Jahrhunderthalle und Westpark Bochum
Auf dem Gelände der ehemaligen Krupp-Stahl AG in Bochum liegt heute ein etwa 40 Hektar großer Park - er wird in Anlehnung an seine Lage westlich der Innenstadt als Westpark bezeichnet. Er zieht sich rings um das Veranstaltungszentrum "Jahrhunderthalle", das anfangs als Ausstellungshalle und später als Gebläsemaschinenhalle für Hochöfen diente. Erst 2003 wurde die Halle wieder zu einem Kultur- und Veran- staltungszentrum, wie sie es anfangs einmal war. Hoch über der Halle steht der Wasserturm, der eine Landmarken-Funktion hat.
Zugleich liegt die Jahrhunderthalle wie in einem Krater an der tiefsten Stelle des Parkes, der sich terrassenartig auf verschiedenen Höhenstufen erstreckt. Zahlreiche Wege, Rampen und Brücken durchziehen den jungen Westpark und verbinden so die künstlich entstandenen Schichten. An verschiedenen Stellen finden sich Fundamente, Gleisanlagen oder andere Zeugen der vergangenen Industrie-Epoche. Einige ehemalige Klärbecken wurden zum Biotop. Neben dem Wasserturm an der Jahrhunderthalle bildet ein Stützbauwerk eine Landmarke. Durch die Bogenform erinnert wird dieses auch als "Colosseum" bezeichnet. Neben der Funktion als Naherholungsgebiet wird mit dem Westpark eine Versiegelung und Renaturierung des mit Schadstoffen kontaminierten Industrie-Areals erreicht, außerdem ist er förderlich für die Verbesserung der Qualität des Stadtquartiers. Ganztägig trifft man bei entsprechendem Wetter im Westpark Radfahrer und Jogger an.
Die minimalistisch gehaltene Beleuchtung der Wege erfolgt durch kleine, für den Park charakteristische Würfel. Teile der Jahrhunderthalle, der Wasserturm und zwei Kühltürme werden nachts farbig beleuchtet.

Freitreppe als Zugang zum Westpark von der Alleestraße |

Jahrhunderthalle mit dem Wasserturm im Herzen des Parks |

Wege mit einer besonderen Beleuchtung durchziehen den Park |

Hochbrücke als Verbindung zur nördlichen Terrasse |

Blick von der Brücke zur rückseitigen Jahrhunderthalle |

Wasserläufe unter dem Hang der oberen Terrasse |

Bahngelände und altes Stellwerk |

Die "Erzbahnschwinge", im Hintergrund Zeche Carolinenglück |

Die Schwinge ist eine gewundene Hängebrücke |

Weg zur Erzbahnschwinge durch eine Birken-Allee |

Jahrhunderthalle von Südwest gesehen mit dem Eingangs-Vorbau |

Teil des "Colosseum" - einer Stützmauer am Westpark |
Anfahrt mit dem Auto: Auf der A40 bis AS 32 Bochum-Stahlhausen, dort Richtung Bochum Innenstadt, nach etwa einem Kilometer an der großen Kreuzung geradeaus auf den Parkplatz fahren.
Zieleingabe ins Navigationssystem: Wattenscheider Straße (Kreuzung Gahlensche Straße) in 44793 Bochum
Koordinaten: 51°28'46.05"N, 7°12'9.43"E (Zugang Freitreppe von der U-Bahn-Station)
Anreise mit dem ÖPNV: Vom Bochumer Hauptbahnhof mit der Linie 302 oder 310 Richtung Höntrop Kirche bis zur Haltestelle Bochumer Verein / Jahrhunderthalle. Dort befindet sich die Freitreppe an der Südseite des Parks. Alternativ mit der RB 46 von Bochum Hbf oder Gelsenkirchen bis Bochum-West und dann ein kurzes Stück bis zur Freitreppe nach Westen laufen.
Homepage der Jahrhunderthalle Bochum im Westpark: www.jahrhunderthalle-bochum.de
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(c) Bilder, Karten, Text und Grafiken: S. Hellmann • www.ruhrgebiet-industriekultur.de • Stand: 03 / 2012 |