Navigation Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen! Halden im Ruhrgebiet Linktipps Kunst, Landmarken und Aussichtspunkte im Ruhrgebiet Natur und Landschaft im Ruhrgebiet Zechen und Industrie Alte Gemäuer - Burgen und Schlösser Radfahren und Wandern Museen und Ausstellungen im Ruhrgebiet Impressum und Kontakt

Der Grugapark in Essen

Die meisten Besucher der Stadt assoziieren den Begriff »Gruga« mit der Messe Essen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass bereits Schilder am Hauptbahnhof, Zielanzeigen an U-Bahnen oder Aushangfahrpläne den Begriff ausschließlich in der Kombination »Messe / Gruga« führen. Der Zusammenhang mit der Messe ist nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Selbsterklärend ist das Wort jedenfalls auch nicht. Nicht besonders hilfreich ist dabei auch zu wissen, dass es eine Grugahalle, ein Grugabad, einen Grugapark, eine Grugabahn und ein ehemaliges Grugastadion gibt. Beim Blick auf die Großstadt Dortmund, wo es in ähnlicher Benennung einen Westfalenpark, eine Westfalenhalle (auch Messe), ein Westfalenstadion – dank des Sponsorenvertrages derzeit als Signal-Iduna-Park bekannt – und eine Westfalen-Tankstelle gibt, könnte man auf die Idee kommen, dass sich der Name Gruga wie in Dortmund auf eine Landschaft oder eine alte Provinz bezieht.

Nein, der Begriff bezeichnet das, was man im einst so industrialisierten Essen mit zahlreichen Zechentürmen und Schornsteinen vermutlich am wenigsten assoziieren würde: die Große Ruhrländische Gartenbauausstellung wurde ab 1927 auf einem Brachen- und Sumpfgebiet zwischen der Siedlung Margarethenhöhe und der Messe von einem gemeinnützigen Verein und Erwerbslosen aufgebaut. Am 29.06.1929 eröffnete mit mehrmonatiger Verspätung die Gartenbauausstellung, die über einen Sommer bis zum 13. Oktober andauerte. Besondere Besuchermagneten waren das Dahlienrondell und der Grugaturm (damals Radioturm). Im Jahr darauf eröffnete die Gruga als Volkspark. Im Jahre 1938 wurde die Gruga Standort der zweiten »Reichsausstellung des Deutschen Gartenbaus« und gewann an Fläche dazu. Es entstand der Vorläufer der Grugabahn, einer Kleinbahn, die die Besucher auch heute noch auf Schienen durch den Park fährt. Während des ein Jahr darauf beginnenden Zweiten Weltkrieges (1939-1945) wurde die Gruga schwer beschädigt, die Beliebtheit dieses Fleckchens Erde nahm aber auch danach kaum ein Ende. Schon bald darauf fand daher mit der Zweiten Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung 1952 unter Verwendung bescheidener Mittel eine Art Demonstration eines Strukturwandels statt – von den Trümmern zur Gartenlandschaft. Vom 29.04. bis zum 07.10.1965 gastierte die achte Bundesgartenschau in Essen, in dessen Zuge die Gruga ihre heutige Ausdehnung mit ihrem Südteil und ihrer Gestaltung erhalten hat.

Heute ist der Grugapark wieder ein öffentlicher Park in einer abwechslungsreichen und hügeligen Landschaft mit Bächen und Teichen. Durch die Lührmannstraße getrennt, teilt sich der Park in einen nördlichen Bereich mit Themengärten, Wasserspielen und Pflanzenregionen sowie in einen südlichen mit Tummelwiesen, Spielplätzen, Sportflächen und Tiergehegen – also in einen für Freunde der Botanik und Gärten und einen für Spiel und Spaß. Beide Teile ermöglichen auf ihre Art ein Lernen in und von der Natur. So finden sich im Norden beispielsweise der Garten der Sinne, Kräuter- und Bauerngärten, Alpinum, Staudenhang und Rosengarten, der Waldsee, der von einem großen, tosenden Wasserfall gespeist wird, Pflanzenschauhäuser für tropische und Kakteenpflanzen mit Bonsaigarten und die altbekannte Dahlienarena, deren Westseite jedoch zum Tal in der heutigen Hufeisenform geöffnet wurde. Interessanterweise bildet der Südfriedhof eine von der Straße frei zugängliche, abgeschottete Insel mitten im Park. Ein bemerkenswertes Bauwerk im Norden wird mit Begeisterung immer wieder von einer hochgelegenen Brücke fotografiert: Es handelt sich um das von Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) entworfene und fünf Jahre nach seinem Tod eröffnete Haus der McDonald´s Kinderhilfe. Es trägt wie viele von diesem Künstler bekannte Hundertwasserhäuser die typischen Schnörkel, Rundformen und bunten Farben mit Goldanteilen und eine besonders auffällige goldene Zwiebelturmspitze.

Folgende Fotos zeigen etwa in chronologischer Folge einen Gang durch den Park vom Eingang Lührmannstraße über das Alpinum zum Dahlienrondell und in einem Bogen zum Eingang Messe durch das Wildgehege:

Grugapark Essen

Einsamer Speerwerfer in einem Blumenrondell

Fotografieren von Blumen

Die Themengärten bieten eine Fülle von Motiven für Fotografen

Bänke im Park

Ruhige Sitzgelegenheiten laden zu einer Rast ein

Grugapark

Herbstlich gefärbte Bäume im Grugapark

Blütenmeer im Grugapark

Blütenmeer von Sommerblumen

Grugapark

Kleines Biotop am Rande des Rosengartens

Gruga-Park

Weg durch die Farbenpracht

Pflanzenhaus im Grugapark

Tropen- und Sukkulentenhaus und japanischer Bonsaigarten

Waldsee im Grugapark

Waldsee mit sumpfigen Bäumen und Steg

Hundertwasserhaus im Grugapark Essen

Hundertwasserhaus der McDonald-Stiftung

Dahlien im Grugapark

Rot-gelbe Dahlie vor dem Musikpavillon

Dahlie

Kaktusdahlie mit zweifarbigen Blüten

Dahlien im Grugapark

Die Blütenpracht erfreut viele Fotografen

Dahlien

Bunte Dahlienarena

Dahlienarena im Grugapark

Die farbenfrohen Sommerblumen finden großen Anklang

Dahlenblüte

Eindrucksvolles Farbenspiel in den Blütenblättern

Kaktusdahlien

Kaktusdahlien vor dem Pavillon

Dahlienarena im Grugapark

Dahlienarena am Musikpavillon

Vogel

In der Vogelvoliere im Südteil

Grugaturm

Blick über die Wiesen zum Grugaturm mit dem Logo des Parks

Waldsee und Wasserfall im Grugapark

Waldsee mit Wasserfall im Hintergrund

Gruga

Einkehrmöglichkeit im Grugapark

Fazit und Tipp des Webmasters: Der Grugapark ist ein schönes Ziel in Essen und trifft mit seinen botanischen Teilen, solchen mit Tieren und dem Spielbereich die Wünsche der ganzen Familie. Im nahen Umkreis lassen sich die eindrucksvolle Siedlung Margarethenhöhe (direkte Nachbarschaft, fußläufig erreichbar), das Museum Folkwang, der Baldeneysee mit der Villa Hügel oder die Innenstadt Essens mit dem Münster besuchen.

 

Informationen zum Besuch des Grugaparks:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Park ist ganzjährig von 09.00 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung geöffnet.

Auf diesen Internetseiten sind die Eintrittspreise kategorisiert. Die Kosten für den Eintritt für einen Erwachsenen für diesen Park entsprechen der kleinsten Kategorie (unter 5,- Euro pro Person). Genaue Preise, Rabatte und Ermäßigungen sind der offiziellen Internetseite oder Aushängen zu entnehmen. Im Winter wird gewöhnlich Rabatt gewährt (Ankündigung auf Webseite des Grugaparks beachten). Der Grugaturm ist gegen geringes Eintrittsgeld nur in der Sommersaison an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Extra-Kosten entstehen bei der Nutzung bzw. Mietung von Räumen und Grillplätzen, bei der Fahrt mit der Grugabahn und evtl. beim Parken.

Im Park verteilt sind Einkehrmöglichkeiten und Kioske. Die meisten Wege sind barrierefrei nutzbar. Ein mit taktilen Streifen markierter Rundweg führt ohne Hindernis und für Blinde nutzbar einmal durch den gesamten Park.

Hunde dürfen an der Leine mit in den Park genommen werden. Fahrräder müssen an Fahrradständern vor den Eingängen abgestellt werden und dürfen nicht mit in den Park.

Offizielle Internetseite: www.grugapark.de

Anreise mit dem Auto: Auf der A52 Düsseldorf-Essen bis zur Ausfahrt 27 Essen-Haarzopf. Von dort der Norbertstraße und der Beschilderung zur Gruga folgen. Rings um die Messe befinden sich kostenpflichtige Parkplätze. Bevorzugt werden sollte der Haupteingang an der Grugahalle bzw. neben Messegebäude 12. Der Eingang West am Gebäude 3 ist nur für Dauerkartenbesitzer geeignet.

Hinweis: Bei Messen sollte auf eine Anreise mit dem PKW wegen der Parkplatzknappheit möglichst verzichtet werden! Doch auch in ruhigeren Zeiten wird die Anfahrt mit dem ÖPNV alleine wegen der schnellen und guten Verbindung empfohlen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Norbertstraße in 45131 Essen

Geographische Koordinaten:
51°25'53.23"N, 6°59'19.03"E – Hundertwasserhaus Essen
51°25'50.28"N, 6°59'33.82"E – Grugaturm
51°25'49.63"N, 6°59'49.53"E – Haupteingang / U-Bahn Messe Ost
51°25'54.30"N, 6°59'31.13"E – Eingang Orangerie
51°25'39.98"N, 6°58'54.50"E – Eingang Mustergärten
51°25'22.44"N, 6°59'14.37"E – Eingang Grugabad
51°25'42.09"N, 6°59'26.67"E – Eingang Lührmannstraße
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
360181 m, 5699725 m – Hundertwasserhaus Essen

360464 m, 5699626 m – Grugaturm
360767 m, 5699597 m – Haupteingang / U-Bahn Messe Ost
360416 m, 5699751 m – Eingang Orangerie
359696 m, 5699328 m – Eing. Mustergärten / U-B. Margarethenhöhe
360065 m, 5698776 m – Eingang Grugabad
360319 m, 5699376 m – Eingang Lührmannstraße

Es existieren noch weitere Eingänge, die aber nur mit Dauerkarten passierbar sind.

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen Hauptbahnhof mit der U11 Richtung Messe West-Süd / Gruga bis zur Haltestelle Messe Ost / Gruga-Halle (eine davor zum Bereitmachen: Martinstraße). Von dort zu Fuß zum Haupteingang des Gruga-Parks.

Alternativ mit der U17 Richtung Margarethenhöhe bis zur Endstation. Von dort in die Lührmannstraße bis zur Kreuzung Lührmannwald und schräglinks zum Eingang an den Mustergärten (ca. 500m zu Fuß). Bei dieser Variante bietet sich auch ein Besuch der sehenswerten Siedlung Margarethenhöhe an. Dazu könnte man auch an der Station Laubenweg aussteigen und die Siedlung einmal über den Marktplatz durchqueren.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Grugapark wird durch zahlreiche regionale Themenwege um Essen erschlossen, z.B. Essen Erleben West oder die Fußballtour.

Kartenmaterial: In den rechts dargestellten reiß- und wetterfesten Radwander- bzw. Rad- und Wanderkarten des Verlages Publicpress ist der Park dargestellt. In der Rad- und Wanderkarte "Essen und Umgebung" im Maßstab 1:50.000 liegt er im Planquadrat D/E 4.

Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite beim Verlag – Karten werden versandkostenfrei versendet. Für Webseite und Verkauf ist der Verlag verantwortlich.

 Rad- und Wanderkarte Essen und Umgebung   Radwanderkarte Ruhrgebiet  

Quellen und weitere Informationen:

Offizielle Internetseite des Grugaparks: www.grugapark.de
Route Industriekultur (Grugapark):

www.route-industriekultur.ruhr

Industriekultur im Ruhrgebiet Auf der Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden alte Zechen und Industrieanlagen, Landschaft & Natur, Museen oder technische Besonderheiten ebenso wie Halden im Ruhrgebiet und Landmarken. Bitte auf das Schild klicken.

Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 09 / 2017
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr