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Unterwegs in Blankenstein bei Hattingen

Idyllischer Ortskern mit mittelalterlicher Burgruine • Gethmannscher Garten

Hoch über der Ruhr steht die Burg Blankenstein am Rande des gleichnamigen Hattinger Vororts und bietet ihrerseits einen weiten Blick auf das Flusstal über den nahen Kemnader See hinaus bis Dortmund und Witten. Die mittelalterliche Höhenburg entstand im 13. Jahrhundert auf dem unbewachsenen „blanken Stein“ durch die Grafen von der Mark unweit der Ruhrüberquerung historischer Handelswege und diente neben der Verteidigung auch deren Kontrolle und Überwachung. Nach dem ersten Ausbau wurde die Burg im 15. Jahrhundert fertiggestellt. In der Folgezeigt verlor die Anlage allerdings an Bedeutung und begann zu verfallen – Rund 200 Jahre nach ihrem Ausbau sollte ihr sogar der Abriss drohen. Zum Teil profitierten das Haus Kemnade und einzelne Häuser in der Umgebung von Baumaterial aus der Burg Blankenstein. Im Jahre 1860 wurde in der nun zur Ruine verkommenen Anlage eine Fabrik für Garn und Fabrikationsgebäude errichtet. 1922 wurde die Burg von der Stadt Bochum erworben. In den 1970er Jahren erfolgte eine Sanierung. Heute beherbergt die Burg ein Burgrestaurant.

Besonders charakteristisch ist der rechteckige mittelalterliche Torturm. Es schließt sich der Hof mit der begrenzenden Ringmauer an. Bereits von den Resten der zum Teil begehbaren Mauer bietet sich ein guter Ausblick auf das Ruhrtal unterhalb von Blankenstein. Besonders lohnenswert ist jedoch der Aufstieg auf den Torturm. Von seiner Spitze aus lässt sich der romantische Ort gut überblicken bis zu den Anhöhen des Gethmannschen Gartens. Auf der anderen Seite sind das Haus Kemnade, der Kemnader See und die Stiepeler Dorfkirche zu sehen. Sogar Teile von Dortmund und das Rathaus von Witten sind am Horizont erkennbar.

Burg Blankenstein Hattingen

Brücke zur Burg Blankenstein

Hattingen-Blankenstein

Erster Ausblick auf den Fachwerkort

Burg Blankenstein

Begehbare Ringmauer

Burg Blankenstein

Hinter der Mauer geht´s abwärts ins Ruhrtal

Burg Blankenstein

Aussicht vom Turm Richtung Kemnader See

Burg Blankenstein

Guter Blick über Blankenstein und das nahe Bergische Land

Hattingen-Blankenstein

Marktplatz und St. Johannes Baptist

Burg Blankenstein

Ruhrtal zwischen Burg Blankenstein und Stiepel

Der Zugang zur Burg befindet sich hinter der kleinen Kirche östlich des Marktplatzes. Mehr zur Anreise nach Blankenstein steht ganz unten.

 

Gethmannscher Garten

Auf der anderen Seite des historischen Ortskerns von Blankenstein liegt der Gethmannsche Garten, auch Gethmanns Garten genannt, auf einer bewaldeten Hügelkuppe. Der Landschaftspark entstand am Anfang des 19. Jahrhunderts durch Carl-Friedrich Gethmann (1777-1865) und wurde auf bis dahin ungenutztem Gelände angelegt. Dazu fanden Geländemodellierungen und Terrassierungen statt. Wesentliche Bestandteile haben ihren Ursprung in den 1830er Jahren, insbesondere die Sicht- und Wegeachsen mit den Aussichtspunkten Friedrichsberg und Wilhelmshöhe, die durch die Obstbaumallee miteinander verbunden sind, allerdings zum Teil heute mangels langjähriger Pflege und Wachstum der Bäume hoffnungslos zugewachsen erscheinen und ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr gerecht werden. Der Friedrichsberg wird über eine alte Bogenbrücke oder den Schneckengang erreicht. Letzteres ist ein schneckenförmig um den Hügel hinaufwindender Pfad.

Glanzpunkt des Parks ist damals wie heute das etwas versteckt gelegene Belvedere am Ruhrhang, auch Hippentempel genannt, eine hochgelegene Aussichtskanzel mit exzellenter Weitsicht über das Ruhrtal, die damit ihrem Namen alle Ehre macht. Das Bauwerk ist noch weitgehend original erhalten.

Neben der guten Aussicht auf das Ruhrtal bietet der Park alten Baumbestand und ist damit auch für Botaniker interessant. Für alle anderen ist es mindestens ein schöner Spaziergang unter schattigem Blätterlaub, den man hier im heißen Sommer durchführen kann.

Gethmannscher Garten in Hattingen-Blankenstein

Im Gethmannschen Garten auf der Hügelkuppe in Blankenstein

Gethmannscher Garten in Hattingen-Blankenstein

Brücke über den Schneckengang zur Friedrichshöhe

Belvedere im Gethmannschen Garten in Hattingen-Blankenstein

Belvedere: Gute Aussicht über das Ruhrtal

Ausblick auf das Ruhrtal vom Belvedere in Blankenstein

Blick auf die Ruhr flussaufwärts Richtung Witten

Gethmannscher Garten in Hattingen-Blankenstein

Bäume in der Frühlingsblüte

Gethmannscher Garten in Hattingen-Blankenstein

Freigeschnittener Blick an einem Rastplatz

Von der Ortsmitte bzw. dem Marktplatz aus ist der Garten u.a. vom Stadtmuseum aus über die nach Norden führenden Gassen und Straßen (z.B. Zu den Sieben Hämmern, Am Stadtmuseum) zu erreichen.

 

Informationen zum Besuch von Hattingen-Blankenstein:

Fazit und Tipp des Webmasters: Ein Besuch im schönen Ort Blankenstein ist sehr lohnenswert. Von hier aus lassen sich Touren zu sehr vielen industriell geprägten Zielen durchführen. In Hattingen selbst (mit ebenfalls wunderschöner Altstadt) befindet sich das LWL-Industriemuseum Henrichshütte. Bereits schon von der Burg zu sehen ist der Kemnader See. Mit dem Fahrrad auf dem besonders schönen Teilstück des RuhrtalRadwegs oder mit der Museumseisenbahn lassen sich entlang der Ruhr beispielsweise das Eisenbahnmuseum Bochum und das äußerst interessante Muttental mit der Zeche Nachtigall besuchen. Nicht weit von hier befindet sich mit dem Wetterkamin Buchholz ein kleines, aber sehr ungewöhnliches Bergbau-Relikt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Die Burg ist während der Öffnungszeiten des Restaurants zugänglich, ebenso der Torturm. Der Zugang ist jedoch in den Wintermonaten wegen Unfallgefahr möglicherweise gesperrt. Der Eintritt ist jeweils frei! Der Gehtmannsche Garten ist immer frei zugänglich.

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 21 Witten-Herbede. Aus Richtung Wuppertal zunächst einmal links abbiegen. Aus beiden Richtungen dann rechts in die Wittener Straße Richtung Hattingen. Die Autobahn unterqueren und an der großen Ampel (Tankstelle) geradeaus weiter auf kurviger Strecke bis Blankenstein. Etwa 1,6 km nach der großen Kreuzung befindet sich etwas versteckt rechts die Zufahrt zu einem Parkplatz (Im Tünken) unterhalb der Burgruine. Weitere, ausgeschilderte Parkplätze mit etwas längerem Fußweg zum Marktplatz befinden sich im Straßenverlauf weitere Parkplätze mit größerer Kapazität auf der linken Seite.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Im Tünken bzw. Im Vogelsang in 45527 Hattingen

Geographische Koordinaten:
51°24'23.72"N, 7°13'46.53"E – Zugang Burg Blankenstein
51°24'35.64"N, 7°13'32.76"E – Belvedere
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
376864 m, 5696527 m – Zugang Burg Blankenstein

376607 m, 5696902 m – Belvedere

Anreise mit Bus und Bahn: Außer mit der Museumsbahn (s. unten) ist Blankenstein von Hattingen oder Bochum nur mit dem Bus zu erreichen. Also zunächst mit der S3 (z.B. von Essen) bis zur Endstation Hattingen Mitte S oder mit dem Nah- und Fernverkehr bis Bochum Hbf. Jeweils umsteigen in den zwischen diesen Endpunkten pendelnden Bus der Linie CE31 bis zu den Haltestellen Im Tünken, Burg Blankenstein oder Museum / Klinik. Von Bochum aus beträgt die Fahrtzeit etwa 25 Minuten, von Hattingen ca. 15 Minuten.

Anreise mit der Museumsbahn: Freitags und sonntags fährt im Sommerhalbjahr die Linie R der Ruhrtalbahn zwischen Hagen Hbf. und Eisenbahnmuseum Bochum und hält dreimal am Tag in jeder Richtung auch an der Burg Blankenstein. Mithilfe dieser Museumsbahn lassen sich sehr gut andere sehenswerte Ziele im Ruhrtal besuchen, wie das Eisenbahnmuseum, die Innenstadt Hattingens, die Zeche Nachtigall und das Muttental oder Haus Kemnade.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und als Wanderer: Der Radfernweg RuhrtalRadweg Winterberg-Duisburg verläuft nördlich von Blankenstein am anderen Ruhrufer vorbei. Für einen Abstecher muss am Wehr des Kemnader Sees die Brücke über die Ruhr genutzt und am Haus Kemnade rechts abgebogen werden auf die Wittener Straße. Sie führt bergan und ist recht stark befahren. Der WestfalenWanderWeg von Hattingen nach Altenbeken erreicht bei Kilometer 7 den Ortsteil Blankenstein. Auf dem A2-Wanderweg gelangt man in den Ort selbst.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist Hattingen-Blankenstein eingezeichnet.

In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt es im Planquadrat E7, im Wander-Leporello WestfalenWanderWeg im für Wanderungen idealen Maßstab 1:35.000 auf der Seite 1. Im Leporello RuhrtalRadweg im Maßstab 1:50.000 ist der Ortsteil auf Seite 13 abgebildet.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

Rad- und Wanderkarte Dortmund und Umgebung   Westfalen WanderWeg  

Quellen und weitere Informationen:

Stadt Bochum über Blankenstein: www.bochum.de

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de