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Der Rad- und Wanderweg auf der Springorum-Trasse Bochum

Springorumbahn • Haus Weitmar • Geologischer Garten • Springorumpark • Exzenterhaus • Malakowturm Julius Philipp

Vom Ruhrtal bis in die Innenstadt führt der neue Weg für Fußgänger, Läufer und Radfahrer gleichermaßen gut ausgebaut durch den Süden von Bochum. Da der Weg auf einer alten Eisenbahntrasse verläuft, ist er weitgehend frei von gefährlichen Kreuzungen und hat kaum Wechsel von Neigungen. Daher sind die sogenannten Bahntrassenradwege im Ruhrgebiet äußerst beliebt und gerne befahren. Entlang der etwa 10 Kilometer langen Strecke lassen sich verschiedene Sehenswürdigkeiten anschauen – vom Eisenbahnmuseum an der Ruhr über den Geologischen Garten, das ungewöhnliche Exzenterhaus, ein Wildgehege bis zur Schlossruine Haus Weitmar. An verschiedenen Stellen besteht die Möglichkeit, auf andere Rad- oder Wandertouren zu wechseln.

In der folgenden Karte ist der Radweg mit dem magentafarbenen Band dargestellt. Die Nummernpunkte markieren die Standorte von einigen beschriebenen Sehenswürdigkeiten oder Landmarken auf dem Weg. Sie sind auch im Text zur Orientierung entsprechend markiert. Die dunkelblauen Pfeile markieren Anschlüsse zum RuhrtalRadweg, zum Bergbauwanderweg Dahlhausen oder anderen Themenwegen. Durch die hohe Dichte an Bergwerken sind zahlreiche ausgesuchte Zechenstandorte markiert. Benannt sind davon diejenigen, die in irgendeiner Form im Beitrag relevant sind. Für die Anreise sind die Bahnhöfe in Dahlhausen (S-Bahn), der Hauptbahnhof in Bochum sowie die U-Bahnstationen der U35 im Bereich der Trasse markiert.

Übersichtskarte Springorum-Trasse in Bochum

Beschilderung, Wegebeschaffenheit und Anreise:
Der Rad- und Wanderweg auf der Springorum-Trasse ist durchgängig asphaltiert und fast überall beleuchtet. Größere oder mit vielen Autos befahrene Straßen werden durch Brücken oder kurze Tunnel über- bzw. unterquert. Nur kleine oder wenig befahrene Straßen müssen hin und wieder passiert werden, bei denen Fußgänger oder Radfahrer teilweise Vorrang haben. Der Radweg ist im Zuge des Radverkehrsnetzes NRW ausgeschildert. Am Streckenende in Dahlhausen befindet sich der Radrevier-Knotenpunkt 28, am Ende in Altenbochum die Nummer 21.

Externer Link Externer Link

Vom Ruhrtal (ca. 63 m ü. NN) aus ist bis zum Haus Weitmar (ca. 130 m ü. NN), auf etwa 5 Kilometern Streckenlänge, ein Höhenunterschied von etwa 70 Metern zu bewältigen. Hat man diesen überwunden, geht es Richtung Innenstadt (Streckenende ca. 102 m ü. NN) sanft wieder bergab.
Der Startpunkt in Dahlhausen ist gut mit der S-Bahn aus Richtung Hattingen oder Essen erreichbar, der Startpunkt an der Innenstadt vom Hauptbahnhof. Zwischen Weitmar und Dahlhausen verkehrt außerdem die Straßenbahn 308 von Hattingen S-Bahnhof und Bochum Hbf. in der Nähe der Strecke, an der Universitätsstraße fährt die U35 vom Hauptbahnhof zur Universität.

Am Ende des Beitrags finden Sie ausgesuchte GPS-Koordinaten.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress sind die Springorumtrasse (mit dem Kürzel SB) und einige der erwähnten Ziele dargestellt, zum Beispiel In der Rad- und Wanderkarte "Ruhrgebiet West" im Maßstab 1:50.000. Im Leporello "RuhrtalRadweg" ist die Trasse von Dahlhausen bis etwa zur Königsallee enthalten. Die Sehenswürdigkeiten ohne den eingezeichneten Rad- und Wanderweg sind auch im Stadtplan Bochum enthalten.

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Der Weg kann gemeinschaftlich von Spaziergängern, Wanderern, Rollatorfahrern, Radfahrern, Rollstuhlfahrern und allen Arten von Rollern oder Rädern, die maximal einen Elektromotor haben, genutzt werden. Insbesondere die Radfahrer sollten Rücksicht auf die schwächeren Fußgänger nehmen. Gleichzeitig sollte beim Spazierengehen nicht die gesamte Breite des Weges ausgenutzt werden, um Radlern das einfache Überholen zu ermöglichen. Hunde sollten an der kurzen Leine gehalten werden. Wird dies beherzigt, haben alle Parteien ihre Freude am Weg.

Anreise zum Ausgangspunkt Dahlhausen (weitere Ausgangspunkte und Ziele im weiteren Text)

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zum Dreieck Bochum-West und dort auf die A448. An der Ausfahrt 4 Bochum-Weitmar aus Richtung A40 rechts, aus Richtung Witten links abbiegen auf die Wasserstraße. Dem Verlauf folgen bis zum Ende. Links abbiegen auf die Hattinger Straße. Nach 3 km weiter geradeaus (Hattinger Straße). Nach 1,7 km rechts abbiegen auf die Dr.-C.-Otto-Straße und dem Verlauf folgen. Die Springorum-Trasse beginnt im ersten Kreisverkehr. Parkmöglichkeiten ergeben sich in angrenzenden Wohn-Nebenstraßen, z.B. der Straße Am Sattelgut.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Dr.-C.-Otto-Straße oder Am Sattelgut in Bochum

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen Hbf. oder Oberhausen Hbf. mit der S3 Richtung Hattingen (Ruhr) Mitte S bis Bochum-Dahlhausen. Alternativ von Bochum Hbf. mit der Straßenbahn der Linie 318 bis Bochum-Dahlhausen (Endstation)

Anreise mit dem Fahrrad: Auf dem RuhrtalRadweg bis zur Schwimmbrücke Dahlhausen und der Beschilderung zum Bahnhof folgen. Am Bahnhof Dahlhausen beginnt die Springorum-Trasse am Kreisverkehr.

 

 

Ich stehe am S-Bahnhof im Stadtteil Dahlhausen. Von hier aus ist die Ruhr bequem erreichbar, am anderen Ufer führt der RuhrtalRadweg in einem seiner schönsten Abschnitte im Ruhrgebiet unmittelbar am Fluss entlang. Auf den großen Wiesenflächen liegen Sonnenbadende im Gras, das ein paar hundert Meter weiter von einer Herde Schafe abgemäääht wird. Etwas flussaufwärts, nahe der Schwimmbrücke, überwinden Kanuten und Kajakfahrer den Höhenunterschied am Wehr durch die Bootsgasse. Einige nehmen dabei ein unfreiwilliges Bad.

Größte Sehenswürdigkeit in Dahlhausen ist ohne Zweifel das Eisenbahnmuseum Bochum, eines der größten seiner Art in Deutschland. Es wird in einem eigenen Beitrag ausführlicher vorgestellt. Aber das Stichwort Eisenbahn führt uns direkt zum Thema.

Wismarer Schienenbus T2 und Baureihe 212 im Eisenbahnmuseum Bochum

Wismarer Schienenbus im Pendelverkehr und Baureihe 212

Drehscheibe und Lokschuppen Eisenbahnmuseum Dahlhausen

Roter Schienenbus vor dem Lokschuppen

Museumsbahnsteig Eisenbahnmuseum Bochum mit Wismarer Schienenbus, Schienenbus, Dampflok Baureihe 038

Hochbetrieb im Eisenbahnmuseum: Wismarer Schienenbus T2 als Pendel zum S-Bahnhof, Schienenbus als Ruhrtalbahn nach Hagen
und Führerstandspendelfahrten mit Dampflok der Baureihe 38.

Kleinbahn-Tenderlokomotive von 1946 im Eisenbahnmuseum Bochum

Kleinbahn-Tenderlokomotive von 1946

Eisenbahnmuseum Bochum ETA150, Baureihe 515

Akkutriebwagen ETA150 – einer der wenigen verbliebenen der Art

Dahlhausen war einst ein Bahnhof, Knotenpunkt verschiedener Eisenbahnstrecken und ein Bahnbetriebswerk. In letzterem befindet sich heute das besagte Museum. Im Westen zweigte eine Eisenbahn über Altendorf (Ruhr) nach Essen ab. Noch heute existiert die große Ruhrbrücke unweit des Eisenbahnmuseums, auf der jedoch keine Schienen mehr liegen. Von der einzigen noch erhaltenen Bahnstrecke in Dahlhausen, auf der heute die S3 zwischen Essen und Hattingen fährt, zweigte im Osten des Bahnhofs noch eine Bahnstrecke nach Langendreer ab. Am Bahnhof Weitmar, in der Mitte zwischen Dahlhausen und Langendreer gelegen, gab es darüber hinaus noch eine Verbindung zum Bahnhof Bochum-Nord, der wiederum in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs an der Hauptstrecke zwischen Dortmund und Essen liegt. Personenverkehr spielte allerdings nur eine geringe Rolle auf diesen Verbindungen. Vor allem die umliegenden Zechen wurden durch die auch „Kohlensammelbahn“ genannte Strecke erschlossen. Die Strecken wurden nach der Schließung der Zechen schrittweise bis 1999 stillgelegt.

Die folgende Abbildung zeigt eine Topographische Karte aus den 1930er oder 1940er Jahren. Deutlich erkennbar sind der große Bahnhofsbereich von Dahlhausen, die abzweigende Strecke über die Ruhr links in der Mitte und die Bahntrasse, auf der wir heute unterwegs sind (Punktmarkierung).

Historische Karte Bahnhof Dahlhausen

Auf der Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Dahlhausen und Weitmar sowie zwischen Weitmar und (fast) dem Nordbahnhof wurde aus der Strecke ein Rad- und Wanderweg. Erst 2019 wurde der letzte Abschnitt im Endausbau eröffnet. Seitdem lässt sich an dieser Stelle vom Ruhrtal fast kreuzungsfrei, äußerst bequem und zügig die Innenstadt erreichen.

Wir waren schon einmal hier, vor ein paar Jahren. Denn am Bahnhof beginnt nicht nur der Rad- und Wanderweg, sondern auch der Bergbauwanderweg Dahlhausen. Er führt zwar zunächst in eine andere Richtung, stößt jedoch später auf unsere Trasse und läuft dann in Gegenrichtung auf der alten Kohlensammelbahn zurück hier zum Bahnhof. Wer also einen zusätzlichen Abstecher machen möchte, kann auch über den Bergbauwanderweg Dahlhausen bis zum Pferdebahntunnel wandern und dann auf dem Bahntrassenweg fortsetzen.

Die schlechte Nachricht vorweg: Man erkennt ansatzweise, am Kreisverkehr stehend, dass es ziemlich lange konstant bergauf geht. Die Radfahrer werden das merken. Knapp 5 Kilometer lang muss man ein bisschen kräftiger in die Pedalen treten oder die Kraftunterstützung des E-Bikes erhöhen. Vor uns liegt ein asphaltierter Weg mit Markierungsstreifen und Beleuchtung. Wunderbar ausgebaut.

Schon nach wenigen Metern begegnen uns einige Informationstafeln des Bergbauwanderweges, der uns in korrekter Laufrichtung entgegenkommt. Es geht meist um Geologische Strukturen oder Standorte von Bergbauanlagen, die jedoch ausführlicher im verknüpften Beitrag zum Wanderweg vorgestellt werden. Linkerhand befindet sich ein POI: Ort von Interesse am Wegesrand Spielplatz. Es ist das Gegenstück zu einem weiteren, größeren Spielplatz am Streckenende in Altenbochum. Wir folgen der Straße Am Sattelgut ein Stück weit und verlassen dann Dahlhausen. Nach Unterquerung der Hasenwinkeler Straße wird es etwas ländlicher und die Büsche und Bäume rechts und links werden dichter. Die Trasse macht bald einen Schlenker. Hier steht nicht nur die Informationstafel zur Brikettfabrik des Bergbauwanderweges. Dahinter liegt auch die POI: Ort von Interesse am Wegesrand Halde Hasenwinkel der gleichnamigen Zeche. Ein Weg führt links an der Halde vorbei und zur kleinen Zechensiedlung „Burg“ an der Straße „An der Steinhalde“. Die erste Straßenüberquerung folgt am ehemaligen Schacht Constanz August. Rechts führt die Straße in eine weitere Zechensiedlung „Am Röderschacht“, die an einem ansehnlich hohen Hang liegt. Fährt man den Berg hinauf, erreicht man auch die Hattinger Straße mit einer Straßenbahnhaltestelle.

Bahnhof Dahlhausen

Ausgangspunkt Bahnhof Dahlhausen

Springorumtrasse Bochum

Beginn der Springorum-Trasse am Kreisverkehr in Dahlhausen

Springorumtrasse Bochum

Asphaltierter Weg und Station des Bergbauwanderweges

Springorumtrasse Bochum

Blick zurück: Bergabfahrt nach Dahlhausen

Springorumtrasse Bochum

Fahrradparkplatz an einer Bushaltestelle (Blick zurück)

Springorumtrasse Bochum

Kurve vor der Halde Hasenwinkel mit Wegweisern

Siedlung An der Steinhalde

Siedlung An der Steinhalde: "Die Burg"

Halde Hasenwinkel in Bochum

Die Halde Hasenwinkel

Siedlung Am Röderschacht

Wohnen in Hanglage: Siedlung Am Röderschacht

Siedlung Am Röderschacht

Es geht steil bergab

Viadukt Springorumtrasse

Viadukt Munscheider Damm (Blick zurück)

Springorumtrasse Bochum

Pferdekoppel neben der Strecke

Springorumtrasse Bochum

Ländlich gelegener und beleuchteter Trassenweg (Blick zurück)

Sonnenbrücke an der Springorumtrasse

Sonnenbrücke am Haus Weitmar (Blick zurück)

Wir bleiben auf der Springorum-Trasse. Es wird noch wenig ländlicher. Hinter dem Viadukt des Munscheider Damms haben wir Pferdeweiden und Wiesen neben uns. Die Trasse verläuft aber weiterhin in einem grünen Korridor zwischen Bäumen weiter.

Praktisch am Scheitelpunkt der Strecke passiert die Trasse den Schlosspark Weitmar. Ein Abzweig führt hoch zur Brücke der Schloßstraße, die markante Geländer mit Sonnenstrahlen besitzt. Ich nenne sie einfach die POI: Ort von Interesse am Wegesrand Sonnenbrücke. An kaum so eindrucksvollen Orten trifft die Geschichte auf die Moderne wie im Schlosspark. Mitten in einer Wasserfläche steht ein ungewöhnliches Gebäude – ein großer grüner Kubus wird umgeben von ruinösen Mauern eines alten Wasserschlosses. Der Kubus wurde im Kulturhauptstadtjahr der RUHR.2010 eröffnet und in der Ruine des POI: Ort von Interesse am Wegesrand Hauses Weitmar errichtet. Dieses Haus wurde bei einem Bombenangriff im Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, lag Jahrzehnte brach und drohte zuletzt weiter zu verfallen. Erbaut wurde es gegen Ende des 16. Jahrhunderts als Teil eines Rittersitzes.

Der Neubau, der Kubus, ist das Element einer kleinen Kunst-Museumslandschaft. Die Situation Kunst ist Teil der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum und steht unter der Betreuung des Kunstwissenschaftlichen Instituts an der Fakultät für Geschichtswissenschaft. Gezeigt werden sowohl Gemälde, Skulpturen und Multimedia-Installationen. Dabei finden im Kubus Sonderausstellungen statt, eine Dauerausstellung im nördlich anschließenden Gelände aus niedrigen Bungalows. Zusätzlich hat 2015 das Museum unter Tage (MuT) eröffnet. Dem Namen entsprechend befinden sich die Räume der Wechselausstellung unter der Erde.

Haus Weitmar in Bochum

Schlosspark mit dem "Kubus" in der Ruine von Haus Weitmar

Haus Weitmar in Bochum

Im 2. Weltkrieg zerstörtes Haus Weitmar in Bochum

Haus Weitmar in Bochum

Zugang über die Brücke zum Kubus

Haus Weitmar in Bochum

Haus Weitmar von der Südseite gesehen

Haus Weitmar in Bochum Haus Weitmar in Bochum

Etwas versteckt liegt westlich vom Haus Weitmar die ebenfalls ruinöse Sylvesterkapelle. Ihre Zeugnisse reichen mindestens ins 13. Jahrhundert zurück. Die Kapelle wurde zu einer Kirche erweitert. Aufgrund der Bausubstanz erfolgte der Bau der Matthäuskirche in Weitmar. Auch die Sylvesterkapelle wurde 1943 bei dem Angriff schwer beschädigt. Erhalten sind einige Mauern des einschiffigen Langhauses, der untere Teil des Westturms und der Chor im Osten. Die Kapelle lässt sich heute besichtigen.

Sylvesterkapelle am Haus Weitmar in Bochum

Sylvesterkapelle neben Haus Weitmar

Sylvesterkapelle am Haus Weitmar in Bochum

Kirchenruine mit Baumbewuchs

Sylvesterkapelle am Haus Weitmar in Bochum Sylvesterkapelle am Haus Weitmar in Bochum
 

Information zum Besuch von Haus Weitmar, der Situation Kunst und dem Museum unter Tage:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Die Situation Kunst und das Museum unter Tage sind Mi-Fr 14.00-18.00 Uhr sowie Sa, So und an Feiertagen 12.00-18.00 Uhr geöffnet (Ausnahmen siehe offizielle Internetseite). Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für das Museum unter Tage entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- Euro und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Der Eintritt zur Dauerausstellung der Situation Kunst ist frei.

Anreise mit dem Auto: Auf der A448 bis zur Ausfahrt 4 Bochum-Weitmar. Aus Richtung Ruhr-Universität links, aus Richtung Dreieck Bochum-West (A40) rechts abbiegen auf die Wasserstraße. Nach 1,7 km am Ende der Straße links auf die Hattinger Straße abbiegen. Nach weiteren 500 Metern rechts abbiegen in die Schloßstraße. Hier befindet sich gegenüber dem Friedhof ein Parkplatz. Zu Fuß der Straße weiter folgen, die Springorum-Bahn über die Sonnenbrücke über- und den Schlosspark zum Haus Weitmar durchqueren.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Schloßstraße, Kreuzung Hattinger Straße in Bochum (Parkplatz am Friedhof)

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hbf. mit den Straßenbahnen der Linien 308 und 318 Richtung Dahlhausen bzw. Hattingen bis Schlosspark / Museum unter Tage. Von der Haltestelle am Torhaus vorbei in den Schlosspark auf das Haus Weitmar zulaufen.

Folgt man der Schloßstraße in die entgegengesetzte Richtung, also vom Haus Weitmar weg und über die Hattinger Straße hinüber, so kommt man zum Weitmarer Holz. Das Waldstück erstreckt sich zwischen Linden und Weitmar und mit dem Rauendahler Wald bis ins Ruhrtal. Hier befindet sich auch ein Wildgehege.
Zwei kleine Tunnel führen unter der Wasserstraße und der Franziskusstraße hindurch. Dahinter führte einst ein Anschlussgleis zur nahen Zeche General. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Vielleicht bezieht sich ein altes Schild mit der Markierung der „Anschlußgrenze“ am Wegesrand noch darauf. Ein Stellwerk an der Straße An der Holtbrügge markiert den Beginn des ehemaligen Bahnhofs Bochum-Weitmar. Wie Dahlhausen war auch dieser Bahnhof ein kleiner Knotenpunkt verschiedener Strecken. So führte neben der Anschlussbahn zur Zeche General im Nordwesten eine kurvenreiche Bahnstrecke zur Zeche Carl Friedrich nach Süden, die Thema des Bergbauwanderwegs im Bochumer Süden ist. Nach Osten führte unsere Bahnstrecke über Laer nach Langendreer weiter. Und nach Norden zweigte im Bahnhof die eigentliche Springorum-Bahn zum Nordbahnhof von Bochum ab, der wir gleich weiter folgen werden. Der Bahnhof wurde bereits zum Anfang des 20. Jahrhunderts für Personenverkehr stillgelegt und diente nur noch dem Güterverkehr. Mit der letzten Teilstrecke erfolgte 1999 die Stilllegung. Ein Teil des Bahnhofs wurde zu einem Wohngebiet, das sich in der Form eines langgestreckten Ovals an Stelle der alten Gleisanlagen befindet.

Die folgende Abbildung zeigt wieder eine Topographische Karte aus den 1930er oder 1940er Jahren, diesmal vom Bahnhof Weitmar. Unser Rad- und Wanderweg ist abermals mit Punkten markiert (die kurze Umfahrung ab der Straße An der Holtbrügge ist ausgelassen). Zu sehen sind die zwei Gleisanschlüsse zu den Zechen im Westen und Süden und die nach Osten herausführende Bahnstrecke nach Langendreer. Unser Weg folgt der Springorumbahn nach Nordosten.

Historische Karte Bahnhof Weitmar

Da das Wohngebiet dadurch die Trasse langfristig blockiert, müssen wir einen Umweg machen. Vor einem alten, zum Wohnhaus umgebauten Stellwerk führt der Weg links in den POI: Ort von Interesse am Wegesrand Springorumpark. Das ist eine offene Grünanlage mit weiten Wiesenflächen, Spielplatz und Mountainbike-Strecke. Der Rad- und Wanderweg führt unter der Straße An der Holtbrügge vorbei und nördlich am neuen Wohngebiet entlang. In einem Schlenker nach rechts stoßen wir aber bald wieder auf den alten Streckenverlauf. Ein „Bahnübergang“ führt über die Springorumallee, wobei es hier nie einen solchen gegeben hat. Die Straße ist erst lange nach Stilllegung der Strecke entstanden und verbindet erst seit jüngerer Zeit das Gewerbegebiet Prinz Regent mit dem Innovationspark Springorum. Hier befand sich das 1961 in Betrieb gegangene Kraftwerk Springorum, ein Kohlekraftwerk, das allerdings 1988 abgerissen wurde. Nach dem Abriss entstand hier besagter Innovationspark.

Springorumtrasse Bochum

Tunnel unter der Hattinger Straße

Springorumtrasse Bochum

Zugang zum Springorumpark am Bahnhof Weitmar

Springorumtrasse Bochum

Stellwerk bzw. Schrankenposten an der Straße An der Holtbrügge

Springorumtrasse Bochum

Veranstaltungszentrum "Zeche" in Bochum

Auf der rechten Seite unseres Rad- und Wanderweges befand sich die POI: Ort von Interesse am Wegesrand Zeche Prinz Regent. Das Bergwerk nahm 1873 den ersten Schacht in Betrieb und wurde 1960 stillgelegt – also im Jahr vor der Inbetriebnahme des benachbarten neuen Kohlekraftwerks, das entgegen der Planungen fortan von anderen Zechen in der Umgebung beliefert werden musste. Einige der Gebäude der Schachtanlage sind heute noch erhalten. Hier befindet sich beispielsweise das Prinzregenttheater und seit 1981 auch das bekannte Veranstaltungszentrum „Zeche“. Ich erinnere mich noch an eine Geschichte, als wir als junge Studierende im ersten Semester in Bochum gefragt wurden, wo man hier zur „Zeche“ kommen könnte – und der Kommilitone entgeistert antwortete, dass es hier in Bochum ja ganz viele Zechen geben würde. Ich glaube, er hat die Fragenden dann zum Deutschen Bergbaumuseum geschickt.

Abstecher zum Malakowturm der Zeche Julius Philipp:

Ein Abstecher von 2,2 km (nur Hinweg, ca. 10 Minuten) führt von der Springorumallee zum Kreisverkehr, geradeaus und dann links in die Prinz-Regent-Straße, rechts entlang der Königsallee bis zur Markstraße und dort links bis zur Glücksburger Straße zum Malakowturm.

Er ist monumental, aber auch so gut wie das einzige, das heute noch an die Zeche Julius Philipp erinnert. Hinter Wohnhäusern und am Rande eines Sportplatzes gelegen erhebt sich der steinerne Förderturm der Zeche. Dieser sogenannte Malakowturm ist einer von nur 14 erhaltenen im Ruhrgebiet. Diese Türme erinnern an eine Burg und sind nach dem Fort Malakow benannt, seinerzeit Sinnbild für Stärke und Widerstandsfähigkeit. Sie waren im Ruhrgebiet recht verbreitet, bevor sich die stählernen Fördergerüste langsam durchsetzten. In ihrer Blütezeit in der Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts waren Eisen und Stahl noch nicht so weit entwickelt, dass sie diese Aufgabe erfüllen konnten. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahr 1877 und ist etwa 32 Meter hoch. Seine Seitenlängen betragen ca. 15 Meter, womit das Turm-Bauwerk gerade einmal halb so breit wie hoch ist. Massive, zum Teil meterdicke Mauern waren in der Lage, die Kräfte aufzunehmen, die durch die immer tieferen Schächte zu bewältigen waren. Besonders markant für den Turm der Zeche Julius Philipp sind die senkrechten Strebepfeiler an seinen Seiten sowie das halbrunde Tor.

Nur 30 Jahre später wurde die Zeche bereits wieder stillgelegt. Für die Nachbarzeche Prinz Regent diente der Schacht unter dem Malakowturm zur Bewetterung, also der Belüftung der Grubenbaue unter Tage, Versorgung mit frischer Luft und Abziehen giftiger Gase. Der mächtige Turm blieb glücklicherweise erhalten und steht heute unter Denkmalschutz. Die Abteilung für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der nahen Ruhr-Universität Bochum, in den 1970er Jahren Eigentümer des Turms geworden, hat im Jahre 1990 ihre Medizinhistorischen Sammlung im zuvor sanierten Turm eingerichtet. Auf verschiedenen Etagen werden in der Dauerausstellung medizinische Geräte aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie technische Entwicklungen und Fortschritte gezeigt. Ein Bereich, der den Hintergrund des Malakowturms aufgreift, ist der der Krankheiten im Bergbau und Rettungsgeräte unter Tage. In den obersten Etagen sind eine Fach-Bibliothek und Seminarräume zu finden. In der Ausstellung ist Fotografieren nur für Privatzwecke erlaubt, weshalb an dieser Stelle nur Aufnahmen von außen gezeigt werden.

Nördlich vom Turm befand sich eine Bergehalde. Sie wird mithilfe historischer Aufnahmen auf interaktiver Weise in der Rubrik der Ehemaligen Halden näher vorgestellt.

Malakowturm der Zeche Julius Philipp in Bochum

Malakowturm über die ehemalige Haldenfläche hinweg
von der Glücksburger Straße aus gesehen

Malakowturm der Zeche Julius Philipp in Bochum

Burgähnlicher Förderturm der Zeche Julius Philipp

Malakowturm der Zeche Julius Philipp in Bochum

 

Malakowturm der Zeche Julius Philipp in Bochum

Westseite des Turms

Malakowturm der Zeche Julius Philipp in Bochum

Eingang zur Medizinhistorischen Sammlung

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Geöffnet ist die Ausstellung im Malakowturm Mi 09.00-12.00 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat ab 14.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. An den Sonntagen werden um diese Uhrzeit kostenlose öffentliche Führungen angeboten. Weitere Führungen auf Nachfrage. Für zeitweise Sonderausstellungen gelten womöglich andere Öffnungszeiten. Informationen dazu bietet die offizielle Internetseite der Ruhr-Universität (siehe unten).

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für dieses Museum entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen.

Trotz Aufzug und entsprechend ausgebautem WC sind nicht alle Bereiche der Ausstellung barrierefrei erreichbar. Fotografieren ist begrenzt für private Zwecke erlaubt.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zum Dreieck Bochum-West und dort auf die A448. Diese an der Ausfahrt 5 Bochum-Süd verlassen und rechts abbiegen auf die Königsallee. Nach 800 m an der Ampel links abbiegen in die Markstraße. Nach 500 weiteren Metern links in die Glücksburger Straße und im Bereich des Sportplatzes parken. Alternativ auf der Markstraße weiter und hier am Rand parken.
Von der Glücksburger Straße ist der Malakowturm vorbei am Sportplatz erreichbar. Von der Markstraße die Wege rechts oder links der Wohnhäuser 258 bis 264 nutzen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Markstraße 258a in Bochum

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hbf. mit der U35 Richtung Hustadt bis Markstraße. Dort umsteigen in den Bus der Linie 346 Richtung Scharpenseelstraße. Nach der Gesamtschule bereits an der übernächsten Station Glücksburger Straße ausstiegen. Der Malakowturm steht hinter den Häusern 258-264.

Unmittelbar an der alten Zeche Prinz Regent zweigte die Springorumbahn von der Bahnstrecke nach Langendreer ab (schwarze Strecke in der Karte). Wir machen auf unserer Trasse also einen leichten Linksbogen und fahren nun in nordöstlicher Richtung in die innenstadtnahen Teile von Bochum. Eine Brücke führt über die Autobahn A448, eine weitere über die POI: Ort von Interesse am Wegesrand Königsallee, die Prachtstraße, die in Grönemeyers Lied „Bochum“ erwähnt wird und darin nicht ganz zu vergleichen ist mit der berühmten "Kö" in Düsseldorf. Wir kreuzen auch die Wasserstraße und kommen zur Universitätsstraße.

Die Straße führt gut ausgebaut von der Stadtmitte zur Ruhr-Universität und weiter bis zur Autobahn A43. Auf der Brücke kann man das markante Exzenterhaus sehen, ein Hochhaus auf einem ehemaligen Hochbunker an der Oskar-Hoffmann-Straße, direkt an der gleichnamigen Haltestelle der U35. Seine Besonderheit sind die exzentrischen Ellipsen, die die drei oberen Gebäudesegmente bilden. Auf halbem Wege zwischen der Brücke und dem Exzenterhaus befand sich eine weitere Zeche, nämlich die Zeche Friederika bzw. Dannenbaum mit der Schachtanlage III. Der heutige Friederikapark hinter den Bürogebäuden liegt teilweise auf altem Haldengelände.

Die genannte U35 führt übrigens nur wenig südlich von hier in der Mitte der Universitätsstraße ans Tageslicht. In der Nähe sind die Haltestellen Waldring und Wasserstraße erreichbar.

Springorumtrasse Autobahnbrücke A448

Autobahn A448 unter der Springorum-Trasse

Springorumtrasse Bochum

Hin und wieder finden sich Überreste der alten Bahn am Rand

Brücke der Springorumbahn über die Universitätsstraße in Bochum, mit Exzenterhaus

Brücke über die Universitätsstraße mit Blick zum Exzenterhaus an der Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße

Exzenterhaus Bochum

Exzenterhaus in Bochum

Neues Gymnasium Bochum

Neues Gymnasium

Eine der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten Bochums liegt versteckt zwischen dem Neuen Gymnasium, einem Sportplatz und der Kleingartensiedlung Friederika in einer tiefen Senke. In historischen topographischen Karten ist an dieser Stelle im Vorort Altenbochum die Signatur für einen Steinbruch mit der Beschriftung Ziegelei zu finden. Diese wurde zuletzt von der Zeche Friederika bis 1959 betrieben. Schon drei Jahre später stellte man das 1,6 ha große Gelände unter Naturschutz und wies es 1974 als Naturdenkmal aus. Bereits 1971 erfolgte die Umgestaltung der Anlage zum ersten POI: Ort von Interesse am Wegesrand Geologischen Garten in der Bundesrepublik Deutschland, der schließlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Der ehemalige Steinbruch ermöglicht einen eindrucksvollen Einblick in die oberen Schichten der Gesteine im Erdboden unter dem Ruhrgebiet und bietet an seinen Rändern sogenannte Aufschlüsse. Das sind freigelegte und unbewachsene „Profile“ des Gesteins im Boden. Gleich drei verschiedene Gesteinsfolgen aus unterschiedlichen Erdzeitaltern können hier angesehen werden. Der ein oder andere Leser mag Erdzeitalter vielleicht aus der Schule, Kreuzworträtseln oder privater Beschäftigung mit dem Thema kennen. Zumeist wird man damit eine schier unerlernbare Abfolge lateinischer Begriffe assoziieren, die unbegreiflich lange vergangene Zeiträume gemäß der klimatischen und Lebensbedingungen auf der Erde einteilen. Sie sind in sogenannte Ärathemen eingeteilt, die letzten drei sind das Paläozoikum ("Erdaltertum", vor 545 bis 248 Mio. Jahren), das Mesozoikum ("Erdmittelalter", vor 248 bis 65 Mio. Jahren) und das Känozoikum ("Neuzeit", vor 65 Mio. Jahren bis heute) und gehören alle zum jüngsten sogenannten Äon Phanerozoikum. Im Geologischen Garten sind Gesteinsschichten sichtbar, die aus jeweils einer dieser Ärathemen stammen. Zuzuordnen sind die ältesten dem Karbon (358 bis 296 Mio. Jahre vor heute, also Paläozoikum), in dem sich im Bereich des heutigen Deutschlands ein flaches Meer befunden hat. Zu dieser Zeit sind die Steinkohleflöze durch Torfablagerungen im Wasser entstanden. Die zweite Epoche ist die Kreidezeit (142 bis 65 Mio. Jahre vor heute, also Mesozoikum). Die dritte Epoche ist das Quartär (1,8 Mio. Jahre bis heute, also Känozoikum). Bestimmt wurde dies durch den Wechsel zwischen Warm- und Eiszeiten und dem Vorrücken und Zurückweichen von Inlandeis, bei dem Lockergesteine, sogenannte Findlinge, also einzelne Steine, die von einem Ursprungsort transportiert und zurückgelassen wurden.

Man braucht allerdings kein geowissenschaftliches Vorwissen, um sich mit den bunten Gesteinsschichten des Geologischen Gartens befassen zu können. Es sind 17 Stationen, die rings um die ehemalige Wand des Steinbruchs entlang der Aufschlüsse verlaufen und durch Schilder mit Texten und Zeichnungen lehrreich erklärt werden. Inmitten der Aufschlüsse befindet sich eine weite Wiese mit einem Mammut- und Gingkobäumen. Der Garten ist sehr kleinräumig und wirkt erfreulich übersichtlich. Gerade Fotografen können sich an den teils ton-, sand-, humus- und kohlehaltigen Gesteine durch ihre Farbigkeit erfreuen. Für alle anderen ist es ein schöner, gepflegter Garten inmitten eines Steinbruchs, ein Ruhepol inmitten der hektischen Stadt mit Einkaufszone und Studentenbetrieb.

Geologischer Garten in Bochum

Der Geologische Garten Bochum – Ehemalige Ziegelei Frederika

Findlinge

Findlinge auf der weiten Wiesenfläche mitten im Steinbruch

Geologischer Garten

Gesteinsschichten aus der Kreidezeit am Südwestrand

Geologischer Garten

Karbonzeitliches Gestein in schräger Lage; hinten Mammutbaum

Toneisenstein

Toneisenstein-Knollen (drei Stück)

Geologischer Garten mit Informationstafel

Eine Tafel erklärt Gesteinsart, Herkunft und Lagesituation

Felsfarbenspiel

Farbenspiele der Natur

Toneisensteinknolle

Toneisenstein-Knolle

Geologischer Garten Bochum

Sitzgelegenheiten und Nordteil des Gartens

Geologischer Garten in Altenbochum

Nur schauen, nicht anfassen: Zaun vor der Felswand

Geologischer Garten

 

Rote Bank

 

Geologischer Garten Bochum Geogarten Bochum

 

Information zum Besuch im Geologischen Garten:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Garten ist ständig frei zugänglich, der Eintritt ist frei. Das Abschlagen und / oder Mitnehmen von Fels-, Kohle oder Toneisenstücken ist dringend zu unterlassen.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 37 Bochum-Harpen. Aus Richtung Essen rechts auf den Harpener Hellweg und links auf den Sheffield-Ring, aus Richtung Dortmund rechts auf den Sheffield-Ring (linke Rechtsabbiegerspuren). Die zweite Ausfahrt in Altenbochum nutzen und rechts auf die Wittener Straße abbiegen. Nach 1 km links in die Velsstraße. Nach 600 m rechts abbiegen auf Am Dornbusch. nach wenigen hundert Metern liegt rechts ein Zugang zum Geologischen Garten (Hinweisschild). Hier am Rand parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Querenburger Straße oder Am Dornbusch

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hbf. mit der U35 Richtung Hustadt / Ruhr-Universität bis Oskar-Hoffmann-Straße, Waldring oder Wasserstraße (alle Stationen sind nahezu gleich weit vom Ziel entfernt). Von der Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße in Südrichtung, vom Waldring in Nordrichtung zur Querenburger Straße laufen, hier nach Osten einbiegen und sofort wieder rechts. Hinter dem ehemaligen Bahnübergang (Beschilderung) links über den oder vorbei am Sportplatz oder dahinter links über den Schulhof zum Eingang. Von der Haltestelle Wasserstraße auf die östliche Straßenseite, dort in die Wasserstraße abbiegen und die erste links (Beschilderung). Nach ca. 500 Metern rechts über den Schulhof zum Garten.

Nach dem Geologischen Garten geht es auf der Trasse durch die Wohngebiete von Altenbochum weiter. Dennoch bietet das Gehölz rechts und links der Strecke reichlich Schatten auch im heißen Sommer. Rechts liegt am Glockengarten ein weiterer POI: Ort von Interesse am Wegesrand Spielplatz, der direkt von der Trasse aus erreicht wird. Wir unterqueren die Wittener Straße durch einen dieser neuen Tunnel. Der Weg verläuft nun in einem kleinen Trog zwischen steinernen Stützwänden, die so typisch für Eisenbahnstrecken sind. Sind die kleinen Nischen in der Mauer einst zum Ausweichen von Gleisarbeitern bei Zugbetrieb gedacht? Zwei weitere Brücken in einer langen Linkskurve – dann endet der Weg abrupt an der Goerdtstraße am Knotenpunkt 21 des Radreviers Ruhr. Vor uns verläuft die Bahnstrecke von Dortmund nach Essen, auf der die großen Regionalexpress-Linien, der RRX, die S-Bahn und der Fernverkehr durch Bochum fahren. Diese Strecke wurde kurz hinter unserem Trassenende unterquert. Die Springorumbahn führte zum Nordbahnhof weiter.

Springorumtrasse Bochum

Leichtbau-Tunnel auf der Springorum-Trasse bei Altenbochum

Spielplatz in Bochum

Zweiter Spielplatz in Trassen-Nähe am Streckenende

Springorumtrasse Bochum

Zwischen Stützwänden führt der Weg zum Endpunkt

Springorumtrasse Bochum

Kurz vorm Ziel (Blick zurück)

Über das Radverkehrsnetz ist die Innenstadt Bochums (Knotenpunkt 77) zügig erreichbar. Fährt man zum Knotenpunkt 20, so ist in kurzer Zeit der Parkway EmscherRuhr erreichbar, der sehr schön zwischen Waltrop und Kemnader Stausee durch einen regionalen Grünzug des Ruhrgebiets führt.

Anreise zum Ausgangspunkt in Altenbochum:

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 37 Bochum-Harpen. Aus Richtung Essen rechts auf den Harpener Hellweg und links auf den Sheffield-Ring, aus Richtung Dortmund rechts auf den Sheffield-Ring (linke Rechtsabbiegerspuren). Die nächste Ausfahrt in die Harpener Straße fahren. Im Kreisverkehr links und über die Bahn. Rechts auf die Bonhoefferstraße und nach 500 m rechts in die Goerdtstraße. Hier liegt der nördliche Endpunkt.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Goerdtstraße in Bochum

Anreise mit Bus und Bahn: Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Bochum Hbf. Vom Hauptausgang rechts zur Wittener Straße und dieser rechts folgen bis zum Lohring. Links abbiegen und vor der Brücke rechts in die Straße Am Lohberg. Diese geht in die Goerdtstraße über, wo sich der Zugang am Ende der Trasse befindet.

 

Geographische Koordinaten:
51°25'36.82"N, 7° 08'32.99"E – Bahnhof Dahlhausen
51°26'14.43"N, 7° 10'09.90"E – Siedlung Der Turm
51°26'08.92"N, 7° 10'32.56"E – Siedlung Am Röderschacht
51°26'51.87"N, 7°11'21.35"E – Haus Weitmar
51°28'05.94"N, 7°14'02.00"E – Geologischer Garten Südzugang
51°28'11.75"N, 7°13'58.12"E – Geologischer Garten Nordzugang
51°26'56.07"N, 7°14'07.88"E – Malakowturm Julius Philipp
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
370864 m, 5698935 m – Bahnhof Dahlhausen
372764 m, 5700050 m – Siedlung Der Turm
373198 m, 5699869 m – Siedlung Am Röderschacht
374184 m, 5701170 m – Haus Weitmar
377328
m, 5703384 m – Geologischer Garten Südzugang
377258 m, 5703566 m – Geologischer Garten Nordzugang

377396 m, 5701220 m – Malakowturm Julius Philipp (Abstecher)

Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden. Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Springorumbahn 1995 mit Führerstandsvideo: www.bochumschau.de
Bergbauwanderweg Dahlhausen: www.ruhrgebiet-industriekultur.de
Museum unter Tage (MuT): www.bochum.de
Situation Kunst in Bochum: www.situation-kunst.de
Prinzregenttheater: www.prinzregenttheater.de
"Zeche" in Bochum: www.zeche.com
Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität: www.ruhr-uni-bochum.de/malakow
Route der Industriekultur (Malakowturm):

www.route-industriekultur.ruhr

Industriekultur im Ruhrgebiet

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 07 / 2019
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