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Die Revierparks zwischen Duisburg und Dortmund

Grüne Naherholungsgebiete mit Spiel- und Sportangebot in den Revierstädten

Aus der Zeit, in der es die größten Umweltprobleme und Belastungen für die Menschen im Ruhrgebiet durch Lärm, Abgase und Schmutz gab, stammen die heute noch über den Ballungsraum verteilten Revierparks. Die fünf großen Revierparks in Duisburg, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne und Dortmund entstanden in den 1970er Jahren und liegen mehr oder weniger auf einer Linie und in ähnlichen Abständen zueinander. Als große Volksparks sollten sie einen gewissen Ausgleich schaffen, der Erholung und sportlichen Betätigung der belasteten Bevölkerung dienen. Sie waren und sind bis heute grüne Lungen in der Stadtlandschaft und haben ihren Anteil an den klimatischen Bedingungen einer Stadt.

Weite Wiesen, Wälder, Teich- oder Seenlandschaften prägen die meisten der Revierparks. Sie laden zu Spaziergängen, aber auch zum Sonnenbaden oder geselligem Sitzen, Grillen, Spielen von klein und groß und natürlich zum Sport ein. Je nach Park gibt es dazu ein unterschiedlich breit aufgestelltes Spektrum an Angeboten, beispielsweise häufig ein Schwimmbad, Therme, Freibad oder Solebad, Spiel- und Bolzplätze, Minigolf oder sogar ein Tier- oder Wildgehege. Alle gemeinsam haben ein gut ausgebautes und verzweigtes Wegenetz für kleine oder ausgiebige Spaziergänge, Jogging- oder Walkingtouren. Jeder Park ist hervorragend an das Radwegenetz des Ruhrgebiets angebunden und üblicherweise auch gut mit dem Nahverkehr erreichbar.

In allen fünf Revierparks beginnen teilweise noch im Jahr 2021 Bauarbeiten für den Ausbau, Aufhübschung und Steigerung der Atttraktivität der jeweiligen Anlagen. Die Arbeiten sollen meist 2022 abgeschlossen werden. Mehr Informationen dazu gibt es beim Regionalverband Ruhr.

Kartenmaterial / Literatur: Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen und behandeln grüne Glücksorte, Spaziergänge und und Wanderungen im Ruhrgebiet.

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Die folgende Karte zeigt die Standorte der fünf Revierparks. Alle Parks werden auf dieser Seite vorgestellt. In jedem Abschnitt sind ausführliche Informationen zur Anreise mit dem Auto, Bus, Bahn und dem Fahrrad enthalten. In einigen Fällen bietet es sich durch die unmittelbare Nachbarschaft an, einige gekoppelte Ziele ebenfalls mit zu beschreiben, z.B. die Hallerey im Abschnitt zum Revierpark Wischlingen in Dortmund der der Gesundheitspark Quellenbusch zum Revierpark Vonderort.

Übersichtskarte Revierparks im Ruhrgebiet
Revierpark Gysenberg (und Volkspark) Revierpark Mattlerbusch Revierpark Nienhausen
Revierpark Wischlingen (und Hallerey) Revierpark Vonderort (und Quellenbusch)  

 

 

Der Revierpark Wischlingen in Dortmund und NSG Hallerey

Der Revierpark Wischlingen im gleichnamigen Dortmunder Ortsteil ist 1976 entstanden. Er erstreckt sich zwischen der Mallinckrodtstraße und dem Naturschutzgebiet Hallerey mit seinem ausgedehnten Bergsenkungsgewässer (siehe folgender Abschnitt). Teilweise auf dem Gelände des alten Hauses Wischlingen gelegen, wechseln sich weite Wiesen und Waldgebiete auf dem Landschaftsschutzgebiet ab. Im Zentrum des Parks befinden sich das große Sole- und Allwetterbad mit Innen- und Außenbecken und die Eissporthalle. Es schließen sich Bolz- und Tennisplätze an. Im Norden liegt der Wischlinger See, der sich mit Ruder- oder Tretbooten befahren lässt. Auch ein Minigolfplatz und Kletterwald ist hier zu finden. Am Seeufer sorgt im Sommerhalbjahr ein Biergarten für Strandfeeling. Von einer Halbinsel lässt sich ein großer Teil des Gewässers überblicken, um den ein Weg im Schatten unter Bäumen verläuft, die sich im glatten Wasser schön spiegeln. Über praktisch den ganzen Park zieht sich eine Disk-Golf-Anlage.

Der Besucher findet hier somit vor allem einen grünen Park mit verschiedenen Angeboten für allerlei sportliche Erholung, Spiel und Wellness vor. Wer lieber blühende Gärten mag, kann hier in Dortmund in den nahen Westfalenpark oder Botanischen Garten Rombergpark ausweichen.

Am Rande des Revierparks entdeckt man noch das Kulturdenkmal Spitzkegelhalden, wo sich eine Abraumhalde der Zeche Dorstfeld befindet.

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Spielplatz und viele Bäume im Revierpark Wischlingen

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Wischlinger See mit Bootsanleger und Strandbar

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Typisch für den Revierpark sind weite Wiesenflächen, Baumbestand und Freizeitanlagen, wie hier ein Sportplatz

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Viel Grün im zur Zeit der Gründung eher schmutzigen Ruhrgebiet

Revierpark Wischlingen in Dortmund

Sportzone Stern Hallerey

Halde Dorstfeld

Spitzkegelhalde der Zeche Dorstfeld am Rande des Revierparks

Halde Dorstfeld

Steile Böschung der Halden-Kegel

Glücksorte

Der Revierpark Wischlingen ist ein "grüner Glücksort" im gleichnamigen Buch von Thomas Dörmann. Unter dem Leitsatz "Geh raus & blüh auf" bietet es 80 Ziele aus den grünen Parks, Halden und Landschaften im Ruhrgebiet:
Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet*

Südlich an den Revierpark Wischlingen schließt sich das 1978 ausgewiesene Naturschutzgebiet Hallerey an. Es hat eine Ausdehnung von etwa 75 Hektar und besteht aus 3 Teilen, die durch Straßen voneinander getrennt sind. Es reicht bis zu den Spitzkegelhalden im Osten, an die Mallinckrodtstraße als ausgebaute Schnellstraße im Nordosten und bis an die Bahnstrecke Dortmund-Essen im Süden. Den größten Teil bildet der große See, den man auch gut aus dem Zugfenster betrachten kann – einen See, der Mitte des 20. Jahrhunderts an dieser Stelle noch nicht bestanden hat.

Die Landschaft, die im 19. Jahrhundert zum Teil noch mit sächlichem Artikel „Das Hallerey“ in historischen Karten eingezeichnet ist, war eine Wiesen- und Weidelandschaft. Quer durch die Hallerey floss der Weustgraben von Südwest nach Nordost. Das Gelände hat sich bedingt durch den untertägigen Bergbau abgesenkt unter den Grundwasserspiegel, weshalb die Landschaft langsam vernässte, zunächst morastig wurde und schließlich eine erste, geschlossene Gewässerfläche bildete. Die Entwicklung vom Ackerland zur Seenfläche lässt sich gut anhand der vier Luftbilder in der folgenden Abbildung nachvollziehen.

Bereits in Karten aus den 1960er Jahren ist nahe dem Wischlinger Weg eine Wasserfläche eingezeichnet. Der Weustgraben wurde begradigt und verlief als höhergelegter Graben, nunmehr Abwasserkanal wie so viele Bäche im nördlichen Ruhrgebiet, durch die Landschaft und garantierte die Entwässerung. Dennoch entstand auch auf der anderen Bachseite zunächst eine feuchte Niederung. Nach der unterirdischen Kanalisierung des Weustgrabens Mitte der Achtziger entfiel die Entwässerung rapide und der Wasserpegel stieg erneut in der Hallerey an. Etwa seit Anfang der 1990er Jahre sind Ost- und Westteil des Sees eine verbundene, große Wasserfläche und praktisch das größte Bergsenkungsgewässer im Ruhrgebiet.

Die Hallerey in Dortmund in verschiedenen historischen Luftbildern

Andere ähnlich entstandene Gewässer sind der Beversee bei Bergkamen, der Radbodsee in Hamm sowie der Lanstroper See, der Leveringhäuser Vogelteich und der Pleckenbrinksee – letztere allesamt in Dortmund.

Der einst durch die Hallerey geführte Weustgraben bildet heute noch eine langgezogene, dammartige Halbinsel mit einem Knick in der Seemitte. Der See beinhaltet tiefere und Flachwasserzonen, Verlandungsbereiche und Feuchtwiesen und ist ein Rückzugsgebiet für viele Wasservögel, darunter Lachmöwen, Haubentaucher oder Kanadagänse, Molche und Kröten sowie zum Teil seltene Schmetterlinge.

Das Naturschutzgebiet Hallerey ist nur eingeschränkt begehbar. Ein etwa 3,2 km langer Weg verläuft unter teilweiser Nutzung von Straßen rings um den See. Während er im Norden von einem Zaun begleitet ist, bietet er insbesondere an einigen Stellen am Südufer gute Ausblicke auf die Vogelwelt – ein mitgebrachtes Fernglas ist hier von Vorteil. Ein Pfad verläuft auf der westlichen Halbinsel bis zum Ufer. Leider stört eine Überlandleitung mitten durch das Gewässer die Idylle ein wenig. Das große Foto ist ein Schrägluftbild, das den See aus der Vogelperspektive zeigt. Darin sind die bewachsenen Ufer, die Überlandleitungen und der ehemalige Weustgraben gut zu erkennen.

Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Bergsenkungsgewässer im Naturschutzgebiet Hallerery

Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Dicht bewachsenes Ufer mit Röhricht

Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Biene auf Blüte Naturschutzgebiet Hallerey in Dortmund

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Revierpark ist ständig zugänglich, der Eintritt ist frei. Das NSG Hallerey ist nur eingeschränkt auf Wegen begehbar. Für Informationen zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten bei den kostenpflichtigen Einrichtungen wie die Eissporthalle oder das Solebad nutzen Sie bitte die offiziellen Internetseiten, die unten angegeben sind.

Anreise mit dem Auto: Auf der A40 bis zur Ausfahrt 44 Dortmund-Barop. Aus Essen links, aus Dortmund rechts abbiegen auf die Dorstfelder Allee. Die Bahn unterqueren und nach ca. 1 km links abbiegen in die Höfkerstraße bis zum Schwimmbad. Hier stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Höfkerstraße 12 in Dortmund

Geographische Koordinaten:
51°31'08.37"N, 7°24'24.14"E – Solebad im Revierpark
51°31'19.77"N, 7°23'56.27"E – Kapelle Wischlingen
51°30'54.84"N, 7°24'08.18"E – Bergsenkungsgewässer Hallerey
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
389454 m, 5708744 m – Solebad im Revierpark

388924 m, 5709108 m – Kapelle Wischlingen
388924 m, 5709108 m – Bergsenkungsgewässer Hallerey

Tipp: In GoogleEarth lässt sich zum Eindruck der Hallerey vor der Bergsenkung und dem See umstellen auf das Jahr 1943.

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit Bus und Bahn: Von Dortmund Hbf., Dortmund-Dorstfeld (Umstieg von der S1 aus Bochum oder S4 aus Unna) oder Essen bzw. Recklinghausen bis Dortmund-Wischlingen. Von den Bahnsteigen rechts auf die Höfkerstraße bis zum Zugang am Schwimmbad.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Der Emscher-Park-Radweg und die Deutsche Fußballroute NRW verlaufen am Park vorbei. Über sie ist ein Anschluss vom Emscherweg und von der Radroute am Dortmund-Ems-Kanal möglich.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Quellen und Weitere Informationen:

Revierpark Wischlingen: www.wischlingen.de

 

Der Revierpark Gysenbergpark

und der alte Wasserturm im benachbarten Volkspark Sodingen

Am Fuße des namensgebenden Gysenberges (125 m ü. NN) erstreckt sich der erste eröffnete der fünf Revierparks im Ruhrgebiet in Herne. Er umschließt teilweise den unmittelbar angrenzenden Gysenberger Wald und ist benachbart zum Volkspark Sodingen, dem Öko-Park und dem städtischen Friedhof. Gemeinsam bilden sie eine Grünzone, die den Stadtteil Sodingen beinahe halbkreisförmig umgibt.

Ursprünglich befanden sich auf dem heutigen Gebiet des Revierparks Felder und eine etwa in den 1940er Jahren entstandene Eisenbahnstrecke zwischen der Zeche Constantin und der Zeche Mont-Cenis. Der Park wurde 1970 eröffnet. Das für die Revierparks typische sportliche Zentrum ist das im Nordosten des Parks gelegene LAGO, ein kombiniertes Freizeitbad mit Solebad, Wellenbad, Sauna und Wellnessbereich. Bis zur nahen großen Sporthalle erstrecken sich weite Wiesenflächen mit zahlreichen Spiel- und Sportplätzen. Genug Platz, um sich auszubreiten, zu spielen, toben und auszupowern. Wege durchqueren die Wiesenflächen und den angrenzenden Wald und laden zu Spaziergängen in der Sonne oder im Schatten ein. [...]

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Weite Wiesenflächen im Gysenbergpark

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Wege unter schattenspendenden Bäumen

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Einer der Kinderspielplätze im Park mit Kletterturm, Seilbahn, Schaukeln und Rutsche

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Spielplatz im Gysenbergpark

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Basketballfeld

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Auch im Gysenbergpark gibt es ein kleines Gewässer

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Wege im Park

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Wiese mit Klettergerüst und Bäume, die schattige Plätzchen im Grünen bieten

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Freilaufende Vögel

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Bauernhofanlage und Tiergehege

Am anderen Ende des Gysenbergparks befindet sich die alte Kornmühle mit den Mühlteichen und einem hölzernen Mühlrad. Es ist nur noch ein kleiner Rest der Grundmauern, die hier nach dem Brand des historischen Gebäudes in den 1990er Jahren stehen. Im Keller unter der Glasplatte steht das alte Mahlwerk. Der Informationstafel zufolge stammt die erste Nennung dieser Mühle aus dem 18. Jahrhundert.

In diesem Teil des Parks lassen sich eine Bauernhofanlage mit heimischen Hoftieren wie Eseln, Schweinen, Kühen oder Pferden und ein Streichelzoo mit kleinen Haustieren besuchen. In der Nähe vom Hof fährt eine kleine Parkeisenbahn „Jolante“ ihre Schleife auf 300 Metern Streckenlänge, einem echten Bahnübergang und durch einen Tunnel hindurch zurück zum kleinen Bahnhof. Unweit vom Forsthaus gibt es außerdem die Möglichkeit, sein Geschick auf dem Minigolfplatz auf die Probe zu stellen.

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Im Tiergehege des Bauernhofs

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Vor allem heimische Hoftierarten lassen sich betrachten

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Die Parkeisenbahn "Jolante" auf ihrem kurzen Rundkurs mit echtem Tunnel – hier an der Bahnstation

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Ruine der Gysenberger Mühle am Rande des Parks

Revierpark Gysenbergpark in Herne

Technisches Detail an der Mühle

Informationen zur Anreise zum Gysenbergpark finden Sie weiter unten.

Nicht weit entfernt, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar vom Freizeitbad LAGO, liegt der ältere Volkspark Sodingen. Am Ende der Bromberger Straße führt der Weg auf den bewaldeten Berg (ca. 116 m ü. NN). Das Waldgebiet war früher als Sodinger Holz bekannt, in dem in den 1910er Jahren die zunächst bis 1919 als Kaiser-Wilhelm-Park bezeichnete Anlage eingerichtet wurde.

Etwa zeitgleich wurde 1913 fast am höchsten Punkt der Erhebung der Wasserturm gebaut, der zu Ehren des deutschen Kaisers Wilhelm II. ebenfalls als Kaiser-Wilhelm-Turm benannt wurde, aber im Gegensatz zur übrigen Parkanlage auch bis heute noch so heißt. Bis im Jahr 1939 diente der Turm mit seinem Wasserbehälter im Innern der Wasserversorgung der nahen Zeche Mont-Cenis. Seitdem ist der schön anzusehende Turm nur noch Aussichtsturm und eine kleine Landmarke. Er hat eine achteckige Grundform und eine markante, geschweifte Turmhaube. Der Entwurf des Turms stammt vom Architekten Alfred Fischer, auf dessen Namen man im Ruhrgebiet immer wieder einmal trifft. Der Turm kann zu bestimmten Zeiten besichtigt und bestiegen werden. Dazu ist der Schlüssel bei der Stadt und u.a. beim Freizeitbad LAGO im Revierpark Gysenberg (siehe oben) gegen Vorlage eines Ausweises ausleihbar.

Kaiser-Wilhelm-Turm im Volkspark Sodingen

Kaiser-Wilhelm-Turm im Volkspark Sodingen

Neben dem Turm befindet sich ein Sportplatz. Darüber hinaus dient der bewaldete Volkspark eher der Naherholung und weniger als Ausflugsziel. Von hier aus ist allerdings das ehemalige Zechengelände gut erreichbar. Mit der Akademie Mont-Cenis steht dort ein interessanter Gebäudekomplex, der vom Stadtteilpark mit Trümmerfeld und Lichtkunst-Elementen umgeben ist.

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 24 Herne-Börnig. Aus Richtung Dortmund links, aus Richtung Oberhausen rechts auf die Sodinger Straße fahren. Dem Straßenverlauf ca. 3 km folgen bis zum Parkplatz am LAGO (Revierpark Gysenberg). Alternativ dahinter links abbiegen in die Straße Am Revierpark und die Parkplätze dort benutzen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Sodinger Straße 40 oder Am Revierpark in Herne

Anreise mit Bus und Bahn: Von Bochum Hbf. oder Herne mit der U-Bahn U35 bis Archäologiemuseum / Kreuzkirche oder vom Bahnhof Herne zu Fuß bis Herne-Mitte (ca. 10 Minuten Fußweg entlang der Bahnhofstraße), dann jeweils mit dem Bus der Linie 324 Richtung Castrop-Rauxel Münsterplatz bis Gysenberg / LAGO (östlicher Parkteil und LAGO) oder Gysenberghalle (westlicher Parkteil).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Über das Radverkehrsnetz sind Abstecher von der Grünen Acht und vom Parkway EmscherRuhr möglich. Genutzt werden können dabei teilweise die Bahntrassenradwege auf alten Güterbahnen der Zechen Constantin und Lothringen.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Quellen und Weitere Informationen:

Revierpark Gysenbergpark: www.gysenberg.de
Parkeisenbahn Jolante:

www.jolante.eu

 

Revierpark Vonderort und Gesundheitspark Quellenbusch

Zwei Parks an der Grenze: Revierpark in Oberhausen und Gesundheitspark in Bottrop

In einem grünen Hügelland zwischen Osterfeld, Vonderort und Fuhlenbrock liegen direkt an der Stadtgrenze zwischen Oberhausen und Bottrop zwei große Naherholungsgebiete gegenüber. Auf dem Gebiet der Stadt Oberhausen liegt der zeitlich gesehen dritte Revierpark des Ruhrgebiets. Auf der anderen Seite der Vonderorter Straße beginnt der Gesundheitspark Quellenbusch auf dem Stadtgebiet von Bottrop. Beide Anlagen sind miteinander verbunden und können nacheinander besucht werden.

Revierpark und Gesundheitspark liegen beide am alten Vonder-Berg. Im 21. Jahrhundert wurde hier jedoch großflächig Sand abgebaut und die Geländeoberfläche so stark verändert. Es bildeten sich feuchte Niederungen und kleine Seen. Aus dem Gelände wurde in den 1920er Jahren teilweise der Waldpark Osterfeld, der jedoch einige Jahrzehnte später schon wieder verfallen war. Auf dem zentralen Bereich des Revierparks am heutigen Teich entstand ein Sportplatz, der aber zugunsten des Revierparks verschwunden ist. Der wurde als dritter seiner Art im Ruhrgebiet im Jahr 1974 eröffnet.

Der Revierpark Vonderort

Wie bei den übrigen Revierparks im Ruhrgebiet bildet ein Schwimmbad den sportlichen Kern der Anlage. An der Bottroper Straße befindet sich das Solebad Vonderort mit Freibad, Wellenbad und Sauna. Gegenüber steht das Freizeithaus mit Restaurant, in dem sich Räume für Veranstaltungen befinden.

Die umgebende Grünanlage ist ein hügeliges Wald- und Wiesengelände. Am Rande des Parks befindet sich ein zweigeteilter Teich, der auch für Modellboote genutzt werden kann. Es gibt verstreute Spielplätze, Tischtennisplatten und einen Musikpavillon. Beim Besuch im Sommer 2021 zeigte sich die Grünanlage allerdings äußerst vernachlässigt, beinahe ein wenig deprimierend. Die Ausstattung wirkte altbacken, einige Spielplätze außer Betrieb und abgesperrt. Allerdings ist ein Ausbauprogramm für die Revierparks durch den Regionalverband Ruhr geplant. Dieses würde dem Revierpark guttun und sein Erscheinungsbild wesentlich verbessern. In dem Zuge soll es neben einer Veränderung u.a. der Teiche einen Lehr- und Bewegungspfad geben sowie eine Sportarena mit Trend- und Funsporteinrichtungen. [...]

Revierpark Vonderort in Oberhausen

Revierpark Vonderort mit Wiese und Tischtennisplatten

Revierpark Vonderort in Oberhausen

Südlicher der beiden Seen mit Bank unterm Baum

Revierpark Vonderort in Oberhausen

Hügeliger Revierpark mit nördlichem See

Revierpark Vonderort in Oberhausen

Sitzgelegenheiten unter Bäumen

Revierpark Vonderort in Oberhausen

Abgesperrtes Klettergerüst in der großen Wiese

Informationen zur Anreise zum Revierpark Vonderort finden Sie weiter unten.

Gesundheitspark Quellenbusch

Wesentlich gepflegter und schöner präsentierte sich der benachbarte Gesundheitspark in Bottrop auf der anderen Seite der Stadtgrenze, die entlang der Vonderorter Straße verläuft. Im ebenfalls hügeligen Gelände befinden sich zahlreiche Stationen, die körperliche und seelische Gesundheit und die Sinne des Menschen ansprechen. Die größte Fläche liegt in einem schönen, schattigen Wald. Unter den alten Bäumen verbergen sich beispielsweise ein Pirouettengerät für schnelle Drehungen um die eigene Achse, Kletterhänge, Summstein und Barfußwege auf Holz, Stein oder Waldboden. Es gibt einen Meditationsgarten und als besonderes Highlight einen sogenannten Hydro-Ionisator. Bei Annäherung an die Anlage wird Wasser vernebelt, was bei der Atmung positive Effekte auf das Immunsystem haben soll.

Mit der Pyramide aus Baumstämmen und der Energiespirale findet man in der Nähe zum Übergang zum Revierpark Vonderort auch kleine Landmarken. Die hoch herausragende Pyramide steht im Mittelpunkt einer ovalförmigen Lichtung jenseits der Osterfelder Straße und besteht aus 18 Fichtenstämmen. Zur Installation gehören auch noch in den Himmelsrichtungen ausgerichtete Steine, die als Sitzgelegenheit genutzt werden können. In der Energiespirale, wiederum auf der anderen Seite der Straße, führen Wege spiralförmig zu einem Mittelpunkt, begleitet durch entsprechend angepflanzte Büsche und Metallstäbe.

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Die Pyramide aus 18 Fichtenstämmen

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Weg in der Gesundheitsspirale

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Die Gesundheitsspirale mit typischem Wegeverlauf und den farbigen Metallstäben

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Hydro-Ionisator zur Vernebelung von Wasser

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Meditationsgarten

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Summstein

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Pirouettengerät

Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop Gesundheitspark Quellenbusch in Bottrop

Informationen zur Anreise zum Revierpark Vonderort und zum Gesundheitspark Quellenbusch:

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 11 Oberhausen-Osterfeld. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen zweimal links abbiegen auf die Osterfelder Straße. Hinter dem Tunnel rechts auf die Bottroper Straße und dieser ca. 1,4 km folgen. Dort befinden sich mehrere Parkplätze rechts und links. Von diesen sind der Revierpark mit dem Solebad und der Gesundheitspark Quellenbusch gut zu erreichen.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Vonderorter Straße 323 in Oberhausen

Anreise mit Bus und Bahn: Von Duisburg Hbf., Oberhausen Hbf. oder Bottrop Hbf. mit dem RE 44 bis Bottrop-Vonderort. Vom Bahnsteig der Vonderbergstraße links ca. 400 m folgen und rechts in den Revierpark abbiegen. Zum Quellenbusch den Revierpark durchqueren.

Geographische Koordinaten:
51°30'29.88"N, 6°54'08.54"E – Solebad im Revierpark
51°30'37.75"N, 6°54'29.53"E – Pyramide im Gesundheitspark
51°30'39.90"N, 6°54'17.07"E – Energiespirale
51°30'50.24"N, 6°54'18.10"E – Hydro-Ionisator
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
354431 m, 5708438 m – Solebad im Revierpark

354843 m, 5708669 m – Pyramide im Gesundheitspark
354604 m, 5708743 m – Energiespirale
354633 m, 5709061 m – Hydro-Ionisator

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: In der Nähe verlaufen Emscherweg, Emscher-Park-Radweg und Deutsche Fußballroute NRW vorbei. Über das Radverkehrsnetz sind Abstecher zu den beiden Parks möglich.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

   

Quellen und Weitere Informationen:

Revierpark Vonderort, Solebad:

www.revierpark.com

 

Der Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Der letzte der fünf in den 1970er Jahren entstandenen Revierparks liegt am Unterlauf der Emscher in Duisburg, direkt an der Stadtgrenze zu Oberhausen. Eingerahmt wird der Revierpark Mattlerbusch von den Duisburger Stadtteilen Röttgersbach und Wehofen und Oberhausen-Holten. Im Zentrum steht der alte Mattlerhof, ein Bauernhof, der sich auch heute noch mit Landwirtschaft beschäftigt. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Region noch sehr ländlich geprägt. Hier gab es viele Wiesen und Felder, zahlreiche Bauernhöfe – aber kaum Besiedlung. Das hat sich mit der Industrialisierung schlagartig verändert. Das nahe Hamborn wurde zur Großstadt, auch Walsum wurde größer und die Siedlungsflächen wuchsen in die Richtung des heutigen Parks. Autobahnen begannen die Region zu erschließen, Zechen kamen und mit ihnen Kokereien, Industriebtriebe und Arbeiter. Aus den Feldern wurden Wohnsiedlungen. Daher ist der Revierpark heute an drei von fünf Seiten von Siedlungen begrenzt, einem dichtbesiedelten Band, das sich von Duisburg bis hoch nach Dinslaken erstreckt.

Den Bauernhof gibt es noch heute. Er prägt mit seinem tierpädagogischen Zentrum heute die Angebote des Revierparks. Neben Aktionen für Schulklassen und Kindergartengruppen besteht immer am Wochenende die Möglichkeit für Kinder, auf Ponys zu reiten. Im Mattlerhof befindet sich außerdem ein Restaurant. Ein kleiner Kiosk in der Nähe bietet darüber hinaus süße Kleinigkeiten und schattige Plätze unter Sonnenschirmen. Nicht weit vom Mattlerhof entfernt liegt die Niederrhein-Therme. Neben Sole- und Wellenbad bietet sie eine Saunalandschaft, Salzgrotte und verschiedene Wellness-Angebote.

Der Park selbst besteht aus einer hügeligen Landschaft, die sich mit kleinen Wäldchen, Wiesen und einigen Teichen abwechselt. An manchen Stellen bieten die Hügel Aussichten ins Umland. Im Süden geht der Park in ein kleines, geschlossenes Waldgebiet über, im Westen in den Freizeitpark Hamborn. Wald, Freizeitpark und Revierpark haben ein dichtes Netz von Wegen. Sie schwingen sich durch den Park, über die Hügel und um die Teiche. Immer wieder findet man kleine Spielplätze und Bolzplätze. Auf einer Radtour entlang der Emscher oder auf der nahen HOAG-Trasse ist der Revierpark ein mögliches Etappenziel und eine Gelegenheit zur Pause.

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Revierpark Mattlerbusch in einem Bild: Hügelige Landschaft mit breiten Wegen, viel Grün und Pferde

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Der Mattlerhof mit Ponyreiten und Brauhaus

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Kiosk an einem Spielplatz mitten im Revierpark

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Biotop und Bach nahe der Niederrhein-Therme

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Hügellandschaft, Abwechslung für Radfahrer im flachen Land

Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Einer von mehreren Spielplätzen und Aktionspunkten samt Sitzbänken unter Bäumen im Revierpark Mattlerbusch

Nicht weit entfernt vom Revierpark liegt in Richtung des Ausgangs Mattlerstraße und Dinslakener Straße das Kastell-Holten. Am Rande einer Parkanlage steht der alte Ostflügel der alten Burg, der aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Wurzeln der Burg gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Auch hier befindet sich eine kleine Grünanlage mit Spielplatz. Einen Spaziergang wert ist auch die Siedlung Wehofen der gleichnamigen Zeche, die ein ungewöhnlich aufgebautes Straßennetz hat.

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Revierpark ist ständig zugänglich, der Eintritt ist frei. Für Informationen zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten bei den kostenpflichtigen Einrichtungen wie der Niederrhein-Therme oder dem Mattlerhof nutzen Sie bitte die offiziellen Internetseiten, die unten angegeben sind.

Anreise mit dem Auto: Auf der A59 bis zur Ausfahrt 3 Duisburg-Walsum. Aus Richtung Duisburg rechts, aus Richtung Dinslaken links abbiegen auf die Dr.-Hans-Böckler-Straße. Nach 800m am Ortsausgang hinter der Brücke rechts abbiegen auf die Wehofer Straße. Im Kreisverkehr geradeaus und dann links auf den Parkplatz, der sich in der Nähe der Niederrhein-Therme befindet. Weitere Parkplätze befinden sich im weiteren Verlauf der Wehofer Straße am Sportverein, am Tennisclub, an der Solestraße und am Friedhof an der Mattlerstraße auf der anderen Seite des Revierparks.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Solestraße, Wehofer Straße oder Mattlerstraße in Duisburg

Geographische Koordinaten:
51°31'13.36"N, 6°46'45.55"E – Mattlerhof
51°31'18.45"N, 6°46'40.20"E – Niederrhein-Therme
Die Koordinaten können in das Eingabefeld von z.B. GoogleEarth
und OpenStreetMap kopiert werden.
UTM-Koordinaten (Zone 32):
345931 m, 5710039 m – Mattlerhof

345797 m, 5710205 m – Niederrhein-Therme

Nützliche Informationen zum Lesen der Koordinaten und Verwendung in GPS-Geräten bietet der Beitrag Anreise, GPS und Co.

Anreise mit Bus und Bahn: Mit dem RRX 5, dem RE 19 und dem RE 49 bis Holten. Von dort mit dem Bus der Linie 907 Richtung Godesberger Straße bis Niederrhein Therme (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Holten Markt).

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Drei Themenwege führen in der Nähe des Revierparks vorbei. Vom Emscherweg aus ist der Park von Holten aus erreichbar. Vom Radweg auf der HOAG-Trasse ist die Anbindung bei Wehofen auf die Wehofer Straße oder am Anschluss Dinslaker Straße und dann geradeaus durch die Felder. Über das Radverkehrsnetz NRW ist auch der Radweg an der Kleinen Emscher in Höhe des Krankenhauses (hinter Überquerung A59) angebunden. Über HOAG-Trasse und Radweg Kleine Emscher werden Rhein-Radweg und letztlich die D-Route D8 erreicht.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

 

Quellen und Weitere Informationen:

Niederrhein-Therme und Revierpark: www.niederrhein-therme.de
Natur- und Tierpädagogisches Zentrum www.alsbachtal.org

 

Der Gesundheitspark Nienhausen in Gelsenkirchen

Als zweiter Revierpark im Ruhrgebiet überhaupt wurde der am Rande der Stadt Gelsenkirchen zwischen den Stadtteilen Rotthausen und Feldmark sowie der Stadt Essen 1972 eröffnet. Damit liegt er recht nah am bekannten UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein. Zusammen mit angrenzenden Grünanlagen wie dem Stadtgarten ergibt sich ein kleiner Korridor, der bis kurz vor die Innenstadt von Gelsenkirchen reicht. Erst vor wenigen Jahren erfolgte eine Umstrukturierung vom Revierpark zum Gesundheitspark Nienhausen, der bewusst einen Schwerpunkt auf Sport, Körper, Gesundheit und Wohlbefinden legt und damit aus den anderen Revierparks hervorsticht.

Mittelpunkt des Gesundheitsparks ist das große Sauna- und Solebad mit angeschlossenem Freibad, Physiotherapie und Wellnessbereich. Der eigentliche Revierpark ergänzt sich jenseits der Feldmarkstraße um den Nienhausenbusch. Ein Wegenetz durchzieht beide Grünflächen mit Wiesen und Wäldchen und einem großen Teich. Hier und dort findet man auch blühende Blumenbeete und getreu dem Motto des Parks Gemüse und Obst mit Informationen zur gesunden Ernährung. Verschiedene Sportarten wie Tennis, Basketball, Volleyball oder Boule können im Park betrieben werden. Es gibt auch eine Minigolf-Anlage. Über den Park sind außerdem einzelne Spielplätze verteilt, von denen der Wasserspielplatz sicherlich der beliebteste ist. Veranstaltungen und Programme für Kinder werden in der Kinderburg angeboten. Auch diese richten sich an Bewegung, Ernährung und das Umweltbewusstsein der Kleinen.

Hervorheben möchte ich auch die „Prachtlamas“, die wunderschönen Tiere aus Südamerika, die sich zu bestimmten Terminen an die Leine nehmen und durch den Park führen lassen. Auch ich habe eine solche Lamawanderung durch den Revierpark schon gemacht und zusätzlich eine Lamawanderung auf die „Anden des Ruhrgebiets“, die Halden (und hierbei speziell die Rungenberghalde), die auf diesen Internetseiten so ausführlich vorgestellt werden.

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen

 

Revierpark Nienhausen Revierpark Nienhausen

Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Der Revierpark ist ständig zugänglich, der Eintritt ist frei. Für Informationen zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten bei den kostenpflichtigen Einrichtungen wie LAGO nutzen Sie bitte die offiziellen Internetseiten, die unten angegeben sind.

Anreise mit dem Auto: Auf der A42 bis zur Ausfahrt 15 Gelsenkirchen-Heßler. Aus Richtung Dortmund rechts und geradeaus, aus Richtung Oberhausen im Kreisverkehr links abbiegen. Nach 1,2 km links in die Katernberger Straße. Hier beginnen die Seitenstraßen der Zechensiedlung auf der rechten Seite. Zum Revierpark weiter auf der nun Nienhausenstraße benannten Straße und rechts auf die Feldmarkstraße. Dort parken.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Feldmarkstraße in Gelsenkirchen

Anreise mit Bus und Bahn: Von Essen Hbf. oder Gelsenkirchen Hbf. mit der Straßenbahn-Linie 107 bis Revierpark Nienhausen.

Anreise mit dem Fahrrad / E-Bike: Direkt am Revierpark Nienhausen führt der Radweg auf der Nordsterntrasse vorbei. Über diese kurze Verbindung zwischen Nordsternpark und Welterbe Zeche Zollverein sind Anschlüsse an die Erzbahntrasse und den Emscherweg möglich. Die Anbindung erfolgt über die Abfahrt an der Brücke über die Katernberger Straße.

Kartenmaterial / Literatur: In den rechts dargestellten gedruckten Rad- und Wanderkarten und Tourenführern ist die Region des in diesem Beitrag beschriebenen Ortes abgebildet. Die thematisch passenden Bücher sind zur Vertiefung empfohlen. Mit Klick auf die jeweilige Karte gelangen Sie zur entsprechenden Seite bei Amazon*.

     

Quellen und Weitere Informationen:

Gesundheitspark Nienhausen: www.nienhausen.de
Prachtlamas: www.prachtlamas.de
Industriekultur im Ruhrgebiet Auf der Auswahlseite finden Sie weitere Artikel dieser Art zu anderen ausgesuchten und sehenswerten Zielen im Ruhrgebiet. Betrachtet werden alte Zechen und Industrieanlagen, Landschaft & Natur, Museen oder technische Besonderheiten ebenso wie Halden im Ruhrgebiet und Landmarken. Bitte auf das Schild klicken.

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Zuletzt geändert oder Aktualität geprüft: 05 / 2021
Angaben zu Anreise, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind ohne Gewähr und vor einem Besuch selbst auf Richtigkeit zu überprüfen.
(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de & www.halden.ruhr