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Der Radweg „Grüne Acht“ in Castrop-Rauxel

Über fast das gesamte Stadtgebiet von Castrop-Rauxel verläuft die Grüne Acht, auf der Radfahrer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, überraschend vielfältige Landschaften und Industriemuseen erleben können. Das sanft-bergige Castroper Hügelland und die flache Mengeder Heide stehen sich auf der Tour gegenüber, ebenso die quirlige Stadtmitte dem ruhigen Wald. Wir passieren ein altes Wasserschloss und mehrere ehemalige Zechen, von denen an einigen Orten noch Überreste z.B. in Form von markanten Fördergerüsten stehen. Wir kommen vorbei an Kanälen, geschwungenen Bächen und kleinen Seen. Auf bis zu 44 Kilometern Länge bietet sich somit eine enorme Vielfalt und Abwechslung. Die Route hat die Form zweier ineinander verschlungener Achten und kann so bequem in beliebige Teile z.B. für mehrere Tagesetappen zerlegt werden.

In der folgenden Übersichtskarte ist die Grüne Acht in Castrop-Rauxel dargestellt. Die Markierungen A, B, C und D an den Kreuzungspunkten sind die Begrenzungen der Kilometrierung der einzelnen Teilabschnitte. Die mit Nummernpunkten gekennzeichneten Orte ( POI: Ort von Interesse am Wegesrand , POI: Ort von Interesse am Wegesrand usw.) werden im Text näher beschrieben. Die markierten Parkplätze bieten sich jeweils als Ausgangspunkt an, für die im Text eine Anfahrtsbeschreibung zu finden ist. Gekennzeichnet sind auch einige Bahnhöfe (Bf), Zechen und Halden.

Übersichtskarte Grüne Acht Castrop-Rauxel

Beschilderung, Oberflächenbeschaffenheit und Anreise:
Der größte Teil der Strecke verläuft auf vom Straßenverkehr unabhängigen Radwegen. Hin und wieder werden Straßen in Wohngebieten genutzt, selten Hauptverkehrsstraßen. Dort ist der Weg natürlich geteert, die Radwege haben meist eine sogenannte wassergebundene Oberfläche. Zwischen Deininghausen und Halde Schwerin wird Wald auf Pfaden durchquert, die nach Regenwetter schlammig sein können. Hin und wieder müssen befahrene Straßen überquert werden.

Man kann überall in die Tour einsteigen und die Fahrt in allen Richtungen beginnen. An verschiedenen Stellen gibt es mehr oder weniger große (Wander-) Parkplätze und mit den Autobahnen A42 und A45 gleich mehrere Anschlussstellen aus dem gesamten Ruhrgebiet. Sie werden im Beitrag mit einer Anfahrtsbeschreibung versehen. Mit dem Hauptbahnhof im Norden und den Bahnhöfen Castrop-Rauxel-Süd und Merklinde, sowie zusätzlich Dortmund-Mengede und Herne-Börnig hat man ebenfalls mehrere Bahnlinien zwischen Dortmund und Herne, Oberhausen und Recklinghausen zur Auswahl, die allesamt Fahrräder transportieren können. Nur der Norden hat derzeit keinen Anschluss an den Schienen-Personenverkehr.

Grundsätzlich ist die Grüne Acht gut ausgeschildert mit einem speziellen Symbol (Fahrrad mit Rädern in der Form einer liegenden Acht). An einigen Stellen fehlten mir jedoch klare Beschilderungen, sodass ich ganz glücklich über eine mitgeführte Karte war. Eine gedruckte Karte oder GPS-Tracks von der Stadt Castrop-Rauxel empfehle ich daher ausdrücklich, auch schon zur Vorbereitung der Tour.

Mehrere andere Themenradwege stoßen auf die Grüne Acht. Von Dortmund folgt der Emscherweg dem Fluss in Richtung Recklinghausen. Von Henrichenburg aus verläuft ein Stück der Parkway EmscherRuhr parallel, der bei Obercastrop in südlicher Richtung zum Kemnader See führt. Der Schleusenpark mit dem Schiffshebewerk in Oberwiese wird von der Radroute am Dortmund-Ems-Kanal erschlossen. Vor allem für Wanderer, aber auch als Radfahrer interessant sind die beiden Halden-Hügel-Hopping-Touren, die immer wieder unsere Route berühren, allerdings nur virtuell, nicht aber in der Realität markiert sind.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen.

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Geographische Koordinaten:
51°34'23.90"N, 7°18'17.28"E – Hauptbahnhof
51°33'01.11"N, 7°18'36.56"E – Bahnhof Castrop-Rauxel Süd
51°31'40.57"N, 7°19'27.65"E – Bahnhof Merklinde

51°31'34.66"N, 7°19'34.50"E – Alte Eisenbahnbrücke
51°31'39.70"N, 7°18'37.91"E – NSG Wagenbruchquellen
51°32'03.37"N, 7°17'43.11"E – NSG Langeloh
51°32'47.63"N, 7°18'17.22"E – Erinpark
51°34'10.14"N, 7°16'45.60"E – Schloss Bladenhorst
51°33'54.13"N, 7°18'41.99"E – Europa-Forum
51°33'52.86"N, 7°19'39.29"E – Wildgehege Grutholz
51°34'39.10"N, 7°20'40.06"E – Brunosee (Aussichtspunkt)
51°35'07.35"N, 7°21'21.84"E – Hof Emschertal
51°35'58.61"N, 7°18'11.80"E – Henrichenburg
51°35'47.27"N, 7°17'55.57"E – Emscherdurchlass
51°37'00.17"N, 7°19'31.83"E – Schiffshebewerk
51°37'04.98"N, 7°19'49.33"E – Schleuse
51°32'45.56"N, 7°20'14.37"E – Halde Schwerin
51°32'29.00"N, 7°20'09.79"E – Schweriner Ring
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
382524 m, 5714943 m – Hauptbahnhof

382836 m, 5712377 m – Bahnhof Castrop-Rauxel Süd
383763 m, 5709866 m – Bahnhof Merklinde

383891 m, 5709681 m – Alte Eisenbahnbrücke
382804 m, 5709862 m – NSG Wagenbruchquellen
381765 m, 5710617 m – NSG Langeloh
382454 m, 5711969 m – Erinpark
380749 m, 5714559 m – Schloss Bladenhorst
382978 m, 5714012 m – Europa-Forum
385283 m, 5713948 m – Wildgehege Grutholz
406045 m, 5715349 m – Brunosee (Aussichtspunkt)
386106 m, 5716204 m – Hof Emschertal
382486 m, 5717871 m – Henrichenburg
382166 m, 5717527 m – Emscherdurchlass
384069 m, 5719737 m – Schiffshebewerk
384410 m, 5719878 m – Schleuse
384709 m, 5711853 m – Halde Schwerin
384609 m, 5711344 m – Schweriner Ring

Externer Link Externer Link

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

 

Los geht´s auf der Grünen Acht:

Durch die gegebene Form der Doppelacht unterscheidet sich die Tourenbeschreibung von den übrigen auf diesen Internetseiten. Es gibt keinen spezifischen Ausgangspunkt und es ist nicht möglich, die komplette Doppelacht ohne mindestens einen Streckenabschnitt zweimal zu befahren.
Ich folge in diesem Beitrag dem Außenring von Süden im Uhrzeigersinn und ergänze die Querverbindungen anschließend.

Von Merklinde über den Erin-Park zum Abzweig Bladenhorst (A)

Ich beginne meine Tour im Süden am Bahnhof Merklinde. Was heute ein relativ langweiliger Haltepunkt ist, war früher ein großer Bahnhof mit mehreren abzweigenden Bahnstrecken. Das waren meist Güterbahnen zu den Zechen Schwerin und Lothringen. Wir werden später noch mit diesen Strecken zu tun haben. Der größte Teil des Bahnhofs lag auf dem Gebiet der Stadt Dortmund, wo sich heute wiederum der Halt Dortmund-Bövinghausen befindet. Eine alte Eisenbahnbrücke ist letzter Rest des sogenannten Gleisdreiecks Merklinde. Ein Gleisdreieck besteht aus drei Bahnstrecken, die mit Weichen eine Verbindung zu allen Richtungen haben. Der Innenraum des Dreiecks wurde längere Zeit für kleine Gärten genutzt, ist heute jedoch eine bewaldete Fläche. In der historischen Abbildung ist das alte Gleisdreieck zu erkennen. Die Grüne Acht der heutigen Zeit ist eingezeichnet. Mit Klick auf die Abbildung verändert sich die Hintergrundkarte und wird gegen ein aktuelles Luftbild getauscht.

Historische Ansichten vom MüGa-Park

 

Bahnhof Merklinde

 

Bahnhof Merklinde

Alte Eisenbahnbrücke südlich vom Haltepunkt Merklinde

Bahntrassenweg

Pfad entlang der alten Bahnstrecke zur Zeche Lothringen

Von hier aus kommt man rasch zum sehenswerten LWL-Industriemuseum Zeche Zollern II / IV in Bövinghausen (Bockenfelder Straße bis zum Ende, leicht links auf die L750, rechts in den Rhader Weg; ca. 1,3 km einfache Strecke). Allerdings kann man dann eine längere weitere Radtour vergessen, weil der Besucher da gut und gerne einige Zeit verbringen kann.

Anreise zum Bahnhof Castrop-Rauxel Merklinde / Friedhof:

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 40 Dortmund-Lütgendortmund. Aus Richtung Essen erst links und dann nochmal links auf die Provinzialstraße, aus Richtung Dortmund sofort links auf die Provinzialstraße. Nach ca. 3,5 km rechts in die Straße Hellweg. Am Friedhof befindet sich ein kleiner Parkplatz, sonst in den umgebenden Wohngebieten am Straßenrand.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Hellweg, Kreuzung Bockenfelder Straße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. oder Herne mit der RB 43 bis Castrop-Rauxel-Merklinde

Wir fahren auf dem Hellweg bis zur Ampelkreuzung Wittener Straße, dort links und bald rechts in die Lothringer Straße. Diese folgt einer der alten Bahntrassen, die aus dem erwähnten Gleisdreieck vom Bahnhof Merklinde herauswuchs und zur Zeche Lothringen führte. Am Ende der kurzen Straße geht die Tour auf einem Pfad durch Buschland weiter, rechts von uns sind Reste des Bahndamms zu sehen. Teilweise liegen hier sogar noch Schienen. An der Bövinghauser Straße, wo zum Zeitpunkt der Befahrung sogar noch die Schienen des alten Bahnübergangs in der Straße lagen, biegen wir rechts ab und sofort wieder links auf die Gerther Straße. Auf der anderen Seite ist ein straßenbegleitender Radweg. Hinter dem Haus Nr. 90 geht es rechts ab auf den Weg – sonst würden wir Castrop-Rauxel nach Bochum verlassen.

Wir verlassen die Siedlung und sehen vor uns eine hügelige Ackerlandschaft, die in ländlichen Regionen sein kann, im Sauerland, irgendwo in Niedersachsen oder in Bayern, niemals aber im Ruhrgebiet. Wir sind hier so zentral im Revier und erblicken nur Feld und Wald vor uns. Am Waldrand erreichen wir das POI: Ort von Interesse am Wegesrand Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen. Etwa 21 Hektar ist das langgestreckte Naturschutzgebiet groß.

Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen in Castrop-Rauxel

Anfahrt auf das NSG Wagenbruchquellen. Erinnerung: Wir befinden uns mitten im Ruhrgebiet – auch, wenn es nicht so aussieht

Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen in Castrop-Rauxel

Bach im Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen in Castrop-Rauxel

Namensgebendes Quellgebiet

Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen in Castrop-Rauxel

Hinter dem Naturschutzgebiet Wagenbruchquellen: Der Weg führt weiter durch landwirtschaftlich geprägte Gegend

Biegen wir sofort links ab und folgen dem Weg ins Tal, so gelangen wir zu den zahlreichen namensgebenden Quellen, die sich hier in einem kleinen Seitenarm des Tals aneinanderreihen. Mit Respekt auf das Schutzgebiet nähern wir uns jedoch nicht weiter an und folgen dem Pfad entlang des Bachtals, bis wir wieder auf dem Hauptweg ankommen.

Anreise zum NSG Wagenbruch:

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 40 Dortmund-Lütgendortmund. Aus Richtung Essen erst links und dann nochmal links auf die Provinzialstraße, aus Richtung Dortmund sofort links auf die Provinzialstraße. Nach ca. 3,5 links in die Gerther Straße. Nach ca. 600 m am Straßenrand oder in den letzten Straßen der Wohnsiedlung parken. Hinter Haus Nr. 90 rechts in den Weg und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Naturschutzgebiet.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Gerther Straße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf. oder Herne mit der RB 43 bis Castrop-Rauxel-Merklinde. Zu Fuß bergauf der Straße Hellweg bis zur Ampelkreuzung, geradeaus ca. 600 m weiter und rechts hinter Haus Nr. 90 in den Weg zum Naturschutzgebiet, das hinter dem Feld vor uns liegt.

Wir verlassen das Waldstück. Rechts bergauf würde man zur alten Tongrube der Firma Leßmöllmann kommen, die ebenfalls heute ein Naturschutzgebiet ist. Nach einem Bergauf und Bergab stoßen wir auf den Parkway EmscherRuhr, der von hier aus in Südrichtung zum Kemnader See führt. Wir begleiten ihn, queren die Bochumer Straße und kommen ins POI: Ort von Interesse am Wegesrand Naturschutzgebiet Langeloh.

Radtour auf dem Parkway Emscher Ruhr

Einfahrt ins NSG Langeloh (Blick zurück)

Radtour auf dem Parkway Emscher Ruhr

Am Wegesrand liegt eine Obstbaumwiese

Radtour auf dem Parkway Emscher Ruhr

Weiter Blick ins nördliche Ruhrgebiet von der Distelkampstraße aus. Unten ist der Weg zu verfolgen, auf dem wir hergekommen sind.

Steil Bergab geht es für uns zum Roßbach, den wir in einige Entfernung begleiten. Am Ende tauchen wir aus dem Naturschutzgebiet auf und haben an der Distelkampstraße schöne Aussichten Richtung Norden.

Anreise zum Parkplatz am NSG Langeloh:

Anreise mit dem Auto: Auf der A43 bis zur Ausfahrt 17 Bochum-Gerthe. Aus Richtung A40 rechts, aus Richtung Herne links abbiegen auf den Castroper Hellweg. Nach 4 Kilometern hinter dem Ortsausgang Bochum und Eingang in Castrop-Rauxel am Haus Daun links in den Parkplatz am NSG Langeloh fahren.

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Kurz vor der Kreuzstraße biegen wir zweimal links ab und lassen auf dem Weg bergab rollen. Wir verlassen den Parkway EmscherRuhr kurz und halten uns rechts, bis wir an die Karlstraße kommen. Gegenüber befindet sich ein Zugang zum Erin-Park, einer grünen Parkanlage, die sich auf dem Gelände der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Zeche Erin befindet. Zwar ist es an dieser Stelle größtenteils ein Gewerbegebiet. Halten wir uns dann aber rechts, kommen wir zum Kernbereich mit einer hügeligen Parklandschaft, einem Teich, dem großen Fördergerüst und einigen anderen Überresten der Zeche. Vielleicht bietet sich der Erinpark ja für eine kurze Verschnaufpause an.

Erinpark

Zeche Erin Schacht 7: Heute Eingangstor zum Erin-Park

Fundamente im Erinpark

Fundamente sind Zeugen der vergangenen Industrie-Ära

Zeche Erin in Castrop-Rauxel

Durch den Erinpark verläuft außerdem die Halden-Hügel-Hopping-Tour „CM“, die vor allem Ziele in der Innenstadt erschließt und virtuell erläutert. Wie die andere Tour CK endet sie am Haus Goldschmieding, nicht weit von der Ortsmitte von Castrop entfernt.

Anreise zu Parkplätzen am Erinpark:

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 26 Castrop-Rauxel. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Oberhausen rechts abbiegen auf die B235 Richtung Castrop-Rauxel. An der zweiten Ampel zunächst rechts einordnen und dann links auf die L657. Hinter der langgestreckten Brücke u.a. über die Bahn an der Ampel rechts in die Erinstraße. Dort parken. Man kann die Straße etwas weiter in den Park fahren. Hier befinden sich weitere Parkplätze.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Erinstraße in Castrop-Rauxel (wenn vorhanden: Ziel Erinpark)

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Herne oder Dorsten mit der RB 43 bis Castrop-Rauxel Süd. Von dort zu Fuß auf der Münsterstraße Richtung Stadtmitte, immer geradeaus weiter bis zum Erinpark.

Hinweis: Zur Grünen Acht ganz im Westen entweder auf die Karlstraße oder den Westring und im Kreisverkehr links auf die Herner Straße.

Die Grüne Acht folgt vor dem Parkeingang der Karlstraße und stößt bald wieder auf den Parkway EmscherRuhr. Gemeinsam umrunden wir einen Bauernhof, kreuzen die Herner Straße und nähern uns der ehemaligen Zeche Teutoburgia in Herne samt alter Arbeitersiedlung an. Ein kleiner Abstecher ins Stadtgebiet von Herne ist möglich und lohnt, da die Häuser der Siedlung sehr schön anzusehen sind. Die Zeche selbst ist zum „Kunstwald“ geworden. Das Fördergerüst ist ebenso wie im Erinpark als Denkmal erhalten.

Siedlung Teutoburgia in Herne

In der Siedlung Teutoburgia in Herne

Siedlung Teutoburgia in Herne

 

Kunstwald Teutoburgia

Kunstwald auf dem alten Zechengelände Teutoburgia

Kunstwald Teutoburgia

Kunstwald mit Efeu-Mensch

Schloss Bladenhorst

Torhaus von Schloss Bodelschwingh in Castrop-Rauxel

Schloss Bladenhorst

In der Gräfte spiegelt sich ein runder Turm

Wir queren Eisenbahn und Autobahn und erreichen einen Kreuzungspunkt (Punkt A) der Grünen Acht. Von hier aus können wir über das Forum Europaplatz bis nach Deininghausen fahren (Punkt D). Auch der Hauptbahnhof der Stadt wird von hier aus gut erreicht.

Von Bladenhorst (A) nach Henrichenburg (B)

Für uns geht es weiter nach Norden. Wir erreichen das POI: Ort von Interesse am Wegesrand Schloss Bladenhorst. Es ist eines von zahlreichen Schlössern im Emschertal, das sich damit als Emscherschloss bezeichnen kann. Das Wasserschloss ist jedoch nicht zu besichtigen und Privatgrund. Wir können von der Straße die Gräfte mit einem runden Turm aus Ziegelsteinen sehen und blicken schließlich ein bisschen traurig über den Zaun zum Torturm, der das Hauptgebäude verdeckt. Mehr Besichtigung ist nur zu besonderen Anlässen (z.B. Denkmaltag) möglich. Wer interessiert ist, sollte in der Presse die Augen dazu offenhalten. Der Parkplatz am Schloss kann jedoch sehr gut als Ausgangspunkt der Tour genutzt werden.

Anreise zum Parkplatz am Schloss Bladenhorst:

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 25 Castrop-Rauxel –Bladenhorst. Aus Richtung A45 rechts, aus Richtung Herne links abbiegen auf den Westring. Nach dem Bahnübergang rechts auf den Parkplatz fahren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Westring, Nähe Kreuzung Victorstraße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Hinter der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal rechts erreichen wir den Knotenpunkt 36 des Radreviers Ruhr. Wir befinden uns hier jetzt auf der sogenannten Emscherinsel zwischen Emscher und Kanal. Hier folgen wir dem Gewässer in östlicher Richtung ein Stück bis zum POI: Ort von Interesse am Wegesrand Emscherdurchlass bei Henrichenburg. Hier fließt die Emscher unter dem Kanal hindurch. An dieser Stelle hat der Kanal von seinem ursprünglichen Verlauf nach seinem Bau Anfang des 20. Jahrhunderts inzwischen eine leichte Umleitung erhalten. Aus der sogenannten Alten Fahrt wurde ein abgetrennter langgezogener Teich und das Land zwischen Neuer und Alter Fahrt zur Insel – die Wartburginsel. Hier stoßen wir auch auf den Emscherweg, der von hier aus Richtung Recklinghausen führt und den wir zusammen mit dem Parkway EmscherRuhr nun begleiten Hinter der Insel nutzen wir die Brücke der Wartburgstraße und queren den Kanal. Hier befindet sich die ehemalige POI: Ort von Interesse am Wegesrand Henrichenburg, die dem Ortsteil seinen Namen gegeben hat. Statt Mauern und Steine findet man hier Hecken und Bäume, die die Grundrisse der alten Burg nachzeichnen und frühere Türme und Schornsteine markieren.

Emscher-Durchlass in Castrop-Rauxel

Emscher-Düker bzw. Durchlass unter dem Rhein-Herne-Kanal

Wartburginsel in Castrop-Rauxel

Südliches Ende der Alten Fahrt, rechts die Wartburginsel

Henrichenburg (Ruine) in Castrop-Rauxel

Büsche und Bäume markieren Mauern und Türme: Henrichenburg

Henrichenburg (Ruine) in Castrop-Rauxel

Wie ein Labyrinth aus englischen Gärten: Mauer-Hecken

Henrichenburg (Ruine) in Castrop-Rauxel

Übersicht über den "Irrgarten" Henrichenburg von der Kanalbrücke aus

Anreise zur Henrichenburg (Parkplätze im Wohngebiet):

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 11 Henrichenburg. Links abbiegen auf die B235 Hebewerkstraße. Nach ca. 500 Metern rechts abbiegen auf die Freiheitstraße. Nach weiteren 500 Metern rechts abbiegen in die Straße Am Friedhof und sofort links in die In der Stühe. Dort ist ein Zugang zur Henrichenburg mit Anschluss an die Grüne Acht.

Zieleingabe ins Navigationssystem: In der Stühe in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Auch hier an der Burg ist ein Knotenpunkt der Grünen Acht. Die nach Osten abzweigende Querverbindung kann als Abkürzung auf dem Emscherweg entlang der Emscher genutzt werden. Nahe dem Hof Emschertal stößt er dann nach 3,7 km wieder auf unsere Tour. Dadurch würden etwa 6 Kilometer gespart.

Die "Nordrunde" Von Henrichenburg (B) über den Schleusenpark nach Ickern (C)

Entscheiden wir uns für eine Fortsetzung der Tour parallel zum Parkway EmscherRuhr Richtung Waltrop, so folgen wir der etwa 9 km langen Nordrunde der Grünen Acht in Richtung Knotenpunkt 32 des Radreviers Ruhr. Die Nordrunde besteht aus Streckenabschnitten, die sehr zügig bewältigt werden können, da sie auf gut ausgebauten Wegen schnurgerade am Kanal entlang verlaufen. So kommen wir schnell zum sogenannten POI: Ort von Interesse am Wegesrand Schleusenpark Waltrop mit dem LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg. Das Hebewerk ist mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals entstanden und ein besonderes technisches Denkmal. Schiffe sind hier wie ein Aufzug auf den verschiedenen Höhenstufen des Kanals auf- oder abwärts bewegt worden. Das Denkmal ist sehr sehenswert, hat eine kleine Ausstellung und ein Freigelände mit Binnenschiffen und einem Spielplatz.

Schiffshebewerk Henrichenburg

Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Hebewerk Henrichenburg

Auf dem Alten Hebewerk

Alte Schleuse im Schleusenpark Waltrop

Alte Schachtschleuse im Schleusenpark Waltrop von der Südostseite gesehen: Fußgängerweg durch die Schleuse

Alte Schachtschleuse im Schleusenpark Waltrop

Alte Schachtschleuse mit ihren Sparbecken

Radroute am Dortmund-Ems-Kanal

Brücke über das Oberwasser

Schiffshebewerk in Waltrop

Blick auf das Museumsgelände mit dem Alten Schiffshebewerk ganz hinten

Radroute am Dortmund-Ems-Kanal

Schleusenpark Waltrop: Ende der Stichstrecke von Dortmund

Radroute am Dortmund-Ems-Kanal

Alte Schachtschleuse

Hinter der Unterquerung des alten Hebewerks umrunden wir die Insel im Dortmund-Ems-Kanal. Die Provinzialstraße markiert die Stadtgrenze zwischen Waltrop und Datteln, wobei die eine Seite zur einen und die andere Seite zur anderen Stadt gehört. So sind wir kurz in der Stadt Datteln und fahren nach der Umrundung durch das Becken und den Turm der Alten Schachtschleuse.

Es ist ein wenig kompliziert die Situation zu verstehen. Am Anfang war 1899 das Alte Schiffshebewerk, das 1914 mit der Alten Schachtschleuse ergänzt wurde (die, die wir eben durchfahren haben). Beide sind heute stillgelegt und das Hebewerk ein Museum. Ganz im Norden gibt es seit 1962 das Neue Hebewerk, das jedoch ebenfalls außer Betrieb ist. Einzige Möglichkeit, den Höhenunterschied vom Dortmunder Hafen auf das Niveau des Rhein-Herne-Kanals zu überwinden, ist die Neue Schleuse von 1989, die das vierte sogenannte „Abstiegsbauwerk“ im Schleusenpark Waltrop darstellt.

Anreise zum Parkplatz am Schiffshebewerk Henrichenburg:

Anreise mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 11 Henrichenburg. Aus allen Fahrtrichtungen rechts auf die B235 Richtung Datteln abbiegen. Nach 1,6 km rechts auf die Provinzialstraße und nach weiteren 900 m rechts auf den Parkplatz fahren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Zum Neuen Hebewerk in Waltrop (Achtung mehrere Stadtgrenzen!)

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Wir umrunden das Industriemuseum, queren das Oberwasser mithilfe einer Brücke und folgen vom Knotenpunkt 32 nun der Radroute am Dortmund-Ems-Kanal in Richtung Dortmund. Am Knotenpunkt 31 verlassen wir den Deich am Kanal jedoch wieder und fahren durch die Mengeder Heide Richtung Ickern. Wir erreichen nach einer kurzen Passage durch den Wald das ehemalige Zechengelände Ickern. Eine langgestreckte Halde mit einem eingebauten POI: Ort von Interesse am Wegesrand Amphitheater des AGORA-Kulturzentrums bildet Sicht- und Lärmschutz für die Wohnsiedlung zum heutigen Gewerbegebiet auf dem alten Zechengelände. Man kann hinaufsteigen, auf die Halde, die jedoch keine historisch gewachsene Bergehalde ist. Anschließend erreichen wir wieder den Emscherweg, damit auch einen Knotenpunkt der Grünen Acht und die Abkürzung aus Richtung Henrichenburg.

Amphitheater des Kulturzentrums AGORA in Ickern

Amphitheater des Kulturzentrums AGORA in der Halde Ickern, rechts Kauengebäude und altes Zechentor

Von Ickern (C) über den Brunosee nach Deininghausen (D)

Wir halten uns links und folgen dem Emscherweg einige hundert Meter flussaufwärts Richtung Dortmund. Planmäßig biegt die Grüne Acht bald wieder rechts ab, doch eine kurze Fortsetzung zur neuen Auenlandschaft der Emscher im neuen Rückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede lohnt sich. Ein neues Wehr, das im Hochwasserfalle den Abfluss drosselt und Wasser in den großen neuen Rückhaltebecken speichert, kann als Brücke genutzt werden. Sie führt zum POI: Ort von Interesse am Wegesrand Hof Emschertal, wo man sich in einem Café niederlassen kann. Mit dem „Black Circle Square“ findet man hier sogar ein kleines Exemplar der Emscherkunst vor.

Emscher-Radweg

Wir erreichen die Auenlandschaft am Rückhaltebecken Mengede

Emscher-Radweg

Aue mit verzweigten, wassergefüllten Läufen

Emscher-Radweg

Nebenarm des Rückhaltebeckens. Dahinter Brücke auf dem Damm und Rückstauwehr und rechts der Hof Emschertal

Emscher-Radweg

Terrasse auf dem Hof Emschertal

Emscher-Radweg

Emscherkunst 2016: „Black Circle Square“

Emscher-Radweg

Panoramablick über die Hofanlage mit dem Kiosk und der Sonnenterrasse

Anreise zur Auenlandschaft Rückhaltebecken und Hof Emschertal und zum Brunosee:

Anreise mit dem Auto: Der Hof ist für Besucher nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Der kürzeste Weg ist vom Ende der Heimstraße, rechts auf den Radweg und links über die Brücke zum Hof. Auf der A2 bis zur Ausfahrt 12 Dortmund-Mengede und aus allen Richtungen rechts abbiegen auf die Emscherallee. Rechts auf die Königsheide und an der Ampel rechts dem Verlauf der Waltroper Straße folgen. Kurz vor dem Bahnhof an der Ampel rechts in die Strünkedestraße. Nach dem Ortseingang von Castrop-Rauxel-Henrichenburg die zweite Straße rechts abbiegen (Heimstraße). Hier parken und ganz am Ende zum Radweg laufen. Rechts halten und über die Brücke zum Hof.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Heimstraße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Hinweis: Der Kiosk im Hof Emschertal ist im Sommerhalbjahr Fr, Sa und So geöffnet. Hier befindet sich auch eine Toilette im Haus!

Zurück auf der Grünen Acht folgen wir der Heimstraße und der Damaschkestraße durch die Siedlung bis zur Recklinghauser Straße. Hier biegen wir links und sofort rechts ab. Auf einem breiten Weg kommen wir zügig vorwärts, befinden uns jetzt in der Stadt Dortmund und erreichen im Naturschutzgebiet Beerenbruch den POI: Ort von Interesse am Wegesrand Brunosee. Der See an sich ist recht jung. Noch in den 1950er Jahren befand sich hier Buschland, das sich jedoch durch den Bergbau langsam abgesenkt hat. In der Folge bildete sich hier der heute etwa 7 ha große See mit angrenzenden Sumpfgebieten. Eine Straße führte bis in die 1990er Jahre noch auf einem Damm durch den Ostteil des Sees. Sie wurde jedoch schließlich zurückgebaut, der Damm aufgebrochen und damit eine kleine Insel geschaffen. Der verbliebene Stichweg dieser Straße ist heute als Aussichtspunkt nutzbar. Es ist die einzige Stelle, die näher zum Ufer des Brunosees führt. Übrigens liegt der See zum größten Teil in Dortmund, zu einem kleinen Teil in Castrop-Rauxel.

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Brunosee in Dortmund und Castrop-Rauxel

 

Hinweis zur Anreise zum Brunosee:

Der See ist nicht direkt mit Auto oder Nahverkehr erreichbar bzw. existieren keine Parkmöglichkeiten. Am besten ist die Anreise von der auch für den Hof Emschertal angegebenen Parkmöglichkeit.

Hinter dem See nutzen wir den Bahnübergang, fahren dann rechts und parallel zur Bahnstrecke, am Bahnübergang weiter über den Deininghauser Weg und schließlich links ins Tal des Deininghauser Bachs. Wie die Emscher auch, ist dieser Bach in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kanalisiert und begradigt worden. Erst in den 1990er Jahren begann die Renaturierung, deren derzeitigen Entwicklungsstand wir nun auf der nächsten Passage begutachten können. Mal etwas weiter entfernt, mal näher (aber meist leise gluckernd zu hören) fließt uns der Bach entgegen. Praktisch nichts gibt einen Hinweis, dass dies einmal anders gewesen sein könnte. Munter plätschert der Bach über Steinbarrieren, macht zahlreiche Bögen und wird von einem ausgeprägten Galeriewald gekühlt. An ganz wenigen Stellen kann man durch das Unterholz auf kleinen Pfaden zum Wasser gehen. Erst eine Informationstafel an der Brücke mit alten Ansichten klärt über die Geschichte des Bachs auf.

Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel

Gut ausgebauter Radweg entlang des Bachs (Blick zurück)

Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel

Vor Jahren renaturierter Bach, der einst betoniert war

Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel

Von der Kanalisierung ist heute nichts mehr zu sehen

Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel

Stellenweise schnurgerade Weg durch das Buschland

In der Nähe dieser Brücke liegt der nächste Knotenpunkt der Grünen Acht. Hier endet der Verbindungsweg, der kurz vor Schloss Bladenhorst abgezweigt war und zum Wildgehege, zum Europaplatz und letztlich auch zum Hauptbahnhof führt. Dazu später mehr.

Von Deininghausen (D) über Schwerin nach Merklinde

Am Rande des Wohngebiets entlang und über die Oststraße führt der Radweg langsam bergauf. Links von uns fließt wieder der Deininghauser Bach, den wir bis zu einer Art Quelle begleiten werden. Die Asphaltstraße geht in eine Schotterstrecke am Rande von Feldern über. Diesen Abschnitt kennen wir vom Halden-Hügel-Hopping-Wanderweg „CK“. Dann biegen wir links ab und tauchen über eine Brücke in den Wald ein. Der Weg ist mäßig befestigt, einige Senken werden durch kleine Stege überquert. Kurz vor der Siedlung weist das Schild nach links. Wir können aber noch ein paar Meter weiter geradeaus fahren und erblicken den Wassertempel am Fuße der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Bergehalde der Zeche Graf Schwerin. Mehr oder weniger scheint hier die Quelle für den Bach zu sein. Es geht bergauf. Die Grüne Acht umrundet die Halde auf der Ost- und Südflanke. Am Landschaftsbalkon besteht schon eine Aussicht auf die Felder mit den Windrädern in der Nähe. Doch der Aufstieg auf den Gipfel ist lohnenswert. Er wird von einer Rampe und vier Treppen, die nach den Himmelsrichtungen Norden, Süden, Westen, Osten ausgerichtet sind, erreicht. Ganz oben bietet sich ein schöner Blick in die Umgebung. Außerdem steht hier die große Sonnenuhr der Halde Schwerin.

Halde Schwerin

Wassertempel an der Halde

Halde Schwerin

Aufstieg zum Gipfel mit der Sonnenuhr

Halde Schwerin

Die Sonnenuhr auf dem Gipfel der Halde Schwerin

Halde Schwerin

 

Eine wesentliche Sehenswürdigkeit, die fehlt, ist der Hammerkopfturm der Zeche Erin. Er wird erreicht, wenn wir am Fuß der Halde nicht links, sondern rechts fahren (ca. 1 km einfache Strecke, bereits von der Halde und später von der Straße aus der Entfernung zu sehen).

Anreise zur Halde Schwerin (Parkplatz am Straßenrand):

Anreise mit dem Auto: Dieses Ziel liegt sehr verkehrsgünstig an Autobahnen. Es bieten sich sowohl die Abfahrten Dortmund-Bodelschwingh (im Kreuz Castrop-Rauxel-Ost, A42 / A45) oder Castrop-Rauxel (A42) an.
Von der Ausfahrt Dortmund-Bodelschwingh im Kreuz Castrop-Rauxel-Ost links abbiegen auf die L657 nach Süden. Nach 2,2 Kilometern an der Ampel hinter den Windrädern rechts in die Bodelschwingher Straße abbiegen und der Beschilderung zur Halde folgen. Die Straße wird zur 30-Zone. Hinter der Rechtskurve befindet sich nach etwa 150 Metern der Haldenzugang, der durch ein Schild markiert ist. Am Straßenrand (Beschilderung: Parkplatz Halde Schwerin) ergeben sich genügend Parkmöglichkeiten direkt am Zugang zur Halde.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Bodelschwingher Straße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

Unterhalb der Halde halten wir uns auf der Bodelschwingher Straße links. In der Kurve fahren wir geradeaus, wo sich der Parkplatz vom Sportplatz befindet. Auf der Mengeder Straße biegen wir rechts ab und passieren das alte Zechengelände Graf Schwerin, wo allerdings nicht mehr viel an das Bergwerk erinnert. Dahinter bietet sich die Möglichkeit, einen weiteren künstlichen Hügel, die Landmarke Schwerin, zu befahren. Auch diese besitzt wie die Halde Schwerin in der Nähe ein Kunstobjekt – den POI: Ort von Interesse am Wegesrand Schweriner Ring.

Landmarke Schwerin

Aufgang zur Landmarke Schwerin mit Ortseingangsschild

Landmarke Schwerin

Von der Straße ist schon der große Stahlreif erkennbar

Landmarke Schwerin

An der Ampel fahren wir links auf die Dortmunder Straße und dann rechts in den Weg im Feld. Nach einem kurzen Schlenker wird dieser auch zu einem Bahntrassenradweg. Früher verlief hier die Güterbahn vom Bahnhof Merklinde zur Zeche Schwerin. Wobei das mit dem Bahntrassenradweg nicht ganz korrekt ist, denn meist verläuft der Weg neben der alten Trasse, auf der teilweise noch Schienen liegen, zum Beispiel auf der Brücke über den Neuen Hellweg. Der Abschnitt endet am Gleisdreieck des Bahnhofs Merklinde. Die alte Brücke der Bahn ist noch erhalten. Wir unterqueren sie und erreichen den heutigen Bahn-Haltepunkt nördlich des ehemaligen Bahnhofs und damit unseren Ausgangspunkt dieser Tour, wo die Tourenbeschreibung nahtlos weitergeführt werden kann.

Bahntrassenradweg von Merklinde zur Zeche Schwerin

Auffahrt zum Bahntrassenradweg durch blühende Bäume

Bahntrassenradweg von Merklinde zur Zeche Schwerin

Radweg auf der Bahntrasse von Merklinde zur Zeche Schwerin

Bahntrassenradweg von Merklinde zur Zeche Schwerin

Eine Brücke mit Gleisen über den Neuen Hellweg

Bahntrassenradweg von Merklinde zur Zeche Schwerin

Die bereits bekannte Brücke in Merklinde – Ende des Radwegs

Die Fortsetzung von hier aus ist am Anfang des Beitrags beschrieben.

 

Querverbindungen

Bladenhorst-Deininghausen und Henrichenburg-Ickern

Die nördliche Verbindung zwischen Henrichenburg und Hof Emschertal (in der Karte zwischen den Markierungen B und C) ist mit ca. 4 km Länge relativ kurz und unspektakulär. Die Route ist praktisch deckungsgleich mit dem Emscherweg und folgt dem Fluss unmittelbar.

Die südliche Querverbindung zwischen Bladenhorst und Deininghausen (in der Karte zwischen den Markierungen A und D) ist mit 5,6 Kilometern deutlich länger. Im ersten Drittel führt sie durch das Castroper Holz und teilweise am Rande einer Wohnsiedlung. Dann erreicht sie das Hallenbad und das POI: Ort von Interesse am Wegesrand Forum mit dem Europaplatz, wo sich Stadthalle mit dem Westfälischen Landestheater und einem Restaurant und das Rathaus gegenüberstehen. Beide fallen durch besondere Bauweisen aus Beton nach Architektur aus den 1970er Jahren auf. Der große Platz dazwischen mit den zeitgenössischen Laternen versprüht einen ganz besonderen Charme.

Forum Europaplatz in Castrop-Rauxel

Forum Europaplatz mit der Stadthalle...

Forum Europaplatz in Castrop-Rauxel

... und dem Rathaus auf der anderen Seite.

Forum Europaplatz in Castrop-Rauxel

Ein Traum von Beton und 1960er-Jahre-Architektur.

In der Nähe befand sich früher ein Wetterschacht der Zeche Victor. Über die Bahnhofstraße ist der Hauptbahnhof von Castrop-Rauxel mit schnellen Nahverkehrsverbindungen u.a. nach Dortmund und Gelsenkirchen in nördlicher Richtung knapp einen Kilometer entfernt.

Wir lassen die betonierten Architektenträume der Nachkriegszeit rasch hinter uns und fahren schnell in Richtung Grutholz.

Anreise zum Forum Europaplatz:

Anreise mit dem Auto: Für eine längere Radtour stehen hier keine Parkplätze für längere Zeit zur Verfügung. Soll die Tour auf der Grünen Acht hier losgehen, wird die Anreise mit der Bahn empfohlen!
Auf der A42 bis zur Ausfahrt 26 Castrop-Rauxel. Aus Richtung A45 rechts, aus Richtung Herne links abbiegen auf die Habinghorster Straße. Sofort links abbiegen auf die Straße Europaplatz.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Europaplatz in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Wanne-Eickel Hbf. , Gelsenkirchen, teilweise Essen oder Oberhausen mit dem RE 3, der RB 32 oder der S2 bis Castrop-Rauxel Hbf. Von dort ca. 500 m auf der Bahnhofstraße in südlicher Richtung bis zum Europaplatz.

Die Grüne Acht führt über die Grutholzallee in Richtung des evangelischen Krankenhauses, biegt aber davor rechts ab zum Grutholz. Das Waldgebiet wird von der Grünen Acht durchquert, das kleine POI: Ort von Interesse am Wegesrand Wildgehege hingegen ignoriert. Was schade ist. Ich bevorzuge den ersten Weg hinter der Siedlung rechts, der bald direkt am Zaun des Geheges vorbeiführt. Hier ist der Haupt-Beobachtungspunkt und die Stelle, an der man Futter für die Wildtiere kaufen und direkt verfüttern kann. Auch einen Waldspielplatz passieren wir.

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

 

Wildgehege Grutholz in Castrop-Rauxel Ruhrgebiet

Spielplatz am Wildgehege Grutholz

Mit Umfahrung der Siedlung Deininghausen kehren wir zur Grünen Acht zurück und erreichen gleichzeitig den östlichen Knotenpunkt am Deininghauser Bach.

Anreise zum Wanderparkplatz Deininghausen (am östlichen Knotenpunkt der Grünen Acht):

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 26 Castrop-Rauxel. Aus Richtung Autobahnkreuz mit der A45 links, aus Richtung Oberhausen rechts abbiegen auf die B235. An der nächsten Ampel links abbiegen in die Pallasstraße, die in die Oststraße übergeht und die Autobahn quert. Nach ca. 1,8 km links abbiegen in den Deininghauser Weg und dann links in die Nierholzstraße. Am Knotenpunkt befindet sich ein kleiner Parkplatz.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Nierholzstraße in Castrop-Rauxel

Anreise mit Bus und Bahn: Zu diesem Ausgangspunkt ist die Anreise mit der Bahn nur unter Nutzung von Bussen oder langen Anfahrtswegen möglich.

 

Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Natur & Landschaft, alte Zechen und Industrieanlagen und andere technische Besonderheiten.

Halden Ausflugsziele

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 06 / 2020
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr