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Der "3 Türme Weg" in Hagen

Nach den strengen Kriterien des Deutschen Wanderinstituts als „Premiumweg“ zertifiziert, führt der 3 Türme Weg auf etwa 13 Kilometern Strecke auf den Höhen des Hagener Stadtwaldes vor den Toren der Großstadt Hagen. Geschickt verbindet er die Themen Natur, Industriekultur und Kultur miteinander und belohnt hier und dort mit guten Aussichten in die Täler von Volme und Ennepe. Am Wegesrand entdeckt man immer wieder Erlebnisstationen, die über verschiedene Themen informieren, Natur oder Technik erlebbar machen. Höhepunkte im wahrsten Sinne sind die namensgebenden drei Türme, die der Weg miteinander verbindet und die im Idealfall allesamt bestiegen werden können.

In der folgenden Karte ist der 3 Türme Weg eingezeichnet. Zuwege oder Abstecher verbinden den Weg mit dem Bahnhof Oberhagen, mit dem Freilichtmuseum und einem Gasthaus. Die nummerierten Stationen 1 bis 7 werden im Text näher beschrieben oder sind besondere Orientierungspunkte auf der Wanderung.

Karte 3 Türme Weg (Drei-Türme-Weg Hagen)

Beschilderung, Wegebeschaffenheit, Öffnungszeiten und Anreise:
Der 3 Türme Weg verläuft zum größten Teil auf gut ausgebauten Waldwegen, selten auf Asphaltstrecken und bis auf die letzten hundert Meter Zieleinlauf praktisch nicht auf öffentlichen Straßen. Es sind auf der Streckenlänge von ca. 13 Kilometern (incl. Abstecher zum Saupark) etwa 250 Höhenmeter bergauf und wieder bergab zu bewältigen. Zur Orientierung ist unten das Höhenprofil der Tour dargestellt. Wanderstöcke sind nicht zwingend notwendig, aber stellenweise hilfreich. Ich habe außerdem gute Erfahrungen mit einem Trinksystem im Rucksack („Wasserblase“) gemacht. Weitere Tipps, Rucksackpackliste und Hinweise zum Wandern sind auf der allgemeinen Informationsseite zur Ausflugsvorbereitung zu lesen.

Externer Link Externer Link

Die Tour ist exzellent mit Piktogrammen (weißes T auf schwarzem Grund) an Bäumen Wanderkennzeichnung 3 Türme Weg Hagen und Hinweisschildern an Pfosten mit Richtungspfeilen zu den nächsten Erlebnisstationen markiert. Es war bei der eigenen Wanderung möglich, auf Karte oder GPS-Tracks komplett zu verzichten. Dadurch, dass die Piktogramme in beiden Richtungen angegeben sind, kann die Tour völlig frei und beliebig im oder gegen den Uhrzeigersinn erwandert werden. Die Tourenbeschreibung erfolgt im Uhrzeigersinn (siehe Pfeile in der Karte). Als Ergänzung finden Sie am unteren Ende der Seite die geographischen und UTM-Koordinaten der wichtigsten Stationen auf dem Weg.

In regelmäßigen Abständen befinden sich Sitzgelegenheiten oder Rastplätze am Wegesrand. Unmittelbar am Weg liegen auch mehrere Gasthäuser, die zu einer Mittags- oder Kaffeepause genutzt werden können. Wer auf Proviant verzichten möchte, sollte zuvor die Öffnungszeiten der Lokale überprüfen (Chinesisches Restaurant im Stadtgarten, Waldgaststätte Hinnenwiese, Gaststätte Kaiser-Friedrich-Turm, Waldlust). Im Notfall kann nach der Wanderung aber auch das gastronomische Angebot der Hagener Innenstadt genutzt werden.

Höhenprofil 3 Türme Weg (Drei-Türme-Weg) in Hagen

Es gibt auf der Internetseite des 3 Türme Weges einen Wanderpass für die Tour, der an bestimmten Stationen abgestempelt werden kann. Mit einer Anzahl von mindestens vier Stempeln bekommt der Wanderer an der Tourist-Information eine Urkunde ausgehändigt. An Ruhetagen der Einrichtungen genügt ein Foto von diesen als Nachweis.

Folgende Öffnungszeiten gelten für die Türme und das Wildgehege (Stand 2019): 3 Türme Weg Hagen

Kaiser-Friedrich-Turm: Mit der Gaststätte geöffnet. Mo, Di, Mi, Fr, Sa: ab 12.00 Uhr bis Dämmerung, So und Feiertag ab 11.00 bis Dämmerung, Do geschlossen (außer an Feiertagen). Eintritt 50 Cent

Eugen-Richter-Turm: Mit der Sternwarte geöffnet, ggf. Schlüssel bei der Sternwarte. 01.04 bis 30.09. jeden 1. und 3. Mi im Monat 19.00-21.00 Uhr, jeden 2. und 4. So im Monat 14.00-16.00 Uhr. 01.10 bis 31.03. jeden 1. und 3. Mi im Monat 19.00-21.00 Uhr und jeden 2. und 4. Sa im Monat 19.00 -21.00 Uhr. Eintritt frei.

Bismarckturm: Nur an bestimmten Tagen geöffnet, siehe Internetseite des Fördervereins

Der Saupark und der Wildpark sind ständig zu besuchen. Es fallen keine Eintrittsgelder an.

Anreise zum 3 Türme Weg in Hagen (verschiedene Ausgangspunkte)

Anreise mit dem Auto:

Anreise zum Hauptstartpunkt am Stadtgarten: Auf der A45 oder A46 bis zum Kreuz Hagen. Dort auf die A46 Richtung Hagen fahren. Diese geht in den Zubringe über und endet am Ring. Links abbiegen auf den Märkischen Ring Richtung Lüdenscheid und diesem nach 500m rechts abbiegend weiter folgen. Der Märkische Ring geht in den Bergischen Ring über. Nach etwa 1 km links abbiegen in die Buscheystraße und nach 250 m an der zweiten Ampel links in die Christian-Rohlfs-Straße. Hier ist der Weg aktuell sogar ausgeschildert. Am Ende links und auf dem Parkplatz parken. Achtung: Der Parkplatz ist auf 3 Stunden Parkzeit begrenzt. Die komplette Tour benötigt jedoch mehr Zeit! Zum Umgehen einer „Knolle“ sollte also auf die angrenzenden Nebenstraßen ausgewichen werden!

Weitere Parkmöglichkeiten bestehen mit markierten Zuwegen am LWL-Freilichtmuseum, an der Pelmkestraße und an der Hinnenwiese.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Stadtgartenallee in Hagen; alternativ Selbecker Straße Nähe Hausnummer 201 (Parkplatz Freilichtmuseum), Pelmkestraße oder Im Kettelbach (Gaststätte Hinnenwiese).

Anreise mit Bus und Bahn:

Mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs bis Hagen Hauptbahnhof. Von dort entweder 1,5 km (ca. 20 Minuten) zu Fuß über den Graf-von-Gahlen-Ring (rechts nach Süden), Bergischer Ring, links durch die Grünanlage, über den Bergischen Ring in den Stadtgarten und dort auf dem 3 Türme Weg weiter.

Oder mit der RB 52 von Hagen Hbf., Dortmund Hbf. oder Lüdenscheid bis Oberhagen. Von dort auf der Jägerstraße bergab, links in die Hochstraße, links in die Schulstraße, rechts halten und in die Grünanlage, Am Spielplatz links den Serpentinenweg bergauf bis in die Kleingartensiedlung. Hier stößt man schließlich auf den 3 Türme Weg (ca. 1 km, etwa 15 Minuten). Alternativ vom Bahnhof Oberhagen auf der Forststraße, rechts auf die Buntebachstraße und nach ca. 300 m rechts auf den Staudenweg. Dem Fußweg scharf links folgen. Links auf den Goldberghang und danach wieder links in den Fußweg. Schräg-rechts und wieder links bis zum 3 Türme Weg (ca. 1 km, etwa 15 Minuten).

Der Eugen-Richter-Turm ist über einen ca. 1,5 km langen Fußweg vom S-Bahnhof Hagen-Wehringhausen erreichbar.

Los geht es vom Parkplatz am Stadtgarten im Stadtteil Wehringhausen. Zunächst laufen wir bergab zum kleinen Ententeich. Der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Stadtgarten liegt am Hang und besitzt ein dichtes Netz von Spazierwegen unter alten Bäumen. Angelegt wurde der Park im späten 19. Jahrhundert und ist ein innenstadtnahes, grünes Naherholungsgebiet. Es gibt einen Spielplatz. Das alte Park-Haus beherbergt ein Restaurant. Im Stadtgarten befindet sich in der Nähe des Teiches der tiefste Punkt der Tour mit etwa 155 Metern über dem Meeresspiegel. Mit jedem Schritt geht es nun deutlich höher auf den Goldberg. Irgendwo unter uns verläuft hier in der Tiefe der über 2 Kilometer lange Goldbergtunnel der Volmetalbahn. Er beschreibt ein großes S und ermöglichte nach seiner Einweihung 1910 die Umlegung der bisherigen Strecke aus der Innenstadt heraus. Erhascht man einen Blick über Hecken oder durch Tore der Kleingartenanlage, so zeigt sich schon ein recht guter Blick auf Hagen. Man muss sich jedoch manchmal ziemlich strecken. Doch schon bald erreichen wir den Wald. Den ersten steilen Anstieg haben wir damit auch bereits bewältigt und das Schlimmste hinter uns. Vorbei an einem Fallhammer, einem Ausstellungsstück, das Lust auf das nahe Freilichtmuseum Hagen macht, öffnet sich der Wald nach kurzer Strecke zum Bismarckturm-Gelände. Durch die Bäume ist der Turm schon gut zu sehen.

Stadtgarten Hagen

Teich im Stadtgarten Hagen: Tiefster Punkt der Wanderung

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Durch die Kleingartenanlage hinauf auf den Goldberg

Aussichtspunkt am 3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Hier ergeben sich sehr schöne Ansichten über die Großstadt Hagen (Blickrichtung Innenstadt und Hengsteysee)

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Die historische Bahnhofshalle samt Turm vom Hauptbahnhof

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Erlebnisstation Fallhammer. Der Weg geht rechts weiter

Der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Bismarckturm Hagen steht am Rande der großen Lichtung praktisch am höchsten Punkt des 265 Meter hohen Goldberges. Zu Ehren des 1898 verstorbenen preußischen Reichskanzlers Otto von Bismarck wurden über das gesamte preußische Staatsgebiet und in den Kolonien, aber auch auf allen Kontinenten und anderen Ländern Denkmäler und später 240 monumentale Türme errichtet. Bismarcksäulen folgten dem Idealtypus eines begehbaren Monuments mit einer Feuerungsanlage. An besonderen Ehrentagen sollten auf den Türmen weithin sichtbare Feuer angezündet werden. Von der Deutschen Studentenschaft existierte dazu ein Entwurf mit dem Namen »Götterdämmerung«, der als Vorlage dienen sollte. Im Jahr 1901 wurde die 24 Meter hohe Bismarcksäule errichtet. Sie folgt dem Entwurf der Studentenschaft und besitzt daher markante Dreiviertelsäulen an jeder Ecke. Die Basis bildet ein mehrstufiges Plateau, das auch die Böschungsneigung zur Stadt Hagen hin ausgleicht. Es folgt der Aufbau mit der quadratischen Aussichtsplattform auf dem Dach. Entgegen seiner eigentlichen Bestimmung hat das Hagener Exemplar nie eine Feuerschale getragen. Stattdessen wurde die Säule von außen mit Feuer illuminiert und trug einen Fahnenmast.

Nach jahrelangem Verfall gründete sich 2011 der Förderverein mit dem Zweck der Erhaltung, Sanierung und Zugänglichmachung des Bauwerks. Seit 2014 ist es wieder geöffnet für Besucher, die einen weiten Blick von der Aussichtsplattform über die Täler von Hagen genießen können. Denn der Blick von der Lichtung vor der Säule ist durch dichten Wald stark eingeschränkt.

Im Buch, dessen Titel nebenstehend abgebildet ist, werden die Bismarcktürme in Form von vielen Fotos und Beschreibungen vorgestellt. Enthalten ist auch ein Verzeichnis aller erbauten Bismarcktürme. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

Bismarckturm Hagen

Der Wald lichtet sich: der Bismarckturm ist in Sicht

Bismarckturm Hagen

Die Bismarcksäule von Hagen

Bismarckturm Hagen Bismarckturm Hagen

Vom Bismarckturmgelände aus wenden wir uns südwärts. Vorbei am Forsthaus führt der „Kanzlerweg“ bergabwärts. Wir verlassen den Goldberg, den wir später im Zieleinlauf teilweise umrunden werden. An der fingerförmigen Kreuzung wenden wir uns schräg links. Der Weg führt nun stetig entlang des Hangs bergauf und überwindet rasch 40 Höhenmeter. An der nächsten großen Kreuzung führt ein Abstecher zunächst zu den Federnbänken. Sie gehen auf die örtliche Industrie in Hagen ein und dabei genauer auf Federn. Solche Teile, die in Stoßdämpfern, Kugelschreibern und – in diesem Falle – auch in Rastbänken zu finden sind. Ein Bilderrahmen markiert in der Nähe einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt unten im Tal in nördlicher Richtung.

An der großen Wege-Kreuzung folgen wir dem kleinsten Weg bergauf. Wir erklimmen den Riegerberg, an dessen höchstem Punkt auf 335 Metern der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Fernmeldeturm steht. Der eigentlich den vierten Turm auf dem Themenwanderweg darstellt. Der Weg folgt dem langgestreckten Kamm sanft wieder nach unten, ehe wir den „Höhenweg“ erreichen und links abbiegen. An einer Schutzhütte besteht die Möglichkeit zu einem Abstecher zum Freilichtmuseum Hagen. Allerdings ist für dessen Besuch gut und gerne ein ganzer Tag einzuplanen. „Mal eben“ ist es nicht angeschaut. Eine namenlose Hügelkuppe von 335 Metern Höhe ist mit leichter Steigung und anschließendem Gefälle zu überwinden. Am Stern besteht die Möglichkeit, rechts zum Saupark einen Abstecher zu machen. Es sind nur 300 Meter Luftlinie bis dorthin, allerdings geht es steil bergab und logischerweise hinterher auch wieder bergauf.

Federnbänke auf dem 3 Türme Weg

Die Federnbänke – leider nur Deko und ohne Schwingung

HAGENfenster mit Blick auf die Stadt

Das HAGENfenster mit Blick auf die Stadt

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

 

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

 

Blick auf den Bismarckturm Hagen

Vom Riegerberg hat man einen Blick auf den Bismarckturm

Fernmeldeturm Hagen

Fernmeldeturm

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Das "T" markiert den Weg durch den Wald

3 Türme Weg Hagen Schutzhütte

Schutzhütte am optionalen Abzweig zum Freilichtmuseum

Holzskulptur Specht

Hacki der Specht: Schnitzkunst am Wegesrand

Holzskulptur Wildschweine

... die in Form von Wildschweinen den Weg zum Saupark markiert

Der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Saupark ist einer von zwei Teilen des Hagener Wildparks. Im anderen Teil, den wir später erreichen werden, ist das Dam- und Muffelwild zu beobachten. Hier im kleineren Teil sind es die Wildschweine. Das Gehege ist etwa 1,4 ha groß und erstreckt sich im schmalen Tal des Wehringhauser Bachs. Von beiden Seiten lässt es sich von den parallelführenden Wegen gut überblicken. Manchmal muss man die Wildschweine ein wenig suchen, aber das typische Grunzen ist häufig gut zu hören. Dann lassen sich Bachen mit ihren Frischlingen und die großen Eber gut beobachten. Womöglich wird man auch aufmerksam von der anderen Seite beobachtet.

Außerdem könnte die Tour an dieser Stelle abgekürzt werden, da der Rückweg des 3 Türme Weges in etwa 100 Metern Entfernung, quasi Sichtweite, entlangläuft. Nach dem Besuch des Sauparks wenden wir uns der T-Beschilderung folgend auf den „Eggenweg“. Er führt sanft bergab und bald als Hangweg oberhalb vom Selbecker Bach. Am Ende biegen wir links auf den „Elsa-Brändström-Weg“, um nach wenigen hundert Metern am Parkplatz scharf rechts in den bergauf führenden Pfad abzubiegen. Etwa 50 Meter sind nun auf schmalem Waldpfad auf Wurzeln und Steinen aufwärts zu bewältigen. Doch irgendwann wird der Weg ebener. Erst ist es eine Ahnung, eine unscharfe Form, dann ist bereits der nächste Turm durch die Bäume zu erkennen. Durch ein Tor betreten wir das Gelände um den Turm und die angrenzende Gaststätte.

Holzskulptur Wildschweine, Saupark Hagen

Wildschweine aus Holz im Wald

Saupark Hagen

Saupark in Hagen

Saupark Hagen

 

Saupark Hagen

 

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Der Weg führt zum Kaiser-Friedrich-Turm

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Letzter Anstieg, dann ist der höchste Punkt der Tour erreicht

Der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Kaiser-Friedrich-Turm steht am höchsten Punkt des 3 Türme Weges auf etwa 374 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und damit etwa 220 Meter über dem Teich im Stadtgarten. Der Turm ist quadratisch und etwa 17 Meter hoch. Auf seiner Spitze befindet sich eine Aussichtsplattform. Zu den Öffnungszeiten kann der Turm nach Einwurf von 50 Eurocent in eine Kasse vor dem Bauwerk bestiegen werden. Der Aufstieg lohnt, denn über den Bäumen bietet sich ein weiter Blick ins Ennepetal, zur Stadt Hagen und weiter bis ins Ruhrtal. Als besondere Landmarken sind das Koepchenwerk am Hengsteysee, der Schornstein vom Cuno-Kraftwerk am Harkortsee oder auch die Gebäude der Ruhr-Universität in Bochum zu erkennen. Verstreute Siedlungen breiten sich an den Hängen vor uns aus. Unterhalb des Kaiser-Friedrich-Turms befindet sich die gleichnamige Gaststätte im historischen, zum Turm zugehörigen Gebäude.

Kaiser-Friedrich-Turm in Hagen

Kaiser-Friedrich-Turm, leider von unten schwer ganz zu sehen

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Blick vom Turm auf die Gaststätte nebenan

Blick vom Kaiser-Friedrich-Turm in Hagen

Gute Aussicht von der Turmspitze auf das Ennepetal und die Umgebung von Hagen

3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg) 3 Türme Weg Hagen (Drei-Türme-Weg)

Hinter der Gaststätte laufen wir auf dem Zufahrtsweg weiter. Wir biegen rechts ab und folgen nun dem „Kaiser-Friedrich-Pfad“ bergab. Aus der Entfernung erkennen wir den Stern wieder, an dem wir einige Zeit zuvor in den Saupark und (von hier gesehen) später rechts auf den „Eggenweg“ abgebogen waren. Kurz davor folgen wir aber links dem „Försterpfad“, der bald an einer Streuobstwiese und der Fachklinik im Deerth vorbeiführt. Hier könnte man noch einmal zum Saupark abstechen. Die Tour macht einen kurzen Haken und führt auf dem gut ausgebauten „Wilhelm-Husemann-Weg“ bis zum zweiten Gehege des POI: Ort von Interesse am Wegesrand Wildparks.

In diesem 15 ha großen Gehege lassen sich Dam- und Muffelwild beobachten. Hirsche, Widder, Kühe und Lämmer leben auf einer großen Fläche im Wald und auf einer Freiwiese. Hier gibt es auch einen Futterautomaten, um die Tiere mit geeignetem Futter zu füttern.
Am Wildpark geht es links und wieder rechts auf dem „Elsa-Brändström-Weg“. Um zum nächsten Turm zu gelangen, führt ein Pfad kurz darauf links tiefer in den Wald. Er endet hinter dem Eugen-Richter-Turm neben der Sternwarte.

Der POI: Ort von Interesse am Wegesrand Eugen-Richter-Turm wurde 1911 eingeweiht. Er wurde zu Ehren des Politikers Eugen Richter (1838 - 1906) erbaut. Nicht zufällig steht er dem Bismarckturm auf dem benachbarten Goldberg gegenüber, denn Eugen Richter war Kritiker der Politik Bismarcks im Reichstag. Der Turm ist achteckig und wird von zwei quadratischen Türmen eingerahmt. Auf seiner Spitze ist eine Aussichtsplattform. Die Sternwarte direkt nebenan, an der weißen Kuppel zu erkennen, wurde 1956 gegründet. Zu ihren Betriebszeiten ist der Turm auch begehbar. Der Schlüssel ist dann in der Sternwarte erhältlich. Dies gibt im Idealfall die Möglichkeit, den dritten Turm auf dem Themenwanderweg zu besteigen.

Eugen-Richter-Turm (Drei-Türme-Weg)

Eugen-Richter-Turm

Eugen-Richter-Turm

Direkt daneben befindet sich die Sternwarte (links)

Vom Platz vor dem Eugen-Richter-Turm führt der asphaltierte Wirtschaftsweg später in Serpentinen bis ins Bachtal. Zwischendurch ergibt sich noch einmal ein schöner Blick durch die Bäume auf die Stadt Hagen und speziell auf den Hauptbahnhof. Von weitem lassen sich die in die große Bahnhofshalle ein- und ausfahrenden Züge beobachten. Ein wenig Geräusch der Großstadt dringt bis hierher hoch und man ist froh, Abstand von ihr zu haben. Ganz unten im Tal, am Parkplatz, läuft der Weg neben der Straße entlang. Sie wird in Höhe des Sportplatzes überquert. Der Jubelschrei von Zuschauern bei den Toren ist weit zu hören. Unsere Tour führt nun auf der anderen Talseite vorbei am Restaurant Waldlust am Fuße des Goldberges zurück zum Ausgangspunkt. Wieder verläuft hier irgendwo der lange Goldbergtunnel der Volmetalbahn unter uns hindurch. Eine letzte Erlebnisstation zeigt sich in Form eines bunt bemalten Batterietrogs mit Blick zu einem Batteriewerk. Ähnlich wie die Federnbänke geht auch diese Station, das Aussichtsguckloch "Hawker" auf bedeutende Hagener Industrie ein und beschreibt die Verwendung und Produktion von Batterien. Anschließend führt der Weg die letzten paar hundert Meter gemächlich bergab zum Parkplatz am POI: Ort von Interesse am Wegesrand Stadtgarten.

Hagen Hauptbahnhof

Blick auf den Hauptbahnhof: RE 7 nach Krefeld verlässt die markante wurstförmige Kuppel der Bahnhofshalle

3 Türme Weg Hagen (Waldlust)

Restaurant und Gästehaus Waldlust

Aussichtsguckloch Hawker - 3 Türme Weg

Aussichtsguckloch "Hawker" im Batterietrog

Geographische Koordinaten:
51°21'07.43"N, 7°27'58.77"E – Startpunkt Stadtgarten mit Infotafel
51°20'53.88"N, 7°27'53.03"E – Bismarckturm
51°20'10.17"N, 7°26'59.33"E – Saupark
51°20'03.36"N, 7°26'19.89"E – Kaiser-Friedrich-Turm
51°20'45.11"N, 7°27'19.18"E – Eugen-Richter-Turm
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
393201 m, 5690093 m – Startpunkt Stadtgarten mit Infotafel

393082 m, 5689677 m – Bismarckturm
392014 m, 5688348 m – Saupark
391247 m, 5688154 m – Kaiser-Friedrich-Turm
392421 m, 5689419 m – Eugen-Richter-Turm

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Offizielle Internetseite zum 3 Türme Weg: www.3tuermeweg.de
Bismarckturm Hagen: www.bismarck-turm.de
Buchtipp Bismarcktürme: Bismarcktürme: Architektur, Geschichte, Landschaftserlebnis*
Wildgehege Hagen: www.wildgehege-hagen.de
Eugen-Richter-Turm:

www.route-industriekultur.ruhr

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 05 / 2019
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr