Ausgehend von dieser Übersichtsseite können ausführliche Einzel-Artikel über viele große oder bekannte Ausflugsziele im Ruhrgebiet, aber auch über kleine Geheimtipps aufrufen werden. Die jeweiligen Ziele werden so eingehend wie nötig und so kurz wie möglich für das notwendige Hintergrundwissen in verständlicher Sprache vorgestellt und mit inzwischen fast 2.000 Fotos und zahlreichen Panoramabildern multimedial dokumentiert. Völlig unabhängig wurden die jeweiligen Ziele persönlich aufgesucht, beschrieben und bewertet - mal mit mehr, mal mit weniger Begeisterung. Wichtige Fragen zur Anreise, Eintrittspreisen, Extrakosten, Restaurants, Toiletten, Fotografie-Erlaubnis, Kindereignung und Tiere sollen beantwortet werden und Sie vor unliebsamen Überraschungen bewahren. Sämtliche Ziele sind mit einer einfachen Anfahrtsbeschreibung für Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs ausgestattet. Zum Öffnen der eigentlichen Artikel klicken Sie bitte mit der Maus auf das Vorschaufoto oder auf den unterstrichenen Link im Textbereich ("Zum Artikel über..."). Für gezielte Recherchen nutzen Sie die Suchfunktion:
Vorgestellt in dieser nach Orten sortierten Kategorie werden kulturell sehenswerte, industriell geprägte Bauwerke und Anlagen. Dies betrifft ehemalige Stahlwerke, Fabriken oder Zechen, deren Gelände heute als Naherholungsgebiet mit Industriecharakter genutzt wird ebenso wie Verladehäfen, die zum Yachthafen umfunktioniert wurden sowie besondere Arbeitersiedlungen, Museen, Zoos, Aussichtstürme oder Parks.
Bei einigen Zielen sind Eintrittsgelder (z.B. Museum, Tierpark) zu entrichten. Entsprechende Objekte sind mit einem markiert.
Bergkamen
Die 50.000 Einwohner große Stadt liegt im Norden des Kreises Unna an der Lippe bzw. dem Datteln-Hamm-Kanal und entstand erst 1966 aus dem Zusammenschluss kleinerer Gemeinden. Ein Zentrum mit Fußgängerzone, wie man es aus anderen Städten gewohnt ist, findet man hier daher nur begrenzt. Durch die Autobahnen A1 und A2 ist Bergkamen recht gut an das Fernstraßennetz angebunden, einen Bahnhof mit Personenverkehr findet man hier allerdings nicht. Nennenswerte Montanbetriebe in Bergkamen waren die Zeche Haus Aden und die Zeche Monopol. Mehr Informationen: www.bergkamen.de
Korridorpark auf der Halde Großes Holz
Die Halde Großes Holz an der Erich-Ollenhauer-Straße in Bergkamen gehört zu den fünf höchsten des Ruhrgebiets. Sie besteht thematisch heute aus dem Aussichtspunkt AdenerHöhe und dem Korridorpark. Im Kern ist dies ein langgestreckter Park, der mit blauen Türmen aus Stahl und Plexiglas ein blaues Band von West nach Ost bis zur Stadtmitte Bergkamens bildet und mit Wassergräben und Teichen ein besonderes Hochplateau bietet.
Die Marina Rünthe in Bergkamen ist der größte Yachthafen in NRW. Der Hafen entstand zunächst als Verladehafen der heute stillgelegten Zeche Werne. Im Jahre 1995 wurde begonnen, diesen Verladehafen am Datteln-Hamm-Kanal zu einem modernen Liegeplatz für Yachten aller Größe umzubauen. Der Hafen ist ganzjährig geöffnet und bietet neben Hafeneinrichtungen für Skipper auch Platz zum Flanieren an.
Die zwischen Dortmund und Essen liegende kreisfreie Großstadt hat knapp 375.000 Einwohner. Ihre südliche Stadtgrenze bildet die Ruhr mit dem Kemnader See. Durch die Autobahnen A40, A43 und A44 ist die Stadt gut an das Fernstraßennetz angeschlossen. Der Hauptbahnhof an der glockenförmigen Stadtmitte wird von Regionalzügen auf der Hauptachse von Dortmund nach Düsseldorf sowie von einigen Fernzügen angefahren. Besonders bekannt ist die Stadt für die erste neugegründete Universität in der Bundesrepublik im Süden der Stadt, die Ruhr-Uni, für die Werke des Autobauers Opel und für das Musical »Starlight-Express«. Die Innenstadt hat in der letzten Zeit einen großen Wandel erfahren und wurde zu einer attraktiven Einkaufsstadt umgebaut. Legendär ist dabei nach wie vor das Kneipenviertel »Bermudadreieck«. In der Vergangenheit war Bochum natürlich stark durch den Bergbau geprägt, namentlich u. a. durch die Zechen Frederika, Hannover, Holland, Klosterbusch, Robert Müser oder Vollmond. Sie bilden Hintergründe für einige Artikel. Mehr Informationen: www.bochum.de.
Bergbauwanderweg Ruhr-Universität
Über 15 Kilometern Länge verbindet der Bergbauwanderweg etwa 20 Stationen mit bergbauhistorischem Hintergrund. Er verläuft dabei wie eine große Acht um die Ruhr-Universität im Bochumer Süden, erreicht den Kemnader See der Ruhr und durchquert das Laerholz. Betrachtet werden Pingen, Kohlenplätze, ehemalige Zechengebäude, eine Halde und besondere Naturräume im Ruhrtal. Dabei sind dank der abwechslungsreichen und hügeligen Landschaft durchaus einige Höhenmeter zu bezwingen...
Das Eisenbahnmuseum im Bochumer Süden direkt an der Ruhr ist das größte private Museum seiner Art und befindet sich auf dem Gelände des 1969 bzw. 1982 geschlos- senen Bahnbetriebswerks Bochum-Dahlhausen. Kernpunkt ist der Ringlokschuppen mit historischem rollenden Material, das hauptsächlich aus alten Dampf- oder Dieselloks besteht. In weiteren Hallen lassen sich historische Loks, Triebwagen und Waggons besichtigen – ein "Muss" für Freunde der nostalgischen Eisenbahn.
Ist es das biblische Land, in dem Milch und Honig fließen (Exodus 3,8)? Vermutlich ist es doch nur Grubenwasser der Zeche Robert Müser, in dem gelöste Mineralstoffe die typische milchige Färbung der Harpener Teiche hervorrufen. Die auch als Werner Teiche bezeichnete Seenlandschaft ist eigentlich ein Klärbecken für das im kräftigen Schwall eingeleitete Grubenwasser, dient jedoch auch der Naherholung für die Bevölkerung der Bochumer Vororte.
Als jüngster der sechs Ruhrstauseen entstand der Kemnader See in den 1970er Jahren. Ursprünglich als Absetzbecken für im Fluss mitgeführte Sedimente zur Verbesserung der Trinkwasserqualität gebaut, dient der See heute vor allem als Naherholung und für sport- liche Aktivitäten. Rings um das Ufer führen z.T. für Fußgänger und Radfahrer getrennte Wege. Mit dem Freizeitbad Heveney wird die Möglichkeit zum Schwimmen gegeben. Ein Fahrgastschiff verbindet kleinere Häfen miteinander.
Als erste Neugründung einer Universität in der Bundesrepublik entstand in den 1960er Jahren im südlichen Bochumer Vorort Querenburg die Ruhr-Uni. Aufgebaut ist die als RUB abgekürzte Einrichtung als Campus-Universität. Zentrum sind die Universitätsbibliothek und das Audimax, um die in Reihen die Fakultätsgebäude nach Themenbereichen angeordnet sind. Die Architektur mag zum Einen durch die Funktionalität vielleicht zunächst erschrecken, beinhaltet aber einige überraschende Symboliken.
Der Tippelsberg ist im Grunde eine natürliche Erhebung im äußerst westlichen Ausläufer des Ardey-Gebirges, wurde jedoch künstlich durch eine Deponie und Aushub aus dem U-Bahn-Bau in Bochum erhöht. Heute ist er eine Aussichtsplattform, von der sich Bochum und das umliegende Ruhrgebiet inmitten einer Parklandschaft hoch über der Stadt betrachten lassen. Am höchsten Punkt befindet sich ein riesiges, dennoch leicht zu übersehendes Gipfelkreuz.
Wie die Harpener Teiche ist der Ümminger See im Bochumer Osten auch ein ehemaliger Klärteich vor allem für Grubenwasser und wird durch den Harpener Bach durchflossen. Heute ist es ein vielgenutztes öffentliches Naherholungsgebiet und bietet Möglichkeiten zum Wandern, Skaten, Modellbootfahren oder einfach auf ruhigen Bänken am Ufer in der Sonne Sitzen. Und mit etwas Glück hat man tierische Begegnungen der ganz besonderen Art...
Auf dem Gelände der Krupp-Stahl AG in Bochum liegt heute ein großer Park mit Relikten, Gebäuden und Fundamenten der alten Industrieepoche. In der Mitte steht das Veranstaltungszentrum »Jahrhunderthalle«, das anfangs als Ausstellungshalle und später als Gebläsemaschinenhalle für Hochöfen diente. Erst 2003 wurde die Halle wieder zu einem Kulturzentrum, wie sie es anfangs einmal war. Ein bekanntes Bauwerk im Park bildet die »Erzbahnschwinge«, Ausgangspunkt des Radweges auf der Erzbahntrasse.
Gerne als hässliches Entlein bezeichnet, kann die kreisfreie Stadt Bottrop stolz auf ihre Lösung von der Abhängigkeit des Bergbaus zu einer immer attraktiveren Einkaufsstadt und ihre neuen Freizeitmöglichkeiten zurückblicken. Bekanntestes Ziel dabei sind der MoviePark Germany in Bottrop-Kirchhellen oder der Tetraeder. Und doch lassen sich mit der Zeche Prosper-Haniel und der Kokerei Prosper eine funktionierende Kohleförderung- und Verarbeitung finden. Durch die Autobahnen A2 und 42 erfolgt die Anbindung mit dem Auto, der Hauptbahnhof ist immerhin durch den Nahverkehr an Essen und Oberhausen angebunden. Mehr Informationen: www.bottrop.de
Prosper-Park
Nach Schließung der Schachtanlage III der Zeche Prosper nahe der Innenstadt Bottrops wurde ein Städtebauwettbewerb durchgeführt, in dessen Folge zwei durch einen neuen Park voneinander getrennte Wohnquartiere entstanden sind. Der Prosper-Park besteht hauptsächlich aus weiten Wiesenflächen und Birkenpflanzungen und bietet viel Raum zum Laufen und Erholen. Versteckt und damit im Sinn gegensätzlich zur Funktion als Landmarke befindet sich hier eine Seilscheibe zur Erinnerung...
Seit 1994 ist der Tetraeder auf der Halde an der Beckstraße ein neues Wahrzeichen für Bottrop. Das 50 Meter hohe Stahlgerüst ist Landmarke bei Tag und bei Nacht und eine besonders hoch exponierte frei zugängliche Aussichtsplattform über dem Ruhrgebiet. Über Treppen und Serpentinen kann die Halde erklommen werden, zugleich ist es die einzige, deren Gipfel zumindest am Wochenende durch einen getakteten Linienbus angefahren wird...
Erst im Jahre 1924 entstand die heutige Stadt mit etwa 75.000 Einwohnern aus den bis dato eigenständigen Orten Castrop und Rauxel. Sie liegt ganz im Südosten des Kreises Recklinghausen und gehört damit zum nördlichen Teil des Ruhrgebietes. Durchzogen wird das Stadtgebiet durch den Rhein-Herne-Kanal. Mit den Autobahnen A2, A42 und A45 ist auch Castrop-Rauxel gut an das Fernstraßennetz angebunden. Den Hauptbahnhof der Stadt im Norden fahren ein Regional-Express sowie S-Bahnen an. Den zentrumsnahen Südbahnhof erschließt eine Regionalbahn. Hier laden eine Fußgängerzone, der Markt und der benachbarte Erin-Park zum flanieren ein. Die Wirtschaft und das Stadtbild bestimmten die vier Zechen Erin, Ickern, Schwerin und Victor. Mehr Informationen: www.castrop-rauxel.de
Erin-Park
Der auf Grund und Boden der in den 1980er Jahren stillgelegten Zeche Erin in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt von Castrop-Rauxel gelegene Erin-Park unterscheidet sich angenehm von vielen gesichtslosen Stadtparks in der Region. Zwar dient nur ein Teil der Anlage der Naherholung, aber die Topographie ist der hügeligen Landschaft Irlands nachempfunden und daher besonders abwechslungsreich. Er bietet Hügel als Aussichtsplattform und hier und dort Relikte der alten Zeche und Kokerei.
Im Castrop-Rauxeler Vorort Schwerin befindet sich die Bergehalde der Zechen Erin und Graf Schwerin. Zwar gehört sie zu den niedrigeren Exemplaren ihrer Art, doch ihr Haldentop ziert eine besondere Landmarke. Am höchsten Punkt wurde eine große Sonnenuhr aus 24 meterhohen Stahlsäulen errichtet. Das Areal sowie die Zugänge wurden exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet. Darüber hinaus ist die Halde ein guter Aussichtspunkt über die Region.
Im Jahr 1867 gründete ein Ire unmittelbar am heutigen Stadtzentrum von Castrop-Rauxel die Zeche Erin. Nach ihrer Stilllegung entstand auf ihrer Fläche ein ausgedehnter Gewerbe- und öffentlicher Naherholungspark mit Überresten der Zeche, unter anderem einem markanten Fördergerüst über dem Schacht VII mit typischem ERIN-Schriftzug. Im Artikel wird der heutige Zustand in Form des Erin-Parks vorgestellt.
Mit fast 600.000 Einwohnern ist Dortmund, geographischer Mittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die größte Stadt im Ruhrgebiet. Die kreisfreie Großstadt grenzt im ländlichen Süden an die Ruhr und den Hengsteysee. Der Dortmund-Ems-Kanal hat sein südliches Ende im Dortmunder Hafen. Mit den Autobahnen A1, A2, A40, A42 und A45, den ausgebauten Bundesstraßen B1 und B236 sowie dem Hauptbahnhof als wichtigstem Bahnknotenpunkt im östlichen Ruhrgebiet ist Dortmund sehr gut an das Fernstraßen- und Bahnnetz angebunden. Bekannt ist Dortmund neben dem ausgezeichneten Fußball für die einstigen Brauereien, die Dortmund in der Vergangenheit zur »Europas Bierstadt Nr. 1« machten und zusammen mit Kohle und Stahl den sogenannten »Dortmunder Dreiklang« bildeten. Vor allem durch Stahl wurde die Wirtschaft der Stadt geprägt, u. a. durch die riesige Westfalenhütte von Hoesch oder das Hochofenwerk Phoenix. Namentlich förderten u. a. die Zechen Gneisenau, Hansa, Minister Stein, Zollern das schwarze Gold zutage. Heute dominiert der Handel, ist die Fußgängerzone »Westenhellweg« doch eine beliebte Einkaufsstraße mit den teuersten Grundpreisen im Ruhrgebiet. Mehr Informationen: www.dortmund.de
Botanischer Garten Rombergpark
Als Nachfolger eines Englischen Gartens rings um das im zweiten Weltkrieg zerstörte Wasserschloss Brünninghausen bildet der Rombergpark einen Teil des Grünzuges vom Westfalendamm bis zum Zoo. Bekannt und beliebt ist der Park nicht nur bei Freunden der Botanik für Spezielle Gewächse wie den chinesischen Taschentuchbaum oder die alljährliche prächtige Rhododendrenblüte, sondern auch für seine mysteriös scheinenden roten Bäche, die in den Schondellebach münden...
Die schönsten und lehrreichsten Museen sind die zum Anfassen, mit Interaktion und mit dem Potenzial für Lärm und Dreck. Auf zwei Etagen kombiniert die DASA, die ursprüngliche Deutsche Arbeitsschutzausstellung, gekonnt praktisches Ausprobieren und Erleben mit dem Erfahren einiger Berufsfelder damals, heute und in der Zukunft. Ohne Aufdringlichkeit wird immer wieder auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz eingegangen – mit hilfreichen Tipps, die vielleicht noch Anwendung finden.
Inmitten des Westfalenparks steht der 208 Meter hohe Fernmeldeturm der Stadt, der Florianturm oder kurz Florian. Er wurde 1959 anlässlich der Bundesgartenschau erbaut und eröffnet. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein imposanter Rundumblick über die ganze Stadt Dortmund, den Hellweg, ins Münsterland und ins tiefere Ruhrgebiet. Eine Besonderheit ist das weltweit erste Drehrestaurant mit wechselnder Aussicht. Zugänglich ist der Turm über den Westfalenpark.
Auf dem Gelände von Phoenix West in Dortmund-Hörde steht ganz im Süden der sich stark in der Siedlung hervorhebende, markante und über 75 Meter hohe Gasometer mit dem Schriftzug HOESCH - zu diesem Konzern gehörte Phoenix seit 1966 bis zur Übernahme und Schließung durch den Thyssen-Krupp-Konzern. Der Gasometer ist als Denkmal erhalten, direkt aber leider derzeit nicht zu besichtigen.
Das im Jahre 2005 nach neun Jahren Pause wiedereröffnete Hoesch-Museum im Portierhaus des Eingangs 1 der Westfalenhütte in Dortmund ist ein Ausstellungsstandort zu den Themen Stahl, Leben und Arbeiten mit dem Hüttenwerk sowie dem Hoesch-Konzern. Es gibt viele Objekte zum Anfassen und ungewöhnliche, neuartige Multimediastationen, wie beispielsweise das Virtuelle Stahlwerk, bei dem in einem 3D-Kino auch interaktiver Eingriff erforderlich ist.
In unmittelbarer Nähe zur Syburg erhebt sich hoch auf dem Berg über dem Hengsteysee das monumentale Denkmal mit dem Reiterstandbild zu Ehren des Deutschen Kaisers Wilhelm I, umrahmt von Standbildern von Bismarck und Moltke. Durch die Lage hat der Besucher von der Plattform unterhalb des Denkmals einen weiten Blick über das Ruhrtal, den Hengsteysee und bis in die Innenstadt Hagens. Und tief unten überqueren Züge direkt am Zusammenfluss von Ruhr und Lenne das Wasser.
Die ehemalige in den 1920ern gebaute Großkokerei im Norden von Dortmund beherbergt heute ein Industriemuseum und steht unter Denkmalschutz. Der Besucher kann sich über den Prozess der Verkokung, die Schwarze und Weiße Seite und das Leben und Arbeiten als Kokereiarbeiter informieren. Im Normalbetrieb lassen sich nur begrenzt Anlagen mit einem Audio-Guide besichtigen, richtig spannend wird es erst in einer Führung durch die Kokerei.
Auf dem Grund und Boden der ehemaligen Hermannshütte bzw. dem Stahlwerk Phoenix Ost in Hörde befindet sich heute ein großer, künstlicher See. Seit seiner Planung ist er ein Musterbeispiel für den Strukturwandel der Region. Noch ist er nicht komplett fertiggestellt, dennoch lassen sich seit Mai die Promenaden, Plätze und ein Fuß- und Radweg rings um den See nutzen – beispielsweise zum Joggen, Flanieren oder Verfolgen des langsamen Fertigstellen des Stillgewässers.
Um 1850 entstand westlich von Hörde ein Hochofenwerk, später als »Phoenix West« bezeichnet. Zusammen mit der Hermannshütte (Phoenix Ost) prägte es den Dortmunder Vorort sowohl in der Wirtschaft, dem Ortsbild und der Ökologie. Während Phoenix Ost seit 2010 in einem künstlichen See untergeht, sehen Konzepte für den Westteil Gewerbe und Forschung, aber auch Kultur, Industriegeschichte und mit dem Phoenix-Park auch Erholung vor.
Eine große Brauerei-Brache ist etwas ungewöhnliches, nicht jedoch für Europas Bierstadt Nr. 1. Lange stagnierte die Entwicklung des aufgegebenen Geländes der privaten Thier-Brauerei in der Stadtmitte. 15 Jahre später eröffnete dort, wo früher das goldgelbe Dortmunder Export gebraut wurde, das Einkaufszentrum Thier-Galerie. Mit 160 Geschäften wird nicht nur das Waren- und Dienstleistungsangebot der Stadt erweitert. Der Bau stellt sich als neue, industriekulturell geprägte Sehenswürdigkeit dar.
Als Austragungsort der Bundesgartenschau wurde der Westfalenpark im Dortmunder Süden direkt an der B1 im Jahre 1959 eröffnet. Heute beherbergt er Flächen zum Erholen, Spielen und Flanieren. Blumenbeete und das Rosarium sprechen die Botanik-Freunde an, viele und große Spielplätze den Nachwuchs. Glanzpunkt des Parks ist der über 200 Meter hohe Fernmeldeturm, der zu erklimmen ist und eine phantastische Aussicht bietet.
Mit vorgestellt wird die jährliche Lichtkunst-Aktion Winterleuchten im Westfalenpark. Zum Artikel über den Westfalenpark (mit Florianturm und Aktion Winterleuchten)
Zeche Gneisenau
Die Zeche Gneisenau ist ein stillgelegtes Steinkohle-Bergwerk im Ortszentrum von Dortmund-Derne. Besonders markante Bauwerke der Zeche sind der Tomson-Bock auf Schacht II, vermutlich der älteste erhaltene Förderturm im Ruhrgebiet, und das Doppelstrebengerüst auf Schacht IV. Die Zeche wurde nach und nach stillgelegt und die Gebäude über Tage abgesehen von einigen wenigen Förderanlagen abgerissen. Derzeit ist das Gelände eine große, wilde Brachfläche.
In Dortmund-Bövinghausen befindet sich das LWL-Industriemuseum auf dem Gelände der 1955 stillgelegten Zeche Zollern II / IV. Glanzpunkt der Zeche ist die Maschinenhalle mit dem Jugendstil-Portal (Bild) und den Antriebsmaschinen samt Steuerung. Vom Förderturm auf Schacht II hat man einen weiten Blick über Dortmund und das östliche Ruhrgebiet. In Daueraus- stellungen werden Alltag, Leben und die Ausbildung von Bergleuten vorgestellt.
Mit seinem Hafen erlangte Duisburg als Handelsstadt schnell große Wichtigkeit und war durch den Kornumschlagplatz schnell der Brotkorb des Ruhrgebietes, was zahlreiche alte Mühlen am Innenhafen noch heute zeigen. Heute besitzt Duisburg den größten Binnenhafen Europas an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Durch die Autobahnen A3, A40, A42 und A59 ist die Stadt gut für Autofahrer und durch den Hauptbahnhof, an dem alle wichtigen überregionalen Nahverkehrs- und Fernzüge halten, für Bahnfahrer angebunden. Auch der internationale Flughafen Düsseldorf ist nur wenige Kilometer entfernt. Die Innenstadt bietet eine breite Einkaufs- und Flaniermeile. Besondere Attraktionen sind der Innen- und Binnenhafen Duisburgs, der Landschaftspark Duisburg-Nord als einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Nordrhein-Westfalen oder auch der Zoo, der eine Autobahn überbrückt und für sein Delfinarium bekannt ist. Mehr Informationen: www.duisburg.de
Alsumer Berg
Nördlich von Duisburg-Beeck befindet sich umgeben von einem Industriegelände und Kraftwerken eine kleine Insel der Naherholung. Dort, wo bis zum zweiten Weltkrieg das Dorf Alsum am Rhein stand, wurde nach dessen Zerstörung Schutt und Trümmermaterial zu einer bis etwa 50 Meter hohen, großen Deponie aufgeschichtet. Schließlich hat die Stadt Duisburg die Deponie renaturiert und als beliebten Aussichtspunkt für Hobbyfotografen zugänglich gemacht.
Der Landschaftspark Nord ist ein ehemaliges Hüttenwerk in Meiderich, das in einen öffentlichen Park mit Museumscharakter umgebaut wurde. Seitdem kann der Besucher hier rund um die Uhr frei und ohne Eintritt das Gelände, die Industrieanlagen und die Kohlebunker inspizieren. Am Wochenende ist der Park durch eine Lichtinstallation farbig beleuchtet und besitzt eine einmalige Atmosphäre. Höhepunkt ist der Aufstieg auf einen alten Hochofen, wo die Arbeit im Hochofenwerk erläutert wird.
Der Matena-Tunnel ist ein Straßentunnel, der mitten unter dem aktiven Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Duisburg verläuft. Dabei verband er einst Bruckhausen mit dem kleinen Dorf Alsum am Rhein, das heute allerdings nicht mehr existiert. Das Besondere an diesem Tunnel ist sein ganz eigener Charme, die Baufälligkeit und die Tatsache, dass er insbesondere in »Schimanski«-Filmen eine häufig wiederkehrende Filmkulisse war.
Direkt an der Stelle, an der nach 220 Flusskilometern die Ruhr von Winterberg kommend in den Rhein fließt, steht mit dem »Rheinorange« eine besondere Landmarke in Form einer hohen, stählernen und signalfarbenen Steele. Sie markiert gleichzeitig das westliche Ende des bekannten und beliebten Ruhrtalradweges.
Große Bekanntheit weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus hat der Duisburger Zoo vor allem für besondere Tiere, Einrichtungen oder Zuchterfolge. Insbesondere die Haltung und Vorführung von Delfinen zieht viele Besucher an. Eine Besonderheit hat der Zoo durch seine Anlage selbst – durch eine Erweiterung wird der Tiergarten von einer Autobahn getrennt, von der der Besucher dank einer Landschaftsbrücke allerdings optisch und akustisch kaum etwas wahrnimmt...
Was sagte der liebe Gott, nachdem er das Ruhrgebiet erschaffen hatte? – "Essen ist fertig!" Über 500.000 Einwohner hat die Stadt im zentralen Ruhrgebiet und liegt damit nur knapp hinter der größten Stadt Dortmund. Im Jahre 2010 war Essen mit dem gesamten Ruhrgebiet europäische Kulturhauptstadt. Es sind vor allem die industriell geprägten Sehenswürdigkeiten, die immer mehr Touristen besuchen; von der Zeche und Kokerei Zollverein bis zur Villa Hügel. Doch die Stadt bietet mehr, beispielsweise einen besonderen Dom mit der ältesten vollplastischen Madonna der Welt, Stadtparks auf rekultivierten Bergehalden oder auch Theater und Museen. Durch die A40 (weltweit in Aufmerksamkeit geraten durch das »Still-Leben« im Juli 2010), die A42 und A52 ist Essen an das Fernstraßennetz, durch den Hauptbahnhof an das Regional- und Fernverkehrsnetz der Bahn angebunden. Zahlreiche Zechen förderten in Essen und beeinflussten die Wirtschaft und das Ortsbild, beispielsweise u.a. die Zechen Friedrich Ernestine, Helene, Mathias Stinnes oder Zollverein.
Touristik-Zentrale / Information: Am Hauptbahnhof 2 in 45127 Essen – gegenüber des Hauptbahnhofs. Mehr Infos: www.essen.de
Essener Münster
Er gehört zu den unbekannteren Sehenswürdigkeiten der Ruhrstadt, von der viele Touristen und sogar Bewohner des Ruhrgebiets nicht einmal etwas wissen, und versteckt sich trotz zentraler Lage ein wenig am Burgplatz. In seinem Innern beherbergt der Dom zu Essen jedoch einige besondere Schätze wie die Goldene Madonna oder den Siebenarmigen Leuchter, beides jeweils die ältesten erhaltenen Kunstwerke ihrer Art.
In unmittelbarer Nähe zur Zeche Zollverein in Essen-Katernberg befindet sich die gleich- namige Kokerei, die über die Schließung der Zeche hinaus noch bis 1993 aktiv war. Wie die Zeche auch lässt sich das Gelände der Kokerei, das – zusammen mit der Zeche – seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft ist, frei besuchen. Besonderheiten hier sind ein Riesenrad und ein Schwimmbecken inmitten der roten Industrieanlagen.
Die Margarethenhöhe ist eine ab 1910 errichtete Siedlung im Essener Süden, unweit des Grugaparks und der Messe gelegen. Benannt ist sie nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp, der Ehefrau des Industriellen Alfred Krupp. Als eine der ersten sogenannten Gartenstädte wurde sie als idyllische Kleinstadt mit sehr ähnlichen Häusern errichtet. Das Zentrum bildet der rechteckige Martkplatz. Die Namen der Straßen demonstrieren den heimischen Charakter, wie Schöngelegen, Sonnenblick oder Daheim zeigen.
In der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein in Essen befindet sich das erst im Jahre 2010 eröffnete Ruhr Museum. Es befasst sich namensgemäß mit dem Ruhrgebiet gestern und heute. Dargestellt wird ein breites Spektrum von Themengebieten, von der Prähistorie über das Mittelalter bis hin zu Industrie, Leben und Arbeiten sowie dem Struk- turwandel in der Neuzeit.
An der Stadtgrenze zwischen Essen und Gelsenkirchen steht die etwa 50 Meter hohe Halde Schurenbach. Oben befindet sich eine große, recht pflanzenfreie, elliptisch geformte und nach oben gewölbte Oberfläche aus dunklem Abraum. Auf dem höchsten Punkt der Halde steht auf 85 m ü. NN eine Bramme, ein 67 Tonnen schweres, gegossenes Stück Stahl mit einer Höhe von 15 Metern und nur einer Dicke von etwas mehr als zehn Zentimetern.
Die 1986 stillgelegte Zeche im Essener Stadtteil Katernberg ist ein Symbol für das Ruhrgebiet. Zusammen mit der benachbarten Kokerei wurde das Gelände als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Die Zeche Zollverein bildet mit ihren Gebäuden im Bauhaus-Stil und dem bekannten Doppelbock über Schacht XII (Bild links) einen wichtigen Ankerpunkt in der "Kulturhauptstadt Europas" im Jahr 2010. Hier befindet sich auch das Ruhr-Museum. Ähnlich wie ein Park ist das Gelände frei zu besichtigen.
Es ist eine beschauliche und ländlich geprägte Stadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern, die im äußersten Südosten des Ruhrgebiets das Tor zum Sauerland bildet. Sie erstreckt sich entlang der Ruhr und bietet breite Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. Die kleine Innenstadt mit dem dreieckigen Markt und dem Berg mit dem für Fröndenberg typischen Ensemble der Stifts- und Marienkirche besitzt einige Einkaufs- und Flaniermöglichkeiten. Mit dem Himmelmannpark, in dem sich das inzwischen über Fröndenberg hinaus bekannte Kettenschmiedemuseum befindet, liegt ein grünes Erholungsgebiet am Ruhrufer direkt in Zentrumsnähe. Im Montansektor hat Fröndenberg durch die frühen Kleinzechen Frohe Ansicht und Wilder Mann nur geringfügige Bedeutung. Mehr Information: www.froendenberg.de
Bismarckturm Unna
Um 1900 entstand auf dem heutigen Stadtgebiet von Fröndenberg / Ruhr nahe der hoch exponierten Wilhelmshöhe einer von 240 über alle Kontinente verteilten Bismarcktürmen zu Ehren des zwei Jahre zuvor verstorbenen preußischen Reichskanzlers Otto von Bismarck. Der Turm kann im Sommerhalbjahr Sonn- und Feiertags besichtigt werden und bietet von seiner überdachten Aussichtsplattform einen weiten Blick über das Ruhrtal und ins Münsterland.
Es ist ein etwas ungewöhnliches Industriedenkmal, das am stadtseitigen Eingang des Himmelmannparks steht und nach langer Gewöhnungsphase ein Wahrzeichen der Stadt darstellt. Der Trichterstofffänger ist eines der letzten Relikte einer großen Papierfabrik, auf deren Grund und Boden der kleine, beschauliche Stadtpark entstanden ist.
Zwischen den Vororten Ardey und Strickherdicke befand sich am Thabrauck die Kleinzeche Frohe Ansicht. Zunächst wurde hier in Pingen nach Kohle gegraben, ehe in den Stollenbergbau übergegangen wurde. Im Wald sind minimale Relikte von Stollenmundloch, Steinbruch, Pingen und einer Halde sichtbar.
Im ehemaligen Magazingebäude der Papierfabrik Himmelmann lassen sich im erst 1999 eröffneten Kettenschmiedemuseum, das direkt am beliebten RuhrtalRadweg liegt, die Geschichte und Technik des Kettenschmiedens besichtigen. Zahlreiche zum größtenteil betriebsbereite und vorführfähige Maschinen und Exponate demonstrieren die Fertigung und Prüfung. Besonders Beliebt sind "heiße" Vorführungen am Schmiedefeuer. Geöffnet im Sommerhalbjahr Sa, So u. Feiertags, Eintritt frei!
Vor allem für ihren blau-weißen Fußballverein aus dem Vorort Schalke ist die Großstadt bekannt. Sie besitzt etwa 260.000 Einwohner und liegt bereits im nördlichen Ruhrgebiet. Erschlossen ist die Stadt durch die Autobahnen A2, A42 und A52. Der Hauptbahnhof ist ein kleiner Knotenpunkt im Nah- und Fernverkehr der Bahn. Wie die meisten umliegenden Städte ist Gelsenkirchen eine attraktive Einkaufsstadt mit belebter Fußgängerzone im Innenstadtbereich geworden. Prägend für die Stadt waren zahlreiche Zechen, u.a. Nordstern, die erste Zeche nördlich der Emscher, Consolidation »Consol«, Hugo, Rheinelbe und Wilhelmine-Victoria – und Dahlbusch, bekannt für die gleichnamige Rettungskapsel, aufgrund der Form auch »Dahlbusch-Bombe« genannt. Mehr Informationen: www.gelsenkirchen.de
Himmelstreppe
Ein merkwürdiger Steinhaufen lenkt die Aufmerksamkeit auf den dunklen Hügel, der die Halde der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen darstellt. Bei näherer Betrachtung stellt sich der Steinhaufen als Skulptur aus verschieden großen Betonblöcken dar, der die Form einer Treppe einnimmt - die sogenannte Himmelstreppe. Das Plateau ist eine sehr gut exponierte Aussichtsplattform mit weitem Blick über das mittlere Ruhrgebiet.
Im Zuge der Nordwanderung des Bergbaus im Ruhrgebiet entstand in Gelsenkirchen die erste Zeche nördlich der Emscher mit dem von diesem Fakt abgeleiteten schönen Namen »Nordstern«. Auf dem Gelände des Bergwerks befindet sich heute der Nordsternpark, der Austragungsort einer Bundesgartenschau war. Heute ist dies öffentlicher Landschaftspark. Bekannteste Objekte sind die Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal und eine übergroße Herkules-Statue auf dem ehemaligen Förderturm.
Die Herzen von Technikfans schlagen höher, wenn sich die Dampffördermaschine im südlichen Maschinenhaus von Schacht IX in Bewegung setzt: Im Industriemuseum der Zeche Consol in Gelsenkirchen wird Geschichte und Technik hautnah präsentiert. Rings um das verbliebene Gebäudeensemble erstreckt sich heute ein ausgedehnter Stadtpark mit großen Wiesenflächen, Kunst und Spielplätzen. Im ehemaligen Lüftergebäude der Zeche ist heute das Consol-Theater untergebracht.
Aus dem alten Ruhr-Zoo entstand 2005 die ZOOM-Erlebniswelt. Mit einem neuen Konzept wurde der Tierpark zu einem Publikumsrenner: Tiere sind nach Klimazonen und Regionen eingeteilt. In den Bereichen Alaska, Afrika und Asien oder auf dem Westfälischen Bauernhof kann der Besucher typische Vertreter in naturnah und großzügig gestalteten Gehegen beobachten.
Im Grenzbereich zwischen Ruhrgebiet und Sauerland liegt Hagen im Volme- und Lennetal. Die Großstadt mit fast 200.000 Einwohnern ist im Zentrum mit seinem großen Fußgängerbereich sehr städtisch, besitzt jedoch auch sehr ländliche und sauerlandgeprägte Vororte. Mit dem Auto erreichbar ist die Stadt über die Autobahnen A1, A45 und A46. Der Hauptbahnhof im Zentrum bildet einen wichtigen Umsteigeknotenpunkt im Nah- und Fernverkehr. Mehr Informationen: www.hagen.de
Deutsches Kaltwalzmuseum
Im Alten Palas des Schlosses hoch über Hohenlimburg im Lennetal ist das Deutsche Kaltwalzmuseum untergebracht. Es widmet sich der Geschichte und Technik des Kaltwalzens von Eisen und Metall und zeigt im historischen Gebäude Maschinen und Produkte, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Den ersten wichtigen Abnehmer stellte jedoch ein ungewöhnlicher Industriezweig dar: die Textilindustrie...
Das Museum ist eines von zwei vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe betreuten dieser Art in NRW. Dargestellt wird die Geschichte der westfälischen Handwerkskunst vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Dabei lassen sich die in kleinen Fachwerkhäusern rekonstruierten Werkstätten, Schmieden und Manufakturen nicht nur ganz frei vom Besucher besichtigen, vielerorts werden ständige Vorführungen gemacht.
Sie ist die älteste erhaltene Höhenburg Westfalens und liegt hoch über dem Lennetal im Hagener Vorort Hohenlimburg. Im Innern der Gebäudeanlage aus Palas, Bergfried und Torhaus befindet sich das →Deutsche Kaltwalzmuseum. Außerdem lässt sich das Neue Palasgebäude in Führungen besichtigen. Darüber hinaus ist das Schloss ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Ausläufer des Sauerlandes, wo die Hektik der Großstadt und des Ruhrgebietes rasch hinter sich gelassen wird...
Im äußersten Osten gelegen bildet die kreisfreie Großstadt Hamm eine Grenze des Ruhrgebietes. Die Innenstadt liegt direkt an der Lippe und bietet u.a. mit dem Allee-Center Möglichkeiten zum Einkaufen und Flanieren. Die Anbindung an Hamm mit dem Auto durch die nahegelegenen Autobahnen A1 und A2 ist als mäßig zu bezeichnen, eine wichtigere Knotenpunktfunktion nimmt der Bahnhof der Stadt ein, in dem der Nah- und Fernverkehr hält. Die meisten der vier großen Zechenstandorte Maximilian, Radbod, Sachsen und des Bergwerks Ost werden heute alternativ als Kulturzentrum oder Naherholungsgebiet genutzt. Mehr Informationen: www.hamm.de.
Maximilianpark
Aus dem Gelände der nur wenige Jahre fördernden Zeche Maximilian in Hamm-Werries wurde lange eine Brache, bis es 1984 zum Austragungsort der ersten Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen erkoren wurde. Bekanntestes Objekt ist die um einen Anbau in Form eines Elefantenkopfes erweiterte Kohlenwäsche – der »Gläserne Elefant«. Heute ist der Maxipark ein beliebter Spiel- und Erholungspark geworden.
Es ist ein durchaus eindrucksvolles Gebäudeensemble, das die alten Betriebsgeäbude und die in einer Reihe stehenden Fördergerüste inmitten des Gewerbegebietes Radbod bilden. Es befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Radbod im Vorort Bockum-Hövel, das sich noch in der Entstehung befindet und auch durch technische Straßennamen wie "Grubenlicht" oder "Schwarzes Gold" einen Bezug zum einst den Ort prägenden Wirtschaftssektor herstellt.
Im Ruhrtal zwischen Kemnader und Baldeneysee liegt die 55.000 Einwohner große Stadt Hattingen. Bekannt ist sie für ihre sehenswerte Altstadt, das Industriemuseum Henrichshütte und die Burg Blankenstein. Die nächstgelegene Autobahn ist die A43 mit einer vergleichsweise ungünstigen Anbindung. Der Bahnhof der Stadt ist durch eine S-Bahn an Essen angebunden. Mehr Informationen: www.hattingen.de.
LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Die bereits 1854 gegründete Henrichshütte in Hattingen schloss ab 1987 ihre Pforten. Der Kernbereich des Hüttenwerkes ging an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe über, der hier heute das Freilichtmuseum betreibt. Erlebnispfade führen über das Gelände, durch die Möllerbunker bis auf die Aussichtsplattform auf dem Hochofen 3, von der sich ein Panoramablick über das Hüttenwerk und das Ruhrtal in Hattingen bietet.
Die kreisfreie Stadt an der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal trägt gleich zwei Titel: Mit 165.000 Einwohnern ist sie unter Beachtung der Fläche sowohl die dichtbesiedeltste Stadt in Deutschland nach Berlin und München und zugleich die zweitkleinste Großstadt nach Offenbach in Hessen. Durchzogen wird die Stadt von den Autobahnen A42 und A43, die eine günstige Anbindung für den Autoverkehr ermöglichen. Der Bahnhof in Herne wird nur von einigen Nahverkehrszügen angefahren. Wichtiger ist der Hauptbahnhof im Ortsteil Herne-Wanne, der nach wie vor die Bezeichnung der ursprünglich eigenständigen Stadt Wanne-Eickel trägt. Auch in Herne spielte der Bergbau eine große Rolle, u.a. durch die Zechen Friedrich der Große, Mont-Cenis, Shamrock und Unser Fritz. Mehr Informationen: www.herne.de.
Akademie Mont-Cenis
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Mont-Cenis in Herne steht seit 1999 das riesige Gebäude aus Glas und Holz. Im Inneren dieser Glashülle befinden sich einzelne Gebäudegruppen mit Tagungsräumen, Bibliothek, Café und mehr. Im Außenbereich ist ein Stadtteilpark mit Spielgelegenheiten und Spazierwegen entstanden. Besonderer Glanzpunkt ist das Energiekonzept mit Grubengasnutzung, Solarzellen sowie ein ausgeklügeltes Abschattungs- und Reflexionskonzept.
Das Fördergerüst über dem Wilhelmschacht der Zeche Pluto in Herne-Wanne sieht auf dem ersten Blick genauso aus wie das über dem Schacht XII der Zeche Zollverein in Essen. Kein Wunder, stammt es doch vom selben Industriearchitekten. Die stillgelegte Zeche wird heute anderweitig genutzt und ist leider nicht zu besuchen. Im Artikel zur Halde Pluto-Wilhelm wird auch kurz auf die Schachtanlage eingegangen.
Der Artikel wird zum Besuch der Dürerhalde im Laufe des Jahres 2012 veröffentlicht, da sich die Halde als nicht öffentlich freigegeben herausgestellt hat.
Etwa 60.000 Einwohner zählt die kreisangehörige Stadt im nördlichen Ruhrgebiet, die an die Emscher grenzt. Im Ortsteil Mitte besitzt sie eine kleine Fußgängerzone. Touristischer Anziehungspunkt ist hier das Schloss Herten. Noch sehr jung, aber ebenfalls als Ausflugsziel beliebt ist der Landschaftspark Hoheward mit zwei der Top-10 Bergehalden im Revier und einem See. Herten liegt verkehrsgünstig am Kreuz der Autobahnen A2 und A43. Eine Anbindung an den Schienenpersonenverkehr existiert nicht. Den Montansektor bestimmten vor allem die zwei Zechen Ewald und Schlägel & Eisen, wobei Ewald heute kultureller Bestandteil des Landschaftsparks ist. Mehr Informationen: www.herten.de.
Landschaftspark Hoheward
Es sind vor allem die Großhalde Hoheward, die Halde Hoppenbruch, die Zeche Ewald und der Ewaldsee, die zusammen einen besonderen Landschaftspark bilden. Er bietet vor allem viel Platz und Möglichkeiten zum Laufen im Wald, Verweilen am See und zum Bezwingen der beiden Halden, die zu den höchsten des Ruhrgebietes zählen. Sie befassen sich jeweils mit den Themen Astronomie und Zeit sowie Wind
Die im Landschaftspark Hoheward befindliche Halde Hoppenbruch besitzt auf ihrem höchsten Punkt eine große Windkraftanlage. Direkt neben dem Windrad befindet sich auf dem Gipfelplateau ein Skulpturengarten aus Edelstahl-Elementen, die verschiedene Themenbereiche des Windes, die Entstehung und die Nutzung zur Gewinnung elektrischen Stroms erläutern. Nebenbei lässt sich eine grandiose Rundumsicht und ein Blick auf die Großhalde Hoheward nebenan genießen.
Die kleine Gemeinde im Westen des Kreises Unna hat fast 20.000 Einwohner, erstreckt sich über den Höhenzug Haarstrang und grenzt im Süden sogar an die Ruhr. Auf dem Gebiet der Gemeinde entspringt die Emscher. Die Lage ist als besonders verkehrsgünstig, bedingt durch das Autobahnkreuz Dortmund / Unna von A1 und A44 sowie den Flughafen Dortmund, zu bezeichnen. Der Flughafenbahnhof hat dagegen nur eine Bedeutung im Nahverkehr. Im Montansektor spielten in Holzwickede die Zechen Caroline, Freiberg sowie die im Dortmunder Ortsteil Sölde befindliche Zeche Margarethe eine besondere Rolle. Mehr Informationen: www.holzwickede.de.
Bergbaurundweg Holzwickede
Über etwa 16 Kilometern Länge verbindet der Rundweg entlang seines Weges einige bergbauhistorische Stätten, landschaftsgeographische Besonderheiten und Gutshäuser miteinander und führt damit rings um und durch die Gemeinde Holzwickede. Geprägt ist er vor allem durch größere und kleinere Relikte der ehemaligen Zechen Caroline, Margarethe und Freiberg. Daneben werden die Emscherquelle und das Bachtal Schöne Flöte erschlossen.
Am Ortsrand der Gemeinde Holzwickede befindet sich der Emscherquellhof, der heute in Besitz der Emschergenossenschaft ist und für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt wird. Vor dem romantischen Fachwerkgebäude befindet sich ein Quellteich der Emscher. Man erfährt hier einiges über Sagen und Mythen der Emscher, das Thema Wasser und den Emscherumbau. Nur die Emscher entspringt hier eigentlich nicht mehr, sondern einige Kilometer bergauf im Hixterwald...
Das ehemalige Wasserschloss Regenbogen liegt am Ortsrand von Opherdicke, einem Vorort von Holzwickede und ist eines der wenigen Wasserschlösser auf einem Berg. Sein Haupthaus mit den zwei flankierenden Türmen inmitten einer Gräfte, der lokalen Bezeichnung für einen Wassergraben, wird im Norden durch eine Hofanlage mit Ställen, Gästehaus und Remise ergänzt.
Mit etwa 80.000 Einwohnern ist Lünen die größte Stadt im Kreis Unna. Sie liegt direkt an der Lippe und dem Datteln-Hamm-Kanal. Mit Bram- bauer ragt ein Ortsteil tief in das Stadtgebiet Dortmunds hinein. Den nächsten Autobahnanschluss bietet in größerer Entfernung zum Zentrum die A2. Der Lüner Hauptbahnhof hat nur regionale Bedeutung. Das Stadtzentrum mit der Fußgängerzone bietet hingegen gute Einkaufs- möglichkeiten und am Fluss Platz zum Sitzen und Erholen. Auch der Bergbau hat vor Lünen nicht halt gemacht: Es sind insbesondere die Zechen Minister Achenbach, Preußen und Victoria, die auf dem Stadtgebiet Kohle förderten. Mehr Informationen: www.lünen.de.
Preußenhafen
Einige Kilometer westlich von des großen Yachthafens Marina Rünthe in Bergkamen befindet sich mit dem Lüner Preußenhafen eine kleinere Anlegemöglichkeit für Schiffe. Er wurde 1914 als Verladehafen der Zechen Gneisenau und Preußen errichtet. Nach der Schließung der Zechen wurde er nicht mehr benötigt. Ähnlich wie die Marina Rünthe dient er heute touristischen Zwecken. Ein alter Hafenkran zeugt von seinem ehemals industri- ellen Charakter.
Im Lüner Vorort Brambauer förderte bis 1992 die Zeche Minister Achenbach. Während auf dem Gelände der Schachtanlage I / II im Südwesten des Ortes ein Gewerbegebiet entstand, wurde das Areal um Schacht IV zum Technologiezentrum »LünTec«. Markantestes Objekt auf dem Gelände ist der Lüntec-Tower, das sogenannte Colani-Ei, ein auf den alten Förderturm gesetztes Ufo, das durch den Künstler und Designer Luigi Colani entworfen wurde.
Kurz vor der Mündung in den Rhein schlängelt sich die Ruhr durch Mülheim, einem der am meisten falsch geschriebenen Orte in Nordrhein-Westfalen. Erschlossen wird die Stadt durch die A40 für den Autoverkehr und den Hauptbahnhof im regionalen Bahnverkehr. Der Bergbau ging in Mülheim früh vorbei, die letzte Anlage, die Zeche Rosenblumendelle, stellte bereits 1966 die Förderung ein.
Aquarius Wassermuseum
Wo passt ein Museum, das sich ausschließlich mit der Ressource Wasser beschäftigt, besser hin, als in einen echten, romantischen Wasserturm? Von der Quelle über Bäche, Flüsse, Seen, Wassergewinnung, Chemie, Staudämme, Wassernutzung, Klärung, virtuelles Wasser und viel mehr führt der Weg im Turm thematisch von oben nach unten. Interaktive Multimedia- stationen verbreiten wissenschaftlich und zugleich kindgerecht Informationen.
Weithin bekannt ist die kreisfreie Stadt Oberhausen für ihren Strukturwandel im Bereich der Neuen Mitte. Aus der alten Gutehoffnungshütte unvorstellbarer Größe wurde ein Urban Entertainment Center mit Shopping-Mall, Freizeitpark, Theatern, Flaniermeile und Ausstellungen. Die Großstadt selbst hat etwa 215.000 Einwohner, ist durch die Autobahnen A2, A3, A40 und A516 sehr gut an das Fernstraßennetz und durch den Hauptbahnhof vergleichsweise gut an den Nah- und Fernverkehr auf der Schiene angebunden. Neben der Eisen- und Stahlproduktion lebte auch Oberhausen von Zechen, namentlich u.a. von den Zechen Alstaden, Jacobi, Oberhausen, Osterfeld, Roland und Sterkrade.
CentrO Oberhausen
Kernpunkt der Neubebauung des Geländes der ehemaligen Gutehoffnungshütte in Oberhausen und Magnet für viele Besucher und Einkaufstouristen ist das große und vieldiskutierte Einkaufszentrum CentrO. Es ist ein riesiger, langgestreckter und zwei- stöckiger Gebäudekomplex zum Einkaufen und Schlemmen vor den Toren der Stadt und Teil der »Neuen Mitte«.
Der Gasometer in Oberhausen ist praktisch das einzige erhaltene Industrierelikt in der »Neuen Mitte« und ein Wahrzeichen der Stadt. Er wurde 1988 stillgelegt und bietet heute Platz für wechselnde Ausstellungen innerhalb des Gebäudes. Vom Dach des Gasometers hat man einen weiten Blick über das westliche Ruhrgebiet und das Rheinland. Er wird im Artikel zur Neuen Mitte Oberhausen betrachtet.
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Osterfeld fand 1999 die Oberhausener Landesgartenschau (OLGA) statt. Neben der floristischen Präsentation war insbesondere ein Ziel, Gebäude und Reste der Zeche in den Park zu integrieren. Heute steht der OLGA-Park als frei zugänglicher Stadtpark Besuchern und der Bevölkerung zur Verfügung. Er wird im Artikel über die »Neue Mitte« behandelt.
Das Sea Life Center beherbergt etwa 20.000 Wassertiere in über 50 Großaquarien und wurde im Jahr 2004 auf dem Gelände der Neuen Mitte in Oberhausen in direkter Nach- barschaft zum CentrO eröffnet. In einem thematischen Rundgang können Fluss- und Süß- wasserfische, Lebewesen aus der Brandungs- und Tidenzone des Meeres, am Boden der Nordsee, im Atlantik oder in den Tropen beobachtet werden. Besonders bekannt wurde das Sea Life während der Fußball-WM 2010 durch seinen Kraken Paul.
Eisenheim ist die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets und wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Bürgerproteste bewahrten die Siedlung in den 1970er Jahren vor der Abrissbirne und der Neubebauung durch eine schmucklose Großwohnsiedlung. Heute ist die Siedlung Eisenheim eine Art Freilichtmuseum mit wunderschön renovierten Bergarbeiterhäusern im Kreuzgrundriss, das man frei besichtigen kann. Die Siedlung Eisenheim wird im Artikel zur »Neuen Mitte« vorgestellt.
Der kleine Park am Rande des Oberhausener Vorortes Dümpten an der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr liegt auf einer ehemaligen Bergehalde der Zeche Roland. Den größten Teil bilden flächige Wiesen und Streuobstanpflanzungen, aber auch einfache Spielplätze und Sportanlagen. Der eigentliche Artikel zu diesem Stadtpark ist unter der Kategorie »Halden im Ruhrgebiet« eingeordnet.
Im Jahre 1873 wurde durch die zur Gutehoffnungshütte gehörende Zeche Oberhausen im Ortsteil Osterfeld ein neuer Schacht geteuft. Aus dieser neuen Förderanlage ging die Zeche Osterfeld hervor, die die Zeche Oberhausen nach deren Schließung ab 1931 ersetzte. 1992 wurde die Zeche Osterfeld selbst geschlossen. Das Gelände beherbergte 1999 die Oberhausener Landesgartenschau (OLGA). Noch heute ist der Olga-Park als öffentlicher Stadtpark mit Relikten der Industriekultur öffentlich nutzbar.
Die Kreisstadt Unna mit fast 70.000 Einwohnern liegt im östlichen Ruhrgebiet direkt am Hellweg und profitierte von dessen Handel. Die Innenstadt besitzt eine historische Altstadt, die durch die die zwei Märkte verbindende Fußgängerzone als betriebsame Einkaufs- und Flaniermeile erschlossen wird. Besondere Bekanntheit erringt Unna durch das zweijährlich stattfindende Un(n)a Festa Italiana, bei dem die Altstadt mit farbigen Lichtbögen geschmückt wird. Angebunden ist Unna sehr gut an die Autobahnen A1 und A44. Der Bahnhof wird ausschließlich von Regionalzügen bedient. Im Montansektor sind alleine die Zechen Königsborn und Massen zu nennen.
Lindenbrauerei
Von 1859 bis 1979 wurde am Rande der Innenstadt das Linden-Bier gebraut. Nach der Schließung der Lindenbrauerei wurde mit der Zeit aus den Gebäuden und den Kellern ein Kulturzentrum. Kernpunkt ist das »Zentrum für Information und Bildung« mit der Stadtbücherei und der Volkshochschule, verschiedene Gastronomieeinrichtungen und das weltweit einzigartige → Zentrum für internationale Lichtkunst
In den Gewölbekellern der 1979 geschlossenen Lindenbrauerei in Unna eröffnete im Jahr 2001 ein weltweit einzigartiges Museum mit dem Thema Lichtkunst: das Zentrum für internationale Lichtkunst, kurz Lichtkunstzentrum Unna. Verschiedene Lichtkünstler haben eigene Räume nach bestimmten Themen gestaltet und machen den Besuch zu einem Erlebnis.
Sie ist die östlichste Stadt im Kreis Recklinghausen und geprägt durch das Wasserstraßenkreuz von Datteln-Hamm-, Dortmund-Ems- und Rhein-Herne-Kanal. In Waltrop-Oberwiese befindet sich das Schiffshebewerk Henrichenburg, das zu einem beliebten Freilichtmuseum geworden ist. In Waltrop selbst förderte lange Zeit die Zeche Waltrop im Ortsteil Brockenscheidt.
LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
In der Nähe von Datteln überwand das Schiffshebewerk Henrichenburg den Höhen- unterschied zwischen zwei Wasserstraßen-Niveaus. Das Alte Hebewerk ist heute durch die Alte und die Neue Schachtschleuse und das Neue Hebewerk ersetzt worden und ein beliebtes Museum mit dem Thema Hebewerktechnik, Binnen- und Dampfschifffahrt.
Zum Artikel über das Schiffshebewerk Henrichenburg
Spurwerkturm
Auf den ersten Blick sieht das geometrische Gebilde wie ein Duplikat des Tetraeders auf der Halde Beckstraße in Bottrop aus. Der Spurwerkturm auf der Halde Brockenscheidt neben der Zeche Waltrop ist ebenfalls ein frei zugänglicher Aussichtsturm, der aber komplett aus hölzernen Spurlatten aus dem Bergbau besteht und im Gegensatz zum Bottroper Tetraeder ein Fünf-Flächner ist.
Die Wiege des Ruhrbergbaus – Kein Mensch würde vermutlich darauf kommen, dass sie in Witten ist. Im Muttental bei Witten-Bommern wurde bereits im Mittelalter Kohle oberflächennah abgebaut, ehe man in den Stollen- und Schachtbergbau überging. In zahlreichen Klein- und Kleinstzechen wurde schließlich das Grubengold ans Tageslicht geholt. Mit Ausdehnung der Großzechen wurden die Standorte jedoch unrentabel und verschwanden schließlich. Die Stadt Witten selbst, durch die Autobahnen 43 und 44 an das Fernstraßennetz angebunden und durch den Bahnhof immerhin an eine der wichtigen Regionalexpress-Linien im Land, ist eine attraktive Einkaufsstadt geworden. Neben dem erwähnten Muttental mit den bekannten Zechen Nachtigall und Theresia ist es vor allem der Kemnader See und die Ruhr, die Touristen und Erholungssuchende anziehen.
Bergbauwanderweg im Muttental
Mit etwa 30 Stationen erschließt der Rundweg bergbauhistorische Orte wie ehemalige Kleinzechen, Stollenmundlöcher, Verladungen, Haspel-Anlagen, Göpel und Bergehalden – und das alles im idyllischen Tal des Muttenbachs und der Ruhr. Durch die hohe Dichte der Stationen sucht der Weg seinesgleichen und sei sowohl für Wanderer als auch für Interessierte in den Frühen Bergbau ans Herz gelegt. Ausgangspunkt ist das Museum Zeche Nachtigall.
Nur durch die Museumsbahn vom Fluss getrennt liegt die ehemalige Burg Hardenstein malerisch im mittleren Ruhrtal. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert, wurde jedoch aufgegeben und verfiel. Heute sind von der Burg nur noch Mauerreste erhalten. Erschlossen wird die Ruine durch den Ruhrtalradweg und den Bergbauwanderweg im Muttental, in dessen Artikel die Ruine auch kurz vorgestellt wird. Für Wanderer bietet das Gelände Möglichkeit für eine Rast.
Die Zeche mit dem wohl schönsten Namen im Ruhrgebiet ist ein Zeugnis des frühen Stol- lenbergbaus im Revier. Nach der Schließung 1892 entstand hier die Ziegelei. So kann der Besucher des hier befindlichen Museums gleich zwei Industriezweige besuchen. Besondere Attraktion ist die Führung durch den Nachtigallstollen.
Einige in Artikeln beschriebene Ziele lassen sich nicht dem (zentralen) Ruhrgebiet oder einem einzelnen Ort zuordnen, was nicht heißt, dass sie weniger geeignet für einen Ausflug sind.
Geleucht
Es ist eine 30 Meter hohe Grubenlampe, die auf dem Gipfel einer Bergehalde bei Moers direkt am Rhein aufgestellt wurde und seitdem als besonders einfallsreiche und schöne Landmarke die auf der Autobahn vorbeifahrenden Menschen erstaunt. Zu bestimmten Öffnungszeiten kann die übergroße Grubenlampe als Aussichtsplattform über dem Rheintal genutzt werden.
Östlichste und westlichste Begrenzung der Landmarken im Ruhrgebiet bilden die kubistischen Fördertürme von Schacht IV der Zeche Königsborn und von Schacht Rossenray des Bergwerks West. Nachts markieren gelbe Neonröhren, die »Yellow Marker« die Position der Schächte. Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten!
Weithin sichtbar liegt das Hauptgebäude der Schlossanlage von Cappenberg bei Selm über der Lippeniederung, sodass es von vielen höher exponierten Orten der Umgebung identifiziert werden kann. Neben dem Hauptgebäude beherbergt das Schloss eine Stiftskirche, ein Theater, Café und Weinstube, einen Park mit alten Bäumen sowie einen als Aussichtsplattform nutzbaren ehemaligen Wasserturm.
Er liegt weder im Ruhrgebiet noch hat er etwas mit Industriekultur zu tun. Dennoch sollte dieser besondere Wildwald als lohnenswertes Ausflugsziel in der Nähe des Ruhrgebiets nicht unerwähnt bleiben. Hier lassen sich heimische Wildtiere wie Rotwild oder Wildschweine in nahezu freier Wildbahn beobachten und erleben, der Mensch spaziert mitten durch die Reviere. Ebenfalls betrachtet werden Nachtjäger und Hoftiere. Besonders stimmungsvoll können Nachtwanderungen oder Beobachtungen zur Brunftzeit sein.