Navigation Impressum und Kontakt Nahverkehr in NRW: www.mytrainsim.de Bergehalden Zur Industriekultur Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Links Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Hauptseite Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Impressum und Kontakt Nahverkehr in NRW: www.mytrainsim.de Grundsätzliche Informationen zum Ruhrgebiet Zur Industriekultur Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Hauptseite Industriekultur Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Hauptseite Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Hauptseite Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen!

Nordsternpark in Gelsenkirchen

Im Zuge der sogenannten Nordwanderung des Bergbaus im Ruhrgebiet entstand 1866 das erste Kohlebergwerk nördlich der Emscher, weswegen die Zeche auch den schönen Namen »Nordstern« erhielt. Heute fällt bei entsprechender Vergleichsmöglichkeit auf, dass die verbliebenen Gebäude der Zeche Nordstern denen der nahen Zeche Zollverein in Essen sehr ähnlich sehen – auf beiden Zechen hat der Architekt Fritz Schupp in den 50er Jahren die Ausgestaltung der Architektur übernommen. Im Rahmen der Kohlekrise wurde 1976 zunächst nur die zur Zeche gehörende Kokerei geschlossen, die Zeche selbst 1983 mit der bekannten Zeche Zollverein in Essen zusammengelegt, 1988 mit der Zeche Consolidation. Im Jahr 1993 schloss die Zeche Nordstern endgültig ihre Pforten.

Auf dem alten Zechengelände der Schachtanlage I / II, das Teile nördlich des Flusses Emscher, einer schmalen Landzunge zwischen Emscher und dem dazu parallel verlaufendem Rhein-Herne-Kanal sowie einem Gebiet südlich des Kanals umfasst, wurde ein Gewerbe- und Landschaftspark eingerichtet, nach dessen Konzept einige alte Gebäude der Zeche sowie verschiedene Relikte integriert wurden. Im Jahre 1997 fand in diesem Park die Bundesgartenschau (BuGa) statt – die erste, die bis dato auf einer ehemaligen Industriebrachfläche stattgefunden hat. Anschließend daran wurde der Nordsternpark zu dem ständig frei zugänglichen und beliebten Landschaftspark mit Flanier- und Spielmöglichkeiten, Gärten und Aussichtspunkten, wie man ihn heute kennt. Eine zentrale Wegachse führt von Südost vom Wasserspielplatz über den Kanal und die Emscher nach Norden und verbindet unterschiedliche Parkteile miteinander. Geprägt ist das Gelände in großen Teilen nach wie vor durch die ehemalige Zeche, deren renovierte Hauptgebäude über den Schächten im Norden am Rande eines großen Platzes stehen. Büsche symbolisieren Waggons auf dem Bereich der ehemaligen Gleisharfe zwischen Emscher und Kanal, also dem ehemals durch seine Gleise von oben wie eine Harfe aussehenden Rangier- und Verladebahnhof der Zeche. Hier steht ein Teil des ehemaligen Kohlebunkers, der durch die Bandförderanlage auch heute noch mit der Kohlenmischhalle verbunden ist. In einem anderen Parkteil lässt sich das Fundament eines alten Kühlturms bewundern. Einen besonderen Faktor bilden Bergehalden, also künstliche Lager von bei der Kohleförderung mit an die Oberfläche geholtem unbrauchbaren Nebengestein – den Halden im Park wird ein eigenes Kapitel weiter unten in diesem Artikel gewidmet.

Bekanntestes Objekt des Nordsternparks, von dem Fotos vielfach auf Umschlägen oder Titelbildern von Reiseführern zum Ruhrgebiet abgebildet sind oder waren, ist die 1996 eingeweihte, 36m hohe und fast 100m lange Doppelbogen-Hängebrücke über den Rhein-Herne-Kanal. Ihre Besonderheit der absolut unkonventionelle Aufbau. Die Fahrbahn, die den erwähnten zentralen Fußgänger- und Radweg trägt, führt diagonal über den Kanal. Die roten und asymmetrischen Bögen, an denen die Trageseile befestigt sind, stehen wiederum senkrecht zum Kanalverlauf. Die Trasse verläuft also schräg durch beide Bögen hindurch. Ende 2010 wurde auf einem etwa 80 Meter hohen, 1952 von Fritz Schupp konstruierten und extra künstlich um einige Stockwerke erhöhten Förderturm über dem ehemaligen Schacht II der Zeche die Monumentalplastik von Markus Lüpertz aufgestellt. In Anlehnung an den griechischen Nationalhelden Herakles oder Herkules, der zwölf Aufgaben bewältigen musste (ähnlich wie in »Asterix erobert Rom«) und mit bestehen jeder Aufgabe in Kraft und Selbstbewusstsein wuchs, wird die Statue als Herkules bezeichnet. Dabei kann diese durchaus symbolisch für wirtschaftliche Niedergänge und Aufstiege des Ruhrgebiets aufgefasst werden. Die Figur mit blauen Haaren und blauem Bart (die einmal mehr möglicherweise als Anspielung auf den blau-weißen Bundesliga-Fußballverein der Stadt verstanden werden kann) ist fast 20 Meter hoch und etwa 23 Tonnen schwer. Und über Kunstgeschmack lässt sich gerade an diesem Beispiel vortrefflich streiten. Westlich von dieser im Ruhrgebiet seltenen innenliegenden Turmförderanlage befindet sich über dem alten Schacht I noch ein klassisches rotes Metallfördergerüst.

Eine Anfahrtsbeschreibung für Auto- und Bahnfahrer befindet sich am unteren Ende der Seite. Folgende Bilder zeigen gemischte Impressionen des Nordsternparks im Frühsommer und im Winter:

Fördertürme I und II der Zeche Nordstern mit dem »Herkules«

Pumpwerk an der Emscher, hinten Herkules-Statue

Ungewöhnliche Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Diagonal verlaufende Bögen tragen die Fahrbahn

Hang der Pyramidenhalde vor den Fördertürmen

Amphitheater im Nordsternpark

Ampihtheater mit Seebühne am Kanal

Doppelbogenbrücke am Nordsternpark

Berühmtes Motiv des Nordsternparks: die Doppelbogenbrücke

Halde im Nordsternpark

Grafittiwand und Pyramiden-Aussichtspunkt an der Ruhrgashalde

Über Geschmack lässt sich anhand dieses Beispiels streiten...

Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal

Nordsternpark

Aussicht von der Pyramidenhalde auf Schacht I / II ohne Herkules

Nordsternpark

Blick über den Park, hinten Doppelbogenbrücke

Kühlturm im Nordsternpark

Reste eines Kühlturmes

 

Nordsternpark Gelsenkirchen

Kohlebunker und Förderband als Relikt der Kokerei

Nordsternpark

Pyramidenhalde und Bergbaustollen

Bäume wie Güterzüge

Bäume an der ehemaligen Gleisharfe in Form von Güterzügen

Gleisharfe

Symbole und Landschaftsformen, die auf Eisenbahn deuten

 

Halden im Nordsternpark

Den wenigsten Besuchern des Nordsternparks ist klar, dass ein recht großer Teil des Geländes aus Bergematerial besteht, das zu mehr oder weniger großen Halden aufgeschüttet wurde. Natürlich fallen die pyramidenförmigen Aussichtspunkte auf, die aber doch sicherlich anlässlich der Landesgartenschau so kunstvoll und kantig aufgeschüttet wurden, oder? Oder etwa nicht? Zumindest wird ein kleiner Teil des Parks auf Lageplänen Vorort als »Haldenpark« bezeichnet. Nur sehr wage Informationen bietet sogar die sich selbst als »definitiv« titulierende Literatur (Erwähnung zweier Halden ohne Namen). Doch es sind eindeutig mehr, als man denkt...

 

1. Halde Emscher (Emscherhalde)

Das erste vorgestellte Areal ist das auf Informationstafeln als »Haldenpark« gekennzeichnete Gelände im Westen des Parks und damit die Halde, die offiziell am ehesten als solche bestätigt wird. Ein verrostetes, zerbeultes und mit Algen überwuchertes Schild benennt den etwa 20 Meter über Umgebung und 56,2 Meter über dem Meeresspiegel hohen Berg mit einer Grundfläche von ca. 6,5 ha als Emscherhalde. Damit ist diese Halde benannt nach dem parallel vorbeifließenden Fluss, der im Hixterwald in Holzwickede entspringt, durch das nördliche Ruhrgebiet fließt und bei Dinslaken in den Rhein fließt. Aufgehaldet wurde der Abraum hier von 1964 bis 1978. Anschließend erfolgte (noch im Zechenbetrieb) die Rekultivierung und Begrünung, was die Emscherhalde heute zu einem stark bewaldeten Berg macht. Er ist offen zugänglich über zwei Wege – eine Auffahrt und eine Treppe –, die beide zum kleinen Gipfelplateau führen. Die Aussicht hier ist mäßig, dennoch befindet sich hier immerhin eine Rastmöglichkeit in Form von Tisch und Bänken. Steintreppen und Hecken suggerieren einen leichten, durchaus gepflegten Garten-Charakter. Über den ein oder anderen Vandalismus an Schildern lässt sich dabei leicht hinwegsehen.

Unter dem Titel »Lebendige Vergangenheit« klären Informationstafeln über Kohlegewinnung und -Nutzung auf. An einer Stelle befindet sich eine Stahltreppe, die einen praktischen Vergleich der Energie eines Stücks Kohle und der Freisetzung durch den Menschen durch auf- und absteigen anstellt. Es sei gesagt, dass man für die körperliche Gewinnung von vergleichbarer Energie entsprechend dem jährlichen Kohlebedarf eines Menschen (ca. 6.400 kg / a) etwa 200.000.000 Mal hinauf und wieder heruntersprinten müsste.

Im Norden der Emscherhalde befindet sich ein künstliches Felsmassiv, das für Kletterer errichtet wurde und zwei Monolithe mit zahlreichen bunten Kletterpunkten und Griffen darstellt.

Emscherhalde Gelsenkirchen

Aufstieg auf die Emscherhalde im Nordsternpark

Treppe

Illustration: 200 Mio. Mal rauf und runter für 1 Jahr Energie

Weg zum Gipfel

Zugang zum Gipfelplateau durch dichten Wald

Halde Emscher

Kreuzung und Sitzgelegenheiten in einem Steinrund

Gipfelplateau Halde Emscher

Gipfel mit Steinterrassen, Hecken und Sitzgelegenheiten

Emscherhalde

Einzelne Birken auf dem Gipfel ohne wirkliche Fernsicht

Haldenplateau

Der Blick vom Gipfel zum Nordsternpark ist völlig zugewachsen

Kletterfelsen

Künstlicher Kletterfelsen am Nordrand der Halde Emscher

Die Emscher-Halde liegt an der äußersten Südwestspitze des Nordabschnitts unmittelbar an der Emscher. Sie wird im Südwesten vom Emscherradweg oder im Nordosten vom Hauptweg (hinter dem Pumpwerk links Richtung Kletterfelsen) über eine Treppe erreicht. Die Treppe führt direkt zum Plateau, sofern man sich geradeaus hält. Ansonsten gilt hier an Kreuzungen: Wege nach oben führen zum Gipfel.

Zugang West: 51°31'13.22"N, 7° 1'24.79"E (Rampe) | Zugang Ost: 51°31'25.70"N, 7° 1'44.72"E (Treppe).

 

2. Halde Ruhrgas (Ruhrgashalde)

Recht offensichtlich und markant erhebt sich auf der Landzunge zwischen Emscher und Kanal eine dreiseitige Aussichtspyramide – die kleinere von zwei Pyramidenformen im Park. Klettert man auf diesen etwas vom Zentrum des Parks abgelegenen Hügel, kann es passieren, dass man den ein oder anderen sonnenbadenden Mitmenschen aufschreckt. Von hier aus können weite Teile des Parks, der Kanal und der parallel dazu laufende Weg hervorragend überblickt werden. So lassen sich Fußgänger, Radler, Schiffel und etwas unbeholfene Segwayfahrer beobachten.

Die Spitze der Pyramide ist zwar ein wunderschönes Plätzchen und durchaus ihren Aufstieg wert, leider jedoch nicht – wie vielleicht zunächst angenommen werden könnte und wie häufig beschrieben wird – die Spitze einer Bergehalde. Zumindest von keiner, die zu Laufzeiten der Zeche angehäuft wurde, denn an genau deren Stelle befanden sich bis in die frühen Neuzigerjahre nachweislich Teile der Gleisanlagen. Um herauszufinden, ob es sich bei dem Material der Pyramide um von andernorts abgetragenen Abraum oder zu einer Deponie zusammengeschüttetes kontaminiertes Erdreich vom Zechengelände handelt, fehlte beim Besuch des Objektes der obligatorische Geologen-Klappspaten. Definitiv entstanden ist die Pyramide frühestens in der Mitte des Jahrzehnts – vermutlich im Zuge der Landschaftsgestaltung zur Bundesgartenschau im Jahre 1997.

Die nächste "echte" Abraumhalde ist jedoch nicht weit entfernt. Man könnte fast hinspucken. Und dazu bedarf es tatsächlich nicht einmal die enorme Reichweite eines Lamas. Denn direkt an die Pyramidenhalde schließt sich westlich, etwas tiefer gelegen, eine ca. 2,5 ha große und 6,5 Meter über Umgebung hohe Bergehalde an, die den offiziellen, aber sehr unbekannten Namen Ruhrgashalde trägt. Ihr höchster Punkt liegt auf 44 Metern über dem Meeresspiegel. Dabei ist die gesamte Halde jedoch stark bewachsen und nur schwer zugänglich. Ein Aufstieg über die steile Flanke lohnt kaum. Steht man oben, befindet man sich in einem wilden Wald mit einigen Müllkippen und hat mit falschen Schuhen echte Mühe, wieder hangelnd von Baum zu Baum hinunter zu gelangen.

Der Zusammenhang mit der ehemals eigenständigen Firma und heutigen e.on-Tochter Ruhrgas ist leider noch offen. Zu naheliegend ist die Tatsache, dass direkt hinter der Halde eine aufgeständerte Pipeline verläuft. Ob für Gas, Öl, Fernwärme etc ist leider nicht bekannt. Vielleicht kann der ein oder andere Leser diese Lücke noch auffüllen. Eines kann man allerdings sagen: Kommt der Wind wie beim Besuch aus der richtigen (Nord-) Richtung und trägt die Ausdünstungen der Emscher mit sich, erhält der Name der Halde eine völlig neue Bedeutung...

Ruhrgas-Halde in Gelsenkirchen

Blick vom Fußgängerweg auf die Ruhrgashalde

Pyramide im Nordsternpark

Im Osten begrenzt durch die große Pyramide

Haldenhang

Steiler, bewachsener Hang der Aussichts-Pyramide

Aussicht auf den Nordsternpark

Sicht auf die ehemalige Gleisharfe und die Doppelbogenbrücke

Panoramabild der Ruhrgashalde im Nordsternpark

Panoramabild der Ruhrgashalde und der Aussichts-Pyramide im Nordsternpark

Pipeline

Möglicher Hinweis auf die Namensherkunft: Pipeline an der Halde

Haldenkörper im Wald

Stark bewachsener Haldenkörper mit steiler Flanke

Die Ruhrgashalde liegt auf dem schmalen Landstück zwischen Kanal und Emscher ganz im Südwesten des Parks. Erreicht wird sie von einem Abzweig des Emscherradwegs oder vom Hauptweg direkt am Amphitheater nach Westen.

Pyramide: 51°31'16.48"N | Halde in Wegnähe: 51°31'11.93"N, 7° 1'35.62"E

 

3. Halde Hibernia-Dreieck

Das stark landwirtschaftlich geprägte Gelände zwischen der Halde Eickwinkel im Süden und dem Wasserspielplatz des Nordsternparks im Nordosten wird auf Parkplänen nüchtern als »Landschaftspark« bezeichnet. Beim Betrachten von Topographischen Karten fällt diese Fläche jedoch durch ihre Böschungen auf, die sich an Ackerrändern und in Bewaldungen verstecken zu scheinen. Dankenswerterweise folgte nach Erkundigung an der richtigen Stelle die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um ein Gebiet handelt, auf dem eine Zeit lang Bergematerial abgeladen wurde – eine Halde! Sie ist mit gerade einmal sechseinhalb Metern über der Umgebung und maximal 46,5 m ü. NN nicht besonders hoch, erstreckt sich wahrscheinlich aber auf einer recht großen Fläche von ca. 23 Hektarn vom Nordsternpark bis zu einem Reiterhof und zum Schwarzbach. Es liegt nahe, dass es die grobe Dreiecksform der offiziellen Schüttfläche ist, die dem kaum beachteten »Berg« die Bezeichnung »Hibernia-Dreieck« gibt. Weder im Internet noch in der Literatur findet sich dieses Objekt wieder.

Einige Feldwege und wilde Pfade umrunden bzw. durchqueren diese Fläche, bei der sich tatsächlich niedrige Böschungen unter Büschen verbergen und von der große Teile für Felder oder Wiesen genutzt werden. Richtige Berghänge, deutliche Erhebungen geschweige denn Panorama-Aussichten findet man hier allerdings nicht einmal ansatzweise. Ber der Begehung des Geländes ist zu beachten, dass nicht der Privatgrund eines Reiterhofes im Osten betreten wird, dessen Zufahrt zur Straße zum Nordsternpark durch ein Tor versperrt ist.

Feldweg entlang der mutmaßlichen Halde (Sackgasse)

Blick über eine große Wiesenfläche Richtung Emscherpumpwerk

Wiesen und Äcker: Unterwegs mitten auf der Halde Hibernia-Dreieck im Nordsternpark Gelsenkirchen

Auf halber Höhe zwischen der Doppelbogenbrücke und der Schurenbachhalde wird das Hibernia-Dreieck von der Promenade des Rhein-Herne-Kanals erreicht. Ein Zugang zum Areal mit einem Sackgassen-Feldweg befindet sich an der Schwarzbachbrücke (in Höhe der markanten Hochspannungsleitung) unweit des Bahntrassenradweges an der Schurenbachhalde.

Zugang Südwest: 51°31'5.07"N; 7° 1'36.53"E

 

Anfahrt zum Nordsternpark

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 16 »Schalke«. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Duisburg links abbiegen auf die L633 Grothustraße Richtung Horst.

1. Parkmöglichkeit: An der fünften Ampel (letzte Kreuzung vor der Kanalbrücke!) links in die Straße Lehrhovebruch. Unter der auffälligen Brücke hindurch und die nächste rechts bis zum Parkplatz Eggemannstraße. Mit ihm wird der Südteil des Parks am Wasserspielplatz und dem Hibernia-Dreieck erschlossen.

2. Parkmöglichkeit: Über die Kanalbrücke weiterfahren. Direkt dahinter und noch vor der zweiten Brücke links auf den Parkplatz abbiegen. Der Parkplatz an der Wallstraße liegt direkt an der großen Doppelbogenbrücke.

3. Parkmöglichkeit: An der zweiten Kreuzung hinter der zweiten Brücke links in die Fritz-Schupp-Straße. Hinter der Kurve links und dann rechts zum Parkhaus.

Eingabe in das Navigationssystem: Am Bugapark, Fritz-Schupp-Straße, Eggemannstraße oder Wallstraße in 45899 Gelsenkirchen
Koordinaten: 51°31'39.23"N, 7° 1'50.42"E (Nordeingang); 51°31'20.46"N, 7° 2'13.48"E (Doppelbogenbrücke)

Anreise zum Nordsternpark mit dem ÖPNV: Mit RE 2, 3; RB 42, 46 oder der S2 bis Gelsenkirchen Hbf. Von dort mit dem Bus der Linie 383 bis Heßler Landschaftspark (Süden), Krokuswinkel (Brücke) oder Nordsternpark (Schächte) – die Fahrtzeit beträgt etwa 20 Minuten, von Mo bis Fr fährt der Bus im 20-Minuten-Takt, an Sams-, Sonn- und Feiertagen gewöhnlich im Halbstundentakt.

Alternativ von Essen Hbf oder Altenessen Bf. mit der U11 Richtung Gelsenkirchen Buerer Str. bis Schloss Horst. Von dort entweder zu Fuß oder mit dem Bus der Linie CE 56 bis Nordsternpark.

Weiterhin alternativ mit der U11 von Essen oder Altenessen nur bis Heßlerstraße. Dort zu Fuß in die Heßlerstraße, dann links in die Nordsternstraße, in der Linkskurve vor dem Firmengebäude rechts Richtung Halde. Links vorbei an der Schurenbachhalde bis zur Kanalbrücke. Entweder links oder rechts vom Kanal bis zur Doppelbogenbrücke (Fußweg ca. 2,5 km). Für Fernsicht-Fanatiker bietet sich dabei zu Fuß ein Abstecher auf die Schurenbachhalde an. Auf ihr steht eine 15 Meter hohe Bramme und vom Haldentop hat man einen sehr guten Ausblick über Essen und Umgebung.

Quellen und weitere Informationen:

Informationen zum Park sind folgenden genannten Internetseiten und eigenen Eindrücken von mehreren Besuchen Vorort abgeleitet. Namen und Lage der Halden wurden nach längerer Recherche durch einen Fachmann (Name ist dem Webmaster bekannt) bestätigt. Die Höhendaten zu diesen Halden wurden topographischen Karten im Maßstab 1:5.000 (Deutsche Grundkarte DGK5) entnommen. Die Halden betreffende Historien sind alten Luftbildern und Karten entnommen.

Offizielle Webseite www.nordsternpark.de
Route Industriekultur (RVR) www.route-industriekultur.de
Industriekultur im Ruhrgebiet

Weitere Bergehalden sind von der Übersichtsseite zu diesem Thema auswählbar. Hier ist neben einer Einführung in die Thematik der Halden, Typen und Generationen auch eine Übersichtskarte zu finden.

Auf der Auswahlseite zur Industriekultur finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden Gebäude oder Gelände wie Zechen, Museen oder technische Besonderheiten.

Halden Ausflugsziele

Angaben zur Anreise mit dem ÖPNV sowie Straßennamen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 02 / 2012