Auf der Spur der Alten Emscher

Auf der Spur der Alten Emscher und sogar mitten durch ein Stahlwerk hindurch können Radfahrende sich auf einem etwa 10 Kilometer langen Tourenvorschlag vom Landschaftspark Duisburg Nord bis zum Rhein machen. Dabei wird der ehemalige und ursprüngliche Verlauf der Emscher verfolgt, die bis in die 1910er Jahre hier ihren Unterlauf hatte und am Dorf Alsum in den Rhein mündete.

Die folgende Karte zeigt den Verlauf einer Tour, die weitgehend auf dem Radverkehrsnetz verläuft, aber nicht als Themenradweg ausgeschildert ist. Da die Tour unabhängig von den übrigen Radwegen entlang der Kleinen und der heutigen (neuen) Emscher ist, wird diese im eigenen Beitrag vorgestellt.

Übersichtskarte Alte Emscher in Duisburg

Die Nummernpunkte 1 bis 6 markieren interessante Orte am Weg oder mit Bezug zum Fluss, die auch im Beschreibungstext näher vorgestellt werden. Die blauen Pfeile sind Anschlüsse zu anderen thematischen Radwegen in der Region, beispielsweise zum Grünen Pfad oder zum Rheinradweg.

Zum Hintergrund der Radtour: Vom Wandel der Emscher

Die Alte Emscher ist der ursprüngliche, natürliche Verlauf des Flusses. Sie verlief mit zahlreichen Flussschlingen vom Kaisergarten vorbei am heutigen Landschaftspark Duisburg-Nord und schließlich bei Alsum in den Rhein. Am Anfang des 20. Jahrhunderts kam es jedoch zu Problemen durch Bergsenkungen. Da Wasser selten natürlich bergauf fließt, drohten Teile von Duisburg zu überfluten.

In den 1910er Jahren wurde die Emscher daher zum ersten Mal umgeleitet. Die heute sogenannte Kleine Emscher fließt am Gasometer Oberhausen geradeaus in mehr oder weniger westlicher Richtung und schließlich bei Aldenrade in den Rhein. Ende der 1940er Jahre wurde die Emscher dann erneut umgelegt. Die Kleine Emscher wurde abgeschnitten, sodass die Emscher heute unter der Brücke der A42 ihre scharfe Rechtskurve macht. Seitdem fließt sie in nordwestlicher Richtung bis zu ihrer heutigen Mündung bei Dinslaken. In der nachfolgenden Karte sind die drei Mündungsverläufe dargestellt.

Unterlauf der Emscher mit verschiedenen Flussläufen im Laufe der Zeit
Unterlauf der Emscher mit verschiedenen Flussläufen im Laufe der Zeit

Wir beschäftigen uns auf dieser Tour also mit dem blauen Verlauf und versuchen ihn vom Landschaftspark bis zu seiner alten Mündung bis 1910 zu verfolgen.

Wegebeschaffenheit, Beschilderung und Anreise

Die Tour verläuft größtenteils auf wassergebundener Oberfläche ruhiger Radwege (z. B. im Bereich Landschaftspark Nord oder Beeck sowie am Rhein) sowie teilweise auf öffentlichen Straßen bzw. auf straßenbegleitenden Radwegen. Einige Abschnitte sind auch asphaltiert. Bei Bruckhausen verläuft der Tourenvorschlag auf einer speziellen Trasse sogar mitten durch das Stahlwerk. Die Autobahn A42 ist an einigen Stellen nah, wird aber mit etwas Übung fast komplett ignoriert.

Teilweise kann den Hinweisen des Radverkehrsnetzes NRW gefolgt werden, allerdings gibt es keine direkte Beschilderung eines Themenradweges. Dieser Artikel ist vielmehr ein Tourenvorschlag. Am Ende der Tour besteht außerdem die Möglichkeit, einen Abstecher auf den Alsumer Berg zu machen, der ein wenig Kondition (oder genügend Strom im Akku) verlangt.

Anreise mit dem Auto:

Ausgangspunkt Landschaftspark Nord: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 7 Duisburg-Neumühl. Aus jeder Fahrtrichtung zunächst rechts abbiegen auf die Duisburger bzw. Neumühler Straße (Beschilderung zum Landschaftspark). An der nächsten Ampelkreuzung geradeaus und die nächste Möglichkeit rechts abbiegen in die Emscherstraße. Nach 700 Metern befindet sich hier ein kostenloser Parkplatz, der Tag und Nacht geöffnet ist.

Ausgangspunkt Alsumer Berg: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 5 Duisburg-Beeck. Aus Richtung Moers sofort links, aus Richtung Dortmund zunächst geradeaus über die Kreuzung und dann rechts in die Alsumer Straße. Nach etwa 2 km links in den Alsumer Steig, wo sich kurz darauf links ein Parkplatz mit Zugang zum Rheindeich befindet, über den auch der Alsumer Berg erreicht wird.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Emscherstraße (Landschaftspark) oder Alsumer Steig in Duisburg

Anreise mit Bus und Bahn:

Von Duisburg Hauptbahnhof mit der Straßenbahn der Linie 903 Richtung Dinslaken bzw. Watereck bis Landschaftspark Nord (eine davor zum Bereitmachen: Voßstraße).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike:

Der Ausgangspunkt am Landschaftspark Duisburg-Nord ist sehr gut verbunden mit dem Bahntrassenradweg „Grüner Pfad“. Auf diesem verlaufen außerdem die Deutsche Fußballroute NRW und der Emscher-Park-Radweg. Nicht weit von hier hat dieser einen Anschluss an den Emscherweg und geht schließlich auf die HOAG-Trasse über. Am Alsumer Berg werden verschiedene Radwege an der Rheinschiene erreicht, über die man am östlichen Ufer nach Ruhrort oder Walsum gelangt. Mit ein wenig Einfallsreichtum lassen sich somit sehr schöne Rundtouren mit ansehnlicher Streckenlänge zusammenstellen. Eine Hilfestellung dazu bietet die interaktive Karte auf der Übersichtsseite zu den Radtouren in dieser Region.

Kartenmaterial / Literatur:

In den dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind außerdem zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Der Ausgangspunkt in der Nähe des Landschaftsparks Nord liegt zwar nicht dort, wo die heutige Emscher vom alten Verlauf abweicht und die Alte Emscher anfängt. Im Bereich zwischen der Neuen Mitte Oberhausen und dem Landschaftspark sind aber große Bereiche entweder vom Rhein-Herne-Kanal, von der Zeche Concordia oder von Autobahnen überbaut worden. Richtig sichtbar mit begleitenden Wegen wird der Bach erst im östlichen Teil des Landschaftsparks, sodass dieser sehr gut mit seinen großen Parkmöglichkeiten als Start genutzt werden kann.

Von der Neustadt zur Sinteranlage im Landschaftspark Nord

Die Alte Emscher unterquert die ehemalige Bahnstrecke, auf deren Trasse heute der „Grüne Pfad“ verläuft, ein Bahntrassenradweg, über den wir von hier aus bequem zur heutigen Emscher gelangen würden. Am Grünen Pfad stehen die kleinen Miniaturhäuser des 1 Kunstprojekts Neustadt, die mit einem kleinen Schlenker erreicht werden. Dabei handelt es sich allesamt um Nachbildungen von Gebäuden, die in den letzten Jahren als Bausünde im Ruhrgebiet abgerissen wurden. Ausführlicher wird die Installation im Beitrag zum Landschaftsparks Nord vorgestellt.

Grüne GlücksorteDer Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein „grüner Glücksort“ im gleichnamigen Buch von Thomas Dörmann. Unter dem Leitsatz „Geh raus & blüh auf“ bietet es 80 Ziele aus den grünen Parks, Halden und Landschaften im Ruhrgebiet: Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet*

Dahinter umrundet die Alte Emscher die Masselgießanlage des alten Hüttenwerks Meiderich und verläuft parallel zur Autobahn A42. Hier stößt man erstmals auf Wasser und verfolgt auf breitem Weg die Alte Emscher.

Blick vom Aussichtspunkt nach Westen auf die Masselgießanlage und die Hochöfen im Kernbereich des Landschaftsparks Nord
Blick vom Aussichtspunkt nach Westen auf die Masselgießanlage und die Hochöfen im Kernbereich des Landschaftsparks Nord
Langgestreckte Kurven von Gewässer und Radweg
Langgestreckte Kurven von Gewässer und Radweg

Im und um den Landschaftspark

In einem großen Bogen um die Masselgießanlage gelangen wir zur Sinteranlage und folgen dem Gewässer weiter durch den 2 Landschaftspark Duisburg-Nord. Brücken führen über die Alte Emscher zu den Möllerbunkern und den Hochöfen, dem zentralen Punkt der spannenden Parkanlage auf altem Werksgelände. Ein Wasserspielplatz liegt am Wegesrand. Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann sogar die alten Feinerzbunker besichtigen, die teilweise zu bunten Gärten umgestaltet sind. Außerdem ist die Auffahrt zu einem Aussichtspunkt auf einer alten Schlackenhalde möglich.

Ausblick von der Schlackenhalde auf das Amphitheater im Vordergrund und die Hochöfen im Hintergrund
Ausblick von der Schlackenhalde auf das Amphitheater im Vordergrund und die Hochöfen im Hintergrund

Ich brauche nicht zu sagen, dass auch der Kern des Landschaftsparks Nord mit dem Hochofen einen Abstecher lohnt. Dazu kann die Alte Emscher über verschiedene Brücken (auch ohne Treppen) überquert werden. Man kann sich natürlich auch die Erkundung des Landschaftsparks für das Finale der Tour aufheben und die Runde frei nach der verbliebenen Lust und Laune gestalten. Ausführlicher wird der Park im eigenen Artikel vorgestellt.

Ausblick vom Hochofen auf den beeindruckendsten Teil des Landschaftsparks Duisburg-Nord
Ausblick vom Hochofen auf den beeindruckendsten Teil des Landschaftsparks Duisburg-Nord

Der Fluss verlässt das Gelände durch eine Brücke unter der Bahn, wir kommen jedoch an dieser Stelle nicht auf die andere Seite. Daher folgen wir den alten Bahntrassen bis zur Hamborner Straße und biegen nach Unterfahren der Autobahn A59 links ab. Vorbei am Gelände der ehemaligen Zeche Friedrich Thyssen IV / VIII kommen wir zurück zur Alten Emscher, die unter der Straße durchfließt. Wir biegen rechts ab und folgen ihrem Verlauf in westlicher Richtung. An der Bahnbrücke halten wir uns rechts und biegen hinter der Flussbrücke links ab.

Vom Landschaftspark Duisburg-Nord zum Pumpwerk Alte Emscher

Der Bach schlängelt sich zwischen Beeck und Möhlenkamp her. Die Alte Emscher machte hier früher einen Bogen um das südliche Beeck, kann hier aber nicht so gut durchgängig begleitet werden.

Radweg an der Alten Emscher Richtung Rhein
Radweg an der Alten Emscher Richtung Rhein

Hinter einem kleinen Naherholungsgebiet stößt der Beeckbach in die Alte Emscher, die daraufhin in den Untergrund verschwindet. Wir wählen den Weg entlang des Beeckbachs ein Stück flussaufwärts und kommen zu einer Autobahnbrücke. Vorbei an Bruckhausen, das sich in der letzten Zeit durch den Rückbau und Abriss von Wohngebäuden zur Schaffung einer Grünanlage stark verändert hat, kommen wir links über die Friedrich-Ebert-Straße und rechts über die Hoffstraße zum 3 Pumpwerk Alte Emscher. Sowohl der nördliche Beecker als auch der südliche Stockumer Ast der Alten Emscher laufen hier unterirdisch ein.

Im Prinzip ist das Pumpwerk ein sehr interessantes Gebäude mit einem großen Kuppeldach, das leider ein wenig von der in den 1990ern gebauten Autobahnbrücke zugebaut und im Regelfall nur als Zaungast zu betrachten ist. Das 1914 in Betrieb gegangene Pumpwerk sorgt dafür, dass nach den angesprochenen Senkungen durch den Bergbau unter Tage das Wasser in den Rhein gepumpt wird. Würde man das Pumpwerk abschalten, entstünde hier schon bald ein See, da es nicht mehr auf natürliche Weise abfließen kann. Arbeiten wird das Pumpwerk, solange Menschen hier wohnen und arbeiten und nicht dauerhaft tauchen möchten. Das Wasser wird über Druckrohre zur Kläranlage gepumpt.

Der Radweg durchs Stahlwerk

Mehrere dicke Rohre verlaufen daher nun von hier aus in Richtung Rhein. Wir nutzen nur kurz die Alsumer Straße und biegen links in den neuen Radweg ein. Er wurde u. a. errichtet, weil die Matenastraße von Bruckhausen nicht mehr benutzbar ist. Der legendäre Matenatunnel (siehe weiter unten) unter dem Werk ist nicht mehr in Betrieb. Der Radweg folgt nun einem kleinen Graben und den dicken Wasserrohren, wo die Emscher früher bereits deutlich breiter und kurz vor ihrer Mündung in den Rhein war. Die Besonderheit des Weges ist, dass er mitten durch das riesige Gelände des 4 ThyssenKrupp-Stahlwerks Beeckerwerth verläuft.

Rechts und links sehen wir Anlagen, Schornsteine, beinahe unüberschaubare Systeme von Rohren, Leitungen, Kabeln und Eisenbahnstrecken. Und zwischendurch zieht sich dieser grüne Graben der Alten Emscher, an dem im Sommer viele Wildpflanzen wie die Kornblume wachsen. Anfang und Ende des Weges sind jeweils durch eine Stahlskulptur markiert, die wie ein zum Teil aufgerollter Weg aussieht. Daneben gibt es an einzelnen Stellen weitere Stahlskulpturen wie zum Beispiel einen großen geometrischen Kegel. Eine Brückenunterführung in der Mitte ist ein Engpass, den man nur einzeln auf ca. 60 Metern Länge schiebend und ohne Gegenverkehr bewältigen kann.

Radweg durchs Stahlwerk, begleitet von den Rohren des Pumpwerks links und für Dampf, Sauerstoff oder Stickstoff rechts
Radweg durchs Stahlwerk, begleitet von den Rohren des Pumpwerks links und für Dampf, Sauerstoff oder Stickstoff rechts

Am Ende des Radwegs, neben einer Zufahrt samt Pförtnerhaus des Thyssen-Werkes, liegt links die erwähnte zentrale Kläranlage Alte Emscher. Besser jedoch werden wir sie noch einmal ganz am Ende der Tour sehen. Wir kommen zurück zur Alsumer Straße und folgen ihr links. Kurz darauf zweigt rechts die Matenastraße ab, die heute in einer Sackgasse endet (wir fahren geradeaus weiter). Bis vor einigen Jahren führte sie jedoch weiter bis Bruckhausen und unterquerte das Stahlwerk durch ein legendäres Tunnel-Bauwerk, den Matenatunnel.

Ehemaliger Matena-Tunnel

Der Matena-Tunnel ist ein heute nicht mehr nutzbarer, etwa 400 Meter langer Tunnel, der mitten unter dem Stahlwerk von Thyssen-Krupp verläuft. Er wurde im Zuge von Werkserweiterungen 1911 auf der bestehenden Matena-Straße errichtet. Der Begriff Matena bedeutet „Wiesenaue“. Dabei verband diese Straße einst Bruckhausen mit Alsum. Sogar eine Straßenbahnlinie führte durch den Tunnel hindurch, noch zuletzt waren Anzeichen von Schienen im Asphalt sichtbar.

Das Besondere an diesem Tunnel ist sein ganz eigener Charme, die Baufälligkeit und die Tatsache, dass er insbesondere in Schimanski-Filmen eine vielgenutzte Filmkulisse war. Durch die Anpassung an die bestehende Straßenführung hat der Tunnel eine sehr eigenartige Form. Der Tunnel ist recht kurvenreich, man kann von einem Ende nicht zum anderen sehen. Er ist mal mehr und mal weniger schmal und hat sogar an einem Ende einen kleinen Abzweig für den Fußgängerweg. Die Straße ist sehr holprig und besteht teilweise aus Pflastersteinen. Die Fliesen haben einmal großflächig an der Wand geklebt, an den meisten Stellen ist aber nur noch der nackte, marode Beton sichtbar. Wasser tropft in den Bau und hinterlässt seine Ablagerungen an Wänden und Straße. Über dem Fußgängerweg erstreckt sich einseitig das dünne Leuchtband.

Im April 2013 wurde bekannt, dass der Tunnel nach zunächst vorübergehenden Wartungsarbeiten im Frühjahr für immer geschlossen bleiben wird. Die Portale wurden versiegelt. Er ist damit heute nicht mehr zugänglich. Die Fotos stammen vom aus dem Januar 2010.

Kurvenreiche Straße mit sichtbaren Schienenresten, links der teilseparierte Fußgängerweg
Kurvenreiche Straße mit sichtbaren Schienenresten, links der teilseparierte Fußgängerweg

Ehemaliges Hafendorf und Alsumer Berg

In Alsum befand sich früher nicht nur die Mündung der Emscher in den Rhein. Es gab einen kleinen, ausgebauten Hafen vor dem Dorf, das der Alsumer Straße den Namen gibt. Im Prinzip würden wir jetzt genau mitten durch den Ort fahren und bald auf die Straßenbahnstrecke aus Marxloh treffen. Stattdessen sehen wir rechts das Thyssen-Werk, links einen Berg – aber keine Wohnhäuser oder Nebenstraßen. Dass es das Dorf gegeben hat, zeigt das folgende Luftbild aus dem Jahre 1937.

Historische Ansicht vom Dorf Alsum an Rhein und Emscher
Historische Ansicht vom Dorf Alsum an Rhein und Emscher

Alsum wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Dies sowie Bergsenkungen in dem Gebiet führten dazu, das Dorf aufzugeben, umzusiedeln und stattdessen an dieser Stelle den Alsumer Berg, eine Deponie für Schutt und Trümmer der Stadt Duisburg vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg aufzuhäufen. Der alte Hafen in der Emschermündung wurde indes Jahre zuvor größtenteils zugeschüttet. Kurzum: Fast nichts mehr erinnert an die ursprüngliche Situation zum Anfang des letzten Jahrhunderts.

Auf der anderen Seite des Alsumer Berges kommen wir endlich zum Rhein und können ihn in voller Schönheit bewundern und die Frachtschiffe darauf verfolgen. Weiter hinten ist die Halde Rheinpreußen mit dem markanten Geleucht, der großen roten Grubenlampe gut zu sehen. Sehr gut überblicken lässt sich die Szene von Rhein, Kokerei Schwelgern im Norden und dem Stahlwerk im Süden, wenn man von dieser Allee auf den 5 Alsumer Berg hinauffährt (siehe ausführlicher Artikel dazu).

Blick vom nördlichen Aussichtspunkt auf die Kokerei Schwelgern
Blick vom nördlichen Aussichtspunkt auf die Kokerei Schwelgern

Vom Alsumer Berg zur „Mündung“ der Alten Emscher

Südlich vom Berg lässt sich vom Radweg die 6 Kläranlage Alte Emscher der Emschergenossenschaft überblicken. An zwei Stellen führen Rohrleitungen bergauf und wieder bergab über den hohen Rheindeich, der Stahlwerk und das Hinterland vor Hochwasser schützen soll. Die Rohrleitungen führen das geklärte Abwasser sowie das Wasser der Alten Emscher in den Rhein.

Im Grunde ist unsere Tour nach etwa 10 Kilometern Länge bereits zu Ende. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf dem Rhein-Radweg nach Süden weiterzufahren, das Stahlwerk zu umrunden und beispielsweise über Ruhrort auf dem Grünen Pfad zurück zum Landschaftspark Nord zurückzukehren. Eine längere Variante ist der Rhein-Radweg in Nordrichtung und die Rückkehr über den Emscherweg oder die HOAG-Trasse zurück zum Ausgangspunkt.

Ein Vulkan? Hinter dem Alsumer Berg am Rheinufer versteckt sich die Kokerei Schwelgern, die gerade Koks löscht Blick vom Radweg auf dem Rheindeich in nördlicher Richtung. Rechts liegt die Kläranlage Alte Emscher
Ein Vulkan? Hinter dem Alsumer Berg am Rheinufer versteckt sich die Kokerei Schwelgern, die gerade Koks löscht Blick vom Radweg auf dem Rheindeich in nördlicher Richtung. Rechts liegt die Kläranlage Alte Emscher

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten:
51°28’50.99″N, 6°47’01.88″E – Parkplatz Landschaftspark
51°290’4.10″N, 6°47’26.89″E – Skulpturen „Neustadt“
51°29’04.81″N, 6°47’21.94″E – Aussichtspunkt Masselgießanlage
51°28’48.00″N, 6°43’40.59″E – Pumpwerk Alte Emscher
51°29’26.16″N, 6°44’19.42″E – Matenatunnel östliches Portal
51°29’30.94″N, 6°44’00.04″E – Matenatunnel westliches Portal
51°29’39.21″N, 6°43’20.89″E – Aufstieg Alsumer Berg
51°29’51.31″N, 6°43’38.07″E – Alsumer Berg Aussichtspunkt
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z. B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32):
346115 m, 5705626 m – Parkplatz Landschaftspark
346612 m, 5706024 m – Skulpturen „Neustadt“
346515 m, 5706041 m – Aussichtspunkt Masselgießanlage
342231 m, 5705655 m – Pumpwerk Alte Emscher
343015 m, 5706808 m – Matenatunnel östliches Portal
342646 m, 5706967 m – Matenatunnel westliches Portal
341899 m, 5707246 m – Aufstieg Alsumer Berg
342242 m, 5707609 m – Alsumer Berg Aussichtspunkt

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.