Die Bittermark in Dortmund

Früher Bergbau am Olpkebach und Mahnmal Bittermark

Gleich in mehrfacher Hinsicht spielt das Waldgebiet im Dortmunder Süden zwischen Kirchhörde und Wichlinghofen eine Rolle. Vor allem dient die Bittermark als vielgenutztes Naherholungsgebiet zum Spazierengehen, Joggen oder Fahrradfahren. Auf den zahlreichen Wegen zwischen Olpkebach und Bittermarksbach sind vor allem an schönen Tagen viele Menschen unterwegs.

Warnschilder mit dem Hinweis auf Bergschäden deuten auf die Bergbau-Vergangenheit aus dem 18. Und 19. Jahrhundert in der Bittermark hin. Bedingt durch oberflächennahe Kohleflöze wurde hier früher Bergbau betrieben. Namentlich waren dies die Zechen Gottfriedsbank und Josua. An sie erinnern einige Pingen im Waldboden und auch vereinzelte kleine Bergehalden im Umfeld von alten Schächten. Aus dem Gottfriedstollen in Bachnähe tritt ähnlich wie im Rombergpark noch heute sichtbar durch Eisenoxid gefärbtes Grubenwasser aus. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand zur Deckung des dringenden Bedarfs nach Heizmaterial die Kleinzeche Stadt Dortmund, auch Zeche Olpketal genannt. Mehrere Informationstafeln gehen auf die Kohleförderung in der Bittermark und im Tal des Olpkebachs ein.

Mahnmal Bittermark

Das Mahnmal auf einer Lichtung im Südteil des Waldgebietes erinnert an die Geschichte der Bittermark im Dritten Reich. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wurden hier und an weiteren Orten in Dortmund in den Tagen um Ostern vom 07.03. bis 12.04.1945 noch etwa 300 Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) getötet – bis wenige Tage vor der Besetzung der Stadt durch die US-Amerikaner in der Aktion “Ruhrkessel”. Am Karfreitag 1960 wurde das Mahnmal eingeweiht. Seitdem finden immer an diesem Tage Gedenkfeiern statt. Das Objekt selbst ist ein großer Betonklotz mit einem Steinrelief mit Motiven an der Außenwand. Im Innern beherbergt es eine nur am Tag der Gedenkfeier geöffnete Krypta.

Informationen zum Besuch:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Das Waldstück ist ständig frei zugänglich. Die Krypta des Mahnmals ist an Karfreitagen geöffnet.

Anreise mit dem Auto: Auf der A45 bis zum Kreuz 8 Dortmund-Süd und dort auf die B54 Richtung Dortmund abbiegen. An der nächsten Ausfahrt abfahren und rechts abbiegen auf die Straße Holtbrügge. Nach 1,5 km wird ein Zugang zur Bittermark erreicht (Hinweisschild Mahnmal). Hier am Rand oder in Nebenstraßen parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Kirchhörder Straße, Kreuzung Olpketalstraße in Dortmund

Anreise mit Bus und Bahn: Das Naherholungsgebiet ist nur über Busse erreichbar. Von verschiedenen Bahnhöfen im Stadtgebiet sind die Haltestellen Wohnstift Augustinum (von Universität S-Bahn) und Wichlinghofen (von Hörde) angebunden. Von dort aus ist die Bittermark direkt erreichbar.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Die Bittermark ist über das Radverkehrsnetz NRW erreichbar. Die nächstliegenden Themawege sind der Rheinische Esel in Löttringhausen und der RuhrtalRadweg bei Hohensyburg (großer Höhenunterschied).

Kartenmaterial / Literatur: In den dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Geographische Koordinaten: 51°26’52.98″N, 7°28’45.69″E – Mahnmal Bittermark
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z. B. GoogleEarth und OpenStreetMap kopiert werden.

UTM-Koordinaten (Zone 32): 394330 m, 5700748 m

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Quellen und weitere Informationen:

Zeche Gottfriedsbank: www.ruhrkohlenrevier.de

Zeche Josua: www.ruhrkohlenrevier.de

Flöz Schieferbank: www.ruhrkohlenrevier.de