Von Schloss Burg zur Müngstener Brücke – unterwegs im Wuppertal

Hoch über der Wupper liegt Schloss Burg, tief im bewaldeten Tal überspannt nicht weit davon die Müngstener Brücke den Fluss. Dazwischen liegen einige Kilometer abwechslungsreicher Landschaft: schattige Waldwege, kleine Anstiege, historische Orte und immer wieder der Blick auf die Wupper. Aus dem Besuch von Schloss Burg lässt sich so ein abwechslungsreicher Tagesausflug machen, bei dem Geschichte, Natur und Industriekultur und Bergische Kaffeetafel aufeinandertreffen.

In diesem Beitrag werden das Schloss Burg mit der Seilbahn Burg und die Müngstener Brücke ausführlicher vorgestellt. Angeboten wird auch ein Tourenvorschlag für eine Wanderung zwischen den beiden Orten. Und wir machen eine Bergische Kaffeetafel mit Bergischer Waffel.

Schloss Burg – eine alte Burg mit junger Geschichte

Schon von Weitem beherrscht Schloss Burg das Tal der Wupper. Mit seinen mächtigen Mauern, dem hohen Bergfried und den zahlreichen Türmen wirkt die Anlage wie eine uneinnehmbare Ritterburg aus dem Mittelalter. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück: Die Grafen von Berg errichteten hier ihren Stammsitz und machten die Burg zu einem politischen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Sie geben dem Bergischen Land seinen Namen – das nicht aufgrund seiner Berge so heißt.

Doch der erste Eindruck täuscht ein wenig. Das Schloss, das Besuchende heute erleben, ist keineswegs mittelalterlich. Nachdem die Burg über Jahrhunderte verfiel und teilweise als Steinbruch genutzt wurde, standen Ende des 19. Jahrhunderts nur noch wenige Ruinen auf dem Berg. Erst durch das Engagement eines eigens gegründeten Schlossbauvereins begann ab 1890 der aufwendige Wiederaufbau. Historische Pläne, Zeichnungen und archäologische Erkenntnisse dienten als Grundlage, um Schloss Burg möglichst originalgetreu wieder entstehen zu lassen. Ein teilweiser Einsturz des Bergfrieds und ein verheerendes Feuer im Palas warfen den Bau nur kurz zurück. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Rekonstruktion, die heute zu den bekanntesten Ausflugszielen im Bergischen Land zählt.

Die Schlossanlage mit Fachwerkgiebeln, Erkertürmen und Schieferdach, im Vordergrund ein Reiterdenkmal und Besucher auf dem Platz.
Platz in der Vorburg von Schloss Burg

Große Teile der Vorburg lassen sich öffentlich besichtigen. Durch das Grabentor und das Zwingertor gelangt man zum Schlossplatz mit dem Mitteltor und dem steinernen, runden Batterieturm. Auch der hölzerne Glockenturm ist hier.

Ein Rundgang durch die Geschichte

Die Tickets gibt es im Besucherzentrum mit Souvenirshop in der Alten Schule. Durch den Inneren Torbau, also das vierte Tor, gelangt man zum großen Innenhof der Kernburg, in dem die eigentliche Besichtigung beginnt. Wahlweise mit Turmaufstieg auf den Bergfried oder ohne lassen sich verschiedene Gebäudeteile besuchen. Der Aufstieg lohnt sich allerdings, denn oben eröffnet sich ein weiter Blick über das bewaldete Bergische Land und das Wuppertal.

Blick von oben auf einen runden Burgturm mit Uhr und Glockenstuhl, umgeben von Wald und einem Platz mit Besuchern.

Über Wehrgänge geht es zu Sälen, Wohnräumen und zur Kapelle. Anders als in vielen Museen stehen hier nicht nur einzelne Ausstellungsstücke im Mittelpunkt. Die Räume vermitteln einen Eindruck davon, wie eine bedeutende Höhenburg einst aufgebaut war und genutzt wurde. Musikinstrumente, Rüstungen, Möbel und zahlreiche Alltagsgegenstände ergänzen die Ausstellung und lassen das Leben im Mittelalter anschaulich werden.

Hinter jeder Tür wartet ein neuer Raum, ein weiterer Turm oder ein anderer Blickwinkel auf die weitläufige Anlage. So entsteht ein abwechslungsreicher Rundgang, für den man sich ausreichend Zeit nehmen sollte.

Ein langer Saal mit bemalten Säulen, Kronleuchtern und Wandgemälden unter einer Holzbalkendecke.

Geschichte trifft Genuss

Mindestens ebenso einladend wie das Museum ist das Umfeld der Burg. Rund um die Anlage haben sich mehrere Cafés und Restaurants angesiedelt, viele davon mit sonnigen Terrassen und Blick auf die historischen Mauern oder die bewaldeten Berge. Hier lässt sich der Ausflug ganz entspannt ausklingen.

Natürlich dürfen dabei zwei Spezialitäten des Bergischen Landes nicht fehlen: frisch gebackene Bergische Waffeln und die traditionelle Bergische Kaffeetafel. Beides gehört für viele Gäste genauso zu einem Besuch von Schloss Burg wie der Rundgang durch das Museum.

Eine Kaffeekanne auf einem Tablett inmitten eines gedeckten Tisches mit Waffeln und Gebäck.
Bergische Kaffeetafel mit Waffeln und „Dröppelmina“ als bauchige Kaffeekanne

Bergische Kaffeetafel
Die Bergische Kaffeetafel ist weit mehr als Kaffee und Kuchen. Traditionell werden Kaffee aus der sogenannten Dröppelmina (einer bauchigen Zinnkanne), frische Waffeln, Schwarzbrot, Rosinenstuten sowie süße und herzhafte Beilagen gemeinsam serviert. Dazu gehören unter anderem Butter, Quark, Honig, Marmelade, Käse und Schinken.
Die Kaffeetafel entstand im Bergischen Land als geselliges Familienessen und gehört bis heute zu den bekanntesten kulinarischen Traditionen der Region. Wer Schloss Burg besucht, hat in mehreren Restaurants rund um die Burg die Gelegenheit, diese bergische Spezialität selbst zu probieren.

Seilbahn Burg

Wer den steilen Anstieg vermeiden möchte, kann bequem die Seilbahn zwischen Unterburg und Oberburg nutzen. Seit 1952 verbindet die rund 250 Meter lange Doppelsesselbahn die beiden Ortsteile und überwindet dabei etwa 100 Höhenmeter in nur wenigen Minuten. Während der Fahrt eröffnen sich schöne Ausblicke auf das Wuppertal. Die Seilbahn ist heute nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel, sondern längst selbst eine kleine Attraktion und die älteste noch in Betrieb befindliche Doppelsesselbahn Nordrhein-Westfalens.

Blick von oben auf ein Fachwerkhaus mit Terrasse und die obere Station einer Seilbahn im Wald.
Seilbahn Burg vom Schloss Burg aus gesehen

Informationen zum Besuch:

Schloss Burg hat grundsätzlich Di-Fr 10.00-16.00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 11.00-17.00 Uhr (Winter) bzw. 18.00 Uhr (Sommer) geöffnet. Im Sommer ist das Schloss auch geöffnet, wenn ein Feiertag auf einen Montag fällt. In der Karnevalswoche ist das Schloss bis einschließlich Donnerstag geschlossen. In den NRW-Sommerferien ist auch Mo-Fr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Bitte prüfen Sie die Öffnungszeiten und ggf. Veranstaltungen auf der Website des Schlosses.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für das Schloss entsprechen der hohen Kategorie €€€ (über 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen

Das Schlossgelände ist nicht vollständig barrierefrei. Im Palas-Gebäude befindet sich ein Fahrstuhl. Der Bergfried ist nur über Treppen zugänglich. Im Schloss und am Besucherzentrum (nutzbar auch ohne Eintritt zum Schloss) gibt es Toiletten.

Offizielle Internetseite: www.schlossburg.de

Die Seilbahn Burg fährt Di-Fr 10.00-16.45 Uhr sowie Sa und So 10.00-17.45 Uhr. Bei Gewitter, Regen, extreme Hitze, Wartungsarbeiten und Urlaub findet kein Betrieb statt. Bitte informieren Sie sich vorab auf der offiziellen Internetseite der Seilbahn Burg. An der Kasse kann nur mit Bargeld bezahlt werden. Fahrräder können bergauf transportiert werden, sofern es keine E-Bikes / Pedelecs sind und sie maximal 20 kg wiegen. Kinderwagen können nicht transportiert werden.

Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für eine Einzelfahrt bzw. eine Hin- und Rückfahrt entsprechen der mittleren Kategorie €€ (zwischen 5,- und 10,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen

Offizielle Internetseite: www.seilbahn-burg.de

Anreise mit dem Auto:

Auf der Autobahn A1 bis zur Ausfahrt 96 Wermelskirchen. Aus Köln über den Biberweg im Kreisverkehr links abbiege nauf die Straße Ostringhausen, aus Richtung Ruhrgebiet links abbiegen auf die Straße Hünger. Der Straße etwa 2,5 Kilometer bis Oberburg folgen. Direkt am Schloss befinden sich kostenpflichtige Parkmöglichkeiten. Zieleingabe ins Navigationssystem: Wermelskirchener Straße 2 in Solingen.

Mit etwas Entfernung zum Schloss gibt es mit P2 und P4 auch kostenlose Parkplätze. Zieleingabe ins Navigationssystem: In der Planke / Talsperrenstraße in Solingen.

Alternativ der Burgtalstraße durch Serpentinen bis Unterburg folgen und zum Wanderparkplatz Eschbachstraße. Von dort führt der Fußweg über die Burgstiege in Serpentinen oder mit der Seilbahn deutlich entspannter bergauf bis Schloss Burg. Zieleingabe ins Navigationssystem: Schlossbergstraße (Nähe Hausnummer 4) in Solingen.

Anreise mit Bus und Bahn:

Vom Bahnhof Vohwinkel in Wuppertal oder Bahnhof Solingen-Mitte mit dem Bus 683 bis Burg Seilbahn oder Burg Brücke. Von dort zu Fuß oder mit der Seilbahn hoch zur Burg oder Umsteigen in den Bus 689 Richtung Höhrath bis Burg Schloss.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike:  

Der Bergische Panoramaradweg führt sowohl an Oberburg wie Unterburg vorbei. Hierbei sind in diesem Gebiet teils größere Steigungen zu bewältigen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Wermelskirchener Straße 2 oder Schloßplatz 16 in Solingen

Zwischen Ritterburg und Stahlgigant – Wanderung an der Wupper

Schloss Burg und die Müngstener Brücke zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Bergischen Landes. Während hier eine mittelalterlich anmutende Burg hoch über dem Tal thront, überspannt dort Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke in luftiger Höhe die Wupper. Beide Ziele lassen sich auf einer abwechslungsreichen Rundwanderung von ungefähr 10 Kilometern Länge miteinander verbinden. Der Vorschlag für eine Tour mit unterschiedlichen Hin- und Rückwegen ist in der Karte dargestellt.

Übersichtskarte Wupperweg zwischen Burg und Müngstener Brücke

Der Tourenvorschlag verläuft auf beiden Seiten der Wupper und nutzt Abschnitte des Erlebniswegs Wupper sowie des Bergischen Weges. Mal folgt der Weg unmittelbar dem Flussufer, mal führt er etwas oberhalb durch den Wald. Das Plätschern der Wupper begleitet die Wanderung und macht den Weg besonders an warmen Sommertagen zu einem angenehmen Ausflugsziel. Hohe Bäume spenden viel Schatten und immer wieder öffnen sich kleine Ausblicke auf den Fluss.

Friedhof mit Barockengeln

Unterwegs lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den historischen 3 Friedhof der Kirche in Unterburg. Die alten Grabsteine erzählen von der langen Geschichte des kleinen Ortes und bilden einen interessanten Kontrast zur lebhaften Gastronomie rund um Schloss Burg.

Nach und nach rückt die Müngstener Brücke näher. Oft kündigt sie sich zunächst akustisch an – wenn ein Zug hoch über dem Tal die Stahlkonstruktion überquert. Erst wenig später geben die Bäume den Blick auf das gewaltige Bauwerk frei. Einer der schönsten Aussichtspunkte ist der 5 Diederichstempel, von dem sich die Brücke eindrucksvoll über dem bewaldeten Tal erhebt.

Entlang des Weges informieren mehrere Tafeln über die Geschichte der Wupper, historische Gebäude und besondere Orte am Fluss. Wer die Tour etwas verkürzen oder einen der Anstiege umgehen möchte, kann die Wupper bereits an der Brücke Wiesenkotten überqueren und so eine kürzere Runde wählen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Schwebefähre bis zum Brückenpark zu nutzen.

Eine hohe Eisenbahnbrücke aus Stahlfachwerk mit Bogenkonstruktion überspannt ein bewaldetes Tal, ein Zug fährt darüber.

Die Wanderung ist insgesamt abwechslungsreich. Die Wanderung verbindet drei Aspekte auf engstem Raum – das Mittelalter mit Schloss Burg, die Industrialisierung mit der Müngstener Brücke und die Natur des Wuppertals. Einige Anstiege sorgen zwar dafür, dass Kondition gefragt ist, technische Schwierigkeiten gibt es jedoch nicht. Gerade die Mischung aus schattigen Waldwegen, dem stets präsenten Fluss, interessanten Kulturdenkmälern und zwei außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten macht diese Tour zu einer schönen Wanderung im Bergischen Land.

Eine Burganlage mit Türmen und Fachwerkhäusern auf einem bewaldeten Hügel.
Schloss Burg vom Bergischen Weg gesehen

Kartenmaterial / Literatur:

In den folgenden gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Müngstener Brücke bzw. die Region abgebildet: ADFC-Regionalkarte Bergisches Land* und Kompass Fahrradkarte Ruhrgebiet / Bergisches Land* (1:70.000) sowie Kompass Wanderkarte Baldeneysee / Elfringhauser Schweiz* (1:25.000) und Kompass Wanderkarte Südliches Ruhrgebiet* (1:50.000)

Müngstener Brücke

Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und überquert zwischen Remscheid und Solingen das Tal der Wupper. Sie führt in einer Höhe von ca. 107 Metern über dem Talgrund (maximal 205 Meter über dem Meeresspiegel) über die Stadtgrenze und ist ein einzigartiges Bauwerk. Die Gesamtlänge beträgt ca. 465 Meter.

Die nach dreijähriger Bauzeit 1897 eröffnete Überführung, zunächst nach dem ersten Deutschen Kaiser Wilhelm I. als Kaiser-Wilhelm-Brücke bezeichnet, ist eine Stahl-Fachwerk-Konstruktion mit einem zentralen parabelförmigen Bogen. Architekt war Anton von Rieppel. Es wird ausschließlich für den Bahnverkehr der S-Bahn-Linie zwischen Wuppertal und Solingen genutzt. Benannt ist sie heute nach der ehemaligen Siedlung Müngsten. Der Fluss hat die Großstadt Wuppertal an dieser Stelle bereits durchquert und wird bei Leverkusen in den Rhein fließen.

Müngstener Brücke über die Wupper
Müngstener Brücke – höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands über die Wupper

Brückenpark und Brückensteig Müngsten

Unter dem Bauwerk erstreckt sich am Ufer der Wupper der sogenannte Brückenpark Müngsten. Neben einem Gasthaus bietet er einige Freizeiteinrichtungen wie ein Minigolfplatz, Liegewiesen und viele Informationen über die Brücke und deren Mythen und Legenden. Diese gehen vom letzten Goldenen Niet bis zum angeblichen Selbstmord des Architekten aufgrund eines vermeintlichen Rechenfehlers bei der Planung. Mit etwas Glück kann man eine Gruppe mutiger Kletterer auf dem Parabelbogen sehen.

Mit dem Brückensteig ist es möglich, eine geführte Klettertour bis zum Scheitel der Parabel zu machen und das Tal der Wupper aus einer ganz besonderen Perspektive zu sehen. Diese Touren werden auch bei Dämmerung oder Dunkelheit angeboten (alle Touren nur nach Voranmeldung, nur in geführten Gruppen, in der Regel ist keine spontane Teilnahme möglich. Die Website mit weiteren Informationen ist unten angegeben).

Wanderwege führen vom Brückenpark Müngsten aus weiter zum Schloss Burg durch die Wälder des Bergischen Landes. Unweit der Müngstener Brücke erstrecken sich je auf einer Seite der Wupper die Naturschutzgebiete Tal- und Hangbereiche der Wupper sowie Wupperhänge südlich von Müngsten.

Am südlichen Ende des Parks kann der Fluss mithilfe einer Schwebefähre überquert werden, die die Passagiere ähnlich einer Draisine mechanisch antreiben müssen. Am Remscheider Ufer liegt oberhalb am Hang der Diederichstempel, der 1901 errichtet wurde und einen Blick „auf Augenhöhe“ zur Brücke ermöglicht.

Informationen zum Besuch:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Zur Benutzung der Schwebefähre ist für je eine Fahrtrichtung die Entrichtung eines geringen Geldbetrags nötig. Durch die Schwebefähre ist ein kleiner Rundweg vom Parkplatz durch den Brückenpark und vorbei am Aussichtstempel möglich. Bei Regenwetter findet kein Fahrbetrieb statt. Im Sommerhalbjahr fährt die Fähre täglich, im Winterhalbjahr nur am Wochenende – die genauen Zeiten des Betriebs abhängig von der Saison sind der u. g. Internetseite zu entnehmen.

Es fallen sonst keine Eintrittsgelder an.

Die Brücke selbst darf und sollte dringend nicht betreten werden – es herrscht Bahnbetrieb. Es ist jedoch möglich, den stählernen Bogen im Rahmen einer 2,5 Stunden langen Führung auf einem „Klettersteig“ zu bezwingen. Teilweise liegen Bereiche und Wanderwege in Naturschutzgebieten. Das Verhalten zum Schutze der Tier- und Pflanzenwelt sollte dementsprechend sein.

Anreise mit dem Auto:

Es befinden sich Parkplätze an der Kreuzung der B229 und der L74. Von dort aus läuft man zu Fuß über die Napoleonbrücke etwa 900 Meter bis zur Brücke. Bei gutem Wetter kann der Parkplatz an Wochenenden rasch überfüllt sein.

Von der A1 bis zur Ausfahrt 96 Wermelskirchen. Aus allen Richtungen links abbiegen auf die Landstraße durch Hünger Richtung Schloss Burg. Das Schloss passieren und am Ende der Straße im Tal links abbiegen auf die Eschbachstraße. Nach ca. 5,5 km in Solingen rechts abbiegen auf die B229 Richtung Remscheid. Dem Straßenverlauf durch die Haarnadelkurven etwa drei Kilometer folgen.

Von der A46 in Wuppertal-Sonnborn auf die L74 und dem Straßenverlauf einfach fast 10 km bis zum Ende folgen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Solinger Straße, Übergang Remscheider Straße / L74 in Remscheid (Achtung: Stadtgrenze!)

Anreise mit Bus und Bahn:

Die Brücke liegt optimal in der Nähe eines Bahnhofs der S-Bahn zwischen Wuppertal und Solingen. Es ist allerdings ein nicht barrierefreies und steiles Gefälle zu bewältigen. Von Wuppertal (Hauptbahnhof oder Oberbarmen) oder Solingen Hbf. mit der S7 bis Solingen-Schaberg. Vom Bahnsteigzugang rechts entlang der Gleise halten und dann dem steilen Pfad bergab bis ins Tal folgen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike und für Wandernde:

Der Bergische Panorama-Radweg, der zumeist auf alten Bahntrassen entlang führt, verläuft in der Nähe der Brücke vorbei. Auch der Fernwanderweg Bergischer Weg berührt die Brücke auf seinem Weg vom Baldeneysee in Essen nach Königswinter.

Kartenmaterial / Literatur:

In den folgenden gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Müngstener Brücke bzw. die Region abgebildet: ADFC-Regionalkarte Bergisches Land* und Kompass Fahrradkarte Ruhrgebiet / Bergisches Land* (1:70.000) sowie Kompass Wanderkarte Baldeneysee / Elfringhauser Schweiz* (1:25.000) und Kompass Wanderkarte Südliches Ruhrgebiet* (1:50.000)

In diesen Reiseführern oder Büchern ist das Ziel als Beitrag thematisiert: Eisenbahnchronik Bergisches Land – Band 1*

Koordinaten für GPS-Geräte und zur Tourenplanung

Geographische Koordinaten: 51° 9’37.22″N, 7° 8’1.26″E
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von beispielsweise GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 369498 m, 5669311 m

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Seite über die Müngstener Brücke: www.die-muengstener-bruecke.de
Brückenpark Müngsten: www.haus-muengsten.de
Klettersteig Müngstener Brücke: www.brueckensteig.de