussicht ins Umland

Halde Minister Achenbach  Wald

Abstieg zum Gewerbegebiet Zeche Achenbach I / II durch Wald

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 im Kreuz Dortmund-Nordost oder auf der B1 jeweils auf die B236 Richtung Lünen und bis zum Ende durchfahren. An der Ampel links in die Evinger Straße abbiegen. Im Kreisverkehr rechts und der Straße etwa 2 Kilometer folgen. An der Kirche links in die Elsa-Brändström-Straße fahren und dieser noch 1,4 km durch die Bebauung folgen. Vor der Autobahnbrücke befindet sich rechts ein kleiner Parkplatz.

Alternativ kann auch das Gewerbegebiet Achenbach zum Parken genutzt werden – vom Kreisverkehr kommend einfach eine weiter links abbiegen in die Zechenstraße und dann zu Fuß die Halde von Norden begehen.

Eingabe in das Navigationssystem:
Parkplatz Elsa-Brändström-Straße: Elsa-Brändström-Straße oder Zechenstraße in 44536 Lünen-Brambauer

Geographische Koordinaten:
51°35'08.28"N, 7°25'26.74"E – Parkplatz Elsa-Brändström-Straße
51°35'33.48"N, 7°25'39.86"E – Gewerbegebiet Achenbach
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
390820 m, 5716129 m – Parkplatz Elsa-Brändström-Straße

391089 m, 5716902 m – Gewerbegebiet Achenbach

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. oder Stadtmitte mit der U41 bis Brambauer-Verkehrshof und von dort zu Fuß der Brechtener Straße nach Norden folgen und in die Zechenstraße nach Westen abbiegen (ca. 1 km Fußweg).

Panorama Halde Minister Achenbach 1/2

Panoramabild von der Halde Minister Achenbach I / II. In Bildmitte Halde Groppenbruch an der Autobahn A2

 

Halde Minister Achenbach IV – Halde Tockhausen

Nördlich des Geländes der Zeche Minister Achenbach mit dem Colani-Ufo wurde eine markante und herausragende Abraumhalde in geometrischer Kegelform angehäuft. Halde Tockhausen KarteNeben dem offiziellen Namen in Anlehnung an die benachbarten Schachtanlage IV ist der Berg vor allem unter der Bezeichnung Halde Tockhausen lokal bekannt. Tockhausen selbst ist eine sehr kleine Siedlung mit zwei Anwesen, ein Naherholungsgebiet mit Schwimmbad, Sportplätzen und eben dieser Halde an der Grenze zu Waltrop und unweit des Datteln-Hamm-Kanals. Vor der Halde befand sich hier offenbar die Lehmgrube einer Ziegelei, die mit dieser über eine Eisenbahn verbunden war. Die Grube wurde mit Bergematerial des Schachtes IV verfüllt und zur Halde. André Walter ist auf seiner Internetseite auf Spurensuche der Lehmbahn gegangen (siehe Linktipps ganz unten).

Die Bergehalde hat eine Grundfläche von etwa 12 Hektar. Der höchste Punkt liegt auf feurigen 112 Metern über dem Meeresspiegel. Da das umgebende Gelände geneigt ist, schwankt die relative Höhe zwischen 37 und 56 Metern über der Umgebung. Damit überragt sie die Halde an der Schachtanlage I / II um wenige Meter.

Erschlossen ist die Halde Tockhausen durch ein Wegenetz, das zum großen Teil über die Höhenschichten an den Böschungen und die alte Auffahrt verläuft. Auf dem Haldentop ist die Vegetation sehr dicht und Wege stark zugewachsen. Einerseits ist das Gelände damit sehr waldähnlich, andererseits gibt es daher normalerweise im Sommerhalbjahr kaum Möglichkeiten, die Umgebung von der Halde überblicken zu können. Einen Ansatz bildete eine private Initiative mit ehrenamtlicher Bürgerarbeit im Oktober 2010, durch die einige Sichtachsen freigeschnitten wurden und das Schnittholz in Feldhecken gestapelt wurde. Stellenweise reicht der Blick auf das Kraftwerk in Lünen, die Innenstadt Lünens sowie die Innenstadt Dortmunds. Zusätzlich bietet sich die kleine Halde gut zur Naherholung für Anwohner an und auch im Sommer wird ein Spaziergang in diesem Wald für eine angenehme Abkühlung sorgen.

Bänke gibt es auf der Halde leider keine, ein hölzerner Unterstand von 1990 wurde nur kurze Zeit nach seiner Errichtung ein Raub der Flammen.

Halde Tockhausen

Halde Minister Achenbach IV: Büsche wie Mauern rechts und links

Halde Tockhausen

2009: Für einen Blick zum »Colani-Ei« musste man lange suchen

Halde Tockhausen Brambauer

Viel wildes Grün auf Halde Tockhausen unterhalb des Haldentops

Blick zum Trianel-Kraftwerk am Stummhafen (Foto: André Walter)

Neuer Aussichtspunkt zum Colani-Ufo (Foto: André Walter)

Halde Tockhausen

Bei Sonnenschein willkommene Abkühlung, heute etwas trist

Halde Tockhausen

Einziger gefundener "Aussichtspunkt" 2009: eine Lücke im Wald

Neuer Blick auf Rathaus und ev. Stadtkirche (Foto: André Walter)

Drei Fotos mit Blick von den freigeschnittenen Aussichtspunkten wurden freundlicherweise vom Organisator der Freischnittaktion André Walter zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle vielen Dank für die Fotos und das Engagement!

Anreise mit dem Auto: Von der A2 im Kreuz Dortmund-Nordost oder von der B1 auf die B236 Richtung Lünen und bis zum Ende durchfahren. An der Ampel links in die Evinger Straße abbiegen. Im Kreisverkehr rechts und der Straße etwa 2,5 Kilometer folgen. An der großen Ampelkreuzung in die Königsheide rechts abbiegen - bei Verpassen des Abzweigs einfach die nächste rechts und um den Block auf die Straße fahren. Kurz vor dem Ortsausgang Brambauers links in die Straße Am Brambusch abbiegen. Auf dem Gelände der Lüntec befinden sich zahlreiche Parkmöglichkeiten. Die Halde Tockhausen ist durch ein nicht geschlossenes Tor vom Gelände der Lüntec zugänglich. Alternativ von einem westlich der Lüntec durch die Tennisplätze führenden Fußgängerweg ohne Tor (ca. 250 Meter Umweg).

Geographische Koordinaten: 51°36'25.95"N, 7°27'7.36"E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 392807 m, 5718487 m

Anreise mit Bus und Bahn: Von Lünen Hbf. / ZOB mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt (Werktags) Richtung Brambauer Emil-Stade-Platz bis zur Haltestelle "Auf dem Kelm". Von dort zu Fuß ein Stück zurück auf der Brambauerstraße und dann links in die Straße Am Brambusch ein-biegen und bis zum Ende geradeaus laufen, der Lüntec-Tower in der Mitte ist nicht zu verfehlen. Die Verlängerung dieser Straße endet am erwähnten Tor zum Haldengelände. Der Fußweg beträgt etwa 750 Meter.

Alternativ von Dortmund Hbf. / Stadtmitte mit der U41 bis Brambauer Verkehrshof. Von dort mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt Richtung Lünen Hbf. / ZOB ebenfalls bis zur Haltestelle "Auf dem Kelm" und weiter wie beschrieben.

 

Mini-Halde Minister Achenbach III

Es sind zwei Kilometer Luftlinie, wenn man von der Schachtanlage I / II genau nach Osten geht und am Ende der Straße Auf dem Kelm Karte Halde Minister Achenbach 3auf das Gelände der ehemaligen Schachtanlage III am Zechenplatz trifft. Im Jahre 1914 ging hier der neue Schacht "Carl-Haarmann" in Betrieb und diente zur Bewetterung. Bewetterung ist die Belüftung der Stollen und Schächte unter Tage mit frischer Luft zum Atmen und das Abführen giftiger oder entzündlicher Gase, die natürlicherweise im Berg entstehen können.

Auch, wenn der Schacht III nicht der Förderung der unter Tage abgebauten Kohle diente, wurde im südlichen Teil des Geländes Bergematerial aufgehäuft. Vermutlich ist die heutige Halde gemessen an historischen Luftbildern nur ein Überrest einer etwas größeren Bergehalde, die in der nebenstehenden Abbildung mit einer braunen Kontur nachgezeichnet ist. Vermutlich ist sie teilweise zugunsten der Wohnbebauung am Reichsweg gewichen. Die Mini-Halde ist etwa neun Meter über dem Gelände hoch. Ein solch hochgelegener Punkt kann sich schon als guter Aussichtspunkt darstellen, nicht so aber Halde Minister Achenbach III. Zum Einen wird die Aussicht durch den benachbarten Wald fast komplett eingeschränkt. Zum Anderen gleicht die eigentlich aus Berge bestehende Halde auf ihrem Gipfelplateau zurzeit eher einer Müll-Halde, denn auch nach wiederholten Aufräumaktionen wird immer wieder ohne Respekt vor Wald und Anwohnern Müll abgeladen.

Erwähnenswert ist die erneute Bunkerfunktion (siehe auch die oben vorgestellte Halde Minister Achenbach I / II). Noch heute sind Relikte einer Schutzanlage am Südlichen Rand sichtbar. Außerdem Fundamente für den elektrischen Lüfter am Wetterschacht. Sehen Sie diesen dritten Teil mehr als Vervollständigung denn als Ausflugstipp für Haldenfreunde an.

Halde Minister Achenbach 3

Haldenböschung, die zum Schlittenfahren genutzt wird

Müll auf der Halde

Vermülltes Haldentop – Der Bauzaun lehnt an Holzstapeln

Panoramabild der Halde Minister Achenbach 3

Panoramabild der Bergehalde Minister Achenbach III von Südost. Links sind Teile des ehemaligen Bunkers sichtbar.

Bunker an der Halde

Teil der Bunkeranlage im Unterholz

Ski

Offensichtliche Wintersport-Konkurrenz für das Alpincenter Bottrop

Anreise mit dem Auto: Von der A2 im Kreuz Dortmund-Nordost oder von der B1 auf die B236 Richtung Lünen und bis zum Ende durchfahren. An der Ampel links in die Evinger Straße abbiegen. Im Kreisverkehr rechts und der Straße etwa 2,5 Kilometer folgen. An der großen Ampelkreuzung in die Königsheide rechts abbiegen - bei Verpassen des Abzweigs einfach die nächste rechts und um den Block auf die Straße fahren. Kurz vor dem Ortsausgang Brambauers rechts in die Straße Auf dem Kelm abbiegen. Am absehbaren Ende der Straße vor dem Garagenhof am Rand parken und zu Fuß geradeaus in den Waldweg laufen. Nach wenigen Metern ist die Halde erreicht.

Anreise mit Bus und Bahn: Von Lünen Hbf. / ZOB mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt (Werktags) Richtung Brambauer Emil-Stade-Platz bis zur Haltestelle Auf dem Kelm. Von dort zu Fuß der Straße Auf dem Kelm nach Süden folgen bis zum Garagenhof, darüber hinaus in den Waldweg bis direkt zur Halde auf der rechten Seite. Der Fußweg beträgt etwa einen Kilometer.

Alternativ von Dortmund Hbf. / Stadtmitte mit der U41 bis Brambauer Verkehrshof. Von dort mit dem Bus der Linie C1 im 20-Minuten-Takt Richtung Lünen Hbf. / ZOB ebenfalls bis zur Haltestelle Auf dem Kelm und weiter wie beschrieben.

 

Quellen und weitere Informationen:

Informationen zum Freischnitt und zur ehemaligen Holzhütte sind nach Absprache der Internetseite von André Walter (vierter Weblink unten) übernommen. Online-Lexika wurden für diesen Artikel nicht genutzt.

Private Seite über die Zeche von Wolfgang Schubert: www.minister-achenbach.de
Lüntec Technologiezentrum in Lünen: www.luentec.de
Route Industriekultur (Colani-Ufo): www.route-industriekultur.de
Lehmgrube Tockhausen: www.andre-walter.de
   
Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

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Halden Ausflugsziele


Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 01 / 2016
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr