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Erlebnis-Radweg Erzbahntrasse

Regionalradweg • Erzbahnschwinge • Pfeilerbrücke • Grimberger Sichel

Es sind vor allem mehrere spektakuläre Brückenbauwerke auf kurzer Entfernung, die den etwa zehn Kilometer langen Regionalradweg bekannt und beliebt gemacht haben. Der Erlebnis-Radweg »Erzbahntrasse« verbindet Bochum mit Gelsenkirchen und durchquert dabei den Grünzug D von Süd nach Nord. Kern des Weges ist die alte Erzbahn, die zwischen 1912 und 1929 zwecks Anbindung der Betriebe an den Rhein-Herne-Kanal in mehreren Abschnitten errichtet wurde. Den südlichsten und damit jüngsten Anschluss bildete das Stahlwerk Bochumer Verein auf Grund und Boden des heutigen Westparks und der Jahrhunderthalle Bochum. Der Niedergang der Erzbahn erfolgte in den Sechzigerjahren mit der Phase der Zechenschließungen. Von 2002 bis 2008 wurde die Bahntrasse zu einem Radweg ausgebaut. Er bietet die Möglichkeit, nahezu kreuzungsfrei von der Bochumer Jahrhunderthalle zum Landschaftspark Hoheward bzw. zumindest zum Rhein-Herne-Kanal zu radeln, joggen oder zu wandern. Erreicht wird dies insbesondere durch die Wiederherstellung, Sanierung oder den Neubau ehemaliger Brücken.

Den südlichen Ausgangspunkt bildet der Westpark rings um die Jahrhunderthalle Bochum. Hier befindet sich bei Kilometer 0,0 mit der sogenannten Erzbahnschwinge, die als Eingangstor zur Trasse zu verstehen ist, gleich die erste von drei besonders spektakulären Brückenkonstruktionen. In einer sehr speziellen S-Form verläuft der Radweg dabei über Eisenbahn und Straße zugleich und wird durch nur zwei schräg stehende Pylone und Stahlseile gehalten. Im Jahre 2003 wurde die 130 m lange Brücke, die vom Architekten Prof. Schlaich geplant worden war, eröffnet. Nach Überquerung der Autobahn A40 am ersten Kilometer verläuft der nächste Abschnitt zunächst wenig idyllisch zwischen hohen Zäunen durch Gewerbegebiete von Bochum. Hier passiert er allerdings mit dem in Deutschland seltenen und 1912 gebauten Zschetzsche-Fördergerüst über Schacht III und einem Malakowturm über Schacht II die einzig verbliebenen Relikte der Zeche Carolinenglück II / III. Diese Zeche gehört zu den frühen Großzechen in Bochum und förderte von 1850 bis 1964 Kohle.

Erzbahnschwinge im Westpark

Die Erzbahnschwinge im Westpark Bochum: Beginn der Trasse

Westpark

Westpark Bochum

Westpark Bochum

Terrassenartiger Westpark

Westpark

Skulpturale Beleuchtung des Parks

Zeche Carolinenglück an der Erzbahntrasse

Erzbahntrasse an der Zeche Carolinenglück II / III in Bochum

Erzbahntrasse im Bereich Bochum

Heute kreuzungsfreie Durchquerung eines Industriegebietes

Großstadt und Gewerbegebiete werden spätestens zwei Kilometer nach dem Start hinter sich gelassen. Parallel zu noch im Unkraut liegenden Schienen führt der Radweg auf der Erzbahntrasse in einem weiten Bogen um Hordel. Hier macht sich die Natur des etwas bürokratisch und wenig idyllisch bezeichneten Grünzuges D bemerkbar, der sich von nun an bis zum Ende der Trasse als grüner, von Süden nach Norden verlaufender Korridor darstellt. Durch den teils bewaldeten Charakter dieses Korridors lässt der Radweg trotz seiner zentralen Lage den Charakter der Großstadt fast vollständig vermissen. Kein Wunder, dass der Weg insbesondere am Wochenende gerne und häufig für viele Bewegungssportarten genutzt wird.

Ungefähr 3,2 km nach dem Start überquert die 45 m lange Erzbahnbrücke Nr. 4, die sogenannte Rote Brücke, die ehemalige Güterbahn nach Herne-Wanne. Die Brücke besteht aus einem genieteten Fachwerkgerüst, wurde 1928 errichtet und 2004 im Zuge des Ausbaus des Radweges saniert. Kurz vor der Brücke gibt es dank eines Abzweiges die Möglichkeit, einen sehr lohnenswerten Abstecher zum ca. 1,3 km entfernten Industriemuseum in der Zeche Hannover zu machen (Eintritt frei!). Dabei passiert man auf dem Weg zwei Bergehalden der Zeche und kann mit etwas Glück die auf Fische lauernden Reiher am Ufer des begradigten, wenn auch etwas übel riechenden Hüller Bachs beobachten, der uns später noch begleiten wird.

Es folgt ein langer gerader Abschnitt, in dem sich bewaldete und sonnige Bereiche abwechseln. Zur linken Seite lassen sich hintereinander gleich drei höhere, unzugängliche Deponien oder Ablagerungsflächen erkennen. Die erste ist die geschlossene Deponie Blücherstraße. Es folgt die langgezogene, parallel zur Bahntrasse verlaufende Gleiskippe oder auch Deponie II genannt. Genau auf dem Drei-Städte-Eck von Bochum, Herne und Gelsenkirchen liegt die Deponie Becker, auch Wollkippe genannt. Gleiskippe und Wollkippe rahmen einen alten Friedhof ein.

Nahe der Gleiskippe überspannt die Erzbahnbrücke Nr. 6 bei Kilometer 4,0 die Alte und Neue Günnigfelder Straße. Sie hat eine Länge von ca. 100 Metern und besteht aus einem genieteten blauen Stahltrog, der auf zwei zierlichen Mittelstützen ruht und damit drei Brückenfelder besitzt. Als Besonderheit aus Erfahrungen mit Bergsenkungen in diesem Gebiet ist die Brücke anheb- und somit an Bodenabsenkungen anpassbar. Nördlich der Brücke befindet sich eine Treppenanlage, die es erlaubt, die Erzbahntrasse hier (zumindest zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Rücken) zu verlassen und das Bauwerk auch von unten zu betrachten. Hierbei fallen die beiden zweigleisig gebauten Widerlager und die beiden knallroten Mittelstützen der Ende der 1920er Jahre errichteten Brücke auf.

Rote Brücke Erzbahntrasse

Erzbahnbrücke Nr. 4: Die Rote Brücke bei Bochum-Hordel

Brücke Erzbahntrasse

Erzbahnbrücke Nr. 6 an der Alten Günnigfelder Straße

Erzbahn Bochum Radweg auf der Erzbahntrasse Bochum

Die Trasse überquert unbemerkt vom Radfahrer die Stadtgrenze nach Herne und überwindet kurz darauf zwei Einschnitte jeweils mithilfe einer neu errichteten Brücke, ehe nach nur 700 Metern die Stadt Herne wieder verlassen wird. Die Erzbahn erreicht Gelsenkirchen und hinter der nächsten Kurve den Emscher-Park-Radweg, der ebenfalls in diesem Abschnitt auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse eingerichtet wurde und neben der berühmten Zeche Zollverein (ca. 10 km Entfernung) auch die Halde Rheinelbe (ca. 4 km Entfernung) erschließt. Mit etwas Glück hat hier an der Kreuzung der mobile Kiosk geöffnet, um den sich bei entsprechendem Wetter zahlreiche Radfahrer niederlassen und Kraft (oder auch das ein oder andere Getränk) für die weitere Strecke tanken.

In der Form eines großen V laufen die beiden Radwege zusammen auf das größte und wohl atemberaubendste Bauwerk der Erzbahn zu, die Erzbahnbrücke Nr. 9, besser bekannt als die Pfeilerbrücke. Über ca. 345 Meter verläuft die dreiteilige Brücke seit 1918 über zwei Eisenbahnstrecken sowie eine Niederung an der Ostpreußenstraße. Die Bahnstrecken im Norden und im Süden werden durch kurze Fachwerkträgersegmente überquert. Sie werden verbunden durch das große Stahlträger-Viadukt mit 21 Feldern á ca. 13,5 Metern. Sie überqueren den Grund in einer Höhe von ca. 14 Metern. Auch diese Brücke kann Bergsenkungen ausgleichen. Gebaut wurde die Brücke seinerzeit zur Anbindung der nahegelegenen Zeche Alma (Vereinigte Rheinelbe & Alma). Östlich der Brücke erhebt sich die Deponie Elfriedenstraße.

Rastmöglichkeit an der Erzbahn Bochum

Rastmöglichkeit am Abzweig Emscher-Park-Radweg

Pfeilerbrücke Erzbahntrasse

Fahrt über die Pfeilerbrücke, das größte Bauwerk der Trasse

Pfeilerbrücke Gelsenkirchen

Blick von der Pfeilerbrücke

Pfeilerbrücke der Erzbahntrasse in Gelsenkirchen

Ein Teil der ca. 345m langen Pfeilerbrücke

Pfeilerbrücke Ruhrgebiet

Auffällige Brückenkonstruktion, rechts eine kleine Deponie

Pfeilerbrücke

Nordteil des Viadukts mit Fachwerkträgersegment-Anschluss

Ganz grob markiert die Pfeilerbrücke die Hälfte der Strecke. Direkt dahinter überfahren Fahrradfahrer heute eine Stadtgrenze und erreichen wieder Herne. Auf der rechten Seite erstreckt sich hinter der nächsten Brücke der Landschaftspark Pluto auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Pluto V. Von nun an verläuft der kanalisierte Hüller Bach mit durchaus manchmal geruchsbelastenden »Substraten« parallel zur Trasse. Es folgen drei kleine, zweigleisig ausgebaute Brücken, auf denen auf der linken Seite ein Stück Gleisbett erhalten wurde. Von den hochgelegenen Brücken kann man den Blick auf das Fördergerüst über dem Schacht Wilhelm der Zeche Pluto schweifen lassen (das Anhalten auf einer der Brücken wurde im Zuge der Erkundung der Trasse von einer hinterherfahrenden Frau mit »muss der ausgerechnet hier stehen bleiben« kommentiert – ja, er muss. Und sie muss geduldig warten, ehe der Gegenverkehr vorbeigefahren ist).

Hinter der in Schüttung befindlichen Thyssen-Deponie und der benachbarten (hinter den Schuttmassen der Deponie nicht sichtbaren) Bergehalde Pluto-Wilhelm, seit September 2014 als Aussichtspunkt von der Erzbahntrasse erreichbar, wird bei Kilometer 8,6 die Autobahn 42 unterquert. Es schließt sich das leider ebenfalls nicht zugängliche Gelände der Zeche Unser Fritz mit seinem denkmalgeschützten Malakowturm an, der in absehbarer Zeit von einem Containerterminal umbaut werden wird. Als Radfahrer sieht man leider nichts davon, da der Radweg zwischen der Autobahnbrücke und einer Eisenbahnüberführung in einem tiefen Einschnitt zwischen Straße auf der linken und dem Überrest der Bergehalde Unser Fritz I / IV auf der rechten Seite verläuft. Durchschnitten wird die Halde im Süden durch die erst später entstandene Autobahn und ein Stück dahinter nochmals durch einen Bahn-Abzweig, der als Zubringer in einem scharfen Bogen von der Erzbahn auf die nördlich querende Emschertalbahn führte. Hier erreicht der Radweg erneut und letztmalig das Stadtgebiet von Gelsenkirchen und den Grimberger Kanalhafen. Mit einer Werkszufahrt wird die erst zweite Straße im Radwegverlauf höhengleich überquert. Hier markieren Wegweiser die noch recht unbekannte Möglichkeit, ebenfalls auf stillgelegter Bahntrasse bis zum Consolpark auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation in Gelsenkirchen-Bismarck abzuschweifen. Hier erwartet den Besucher ähnlich wie bei der Zeche Hannover ein an bestimmten Tagen geöffnetes Industriemuseum in der ehemaligen Maschinenhalle mit zahlreichen Ausstellungsstücken und zwei eindrucksvollen Dampf-Fördermaschinen.

Erzbahntrasse

Altes, rostiges Gleis ist auf der Brücke erhalten: Erzbahnbrücke 10

Erzbahntrasse

Hier und da liegen Schienen neben dem Radweg im Gras

Erzbahn

Eine von drei kurzen, hintereinanderliegenden Straßenbrücken

Zeche Pluto von der Erzbahntrasse

Schachtgerüst der Zeche Pluto-Wilhelm von der Erzbahn gesehen

Erzbahn

Halde Unser Fritz I / IV neben Erzbahntrasse und Baustellenweg

Erzbahn

Ehemaliger Bahnabzweig teilt die Halde

Hüllerbach

Brücke über den Hüller Bach am Grimberger Hafen

Erzbahn Radweg

Letzte Etappe des Radweges kurz vor dem Ziel

Zurück auf der Erzbahntrasse schließt sich die Brücke über den Hüller Bach an, die den Übergang in die allerletzte Etappe markiert. Je nach Windrichtung und Ausdünstung des Baches kann nun entweder die Erlösung vom einige Meter begleitenden Geruch erfolgen – oder man fährt jetzt erst hinein. Entlang der Zoom-Erlebniswelt, in die sogar stellenweise Zaun-Einblicke gewährt werden, nähert sich die Trasse dem Rhein-Herne-Kanal. Schon von weitem ist das eindrucksvolle Ziel der Fahrradtour auf der Erzbahntrasse sichtbar.

So spektakulär, wie der Radweg im Westpark Bochum mit der Erzbahnschwinge begonnen hat, wird er hier am Grimberger Hafen zu Ende geführt. Seit 2008 überquert eine äußerst interessante Brückenkonstruktion den Kanal. Dass die Fahrbahn der Brücke die Form eins Halbkreises hat, ist nur ein spannender Aspekt. Er gibt dem Objekt, das offiziell wegen der Nähe zur Erlebniswelt wohl Zoom-Brücke heißt, den schönen Namen Grimberger Sichel. Viel aufregender ist die Tatsache, dass diese weite Sichel nur durch Stahlseile getragen wird, die auf einen weit von der Brücke extern stehenden Pylon zulaufen und wie bei der Erzbahnschwinge allen physikalischen Gesetzen zu trotzen scheinen. Von vielen Standorten ergeben sich damit sehr ungewohnte Perspektiven. Die Fahrbahn ist 150 m lang, der geneigte Pylon am Nordufer misst ca. 48 m Höhe. Verbaut wurden etwa 465 m Stahlseil. Hier ergibt sich ein Anschluss an den Kanal begleitende Radwege sowie die Möglichkeit zum Erreichen des nahe gelegene Landschaftspark Hoheward mit den großen Bergehalden Hoheward und Hoppenbruch.

Brücke an der ZOOM-Erlebniswelt

Blick von der Brücke über den Hüller Bach zur Grimberger Sichel

Grimberger Sichel

ZOOM-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal

Grimberger Sichel Gelsenkirchen

Sichelförmige Brückenform mit nur einem Pylon

Grimberger Sichel Rhein-Herne-Kanal

Die Architektur lockt Hobbyfotografen an

Grimberger Sichel - Brücke über den Rhein-Herne-Kanal

90°-Panoramabild der Grimberger Sichel über den Rhein-Herne-Kanal bei Gelsenkirchen

Sichelbrücke

Reger Radverkehr auf der Sichelbrücke

Sichelbrücke am Rhein-Herne-Kanal

Ungewöhnliche Brückenkonstruktion

Brückenkonstruktion

Irgendwie scheint die Brücke physikalischen Gesetzen zu trotzen

Rundbrücke

Radweg in Form eines Halbrundes

Nach einigen Stündchen Pedalierens ist damit das nördliche, tiefgelegene Ende des Radweges auf der Erzbahntrasse erreicht. Glücklicherweise ist die Steigung auf dem Rückweg nicht so hoch, dass man nicht weiterhin gemütlich vor sich hin trampeln und sämtliche Glanzpunkte des Weges aus der entgegengesetzten Perspektive bewundern könnte.

 

Informationen zum Besuch der Erzbahntrasse:

Folgend finden Sie Angaben zum Radweg sowie zur Anreise zum Erlebnis-Radweg auf der Erzbahntrasse, Geographische Koordinaten für GPS-Geräte sowie Kartenmaterial mit verzeichneter Erzbahn.

Der Erlebnis-Radweg

Die Erzbahntrasse führt durchgängig von Bochum zum Grimberger Hafen in Gelsenkirchen. Es sind lediglich zwei sehr schwach frequentierte Nebenstraßen zu überqueren. Durch die bedingt durch den Bahndamm vorhandene Höhenlage sind an nur bestimmten Stellen Zugänge oder Abstecher möglich (Pfeile im Höhenprofil unten). Der Boden besteht zum größten Teil aus feinem, planierten Schotter, einige Brücken sind gepflastert oder asphaltiert. Auf dem Weg von Bochum nach Gelsenkirchen ist ein schwaches Gesamtgefälle von 43 Höhenmetern bzw. in Gegenrichtung eine auch für ungeübte Fahrer nahezu unmerkliche Gesamtsteigung zu überwinden.

Somit eignet sich der Weg sowohl für Sportler als auch für Kinder und Rad-Neulinge sehr gut. An Wochenenden mit gutem Wetter ist der Weg stark befahren. Derzeit einzige direkte Einkehrmöglichkeit am Weg ist ein Kiosk an der Pfeilerbrücke. Sanitäre Einrichtungen existieren nicht (wohl aber das ein oder andere Wäldchen für den dringenden Notfall). An einigen schön gelegenen Stellen bieten sich Bänke für eine Rast an. Sämtliche wichtigen Bauwerke sind auf Schildern direkt am Objekt erläutert.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist die Erzbahntrasse vollständig dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im idealen Maßstab 1:50.000 verläuft die Erzbahn vom Planquadrat C7 bis B6. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Das folgende Höhenprofil beschreibt grafisch die Steigungen und Gefälle mit starker Überhöhung, damit Unterschiede überhaupt sichtbar werden. Bei gemütlichem Tempo ist eine reine Fahrtzeit auf der Gesamtstrecke von ca. 1,5 Stunden zu rechnen – bei näheren Besichtigungen einzelner Objekte oder nahegelegenen Museen und Zoos lässt sich mit dem Fahrrad auf der Erzbahntrasse als zentrale Verbindung durchaus ein ganzer Tag verbringen.

Höhenprofil

 

Anreise zur Erzbahntrasse:

Anreise zur Erzbahn Bochum mit dem Auto: Es gibt zahlreiche Orte, um mit dem Auto als Radfahrer oder Wanderer die Erzbahn zu erreichen. Es sei insbesondere empfohlen, den Bereich um die Jahrhunderthalle gerade bei Veranstaltungen zu umfahren.

1.) Startpunkt Westpark: Auf der A40 bis zur Ausfahrt Bochum-Stahlhausen / Weitmar / Wattenscheid-Ost. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Duisburg rechts abbiegen auf die L633. Unter der Bahn hindurch und an der nächsten Ampel geradeaus. An der großen Ampelkreuzung geradeaus Richtung Jahrhunderthalle und hier parken. In der Nordwestecke des Parks befinden sich die Erzbahnschwinge und damit auch der Anfang der Trasse.

2.) Startpunkt Siedlung Dahlhauser Heide / Hordel: Auf der A40 bis zur Ausfahrt Bochum-Hamme / Hordel / Herne-Eickel. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Duisburg rechts abbiegen und sofort rechts einordnen. Sofort rechts auf die Gahlensche Straße Richtung Hattingen / Weitmar / Hordel. An der nächsten Ampel rechts in die Overdyker Straße und dieser bis zum Ende folgen. An der T-Kreuzung links in die Untere Heidestraße. Rechts in die Hordeler Heide. Hier am Rand parken. Der Zugang zum Radweg befindet sich am südlichen Ende der Hordeler Heide kurz hinter der Zeche Carolinenglück.

3.) Startpunkt Wilhelmstraße (Zeche Pluto): Auf der A42 bis zur Ausfahrt Herne-Wanne / Herten. Aus allen Richtungen rechts abbiegen auf die Hammerschmidtstraße. Hinter dem Stadtgarten rechts in die Wilhelmstraße abbiegen. Die Schachtanlage Pluto-Wilhelm mit dem markanten Fördergerüst wird passiert. Nach 1 km liegt an der Brücke der Zugang zur Erzbahntrasse. Hier am Rand parken.

4.) Startpunkt Bickernstraße (Halde Pluto): Auf der A42 bis zur Ausfahrt 18 Gelsenkirchen-Bismarck. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen links abbiegen auf die Reckfeldstraße. Nach ca. 600 m an der Ampel links in die Bickernstraße. Etwa am Ende der Häuser vor der Brücke am Rand parken. Zu Fuß bis zur Brücke der Erzbahn und rechts über die Rampe zum Radweg.

5.) Startpunkt Grimberger Sichel: Im Bereich der Brücke befinden sich keine Parkmöglichkeiten. Nutzbar gegen Entgelt sind jedoch Parkplätze der ZOOM-Erlebniswelt. Der Zoo grenzt direkt im Norden und Osten an die Trasse.

Zieleingabe ins Navigationssystem:
An der Jahrhunderthalle oder Untere Heidestraße in Bochum, Wilhelmstraße oder Bickernstraße in Herne.

Geographische Koordinaten:
51°29'03.65"N, 7° 11'42.09"E – Erzbahnschwinge / Streckenanfang
51°29'46.71"N, 7° 09'39.67"E – Rote Brücke
51°30'47.28"N, 7° 08'18.73"E – Pfeilerbrücke
51°32'50.33"N, 7° 06'47.12"E – Grimberger Sichel / Streckenende
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
374673 m, 5705233 m – Erzbahnschwinge / Streckenanfang

372345 m, 5706622 m – Rote Brücke
370832 m, 5708532 m – Pfeilerbrücke
369164 m, 5712380 m – Grimberger Sichel / Streckenende

Anreise mit Bus und Bahn:
Startpunkt Bochum: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs nach Bochum Hbf. Von dort mit der RB 46 bis Bochum-Hamme. Dort vom Westring auf die Alleestraße bis zum Westpark. Den Park durchqueren bis zur Nordwestecke. Über Rampen im Bereich des Kolosseums lässt sich der Höhenunterschied barrierefrei überwinden.

Startpunkt Gelsenkirchen / Nordende: Von Dortmund, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel oder Dorsten mit der RB 43 bis Gelsenkirchen-Zoo. Von dort (über Treppen) zum Ausgang, zweimal rechts, vorbei an der ZOOM-Erlebniswelt und bis zur Brücke am Hüller Bach. Links zur Grimberger Sichel, rechts Richtung Bochum auf die Trasse.

Wichtig: In den Zügen des Nahverkehrs (VRR) können Fahrräder begrenzt mitgenommen werden, nicht aber in der Stoßzeit des Berufsverkehrs, hier ist der Fahrradtransport ausgeschlossen. Generell haben Kinderwagen in Mehrzweckabteilen Vorrang. Zu berücksichtigen bei der Planung sind Pendlerströme morgens und abends sowie am Wochenende Bundesligaspiele in Bochum, Dortmund, Schalke, Köln, Mönchengladbach und Bielefeld, die sich stark auf die Passagierzahlen im Zug auswirken können.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Im Norden passiert der Emscher-Weg die Grimberger Sichel. Teilweise verläuft der Emscher-Park-Radweg auf der Erzbahntrasse bzw. erreicht als Zollverein-Radweg die Trasse von Essen kommend an der Pfeilerbrücke.

Quellen und weitere Informationen:

Route Industriekultur – Themenroute Erzbahn-Emscherbruch: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Erzbahnschwinge im Westpark: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Zeche Carolinenglück: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Erzbahnbrücke Nr. 4: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Erzbahnbrücke Nr. 6: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Pfeilerbrücke: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Kokerei Alma: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Erzbahnbrücke Nr. 10: www.route-industriekultur.de
Route Industriekultur – Grimberger Sichel

www.route-industriekultur.de

Industriekultur im Ruhrgebiet

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 12 / 2015
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